Juli

Staatssekretärin Anke Erdmann ist neue Ratsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Die entsprechende Berufungserkunde erhielt sie am Mitt-woch, 19. Juli, von Ministerpräsident Daniel Günther. Erdmann bekleidet nach der vergangenen Landtagswahl den Posten der Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Zuvor war sie seit 2009 Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtages und dort Fraktionsvor-sitzende für das Bündnis 90 / Die Grünen und bildungspolitische Sprecherin. Erdmann ist Nachfolgerein von Staatsekretärin Dr. Silke Schneider, die ins Fi-nanzministerium wechselte.

Der 15-köpfige Rat legt die Grundsätze für die Arbeit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein fest, wählt, überwacht und berät den Vorstand, beschließt den Stellenplan und stellt den Jahresabschluss fest.

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Es ist soweit, die gelben Blütenblätter des Jakobs-Kreuzkrautes (JKK) haben sich in vielen Landesteilen bereits geöffnet. Seit dem 21. Juni haben die Pächter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein dort, wo die Gefahr besteht, dass Honigbienen das JKK anfliegen, um Nektar und Pollen zu sammeln, ihre Mähwerke im Einsatz: Bei-spielsweise an der Schlei in Missunde (Kreis Schleswig-Flensburg) oder am Middel-burger See (Kreis Ostholstein) waren die Landwirte für die Imker aktiv. Mit dieser frühen Mahd, der sogenannte „Imker-Variante“, soll verhindert werden, dass sich die Giftstoffe der JKK-Pflanze, Pyrrolizidin-Alkaloide (PAs), im Honig wieder finden.

Das JKK ist zwar nicht die Lieblingspflanze der Bienen, aus Mangel an alternativen-Blühpflanzen in der intensiv genutzten Landschaft bedienen sie sich aber bei der gelbblühenden heimischen Kreuzkraut-Art. Aus diesem Grund ergreift die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit ihren Pächtern, wie im vergangenen Jahr auch in diesem Sommer, kurzfristige mechanische Maßnahmen bevor die Pflanze flächendeckend in Vollblüte steht.

Betroffene Imker können sich auch in diesem Jahr wieder an Dr. Aiko Huckauf vom Kompetenzzentrum JKK der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein melden, die unter 0431 210 90 311 ein Imkertelefon eingerichtet hat. Huckauf sucht im Einklang mit der Landesstrategie gegen JKK „Meiden –Dulden – Bekämpfen“ nach individuellen Lösungen für das JKK Problem.

Allerdings sei das Mähen nicht auf allen JKK-Flächen möglich, sagt Huckauf. „Wir versuchen den Imkern im Land so gut es geht zu helfen.“ Es gebe jedoch zum einen Flächen, die aufgrund der Geländeunebenheit, des Gehölzvorkommens oder der Bodenbeschaffenheit nicht mit landwirtschaftlichem Gerät befahren werden können, zum anderen gebe es auch Flächen, auf denen seltene und bedrohte Arten Zuhause seien, deren Schutz oberste Priorität habe.

In diesem Fall rät Huckauf, den Empfehlungen des LAVES Institutes für Bienenkunde in Celle zu folgen, das dazu rät, größeren JKK-Beständen entweder räumlich oder zeitlich auszuweichen: durch eine geeignete Standortwahl für die Bienenstände oder durch frühzeitiges Abschleudern des Sommerhonigs, bevor die Honigbienen Gelegenheit haben, blühendes JKK anzufliegen. Hierzu ist in diesem Jahr auch das sogenannte „Halbzargenprojekt“ gestartet.

Im letzten Jahr hat die Stiftung Naturschutz auf rund 1.200 Hektar JKK bekämpft und wird auch in diesem Jahr wieder konsequent und ökologisch maßgeschneidert gegen JKK vorgehen. Beobachtungen einzelner Landwirte deuten darauf hin, dass JKK in diesem Jahr deutlich weniger vital als in den Vorjahren ist. Darüber hinaus arbeitet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit ihrem Projekt „BlütenMeer 2020“ daran, mehr Blühpflanzen in die Landschaft zu bringen und so auch den Wild- und Honigbienen mehr Alternativen zu bieten.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte, naturschutz-verträgliche Kampagne gegen das giftige Jakobs-Kreuzkraut (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum, das JKK-Kompetenzzentrum, eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste und einzige Organisation, die das Problem der massiven Ausbreitung der heimischen Pflanzenart konsequent anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom-Chemiker und Umwelt-manager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Weitere Informationen, auch zu den genannten Teilprojekten, unter www.stiftungsland.de/jakobs-kreuzkraut

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Ihr Aussehen erinnert an die Tigerente des bekannten Autors Janosch: die Raupen des Blutbär-Schmetterlings (Tyria jacobaeae) sind orange-schwarz geringelt, aber nur wenige Zentimeter groß. Ihre Besonderheit: Sie ernähren sich ausschließlich vom Jakobs-Kreuzkraut (JKK). Zunächst knabbern sie an den Blütenkörbchen; sind die abgefressen, geht es mit den grünen Blättern weiter, bis schlussendlich nur noch der Pflanzenstrunk stehen bleibt. Dieses einseitige Fraßverhalten der kleinen Raupen macht der heimischen Wildpflanze so sehr zu schaffen, dass die meisten betroffenen Pflanzen kein zweites Mal austreiben, sondern absterben oder zumindest nicht mehr zur Aussamung gelangen.

Wie nachhaltig die Raupen das Jakobs-Kreuzkraut auch hierzulande schädigen können, wird jetzt von der Biologin Kathrin Schwarz im Rahmen des Projektes „Regulierung von Massenvorkommen des Jakobs-Greiskrautes (Senecio jacobaea L.) durch na-türliche Antagonisten“ untersucht. Bisher liegen Erfahrungen zum Erfolg sogenannter natürlicher Antagonisten (Gegenspieler) des Jakobs-Kreuzkrautes vorwiegend aus Ländern vor, in denen die gelbe Wildpflanze und deren Gegenspieler nicht heimisch sind, wie beispielsweise Nordamerika, Australien und Neuseeland. Hierzulande erscheint der gezielte Einsatz der Raupen insbesondere auf Flächen sinnvoll, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht oder nur schwer mit landwirtschaftlichem Gerät befahrbar sind.

In den vergangenen 12 Monaten hat die Doktorandin dafür gesorgt, dass in diesen Tagen nach und nach 2.750 Raupen an zehn verschiedenen Standorten im ganzen Land ausgesetzt werden. Bei den Standorten handelt es sich um ausgewählte Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, auf denen es Massenbestände von Jakobs-Kreuzkraut gibt. Im zweiten Projektlaufjahr, also 2018, kommt zu den Blutbär-Raupen (Tyria jacobaeae) noch ein weiterer natürlicher Gegenspieler des Jakobs-Kreuzkrauts hinzu: der Flohkäfer (Longitarsus jacobaeae), der ebenfalls ausschließlich JKK auf seinem Speiseplan hat. Allerdings schädigt dieser natürliche Feind die heimische Wild-pflanze vor allem unterirdisch, wo seine Larven in und von den Wurzeln des Kreuzkrautes leben. Die Kombination aus beiden Fraßfeinden könnte – wie im Ausland bereits beobachtet – auch bei uns effektiv zur Eindämmung des Jakobs-Kreuzkrautes beitragen. Kathrin Schwarz, Doktorandin der Abteilung Landschaftsökologie, Institut für Natur- und Ressourcenschutz der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, führt das Projekt durch; Projektleiter ist Dr. John Herrmann. Fachlich begleitet wird das Projekt von Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.
Das Antagonistenprojekt ist nur eines der vielen Maßnahmen, die das Kompetenzzentrum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein durchführt, um die weitere Ausbreitung des JKK zu verhindern.

Natürlich hält die Stiftung auch weiterhin an der Mahd von Massenbeständen auf ihren Flächen fest. (Eine detaillierte Auflistung der laufenden Projekte zur Erforschung des Phänomens Jakobskreuzkraut finden Sie in angehängter Presseinformation)

Hintergrundinformation:

„Regulierung von Massenvorkommen des Jakobs-Kreuzkrautes (Senecio jacobaea L.) durch natürliche Antagonisten“

Untersucht wird der Fraßerfolg der Raupen des Blutbär-Schmetterlings (Tyria jacobaeae). Sie fressen ausschließlich die heimische Wildpflanze Jakobs-Kreuzkraut. Zuerst die Blüten, dann die Blätter. Das schwächt die gelb blühende Pflanze so sehr, dass sie abstirbt bzw. zumindest nicht zur Aussamung kommt. Im zweiten Projektjahr kommt dann noch ein weiterer natürli-cher Gegenspieler des JKK hinzu, der Flohkäfer (Longitarsus jacobaeae). Er nagt unter der Erde an den Wurzeln seiner Wirtspflanze.
Ziele: Regulierung und Eindämmung von Massen-Vorkommen des Jakobs-Kreuzkrautes durch natürliche Antagonisten

Projektleitung: Dr. John Herrmann, Dr. Tobias Donath und Prof. Dr. Tim Diekötter, Abteilung Landschaftsökologie, Institut für Natur- und Ressourcenschutz, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Projektpartner: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

Laufzeit: 2017–2020

Finanzierung: Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit einer Fördersumme in Höhe von 203.224 € gefördert.

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Hier in Schleswig-Holstein ist Klimaschutz schon lange ein Thema und jeder kann Mitmachen.

Wer sich für den Klimaschutz engagieren will, kann seine Treibhausgasbilanz verbessern, in dem er durch den Kauf von MoorFutures® Zertifikaten die Wiedervernässung des Königsmoors unterstützt.

Uns allen ist klar: Wir müssen jetzt auf die Bremse treten und auf unsere Welt, unser Zuhause aufpassen. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat damit schon vor gut 40 Jahren angefangen  Überleben und das Überleben der nachfolgenden Generationen sichert. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihrer 100 prozentigen Tochter, der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, ist der Moorschutz.

Denn Moorschutz ist Klimaschutz! Moore sind weltweit die größten Kohlenstoffspeicher!
Im damals moorreichen Schleswig-Holstein vernässen die Partner trockengelegte Moore und stellen deren Funktion als CO2 –Speicher wieder her. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele.

Rund 100 Unternehmen, Dienstleister und Privatpersonen haben mit den MoorFutures der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein bereits freiwillig ihre Carbon Footprint verbessert und gleichzeitig ein nachhaltiges Zeichen für den Arten- und Biotopschutz in der Region gesetzt. „Wir freuen uns, dass die Idee, Klimaschutz hier vor Ort mit den schleswig-holsteinischen Mooren zu realisieren, langsam Schule macht“, erklärt Ute Ojowski, Geschäftsführerin der Ausgleichsagentur GmbH. Sie hat die MoorFutures® vor 2,5 Jahren nach Schleswig-Holstein geholt. „Der Anlass für den Erwerb eines oder mehrerer MoorFutures® Zertifikate, um unvermeidliche CO2- Emissionen auszugleichen, ist ganz unterschiedlich. Von der klimaneutralen Geburtstagsfeier, Firmenweihnachtsfeier oder Messe, dem Ausgleich für die gefahrenen Kilometer mit dem Auto bis zur Dienst- oder Urlaubsreise mit dem Flugzeug war alles dabei. Jedes MoorFutures® bedeutet eine Tonne CO2 weniger in unserer Atmosphäre. Die Klima-Wirksamkeit der Maßnahmen wurde vom TÜV Rheinland bestätigt.

Interessierte Privatpersonen und Unternehmen, die MoorFutures® erwerben wollen, können sich unter www.ausgleichsagentur.de/moorfures  informieren oder sich unter 0431 - 210 90 701/-204 telefonisch melden.

Das Bildmaterial dürfen Sie gerne kostenfrei verwenden. Die Bildrechte gehören der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz – vorfinanziert die Wiedervernässung von Mooren auf den Flächen der Stiftung Naturschutz. Mit dem Verkauf der freiwilligen Klimaschutzzertifikate, den MoorFutures®, können Privatpersonen und Unternehmen ihren CO2-Verbrauch kompensieren und gleichzeitig in Schleswig-Holsteins ein Zeichen für den Klimaschutz und den Erhalt seltener Tiere und Pflanzen setzen.

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Juni

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist wieder dem gewissen Extra auf der Spur: Die Juliwanderung führt im Rahmen ihrer „Extratouren“ am Freitag, 7. Juli, um 15 Uhr ins Stiftungsland Wilster Marsch bei St. Margarethen, Kreis Steinburg.Eine Landschaft mit Kontrasten: Im Vordeichland direkt an der Elbe blühen jetzt Klappertopf, Wiesenkümmel und andere Kostbarkeiten. Binnendeichs werden die landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen schon zum zweiten Mal gemäht. Die Artenvielfalt spielt sich im Stiftungsland ab. Rastende Wiesenvögel gehören im Ein-zugsbereich der Tide zu den Stammgästen. Auch der scheue Wachtelkönig hat hier sein Domizil. Sehen lässt sich der scheue Vogel fast nie, aber mit etwas Glück bietet er den Wanderern seinen typischen „Crex crex“-Ruf.Treffpunkt: Kirchducht 12, 25572 St. Margarethen, Deichüberfahrt gegenüber Kfz-Werkstatt Jonas.Hunde dürfen auf diese Wanderung leider nicht mit, weil es direkt über die Wilde Weide geht. Festes Schuhwerk sollte deshalb nicht fehlen.Die Tour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die bunte Vielfalt der Natur zu schützen, freut sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein natürlich. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101.Die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland führen seit fast 20 Jahren führen nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten hat, die Besu-cher erwartet immer ein kleines Sahnehäubchen. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führt, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollen oder mitwandernde Politprominenz Rede und Antwort steht. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos. Ferngläser und festes Schuhwerk bitte nicht vergessen. Start ist jeweils um 15 Uhr.

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Zu einem Spaziergang durch das Stiftungsland Grönauer Heide laden am Freitag, 30. Juni 2017, um 16.00 Uhr die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Stiftung Grönauer Heide und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) ein. Diese Wanderung ermöglicht ein besonderes Naturerlebnis durch Ein-blicke in den üblicherweise für die Öffentlichkeit gesperrten Nordteil der Grönauer Heide.Die pinken Blüten der geschützten Heidenelke und anderen Heidepflanzen stehen genauso auf dem Sightseeing-Programm die Besucher, wie die kleine Gallowayher-de, die mit ihrem Appetit auf Gräser und Sträucher dabei hilft, die wertvollen Heide- und Magerrasenflächen offen zu halten. Auf dem rund zweistündigen Spaziergang wird auch das Pflegekonzept für das europaweit geschützte NATURA 2000-Gebiet erläutert.Die Grönauer Heide ist Teil des Nationalen Naturerbes der Bundesrepublik, zu dem bundesweit Bergbaufolgelandschaften und ehemals militärisch genutzte Liegen-schaften gehören, die eine große Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt in Deutschland haben. Für die Öffentlichkeit ist das Gelände wegen der unberührten Flora und Fauna sowie Altlasten des Übungsbetriebes von Polizei und Militär nor-malerweise nicht zugänglich. Um dennoch den Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in das Gebiet zu gewähren, bieten die Veranstalter in unregelmäßigen Abständen geführte Wanderungen an.Die Stiftung Grönauer Heide wurde im Februar 2008 von den großen schleswig-holsteinischen Naturschutzverbänden, BUND, NABU und Landesnaturschutzverband, im Zuge des Mediationsverfahrens zum Ausbau des Flughafens Lübeck-Blankensee gegründet. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wurde als Treuhänderin eingesetzt. Ziel und Zweck der Stiftung ist es, selbst aktiv zum Schutz und zur Entwicklung des Lübecker Natur-erbes beizutragen und Dritte bei diesen Aktivitäten zu unterstützen.

Mehr Informationen über die Stiftung finden Sie auf der Internetseite www.groenauer-heide.de.

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Eine Dünenlandschaft mitten im Binnenland: das Stiftungsland Nordoer Heide! Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihr Projekt zur Wiederansiedlung des Goldenen Scheckenfalters laden Kinder und Eltern, Krabbel- und Flattertierfreunde aber auch botanisch Interessierte am Sonnabend, 24. Juni, von 10 bis 16 Uhr dazu ein, dass Naturschutzgebiet bei Breitenburg südlich von Itzehoe, Kreis Steinburg, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was lebt im Wassertropfen heißt es gleich zu Beginn beim Keschern und Tümpeln. Für Radler steht eine Umrundung des Gebiets auf dem Programm. Pflanzen blühen nicht nur schön und beherbergen viele Falter, sie eignen sich auch zum Malen. Aus Blüten, Säften und Erde werden eigene Farben hergestellt. Kreativität ist aber auch beim grünen Smoothie gefragt – Kräuter zum Abschmecken gibt es im Naturschutzgebiet reichlich. Wer die Binnendünen mit ihren Kostbarkeiten mit nach Hause nehmen will, ist bei der Fotosafari bestens aufgehoben. Für Speis und Trank sorgen der Burenziegen-Hof Christians und die Landfrauen des Kreises Steinburg.

Treffpunkt: Freizeitfläche an den Deckmannschen Kuhlen, Birkenweg / Lehmsweg, 25569 Kremperheide.

Mit dem von der EU kofinanzierten LIFE-Aurinia-Projekt macht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in 14 Projektgebieten – verteilt über ganz Schleswig-Holstein – Wiesen, Heiden und Magerrasen noch artenreicher und blütenbunter. Damit wird die Rückkehr des Goldenen Scheckenfalters nach Schleswig-Holstein vorbereitet und unterstützt. Wo er sich wohlfühlt, finden auch andere Tagfalter sowie zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum. Von 2010 bis 2018 fließen 3,3 Millionen Euro in das Artenschutzprojekt. Die Hälfte kommt aus dem EU-Förderprogramm LIFE+, den Rest steuert die Stiftung Naturschutz bei.

Für mehr Informationen besuchen Sie uns im Internet: www.life-aurinia.de.

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Wer sich einmal wie Meryl Streep oder Robert Redford im Filmklassiker „Jenseits von Afrika“ fühlen möchte, muss nicht in ferne Länder reisen. Die nördlichste Savanne Deutschlands liegt so nah! In diesem Fall kurz vor den Toren Flensburgs. Das Stiftungsland Schäferhaus Nord bei Gottrupel, Kreis Schleswig-Flensburg, ist am Freitag, 16. Juni, um 15 Uhr das nächste Ziel der Wandertouren der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit dem gewissen Extra.

