47. Kalenderwoche (22. - 27. November 2021)

Servus miteinander,

es fällt mir alle 2 Wochen echt schwer zu glauben, aber ich bin tatsächlich wieder dran mit Blog schreiben. Absurd, wie schnell die Zeit fliegt, obwohl man so viel erlebt und zu tun hat und ich eher gesagt hätte, dass mein letzter Blog einen Monat her ist :o

Aber zu dieser Woche: da ging es nämlich gleich ganz gesund los. In der Winterakademie dieser Woche drehte sich alles rund um Schnupfen, Husten und eine gesunde Vorbeugung, dafür wurden überall „Ingwer-Shots“ verteilt, die das Immunsystem auf Trab bringen sollten. Wohl gestärkt fuhren Astrid und ich dann auch direkt ins Reppelmoor, wo ich jetzt das erste Mal bei der Bekämpfung von dem invasiven Japanischen Staudenknöterich dabei war. Das Vorkommen dieser invasiven Art kann man illegal auf Stiftungsflächen entsorgten Gartenabfällen verdanken, die wir nun probieren, in den Griff zu bekommen. Mit Spaten, einer Hacke, Beil und Müllsäcken standen wir also erwartungsvoll vor dem kleinen Hügel, der nun das dritte Mal vom Staudenknöterich befreit werden sollte. Und naja was soll ich sagen… Wir sahen exakt 2 Sprösslinge, die wohl zusammen ein Gewicht von locker 30 Gramm hatten. Eine Stunde Autofahrt und dann so was? Aber locker lassen wollten wir auch nicht und gerade einmal einen Spatenstich später machten wir dann auch die große Entdeckung. Der gesamte Hügel war ein riesiges Konstrukt aus Wurzeln des Neophyten. Also Hacke in die Hand und los geht das wilde Graben. Je mehr man grub, desto dicker wurden die Wurzeln und Astrid fand währenddessen auch noch heraus, dass sie bis zu 3 Meter ins Erdreich ragen und bis zu 30cm am Tag wachsen können. So mussten wir manche Wurzeln mit dem Beil kappen, da man sie einfach nicht ausgraben konnte. Aus den 30g Sprösslingen wurden dann 3 Müllsacke, wobei ein Müllsack aus einer einzelnen ausgegrabenen Wurzel bestand. Am Ende hatten wir wirklich alle größeren und auch kleineren Wurzeln erwischt und waren uns sehr sicher, dass wir die Ausbreitung ordentlich eindämmen konnten, aber das wird man wohl erst nächsten Monat sehen können.

 

Am Montag hatte sich ganz spontan ergeben, dass wir bei einer Pflanzaktion helfen könnten. Es war aber nicht irgendeine Pflanzaktion, denn es sollten 100 Stieleichen als Erweiterung des „Atze Waldes“ auf Stiftungsflächen gepflanzt werden und natürlich würde Atze Schröder höchstpersönlich anwesend sein und wer könnte schon nein zu so einer Gelegenheit sagen? Also packten wir den Hyundai und fuhren zusammen mit Jana und Paulina nach Neversdorf, wo dann zusammen mit OMR und Atze Schröder die Bäumchen in die Erde gebracht wurden. Dabei wurde auch unser Know-how gebraucht, denn wir beiden bauten immerhin die Beachflags auf und pflanzten natürlich auch ein Bäumchen. Nach nicht mal 2 Stunden waren alle 100 Eichen in der Erde und es ging ans Buffet, was noch mal ordentlich geplündert wurde. Dabei blieb natürlich Zeit, noch ein paar Promibilder zu erhaschen und ein bisschen mit den Organisatoren zu schnacken.

 

Am Mittwoch ging es dann endlich mal wieder in das schöne Hartshoper Moor, wo es eigentlich bei unserer Ankunft nach Regen schrie, aber wir tatsächlich ohne einen Tropfen auf der Jacke durch das gesamte Moor stapften. An einer Stelle lohnt es sich immer wieder von der Pegelroute abzukommen und sich eine wunderschöne Feuchtheide Biotopsfläche anzuschauen. Dort stieß ich dann wohl auf den realsten Beweis, dass es Bigfoot geben muss. Auf dem Bild rechts seht ihr seinen Fußabdruck neben meinen Schuhgröße 49-Gummistiefeln. Etwas auf der Hut setzten wir aber die Erkundung fort und schafften es am Ende dann auch ohne paranormale Ereignisse durch das Moor. Da man nach dem Hartshoper Moor meist schon so gegen 12 Uhr in der Stiftung ist, suchten wir noch ein paar Aufgaben zusammen. Dabei fanden wir die perfekte Beschäftigung. Hier in der Stiftung bekommen gerade alle neue Laptops und neue Schreibtisch PC, wo man einfach den Laptop an stöpselt und dann loslegen kann. Diese Umstellung brachte etwas Papiermüll mit sich, der zerkleinert, sortiert und entsorgt werden wollte. Also trugen wir alles in die Garage, trennten Pappe von Plastik und begannen den Zerkleinerungsprozess. Mit ein paar ordentlichen Tritten und Sprüngen gaben selbst die dicksten Kartons nach und so stapelten wir einen netten Berg zusammen. Also einfach eine perfekte und meditative Aufgabe. Mit den Wurzeln vom Staudenknöterich und der Pappe hatten wir eine gute Menge an Müll für den Wertstoffhof, aber ein bisschen Müll musste dann noch mit, immerhin wollten wir nicht doppelt und dreifach fahren. Leider lag der Müll etwa eine Stunde Autofahrt entfernt am Augustenhof. Wenn ihr euch erinnern könnt, haben wir hier vor einigen Wochen Schmalblättriges Greißkraut ausgerissen und das wartete noch auf seine Abholung. Leider verwehrte dort auch eine größere Matschpfütze den Weg mit dem Auto auf die Fläche und so mussten die 7 Säcke über 3 Gatter etwa 2,5 km weit getragen werden. Meine erste Berechnung war 16:00 da sein und 18:30 zurück an der Stiftung. Voller Elan sauste ich also los in Richtung Augustenhof. Dort angekommen, bestätigte sich erneut die Sorge, dass man die Fläche nicht befahren konnte, denn offensichtlich hatte dort selbst ein Traktor seine Probleme gehabt. Flott Gummistiefel an und wie es so schön heißt: „Der Fuß-Bus fährt immer“. In der Dämmerung lief ich noch ein letztes Mal die Fläche ab und vergewisserte mich, dass die Rinderherde mit nicht so freundlichem Bullen wirklich nicht mehr dort ist (zum Glück hatte mir Heike den Tipp gegeben, dass sie nicht mehr dort sein sollten, weil im Dunkeln in eine Kuhherde marschieren, muss nicht sein). Damit ging das Tragen von Gatter zu Gatter auch schon los und ein Glück gibt es Kopfhörer und eine gute Freundin, denn alleine in der kompletten Finsternis durch absolute Nirgendwo zu stapfen ist mir persönlich echt zu spooky. Von Gatter zu Gatter bekamen die Müllsäcke noch nette Namen wie „Dickerchen“ und „Wilson“. Um 18:45 legte ich den letzten Müllsack ins Auto und machte mich dann auch schon auf den Heimweg. Am Ende saß ich dann völlig fertig um 20:15 im Kofferraum des Yetis und genoss mein letztes Brot. Aber ich hatte es geschafft! Dickerchen und Wilson würden die Nacht in der warmen Garage und nicht auf dem kalten Feld erleben. Ein voller Erfolg also :D

 

 

Der Donnerstag war dann mal ganz entspannt. Eigentlich wollten alle „Neuen“ der Stiftung zusammen mit Sandra, dem Vorstandsmitglied der Stiftung in den Landtag, aber leider fiel der Termin passend zum Wetter ins Wasser. Astrid und ich planten spontan um und fuhren ins Große Moor bei Dätgen, wo mir auffiel, dass ich sowohl Jacke als auch Regenhose vergessen hatte. Aber das machte nichts, denn am Ende bekamen wir mal wieder keinen Tropfen ab. So langsam glaube ich, dass unser FÖJ mit gutem Wetter gesegnet wurde, weil so viel Glück kann man eigentlich nicht haben :D

 

Das Gute dann zum Schluss. Am Freitag hatte Jutta uns zum Wasserprobenentnahme ins Königsmoor mitgenommen. Wir verteilten die Aufgaben und legten dann los. Wenige Messungen später waren wir ein eingespieltes Team. Jutta schöpfte das Wasser ab, ich stoppte die Zeit und Astrid maß am Ende ab, wie viel Wasser wir gesammelt hatten. Außerdem nahmen wir 150ml Proben, die wir später direkt auf einem Autobahnrastplatz analysiert bekamen. Dort trafen wir Dominik, der unsere Proben in Berlin analysieren würde. Schon auf dem Rastplatz begannen wir einige Werte wie Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffsättigung mit zwei Sonden zu messen. Das war ein ganz schönes Unterfangen, was uns alle unsere verfügbaren Hände kostete und von außen bestimmt auch etwas nach Breaking Bad aussah. Im Anschluss ging es noch zu einer Baustelle, wo wir mal an einem Tag sehen konnten, wie verschieden die Baufirmen für Moorvernässung arbeiten.

 

Puhh, was das nur für eine Woche voller lustiger Ereignisse war und wenn ihr wüsstet, was uns diese Woche bevorsteht. Aber ihr wisst ja mittlerweile wie es läuft. Macht es nicht gut, machts besser! :D

 

Bis bald,

Euer Ole

46. Kalenderwoche (15. -19. November 2021)

Hui und hallo aus dem windigen Molfsee,

gerade waren wir noch im Dosenmoor zum Messen der Pegelstände und wurden schön durchgepustet, schon sind wir wieder hierher geflogen. So wie das Wetter heute, ist auch diese Woche geradezu verflogen.

Am Montag begann es erstmal gemütlich mit der ersten Winterakademie in diesem Jahr. Diese Vortragsreihe findet immer in den Wintermonaten wöchentlich nach dem Jour Fix statt. Dabei geht es immer um unterschiedlichste Themen, mal von Externen vorgestellt, oft aber auch von Stiftungsmitarbeiter*innen selbst. Diese Woche startete es mit einem Vortrag zu den Klimapunkten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Diese beinhalten die Zielsetzung der Stiftung, 8.000 Hektar Fläche bis 2030 zu vernässen. Der Kollege berichtete den Zwischenstand und die weitere Strategie. Anschließend habe ich noch eine Bestellung von Gebietsflyern mit neuem Stiftungslogo aufgegeben und danach ging es auch schon los ins Stiftungsland nach Winderatt. Dort soll auf einer Wiese neben dem Pomarium Anglicum, einem Apfelbaummuseum, eine Streuobstwiese entstehen. Dafür halfen Ole und ich die Pflanzstandorte für die morgigen Pflanzungen festzustecken. Dabei war wichtig, dass jeweils 15 Meter Platz zwischen den Bäumen bleibt, damit man die Wiese später auch noch gut mähen kann. Mit einigen Helfern, einem Seil mit Markierungen in jeweils 15 Metern Abstand und einem Maßband ging das aber relativ schnell.

Dienstagmorgen fuhr ich dann direkt los zum Stodthagener Wald, wo auch das Kaltenhofer Moor liegt, um mit einer Kollegin dort die Wanderwege einmal abzugehen und Wegsperren zu kontrollieren. Seit Corona erfährt das Naturschutzgebiet nahe Kiel eine wachsende Beliebtheit, was eben aber auch einige Probleme mit sich führt. So haben sich in dem etwas unübersichtlichen Gebiet einige Pfade abseits der drei Hauptwanderwege gebildet, die jetzt seit einiger Zeit mit Wegsperren abgesperrt werden, um die Besucher*innen  auf den Hauptwegen zu lenken. Diese galt es einmal zu kontrollieren auf ihren Zustand hin und ob auch alle richtig beschildert sind. Ich genoss den Spaziergang durch das schöne Gebiet, welches ich dadurch nochmal besser, abseits unserer Pegelmessroute, kennenlernen konnte.

Danach hatte ich noch Zeit und fuhr nochmal nach Winderatt, wo ja an dem Tag die Obstbäume gepflanzt wurden. Bei meiner Ankunft standen auch schon alle Pfähle und fast alle Löcher waren gegraben. Ich wurde sofort eingebunden und dann hieß es Baum auf der richtigen Höhe im Loch platzieren, mit Erde bedecken, Seile zuschneiden, Baum an den Pfeilern anbinden und diese Seile dort nochmal mit Krampen befestigen. Im Team ging die Arbeit gut von der Hand und machte Spaß. Zwischendrin wurden wir noch total nett mit selbstgebackenem Apfelkuchen und Apfelpunsch, wie hätte es auch anders sein können, bewirtschaftet. Nebenbei konnte ich auch noch edle Bekanntschaften schließen: Darf ich vorstellen: Madame Verte und sogar die Gräfin von Paris und ihre 49 anderen veredelten Freunde fanden Platz auf der Wiese.

Mittwoch war dann ein eher ruhiger Bürotag, wo ich ein bisschen in der Garage aufgeräumt und die angekommenen Gebietsflyer einsortiert habe. Ah und dann hat diese Woche, nach einem Vierteljahr Renovieren auch die Waschstraße, wo wir immer mit den Stiftungsautos hinfahren, wieder eröffnet. Da mussten wir natürlich diese Woche auch gleich hinfahren. Gesagt, getan habe ich noch eines der Dienstautos, die es wirklich alle dringend nötig haben, in die Waschstraße gefahren. Als erstes hatte der Hyundai die Ehre.