Was aus einem ehemaligen Truppenübungsplatz werden kann, wenn die Natur ihn zurückerobert mit Hilfe der Rinderzüchter vom Verein Bunde Wischen in Schleswig? Wilder Thymian und Oregano und seit 2016 sogar die vom Aussterben bedrohte Arnika haben sich hier wieder angesiedelt. Bis weit in den Hochsommer singen die Lerchen, weil sie ungestört von landwirtschaftlichen Maschinen auf den weiten Flächen brüten können. Über die weite Stiftungsland-Savanne ziehen halbwilde Konik-Pferde und Galloway-Rinder. Neuntöter, Dorngrasmücke und eine Vielzahl von Schmetterlingen haben hier ebenfalls eine neue Heimat gefunden.

Hunde dürfen auf diese Wanderung leider nicht mit, weil es direkt über die Wilde Weide geht. Festes Schuhwerk sollte deshalb nicht fehlen. Treffpunkt: 24983 Gottrupel, Eingang Stiftungsland Schäferhaus Nord am Wiesenweg / Ecke Gottrupler Weg.

Die Tour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die bunte Vielfalt der Natur zu schützen, freut sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein natürlich. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101.

Die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland führen seit fast 20 Jahren führen nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten hat, die Besu-cher erwartet immer ein kleines Sahnehäubchen. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führt, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollen oder mitwandernde Politprominenz Rede und Antwort steht. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos. Ferngläser und festes Schuhwerk bitte nicht vergessen. Start ist jeweils um 15 Uhr.

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Für die Schweden ist „Midsommar“ – der längste Tag des Jahres – nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres. Sie feiern den Tag mit Blumenkränzen und Hering. Die Natur- und Landschaftsführerin Stefanie Dibbern hingegen lädt anlässlich der kurzen hellen "Weissen Nächte" am Sonntag, 18. Juni, zu einer kleinen Wanderung über die helle große Oldemorstoft im Stiftungsland Krusau-Tunneltal. Warum die Dämmerung zu dieser Jahreszeit wochenlang nicht zur Nacht wird, ob Glühwürmchen durchbrennen können und wie man Licht und Feuer auf und unter Wasser erzeugen kann, erfahren und erproben die Teilnehmer bei zunehmender Dunkelheit im Garten der Alten Schule in Niehuus. Vor Beginn um 19.00 Uhr lädt der Verein Alte Schule Niehuus e.V. zur Erdbeerbowle mit Laugengebäck.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um rechtzeitige Anmeldung unter www.naturfuehrungen-dibbern.de wird gebeten.

Treffpunkt: Alten Schule Niehuus, Schlossberg 36, D-24955 Harrislee, OT Niehuus. Kosten: sechs Euro für Erwachsene, Familien zwölf Euro.

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Der Goldenen Scheckenfalter ist das Highlight, das es am Sonnabend, 10. Juni, im Stiftungsland Nordoe zu entdecken gilt. Zum „Tag des Nationalen Naturerbes – Naturschätze erleben“ lädt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in das Naturjuwel bei Itzehoe, Kreis Steinburg, ein.

Der Goldene Scheckenfalter ist, dank des Engagements der Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz, in dieser Dünenlandschaft wieder zu Hause. Gemeinsam mit Antje Walter, Leiterin des von der EU geförderten Projektes „LIFE-Aurinia“, geht es auf die Suche nach dem streng geschützten Tagfalter, den die Stiftung Naturschutz hier wieder erfolgreich angesiedelt hat. Mit etwas Glück sonnt er sich auf den blütenbunten Magerrasen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz. Auch die Schönheit von Arnika, Kuckuckslichtnelke und Schwarzwurzel, den Lieblingsnektarpflanzen der Schmetterlinge, verzaubert das Stiftungsland Nordoe.

Natürlich geht es auch zu den vierbeinige Landschaftspfleger: Galloways, Exmoorponies und Burenziegen halten den unerwünschten Aufwuchs in der Binnendünenlandschaft kurz und schaffen damit neue Lebensräume für viele andere seltene Schmetterlinge, Insekten und Singvögel.
Treffpunkt: 14Uhr Eingang zum Gelände am Krebsweg in 25578 Dägeling .

Bitte feste Schuhe und bei Bedarf Sonnenschutz nicht vergessen. Da die Wanderung über die Weideflächen verläuft, sollten Hunde eher zu Hause bleiben oder an sehr kurzer Leine mitgenommen werden.

Mit dem von der EU kofinanzierten LIFE-Aurinia-Projekt macht die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in 14 Projektgebieten – verteilt über ganz Schleswig-Holstein – Wiesen, Heiden und Magerrasen noch artenreicher und blütenbunter. Damit wird die Rückkehr des Goldenen Scheckenfalters nach Schleswig-Holstein vorbereitet und unterstützt. Wo er sich wohlfühlt, finden auch andere Tagfalter sowie zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum. Von 2010 bis 2018 fließen 3,3 Millionen Euro in das Artenschutzprojekt. Die Hälfte kommt aus dem EU-Förderprogramm LIFE+, den Rest steuert die Stiftung Naturschutz bei.

Für mehr Informationen besuchen Sie uns im Internet: www.life-aurinia.de.

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Mai

Das Breitblättrige Knabenkraut – eine Orchidee von der Roten Liste bedrohter Arten – steht am Freitag, 2. Juni, von 15 bis 17 Uhr im Mittelpunkt einer Naturwanderung mit Experten im Stiftungsland Eidertal südlich Kiels.

Seit vor fünf Jahren auf der Fläche wenige Exemplare des seltenen Breitblättrigen Knabenkrauts entdeckt wurden, pflegen der NABU (Ortsgruppe Neumünster), der Verein Naturpark Westensee-Obere Eider und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in mühevoller Handarbeit die Wiese. Wildpflanzen und Gräser belagern die konkurrenzschwache Pflanze. Deshalb rücken die ehrenamtlichen Helfer regelmäßig mit Sensen an und transportieren das Mahdgut in Säcken ab, damit die seltene Pflanze Licht zum Wachsen und Luft zum Atmen bekommt. Davon profitieren auch andere schützenswerte Arten, wie Kuckuckslichtnelke und Sumpf-Hornklee.

Treffpunkt: Parkplatz an der Bahnunterführung am Eiderweg zwischen Schmalstede und Reesdorf.

Bello darf leider nicht mit. Bitte festes Schuhwerk nicht vergessen.

Die Tour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die bunte Vielfalt der Natur zu
schützen, freut sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein natürlich.

Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101

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Zum Abschlusskonzert des Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festivals wird der Veranstalter, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, zwei einzigartige Solisten zu einem Duett vereinen. In beeindruckender Atmosphäre lauschen Interessierte am Freitag, 2. Juni, ab 21.30 Uhr im Stiftungsland Stodthagen bei Felm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, den Klängen von Rotbauchunke und Laubfrosch.

Künstler, die unterschiedlicher nicht sein können, präsentieren im Duett ihren Minnesang. Die Rotbauchunke empfängt die Konzertbesucher mit ihrem melodisch verhaltenen „uuh uuh“. Mit Einbruch der Dunkelheit setzt der Gesang des stimmgewaltigen Laubfroschs ein. Der grüne, gutaussehende Solist wird mit seinem durchdringendem „äpp, äpp,äpp“ keineswegs der eher schüchternen Rotbauchunke die Show stehlen können. Beide Solisten werden die Zuhörer im Handumdrehen verzaubern, jeder auf seine ganz eigene Weise.

Treffpunkt: Waldparkplatz Stodthagener Weg, 24244 Felm. Bitte keine Hunde, die Bühne ist auf einer Wilden Weide. Feste Schuhe oder Gummistiefel und Taschenlampe nicht vergessen. Die Konzertsäle werden nur vom Mondlicht erleuchtet. Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz.

Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101 oder http://www.stiftungsland.de/was-wir-tun/erlebnisraumgestalter/froschkonzerte-im-stiftungsland

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Letzte Chance für Freunde des Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival der Stiftung Naturschutz auf Fehmarn, Rotbauchunken und Kreuzkröten bei ihrem Wettstreit um die Gunst der Weibchen zu belauschen. Konzertgänger können das En-semble der kleinen Sängerknaben in ihrer Open-Air-Arena am Freitag, 19. Mai, um 21.30 Uhr in Wenkendorf erleben.

Immer wieder im Frühjahr setzen sich die Amphibienmännchen mit ihrem Minnesang akustisch in Szene, um ihre Herzensdame zu finden. Mit metallisch rätschendem „ärrr, ärrr“ legen sich die Kreuzkröten ins Zeug. Wenn sie ihre Schallblase blähen, ist ihr manchmal bis zu zwei Kilometer weit zu hören. Deutlich melodischer geht es bei den Rotbauchunken zu. Sie tragen ihr verhaltenes „uuh, uuh“ behutsam aus dem vor. Im Chor ist dieses leise, tragende Hupen weithin in der Landschaft hörbar. Die Inselbewohner nennen die Rotbauchunke deshalb liebevoll „Nachtigall von Fehmarn“.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg. Bitte keine Hunde. Treffpunkt: Wenkendorf 13, 23769 Fehmarn.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstüt-zung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Ende April war es einfach so kalt, dass das Konzertpersonal schlichtweg streikte. Mit steigenden Temperaturen holt das Frosch-Ensemble am Freitag, 19. Mai, um 21.00 Uhr ins Stiftungsland Woltersdorf, Kreis Herzogtum Lauenburg seinen Auftritt nach. Als Solisten werden Wechsel- und Knoblauchkröte sowie der Laubfrosch auftreten und um die Gunst ihrer Auserwählten werben. Besonders die Wechselkröten sind für ihre melodischen Balzrufe bekannt! Ihr trillerndes ürrr…ürrr vereint sich oft zu einem schallenden Chorgesang, der noch in einem Kilometer Entfernung hörbar ist. Die Knoblauchkröten-Männchen erinnern eher an Händels Wassermusik. Sie tragen ihren Minnesang beim Buhlen um die Weibchen unter Wasser vor. Für diesen besonderen Musikgenuss werden Unterwassermikrophone installiert. Der Laubfrosch ist hingegen bekannt für die härtere Tonart. Er trägt sein äpp, äpp, äpp als einziger Froschlurch, der klettern kann, auch gern mal aus dem Gebüsch vor – und das mitunter mit dem Lärmpegel eines Staubsaugers.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg. Bello muss leider zu Hause bleiben.

Treffpunkt: Heideweg (bis zum Ende am Eingang der Kiesgrube), 21516 Woltersdorf.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizze unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstüt-zung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fach-kundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein freut sich: Pferdefreunde haben jetzt ein mutwillig zerstörtes Insektenhotel im Stiftungsland Hammer bei Kiel instand gesetzt.

Die „Halbwertszeit“ des Insektenhotels am Rand der Wilden Weide an der Eider bei Kiel war von kurzer Dauer: Im Herbst 2015 hatte die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein die Nist- und Überwinterungshilfe aufgestellt, bereits im darauffolgenden Sommer zerstörten Unbekannte das Kleinstbiotop für Schwebfliegen, Wildbienen und Falter. Jetzt haben die „Reiterfreunde Rund um den Russee“ in die Hände gespuckt und die Füllung erneuert, damit die holzbohrenden Insekten in den Röhren, Tannenzapfen und Hölzern wieder für Nachwuchs sorgen können.

„Über so viel Engagement freuen wir uns natürlich“, sagte Stiftungsmitarbeiterin Antje Zimmermann beim gemeinschaftlichen Instandsetzen des Fertigbaus. „Das ist ein Beispiel für die Verbundenheit der Reiter mit der Natur, das gerne Schule machen darf.“

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Die Extratour-Saison der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein nimmt Fahrt auf. Das nächste Ziel mit dem gewissen Extra ist am Freitag, 19. Mai, um 15 Uhr das Stiftungsland Johannistal bei Heiligenhafen, Kreis Ostholstein.

Die Mitwanderer erwartet ein gigantischer Blick! Auf Naturpfaden geht es durch die „Wilde Weide“ hoch über der Ostsee! Der Duft von Thymian, und anderen Kräuter mischt sich mit dem Duft des Meeres. Immer wieder kommen Galloway-Rinder ins Blickfeld, die hier für den Naturschutz grasen. Sie sorgen als Ökorasenmäher dafür, dass an dem fast 15 Meter hohen Steilküstenabschnitt und im Hinterland über 200 Pflanzenarten ein Rückzugsgebiet gefunden haben. Die Blütenpracht lockt zahlreiche Insekten und Schmetterlinge, unter ihnen Raritäten, wie das Blutströpfchen und Wegerich-Scheckenfalter. Ein Abstecher führt in den Froschpark, den die Stiftung Naturschutz vor knapp zwei Jahren angelegt hat. Diesen Lebensraum haben europaweit geschützte Laubfrösche, Rotbauchunken und Zauneidechsen erobert.

Auf diese Wanderung dürfen Hunde leider nicht mit, weil es direkt über die Wilde Weide geht. Bitte festes Schuhwerk nicht vergessen.

Treffpunkt: 23758 Gremersdorf OT Johannistal, Lütjenburger Weg an der Kreuzung Johannistal.
Die Touren sind kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die bunte Vielfalt der Natur zu schützen, freut sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein natürlich. Nähere Informationen und Anfahrtsskizzen unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland nehmen wieder Fahrt auf. Seit fast 20 Jahren führen nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten hat, die Besucher erwartet immer ein kleines Sahnehäubchen. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führt, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollen oder mitwandernde Politprominenz Rede und Antwort steht. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos. Ferngläser und festes Schuhwerk bitte nicht vergessen. Start ist jeweils um 15 Uhr.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Aus aktuellem Anlass erinnert die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erneut an das bestehende Anleingebot für Hunde im Stiftungsland Wentorfer Lohe am Hamburger Rand. In der jüngsten Vergangenheit ist es wiederholt vorgekommen, dass freilaufende Hunde Rehwild aufgescheucht haben, das dann auf der Flucht auf der Kreisstraße 18 überfahren wurde.

Unter Hundehaltern gilt die Lohe als Paradies. Doch bei allem Verständnis für den Bewegungsdrang von „Bello“ appelliert der für das Gebiet zuständige Stiftungsbiolo-ge Bernd Struwe-Juhl an die Hundebesitzer: „Bitte leinen Sie ihre Hunde zum Schutze des Wildes an: Auf der Lohe bestand schon immer ein Anleingebot und laut Landeswaldgesetz dürfen Hunde generell nicht frei herumlaufen!“ Mittlerweile hat die Stiftung Naturschutz in dem rund 230 Hektar großen Gebiet eine Hundefreilauffläche eingerichtet. Dort können sich die Vierbeiner frei bewegen.

Generell soll die Lohe, die zum Nationalen Naturerbe der Bundesrepublik gehört, der Natur vorbehalten sein. Besucher sind hier ausdrücklich willkommen, auch mit Hunden. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der ehemalige Bundeswehrübungsplatz ein Rückzugsgebiet für Rehwild, Wildschweine, Hasen und Igel ist“, bittet Struwe-Juhl alle Hundebesitzer um Rücksichtnahme und Beachtung des Anleingebots. Im ungünstigsten Fall müssten weitere Wege für Besucher gesperrt werden.

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Das Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival der Stiftung Naturschutz läuft auf Hochtouren. Im Stiftungsland Hakendorf am Schaalsee, Kreis Herzogtum Lauenburg, spielen am Freitag, 12. Mai um 21 Uhr Rotbauchunken und Laubfrösche auf. Konzertgänger können das Ensemble der kleinen Sängerknaben Open-Air bei ihrem Wettstreit um die Gunst der Weibchen belauschen.

Immer wieder im Frühjahr setzen sich die Amphibienmännchen mit ihrem Minnesang akustisch in Szene, um ihre Herzensdame zu finden. Die Rotbauchunke trägt ihr verhaltenes „uuh, uuh“ behutsam aus dem vor. Im Chor ist dieses leise, tragende Hupen weithin in der Landschaft hörbar. Der Laubfrosch ist dagegen ein echter Draufgänger. Sein lautes, rhythmisches „äpp, äpp, äpp“ kommt auch mal von oben herab und erreicht bequem die Lautstärke des heimischen Staubsaugers. Der gras-grüne Quaker ist der einzige heimische Froschlurch, der Dank seiner Haftscheiben an Zehen und Fingern Bäume und Sträucher erklimmt.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg. Bitte keine Hunde. Treffpunkt: Seedorfer Straße 8, 23883 Hakendorf.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Rhythmische Klänge, die eher an Heavy-Metal in Wacken erinnern als an das Adagio im Opernhaus, ertönen am Sonnabend, 13. Mai, um 21 Uhr. Dann gastiert das Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein beim Laubfrosch im Stiftungsland Winderatter See, Kreis Schleswig-Flensburg. Der Froschkönig wird „Natürlich hier!“ gemeinsam mit seinem Hofstaat aus Erdkröte, Moor- und Grasfrosch auftreten.

Der grüne Sängerknabe wirbt stimmgewaltig und selbstbewusst um die Gunst seiner Angebeteten. Sein rhythmisches „äpp, äpp, äpp“ trägt der kleine Klettermax auch gern aus dem Gebüsch von oben herab vor. Und das kann sich hören lassen, denn bei einer Lautstärke von 90 Dezibel quaken die kleinen Laubfrösche lauter als der heimische Staubsauger. In der Heimat Schleswig-Holsteins größter Laubfroschpopulation treten an lauen Frühlingsabenden hunderte Laubfrösche in den Sänger-wettstreit. Und wirklich jeder Einzelne möchte seine Auserwählte getreu dem Motto „Nur der Lauteste bekommt die Partnerin seiner Wahl“ erobern.

Treffpunkt: Parkplatz in 24795 Hüholz zwischen Winderatt und Ausacker.

Bitte feste Schuhe oder Gummistiefel und Taschenlampe mitbringen, denn die Konzertsäle werden nur vom Mondlicht erleuchtet. Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101.