Am nächsten Tag folgten dann der Mercedes und der Yeti silber, der es wirklich am dringendsten nötig hatte, schließlich sah er von der Farbe schon eher aus wie der Yeti Cappuccino. Vorher sind wir noch den Vormittag im BNUR gewesen, wo wir mit deren ÖFDlern und der FÖJlerin aus dem Heimatbund Schleswig-Holstein eine Besprechung zu dem gemeinsamen Projekt „Blühstreifen macht Schule“ hatten. Das Projekt findet in Kooperation mit der Sparkasse für die dritten Klassen von Grundschulen statt und wir werden dies begleiten und mit durchführen. Ihr werdet sicher zu gegebener Zeit noch mehr von diesem Projekt erfahren.

Heute ging es dann ins Dosenmoor zum Pegelmessen, wo wir uns einmal durchpusten ließen. Dieses Mal konnten wir dort nicht mehr so viel beobachten, einige Dammwildherden haben wir dennoch gesehen, aber die Brunft ist jetzt vorbei und so langsam setzt die Winterruhe ein. Die einzigen Ruhestörer waren dann wohl wir, als uns leider das Lichtlot in einen Graben gefallen ist. Zum Glück konnten wir es wieder aus dem Wasser retten. Aber so ganz hatte es uns das Bad nicht verziehen und nun ertönte beim Kontakt mit Wasser im Pegel nicht mehr das durchdringende Piepen, sondern nur noch ein gequältes Fiepen und Pfeifen. Mit einiger Trocknungszeit wird es sich aber hoffentlich wieder erholen.

So und jetzt fliege ich gleich erschöpft ins Wochenende. Macht’s euch gemütlich, trinkt einen Tee und legt die Beine hoch.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Astrid

45. Kalenderwoche (8. - 12. November 2021)

Ahoi miteinander,

Diese Woche war es ja teilweise ganz schön windig und ähnlich flott flog unsere Woche hinterher.

Der Montag galt erst mal dem Lesen von viel zu vielen Mails, die sich nach gerade mal 5 Tagen Entspannung (auf dem Seminar) angesammelt hatten. Doch damit lässt sich ja kein Montag verbringen. Also sattelten wir den Yeti und fuhren zum Erlebniszentrum Maasholm. Dort trafen wir auf Junia (eine, der FÖJ-ler*innen des Vereins Jordsand), die uns ganz freiwillig an ihrem freien Tag beim Abbauen eines Zaunes helfen wollte. Dabei standen wir recht schnell vor mehreren Fragen. Wir alle konnten nämlich sehen, dass es ein Stromdraht war und wir alle wussten, dass dort Strom drauf sein müsste. Aber ob da Strom drauf war und wenn ja, wie viel(e)? Das blieb auch so lange offen, bis wir das „kleine rote Ding“ fanden, mit dem man messen konnte, ob es wehtut, wenn man ihn anfasst. Worauf das „kleine rote Ding“ gar nichts sagte. Kein Signal ist ja auch ein Signal, also begonnen wir den Zaun aufzurollen. Dabei schnackte man natürlich ordentlich und stellte fest, dass wir alle nicht so supergenau wussten, wer am Ende welche Teile vom Zaun mitnehmen sollte. Trotzdem teilten wir natürlich brüderlich und wurden netterweise noch auf einen Tee eingeladen, bei dem wir uns so dermaßen verschnackten, dass wir es am Abend gar nicht mehr schafften zu tanken. Oh weiha… ein Auto mit halbem Tank auf dem Stiftungsparkplatz… Das sollte es nicht geben.

Also hämmerte es mich am Dienstagmorgen extra früh aus dem Bett, sodass ich es gerade so noch schaffte, den Wagen zu tanken, bevor er um 8 von Kollegen mitgenommen wurde. Etwas übermüdet war es perfekt, dass Paulina (die neue Eventmanagerin der Stiftung), sich unsere FÖJ Aufgaben mal genauer anschauen wollte. Da fiel das Ablesen der Pegel im Kaltenhofer Moor doch etwas leichter aus und natürlich wurde aus rein wissenschaftlichen Zwecken das ein oder andere Mal auf einigen Schwingflächen rumgehüpft. Wie immer verlief der Rest der Tour quasi ohne Zwischenfälle. Nur ein Pegel hatte sich zwischen den Sturmschäden so gut versteckt, dass wir echt eine Weile gegrübelt hatten, bis er letztendlich vor unseren Füßen lag. Nach der Tour war sogar noch genug Zeit, endlich mal ein weiteres lang aufgeschobenes Projekt anzugehen. Das dreckige Pavillondach wollte seit Wochen gereinigt werden und nun war es an der Zeit. Das ausgebreitete Dach lockte natürlich Kolleg*innen aus ihren Büros, die sich an dem Geschrubbe den einen oder anderen Spruch nicht verkneifen konnten. Als wir aber den Gartenschlauch holten, wurde es erstaunlich ruhig und es wurde sich wieder ins eigene Büro verkrümelt. Das Vorher- und Nachher Bild könnt ihr rechts sehen. Wie man sieht, sieht man nix, aber ich gebe euch mein Ehrenwort, das es in echt viel besser aussieht.;)

Der Mittwoch, was soll ich hier nur sagen… Ein lange erwarteter Termin am Mittwoch und Donnerstag wurde leider sehr spontan abgesagt. Damit saßen wir irgendwie ein wenig auf dem Trockenen. Wir machten das Beste draus und zählten Flyer, räumten in der Garage rum und gingen dann letztendlich auch mal früher nach Haus.

Am Donnerstag ging es dann doch noch raus. Astrid hatte Heike noch an den Wickel bekommen und sie nahm uns netterweise mit. Wir wollten eh im Augustenhof noch Schmalblättriges Greiskraut (SKK) ausreißen. Zum Glück wusste Heike genau, wo wir nach der invasiven Art suchen mussten, sodass wir nicht die 45 Hektar ablaufen mussten. Das wäre echt viel gewesen, um euch das zu visualisieren hier mal in Galileo Einheiten. Es wären 45 Fußballfelder, 257.142,86 Badewannen oder auch exakt 15.000 Schulbusse gewesen, die wir per Fuß hätten ablaufen müssen. Gezielt steuerten wir also eine etwa 1,5 Hektar oder 500 Schulbusse große Fläche an, auf der wir dann mit dem Rupfen begonnen. Nach gerade mal 2 Stunden und etwa 6 Müllsäcken, die randvoll mit diesem Neophyten waren, hatten wir es geschafft. Zur Belohnung lud uns Heike zum Kaffee trinken ein und wer kann da schon Nein sagen. Danach fuhren wir noch einige Flächen kontrollieren. Darunter eine wirklich schöne Pferdeweide mit 2 sehr niedlichen und noch echt wilden Koniks, die erst noch lernen mussten, dass wir nicht dort waren, um mit ihnen zu spielen. Trotzdem tobten die zwei ordentlich durch die Gegend und ließen sich schlussendlich auch über den Zaun hinter den Ohren kraulen. Auch fiel mir den ganzen Tag eine unangenehme Menge an Fasanen auf, die sich auf den Feldern tummelten. Mit Blick auf den folgenden Tag bahnte sich scheinbar Böses an.

Denn am Freitag sollte es wieder ins Königsmoor gehen, wo wieder eine ordentlich Menge an Pegeln und Überraschungen wartete. Aber beginnen wir mal von vorne. Ich wurde fast das erste Mal richtig nass auf einer Tour. Denn vor dem einen Pegel fand ich etwas unwissend ein Moorloch und verschwand kurzer Hand mal bis zum Knie im Rasen. Ein Glück hatte es geregnet und ich daher eine Regenhose an, die an den Schuhen so eng war, dass sie quasi wie eine Wathose kein Wasser in den Schuh ließ. Sowieso ein guter Tipp, was Regenhosen angeht. Zieht euch die Regenhosen immer über die Gummistiefel, so läuft euch das Wasser von der Regenhose nicht in die Schuhe und in solchen Fällen wie dort behaltet ihr trockene Füße ;). Erst Richtung Ende bekam ich dann meine monatliche Dosis Herzkasper. Erst eschreckte mich eine kleine Bekassine, die sich eher spontan entschied, unter meinem Fuß reiß aus zu nehmen. Direkt drauf stolperten wir fast Wort wörtlich über ein gerissenes Reh. Mein Laienwissen sagte direkt Wolf, also ließ ich ein paar Kontakte spielen, dass sich jemand das noch sehr frische Reh angucken konnte. Leider war es dann doch zu alt und es wurden keine Proben genommen. Zum schönen Abschluss ging es dann noch mal entlang der riesigen Baustelle, wo man wie immer ordentlich staunen konnte.

 

Und wieder  zieht eine weitere total interessante und teilweise erschreckende Woche ins Land.

Damit auch schon wieder tschüssikowski und bis in zwei Wochen!

Euer Ole

 

44. Kalenderwoche (01. -05. November 2021)

Guten Morgen alle miteinander,

habt ihr gut geschlafen? Ich leider noch nicht genug und bin daher noch etwas müde. Am Wochenende habe ich es leider nicht ganz geschafft habe, den fehlenden Schlaf aus der Seminarwoche nachzuholen, womit wir auch direkt beim Thema wären:

Letzte Woche waren wir auf unserem zweiten Seminar in der Klöndeel in Loopstedt, diesmal war auch keiner krank und wir konnten alle da sein und uns kennenlernen.

Die Lage des Seminarhauses war richtig toll: direkt am Haddebyer-Noor. Es gab sogar einige Kanadier in der Klöndeel, sodass wir in einer sonnigen Mittagspause einmal auf das Noor herauspaddeln konnten.

Das Thema der Woche, die ein Teil unserer Seminargruppe erstmals selbst geplant und durchgeführt hat, war Natur- und Artenschutz. Die Woche war sehr abwechslungsreich gestaltet mit einer guten Mischung aus Praxis und Theorie. Wir haben zum Beispiel etwas über die Ursachen und Folgen des Artensterbens gelernt, Insektenhotels und Nisthilfen gebaut, hatten Expertenbesuch und vieles mehr. Habt ihr zum Beispiel schon mal von der Strandwegerichgallrüsselkäferschlupfwespe gehört? Nein? Davon hat uns der Experte am Donnerstagabend erzählt, ein interessantes Tier mit wirklich sehr langem Namen.

Ein Highlight war der 25. Naturschutztag in Schleswig-Holstein, zu dem wir nach Neumünster gefahren sind. Der Tag drehte sich um die Biodiversitätsstrategie des Landes und passte somit perfekt zu unserem Thema im Seminar. Also standen wir morgens um 6 Uhr auf der Matte, um mit Bus und Bahn nach Neumünster zu fahren. Dort angekommen war ich erstmal etwas überwältigt von den vielen Menschen, was man durch Corona nicht mehr so gewohnt ist. Wir lauschten an dem Tag vielen Reden, unter anderem von unserem Ministerpräsidenten Daniel Günther und Jan-Philipp Albrecht, dem Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein war aber auch in einem 4 Minuten Statement vertreten, sowie auch ein paar andere Einsatzstellen von anderen FÖJler*innen. Dieses Format fand ich besonders spannend, da man die verschiedenen Akteur*innen von Schleswig-Holstein mit ihren Tätigkeiten und Ansichten kennenlernen konnte. Dann gab es noch viele Stände in der Messehalle, bei denen man sich informieren konnte. Bei einem konnte man zum Beispiel Apfelbäume an einem Glücksrad gewinnen. Das habe ich natürlich auch gleich probiert, hatte aber leider keinen Erfolg oder auch zum Glück, denn der Transport hätte sich sicher als schwierig erwiesen. Natürlich gab es auch eine super vegetarische Verpflegung an dem Tag, weshalb sich allein deswegen der Besuch des Naturschutztages gelohnt hat. Auch das Essen auf dem Seminar war super lecker und ich war eigentlich durchgehend satt. Das zählt auf jeden Fall immer zu meinen persönlichen Highlights auf dem Seminar.

Und ehe man sich gerade richtig eingelebt hatte, war auch schon Donnerstagabend, den wir mit einem schönen Lagerfeuer mit Gitarrenspiel und Gesang ausklingen ließen. Am Freitag folgten dann noch ein paar wenige Programmpunkte und dann startete die große Putzparty.

Ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste Seminar und bin ganz gespannt, was wir dort so machen werden.

Bis bald,

Astrid

43. Kalenderwoche (25. - 29. Oktober 2021)

Mahlzeit miteinander,

diese Woche ging es, wie eigentlich jede Woche, nochmal ordentlich viel hinaus. Die letzten Sonnenstunden des Jahres wollten immerhin genutzt werden.

Dafür ging es am Montag direkt los auf eine Wiedervernässungsfläche in Sarzbüttel. Hier durfte ich bei der Planung für die richtigen Wiedervernässungsmaßnahmen dabei sein und wir gingen die gesamte Fläche einmal ab. Ich lernte so Einiges über ordentliche Entwässerung (damals, als die Fläche noch landwirtschaftlich genutzt wurde) und eine Menge über die richtige Wiedervernässung (jetzt durch die Stiftung). Hier die richtige Balance zwischen Stauung, damit es im Herbst und Winter ein Feuchtwiesenvögel-Paradies wird, und Entwässerung, damit die Kühe die Vegetation kleinhalten, zu finden, ist echt schwer zu erreichen. Außerdem suchten wir die ganze Fläche nach alten Drainage-Rohren ab oder ließen stellenweise den Bagger schon mal nachschauen, ob wir richtig lagen. Zum netten Abschluss durfte ich noch Spätblühende Traubenkirschen (eine invasive Baumart) mit Försterspray markieren und da kamen auch unerwartete Kunst-Flashbacks bei mir hoch. Im Anschluss fuhren wir nach Burg an die Burger Au. Dort waren die Maßnahmen einer Wiedervernässung schon wesentlich fortgeschrittener und zwar so weit, dass wir ordentlich aufpassen mussten, nicht in eine Grüppe zu fallen. Eine Grüppe ist ein Entwässerungsgraben, der innerhalb einer Fläche verläuft und dann über ein Drainage-Rohr in den umliegenden Feldgraben entwässert. Wenn man die Rohre nun kaputt macht, staut sich die Fläche natürlicherweise auf, dabei kann so eine Grüppe echt tief werden, was man gut sehen konnte, als Jan mit einem Bein bis zum Knie verschwand. Auch eine Mähraupe war auf der Fläche bereits versunken und konnte nur mit Hilfe des Schwimmbaggers, der auf der Fläche die Grüppendämme baut, gerettet werden. Ich kam zum Glück trockenen Fußes von der Fläche. Noch ein Käffchen und Kuchen, auf das Jan mich netterweise einlud, und dieser mal wieder total interessante Tag nahm sein Ende.

Dienstag machte erstmal einen ruhigen Eindruck fürs Pegelmessen im Dosenmoor. Das Wetter war sehr schön sonnig, ABER mal wieder sollte es anders kommen. Bei einem Pegel fiel uns ein seltsames Grunzen auf. Meine erste Intuition war „Wildschweine“, also schlich ich mich langsam in Richtung des Geräusches, das derweil den Ton wechselte und nun gar nicht mehr nach Wildschwein klang. Aus dem Grunzen wurde ein Röhren und ich traute meinen Augen nicht: 200 Meter von unserem Ziel-Pegel entfernt standen sie und röhrten. Eine riesige Herde Dammwild zeigte sich im Birkenwald. Man konnte mindestens 4 Hirsche hören und in der Ferne knallten auch schon die ersten Geweihe aufeinander. Langsam schlichen wir uns näher an eine der Weibchen-Gruppen, die von einem doch recht stattlichen Hirsch bewacht wurde. Der federnde Torfboden und der Gegenwind verrieten einen schon mal nicht, aber selbst das Umknicken vom Pfeifengras erntete mehrere Blicke und Warnrufe der Weibchen. Als wir etwa 50 Meter näher dran war, fand ich eine perfekt gegabelte Birke, hinter der ich mich verstecken und mein Fernglas ausrichten konnte. Von hier hatte man wortwörtlich den besten Einblick in die Brunft der Dammhirsche. Die Gruppendynamiken, das Verteidigen der eigenen Herde, das stolze Umhertragen der Geweihe und natürlich das Röhren der Männchen; alles war wunderbar zu sehen. Ich war tief beeindruckt. Ich probierte auch noch an anderen Stellen unserer Tour, doch noch einen richtigen Kampf zu erspähen, aber wurde leider nicht mehr fündig. Allerdings konnten wir noch einen Hirsch beobachten, der sich ein schneeweißes Weibchen erkämpft hatte und ihr nicht mehr von der Seite wich. Eine Szene, die man leider so gar nicht durch die Handykamera festhalten konnte. Der Rest der Tour war dagegen eher ruhig. Aber die gesehenen Ereignisse haben gereicht, dass ich für den Rest des Tages nur noch am Lächeln war. :D

Am Mittwoch war ich mit Jutta und Merle auf verschiedenen Flächen unterwegs. Auch hier kam wieder das „Grüppen-Thema“ auf und ich erweiterte nochmal das Wissen des Montags. Ebenfalls fuhren wir nochmal ins Königsmoor zu meiner Lieblingsbaustelle, wo mittlerweile schon wieder sooooo viel passiert ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie verrückt schnell sich dort alles verändert hat. Dabei schauten wir natürlich nochmal nach dem „lustigen Loch“, einem ehemaligen Jäger Teich, der voller Torfmoose ist und auch in der Planung besonders berücksichtigt werden musste, da sein Wall ein Teil des Außenwalles der neuen Königsmoor Polder wird. Um den Tag perfekt abzurunden, fuhren wir auf eine wunderbar gepflegte Feuchtwiesenfläche, wo ein perfektes Zusammenspiel aus angestauten Gräben, guter Beweidung und gutem Stau-Management für 1A-Flächen für Kiebitze und Bekassinen sorgt. Es wimmelte dort nur so von den beiden Vogelarten, aber auch viele Gänse und Reiher erfreuten sich. Zurück an der Stiftung schnappte ich mir den Torfbohrer, Moorpegel und einen Spaten und fuhr noch einmal ins Dosenmoor. Hier war ein Pegel zu Beginn unserer Zeit bei der Stiftung gebrochen und musste ersetzt werden. Ich probierte den unteren Rest des Rohres zu bergen, scheiterte aber leider an den hohen Wasserständen und musste so also ein kleines Loch neben dem alten Pegel bohren, um ihn einsetzen zu können. Das klappte gut bis ich in etwa einem Meter Tiefe auf eine verdichtete Lehm- oder Tonschicht gestoßen bin. Da war dann Schicht im Schacht mit Bohren. Nun ragt der gute Kollege ein ganz schönes Stück aus dem Boden, was aber bei den Wasserständen an der Stelle nicht so schlimm ist. Praktischerweise wusch ich die Geräte noch in der anliegenden Dosenbek, da war der Dreck schnell weg und ich auf dem Heimweg.

Am Donnerstag nahm ich mir mal frei und genoss das Wetter außerhalb der Stiftung.

Der Freitag wurde dann ganz entspannt mit der Pegelmessung im Hartshoper Moor abgeklappert. Hier herrschte eine Totenstille, die echt entspannte. Also richtete ich den Blick nach unten und schaute nach Torfmoosen. Die sind nämlich super: sie laufen nicht weg und sind dabei noch echt fotogen. Auch die Kontrolle eines Staudammes steht auf dem Plan für die Hartshoper Moor-Tour. Nachdem ich dann durch das Herumrobben auf dem nassen Steg etwas zu nass fürs Auto war, schauten Astrid und ich uns noch eine aus EU-Mitteln finanzierte Fläche an, die wirklich beste Bedingungen für die Bildung von Torfmoosen hat, aber wohl noch nicht allzu lange vernässt wird. Ich sitze dann jetzt noch ein bisschen im Büro und schreibe den Blog fertig. Gerade die Bild-Auswahl wird diese Woche besonders schwierig. Es sind einfach zu viele schöne Momente dabei gewesen.

Damit geht eine weitere total schöne Woche voller Außendient vorbei. Nächste Woche erzählt euch Astrid dann von ihrem zweiten und meinem ersten Seminar.

Ich hoffe, ihr habt ein fantastisches Wochenende und passt auf, wo ihr hintretet... Grüppen lauern überall.

 

Bis bald,

Euer Ole

42. Kalenderwoche (18. -22. Oktober 2021)

Guten Morgen ihr Lieben,

irgendwie bekomme ich für den Blog immer die „bürolastigeren“ Wochen ab. Da gibt es leider nicht immer so viel zu berichten, aber ich versuche das Beste daraus zu machen und hoffe, dass ich euch auch interessante Einblicke aus dem Büroalltag geben kann.

Mit der Suche nach spannenden Außenterminen kann man viele Stunden in den Kalendern der Kollegen zubringen, welche man dann anspricht oder anschreibt. So war es auch am Montag. Leider war ich da am Anfang des Tages wenig erfolgreich. Also widmete ich mich erstmal einem Ordner mit Pachtverträgen. Ein Kollege hatte mich letzte Woche angesprochen, dass wenn ich Lust und Zeit habe, ich mir immer mal einen Ordner mit Pachtverträgen vornehmen kann. Dort gucke ich dann die Verträge durch und überprüfe, ob diese noch aktuell sind. Manchmal findet man dort aber auch noch interessante andere Dinge, die dann aussortiert werden können.

Dann hatten wir noch unsere letzte Besprechung vor dem Dosenmoor-Geburtstag am Sonntag, bei der wir zum Beispiel unsere Packliste besprochen haben.

Um den Tag abzurunden, war ich dann doch noch erfolgreich bei den Außenterminen und habe etwas für den Mittwoch gefunden.

Am Dienstag habe ich mir mal die Kiste mit den Sachen zum Pegelmessen vorgenommen und etwas sortiert und vom Dreck befreit. Außerdem bin ich dann einmal die Bestände der Flyer in der Garage durchgegangen, um zu schauen, ob wir von allem noch genug da haben. Vor der Mittagspause habe ich dann noch einer Redaktionssitzung von der Medien- und Kommunikationsabteilung beigewohnt, in der es darum ging, was für Veranstaltungen und Social Media-Beiträge in nächster Zeit anstehen. Anschließend ging es mit ein paar Ordnern mit Pachtverträgen weiter.

Nach viel getaner Büroarbeit bin ich am Mittwoch mit Aiko und Gideon zu einer Mahd gefahren. Die Fläche dort weist viele besondere Arten, wie zum Beispiel verschiedene Orchideen, auf. Hinzu kommt, dass die Orchideenwiese recht feucht ist. Daher wird die Mahd möglichst schonend mit einem Prielmeier (siehe Foto) durchgeführt. Ein beeindruckendes Gerät, was wohl auch gerne auf steilen Berghängen zum Einsatz kommt. Anschließend wird das Mahdgut mit dem Schwader zu Schwaden, also so Reihen, zusammengefasst. Am nächsten Tag geht dann darüber eine Pressraupe, die aus dem Mahdgut dann Ballen formt.

Dabei war auch ein Mitglied des Vereins Unabhängiges Kuratorium Landschaft Schleswig-Holstein. Er konnte Gideon und mir nochmal besonders viel zu der Geschichte der Fläche erzählen, was besonders interessant war. Zu mal er dann von früher erzählte, wo er noch mitgeholfen hatte per Hand zum Beispiel Erlen und Weiden von der Fläche zu entfernen. So war früher doch alles sehr viel beschwerlicher und sie haben auch mit der Sense und dem Freischneider die Fläche gemäht. Anschließend musste die Mahd dann natürlich auch noch auf Planen von der Wiese getragen werden. Welch Glück, dass es heute die moderne Technik gibt und wir morgen nicht noch die Mahd aufwendig zusammenrechen und abtransportieren müssen.

Der Donnerstag begann sehr regnerisch und ich war ganz froh, den Tag im trockenen und warmen Büro verbringen zu können. Die meiste Zeit am Vormittag habe ich mit Emails lesen/schreiben und beantworten verbracht. Eigentlich wollten wir auch einmal mit der neuen Mitarbeiterin Paulina in der Medien- und Kommunikationsabteilung alles Standequipment aufbauen und dabei sollten wir auch noch gezeigt bekommen, wie man die neue Messewand aufbaut. Dieser Termin fiel aber  leider wortwörtlich  ins Wasser. Ansonsten habe ich wie immer mal noch einen Ordner mit Pachtverträgen durchsortiert. Dann kam etwas Verwirrung an dem Tag auf, als Ole und ich beide feststellten, dass wir eine Anmeldebestätigung für den 25. Naturschutztag in Schleswig-Holstein per Mail bekommen hatten. Dabei hatten wir uns beide nicht aktiv über die Stiftung angemeldet und nach einer Suche konnte auch keine Anmeldung von uns beiden bei einer Kollegin gefunden werden. Inzwischen hat sich das gelöst und sich herausgestellt, dass wir in zwei Wochen beim Seminar zum Naturschutztag fahren.

Am Sonntag war dann schließlich die 40. Geburtstagsfeier vom Dosenmoor. Bei schönstem Sonnenschein kamen zum Glück einige Spaziergänger und Wanderer vorbei, manche von ihnen hatten sogar davon in der Zeitung gelesen. Wir hatten zuvor ein paar Buchstaben links und rechts des Weges aufgehängt, sodass die Besucher die Augen offen halten sollten, um das Lösungswort zu finden. Daran hatten vor allem die Kinder Spaß. Das Wort lautete Torfmosaikjungfer, was eine Libellenart ist, die auch im Dosenmoor vorkommt. Leider war das Wort wohl doch etwas schwierig gewählt, sodass kaum jemand das Wort komplett hatte, aber manche waren schon echt dicht dran. Ansonsten hatten wir noch mehrere Stände aufgebaut. Merle und ich haben vorne den Empfang der Besucher gemacht und hatten dazu noch ein kleines CO2-Quiz. Hinten am Bohlenweg hatten wir dann noch einen Stand zu Torfmoosen, der NABU hatte einen Stand zu geschichtlichen Hintergründen des Dosenmoors und Ole hatte einen Stand zu den Tieren im Moor. Dazu hatte er ein kleines Quiz vorbereitet, wo man die Tiernamen den Bildern der Tiere zuordnen muss. Alles in allem war der Tag sehr gelungen und wir konnten bei einigen Spaziergängern Interesse wecken. So ergaben sich nette Gespräche mit interessierten Leuten.