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Mit einem bunten Mitmach-Programm machen zahlreiche Naturschutzorganisation, die Geltinger Birk am Sonntag, 14. Mai, von 11 bis 17 Uhr zum Erlebnis für die ganze Familie. Beim „Naturerlebnistag Ostangeln & Umgebung“ rund um die Integrierte Station Geltinger Birk in Falshöft bei Nieby, Kreis Schleswig-Flensburg, können Besucher bei Spiel, Spaß und Mitmachaktionen das beliebte Ausflugsziel an der Flensburger Außenförde näher kennen lernen. Informationen über den Naturschutz in der Region inklusive. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Es gibt Gegrilltes vom Galloway, Softdrinks sowie Kaffee und Kuchen.

Für das bunte Treiben hat sich der Förderverein der Integrierten Station Geltinger Birk einiges einfallen lassen: Ponyreiten, Schafe zum Knuddeln, Gesichter schminken, Bau von Insektenhotels und Nistkästen, Bernsteinschleifen, Edelsteinsuche, öffnen von Kristalldrusen, Holzwerkstatt, Stockbrot backen am Lagerfeuer, heiße Aktionen mit dem Brandeisen und Toben in der Strohburg. Neben den Infoständen (u.a. über Verwendungsmöglichkeiten von Seegras und über die Konik-Wildpferde) stehen natürlich auch Spiele und ein Quiz auf dem Programm. Für musikalische Unterhaltung sorgt Joe Schmidt. Besuchern aus der Umgebung empfiehlt sich die Anreise per Fahrrad. Park-plätze: Landesschutzdeich, Orteingänge von Falshöft und in Pommerby.

Folgende Institutionen sind dabei: Feuerwehr Pommerby-Nieby, Integrierte Station Geltinger Birk (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein), Jägerschaft Hegering II Ostangeln, Gemeinde Nieby, NABU Ostangeln, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Verein Wildpferde Geltinger Birk, Bunde Wischen e.V., Hobbygeologe Holger Tüxen, Holzwerkstatt Dag Wixforth, Natur- und Landschaftsführer Uwe Schmidt, Musik von „Joe Schmidt“, Wald- und Naturkindergarten Geltinger Birk e.V., das Freiwillige Ökologische Jahr, Naturfreunde, Förderverein Integrierte Station Geltinger Birk, Reiterhof „Mon Cheval“, Hof Neuheim – ökologische Landwirtschaft und Die Strand-Manufaktur.

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Rhythmische Klänge, die eher an Heavy-Metal in Wacken erinnern als an das Adagio im Opernhaus, ertönen am Freitag, 5. Mai, um 21 Uhr. Dann das Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein beim Laubfrosch im Stiftungsland Barnitz bei Reinfeld, Kreis Stormarn, gastiert. Der Froschkönig wird „Natürlich hier!“ gemeinsam mit seinem Hofstaat aus Erdkröte, Moor- und Grasfrosch auftreten. Der grüne Sängerknabe wirbt stimmgewaltig und selbstbewusst um die Gunst seiner Angebeteten. Sein rhythmisches „äpp, äpp, äpp“ trägt der kleine Klettermaxe auch gern aus dem Gebüsch von oben herab vor. Und das kann sich hören lassen, denn bei einer Lautstärke von 90 Dezibel quaken die attraktiven kleinen Laubfrösche lauter als der heimische Staubsauger. Getreu dem Motto: Nur der Lauteste bekommt die Partnerin seiner Wahl!

Treffpunkt: Klein Barnitzer Straße (Windmühle), 23858 Barnitz.

Bitte feste Schuhe oder Gummistiefel und Taschenlampe mitbringen, denn die Kon-zertsäle werden nur vom Mondlicht erleuchtet. Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesver-band der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstüt-zung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fach-kundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetter-experte Dr. Meeno Schrader.

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April

Shakespeares Pflanzen – ein botanisch-literarischer Streifzug zum Amüsieren Der bekannte englische Dichter Shakespeare ist nicht nur durch seine meist un-glücklich verliebten Frauengestalten wie Romeos Julia oder Ophelia bekannt. In sei-ne Werke bezog er auch Pflanzen reichlich ein: Welche, verrät die Natur- und Land-schaftsführerin Stefanie Dibbern am Sonnabend, 6. Mai, bei einem botanisch-literarischen Streifzug durch das Stiftungsland Krusau-Tunneltal bei Harrislee, Kreis Schleswig-Flensburg.

Über achtzig Pflanzen, meist wohlbekannte Arten, wie Narzissen, Geißblatt oder Veilchen, tauchen mehrfach in Shakespeares Werken auf. Sie haben nicht nur deko-rativen Wert, sondern oftmals auch magischen Sinn: Bratapfel in warmem Bier oder Girlanden aus Unkraut muten aus heutiger Sicht befremdlich an. Neben den Früh-jahrsblühern hat die Agrarbiologin Dibbern manch Amüsantes und Pikantes des bri-tischen Dramatikers im Gepäck. Englischkenntnisse oder literarisches Vorwissen sind keineswegs vonnöten. Treffpunkt: 14.30 Uhr an der "Alten Schule", Schlossberg 34, 24955 Harrislee, Orts-teil Niehuus. Kosten: 6 Euro pro Person Verbindliche Anmeldung erbeten unter www.naturfuehrungen-dibbern.de

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Die kleinen Stars mit der großen Stimme, die jetzt im Frühling das Stiftungsland rocken, sind nur ein paar Zentimeter groß. Wenn sie aber so richtig loslegen, schaffen sie es fast auf Wacken-Lautstärke. Ein Konzert-Genuss der besonderen Art: Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lädt musikbegeisterte Konzertbesucher wieder zum Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival in ihre Open-Air-Arenen ein – an die Tümpel, Weiher und Seen im Stiftungsland. Die amphibischen Sängerknaben legen sich mächtig ins Zeug, um mit ihren Gesängen in der Damenwelt zu punkten. Nur der Lauteste bekommt die Partnerin seiner Wahl.

Zum Auftakt geht es am Freitag, 28. April, um 20.30 Uhr ins Stiftungsland Woltersdorf, Kreis Herzogtum Lauenburg. Als Stargäste haben Kreuz- und Knoblauchkröte sowie der laubfrosch zugesagt. Besonders die Kreuzkröten sind etwas für Wacken-Fans! Ihr metallisches ärrr…ärrr ist auch ohne Verstärker noch in zwei Kilometer Entfernung zu hören. Die Knoblauchkröten-Männchen erinnern eher an Händels Wassermusik. Sie tragen ihren Minnesang beim Buhlen um die Gunst der Weibchen unter Wasser vor. Für diesen besonderen Musikgenuss werden Unterwassermikrophone installiert. Der Laubfrosch ist hingegen bekannt für die härtere Tonart. Er trägt sein äpp, äpp, äpp als einziger Froschlurch, der klettern kann, auch gern mal aus dem Gebüsch vor.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg.

Treffpunkt: Heideweg, 21516 Woltersdorf.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizze unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Jimi Hendrix gab 1970 eines seiner letzten Konzerte auf Fehmarn. Jetzt sind es Frösche und Kröten, die Musikfans auf die Ferieninsel locken. Als Stargäste hat die Stiftung Naturschutz für ihr Schleswig Holstein Froschkonzert-Festival Kreuz- und Wechselkröten engagiert. Grasfrosch, Erdkröte und Moorfrosch komplettieren das Ensemble. Das Festival gastiert am Sonnabend, 29. April, um 21 Uhr im NABU Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn.

Mit gerade einmal vier bis zwölf Zentimeter Körpergröße buhlen die Sängerknaben mit metallischem Rätschen „ärrr, ärrr“ oder einem trillerndem „ürrr, ürrr“ eindringlich um die Gunst der Weibchen. Die Quaker sind zwar klein, aber dafür umso stimmgewaltiger. Wenn sie ihre Schallblase blähen, ist der Ruf der Kreuzkröten manchmal bis zu zwei Kilometer weit zu hören.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg. Bitte keine Hunde mitbringen.

Treffpunkt: NABU Infozentrum, Wallnau 4, 23769 Wallnau.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizze unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Die kleinen Stars mit der großen Stimme, die jetzt im Frühling das Stiftungsland rocken, sind nur ein paar Zentimeter groß. Wenn sie aber so richtig loslegen, schaffen sie es fast auf Wacken-Lautstärke. Ein Konzert-Genuss der besonderen Art: Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lädt musikbegeisterte Konzertbesucher wieder zum Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival in ihre Open-Air-Arenen ein – an die Tümpel, Weiher und Seen im Stiftungsland. Die amphibischen Sängerknaben legen sich mächtig ins Zeug, um mit ihren Gesängen in der Damenwelt zu punkten. Nur der Lauteste bekommt die Partnerin seiner Wahl.

Zum Auftakt geht es am Freitag, 28. April, um 21 Uhr ins Stiftungsland Geltinger Birk an der Flensburger Außenförde. Die Solisten haben bereits ihre Stimmen „geölt“. Je nach Typ geht es verhalten oder draufgängerisch zu. „Uuh, uuh“ erklingt es eher schüchtern bei den Rotbauchunken. Kaum vernehmbar, mit melancholischer Note als Solist, ist der Minnesang der Rotbauchbunke im Chor weithin tragend hörbar. Da geht es beim Laubfrosch ganz anders zur Sache. Sein rhythmisches „äpp, äpp, äpp“ trägt der kleine Klettermaxe auch gern aus dem Gebüsch von oben herab vor. Die Lautstärke kann sich hören lassen: Sie erreicht locker die des Staubsaugers zu Hause. Die Hintergrundmusik am Festspielort ist auch gebucht: Grasfrosch, Erdkröte und Moorfrosch sorgen wie fast überall im Stiftungsland für die musikalische Begleitung.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg. Bitte keine Hunde.

Treffpunkt: Parkplatz Mühle Charlotte in Beveroe, 24395 Nieby

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig-Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizze unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Es ist wieder soweit: die Draußen-Saison ist eröffnet, die Natur erwacht zu neuem Leben und will entdeckt werden. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lädt – wie jedes Jahr – von April bis September zu ausgefallenen Abenteuer-Ausflügen ein Die „Extratouren ins Stiftungsland“. Jedes Mal steht eine andere Perle des Stiftungslands im Mittelpunkt.

Zum Auftakt der diesjährigen Extratouren geht es am Freitag, 28. April, um 15 Uhr geht es in die Kiesgrube Trappenkamp. Früher ratterten hier mächtige Maschinen, um Kies abzubauen. Heute ist Ruhe eingekehrt, das Gelände zum Sonnenplatz für Zauneidechsen, Knoblauchkröten und Kreuzkröten geworden. Bunte Blumen und Kräuter haben sich das Gebiet zurückerobert. Robustrinder halten quasi als Ökorasenmäher den Bewuchs kurz. Denn Zauneidechse & Co. lieben in ihrem Paradies vor allem zwei Dinge: flache Gewässer und offene, sandige Flächen zum Sonnen.

Treffpunkt: 24610 Trappenkamp, Ricklinger Chaussee 3

Die Touren sind kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die bunte Vielfalt der Natur zu schützen, freut sich die Stiftung Naturschutz natürlich. Nähere Informationen und Anfahrtsskizzen unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland nehmen wieder Fahrt auf. Seit fast 20 Jahren führen nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten hat, die Besucher erwartet immer ein kleines Sahnehäubchen. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führt, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollen oder mitwandernde Politprominenz Rede und Antwort steht. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos. Ferngläser und festes Schuhwerk bitte nicht vergessen. Start ist jeweils um 15 Uhr.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Die kleinen Stars mit der großen Stimme, die jetzt im Frühling das Stiftungsland rocken, sind nur ein paar Zentimeter groß. Wenn sie aber so richtig loslegen, schaffen sie es fast auf Wacken-Lautstärke. Ein Konzert-Genuss der besonderen Art: Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lädt musikbegeisterte Konzertbesucher wieder zum Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival in ihre Open-Air-Arenen ein – an die Tümpel, Weiher und Seen im Stiftungsland. Die amphibischen Sängerknaben legen sich mächtig ins Zeug, um mit ihren Gesängen in der Damenwelt zu punkten. Nur der Lauteste bekommt die Partnerin seiner Wahl.

Zum Auftakt geht es am Freitag, 28. April, um 20.30 Uhr ins Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe. Als Stargäste haben Kreuz- und Knoblauchkröte zugesagt. Besonders die Kreuzkröten sind etwas für Wacken-Fans! Ihr metallisches ärrr…ärrr ist auch ohne Verstärker noch in zwei Kilometer Entfernung zu hören. Die Knoblauchkröten-Männchen erinnern eher an Händels Wassermusik. Sie tragen ihren Minnesang beim Buhlen um die Gunst der Weibchen unter Wasser vor. Für diesen besonderen Musikgenuss werden Unterwassermikrophone installiert.

Nicht vergessen: Festes Schuhwerk und Taschenlampe für den Rückweg.
Treffpunkt: 25578 Dägeling, Parkplatz am Krebsweg.

Die Konzerttour ist kostenlos. Über eine Spende, die hilft, die Vielfalt der Amphibien in Schleswig Holstein zu erhalten, freut sich die Stiftung Naturschutz. Nähere Informationen und Anfahrtsskizze unter Tel. 0431-21090-101 oder www.stiftungsland.de.

Die Veranstaltung ist Teil des „Aktionsmonats Naturerlebnis 2017“. Vom 1. bis zum 31. Mai laden das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume, der Landesverband der Volkshochschulen und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Sparkassen im gesamten Land zu über 600 Naturerlebnisführungen unter fachkundiger Leitung ein. Prominenter Botschafter des Aktionsmonats ist der bekannte Wetterexperte Dr. Meeno Schrader.

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Gleich zu Beginn der Blüh-Saison gibt’s eine kleine, violette Sensation aus dem „BlütenMeer 2020“-Projekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – früher eine echte Rarität im Land zwischen den Meeren ist zurück in Schleswig-Holstein. Bis vor wenigen Jahren war diese heimische Wildpflanze fast ausgestorben. Sie blühte nur noch an einem einzigen Standort in ganz Schleswig-Holstein, in dem kleinen Örtchen Tarp, im Kreis Schleswig-Flensburg. Dank vieler helfender Hände und der Starthilfe aus dem Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wächst sie jetzt unter anderem in der Kiesgrube Damsdorf im Kreis Segeberg und im Schäferhaus Nord im Kreis Schleswig-Flensburg.

Die heimische Seltenheit, die Gewöhnliche Küchenschelle, trägt ihren Namen, weil ihre herabhängenden Blütenblätter an ein Glöckchen oder besser noch an eine Kuhschelle erinnern. Und diese glöckchenartige, seltene, wilde Schöne hat jetzt ihren Platz in Schleswig-Holstein wieder gefunden. Ganz einfach war das nicht, erklärt Wiebke Busch, technische Leiterin der projekteigenen Arche Gärtnerei. Sie hat gemeinsam mit ihrem Team über Wochen immer wieder Samen am letzten Wild-Standort gesammelt – natürlich mit der entsprechenden Ausnahmegenehmigung. „Die Samen sind nicht alle zur gleichen Zeit reif“, sagt Wiebke Busch. „Eine charakteristische Eigenart der Wildpflanzen, die den größtmöglichen Erfolg sichert. Durch die zeitliche Streuung puffern unsere bunten Wilden auf diese Weise Risiken wie Krankheit und Trockenheit ab und sichern ihr Überleben“, so Busch weiter. Mit viel Geduld, Handarbeit und Mühe ist es ihr und ihrem Team letztlich gelungen eigenes Saatgut der Gewöhnlichen Küchenschelle zu produzieren und dieses an geeigneten Standorten in Schleswig-Holstein auszusäen.

Ziel des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projekts „BlütenMeer 2020“ ist es, in den nächsten drei Jahren, nicht nur Küchenschellen mit schleswigholsteinischen Wurzeln zu retten, sondern auch die anderen, selten gewordenen heimischen Wildpflanzen. Insgesamt soll auf einer Fläche von 2500 Hektar, das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum, den wildbunten Blumenwiesen wieder ein Zuhause eingerichtet werden.Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – noch bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Leider war DIE Sensation des Jahres nur ein Aprilscherz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Der Froschkönig bleibt allein dem Märchen treu. Nichts desto trotz gibt es jede Menge gute Nachrichten von den Fröschen in Schleswig-Holstein. Es werden mehr und mehr im Land zwischen den Meeren. Seit gut 13 Jahren investiert die Stiftung Naturschutz ihr Know-How in die Perfektion der Lebensräume und die Aufzucht junger Frösche, Kröten und Unken. Mit Erfolg: im vergangenen Jahr wurden 3.300 Jungkröten und Unken aus gesammeltem Laich aufgezogen und im Stiftungsland ausgewildert. Über 170 Teiche wurden alleine in den beiden vergangenen Jahren entwederneu angelegt oder wieder für die Anforderungen der Frösche, Kröten und Unken hergerichtet. Das Stiftungsland – die Gebiete der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein von Lauenburg bis Flensburg – ist damit das größte Frosch Rückzugsgebiet in ganz Schleswig-Holstein. Nur dort finden die Frösche, Unken und Kröten noch Platz zum Überleben. In der intensiv genutzten Landschaft bleibt für sie meist kein Platz mehr.

Mit dem vor gut einem Jahr gestarteten, von der Europäischen Union geförderten Projekt „Frosch und Freunde“ werden in Kooperation mit anderen europäischen Ländern und unter Federführung der schwedischen Partner Schritt für Schritt weitere Lebensräume für die kleinen Quaker hergerichtet. Den Rückgang der stark gefährdeten Arten versuchen die Amphibien-Experten auch durch die Aufzucht neuer Populationen zu stoppen.

Live und laut zu sehen und zu hören sind die Frösche, Kröten und Unken beim „Schleswig-Holstein Froschkonzert-Festival“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Zum Auftakt am 28. April geht’s gleich an drei besonderen Spielorten stimmgewaltig los: Kreuz- und Knoblauchkröten-Chöre singen im Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe, Rotbauchunken und Laubfrosch-Boys auf der Geltinger Birk, oder Wechselkröte, Laubfrosch und Knoblauchkröte bei Woltersdorf im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Für weitere Informationen klicken Sie hier: www.stiftungsland.de/was-wirtun/erlebnisraumgestalter/froschkonzerte-im-stiftungsland

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Ein ganz besonderes Naturschauspiel bietet sich derzeit im Stiftungsland – den Naturschutzflächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: Unzählige Moorfroschmännchen legen sich mächtig ins Zeug, um das Weibchen ihrer Wahl für die Paarung zu gewinnen. An dieser Erfolgsstory hat die Stiftung viele Jahre gearbeitet. Mit ihrer Amphibieninitiative tourt sie seit Jahren durch Schleswig-Holstein und richtet neue Lebensräume für die Froschlurche ein.