Bis zum nächsten Mal,

Astrid

41. Kalenderwoche (11. - 15. Oktober 2021)

Ein Hallöchen in die Runde,

Nach dem Urlaub wollte man direkt wieder ordentlich in den Naturschutz einsteigen und was ist da bitte besser,  als eine 6-Tage-Woche voller Standdienst, Moor, Torf und Beweidung? :D

Also beginnen wir mit Sonntag. Da standen Anna und ich - vor allen Wetterlagen geschützt - auf dem verkaufsoffenen Sonntag bei IKEA. Dafür hatte ich vor 2 Wochen schon einige Kilo leckerste „Elster“  Äpfel organsiert, die wir dann am Stand verteilen konnten. Nach einer eigenen Testproben meinerseits (sie waren wirklich lecker)  konnte es dann losgehen. Es war tatsächlich dann doch eher ein mäßig besuchter verkaufsoffener Sonntag (zumindest für IKEA Verhältnisse). Dennoch hatten wir einige sehr nette Gespräche und konnten einige Äpfel verteilen. Am Ende hatten wir doch noch ein paar Äpfel übrig, die dann am Montag sehr flott in der Stiftung verteilt wurden.

Am Montag probierte ich so gut wie möglich durch die ganzen E-Mails zu verstehen, was ich in der letzten Woche verpasst hatte. Dann noch flott das Standequipment wieder an seinen rechtmäßigen Platz bringen. Schnell ins Büro geflitzt und da ging dann das große Geplane los. Das Wetter sollte sich nochmal von seiner richtig schönen Seite zeigen, also am Besten nochmal ganz viel draußen sein. Nebenbei plante ich noch meine Automatikfahrstunde, denn ich hatte in meinem Urlaub mein Führerschein (nach langem Warten) bestanden. Außerdem erfuhr ich im Jour Fixe, dass es doch nochmal ein paar Bewerbung für den Job als Werkstudent*in im Bereich Grafikdesign gab. Wenn ihr euch noch erinnern könnt, habe ich dafür vor einigen Wochen ein paar Cafés angesteuert und ein bisschen Werbung für die Stelle verteilt. Ich bin sehr gespannt, ob einige von Ihnen durch die verteilten Zettel auf die Stiftung aufmerksam geworden sind.

Der Dienstag war mal wieder Pegelmesstag im Königsmoor. Das dritte Mal geht es jetzt in das große Moor mit riesigen Poldern. Durch mehrere Schauer auf dem Weg zum Moor erwartete ich eigentlich einen echt tierisch ruhigen Tag, aber ich sollte schnell vom Gegenteil überzeugt werden. Was dagegen nicht so ruhig war, war das Lichtlot in meiner Regenjackentasche, denn es piepste nach einer halben Stunde wie verrückt los. Meine Jackentaschen waren scheinbar doch nicht so wasserdicht wie ich dachte. Das sollte einen aber natürlich nicht davon abhalten, auf den vielen Pfaden die Pegel anzusteuern. In den hohen Binsen erkennt man selbst einen Monat nach der letzten Messung die eigenen Spuren wieder. Das behaupte ich zumindest immer, bis man dann doch in einem ehemaligen Wildschweinschlafplatz landet, da sie fast exakt gleichaussehende  Pfade hinterlassen.    

Auf etwa der Hälfte der Königsmoor-Runde hatte mich im letzten Monat ein Fasan höllisch erschreckt. Diesen Monat war ich deshalb stets auf der Hut, um ihn das nächste Mal zu erschrecken. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass er mich 500 Meter von seinem letzten Streich mit seiner Frau auf die Lauer legte und es mir gleich doppelt heimzahlt. Der kurze Schreck wurde mit etwas Lachen und Geschimpfe schnell verdaut und aus dem Nichts kam dann ein riesiger Schwarm bestehend aus Grau- und Kanadagänse über unsere Köpfe geflogen. Aus mehreren Richtungen vereinten sich kleinere Schwärme zu einem Großen. Als wäre das noch nicht faszinierend genug gewesen, bremsten sie und landeten nicht unweit von den ersten Pegeln des Tages. Ein wirklich schönes Spektakel, das ich perfekt durch mein Fernglas beobachten konnte. Danach machte ich mich auch noch auf die Suche nach einem „unerreichbaren“ oder auch „verschollenen“ Pegel, der aufgrund der Wiedervernässung innerhalb des Polders nicht mehr messbar war. Über einen zugewachsenen Damm folgte ich wieder einer Wildschweinschneise und stand dann quasi 20 Meter vor dem ehemaligen Pegel. Nur der Schwingrasen (über freiem Wasser schwimmende Gras-/Moosfläche auf der man definitiv nicht stehen kann) von einem Stückchen FÖJ Geschichte. Es sollte aber weiterhin interessant bleiben. Denn innerhalb des letzten  Monats kamen neue Polder hinzu. Ich persönlich bin immer völlig überwältigt, wenn ich einen neuangelegten Polder sehe. Sich vorzustellen, dass es an anderen Stellen des Königsmoores auch mal so ausgesehen hat, ist selbst mit Blick auf den Rohzustand einfach unvorstellbar. Ich zu mindestens machte also noch eine kleine Tour auf dem Damm des neuen Polders und setzte die ersten menschlichen Fußspuren in den Matsch. Ich kann euch sagen… Es waren viele kleine und matschige Schritte für mich, aber ein riesiger Schritt für das Königsmoor.

Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass ich so schnell wieder in den Genuss des Königsmoores komme, ABER ich hatte nach der Pegelmesstour gerade noch Jutta erwischt und sie gefragt, ob ich sie auf die Baustelle eines weiteren Polders begleiten kann. Nach dem Packen des Autos ging es dann morgens flott los in Richtung des Moores und ehe ich mich versah, standen wir beide zwischen 4 Baggern, die gerade alle Arbeitsschritte des Polders- und Dammbaues zeigten. Eine wirklich einmalige Gelegenheit alles vom Anschaffen der Dammmasse, zu Einziehen der Rückhaltefolien bis hin zum Freischneiden der Birken. Ich kam ehrlich gesagt nicht aus dem Staunen heraus und war hin und weg begeistert. Jutta erzählte mir noch total viel von der Planung und als noch eher Außenstehender muss ich sagen, dass man die Menge an Konzepten und Ideen völlig unterschätzt wird, die in so eine Planung fließen. Wir schauten uns auch die Dämme an, die die ehemaligen Gräben dann zum Stauen bringen, wie dick sie sein müssen und wie man das Wasser später durch das Moor leitet. Ein wirklich einmaliges super spannendes und wirklich schönes Erlebnis. Ganz spontan ging es nach diesem Termin dann noch ins Tielener Moor, wo wir 3 Moorpegel maßen, um noch den tiefsten Wert dieses Jahres zu erwischen (Diese Pegel werden nur 2 Mal im Jahr gemessen. Ein Mal am tiefsten und am höchsten Wasserstand). Hier bot sich eine völlig andere Moorlandschaft auf, die auch super interessant war, aber wohl in diesem sehr langen Blog keinen Platz mehr findet . Danach ging es noch auf eine weitere Fläche, über die ich leider erstmal meine Finger versiegelt halten muss, aber sobald ich euch mehr erzählen kann, tue ich das natürlich ;)

Donnerstag klingelte mich mein Wecker um kurz vor 6 aus dem Bett, denn der Naturschutz schläft nie und wer mit Heike raus will, ist am Besten pünktlich. Es ging als erstes für eine Planungsabsprache auf eine Fläche in Wasbuck, die ihr vielleicht noch kennt. Die damals noch „kahle“ Fläche wurde seitdem eingesät und es kämpfen sich die ersten Kräuter und Gräser des Regio-Saatgutes durch die Erddecke (s.Bild 6 und Blog KW.34). Im Anschluss ging es dann zu einer Flächenbegehung nach Curau. Dort trafen wir uns mit Mitarbeiter*innen des LLURs und schauten uns die Flächen an. Dabei kam ich mit einem ehemaligen ÖBFD‘ler ins Gespräch und er erzählte ordentlich was aus seiner Zeit als Freiwilliger. Dabei sorgte seine 1,5 Jahre alte Jagdhündin für eine Menge Unterhaltung. Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Stopp bei Heikes Bäckerei des Vertrauens, die echt verdammt guten Kaffee machen, guckten uns weitere Flächen an und ich lernte so einiges über Beweidung und Beweidungsarten. Ein echt spannendes Thema, dass eigentlich auch viel zu kurz kommt.

Die lange Woche und dieser echt lange Blog neigten sich gegen Freitag dem Ende zu. Es ging zum entspannten Abschluss ins Große Moor bei Dätgen zum Pegel messen. Hier hatte sich durch die Regenfälle auch ordentlich was getan. Viele kleinere Pfützen sind stark gewachsen und es gab überall Torf in verschiedensten Stadien zu beobachten. Ich bog also immer links und rechts ab und guckte mir diese neuerschlossenen  Torfansiedlungen an. Wirklich faszinierend in einer Woche Torf in so verschiedenen Ausführungen zu sehen. Meine kleine Halbinsel, von der ich sonst immer wunderbar Vögel beobachten konnte, ist leider auch durch eine Überschwemmung nicht mehr erreichbar. Die Gänse freute das, denn nicht nur Meine, sondern auch viele andere Halbinseln wurden so zu Inseln und damit ein idealer gefahrenloser Rastplatz für Gänse, die tiefenentspannt ihre Hälse im Fiederkleid versteckten und sich nicht durch unsere Tour aus der Ruhe bringen ließen. Zum Ende hin reiste dann erneut eine Bunte Blattwanze auf mir (diesmal auf dem Bauch) „per Anhalter durch das Stiftungsland (Großes Moor – Edition)“ und flog nach unserem letzten Pegel des Tages wie wir in den wohlverdienten Feierabend.

Eigentlich hätte jeder Tag sein eigener Blog sein können und ich sitze hier am Montag und kürze immer noch vorne und hinten spannende Geschichten. Ich möchte euch auch wirklich nichts vorenthalten, da ich weiß, dass man sich langsam mal für ein FÖJ umschaut und bestimmt diesem Blog nicht fernbleibt.

 

Ich hoffe ich habe euch diese Woche gut unterhalten und ihr schaut die nächsten Wochen wieder rein. ;)

 

Macht es nicht gut …. macht es besser(!) und bis in zwei Wochen.

Euer Ole

40. Kalenderwoche (04. -08. Oktober 2021)

Hallöchen miteinander,

ich freue mich, dass es mal wieder einen Blog-Eintrag von mir gibt. Diese Woche ist Ole im Urlaub und ich halte alleine die Stellung in der Stiftung.

Diese Woche war ich viel im Büro, deshalb dachte ich mir, teile ich mal den Ausblick ins Grüne durch die vielen Fenster. Den Montag und Dienstag habe ich mit vielen kleinen Aufgaben verbracht, wie zum Beispiel mit einer Recherche für einen neuen Händetrockner für die Stiftung, Autotaschen kontrollieren, Termine zum Pegelmessen im November planen und und und …

Ein bisschen ging es am Montag aber doch raus: Ich bin mit den beiden Azubis Sophia und Merle ins Dosenmoor gefahren, um die kommende Veranstaltung anlässlich des 40. Geburtstags des Dosenmoors weiter aus zu planen. Wir haben den Weg ausgekundschaftet und wissen jetzt wo die Stände stehen werden. Später am Tag habe ich den beiden noch weiter geholfen mit der Herbstdeko. Dazu haben wir mit Schablonen ganz viele Blätter aufgezeichnet und diese ausgeschnitten. Das Ganze hat ein bisschen ans Basteln in der Grundschule oder im Kindergarten erinnert, war aber sehr entspannend und hat Spaß gemacht.

Am Dienstag ging es dann auch nochmal weiter mit der Planung zu der Veranstaltung im Dosenmoor. Merle und ich haben Ideen gesammelt und nochmal viel recherchiert, unser Thema am Stand sind nämlich die Torfmoose. Wusstet ihr schon, dass Torfmoose gleichzeitig tot und lebendig sind? Dies und viel mehr kann man dann bei unseren Ständen erfahren.

Mittwoch ging es dann zum Glück raus ins Reppelmoor. Und zwar gibt es dort eine Stelle, wo leider Gartenabfälle abgeladen wurden. In Folge dessen hatte es sich dort schon der Japanische Staudenknöterich bequem gemacht und fing an sich auszubreiten. Dagegen gingen wir auf unserem ersten FÖJ-Seminar vom Koppelsberg mit unser geballten Kraft und Motivation an und entfernten den gesamten Knöterich. Diese Stelle werden Ole und ich jetzt regelmäßig kontrollieren, um neue Sprösslinge direkt wieder zu entfernen. Gesagt getan, also entfernte ich den Knöterich so gut es ging und konnte dabei auch nochmal zwei größere Wurzelstücke ausgraben. Dabei genoss ich noch den wunderschönen Anblick des Moores, in dem keine Menschenseele zu sehen ist und das eine unendliche Ruhe ausstrahlt: Man hört nur den Wind, ab und zu mal eine Kuh von den umliegenden Weide  und ein paar Vögel. Anschließend ging es noch zur ABK in Kiel, wo wir wohl langsam Stammkunden werden, um den Japanischen Knöterich im Gegensatz zu den Gartenbesitzern, direkt richtig zu entsorgen.

Den Donnerstag verbrachte ich wieder im Büro und habe viele Texte verfasst. So habe ich einen zuvor von mir geschriebenen Entwurf für einen Instagram-Beitrag nochmal überarbeitet. Außerdem habe ich angefangen, diesen Blog-Eintrag zu verfassen. Nach einer Besprechung für die morgige Pflanz- und Zaunbauaktion haben wir sogleich dafür noch das Auto beladen.

Am Freitag ging es dann sehr früh, um 6:45 Uhr, los nach Kasseedorf für mehrere Auspflanzungen. Netterweise hat mich der Kollege von zu Hause abgeholt, damit ich mir den Weg zur Stiftung sparen kann und etwas länger schlafen kann. Die Belohnung für das frühe Aufstehen war dann der wunderschöne Morgennebel mit dem Sonnenaufgang, da lohnt sich das Ganze wirklich. Auf der Fläche in Schönwalde-Rabensberg, wo wir zuvor auch schon mitgeholfen hatten, auszusähen, wurden nun auch noch Sumpfdotterblumen und Kuckuckslichtnelken an die Ränder der Teiche gepflanzt. Ich habe einer Kollegin dabei geholfen die kleinen Pflänzchen mit dem GPS-Gerät zu vermessen. Später kann man damit dann den Pflanzort genau wiederfinden und kann überprüfen, ob die Pflanzen überlebt haben und sich vielleicht sogar vermehrt haben. Danach fuhren wir noch auf eine Weide bei Kasseedorf, wo nochmal mehrere Pflanzen ausgepflanzt wurden. Diese haben wir dann auch noch vermessen und es wurde noch aufgrund der Beweidung dort ein Elektrozaun zum Schutz der Pflanzen errichtet.

So ging die Woche dann nochmal mit einem schönen Außeneinsatz zu Ende und ich kann euch nur empfehlen, steht mal bei schönem Wetter früh auf und genießt den Sonnenaufgang in der Natur.

Das war es dann auch schon wieder von mir. Bis bald,

Eure Astrid

39. Kalenderwoche (27. September - 1. Oktober 2021)

Halli-Hallo miteinander,

 

Was, Ole? Du schon wieder? Jaha, ich bin nächste Woche im Urlaub und übernehme diese Woche nochmal den Blog. Nächste Woche hört ihr also wieder von Astrid.

Aber kommen wir zu dieser Woche, denn wir bekamen das erste Mal einen Praktikanten „Janne“ zur Seite gestellt, der uns bei unseren Aufgaben helfen durfte.

Da ging es am Montag auch direkt actiongeladen los. Wir durften im Keller ein Regal ausräumen und aussortieren, die nun freistehenden Objekte wegsortieren und neue Gegenstände z.B. Zaunpfähle wieder in das Regal einräumen. Unnötige Überbleibsel wanderten aus dem Keller in die Garage und bereiteten sich vor, am Dienstag auf dem Wertstoffhof zu landen. Als wir eh schon in der Garage waren, kontrollierten wir noch einige Flyer auf veraltete Stiftungslogos. Da am Montag nie Langweile aufkommt, ging es direkt weiter zu einer Besprechung mit uns und den Auszubildenden, um an einem Event für das Dosenmoor zu planen, aber davon hört in der Zukunft noch mehr. ;)

Am Dienstag ging es mit voller Fahrt Richtung Kaltenhofer Moor. Dort hatte ein Pegel bei den letzten zwei Messungen kein hohes Piepsen, sondern eher ein krächzendes Keuchen von sich gegeben. Unsere Vermutung war es, dass sich Schlamm durch den Damenstrumpf gearbeitet hatte (der Damenstrumpf ist nämlich ein Filtermedium gegen den Schlamm der Moore) und ein neuer Strumpf die Beschwerden des Pegels lindern könnte. Sicherheitshalber nahmen wir noch einen Ersatzpegel mit. Man weiß ja nie, was man für pegelbrechende Entdeckungen macht, wenn man die 2 Meter Röhre aus dem Erdreich zieht. Am Ende brauchte er wirklich nur einen  neuen Stumpf, was uns Zeit gab, bei dem nebligen Ambiente noch ein paar Bilder für den Instagram Kanal der Stiftung zu machen. Auf dem Rückweg bauten wir noch eine Brücke aus Totholz über einen Graben, damit wir auch im Winter über die Gummistiefel verschlingenden Gräben zu einem Pegel gelangen können. Im Anschluss düsten wir nach Hessenstein und kontrollierten den Wildes SH-Campingplatz. Was wäre eine Fahrt zum Kaltenhofer Moor ohne danach nicht auch nochmal nach Schmoel zu fahren, um dort die zwei Messpegellatten abzulesen? Um diese Frage nicht offen zu lassen, taten wir exakt das und verbrachten den Rest des Tages mit kleineren Aufgaben.

Mittwoch war es dann soweit. Wird unsere Neubesockung dem Lichtlot das Quietschen leichter machen? Dafür fuhren wir erneut ins Kaltenhofer Moor. Über Nacht hatte sich hoffentlich genug Wasser im Pegel gesammelt, damit wir einen klaren Messwert bekamen und tatsächlich kam ein perfektes Signal auf einer realistischen Höhe dabei heraus. Überglücklich erledigten wir die restlichen Pegel und fuhren im Anschluss noch den angesammelten Müll unserer Aufräum-Aktion zum Wertstoffhof.

Für den Donnerstag hatte ich mich an Gideon gehängt und wir fuhren zusammen in Richtung des Prinzenmoors, um mehre Hektar Stiftungsland auf Knierohre und deren Zustand zu kontrollieren. Mit teilweise variablen Wind und Regen konnten wir uns eigentlich nicht beschweren, da wir eigentlich immer im Auto saßen, als es anfing zu schütten und dann draußen wenig bis gar nichts abbekamen. Das ging einer Bunten Blattwanze genauso. Sie hatte sich zu uns ins Auto geschlichen und fuhr auf meiner Hand „per Anhalter durchs Stiftungsland“. Auf den Flächen flogen uns die Bekassinen Wort wörtlich um die Ohren. Sie rasten zurzeit eigentlich nur hier und freuten sich offenbar riesig über die nassen und übersichtlichen Weideflächen der Stiftung. Wie gerne ich euch ab und an mal ein paar Vogelbilder liefern würde, aber für die Handykamera sind die kleinen Racker zu schnell und zu wendig. Was wiederum nicht so schnell und wenig war, war unser Dienstagwagen, nachdem wir uns auf dem Rückweg einer ganz schönen Rutschpartie auf dem Hinweg fest fuhren. Gideon und ich fanden es beide eher lustig und begonnen ganz nach der „habe ich schon mal in einer Serie gesehen“- Methode Totholz und Rinde unter die Vorderreifen zu schieben. Während Gideon aufs Gas langte schob ich was das Zeug hielt das Auto aus dem ersten Schlammloch direkt ins Nächste. Wieder galt „selbe Methode, selbes Ergebnis“. Wir fuhren uns also ein finales und drittes Mal fest. Jetzt weiß ich auf jeden Fall für die Zukunft wie das geht und kann sagen, dass das Fernsehen nicht lügt, wenn diese Methode gezeigt wird. Danach gab es auf der nächsten aktiv beweideten Weide eine weitere große Aufheiterung. Die Herde, der erst die Kuh-rage fehlte sich uns zu nähern, schickte den entfernten Kuh-sin des Actionfilm-Hauptdarstellers „Zambo“ vor, um mit seiner seltsam nach Kuh aussehenden Begleitung „Ziege“ zu überprüfen, ob wir hier nicht leckeres Gras klauen würden. Mit einem neugierigen  Abstand  wurden wir über die ganze Fläche verfolgt und bei unserm Abschied be-muh-ten sie sich, so viel Krach wie möglich zu machen. Da fiel es einem fast schwer, ihnen Tschüss zu sagen. Auf dem Rückweg zur Stiftung hielten wir in Idstedt, um einen Knickzaun zu reparieren. Hier stellte sich Gideon meilenweit besser im Einschlagen der Krampen an als ich und wurde somit von mir zum Krampen-König ernannt.

Heute, also am Freitag, bin ich erst später in der Stiftung gewesen, kümmere mich jetzt noch um den Blog und einen Instagram-Beitrag, organisiere 250 Äpfel für unseren Stand am verkaufsoffenen Sonntag (10.10) bei Ikea, wo ich auch anwesend sein werde und verkrümele mich dann ins Wochenende.

Macht euch ein schönes Wochenende und weht mir bei dem Wetter wirklich nicht weg.

 

Bis in zwei Wochen!

Euer Ole

38. Kalenderwoche (20. -24. September 2021)

Huhu miteinander,

Diese Woche hat der Herbst gemacht, was er will.

Aber kommen wir erst mal zum Montag. Da diese Woche auch ein größeres Projekt anstand, planten wir sehr viel, erledigten kleinere liegengebliebene Aufgaben der letzten Woche und brachten das eingesammelte Schmalblättrige Greiskraut der letzten Woche zum Abfallhof. Damit war der Montag eigentlich auch schon viel zu schnell vorbei.

Am Dienstag ging es dann los. Eigentlich wollten wir ins Dosenmoor. Wir wurden auf dem Weg zum Beginn der Tour direkt Zeuge vom angesagten Unwetter und entschieden uns sehr spontan und mit Blick auf das gute morgige Wetter, die längste unserer Touren auf den nächsten Tag zu verschieben. Dafür ging es in das mehr Schutz bietende und schneller durchlaufene Hartshoper Moor. Hier hat sich im letzten Monat so einiges getan. Denn die Moorlilie zeigt auf einmal ihren vollen Früchtestand (s. Bild 1). Dieses eigentlich sehr grazile Gewächs wird auch sehr nett „Beinbrech“ genannt. Das verdankt dieses Pflänzchen ihren Wuchsstandorten (Magergrünland), welches sehr Calciumarm ist. Das sorgte früher bei Beweidungstieren für schwächere Knochen und damit für auffällig häufige Knochenbrüche. Im Hartshoper Moor wächst es auch in einer durch Heide-Bulten geprägten Landschaft, wo man sich, wenn man ganz unvorsichtig über die Heide turnt auch mal gut ein Knöchel verstauchen kann. Der Name passt also heutzutage noch ganz gut, obwohl  hier keine Weidetiere mehr unterwegs sind. Wir schafften es natürlich ohne Probleme zu den Pegeln.  Einen Zwischenfall gab es dennoch. Ich hatte in der letzten Woche eine Weile an dem Öffnungsmechanismus der Batterie Abdeckung unseres GPS herumgetüftelt und dachte eigentlich, dass es endlich leicht zu öffnen und verschließen sei. Als mich Astrid mitten in einem Polder fragte, wo ich das GPS hätte und ich nur die rechte Hand hob, musste ich mit erstaunen feststellen, dass die Batterie Abdeckung mit Karabinier noch an meiner Hand hing, der Rest des GPS aber weg war. Sehr erstaunt, machten wir uns im hüfthohen Gras sofort auf die Suche,  nach dem uns heiligen Wegweiser und man mag es uns nicht glauben, aber nach gerade mal 10 Minuten Suche fanden wir es wieder. Überglücklich und erleichtert machten wir uns auf den Rückweg zur Stiftung.

Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert, aber vor ein paar Wochen waren Astrid und ich unterwegs und hatten Wildes SH Zeltplätze kontrolliert. Unsere Ergebnisse durften wir am Mittwoch vorstellen. Wir besprachen mögliche Maßnahmen, neue Intervalle in den manche  häufiger besuchte Zeltplätze kontrolliert werden sollten und vieles mehr. Im Anschluss ging es bei aller schönsten Wetter zum Pegelmessen ins Dosenmoor. Wir waren beide glücklich, dass wir den Termin verschoben hatten, so konnten wir die 7 Stunden Sonne des Tages vollständig ausnutzen. Genau so taten es auch die Tiere. Wir sahen viele Kreuzottern, Blindschleichen und eine unzählbare Menge an Waldeidechsen, die sich auf unseren Wegen durch das Moor sonnten. Wir bekamen auch die Schafsherde zum ersten Mal zu Gesicht. Sie entfernen Pfeifengras auf einer Fläche des Dosenmoors und verjüngten gleichzeitig mit ihren Zähnen die Heide (also so ganz ohne plastische Chirurgie). Nachdem die Schafe sich ordentlich die Bäuche vollgefressen und wiedergekäut haben, werden sie auf eine Grünfläche außerhalb des Moores getrieben, um dort die Nährstoffe wieder abzuführen. So erhalten die Schafe den Magerrasen, den die Besen-, Glocken-, und Rosmarinheide so lieben.

Am Donnerstag ging es zusammen mit Michael Ott und der Auszubildenden Merle nach Rabensberg bei Schönwald. Dort hieß es fleißig Saat auf einer bereits bearbeiteten Fläche verteilen. Wir schnappten uns die Saatschüsseln und mischten die perfekte Aussaat aus Holzfasern und hochwertigem Saatgut. Mit  zwei Meter Abstand zu einander bedeckten wir die tonhaltige Erde mit Saat. Neben den Saatschüsseln kam auch eine Saatgeige zum Einsatz, die auch mir in die Hände fiel. Damit ging das Aussäen wesentlich schneller, da man im 4 Meter Radius alles um sich herum eindecken konnte. Da der eigentlich angesagte Starkregen noch auf sich warten ließ, fuhren wir nach getaner Arbeit auf ein paar weitere Flächen, um Klappertopf auszusäen. Eine Fläche war beweidet und die Herde fand schnell gefallen an den Saatschalen, die wohl nach gefundenem Fressen aussahen. So nahmen sie recht schnell die Verfolgung auf. Von einer richtigen Verfolgungsjagd kann man auch nicht sprechen, immerhin nahmen sie sich die Zeit sich dabei zu entleeren, wodurch ich die Zeit hatte, ein paar Familienfotos mit ihren Kälbern zu schießen. Auf dem Rückweg lud uns Michael noch auf Käffchen und Kuchen ein und wer kann zu sowas schon nein sagen. Alles in Allem also eine 1A Aussaataktion. Hoffentlich kann man nächstes Jahr sehen, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben :D

Heute am Freitag habe ich mich direkt auf den Blog gestürzt und gehe gleich noch ein paar Dinge für einen Kollegen zusammen suchen, ein paar Exel Tabellen überarbeiten und dann ein wenig früher ins Wochenende.