Der europaweit geschützte Moorfrosch steht auf Schleswig-Holstein und ganz besonders auf Stiftungsland. Rund zehn Prozent des Bundesbestandes tummeln sich zwischen Nord- und Ostsee. Überall, wo die Stiftung Naturschutz ihre Flächen für den Moorfrosch und andere Kröten, Unken und Molche hergerichtet hat, explodieren deren Bestände. Schätzungen gehen davon aus, dass weit über 100.000 Moorfrösche das Stiftungsland rocken – das sind immerhin vier- bis fünfmal soviel wie im Rest des Landes.

Beim Werben um die Angebetete ist den Moorfröschen jedes Mittel recht: Die Männchen verfärben sich kurzfristig blau. Normalerweise sind sie genauso wie die Weibchen bräunlich. Doch mit den steigenden Temperaturen der vergangenen Tage bekommt der Casanova durch hormonelle Veränderungen eine leuchtend blaue Farbe. Die Gründe dafür sind bislang ungeklärt. Klar ist aber: „blau“ kommt an – zumindest bei den Moorfrosch-Weibchen – Konkurrenten schreckt es ab.

Hot-spot Nr.1 für das Werben der „blauen“ Männchen um die Gunst der Weibchen ist das Stiftungsland Hartshoper Moor in Hohn bei Rendsburg. Allein in einem kleinen Teilbereich des von der Stiftung Naturschutz renaturierten Moores tummeln sich 3.000 Moorfrösche. Mehr als in Bayern, Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen.

Naturliebhaber sollten sich sputen, denn die blaue Pracht ist vergänglich. Nur noch wenige Tage und die Moorfroschtracht heißt wieder Einheitsbraun. Für die Pirsch auf Moorfrosch und Co. empfiehlt sich das Salemer Moor südlich von Ratzeburg, das Eidertal südlich Kiels, die Kührener Teiche und Umgebung bei Preetz sowie die zahlreichen Moore in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge zwischen Rendsburg, Heide und Husum inclusive dem Wilden Moor bei Schwabstedt in Nordfriesland.

Wer den Moorfrosch verpasst hat, bekommt von Ende April bis Anfang Mai die Gelegenheit, den Minnesang von Laubfrosch, Rotbauchunke, Wechselkröte und Co. im Stiftungsland bei den geführten Froschkonzerten im Stiftungsland live zu erleben. Wissenswertes rund um Amphibien und die Arbeit der Stiftung Naturschutz inklusive.

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März

Barsø, elf Kilometer nordöstlich von Apenrade, ist am Sonnabend, 1.April, das Ziel einer Vorfrühlingswanderung bei den dänischen Nachbarn. Die markante Insel glänzt mit Steilhängen und schönen geologischen Aufschlüssen. Die kleinen urtümlichen  Häuser ducken sich in die reich bewachsene Knicklandschaft. Allein die  Schifffahrt  auf der offenen Fähre ist ein  Erlebnis besonderer Art. Je nach Wetterlage nimmt die Gruppe um Naturführerin Stefanie Dibbern die Nord- oder Südpitze mit, die beide ihren eigenen windzerzausten Charme haben. Die dreistündige Tour verläuft auf einem kürzeren Abschnitt über Geröll.  Warme und wetterfeste Kleidung, feste Bergschuhe und Verpflegung bitte mitbringen.

Verbindliche Anmeldung unter  www.naturfuehrungen-dibbern.de.

Treffpunkt: Fährhafen  der Barsøfähre hinter Lojt Kirkeby; ca. 40 Autominuten Flensburg. Abfahrt  der Fähre um 9.55 Uhr. Kosten: 7,00 Euro plus 5,50 Euro für die Fähre (max. 19 Personen!)

 

 

Mit dem Frühjahr und der ersten Blütenpracht kommen auch Schmetterling, Biene und Co. zum Vorscheinen. Im Rahmen der Wildbienenausstellung in den Schaugewächshäusern des Botanischen Gartens Kiel informiert das Projekt BienenReich Schleswig-Holstein am Sonntag, 26. März, über geeignete Nisthilfen und die Lieblingspflanzen der Wildbienen. Von 14.30 bis 16.30 Uhr beantwortet Wildbienenexperte Norbert Voigt Fragen rund um Mauerbiene, Sandbiene und ihre geflügelten Freunde.

Die Bienen-Ausstellung im Botanischen Garten Kiel wird um eine Woche verlängert und ist noch bis zum 2. April in der Schaugewächshausanlage des Botanischen Gartens der Christian-Albrechts-Universität zu sehen.

Ort: Eingangshalle Schaugewächshäuser, Botanischer Garten Kiel, Am Botanischen Garten 1-9, 24118 Kiel

Das Umweltbildungsprojekt „BienenReich Schleswig-Holstein“ haben der Schleswig Holsteinische Heimatbund (Projektträger), die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie der Landesverband der Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Imker initiiert. Ihr Ziel ist es, Bienen zu schützen, denn ihre Bestäubungsleistung ist für den Menschen und Tiere unverzichtbar. Gefördert wird das Projekt von „BINGO! Die Umweltlotterie“, der Brunswiker Stiftung und der Stiftung Natur im Norden. Mehr Informationen unter www.bienenreich-sh.de

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Im Stiftungsland Todesfelde, Kreis Segeberg, hat die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein den Grundstein für einen neuen naturnahen Wald gelegt. Hauptaugenmerk legte sie dabei darauf, standortgerechte und heimische Gehölze zu pflanzen. Der Sortenmix der 6.500 Bäumchen für die knapp zwei Hektar große Fläche kann sich sehen lassen. In die Erde kommen zu 50 Prozent Eichen, ergänzt um Erlen, Birken, Hainbuchen und Weiden. Sträucher, wie Pfaffenhütchen, Schlehen und Holunder werden als Unterholz gepflanzt.

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Im Stiftungsland in Panten, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird am Donnerstag, 9. März, ein neuer Knick angelegt. Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein wertet damit ihr sieben Hektar großes Ökokonto weiter auf. Bepflanzt wird der im vergangenen Frühjahr angelegte 170 Meter lange Wall mit 400 heimischen Gehölzen, vor allem Hasel, Weiß- und Schwarzdorn sowie Eberesche. An die klassischen Überhälter, die zu jedem Knick gehören, haben die Vielfaltschützer auch gedacht: in größeren Abständen werden Stieleichen gepflanzt. Weithin sichtbar sind diese Bäume, die beim regelmäßigen knicken – so der Fachbegriff für die regelmäßige Pflege – der Säge nicht zum Opfer fallen.

Knicks gehören zu den prägenden Landschaftselementen in Schleswig-Holstein. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter auch viele gefährdete Arten wie das Tier des Jahres 2017, die Haselmaus. Gleichzeitig sind die Knicks auch Leitlinien für die Wanderung von Tieren, wie Rothirsch und Fledermaus.

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Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein will mehr Platz für Auwälder im Land schaffen. Deshalb reißt sie am Dienstag, 7. März, im Stiftungsland in Schackendorf, Kreis Segeberg, einen ehemaligen Schafstall ab und entfernt einen alten 630 Meter langen Zaun.

Auf der knapp zwei Hektar großen Fläche, direkt zwischen Sportplatz und Trave gelegen, soll ein Auwald mit seinen typischen „Bewohnern“ entstehen. Zwischen Flatterulme, Schwarzerle, Weiden und Eschen werden sich Bachnelkenwurz, Sumpfdotterblume und Wilde Clematis wieder ausbreiten. Dieser Vegetationsmix wird zahlreiche Insekten anlocken, die die Nahrungsgrundlage für Fledermäuse, Kleinspecht, Weidenmeise und Trauerschnäpper sind.

Offen ist bei den Vielfaltschützern von der Stiftung Naturschutz noch, ob der Auwald durch eine Initialpflanzung, quasi als Anschubfinanzierung, entsteht, oder ob der Naturraum sich selbst überlassen bleibt und damit die Sukzession die Gestaltung des Terrains übernimmt.

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Februar

„Wie steht es um die wildlebenden Verwandten der Honigbiene? Warum sind nicht nur Honigbienen, sondern auch die fast 300 einheimischen Wildbienenarten für den Menschen so wichtig? Gibt es besondere Bienen im Südosten Schleswig-Holsteins?

Antworten auf diese Fragen gibt der Biologe Norbert Voigt, Leiter des Umweltbildungsprojektes „BienenReich Schleswig-Holstein“, am Dienstag, 7. März, um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof in Mölln. Neben spannenden Fragen zur Biologie und ökologischen Anpassungen von Wildbienen, stellt Voigt die Vielfalt der einheimischen Arten vor. Hinweise für Schutz- und Hilfsmaßnahmen im Siedlungsraum und im eigenen Garten runden den Vortrag auf Einladung ab.

Eine Veranstaltung der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund und dem Projekt BienenReich Schleswig-Holstein.

Ort: Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, Mölln. Eintritt: frei.

Die Situation von Wildbienen, Hummel und anderen Bestäuber-Insekten in unserer Umwelt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. 70 Wildbienenarten gelten heute allein in Deutschland als ausgestorben oder verschollen. Dabei sind Blütenbestäuber für uns überlebenswichtig, denn sie tragen zur Sicherung unserer Ernteerträge und zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Das Umweltbildungsprojekt „BienenReich Schleswig-Holstein“ haben der Schleswig Holsteinische Heimatbund (Projektträger), die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie der Landesverband der Schleswig-Holsteinischen und Hamburger Imker initiiert. Ihr Ziel ist es, Bienen zu schützen, denn ihre Bestäubungsleistung ist für den Menschen und Tiere unverzichtbar. Gefördert wird das Projekt von „BINGO! Die Umweltlotterie“, der Brunswiker Stiftung und der Stiftung Natur im Norden.

Mehr Informationen unter www.bienenreich-sh.de

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Er ist DER Star dieser Tage: Rothirsch „Sven“ erobert bundesweit die Medien, die Herzen der Menschen und ganz nebenbei auch die der Galloway-Herde im Stiftungsland Schäferhaus im Kreis Schleswig-Flensburg. Seit gut zwei Jahren sucht der imposante Geweihträger Anschluss in der 60 Tiere starken Herde von Gerd Kämmer, Geschäftsführer des Naturschutzvereins Bunde Wischen e.V. Das freut nicht nur diesen Groß-Pächter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, sondern auch die Stiftung selbst. „Wir würden es begrüßen, wenn mehr Rothirsche auf den großflächigen Stiftungsgebieten ein Zuhause finden“, sagt Dr. Björn Schulz, Leiter der Wildtierprojekte der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Der Rothirsch liebt eigentlich die offene Landschaft, zieht sich aber in die Wälder zurück, weil er auf weiter Flur, insbesondere im Landesteil Schleswig, intensiv bejagt wird. In Forsten kann er allerdings erhebliche Schäden anrichte, erläutert Schulz weiter, da er die Bäume dort so lange beknabbere, bis sie aus forstwirtschaftlicher Sicht wertlos seien. Auf Naturschutzflächen hingegen werde er in den meisten Fällen gern gesehen, weil er dort, ähnlich wie die Galloways, als vierbeiniger Landschaftspfleger im Dienste der Natur fresse. „Indem er gemeinsam mit den Robust-Rindern, wie derzeit im Stiftungsland Schäferhaus, die Wiesen und Weiden und Gebüsche unterschiedlich befrisst, schafft er ausreichend Platz für konkurrenzschwache Arten, die ohne Eingreifen der Tiere, verdrängt würden. Auf diese Weise entstehen mit der Zeit bunte, blühende Landschaften mit Gräsern, Kräutern, Büschen und Bäumen“, sagt Schulz weiter.

Rothirsche, wie der populäre Sven, sind also herzlich willkommen im Stiftungsland!

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Eine Winterwanderung für die ganze Familie geht am Sonntag, 5. März, um 14 Uhr durch die „Wilde Weide“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Kiel-Hammer. Miriam Kimmel, zuständige Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz, und Tierhalter Dirk Andresen vom Verein Weidelandschaften e.V. erklären den Mitwanderern den Sinn und Zweck der Weidelandschaft mit ihren vierbeinigen Ökorasenmähern – den Galloway-Rindern und Exmoorponys.


Richtig Winter geht anders! Aber die Schleswig-Holsteiner haben sich an das Schmuddelwetter gewöhnt. In der Heimat der Galloways und Exmoorponys auf den britischen Inseln ist es auch nicht anders. Klirrende Kälte und eine dichte Schneedecke sind auch dort selten. Diese robusten Vierbeiner haben sich angepasst. Mit ihrem dicken Winterpelz ist für sie Kälte, Regen und Schnee kein Thema – ein Stall nur überflüssiger Luxus. Also kein Grund zu Sorge, dass die Tiere frieren und nicht artgerecht
versorgt werden.


Treffpunkt für die rund zweistündige Wanderung: Autobahnunterführung Ihlkatenweg, 24111 Kiel. Wetterfeste Kleidung und Schuhwerk nicht vergessen. Da die Tour über die Weide geht, können Hunde nicht mitgenommen werden. Die Teilnahme ist
kostenlos, eine Spende ist aber herzlich willkommen.

 

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Im Oldenburger Bruch südlich von Oldenburg in Holstein entsteht ein neues Laubwäldchen. Doch bevor es soweit ist, herrscht hier am Freitag, 17. Februar, reges Treiben. Die Stiftung Naturschutz Schutz Schleswig-Holstein fällt die nicht standortgerechten Fichten, um den bereits vorhandenen Erlen und Birken mehr Platz zur natürlichen Verjüngung zu geben. Anschließend wird die 2.500 Quadratmeter große Fläche zusätzlich mit Weidenstockhölzern bepflanzt.

Für Fragen rund um den Holzeinschlag steht der Förster Falko Stegmann, Tel. 0160-7830277, vom Forstbüro Silvaconcept gerne zur Verfügung.

 

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Das Stiftungsland Bimöhlen, Kreis Segeberg, wird zum naturnahen Wald umgebaut, um für Tiere und Pflanzen noch attraktiver zu werden. Deshalb rückt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein am Mittwoch, 15. Februar, mit einem Harvester – einem Holzvollernter- auf den rund 20 Hektar großen Flächenkomplex an der Osterau an.

Das Ziel: Der monotone Fichtenforst und die aus Amerika eingewanderte Spätblühende Traubenkirsche sollen Platz machen für einen naturnahen Wald mit standorttypischen Gehölzen. Um die vorhandenen Ebereschen und Birken machen die Förster einen Bogen. Sie werden nach und nach den ehemaligen Fichtenforst zurückerobern. Zusätzlich wird die Stiftung Naturschutz voraussichtlich im Herbst zahlreiche Buchen und Eichen pflanzen.

Die Stiftung Naturschutz leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Umweltminister Robert Habecks Ziel, im waldärmsten Bundesland die zehn Prozent Naturwald in den öffentlichen Wäldern weiter zu erhöhen: „Der Urwald von morgen“ – ein Waldökosystem, das möglichst ohne menschliche Eingriffe sich selbst reguliert.

Fragen rund um den Holzeinschlag beantwortet die Försterin Tanja Wagenknecht, Tel. 0171-218 66 74, von der Forstfirma Silvaconcept.

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Der Umbau zum naturnahen Wald im Stiftungsland Grönauer Heide geht in die nächste Runde. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein rückt ab Mittwoch, 8. Februar, mit einem Harvester – einer Holzerntemaschine – auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Grönauer Heide an. Das Ziel: In verschiedenen Waldbeständen entlang der Blankenseer Straße und am Heidredder in Groß Grönau sollen Nadelholzbestände entnommen werden. Durch die Entnahme von Fichten werden die bereits vorhandenen Laubbäume begünstigt.

Zu den Profiteuren des Holzeinschlags gehören Eberesche, Hasel, Stieleiche, Aspe – eine Pappelart - und Schwarzerle. Damit wird langfristig die natürliche Entwicklung zu einem standortgerechten Laubwald angeschoben. Um die Verjüngung an der Blankenseer Straße zu beschleunigen, werden auf einer Teilfläche auch Stiel- und Traubeneichen sowie beerentragende Gehölze gepflanzt. Für Fragen rund um den Holzeinschlag steht der Förster Moritz Löffelmann, Tel. 0160-9728 9723, von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gerne zur Verfügung.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat die Verantwortung für die ehemalige Militärliegenschaft
in Lübeck-Blankensee, zu dem auch die Grönauer Heide gehört, im vergangenen Jahr übernommen. Die Bundesregierung hat das Gebiet im Rahmen des „Nationalen Naturerbes“ abgeben, um hier den Vorrang für Naturentwicklungen sicherzustellen.

Das Kernstück des „Nationale Naturerbes“ sind Liegenschaften des Bundes, die aufgrund ihres hohen Naturschutzwertes von national repräsentativer Bedeutung sind. 125.000 Hektar übergibt die Bundesrepublik in mehrere Tranchen dauerhaft in die Trägerschaft der Länder, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und weiterer Naturschutzorganisationen. Bei den Gebieten handelt es sich u.a. um ungenutzte Militärflächen.

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Januar

Die Temperaturen sollen wieder fallen, vielleicht beschert uns dieser Winter in den nächsten Wochen Schnee, Eis und Minusgrade – trotz dieser kalten Witterung leben auf den Wilden Weiden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Rinder und Pferde. Auch im Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe im Kreis Steinburg sind Gallowayrinder und Exmoorponies das Jahr über auf der Weide. Müssen sie draußen frieren, während die Schwarz-Bunten im warmen Stall stehen?

Auf der Winterwanderung zu den Landschaftspflegern der Wilden Weide erfahren interessierte Besucher zum Beispiel, dass die robusten Tiere ursprünglich aus Schottland und England kommen und das raue Klima nicht nur gewohnt sind, sondern sich bei unseren winterlichen Temperaturen wohl fühlen. Gemeinsam mit Antje Zimmermann, Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, und Dirk Andresen, Halter der Tiere und Geschäftsführer des Vereins „Weidelandschaften e.V.“, erkunden die Besucher am Sonntag, 5. Februar, das Leben auf der Wilden Weide im Winter. Was futtern die Vierbeiner in der kalten Jahreszeit? Wächst überhaupt genug, um alle satt zu machen? Wie werden sie bei viel Schnee und Eis betreut? Und was macht das Konzept „Wilde Weide“ so attraktiv für den Naturschutz?