Macht euch ein schönes Herbstwochenende und genießt das vorm Kamin hocken.

Bis bald!

 

Euer Ole

37. Kalenderwoche (13. - 17. September 2021)

Moin und willkommen zu einem neuen Blog-Eintrag,

 

diese Woche war für mich ziemlich kurz, da ich bis Dienstag frei genommen hatte und sie daher erst am Mittwoch für mich begann.

Gut ausgeruht und motiviert startete ich dann sogleich mit Ole zu einer Moortour ins Große Moor, wo wir mal wieder die Wasserstände maßen. Da wir für das GPS-Gerät ausversehen nur leere Batterien eingesteckt hatten und es nur noch einen kleinen Rest an Ladung hatte, strengten wir unser Gedächtnis an und benutzen die Karte und fanden so eigentlich auch fast alle Pegel. Und juhu, dieses mal blieben meine Füße trocken! Dafür wurden wir ab der Hälfte der Tour ziemlich nass von oben, aber wir waren ja gut ausgerüstet mit Regenhose und Regenjacke und trockene Gummistiefel sind auch sehr angenehm. Bei unseren Wanderungen im Moor gehen wir auch immer etwas auf Entdeckungstour und so fanden wir zum Beispiel ein leeres Vogelei, welches vermutlich von einer Kanadagans stammt und beobachteten einen kleinen Moorfrosch. Findet ihr ihn auch auf dem Bild? Leider finden wir auch ab und zu etwas Müll auf unseren Exkursionen, den wir dann auch immer gleich einsammeln und mitnehmen. So auch diesmal: Ole fand ein großes Metallstück zwischen den Gewässern dort, was aber leider viel zu schwer war, um es mit zum Auto zu schleppen.

Am Dienstag füllten wir dann gleich noch viel mehr Müllsäcke, diesmal jedoch mit Schmalblättrigem Kreuzkraut. Da es sich dabei um einen invasiven Neophyten handelt, sollten wir ihn von einer Fläche im Glasmoor entfernen. Das Ganze wird jedes Jahr im Spätsommer gemacht, bevor die Pflanzen ihre Samen verteilen, damit ihre Ausbreitung eingedämmt wird. Wir zogen also den ganzen Tag fleißig das Schmalblättrige Kreuzkraut aus der Erde und füllten dabei viele Säcke, die wir am Ende im Auto verstauen mussten.

Heute am Freitag sind wir mal wieder im Büro und erledigen ein paar Kleinigkeiten, die sich so angesammelt haben. So habe ich mir vorhin nochmal einen Überblick von den Flyern in der Garage verschafft, während Ole eine kleine Reparatur an unserem GPS-Gerät durchführte. Mir ist nämlich leider eine kleine Öse abgegangen, die man braucht, um das Gerät zu öffnen und die Batterien auszutauschen. Ansonsten erklärte mir Karen nochmal die Robustindikatoren, weil bei Ole und mir doch noch ein paar Unklarheiten dazu bestanden. Wir sollen nämlich jeden Monat die Veranstaltungszahlen in eine Excel-Tabelle eintragen und dazu auch noch die Besucherzahlen. Jetzt veröffentliche ich noch diesen Blog und dann geht es auch schon bald ins Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Woche!

Bis bald,

Astrid

36. Kalenderwoche (6. -10. September 2021)

Moinsen miteinander,

 

Diese Woche kam ein seltsam schleichender Gedanke auf. Denn es ist ein voller Monat vergangen seitdem wir bei der Stiftung angefangen haben. Ganz seltsam, ich hätte schwören können es wären maximal zwei sehr sehr ereignisreiche Wochen gewesen, so schnell ist die Zeit verflogen. Aber zurück zur letzten Woche, denn sie war EXTRA aufregend.

Am Samstag und Sonntag (4-5.9) ging es für Astrid und mich auf die NORLA.  Unser erster Standdienst stand an. Ich persönlich hatte mich riesig gefreut, denn die nicht mehr vorhandene Menge an Tickets deutet darauf hin, dass es nicht langweilig werden sollte. So kam es auch. Ab 11 Uhr trudelten die ersten Besucher*innen ein und bis 18 Uhr hatten wir viele schöne Gespräche am Stand. Gerade das riesige Interesse an einem insektenfreundlichen Garten hat mich positiv überrascht. Viele freuten sich über Saattütchen, Thymianbleistifte (Bleistifte aus Zellulose, die man nach intensiver Verwendung  in die Erde pflanzen kann) , die Broschüre „mein summender Garten“ Bei den Kindern kam der Memory Tisch (an dem ich teilweise der unparteiische Schiedsrichter sein durfte  :D) super an. Ich fand meinen ersten Standdienst total klasse und freue mich darauf, dass hoffentlich dieses Jahr wieder mehr Veranstaltungen stattfinden können.

Zur Erholung startete ich dann auch erst am Dienstag in die Woche. Ganz entspannt ging es dann an die dänische Grenze nach Böxlund in eine Kiesgrube, denn die Integrierte Station der Geltinger Birk hatte Hilfe bei einer Freischneide-Aktion angefordert. Zu siebt, darunter auch FÖJ-lerinnen der Geltinger Birk (es war super auch mal FöJ-ler*innen außerhalb der eigenen Seminargruppe kennenzulernen :D), sollte es Adlerfarn an den Stängel gehen und zwar mit Freischneidern, einem Mulcher, Sensen und Mistgabeln. Der Farn hatte sich langsam aber sicher den Hang runtergearbeitet und drohte nun die ehemalige Kieskuhle zu übernehmen, da sie sich unterirdisch über Rhizome ausbreiten und auch gegenseitig versorgen. So konnten die Farne in günstiger Hanglange die Farne im Schatten auf dem anliegenden Plateau versorgen. Unsere Freischneide-Aktion sollte eine Schneise bilden, durch die dann eine 700 Köpfe große Schafsherde wandern konnte, um die Rhizome mit ihren Hufen ein für alle Mal zu unterbrechen. Nach einer kurzen Einweisung in die Kunst des Freischneiders ging es gut verteilt los den Hang von Adlerfarn und Brombeeren zu befreien, damit die Schafe freie Bahn haben. Abseits einer einschneidenden Erfahrung, warum man in der Prä-Mittags-Dösigkeit kein Adlerfarn „mal eben“ mit der Hand ohne Arbeitshandschuhe herauszieht (die Bilder erspare ich euch mal), lief es sehr gut. Trotz unserer Anstrengungen mussten wir uns geschlagen geben. Wir waren nach 6 Stunden doch noch nicht ganz fertig geworden.

Am Mittwoch verkürzte sich mein Arbeitsweg von 30 Minuten auf 30 Sekunden. Das Einführungsseminar (natürlich online)  mit allen FÖJ-ler*innen stand auf dem Plan. Durch viele kleinere Gruppenarbeiten sah man viele neue Gesichter und traf natürlich auch die Truppe der Geltinger Birk wieder. Da ich von diesem Tag keine wunderschönen idyllischen Bilder aus dem Stiftungsland habe, gibt es ein Bild von meinem kleinen „Kalos“ aus meinem eigenen Stückchen Natur zu Hause.

Donnerstag ging es zum Pegelmessen ins Kaltenhofer Moor. Auf dem Weg dahin hieß es immer wieder im Radio nur „der letzte Tag des Sommer“ und wie Recht sie hatten. Morgens hatte sich Tau auf den Blättern und in den Spinnenweben gesammelt. Das war sowohl sehr schön als auch hilfreich, denn alle Monate, die mit S beginnen, sind Hochsaison für Spinnen. So konnten wir uns das nicht schreckliche, aber auch nicht schöne Gefühl der Spinnenweben im Gesicht und den Spinnen eine spontane Enteignung der Behausung ersparen. Die Pegel fanden wir bis auf zwei ohne Hilfe vom Navi wieder. Wie schnell man sich sowas doch merken kann. Am September ist auch klasse, dass das Springkraut reif wird. Man kann also immer mal wieder am Wegrand anhalten und die Saat durch die Gegend schießen lassen. Im Anschluss ging es dann nach Hessenstein zur Zeltplatzkontrolle und nach Schmoel, wo sich Astrid wohl das letzte Mal dieses Jahr in die Ostsee traute, während ich mit meiner noch etwas angeschlagenen Hand lieber draußen wartete und Kormoranen beim Nahrungsstreit zuschaute.

Was soll ich sagen? Auf den letzten Tag des Sommers folgt der erste Tag des Herbsts und es ging ab ins Königsmoor, um auch hier die Pegelstände zu messen. Auf dem Weg zeigte sich der Herbst mit einem sehr starken Regen Auftakt. Nachdem wir aber den ersten Fuß ins Königsmoor gesetzt hatten, verschwand jegliche Regenwolke und zeigte sich auch nicht wieder. Das gesamte Moor war still. Offensichtlich hatten die Tiere auch bei dem bedeckten Wetter eher Lust auf entspanntes Dösen. Von kreisenden Mäusebussarden und aufgeschreckten Rehen begleitet ging es von Pegel zu Pegel. Wir hatten an alles gedacht bis auf Wechselbatterien für das GPS, also haben wir Karten gelesen und mit meinem Fernglas nach den pinken Bändchen, die die Pegel markieren, Ausschau gehalten. Dabei trat ich fast auf einen Fasan, der sich erst nachdem ich fast mit meinem Fuß berührt hatte, spontan entschied doch Reißaus zu nehmen. In diesem Fall hatten wir uns beide gleichermaßen vor einander erschrocken. Mit dem letzten bisschen Saft, den wir der letzten Batterieleiste entlocken konnten, schafften wir es, alle Pegel zu finden. Durch die aktuellen Wiedervenässungsmaßnahmen für mehr Moor im Königsmoor waren zwei Pegel auch wesentlich leichter zu finden. (s. Bild 8). Auf dem Weg zum letzten Pegel begann es, noch ein erstes und letztes Mal zu regnen. Leider wurden am letzten Pegel nicht nur unsere Haare, sondern auch Astrids Füße nass. Beim Sprung über einen ehemaligen Feldgraben schaffte sie es nicht ganz und landete sogar mit beiden Beinen im feuchten Nass. Ein Glück hatte sie noch Wechselsachen dabei, ansonsten wäre es eine echt unschöne Heimfahrt geworden.

Aber damit zieht auch die erste Herbstwoche ins Land. Ich hoffe ihr habt einen netten Start in den Herbst!

Weht nicht weg und bis bald!

Euer Ole

34. Kalenderwoche (23. - 27. August 2021)

Moin Moin zusammen,

diese Woche haben Astrid und ich das Beste aus dem verbleibenden Rest-Sommer-Wetter gemacht und waren sehr viel draußen unterwegs.

Um den Montag ganz entspannt einzuleiten, fuhren wir mit Gideon (dem Studiumspraktikanten mit einer Unmenge an botanischem Wissen) zusammen nach Buschau, um dort Tubex abzubauen. Falls du nicht weißt, was eine Tubex ist. Es ist eine Plastikröhre, die um Setzlinge gebunden wird, um sie vor den Mäulern und Zähnen von z.B. Rehen oder anderen hungrigen Mägen zu beschützen. Wir sollten sie dennoch auf einer Kuhweide abbauen, denn neben Gras mampfen und wiederkäuen, war das durch die Gegend schleudern der Tubex und das anschließende vernaschen der Eichenjünglinge der neue Volkssport der Kuh Herde geworden. Sie scheuten ebenfalls nicht davor, sich voller Stolz mit den erledigten Eichen fotografieren zu lassen (s.Bild 1). So nahmen sie uns viel unserer Arbeit ab, denn etwa die Hälfte lag bereits auf dem Boden und die andere Hälfte wurde schnell abgebaut und die nun schutzlosen Eichen verfielen dem Appetit der Kühe.  Dabei löst man die Tubex von Brettern, die mit  wiederverwendbaren Zip-Ties befestigt sind (ich wusste selber nicht, dass es sowas gibt, verrückt und super nachhaltig!). Die Tubex und ihre Bretterhalterungen fuhren wir im Anschluss zu einem Förster, der sie wiederverwenden kann. Alles im Allem wurde also nichts weggeworfen. In der Mittagspause entdeckte Gideon dann eine im Wasser stehende Pflanze, die selbst er nicht kannte. Nachdem also sowohl er, als auch Flora Incognita (eine super App zum Pflanzen bestimmen), an der Wasserpflanze verzweifelt waren, nahm ich sie mit und zeigte sie Christian. Wo unser Wissen endet, fängt seins erst richtig an. Er ermutigte mich dann das Blatt zu probieren, was ich mir nicht zweimal sagen ließ und es schmeckte in der Tat wie sein Namensvetter (Kresse) und war somit offiziell eine Sumpfkresse.