Treffpunkt für die rund zweistündige Wanderung ist der Krebsweg in 25578 Dägeling. Los geht es um 11 Uhr. Bitte denken Sie an die Witterung angepasste feste Schuhe und warme Kleidung. Da die Tour über die Weide geht, können Hunde nicht mitgenommen werden.

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Temperaturen um 0 °C: Beste Voraussetzungen für den Obstbaumschnitt. Ingmar Kruckelmann, auf die Pflege landschaftsprägender Obst-Hochstämme spezialisiert, steigt heute, 25. Januar, mit Astschere und Säge in die alten Obstbäume im Lübecker Stadtteil Dänischburg. Etwa 12.000 m² groß ist die kulturhistorisch bedeutsame Streuobstwiese der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, die das Gelände dem Verein Hanse-Obst e.V. zur Betreuung überlassen hat.

„Obstwiesen sind kulturelle Zeugen unserer Landschaftsgeschichte, wertvolle Lebensräume für heimische Pflanzen und Tiere. Sie erfreuen uns Menschen mit ihren Blüten und im Herbst natürlich mit ihren leckeren Früchten“, erklärt Reinhard Degener, Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Grönauer Heide und ergänzt: „Das Kuratorium war gerne bereit, den Erhalt dieses wunderbaren Stück des Lübecker Naturerbes finanziell zu unterstützen.“ Mit insgesamt 7.200 Euro macht die Stiftung für das Naturerbe in Lübeck die Pflege von drei Streuobstweisen, hier in Dänischburg sowie an der Hohenstiege und in Waldhusen möglich.

Für die gut 80-jährigen Obstbaumveteranen ist der Besuch von Obstbaumpfleger Kruckelmann ein Glücksfall. Seit vielen Jahren sind sie nicht mehr beim „Friseur“ gewesen. Ihr Leben zu verlängern und das wertvolle Biotop Obstbaum zu erhalten, ist Ziel des Pflegeschnitts. Die Kronen werden so behutsam ausgelichtet, das Bruthöhlen und Astlöcher weitgehend erhalten bleiben. Auch ein gewisser Anteil an Totholz verbleibt im Baum, da Totholz eine besondere Lebensgemeinschaft an holzzersetzenden Organismen beheimatet. Entfernt werden Triebe, die von Krankheiten befallen sind, oder die Obst tragenden Ästen in der Entwicklung stören.

„Mit mehr Licht und Luft in der Krone gehen die Bäume gestärkt aus der Schnittmaßnahme hervor und tragen gesündere Früchte“, ist sich Heinz Egleder vom Verein Hanse-Obst sicher. Ihm liegt die Verjüngung historischer Anlagen durch Pflege und Nachpflanzung regionaler Obstsorten sehr am Herzen. Unterstützt wird der Verein neben der Stiftung Grönauer Heide bei der Pflege der Anlage in Dänischburg auch von den schleswig-holsteinischen Landesforsten als Eigentümerin. Diese Streuobstwiese wird, ebenso wie die beiden anderen seit 2014 vom Verein Hanse-Obst e.V. betreut. Er kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege der Anlagen, das Pflanzen neuer Obstbäume sowie das Ernten und Verwerten des Obstes. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder in der Umweltbildung und verkaufen leckeren „Hanse Apfelsaft“ von Lübecker Ostwiesen. Hervorgegangen ist der Verein aus der 2013 von Lübecker Pomologen, der Behörde für Umwelt- und Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt sowie dem Museums für Natur + Umwelt ins Leben gerufenen Initiative Hanse Obst. „Die Obstwiese Dänischburg im Waldhusener Forst ist eine idealer Baustein im Biotopverbund und ein wichtiger Ort der Essbaren Stadt Lübeck“, freut sich Ingrid Bauer vom Bereich UNV über die gelungene Aktion. Die Hanse-Obst-Initiative bietet im Jahr 2017 auch für Privatpersonen Kurse zum Obstbaumschnitt an. Termine unter: www.hanse-obst.de.

Die Stiftung Grönauer Heide wurde am 1. Februar 2008 von den großen schleswigholsteinischen Naturschutzverbänden, BUND, NABU und Landesnaturschutzverband, im Zuge des Mediationsverfahrens zum Ausbau des Flughafens Lübeck-Blankensee gegründet. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wurde als Treuhänderin eingesetzt. Ziel und Zweck der Stiftung ist es, selbst aktiv zum Schutz und zur Entwicklung des Lübecker Naturerbes beizutragen und Dritte bei diesen Aktivitäten zu unterstützen.

Mehr Informationen über die Stiftung finden Sie auf der Internetseite www.groenauerheide.de.

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Wie jedes Jahr sorgt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein jetzt wieder dafür, dass das Walderlebnis im Rülauer Holz bei Schwarzenbek, Kreis Herzogtum Lauenburg, ungetrübt abläuft. Professionelle Baumpfleger entfernen deshalb ab Montag, 16. Januar, behutsam morsche Äste von alten Eichen und lichten deren Kronen aus, um die Standfestigkeit der Bäume zu erhalten. Ziel der Pflegemaßnahme an der Gülzowerstraße (L 219) zwischen Schwarzenbek und Kollow: herabfallende Äste oder umstürzende, altersschwache Bäume sollen Besucher nicht verletzen. Falls erforderlich, werden von Kernfäule befallene Bäume komplett gefällt. Während der Sägeaktion kann es zur zeitweisen Sperrung von Wegen kommen.

Mit der Stadt Schwarzenbek hat die Stiftung Naturschutz vertraglich vereinbart, entlang öffentlicher Wege der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und für ein gefahrloses Betreten des Waldes zur sorgen – herabfallende Äste dürfen das Naturerlebnis im Wald auf den ausgewiesen Wegen nicht beeinträchtigen.

Mit dem Pflegeschnitt will die Stiftung Naturschutz die alten Eichen als wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten und Fledermäuse möglichst lange erhalten. Das anfallende Holz verbleibt als so genanntes Totholz im Wald liegen und wird so Unterschlupf und Nahrungsgrundlage zugleich.

Für Fragen rund um die Baumpflege steht die von der Stiftung Naturschutz beauftragte Försterin Christiane Kerstan Interessierten unter Tel. 0176 – 72696055 zur Verfügung.

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wir einen Moment die Augen und gehen ein paar Jahrzehnte zurück in Richtung Norden. Genauer gesagt nach Schweden in das kleine, fiktive Örtchen Bullerbü.  Lassen wir sie vor unserem inneren Auge aufblühen oder noch besser: folgen wir Ole, Bosse, Lasse, Kerstin und Co. barfuß durch die unberührte Natur, durch die wildbunten Blumenwiesen von einst.

Sie gehörten auch in Schleswig-Holstein früher einmal zum Landschaftsbild wie das Meer und der unendliche Horizont: bunte Blumen und wilde Wiesen mit heimischen Pflanzen wie beispielsweise Klappertopf, Heide-Nelke, Tausendgüldenkraut, Teufelsabbiss und Arnika. Die immer intensivere Landnutzung hat ihnen das Leben bei uns schwer bis unmöglich gemacht – viele der bunten Wilden mit schleswigholsteinischen Wurzeln sind deshalb vom Aussterben bedroht. Bis jetzt! Seit gut drei Jahren kümmert sich das Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein um die Raritäten unter den heimischen Wildpflanzen.

Mit Erfolg! Im vergangenen Jahr hat das Projektteam um Projektleiter Dr. Christian Dolnik über 60.000 seltene Wildpflanzen in ganz Schleswig-Holstein in die Erde gebracht und zusammen mit Einsaaten und Mahdgutübertragungen gut 60 Hektar Grünland aufgewertet. „Damit haben wir unser Projektziel für das vergangenen Jahr erreicht“, bilanziert Dolnik erleichtert. Für das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ habe man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, rund 2500 Hektar aufzuwerten. Das entspricht in etwa der Größe der nordfriesischen Insel Amrum. Dabei werden in etwa nur zehn Prozent der 2500 Hektar tatsächlich bepflanzt, ausbreiten müssen sich die Wildpflanzen dann von ganz alleine. Ein bisschen müsse er die Euphorie über das Geschaffte auch immer mal wieder einbremsen, fügt Dolnik hinzu, da nicht immer gewährleistet sei, dass alle Wildpflanzen sich auch in der Wildnis behaupten können.

„Wenn 70 Prozent der ausgebrachten Wildpflanzen den Winter überleben, im nächsten Jahr zur Blüte kommen und aussamen, kann man davon sprechen, dass die Maßnahme erfolgreich war“, erklärt Dolnik weiter und betont, dass das Projekt „BlütenMeer 2020“ viel ausprobiere und auch mal Rückschläge einstecken müsse. Die Wildpflanzen stehen beispielsweise ganz oben auf dem Speiseplan von Schnecken, Insekten und Rehen.

Eine weitere Erfolgs-Zahl liefert die projekteigene Arche Gärtnerei im Archepark in Eggebek, Kreis Schleswig-Flensburg. „Unser vierköpfiges Gärtner-Team hat allein in diesem Jahr 35.000 Wildpflanzen aufgezogen“, verkündet die Leiterin der Arche-Gärtnerei Wiebke Buschstolz.

Etwa 265 verschiedene Wildpflanzen-Arten sind in Schleswig-Holstein auf Wiesen und Weiden zuhause, davon sind jedoch die meisten selten geworden. Über 100 verschiedene Arten wurden bisher im Projekt „BlütenMeer 2020“ in Schleswig-Holstein gefördert.

„Jetzt drücken wir für die nächsten vier Jahre die Daumen, dass sich die seltenen heimischen Wildpflanzen schnell wieder wohl fühlen und sich in ihrer ursprünglichen Heimat erneut ausbreiten“, sagt Dolnik abschließend.

Das Projekt „BlütenMeer 2020“ wird über einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren – bis März 2020 – mit zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und vom Bundesamt für Naturschutz fachlich begleitet. Projektträger ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Fachliche Unterstützung kommt von der Artenagentur Schleswig-Holstein, dem Förderverein Mittlere Treene e.V. sowie dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Zudem wird das Projekt von den Kreisen Dithmarschen und Schleswig-Flensburg finanziell unterstützt.

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Im Stiftungsland Binnendüne Nordoer Heide südlich von Breitenburg, Kreis Steinburg, wird „aufgeräumt“. Das Ziel der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: mehr Platz für Tiere und Pflanzen, deren Lebensraum lichtdurchflutet sein muss. Damit das gelingt, werden ab heute, 3. Januar, auf mehreren, insgesamt 13 Hektar großen Flächen jetzt die Waldbestände aus Fichte und Kiefer sowie Pappel und Eiche stark ausgelichtet. Auf den Dünen bleiben nach den Sägearbeiten nur einzelne, besonders breitkronige Bäume stehen. Dazwischen wird Platz geschaffen für Arten der lichten Heidewälder wie Heidelbeere, Besenheide und Drahtschmiele. Auch der Heideweiher Krummschliet erfährt eine Verjüngungskur. Die Uferränder werden vom Baumbewuchs befreit, damit sich der Laubfall ins Gewässer reduziert und das Wasser wieder klarer wird.

Im Fokus der Maßnahmen stehen die europaweit geschützte Zauneichechse und die Große Moosjungfer – eine Libelle, die hier eines ihrer letzten Vorkommen in Schleswig Holstein hat. Um diese Arten dreht sich ein neues, 2016 gestartetes LIFE+-Projekt der Stiftung Naturschutz, das wassergeprägte Lebensräume optimieren soll. Die Stiftung beteiligt sich damit an einem EU-finanzierten Projekt mit 38 Teilnehmern in Schweden, Dänemark und Deutschland. Dabei geht es vor allem um Amphibien, die zum Fortbestand Gewässer in sandigem Untergrund benötigen. Dazu zählen Kreuz-, Knoblauch- und Wechselkröte, die bereits 2009 hier viele neue nasse „Wohnräume“ bekommen haben. Außerdem sollen die für die Zauneidechse wichtigen besonnten Dünenhänge wiederhergestellt werden. Bislang kommt diese Art im Gebiet nicht vor, soll aber wegen der optimalen Bedingungen in der Nordoer Heide wiederangesiedelt werden.

Die offenen Heiden und Wälder des ehemaligen Standortübungsplatzes Breitenburg Nordoe stehen als FFH-Gebiet und als Naturschutzgebiet unter zweifachem Schutz. Im Managementplan für dieses Gebiet ist festgelegt, dass der Baumbewuchs auf den ehemaligen Dünenflächen regelmäßig ausgedünnt werden soll. Denn neben den Heiden, Borstgrasrasen und blütenreichen Trockenrasen gehören auch lichte Eichenwälder zu den schützenswerten Lebensräumen des Gebietes.

Die Arbeiten werden von Hinrich Schmidt-Harries, Revierförster des Bundesforstbetriebs Trave, begleitet. Die Naturschutzmaßnahmen werden über den Erlös aus dem Holzverkauf refinanziert.

Das Stiftungsland Nordoe mit seiner unter Schutz stehenden Binnendünenlandschaft ist Teil des so genannten „Nationale Naturerbes“. Das sind Liegenschaften des Bundes, die aufgrund ihres hohen Naturschutzwertes von national repräsentativer Bedeutung sind. 156.000 Hektar übergibt die Bundesrepublik in mehreren Tranchen dauerhaft in die Trägerschaft der Länder, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und weiterer Naturschutzorganisationen. Bei den Gebieten handelt es sich u.a. um ungenutzte Militärflächen. Aus diesem Pool hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein die ehemaligen Standortübungsplätze Breitenburg-Nordoe, Wentorfer Lohe bei Hamburg und Grönauer Heide bei Lübeck übertragen bekommen.

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Dezember

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – das Sprichwort kennt jeder. Das gelingt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit ihrem Ökokonto im Kleinflintbeker Moor im Eidertal südlich Kiels, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Auf der nicht einmal zwei Hektar großen Fläche wird der Lebensraum für Moorfrosch, Braunkehlchen, Bekassine und typische Pflanzenarten, die feuchte Wiesen bevorzugen, optimiert.

Mehr Regenwasser in der Fläche halten, heißt das Ziel der Naturschützer. Deshalb wird auf der Fläche die künstliche Entwässerung aufgehoben und ein bereits bestehendes Kleingewässer saniert, damit es sich wieder für das Laichgeschäft von Amphibien eignet. Davon profitieren nicht nur Flora und Fauna, sondern auch Bauträger, die für ihre Bauvorhaben einen Ausgleich leisten müssen.

Denn: Bauvorhaben wie Windkraftanlagen, Straßen oder Stromleitungen greifen in die Natur ein und müssen ausgeglichen werden – kompensiert, so der Fachbegriff. So sieht es der Gesetzgeber vor. Damit neben der Vernichtung von nutzbarer Fläche für das Bauvorhaben nicht auch noch wertvoller Ackerboden für diese „Kompensationsmaßnahme“ verloren geht, setzt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft, der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein GmbH, diese auf ihren Naturschutzflächen um. Die für die Natur wertvollen Flächen hält sie mit ihren Ökokonten vor und bietet sie Bauträgern als Ersatz für ihre Vorhaben als Kompensation für Umweltschäden an.

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Im Stiftungsland Bockhorn in der Barkerheide, Kreis Segeberg, wächst der Wald. Die Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein werden um 51 Buchen reicher. Möglich macht das eine Spende der Landtagsabgeordneten Ines Strehlau, Bündnis 90/Die Grünen. Während ihrer Regionalbesuche spendet die Sprecherin für berufliche Bildung und Kommunales regelmäßig Buchen, um auf die Waldarmut in Schleswig-Holstein aufmerksam zu machen.

Bei einem Termin in Ellerhoop, Kreis Pinneberg, gehörte auch die Stiftung Naturschutz zu den Beschenkten. Und da am Ende des Jahres in ihrem Buchenbestand noch weitere gut zwei Jahre alte Setzlinge zum Auspflanzen bereitstanden, bot es sich an, die restlichen Buchen der Stiftung zu schenken. Bei der Örtlichkeit fiel die Wahl in Absprache mit Flächenmanagerin Julia Voß, Stiftung Naturschutz, auf Bockhorn. Das passt wunderbar, denn hier verbrachte die Abgeordnete, die jetzt mit ihrer Familie in Halstenbek, Kreis Pinneberg, lebt ihre Kindheit. Hier baut die Stiftung Naturschutz den monotonen Fichtenforst zu einem gesunden Laubmischwald um.

Sandra Redmann, ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Ines Strehlau, Sprecherin für berufliche Bildung und Kommunales der Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, und der Förster Falko Stegmann von der Firma Silvaconcept. Mit dabei sind auch die Segeberger Grünen Peter Stoltenberg und Ulrike Taeck. Sie greifen gemeinsam zum Spaten und erläutern Ihnen auf der Fläche gern die Hintergründe der Pflanzaktion.

Zu diesem Pressetermin am Freitag, 9. Dezember, um 14.30 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Treffpunkt: Am Schillersberg, 23826 Bark – OT Bockhorn

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Dr. Angela Schulenburg ist die neue Kuratoriumsvorsitzende der 2014 gegründeten Karl-Heinz Schulenburg Stiftung. Sie tritt die Nachfolge ihres Vaters und Stiftungsgründers Karl-Heinz Schulenburg an, der im Sommer im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Bei der Arbeit im Kuratorium wird die praktizierende Tierärztin aus Eutin vom Architekten Joachim Schrader (stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender), Michael Voß von der Sparkasse Holstein, Joachim Siebrecht von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein und Heinrich Rottmann von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein unterstützt.

Am 22. Juli 2014 errichtete Karl-Heinz Schulenburg aus Griebel, Kreis Ostholstein, die Stiftung als Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Die Landesstiftung berät und verwaltet seitdem mit ihrer Erfahrung in der Stiftungs- und Naturschutzarbeit die Karl-Heinz Schulenburg Stiftung. Ihr Zweck ist es, ihre Flächen unter ökologischen, heimatkundlichen und kulturhistorischen Aspekten zu gestalten. Darüber hinaus plant sie, weitere Flächen, die sich für den Naturschutz eignen oder kulturhistorisch bedeutsam sind, zu sichern und zu entwickeln. Der Stifter stattete die Treuhandstiftung mit einem Grundstockvermögen von 1,1 Millionen Euro aus, indem er ihr aus seinem Besitz etwa 42 Hektar übertrug.

Der Stifter Karl-Heinz Schulenburg, 1926 in Neustadt geboren, wuchs in Oldenburg auf. Der Naturliebhaber, Unternehmer und erfolgreiche Pferdezüchter aus Griebel hatte ein bewegtes Berufsleben. Vor rund 40 Jahren begann er mit der Zucht von Trakehnern. In den 70er Jahren war Karl-Heinz Schulenburg auch in der Kommunalpolitik aktiv und saß im Kreistag. Die Natur seiner Heimat lag ihm Zeit seines Lebens am Herzen.

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November

Zu einer Adventswanderung durch das winterliche Stiftungsland Krusau-Tunneltal an der dänischen Grenze lädt am Sonnabend, 3. Dezember, um 14 Uhr der Verein Alte Schule Niehuus ein. Auf Schusters Rappen geht es entlang steiler Hänge zum Niehuuser See. Vorbei an Wildbächen, naturnahen Wäldern und wird auch manch verwunschener Hohlweg passiert. Nach der gut einstündigen Tour gibt es ein Punschpicknick am wärmenden Feuer im Schulgarten.

Anmeldung unter: www.alteschuleniehuus.de

Treffpunkt: Schulparkplatz Alten Schule Niehuus, Schlossberg 34, Harrislee.

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Heftige Schneefälle im Süden Schleswig-Holsteins östlich von Hamburg sorgen für akute Gefahr beim Betreten der Wälder. Weil viele Bäume ihr Laub noch nicht komplett verloren haben, ächzen sie unter der feuchten Schneelast. Schon jetzt sind einzelne Äste abgebrochen oder gar ganze Bäume auf Straßen und Wanderwege gestürzt. Für Besucher der Wälder besteht Lebensgefahr!

Die Stiftungsförsterin Christiane Kerstan ist aktuell damit beschäftigt, im Stiftungswald Rülau bei Schwarzenbek Wege zu sperren, damit Besucher nicht gefährdet werden. Betroffen ist auch das Stiftungsland Wentorfer Lohe. Hier besteht ebenso eine erhebliche Gefahr beim Betreten des Waldes – auch auf den Wanderwegen. Zu offiziellen Sperrungen wird es wegen der heranbrechenden Dunkelheit erst morgen kommen.

Betroffen sind nicht nur Stiftungswälder. Auch in den kommunalen Wäldern sind die Förster damit beschäftigt, potentiell gefährliche Bereiche für die Öffentlichkeit kurzfristig zu sperren. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein weist noch einmal eindringlich auf die Gefahren hin und bittet darum, gesperrte Bereiche auch in den nächsten Tagen nicht zu betreten.

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Wiesen mit einer struktur- und abwechslungsreichen Vegetation und Teichen sind im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein zur Mangelware geworden. Diesem Trend steuert die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein jetzt am Schafflunder Mühlenstrom westlich von Schafflund, Kreis Schleswig-Flensburg, aktiv entgegen. Damit das ehemals intensiv genutzte Grünland zu einem Paradies für Flora und Fauna wird nimmt die Stiftung Naturschutz gleich ein ganzes Bündel von Maßnahmen in Angriff.

Zum Auftakt der einwöchigen Bauarbeiten machen standortfremde Sitkafichten Platz für heimische Stieleichen. Um mehr Regenwasser in der Fläche vier Hektar großen Fläche zu halten wird die künstliche Entwässerung durch Drainagen aufgehoben. Anschließend werden Senken flach ausgeschoben, die sich zeitweise mit Wasser füllen werden. Zusammen mit einem neu angelegten Kleingewässer für Amphibien soll unter anderem der europaweit geschützten Knoblauchkröte das Laichgeschäft erleichtert werden.

Über die Aufwertung des Terrains werden sich auch Bienen und andere Insekten freuen, denn die durch die Arbeiten entstehenden offenen Bodenstellen werden mit einer Mischung aus bunten Wiesenblumen eingesät. In Zukunft werden dann Rinder zwischen Küchenschellen und Bergsandglöckchen ihren Dienst als vierbeinige Ökorasenmäher versehen, damit die Wiese nicht zuwächst.

Das Projekt wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem EU-Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt.

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Das Königsmoor in der Eider-Treene-Sorge-Niederung ist als eines der größten ehemaligen Hochmoore im Land so bedeutsam, dass es Teil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 ist. Die Europäische Union hat deshalb das Land Schleswig-Holstein dazu verpflichtet, den jetzigen Zustand zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. In den nächsten Monaten soll nun im Auftrag der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ein Managementplan für das 287 ha große FFH-Gebiet im Ostteil des Moores nördlich des Hohner Sees erstellt werden. Darin sollen erforderliche Maßnahmen ausgewiesen werden, die dem Erhalt des Moorgebiets dienen.

Jetzt haben Flächeneigentümer, Besucher, lokale Verbände, Kommunen, Behörden, Wasser- und Bodenverbände sowie weitere Interessierte die Möglichkeit, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Zur Auftaktveranstaltung am Dienstag, 8. November, um 19.30 Uhr im Gasthof „Zur Doppeleiche“, Hohe Straße 11, in 24805 Hohn hoffen die Veranstalter auf zahlreiche Teilnehmer. Hier werden Experten über den aktuellen Sachstand informieren und das weitere Vorgehen vorstellen. Das Königsmoor gehört zu den sogenannten atlantischen Hochmooren, die nach der Eiszeit entstanden sind. Es wird ausschließlich von Regenwasser gespeist. Um Torf abzubauen und Teilflächen in landwirtschaftliche Nutzung zu nehmen, wurde der Moorkörper künstlich entwässert. Ziel ist es, die Vorrausetzungen für den Erhalt und die Regeneration des Moorlebensraumes zu verbessern und damit eine Verminderung der CO2-Freisetzung zu erreichen.

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Wer Metalle und Reste aus Stahl, Weißblech, Kabelresten und Kupfer mittels Hämmern, Weich- und Hartlöten sowie der altnordischen Slentringstechnik zu interessanten Naturformen verarbeiten will, ist am Sonnabend, 12. November, bei der Natur- und Landschaftsführerin Stefanie Dibbern richtig aufgehoben. Ein kleiner Rundgang mit der Agrarbiologin zum Naturraum rund um den Burghügel in Niehuus dient der Formenfindung, danach kann am Hof und im Klassenraum der Alten Schule Niehuus nach einer Sicherheitseinweisung gearbeitet werden. Eichenblätter, Früchte, Tiere, Nüsse oder Pilze sind einprägsame, aber simple Formen, die man leicht aus den Metallresten nachbilden kann. Lederhandschuhe müssen mitgebracht werden und sind Pflicht. So entsteht Praktisches und Dekoratives für alle, die nicht so gerne mit Papier und Klebstoff arbeiten.

Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der Alten Schule Niehuus, Schlossberg 34, Harrislee.
Kosten: 6 Euro. Anmeldung: www.naturfuehrungen-dibbern.de

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Oktober

Ünner dat Motto „Allens Kees?“ gifft dat en kommodige Keeseten mit plattdüütsche Verklaren vun Detlef Möllgaard. Plattdüütsche Geschichten to´n Smuustern und Nadenken leest Plattdütsch-Baas Heiko Gauert. Dazu gibt es für Sie leckere Käsesorten von der Käse-Straße Schleswig-Holstein mit passenden Fruchtsäften und Kaviarbrot mit Sauerrahmbutter vom Fass! Kosten pro Person: 19,- Euro. Es sind noch ein paar Plätze frei für den Termin am 29. Oktober um 19:00 Uhr. Veranstaltungsort und Anmeldung: Meierhog Möllgaard, Kieler Straße 84, 25551 Hohenlockstedt, Tel: 04826 - 37 03 78

NATURGENUSSFESTIVAL SH 2016: Ist das Festival der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Von Juli bis Oktober engagieren sich fast 100 Gastronomen und Produzenten sowie Natur- und LandschaftsführerInnen mit kreativer Kochkunst, regionalen Qualitätsprodukten und echtem Insiderwissen für das NATURGENUSSFESTIVAL. Im Zentrum stehen das Naturerleben im Stiftungsland und das aromatische Fleisch der Naturschutz-Rinder.

Das sind sogenannte Robustrindrassen, wie Galloways, schottische Hochlandrinder oder auch Heckrinder, die auf den „Wilden Weiden“ der Stiftung Naturschutz ganzjährig als Landschaftspfleger im Einsatz sind. So lecker schmeckt Naturschutz – natürlich hier!

Mehr Informationen unter www.naturgenussfestival.de

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Das Tetenhusener Moor in der Eider-Treene-Sorge-Niederung ist mit einer Größe von über 200 Hektar so bedeutsam, dass es Teil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 ist. Die Europäische Union hat deshalb das Land Schleswig-Holstein dazu verpflichtet, den jetzigen Zustand zu erhalten beziehungsweise zu verbessern. In den nächsten Monaten soll nun im Auftrag der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ein Managementplan erstellt werden. Darin sollen erforderlichen Maßnahmen ausgewiesen werden, die dem Erhalt des einzigartigen Gebiets dienen.

Jetzt haben Flächeneigentümer, Besucher, lokale Verbände, Kommunen, Behörden, Wasser- und Bodenverbände sowie weitere Interessierte die Möglichkeit, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Zur Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr im Gasthaus „Fuchsbau“, Hauptstraße 4, in 24817 Tetenhusen hoffen die Veranstalter auf zahlreiche Teilnehmer. Hier werden Experten über den aktuellen Sachstand informieren und das weitere Vorgehen vorstellen. Das Tetenhusener Moor gehört zu den sogenannten atlantischen Hochmooren, die nach der Eiszeit entstanden sind. Es wird ausschließlich von Regenwasser gespeist. Um Torf abzubauen, wurde der Moorkörper künstlich entwässert. Zwischen 1987 und 1995 begannen Naturschützer, das Moor zu renaturieren. Jetzt wird das Moor mit einer Wanderschafherde gepflegt.

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September

Ein ganz besonderes Extra gibt es bei der Septemberwanderung der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: Die Extratour ins Stiftungsland am Freitag, 16. September, ab 15 Uhr, führt in die Ahrenviölfelder Westermoor bei Bondelum zwischen Husum und Eggebek, Kreis Nordfriesland.

In diesem 64 Hektar großen Hochmoorgebiet wurde bis in die 60er Jahre noch Torf gewonnen. Seit vielen Jahren renaturiert und pflegt die Stiftung Naturschutz zusammen mit dem Naturschutzverein Mittleres Nordfriesland dieses besondere Moorgebiet, in dem sich seitdem wieder Torfmoos und Glockenheide erholen. Im ausgehenden Sommer ziehen auch noch Libellen ihre Bahnen. Besucher sollten unbedingt an Gummistiefel denken. Teilnahme kostenlos, Spende willkommen. Hunde sind bei der Tour nicht erlaubt, da es auch über die Wilden Weiden geht.

Treffpunkt: Parkplatz am Moor; Bundelumer Straße (Kreisstraße 69) südlich 25885 Ahrenviölfeld.

Im April 2017 nehmen die jährlich sechs geführten „Extratouren“ durchs Stiftungsland wieder Fahrt auf. Sie führen nicht nur zu den schönsten Ecken, die Schleswig-Holstein zu bieten hat, die Besucher erwartet immer ein kleines Sahnehäubchen. Sei es, dass die Tour abseits der Wege dorthin führt, wo Besucher sonst nicht hinkommen, verborgene Raritäten im Unterholz entdeckt werden wollen oder mitwandernde Politprominenz Rede und Antwort steht. Jede Wanderung dauert gut zwei Stunden und ist kostenlos. Ferngläser und festes Schuhwerk bitte nicht vergessen. Start ist jeweils um 15 Uhr.

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Die Entdeckerfreude und die Kenntnis von Pilzen, aber auch ihre kulinarische Nutzung vor Ort stehen bei der Pilzwanderung am Sonnabend 24. September, im Vordergrund. „Pilz-Anfänger“ bekommen das Rüstzeug fürs eigene Pilzsammeln und einen Überblick über die wichtigsten Gruppen.

Zusammen mit der Naturführerin Stefanie Dibbern auf die Pirsch durch den wenig besuchten Kelstrup Skov, vier Kilometer nördlich von Krusau: Ein stark hügeliger, offener Mischwald mit vielen Bächen und Mooren und einigen Hügelgräbern. Dazu passend serviert Paul Loichtl im romantisch im Wald gelegenen, reetgedeckten Holdbi Kro ein kleines, warmes Pilzgericht. Sammeln für den eigenen Bedarf ist im Rahmen der Tour nicht möglich.

Treffpunkt: 14.30 Uhr am Holdbi Kro, an der K170 Krusau-Aabenraa. Kosten: 5 Euro für die Führung plus 10 Euro für Erwachsene für die Bewirtung im Kro. Die Tour wird am 8. Oktober wiederholt. Anmeldung unter www.naturfuehrungendibbern.de

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Der Umbau zum naturnahen Wald im Stiftungsland Lohe geht in die nächste Runde. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein rückt ab Montag, 5. September, wieder mit Motorsägen und einem Harvester – einer Holzerntemaschine – auf den ehemaligen Standortübungsplatz Wentorfer Lohe zwischen Hamburg und Sachsenwald an.
Das Ziel: In verschiedenen Waldbeständen, dazu gehört auch der Eingangsbereich bei der ehemaligen Gärtnerei Knappe, sollen Nadelholz- und Mischwaldbestände behutsam durchforstet werden. Durch die Entnahme von Fichten, Lärchen und Douglasien werden die bereits vorhandenen Laubbäume begünstigt. Damit wird langfristig die natürliche Entwicklung zu einem Naturwald mit standortgerechten Gehölzen angeschoben.

Die Durchforstungen werden in den nächsten Jahren fortgesetzt. Zu den Profiteuren des Holzeinschlags gehören Eberesche, Hasel, Stieleiche, Hainbuche und Schwarzerle. Sie können künftig unter dem aufgelichtetem Schirm der Nadelbäume besser keimen. Um die Verjüngung in einigen Bereichen, vor allem am Parkplatz, zu beschleunigen, werden Eichen, Buchen und strauchartige Gehölze gepflanzt.

Während der dreiwöchigen Aktion werden einige Reit- und Wanderwege genutzt. Aus Sicherheitsgründen werden sie kurzzeitig gesperrt. Bei den Arbeiten beschädigte Wege werden zeitnah wieder ausgebessert. Für Fragen rund um den Holzeinschlag steht die Försterin Christiane Kerstan, Tel. 0176-72696055, von der Firma Silvaconcept (sie betreut die Wälder der Stiftung Naturschutz) gerne zur Verfügung.

Vor vier Jahren hat die Stiftung Naturschutz zusammen mit den angrenzenden Gemeinden, interessierten Bürgern und Nutzern der Wentorfer Lohe ein Entwicklungskonzept zur künftigen Nutzung und naturschutzfachlichen Entwicklung des 237 Hektar großen ehemaligen Militärgeländes nach einjähriger Diskussion verabschiedet. Thema war dabei auch die Entwicklung der rund 130 Hektar großen Waldflächen. Einig waren sich Bürger und Experten, dass auf dem Weg zu einem naturnahen Wald in der Lohe die standortfremden Nadelholzbestände zugunsten von Laubmischwäldern verkleinert werden müssen.

Seit November 2011 ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Eigentümerin der Lohe. Als Teil des so genannten Nationalen Naturerbes ist Areal von besonderer Bedeutung für den Naturschutz. Die Lohe ist im Ballungsraum Hamburg aber auch ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Der von der Bundeswehr bis 1998 genutzte Übungsplatz wurde seit seiner Einrichtung 1937 landwirtschaftlich nicht genutzt, also nicht gedüngt, gepflügt oder mit Pestiziden behandelt. Für den Naturschutz ist diese Ursprünglichkeit ein Glücksfall. Die Bundesregierung verpflichtet die Stiftung Naturschutz im Rahmen des Nationalen Naturerbes dazu, das strukturund artenreiche Offenland mit seinen naturnahen Bachläufen und Heiden zu erhalten und weiterzuentwickeln.

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August

Der Sommer in Schleswig-Holstein hat in diesem Jahr kaum stattgefunden: Es war viel zu kalt und viel zu nass. Entsprechend schlecht fällt die Sommerhonig-Ernte aus. „Insgesamt war das Nektarangebot zur Hauptblütezeit in diesem Sommer geringer als in den Vorjahren, was mit den niedrigen Temperaturen und den Starkregen-Ereignissen zusammenhängt. Die Lindenblüte beispielsweise hat frühzeitig die Nektarproduktion eingestellt. Pflanzen verblühten schneller und weiterhin wurden Nektar und Honigtau durch den immer wieder auftretenden Starkregen von den Pflanzen gewaschen. Damit wurden später blühende Pflanzen wie Jakobs-Kreuzkraut für die Bienen attraktiv“, erklärt Dr. Werner von der Ohe vom LAVES-Institut für Bienenkunde in Celle.

Das hat dazu geführt, dass es in diesem Jahr deutlich weniger Sommerhonig gibt, in etwa nur ein Fünftel der Ernte des Vorjahres. „Die ersten, vorläufigen Untersuchungsergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Blüten für Bienen“ weisen darauf hin, dass es in diesem Jahr zu einer deutlich höheren Belastung des Sommerhonigs durch die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide (PAs) gekommen ist,“ bestätigt Dr. Aiko Huckauf, Diplom-Chemiker und Umweltmanager des JKKKompetenzzentrums der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) als kurzfristige Sofortmaßnahme die Mittel für das von der Stiftung durchgeführte Forschungsprojekt „Blüten für Bienen“ aufgestockt, um mehr Imkern die Möglichkeit zu geben, ihren Honig beproben zu lassen. „Damit können Imkerinnen und Imkern im Land sich selbst Gewissheit über die Qualität ihres Sommerhonigs verschaffen“, erklärt Dr. Aiko Huckauf.

Imkerinnen und Imker, die jetzt noch in das Projekt einsteigen möchten, haben bis zum 23. September 2016 Gelegenheit, sich telefonisch unter (0431) 210 90-314 oder per E-Mail unter Janna.Ruge@stiftungsland.de bei der zuständigen Bearbeiterin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein anzumelden.