Da es am Dienstag weiterhin super Wetter geben sollte, fuhren wir mit Heike zusammen nach Fehmarn für mehrere Flächenkontrollen. Die zweite Fläche lag direkt an einer Steilküste an der Ostsee, wo der große Eschenwald auf einer Sohle Richtung Ostsee rutscht. Heike erzählte wie sich bei jedem Besuch das Gesicht dieser Fläche verändert und es war eine echt schöne Wanderung rund um die Fläche herum. Aber auch die anderen Flächen hatten ihren Charakter von Innenland Seen mit Koniks (Wildponys), über Vogelbrut(halb)inseln voller Silber-und Lachmöwen bis hin zu Graugänsen. Auf dem Rückweg besichtigten wir eine 20 Hektar große, ehemalige landwirtschaftlich genutzte Fläche, die gerade zu einer wunderschönen Amphibien und Wiesenlandschaft transformiert wird. Es wird sehr spannend zu sehen, wie diese NOCH „kahle“ Fläche in einem halben Jahr aussehen wird. Für Teiche und die „Rund-Um-Sorglos“ Überwinterungsmöglichkeiten für Amphibien ist bereits gesorgt.

Wir hatten diese Woche scheinbar auch das „Rund-Um-Sorglos“-Wetter gebucht, denn am Mittwoch ging es mit Christian und Gideon zu einer Mahdgutübertragung nach Schenefeld. Wir beobachteten erst wie der Boden vorbereitet wurde und fuhren dann auch schon nach Nordoe. Hier spendeten vier Flächen die neue Vegetation der Fläche in Schenefeld, indem sie gemäht werden und alles an Samen und Pflanzen nach Schenefeld gebracht und dort ausgelegt wird, um so eine ähnlich schöne Vegetation zu schaffen. Keine Sorge in dem NSG war die Mahd eh fällig, um sie von Weißdornbuschbildungen zu befreien, die sich jedes Jahr neu bilden. Dabei gibt es gewisse Zielarten für die Fläche in Schenefeld, die man in dort ansiedeln möchte, wie z.B. Klappertopf, aber auch Pflanzen, die man dort nicht haben möchte, wie z.B. Land-Reit Gras (Landschilf). In Nordoe gibt es viel von beiden, also sputeten wir uns so viel von dem Landschilf zu netten Sträußen zu binden an Orte zu verfrachten, wo sie auf keinen Fall in dem Mahdgut landeten. Wir schafften es die vier Flächen von Land-Reit Gras und teils Jakobs-Kreuzkraut zu befreien. Am Ende konnten wir beobachteten wie unser Zielarten gefülltes Mahdgut auf der Fläche verteilt wurde und verteilten selber noch Samen. Auf dem Heimweg kartierten wir noch eine Fläche, auf die Veränderung der Bestände, der 2017 eingesäten Arten und wie bei einer Schatzsuche wurden wir teils fündig teils nicht.

Donnerstag hieß es eigentlich nachdem unsere Termine ins Wasser gefallen waren, im Büro unsere angestauten Aufgaben zu erledigen, aber da kam uns eine Mail, man solle mal ein paar Wildes SH Campingplätze kontrollieren und dokumentieren, ganz recht. Mit Kurs auf Flensburg ließen wir uns an der Ostsee ordentlich durchpusten, was jegliche Spur von Müdigkeit binnen Minuten zu Nichte machte. Alle Zeltplätze machten einen ordentlichen Eindruck, wobei mir der Zeltplatz im Stiftungsland „Schäferhaus“ am meisten gefiel, was auch von den regulären Spaziergängern, die wir dort im Vorbeigehen trafen, so empfunden wurde.

Heute am Freitag bin ich mit dem Blog und Astrid mit etwas Öffentlichkeitsarbeit zu der Zaunbauaktion für Waldeidechsen der letzten Woche beschäftigt. Gleich helfen wir der Hausmeisterin Mona noch im Garten, denn sie reagiert leider allergisch auf eine der Pflanzen, weswegen wir ihr hoffentlich einen Allergie-Anfall ersparen können. Ich weiß aus eigener Hand, wie doof sowas sein kann und hoffe wirklich sie kommt heute drum rum.

Nächste Woche hört ihr dann von Astrid von unserem ersten Seminar. Ich freue mich total auf die vielen neuen Gesichter und die verschiedenen Programmpunkte.

Aber bis dahin euch allen ein schönes Wochenende und macht es nicht gut, macht es besser!

Euer Ole

33. Kalenderwoche (16.-20. August 2021)

Hallo ihr Lieben,

 

diese Woche war wieder sehr ereignisreich und wir waren viel unterwegs.

Erstmal begann die Woche am Montag aber sehr ruhig mit einem Büro-Tag, zum Glück, denn es regnete fast den ganzen Tag in Strömen. Nachdem ich ein paar E-Mails gelesen und beantwortet hatte, versammelten sich fast alle Kollegen aus dem 1.Stock um einen kleinen Laptop, um dem wöchentlichen Jour-Fix (Videokonferenz mit allen Mitarbeitern, wo die wichtigsten Ereignisse aus der letzten Woche zusammengefasst werden)  zu lauschen. Ansonsten planten und bereiteten Ole und ich noch ein wenig unsere Touren in den kommenden Tagen vor.  Zum Schluss bespielten wir noch die, am Freitag mit einigen Start-Schwierigkeiten erworbenen USB-Sticks, mit einigen Dateien.

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder mit Jutta ins Dosenmoor, um dort die Pegelstände zu messen. Wir freuten uns über das sonnige Wetter, nachdem es doch gestern so viel geregnet hatte. Wir begannen die Messungen auf einer Pferde-Koppel, wo wir von mehreren Ponys mit ihren Fohlen begrüßt wurden. Die kleine Herde war äußerst neugierig, sie folgten uns auf Schritt und Tritt zu den Pegeln und schaute uns bei den Messungen über die Schulter. Natürlich sprangen dabei auch ein paar Streicheleinheiten für sie dabei heraus. Nach vielen weiteren Pegeln, nach der Mittagspause musste Jutta uns dann verlassen, da sie noch einen Termin hatte. Ole und ich waren daher bei den letzten Pegeln auf uns alleine gestellt, wir fanden sie aber alle erfolgreich mit Hilfe des GPS-Gerätes und der Karte. Ich hatte mal wieder Pech und habe ein Loch übersehen, in dem ich dann mit dem gesamten rechten Bein im Moder versunken bin. Zum Glück hatte ich aber aus dem letzten Zwischenfall gelernt und morgens noch eine Wechselhose eingesteckt. Leider setzte dann auch wieder der Regen ein, sodass wir ganz schön nass wurden. Aber auch davon ließen wir uns nicht die Laune verderben und wieder zurück beim Auto, nachdem die letzten Pegel geschafft waren, ließen wir uns erstmal leckere Blaubeer-Muffins schmecken. Karen war nämlich aus ihrem Urlaub zurückgekehrt und hatte uns nach einer kurzen und lieben Begrüßung am Morgen, die Muffins zu unserem Einstand mitgegeben.

Am Mittwoch fuhren wir dann mit Kollegen nach Lunden, um dort neben einer Bahnstrecke einen Schutzzaun für Waldeidechsen aufzubauen. Die Eidechsen sollen nämlich umgesiedelt werden in ein schon vorbereitetes Stiftungsgebiet und müssen dafür gefangen werden. Bei der Wiese angekommen, kamen dann aber Zweifel, ob wir es überhaupt schaffen würden bei dem teilweise sehr harten und steinigen Untergrund den Zaun aufzubauen. Denn als erstes muss man zum Aufbau des Zaunes eine kleine Rinne graben, mit Hacke und Spaten kämpften wir mit Steinen und Wurzeln, schafften es aber doch einen kleinen Graben zu graben. Dort hinein wird dann der Zaun aufgestellt, sodass man am Ende das untere Ende von der Folie wieder mit Erde zuschütten kann und keine Lücken da sind, wo die Eidechsen durchpassen würden. Am Ende haben wir noch ein paar Eimer vergraben, in die die Waldeidechsen dann hineinfallen sollen. Geschafft und glücklich mit dem erfolgreichen Zaunaufbau aßen wir noch ein Stück Kuchen, bevor es dann wieder zurück zur Stiftung ging.

Auch am Donnerstag waren Ole und ich wieder unterwegs: Mit Jutta und Christopher fuhren wir ins Esperstofter Moor, um die Fläche zu erkunden und zu gucken, was für Maßnahmen zur Wiedervernässung man durchführen könnte. Dazu haben wir Grabenverläufe nachvollzogen,  mit einer Sonde die Höhe der Torfschicht gemessen und Bohrungen durchgeführt, wo wir die Torfschichten betrachten konnten. Dabei haben wir alle Messpunkte mit einem GPS-Gerät gespeichert. Wir konnten viel über Moore von den Beiden lernen. Nebenbei lernte ich auch noch etwas über die verschiedenen Heidearten: Glockenheide, Besenheide und Rosmarinheide. Und auch ich kostete mal eine Moosbeere, sie haben mich aber geschmacklich auch nicht so überzeugt, obwohl sie ja sehr gesund und vitaminreich sein sollen. Wir kämpften uns durch eine kleine Waldfläche und überquerten eine Kuh-Weide, was die Herde dort doch ziemlich in Aufregung versetzte. Zugegeben, für eine Kuh, die sonst nicht so oft Menschen sieht, sahen wir mit unseren ganzen Gerätschaften, wie Spaten, Sonde, Bohrer und GPS-Gerät, wahrscheinlich auch ziemlich komisch aus.

Dann war auch schon wieder Freitag, welchen wir im Büro verbrachten. Ich verbrachte den Vormittag damit, den Blog-Eintrag zu schreiben. Später setzten wir uns noch mit Karen zusammen und sie erzählte uns nochmal viel zu unseren Aufgaben in der Stiftung.

Und wieder verging eine Woche wie im Flug, in der wir viel erlebt, gesehen und gelernt haben.

Euch auch ein schönes Wochenende und bis bald,

Astrid

32. Kalenderwoche (9. - 13. August 2021)

Huhu aus dem warmen Molfsee,

 

wie schnell die zweite Woche in der Stiftung verfliegen kann. Es kommt mir so vor, als ob wir uns erst gestern bei Telje für die tolle Einweisung bedankt haben. Diese Woche waren wir dann das erste Mal auf uns alleine gestellt und dann hatte es die Woche auch noch in sich.

 

Am Montag sollte die Woche dann allem Anschein nach langsam beginnen. Wir erledigten die paar To-Do‘s aus der letzten Woche und zack ging es in die Mittagspause. Im Anschluss stand die jährliche (für uns eher einmalige) Sicherheitsführung durch die drei Gebäude an. Für Astrid und mich gab es noch die verschiedensten Sicherheitshinweise für ein sicheres im Moor spazieren und in reißenden Flüssen hantieren. Als wir damit fertig waren hieß es „mal eben“ ein paar Flyer zu einer Mappe zusammenstellen. Mittendrin fiel auf, das ein Newsletter Kärtchen nicht mehr auf Vorrat war. Wer für die Kärtchen zuständig war und wo wir mehr finden konnten, kostete uns dann den restlichen Tag, machte aber auch auf seine Weise Spaß.

 

Der Dienstag startete erneut als Büro Tag. Auf der Suche nach Aufgaben zog es uns in die Garage, wo man ja immer mal was zu tun hat.  Ein paar Flyer wurden zusammengesucht und nachgefüllt und das reichte auch, um uns bis 10 Uhr zu beschäftigen. Denn für mich hieß es  Theorieprüfung für meinen Führerschein (auf den Termin habe ich über 10 Wochen gewartet), also konnte ich nicht mit hängendem Kopf und schlechten Nachrichten zurück zur Stiftung kommen. Am Ende bestand ich locker und hätte mir eigentlich keinen Kopf machen müssen. Während ich weg war, wusste Astrid bereits, dass der Mittwoch nicht noch ein weiterer Büro Tag werden sollte. Jana gab uns die Möglichkeit/Aufgabe am nächsten Tag bei einer Rotmilan Auswilderung dabei zu sein. Die kleinen Racker waren mit nur 5 Wochen aus ihrem Nest gefallen und wurden wie alle Rotmilan-Babys, auf dem Boden nicht mehr versorgt (Rotmilane sind echt schlechte Eltern, nicht so schlecht wie Tauben, aber trotzdem nicht gut). Mit der Planung  unserer ersten Pressevertreter*in-Erfahrung verging der Tag wie im Flug.

 

Am Mittwoch war es dann soweit. Zwischen großen Kameras und riesigen Objektiven standen Astrid und ich mit unseren Handys und probierten so viel wie möglich zu filmen und zu fotografieren. Dabei probierten wir  möglichst nicht im Bild der anderen Kameras zu stehen, hatten dabei aber nur wenig Erfolg. Die beiden Rotmilane wurden reibungsfrei aus ihren Transportboxen geholt und ausgewildert. Jeder Greifvogel hatte eine Nestpatin bzw. Nestpatenfamilie, die sie dann letztendlich freilassen durften. Bei der Nestpatenfamilie übernahm es die 7 Jährige Tochter, die völlig angstbefreit den doch schon recht großen Greifvogel packte und sehr professionell freiließ. Obwohl sie, wie wir im Nachhinein erfuhren, Erfahrung mit der Freilassung von Greifvögeln hatte, fand ich es doch sehr respektabel, auf einen Handschuh zu verzichten. Nach so einem Pressetermin folgte die Auswertung. Ein sehr langer und anstrengender Prozess, der für uns Unerfahrene echt nicht leicht war. Trotzdem war Jana am Ende mit unserer Leistung zufrieden und wir damit auch. Die Ergebnisse davon könnt ihr auf der Stiftung Naturschutz SH Homepage, Instagram und Facebook sehen und falls ihr zwei FÖJ-ler*innen sehen wollt, die konstant im Hintergrund von Fernsehkameras stehen dann guckt in die Mediathek vom Schleswig-Holstein Magazin vom 11.8 und genießt die Show.