Die Stiftung hat die Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes auch dieses Jahr vorangetrieben, und die mit Jakobs-Kreuzkraut bewachsenen Flächen sind insgesamt zurückgegangen. Das soll auch weiter konsequent und nachhaltig so geschehen. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hatte bereits im vergangenen Jahr die Fläche, auf der JKK bekämpft wird von 500 auf 1200 Hektar erhöht – damit sind die Flächen erfasst, auf denen viel JKK steht. Wo im Einzelnen optimiert werden muss, wird regelmäßig überprüft.

Die Stiftung ist damit die einzige Flächeneigentümerin in Schleswig-Holstein, die konsequent und regelmäßig gegen die Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrauts vorgeht. Seit über neun Jahren arbeitet sie intensiv an der Aufklärung und Sensibilisierung über die möglichen Gefahren und an der Eindämmung der gelbblühenden heimischen Wildpflanze Jakobs-Kreuzkraut. Im Jahr 2007 richtete sie erstmals ein Anschreiben an die rund 1200 Pächter der Landesstiftung, in dem sie über die Gefahren und Risiken aufklärte und den Umgang mit dem JKK skizzierte. Seit vier Jahren geht dieses Anschreiben jährlich aktualisiert an alle Pächter. Mit der Einrichtung des JKKKompetenzzentrums im vergangenen Jahr wurden die Maßnahmen erheblich intensiviert – immer unter Berücksichtigung der Landesstrategie, die vom MELUR ausgearbeitet wurde.

Außerdem koordiniert das JKK-Kompetenzzentrum zahlreiche Forschungsprojekte: von der Erprobung unterschiedlicher mechanischer Maßnahmen zur Eindämmung von Jakobs-Kreuzkraut („Methoden der Zukunft“) über den Einsatz biologischer Gegenspieler bis hin zu Untersuchungen zum potentiellen Einfluss des Jakobs-Kreuzkrautes auf die Tiergesundheit. „Wir tun alles in unserer Macht stehende, um das Phänomen Jakobs-Kreuzkraut besser zu verstehen und in Fällen konkreter Betroffenheit problematische Massenbestände einzudämmen“, sagt Huckauf. Dabei bleibe man seinen Prinzipien treu und verzichte bewusst auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. „Wir erreichen nichts, wenn wir Jakobs-Kreuzkraut mittels Pflanzenschutzmitteln bekämpfen und diese Pflanzenschutzmittel aber über das Grundwasser – oder eben über den Honig – in die Nahrungskette gelangen.“

Das Forschungsprojekt „Blüten für Bienen“ ist ein Kooperationsprojekt vom MELUR, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e. V.

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In der vergangenen Woche haben einige Medien in Schleswig-Holstein und auch in anderen Bundesländern, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, über eine angeblich geplante EURichtlinie zum Umgang mit Jakobs-Kreuzkraut berichtet. Diese sollte, so die Medienberichte, eine dauerhafte Vernichtung der heimischen Wildpflanze als verbindliche Vorgabe beinhalten. Das JKK-Kompetenzzentrum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein stellt jetzt klar, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt. „Unsere Recherchen haben ergeben, dass diese Falschmeldung durch ein Missverständnis entstanden ist und sich in der Folge über ein Nachrichtenportal verbreitet hat“, erklärt Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKKKompetenzzentrums. „Eine solche EU-Richtlinie existiert nicht und ist derzeit auch nicht in Planung“, betont Huckauf.

Ursache für das Missverständnis sei eine Mitte Juli von der Europäischen Kommission herausgegebene Liste mit 37 Tier- und Pflanzenarten, für die nun offiziell Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. „Diese Unionsliste enthält ausschließlich invasive gebietsfremde Arten wie beispielsweise die Wollhandkrabbe und den Waschbären“, sagt Huckauf, Diplom-Chemiker und Umweltmanager, und ergänzt: „Unter den 14 in der Liste aufgeführten Pflanzenarten kommt derzeit keine einzige in Schleswig-Holstein vor.“

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne mit situationsangepassten Maßnahmen gegen problematische Bestände des Jakobs-Kreuzkrautes (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum, das JKK-Kompetenzzentrum, eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste Organisation, die die mit der massiven Bestandeszunahme der heimischen Pflanze verbundenen Probleme konsequent und ökologisch maßgeschneidert anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom-Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Weitere Informationen unter www.stiftungsland.de/jakobs-kreuzkraut  

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Täglich werden in Schleswig-Holstein etwa vier Fußballfelder (2,7 Hektar) für Siedlungs- und Verkehrsprojekte überbaut. Boden, sei es für Naturschutz oder Landwirtschaft, wird nicht nur in Schleswig-Holstein also immer knapper.

Wer durch Bebauung in die Natur eingreift und Flächen versiegelt, muss dafür einen dauerhaften Ausgleich schaffen. Die Konkurrenz am Bodenmarkt macht es für Vorhabenträger immer schwieriger, an geeignete Flächen für diese gesetzlich geforderten Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen zu kommen. Hier könnte der Rückbau von Landebahnen oder Verkehrswegen, die der Natur zurückgegeben werden – also eine Entsiegelung –, ein bisher ungenutztes Potenzial darstellen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein beginnt vor diesem Hintergrund ein dreijähriges Projekt, um Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und ein so genanntes Entsiegelungskataster aufzubauen.
Die Anrechnung von Flächen mit Entsiegelungspotential im Außenbereich als Kompensationsmaßnahmen kann einen Beitrag zur Entlastung der bestehenden Nutzungskonkurrenz um landwirtschaftlich genutzte Flächen leisten und den Verbrauch wertvollen Bodens minimieren.
Die Stiftung Naturschutz wird mittels Luftbildauswertung geeignete Flächen in Schleswig-Holstein identifizieren, bundesweit bereits umgesetzte Entsiegelungsprojekte auswerten und ihre Wirksamkeit als Ausgleich überprüfen. Am Ende steht ein Best-Practise-Leitfaden, der Ausgleichspflichtigen, aber auch Genehmigungsbehörden, wichtige Hinweise für der Anerkennung und Umsetzung der Ausgleichsverpflichtung geben soll.

Diese Pilotstudie der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vollständig aus Mitteln des Landes mit 238.500 Euro finanziert.

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Jedes Jahr im Sommer, wenn das Trachtloch nach der Rapsblüte nicht nur von der Lindenblüte, sondern auch vom gelbblühenden Jakobs-Kreuzkraut (JKK) abgelöst wird, vertiefen sich die Sorgenfalten auf der Stirn der Imker in Schleswig-Holstein. Sie fürchten um den sorgenfreien Genuss ihres schmackhaften Sommerhonigs, nachdem vor zwei Jahren erstmals vereinzelt erhöhte Werte der im JKK enthaltenen Giftstoffe, der sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide (PAs), im Sommerhonig nachgewiesen worden sind.

Deshalb möchte die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein den betroffenen Imkern auch in diesem Jahr wieder größtmögliche Unterstützung anbieten. Zum einen gab es auch 2016 wieder eine landesweite Mäh-Offensive vor der ersten JKK-Blüte. Diese soll verhindern, dass die Honigbiene aus Mangel an Alternativen Nektar und Pollen des Jakobs-Kreuzkrautes sammelt und auf diese Weise die JKK-Giftstoffe in den Honig gelangen. Zudem läuft seit dem vergangenen Jahr ein vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein finanziertes Forschungsprojekt, in dem die Stiftung Naturschutz mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e. V. zusammenarbeitet. In dem auf drei Jahre ausgerichteten Projekt „Blüten für Bienen“ wird ermittelt, ob der Sommerhonig PA-Belastungen aus dem Jakobs-Kreuzkraut enthält und welche Rolle hierbei das Schleuderdatum,
das JKK-Vorkommen im Umfeld der Bienenstände und das Vorhandensein von Alternativtrachten spielen.

Aufgrund des bisher eher schlechten Sommers – viel zu kalt und viel zu nass – fällt die Sommerhonigernte in diesem Jahr für viele Imker sehr gering aus. „Einige Imker haben uns auch schon berichtet, dass sie gar keinen Sommerhonig vermarkten werden“, sagt Gernot von Hagen, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e. V. Aus diesem Grund sind 30 Plätze frei geworden im Projekt „Blüten für Bienen“, in dessen Rahmen die Kosten für die Honiguntersuchung (rund 118 € pro Analyse) übernommen werden. „Wir setzen in diesem Projekt auf die Hilfe und das Mitwirken der Imker und möchten auf Basis der Ergebnisse am Ende des Projektes einen Handlungsleitfaden erstellen, der den Imkern ein „Imkern trotz Jakobs- Kreuzkraut“ ermöglicht“, erklärt Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums bei der Stiftung. Man wolle damit einerseits den Imkern helfen, andererseits aber auch das Vertrauen der Verbraucher in den heimischen Sommerhonig stärken, ergänzt Huckauf. Die Ergebnisse des Projektes „Blüten für Bienen“ aus dem vergangenen Jahr haben immerhin gezeigt, so Huckauf weiter, dass in 174 von 194 Proben (90%) heimischer Sommerhonige der PA-Gehalt unter dem Durchschnitts-PA-Gehalt im Handelshonig (24 μg/kg) lag.

Kontakt: Janna Ruge, JKK-Kompetenzzentrum, Tel.: 0431/210 90 314.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne mit situationsangepassten Maßnahmen gegen problematische Bestände des Jakobs- Kreuzkrautes (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum, das JKK-Kompetenzzentrum, eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste Organisation, die die mit der massiven Bestandeszunahme der heimischen Pflanze verbundenen Probleme konsequent und ökologisch maßgeschneidert anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Weitere Informationen unter www.stiftungsland.de/jakobs-kreuzkraut

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Juli

Das gelb-blühende Jakobs-Kreuzkraut (JKK) breitet sich seit einigen Jahren massiv in Schleswig-Holstein aus. Dieser Entwicklung arbeitet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit einer Bündelung aus verschiedenen Maßnahmen aktiv entgegen. In diesen Tagen drehen die Mäh-Maschinen zum zweiten Mal ihre Runden über die Wiesen und Weiden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Während die erste, frühe Mahd (Imker-Variante) vor allem für die Imker im Land verhindern soll, dass die Honigbiene ihren Nektar am JKK sammelt und auf diese Weise die JKK-Giftstoffe, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), in den heimischen Sommerhonig gelangen, geht es bei der zweiten Mahd darum, die weitere Ausbreitung des JKK zu stoppen.

Die heimische Wildpflanze erreicht jetzt ihre Samenreife. Ähnlich wie beim Löwenzahn sät sich das Jakobs-Kreuzkraut selbständig aus, indem die Flugsamen an kleinen Schirmen bis zu einigen Dutzend Metern weit vom Wind verbreitet werden. Bevor die zahlreichen Samen sich aber auf diese Reise machen und die Nachbarschaft erobern, wird die Pflanze ein zweites Mal gemäht.

An insgesamt acht Standorten im Land werden die die Versuchsflächen aus dem Forschungsprojekt „Methoden der Zukunft“ bearbeitet, vielerorts werden überdies auch die Flächen mit JKK-Beständen rund herum gemäht. Konkret bedeutet das, dass es in Arpsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Berkenthin (Kreis Herzogtum Lauenburg), Dörpstedt (Kreis Schleswig-Flensburg), Kesdorf (Ostholstein), Neversdorf (Kreis Stormarn), Preetz (Kreis Plön); Schafhaus (Bad Segeberg) und Westerwohld (Kreis Dithmarschen) laut wird, da die Mäher dort ein zweites Mal ausrücken.

In dem Forschungsprojekt „Methoden der Zukunft“ werden verschiedene mechanische Maßnahmen zur Eindämmung von Jakobs-Kreuzkraut erprobt, erforscht und weiter entwickelt. Die zweite, die späte Mahd schwäche die heimische Wildpflanze am nachhaltigsten, vermutet Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: „Zum Zeitpunkt der späten Mahd, hat die Pflanze sich schon ordentlich verausgabt und stirbt im besten Fall ab“, sagt der Diplom Chemiker und Umweltmanager. „Wenn wir für die Imker früh mähen, blüht die Pflanze im Spätsommer nocheinmal und wir müssen ein zweites Mal aktiv werden, um die Aussamung zu verhindern. Dass ist ein erheblicher Arbeitsaufwand für die vielen Landwirte, die unsere Flächen pachten und ein erheblicher Eingriff in die blütenbunten Wiesen.“

Bei der Entscheidung für eine zweite Mahd werde ganz genau gepruft, ob die Gefahr einer Ausbreitung besteht. Die Flächen, die beispielsweise von Wald, Ackerland oder Knicks umgeben sind, müssen kein weiteres Mal bearbeitet werden. „Im Wald kann JKK nicht keimen, da es offene Bodenstellen und viel Licht braucht, Ackerland ist in Dauer-Bearbeitung, bietet also auch keinen Platz, um dort ansässig zu werden und Knicks fangen die Samen ab und hindern sie am Weiterfliegen“, erläutert Huckauf weiter. Auch sei es nicht immer nötig, die gesamte Fläche zu mähen, in den meisten Fällen reiche schon ein Randstreifen aus, da die JKK-Samen nur wenige Dutzend Meter weit fliegen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne gegen das giftige Jakobs-Kreuzkraut (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum, das JKK-Kompetenzzentrum eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste Organisation, die das Problem der massiven Ausbreitung der heimischen Pflanzenart konsequent und ökologisch maßgeschneidert anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Weitere Informationen unter www.stiftungsland.de/jakobs-kreuzkraut

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Vor gut vier Wochen tönten landesweit schon einmal laute Mäh-Geräusche über die Wiesen und Weiden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Dabei wurde das gelb-blühende Jakobs Kreuzkraut (JKK) vor der ersten Blüte abgemäht. Diese, sogenannte Imker-Variante, wurde überall dort gewählt, wo die Gefahr besteht, dass die Honigbiene ihren Nektar an der heimischen Wildpflanze sammelt und auf diese Weise die JKK-Giftstoffe, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), in den heimischen Sommerhonig gelangen könnten. Jetzt wird es ein zweites Mal laut, denn: die Mäh-Maschinen drehen wieder ihre Runden. Bei der zweiten Mahd geht es allerdings darum, die Ausbreitung der gelb-blühenden Wildpflanze zu stoppen.

Das Jakobs-Kreuzkraut erreicht in diesen Tagen seine Samenreife. Ähnlich wie beim Löwenzahn sät sich das Jakobs-Kreuzkraut selbständig aus, indem die Flugsamen an kleinen Schirmen bis zu einigen Dutzend Metern weit vom Wind verbreitet werden. Bevor die zahlreichen Samen sich aber auf diese Reise machen und die Nachbarschaft erobern, wird die Pflanze ein zweites Mal gemäht.

Beispielsweise in Preetz (Kreis Plön) in der Postseefeldmark. Dort werden Teile der Versuchsflächen aus dem Forschungsprojekt „Methoden der Zukunft“ bearbeitet. In diesem Forschungsprojekt geht es darum, verschiedene mechanische Maßnahmen zur Eindämmung von Jakobs-Kreuzkraut zu erproben, zu erforschen und weiter zu entwickeln. Die zweite Mahd schwäche die heimische Wildpflanze am nachhaltigsten, meint Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: „Zum Zeitpunkt der zweiten, späten Mahd, hat die Pflanze sich schon ordentlich verausgabt und stirbt im besten Fall ab“, sagt der Diplom-Chemiker und Umweltmanager.

Anders als an vielen anderen Orten in Schleswig-Holstein bleibt das Jakobs-Kreuzkraut auf der Fläche rund um das Versuchs-Szenario stehen. „Das ist eine klassische „Dulden-Situation“, erläutert Juliane Kelm vom JKK-Kompetenzzentrum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Konkret bedeute das, führt Kelm weiter aus, dass die Fläche durch die naturschutzfachliche Entwicklung bereits so uneben ist, sich Gehölze eingestellt haben oder Teiche für bedrohte Amphibien angelegt wurden, so dass eine Mähmaschine nicht fahren kann oder streng geschützte Arten betroffen sind. Weitere Gründe wären, dass sich das Jakobs-Kreuzkraut hier kaum ausbreiten könne, weil es an intensiv genutzte Äcker, Wälder oder Seeufer grenzt und auch keine Imker oder Tierhalter betroffen seien.

Zwar laufen auf den Flächen rund um die Versuchsflächen Robust-Rinder, diese – das hat eine aktuelle Studie („JKK & Tiergesundheit“) der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ergeben – fressen das Jakobs-Kreuzkraut jedoch nicht. Die Robust-Rinder, die in einem Herdenverband leben, lernen voneinander. „Die Jungtiere lernen von den erfahrenen, welche Pflanzen genießbar sind und welche nicht. Unerfahrene Rinder, die nicht im Herdenverband laufen, können auf diese Erfahrung nicht zurückgreifen und probieren die gelbblühende Pflanze womöglich. Da das JKK aber Bitterstoffe enthält, die es schlecht riechen und schmecken lassen, bleibt es meist bei dem ein oder anderen Probier-Happen“ sagt Dr. Huckauf. Trotzdem warnt er vor zu nachlässigem Weide-Management: Auf den Flächen müsse immer ausreichend Futter vorhanden sein, damit die Tiere nicht gezwungen sind aus Hunger doch das schlecht schmeckende JKK zu fressen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne gegen das giftige Jakobs-Kreuzkraut (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum (JKK-Kompetenzzentrum) eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste Organisation, die das Problem der massiven Ausbreitung der heimischen Pflanzenart konsequent anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom-Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Weitere Informationen unter www.stiftungsland.de/jakobs-kreuzkraut

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Das gelb-blühende Jakobs-Kreuzkraut (JKK) breitet sich seit einigen Jahren massiv in Schleswig-Holstein aus. Dieser Entwicklung arbeitet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit einer Bündelung aus verschiedenen Maßnahmen aktiv entgegen. In Arpsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde), in der Nähe von Neumünster drehen die Mäh-Maschinen heute zum zweiten Mal ihre Runden über die Wiesen und Weiden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Während die erste, frühe Mahd (Imker-Variante) vor allem für die Imker im Land verhindern soll, dass die Honigbiene ihren Nektar am JKK sammelt und auf diese Weise die JKK-Giftstoffe, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), in den heimischen Sommerhonig gelangen, geht es bei der zweiten Mahd darum, die weitere Ausbreitung des JKK zu stoppen.

Die heimische Wildpflanze erreicht in diesen Tagen ihre Samenreife. Ähnlich wie beim Löwenzahn sät sich das Jakobs-Kreuzkraut selbständig aus, indem die Flugsamen an kleinen Schirmen bis zu einigen Dutzend Metern weit vom Wind verbreitet werden. Bevor die zahlreichen Samen sich aber auf diese Reise machen und die Nachbarschaft erobern, wird die Pflanze ein zweites Mal gemäht.

In Arpsdorf werden zum einen die Versuchsflächen aus dem Forschungsprojekt „Methoden der Zukunft“ bearbeitet, aber auch auf den Flächen rund herum werden die JKKBestände gemäht. In dem Forschungsprojekt „Methoden der Zukunft“ werden verschiedene mechanische Maßnahmen zur Eindämmung von Jakobs-Kreuzkraut erprobt, erforscht und weiter entwickelt. Die zweite, die späte Mahd schwäche die heimische Wildpflanze am nachhaltigsten, vermutet Dr. Aiko Huckauf, Leiter des JKK-Kompetenzzentrums bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein: „Zum Zeitpunkt der späten Mahd, hat die Pflanze sich schon ordentlich verausgabt und kommt, wenn es gut läuft, nicht unbedingt ein drittes Mal zur Blüte“, sagt der Diplom-Chemiker und Umweltmanager. „Wenn wir für die Imker früh mähen, blüht die Pflanze im Spätsommer noch einmal und wir müssen ein zweites Mal aktiv werden, um die Aussamung zu verhindern. Dass ist ein erheblicher Arbeitsaufwand für die vielen Landwirte, die unsere Flächen pachten und ein erheblicher Eingriff in die blütenbunten Wiesen. “

Huckauf fügt hinzu, dass man bei der Entscheidung für eine Mahd ganz genau prüfe, ob die Gefahr einer Ausbreitung bestehe. Die Flächen, die von Wald, Ackerland oder Knicks umgeben sind, müssen kein weiteres Mal bearbeitet werden. „Im Wald kann JKK nicht keimen, da es offene Bodenstellen und viel Licht braucht, Ackerland ist in Dauer-Bearbeitung, bietet also auch keinen Platz, um dort ansässig zu werden und Knicks fangen die Samen ab und hindern sie am Weiterfliegen“, erläutert Huckauf weiter. Auch sei es nicht immer nötig, die gesamte Fläche zu mähen, in den meisten Fällen reiche schon ein Randstreifen aus, da die JKK-Samen nur wenige Dutzend Meter weit fliegen.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat eine großangelegte naturschutzverträgliche Kampagne gegen das giftige Jakobs-Kreuzkraut (JKK) eingeleitet und ein landesweites Beratungs- und Forschungszentrum, das JKK-Kompetenzzentrum eingerichtet. Damit ist die Stiftung landes- und bundesweit die erste Organisation, die das Problem der massiven Ausbreitung der heimischen Pflanzenart konsequent und ökologisch maßgeschneidert anpackt. Als Leiter wurde mit dem Diplom Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

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In der Gemeinde Ulsnis an der Schlei, Kreis Schleswig-Flensburg, wird es auf den von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr erworbenen Flächen unruhig. Das Ziel der neuen Eigentümerin: Bereits bestehende Salzwiesen sollen erhalten und darüber hinaus erweitert werden. Dafür schnurrt in dem 13 Hektar direkt an der Schlei liegenden Flächenkomplex der Bagger. Mit seiner Hilfe wird der natürliche Wasserhaushalt in der Fläche wiederhergestellt und zur Einrichtung einer Weidelandschaft ein neuer Zaun gezogen.

Da die Arbeiten noch in der Brutzeit stattfinden, sind die Flächen auf Reviere der Brutvögel von den Stiftungsexperten kontrolliert worden. Die noch sensiblen Bereiche werden bis zum Ende der Brutzeit ausgespart. Dieses Vorgehen hat die Stiftung Naturschutz mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises abgestimmt.

Das Projekt wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem EU-Programm „Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) unterstützt.

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Vier von fünf jungen Seeadlern in Dithmarschen wurden in diesem Jahr im Stiftungsland groß. Für die Stiftung Naturschutz ist dies ein großer Erfolg, gehörten doch Seeadler in den 1960er Jahren zu den vom Aussterben bedrohten Tieren Schleswig-Holsteins. Das hat sich glücklicherweise geändert, doch selten ist der mächtige Greifvogel mit 95 Brutpaaren landesweit noch immer.

Über den Erfolg im Stiftungsland Kudensee zwischen Burg und Brunsbüttel freut sich Julia Riepen, Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz besonders: „Im letzten Jahr wurde das Seeadlerpaar so massiv gestört, dass es trotz mehrfacher Brutversuche erfolglos blieb. Jetzt wurden zum ersten Mal in diesem Gebiet Jungadler bei ihren Flugversuchen beobachtet.“, berichtet Riepen.

Ruhe am Horst spielte auch beim Bruterfolg der Seeadler im Stiftungsland Riesewohld, Dithmarschens größtem Waldgebiet, westlich von Albersdorf, eine bedeutende Rolle. Hier profitieren die Greife eindeutig vom Naturwald-Konzept der Stiftung Naturschutz, ohne forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes, keine Entnahme von Totholz und großräumigen Ruhezonen für Pflanzen und Tiere.

Jungtiere erblickten auch am Mötjensee auf den Flächen der Stiftung Naturschutz in der Lundener Niederung ebenso wie im Meldorfer Speicherkoog – hier allerdings auf Flächen der Bundeswehr – das Licht der Welt. Abgeschiedenheit und damit keine Störungen durch den Menschen sind das Erfolgsrezept für den Bruterfolg im Stiftungsland.

Die Stiftung Naturschutz arbeitet eng mit der Projektgruppe Seeadlerschutz e.V. zusammen, die in vielen Gebieten Seeadlerhorste bewacht. Wer Interesse hat, Seeadler zu beobachten ohne zu stören, sollte sich daher unter www.projektgruppeseeadlerschutz.de informieren.

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Ganz schön eng ist es Ihnen um Füße, Taille, Hals und Kopf – die wilden Orchideen aus dem Eidertal südlich Kiels werden von anderen Wildpflanzen und Gräsern belagert. Das hemmt ihr Wachstum, nimmt ihnen die Luft zum Atmen und das Licht zum Wachsen. Deshalb sind jetzt jede Menge freiwillige Helfer gefragt.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der NABU Neumünster und der Naturpark Westensee und Obere Eider e.V. machen gemeinsame Sache und wollen am kommenden Sonnabend, 16. Juli, um 14.30 Uhr den Wildwuchs im Eidertal mit Freischneidern in seine Schranken weisen.

Wer mithelfen will, ist herzlich eingeladen und sollte Harke, Forke und Handschuhe dabei haben. Während die freiwilligen Helfer sich um die wuchernden Gräser kümmern, weiden auch die Heckrinder auf der Fläche. Und damit sie das auch in Ruhe weiter tun dürfen, ohne irritiert zu werden, sollen die Vierbeiner der Helfer an diesem Tag lieber zu Hause bleiben. Ansprechpartner vor Ort sind: Miriam Kimmel, Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz, und Björn-Henning Rickert aus der NABU-Gruppe Neumünster e.V..

Treffpunkt: Parkplatz an der Bahnunterführung am Eiderweg zwischen Schmalstede und Reesdorf (siehe beiliegenden Karte).

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Juni

Eigentümer, Nutzer und Kenner der Region haben im vergangenen Jahr mit ihren Anregungen dazu beigetragen, dass jetzt der Entwurf eines Managementplans für den 200 Hektar großen, westlichen Teil des Königsmoors in der Gemeinde Christiansholm vorgestellt werden kann. Experten werden den Plan am Donnerstag, 7. Juli, um 20 Uhr im Gasthaus „Zur Doppeleiche“, Hohe Straße 11, in Hohn präsentieren. Nun freut sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit der Aufgabe der Managementplanerarbeitung betraut wurde, auf Stellungnahmen, um sie in die Endfassung des Plans einbeziehen zu können.

Das Stiftungsland Königsmoor bei Christiansholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, ist aus naturkundlicher Sicht so bedeutsam, dass es Teil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 ist. Die Europäische Union hat deshalb das Land Schleswig-Holstein dazu verpflichtet, den jetzigen Zustand im Moor zu erhalten oder zu verbessern.

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Winzig sind sie! – die neuen Bewohner am Bekmissenteich und Naturerlebnisraum Schönwalde, Kreis Ostholstein. Sie bringen es gerademal auf zwei Zentimeter, wenn sie ihren Schwanz als Kaulquappe abgeworfen haben. Die Rede ist von 1.000 jungen Rotbauchunken, die jetzt von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in die „freie Wildbahn“ entlassen werden. Gesammelt wurde der Froschlaich auf der Geltinger Birk, die Aufzucht haben Experten der Firma Amphi Consult in Dänemark übernommen. Die europaweit vom Aussterben bedrohten Unken sind nicht die ersten, die hier ausgesetzt werden. Im Rahmen der Amphibieninitiative hat die Stiftung Naturschutz schon vor Jahren dafür gesorgt, dass sich hier eine der größten Laubfroschpopulationen des Landes etablieren konnte. Auch für die Rotbauchunken sehen die Chancen gut aus, denn hier finden sie dank der Stiftung Naturschutz optimale Lebensbedingungen vor.

Hauke Drews, Projektmanager der Stiftung Naturschutz, sowie der Amphibienexperte Florian Bibelrieter von der Firma Amphi Consult, setzen die nachgezogenen Unken aus und erläutern Ihnen auf der Fläche gern die Hintergründe des Artenschutzprojektes.

Zu diesem Pressetermin am

Mittwoch, 29. Juni, um 15.00 Uhr
Treffpunkt: Pastorat Schönwalde, Jahnweg 2, 23744 Schönwalde

laden wir Sie herzlich ein.

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Die Arbeit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein im LIFE-LIMOSA-Projekt „Wo ist Greta?“ trägt Früchte. Ein Kampfläuferpaar brütet in der Alten-Sorge-Schleife bei Meggerdorf Kreis Rendsburg Eckernförde. Hier hatte die Stiftung 2015 einen neuen Polder angelegten, um so genannten Wiesenvögeln, unter ihnen Kampfläufer, aber auch Rotschenkel und Greta, so heißt die Uferschnepfe auf Plattdeutsch, temporäre Flachwasserzonen, ein übersichtliches Brutgelände und stocherfähige Böden anzubieten.

„Unser Konzept ist aufgegangen, denn sonst hätte sich nicht gerade der als äußerst anspruchsvoll geltende Kampfläufer hier niedergelassen – nicht nur für mich, auch für andere Ornithologen ein kleine Sensation“, freut sich Projektmanager Oliver Granke von der Stiftung Naturschutz. Beim Projektpartner MOIN (Michael-Otto-Institut im NABU) ist man sich sicher, dass seit mehr als 40 Jahren hier kein Kampläufer mehr gebrütet hat. Der Kampfläufer ist in Schleswig-Holstein extrem selten geworden und vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch eine handvoll Gebiete, das sind die Naturschutzköge entlang der Westküste, in denen weniger als 50 Brutpaare zu Hause sind.

Die Maßnahmen für den, europaweit streng geschützten Kampfläufer kommen natürlich auch weiteren Arten, wie Bekassine, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Kiebitz, Wiesenpieper, Feldlerche und Braunkehlchen zu Gute, die die Alte-Sorge-Schleife ebenso nutzen, wie Weißstorch und Wiesenweihe. Mehr Wasser auf den Feuchtwiesen lassen auch Wiesenschaumkraut, Kriechender Hahnenfuß und Kuckuckslichtnelke besser wachsen.

Auch von Eiderstedt vermeldet Projektmanager Granke Erfolge: In Poppenbüll brüten Uferschnepfen, ein Flussregenpfeiferpaar und drei Säbelschnäblerpaare führen bereits den Nachwuchs durch die neu hergerichteten Flächen der Stiftung Naturschutz.

Bei dem von der Europäischen Union geförderten Naturschutzprojekt LIFE-LIMOSA „Wo ist GRETA?“ steht der Schutz heimischer Wiesenvögel im Vordergrund. Namensgeberin des Projektes ist die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Uferschnepfe, deren wissenschaftlicher Name „Limosa limosa“ lautet. Dieser große elegante Watvogel mit seinem markanten langen Schnabel hat als Charakterart feuchter Wiesenlandschaften hinsichtlich Größe und Ausstattung seines Lebensraumes höhere Ansprüche als andere Wiesenvögel. Deshalb gilt: Wo sich die Uferschnepfe wohlfühlt, finden auch andere Feuchtwiesenvögel, wie Kiebitz, Rotschenkel, Kampfläufer und Großer Brachvogel, optimale Lebensbedingungen.

Rund 6,2 Millionen Euro fließen bis 2022 in das Artenschutzprojekt für Greta, wie die Uferschnepfe an der Westküste liebevoll genannt wird. Die Hälfte kommt aus dem EUFörderprogramm LIFE+, den Rest steuern die Stiftung Naturschutz, das Kieler Umweltministerium, der Kreis Dithmarschen mit dem Fonds „Mehr Natur für Dithmarschen“, der Kreis Schleswig-Flensburg und der Kreis Nordfriesland bei.
Mehr Informationen unter: www.wo-ist-greta.de

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Professionelle Baumpfleger entfernen nach Ablauf der Brutzeit am Mittwoch, 29. Juni, behutsam morsche und abgestorbene Ästen von 18 alten Eichen im Rülauer Holz bei Schwarzenbek, Kreis Herzogtum Lauenburg. Ziel der Pflegemaßnahme der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein am Wanderweg nordöstlich des Knotensteigs: herabfallende Äste sollen Besucher nicht verletzen. Erst vor wenigen Wochen war im Bergedorfer Gehölz ein Mann von herabstürzenden Ästen getroffen worden und verstorben. Während der eintägigen Sägeaktion wird der Weg gesperrt.

Mit der Stadt Schwarzenbek hat die Stiftung Naturschutz vertraglich vereinbart, entlang öffentlicher Wege der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen und für ein gefahrloses Betreten des Waldes zur sorgen – herabfallende Äste dürfen Besucher nicht verletzen.

Mit dieser Pflegemaßnahme – sie wird im Herbst fortgesetzt – ist das unbekümmerte Walderlebnis im Rülauer Holz weiterhin gesichert. Die alten Eichen selbst will die Stiftung Naturschutz als wichtigen Lebensraum für Vögel, Insekten und Fledermäuse möglichst lange erhalten. Das anfallende Holz verbleibt als so genanntes Totholz im Wald liegen und wird so Unterschlupf und Nahrungsgrundlage zugleich.

Für Fragen rund um die Baumpflege steht die von der Stiftung Naturschutz beauftragte Försterin Christiane Kerstan Interessierten unter Tel. 0176 – 72696055 zur Verfügung.

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Deutschlands schönste Weidelandschaft liegt im Norden Schleswig-Holsteins vor den Toren Flensburgs. Das „Stiftungsland Schäferhaus“ bekommt den Titel „Weidelandschaft des Jahres 2016“. Die Auszeichnung wird alljährlich vom bundesweiten Verein Weidewelt e. V. verliehen. Der Weidewelt Vereinsvorsitzende Gerd Bauschmann ist eigens aus dem hessischen Wetzlar angereist, um Gerd Kämmer vom Verein „Bunde Wischen“ die Auszeichnung zu überreichen. In der Begründung des Vereins heißt es: Die Bedeutung von Viehweiden für die Biodiversität, für Klima- und Hochwasserschutz, für die Erholung und nicht zuletzt für die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel ist immens. Aber Viehweiden sind auch gefährdet, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. „Wir verbinden in den Weidelandschaften, die wir bewirtschaften, die Erzeugung von gesunden Nahrungsmitteln mit dem Schutz der Vielfalt unserer heimischen Pflanzen- und Tierarten und schaffen reizvolle Erholungslandschaften für Besucher“, erklärt Biologe und Rinderhalter Kämmer.

Bereits vor 18 Jahren erwarb die Stiftung Naturschutz den ehemaligen Standortübungsplatz von der Bundeswehr, zäunte das rund 415 Hektar große Gelände ein und richtete eine etwa 280 Hektar große Weidelandschaft ein. „Die Zusammenarbeit mit dem Verein Bunde Wischen ist für uns ein Glücksfall, “ erklärt Dr. Walter Hemmerling, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, „für den Verein war der Naturschutzgedanke immer genauso wichtig, wie die Produktion des hervorragenden Lebensmittels Robust-Rindfleisch“.

Auch bundesweit hat die Stiftung Naturschutz die Idee der Weidelandschaften schon früh vorangetrieben und schon 1999 ein fünfjähriges Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz zur naturschutzfachlichen Wirksamkeit der Ganzjahresweide sowie deren betriebswirtschaftlicher Attraktivität für Landwirte begonnen. Heute hat die Stiftung rund 4500 Hektar solcher Wilden Weiden, in denen über 70 Landwirte aktiv sind.

Dass die Auszeichnung in diesem Jahr nach Schleswig-Holstein geht freut Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, besonders. „Mit diesem Titel wird auch der Pioniergeist der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und des Vereins Bunde Wischen e.V. belohnt“, betont der Minister, „denn hier im Stiftungsland Schäferhaus liegt nicht nur eine der größten Wilden Weiden in Schleswig-Holstein, sie war auch bundesweit die erste in der robuste
Weidetiere das ganze Jahr über draußen leben und dadurch die biologische Vielfalt fördern.“

Die weite, savannenartige Landschaft im „Stiftungsland Schäferhaus“ mit ihren kargen Böden ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein. Seltene Pflanzen wie Heidenelke, wilder Thymian, Bergsandglöckchen oder Teufelsabbiss sind hier ebenso zu Hause wie die gefährdeten Vögel Sumpfohreule, Neuntöter, Braunkehlchen, Schmetterlinge wie Hauhechelbläuling oder Grünwidderchen, Fledermäuse, Amphibien, Libellen und Reptilien wie die Zauneidechse. Sie alle profitieren von dem bunten, ineinander verwobenen Mosaik der unterschiedlichsten Lebensräume, die durch die ganzjährige Beweidung entsteht. Eine bunte Landschaft, in der auch der größte Naturerlebnisraum Schleswig-Holstein auf Besucher wartet.

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