 

Der Donnerstag sollte nicht langweiliger werden, denn es ging mit Jutta DER Moorexpertin zusammen ins Hartshoper Moor. Die Pegel sind hier mit GPS und Juttas Know-How schnell gefunden, also suchten wir fernab der normalen Pegelrouten nach den ersten Torf Bildungen einer ehemaligen, landwirtschaftlich genutzten Fläche. Wir wurden stellenweise sogar fündig (s. Bild 4). Immer wieder erzählte Jutta uns etwas über Flora und Fauna, so kam es dazu, dass ich etwa 10 reife bis unreife Moosbeeren aß, um herauszufinden, ob sie wirklich so sauer waren, wie Jutta behauptete. Meine Bewertung nach diesem Moosbeeren-Taste-Test ist eine klare 5/10 schmecken nicht schlecht, aber halten nicht, was sie versprechen, von Säure keine Spur. Bei der nächsten Pflanzen Suche stellte ich mich etwas dusselig an. In einem knöchelhohen Moorteich stand ich nämlich auf dem Schlauch. Wir sollten nach gemeinem Wasserschlauch Ausschau halten. Etwas verlegen hob ich meinen Schuh und zupfte ein Exemplar aus den Rillen meines Gummistiefels. Diese eigentlich ganz harmlos wirkende Pflanze ist eine echte Gefahr für Wasserflöhe. Mit ihren Fangblasen kann sie Wasserflöhe fangen bzw. einsaugen, mit einem Unterdruck, der durch eine selbst eingeleitete Osmose entsteht, unschädlich machen und sie anschließend verdauen. Mit der Suche ging unsere Tour durchs Moor auch schon zu Ende und wir fuhren zurück zur Stiftung.

 

Am Freitag hieß es wieder raus an die frische Luft. Bevor es ins Große Moor bei Dätgen ging, sollten wir 10 USB-Sticks besorgen. Leichter gesagt als getan, scheiterten wir beim ersten Anlauf erst an den Öffnungszeiten von Mediamarkt und anschließend an den völlig überteuerten Preisen vom CITTI-Markt. Geplättet ging es zurück zur Stiftung, wo wir dann auch noch erfuhren, dass uns Jutta heute leider nicht begleiten konnte. Nur noch zu zweit ging es dann los ins Große Moor bei Dätgen. Das Motto hier „wenig fahren, viel laufen“. Die Pegel sind alle  recht leicht zu finden und zu erreichen und anstatt ein wenig mit Jutta zu plaudern, wurden wir von dem Getröte von rund 12 Kranichen und dem Gekrächze von einem größeren Schwarm  Kiebitzen unterhalten. Bei bestem Wetter beendeten wir die Tour über das flache und offene Moor. Danach hieß es noch zwei Wildes-SH Zeltplätze kontrollieren und USB-Sicks aus dem geöffneten Mediamarkt entführen.

Damit ging die zweite Woche  des FÖJ vorbei und ich war überglücklich bei solchen Wetter doch mehr draußen, als im Büro gewesen zu sein.

Bis bald und auf Wiederhören,

Euer Ole

31. Kalenderwoche (02.-07. August 2021)

Hallo zusammen,

zu einem neuen Blog von wieder neuen Gesichtern. Wir freuen uns, die 12. Generation von FÖJler*innen in der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sein.

Wir sind Ole (18) und Astrid (19) und werden euch spannende Einblicke in das kommende FÖJ-Jahr geben, aber jetzt erstmal zu uns:

Ich bin Ole und komme aus dem kielnahen Preetz. Ich habe diesen Sommer mein Abitur gemacht. In meiner Freizeit war ich schon immer gerne mit meinem Vater draußen in der Natur unterwegs. Nebenbei habe ich als Medikamentenbote für eine Apotheke gearbeitet und kümmere mich leidenschaftlich gerne um mein acht  Jahre altes Jemenchamäleon. Auf die Idee, ein FÖJ zu machen, bin ich in einem Schulpraktikum  hier in der Stiftung Naturschutz gekommen. Damals  hatte ich die Möglichkeit, einer FÖJ-lerin für einen Tag über die Schulter zu schauen. Danke nochmal dafür, Jana ! Sie berichtete nur Positives von der Zeit bei der Stiftung und so kam es dazu, dass auch ich ein FÖJ nach der Schule für mich anpeilte.

Ich bin Astrid und bin am vergangenen Sonntag von Braunschweig in eine WG nach Kiel gezogen. In meiner Freizeit male, lese und backe ich gerne. Auch ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht. Nach dem vielen Lernen wollte ich gerne erstmal ein Jahr praktisch an der frischen Luft tätig werden und bin so über das Internet auf das FÖJ aufmerksam geworden. Die Stiftung Naturschutz hat mich dabei besonders als Einsatzstelle angesprochen, da ich gerne in der Natur bin und ich Lust hatte, mich für ihren Schutz einzusetzen.

In unserer ersten Woche hat uns Telje eingearbeitet. Wer erinnert sich noch an sie?

Am Montag begannen wir unsere erste Woche mit einer Führung durch das Haus, bei der sich alle Mitarbeiter*innen vorstellten. Viele neue Gesichter hinter vielen Masken, die man versuchte sich zu merken. Telje führte uns in die Computer-Programme und unsere monatlichen Aufgaben ein. So ging der Montag auch schon schnell und aufregend vorüber.

Am nächsten Tag ging es der Garage direkt an den Kragen, wo wir versuchten ein bisschen Ordnung zu schaffen. Außerdem haben wir Infostände, Roll-Ups, Beachflags und den Pavillon auf- und wieder abgebaut, sodass wir jetzt bereit sind für die ersten Veranstaltungen, die hoffentlich bald wieder stattfinden können.

Früh am Morgen ging es dann am Mittwoch los in das Kaltenhofer Moor, um das erste Mal die Pegelstände abzulesen. Bei schönem Sonnenschein genossen wir die Natur, kletterten über umgefallene Bäume und hielten nach lila Bändchen Ausschau, die uns den Weg zu den Pegeln wiesen. Dabei lernten wir den Umgang mit Licht Lot, GPS-Gerät und Landkarte kennen. Auf unserer Tour durch das Moor hielten wir immer wieder an und versuchten, verschiedene Pflanzen und Tiere zu bestimmen, wobei wir uns uneinig waren, ob die Pflanze jetzt Wilde Möhre oder Schafsgabe sei. Am Ende stellte sich aber heraus, dass es Wald Engelwurz war. Wieder am Parkplatz versuchte Telje sich mit den Wildpferden anzufreunden, die aber von ihren Annäherungsversuchen nicht sonderlich angetan waren. Dann ging es weiter zum Wilden SH-Campingplatz in der Nähe vom Eiszeitmuseum in Lütjenburg. Wir machten ein paar Bilder vom aktuellen Zustand der Campingstelle und fuhren danach weiter nach Schmoel an der Ostsee. Nach dem Fotografieren der Pegellatten, machten wir dort am Strand Pause. Somit war der Mittwoch dann auch schon wieder um.

Am Donnerstag verbrachten wir den Tag im Büro, wurden für mehrere Artikel im Internet  interviewt und fotografiert. Habt ihr sie schon gesehen? Danach brachten wir den Müll aus Garage zum Abfallhof und kopierten noch einige Pegeldaten in eine Excel-Tabelle.

Nun war die Woche auch schon fast um und wir fuhren mit Jutta und Gideon ins Königsmoor. Es war super, dass die Beiden dabei waren, denn sie konnten uns sehr viel über die Fläche erzählen. Wir begannen unseren Weg bei einem Mönch (nicht das asketisch lebende Mitglied einer Religion), der des häufigeren auch mal beschädigt wird. Ohne offensichtliche Mängel am Mönch notierten wir den Wasserstand. Weiter ging es auf abenteuerlichen Wegen mit dem Auto und zu Fuß zu den nächsten Pegeln. Dabei beschritten wir Trampelpfade, welche schon von den vorherigen FÖJ-Generationen genutzt wurden. Diese sind aber trotzdem immer wieder sehr zugewachsen. Je nach Pegel ging es mal schneller, mal langsamer die lila Bänder zu finden, die den Weg zu den Pegeln markierten. Ein Pegel schien an diesem Tag verflucht: Schon beim Sprung über den Graben entdeckte Ole ein im Wasser liegendes Tagpfauenauge, das wir zum Glück mit einem Zaunpfahl retten konnten. Kurz darauf bekam Astrid nasse Füße – die Gummistiefel hielten dem Wasser im Moor nicht mehr stand. Zum Glück störte es nicht zu sehr bei dem warmen und trockenen Wetter. Nach diesen zwei Ereignissen verwechselte auch noch ein Wadenstecher fälschlicherweise Oles Augenlied mit seiner Wade. Dennoch verlief der Rest der Tour einwandfrei und das Gewitter ließ zum Glück noch auf sich warten.

Glücklich und geschafft von der langen Tour ging es dann ins Wochenende.

Wir sind gespannt, was das kommende Jahr noch zu bieten hat und freuen uns darauf, dies mit euch zu teilen.

Bis bald,

Ole und Astrid

29. Kalenderwoche (26.Juli - 01. August 2021)

Moin Leute,

hier ist nun auch mein letzter Blog.
Wie Leonie schon geschrieben hat, ist dies unsere letzte Arbeitswoche.
Unglaublich!! Ich habe in meinem FÖJ trotz der Coronasituation viel über Moore, Stiftungsflächen und Zusammenarbeit gelernt und durfte viele Ecken von Schleswig-Holstein sehen, die ich noch nicht kannte und in denen ich vorher noch nie gewesen bin. Ich bin froh, dieses FÖJ gemacht zu haben und auch bei der Stiftung gelandet zu sein.

Am Montagvormittag verbrachten wir einen Tag im Büro. Gegen Mittag fuhren wir zum letzten Mal nach Sprenge, um dort an unseren Wildtierkameras die SD-Karten und Batterien auszutauschen. Leider fanden wir die Halterung der Kamera leer vor.
Dienstag war unser letzter Bürotag, denn Mittwoch und Donnerstag waren wir noch einmal mit Kollegen unterwegs. Am Mittwoch waren wir noch einmal  mit Michael Ott unterwegs und fuhren zum Hof Sophienlust, um dort die Krötenaufzuchtstation winterfest zu machen. Der Sommer ist vorbei… Am vorletzten Tag dieser Woche holte mich Olli von Zuhause ab - ihr wisst ja, ich „liege am Weg“-  und wir haben gemeinsam mit ihm und einem Praktikanten zum „krönenden Abschluss“ sozusagen auf der Stauungsfläche am Sehlendorfer Binnensee noch einmal Japanischen Knöterich und Kartoffelrosen entfernt.

Ja, und dann war er da, der letzte Tag im FÖJ… Schon irgendwie komisch – und wie schnell die Zeit vergangen ist!! Wir haben uns im Stiftungsgarten mit einigen Mitarbeitern getroffen und hatten eine nette Verabschiedung.

Liebe Leser*innen, macht auch ein FöJ!! Man lernt viel über Natur, Tiere, Menschen, Wetter, Arbeit- und es bringt einen in jedem Fall einen großen Schritt weiter!!   

Ich wünsche allen alles Gute und ein Dankeschön an die Stiftung Naturschutz - speziell an Annalena Euhus, Oliver Granke, Michael Ott, Torge Hartig ( für die nette Mitfahrgelegenheit).

Bleibt gesund und „natürlich“!

Eure Clara

 

 

27.+28. Kalenderwoche (05.- 18. Juli 2021)

Hallo zusammen zu meinem allerletzten BLOG,

Tja, so schnell kann es gehen. So schnell ist ein Jahr voller Moortouren, Kennenlernen neuer Gebiete, ganz vielem neuen Wissen und Erlebnissen vorbei. Ich habe unglaublich viel Neues gelernt und bin sehr froh, mit meinem FÖJ, bei der Stiftung Naturschutz Schleswig- Holstein gelandet zu sein.

 

Die letzten zwei Wochen, über die ich jetzt noch berichte fingen erstmal mit dem Entfernen von Lupinen im Naturschutzgebiet in Kasseedorf an. Das ganze lief ein bisschen wie eine Schatzsuche ab. Michael gab uns im Voraus eine Karte, auf der die Lupinen eingezeichnet waren. Teilweise waren es aber nur einzelne Pflanzen, die in einem NSG, wo alles Mögliche wächst gar nicht so leicht zu finden waren. Letztendlich waren wir aber doch recht erfolgreich und hatten einen schönen Tag. Am Dienstag hatten wir unsere digitalen Abschlusstag mit allen FÖJ´lern vom Koppelsberg. Auch wenn man sich nur virtuell gesehen hat, war es schon traurig zu wissen, dass man die meisten Gesichter zum letzten Mal gesehen hat. Am nächsten Tag ging es für Beyza und mich dann ein letztes Mal ins Königsmoor. Auch wenn das Königsmoor auf manchen Flächen echt sehr nass ist, was die Pegelmessungen nicht immer unbedingt angenehm macht, mochte ich es eigentlich sehr gerne. Allerdings reicht es mir um ehrlich zu sein jetzt auch, durch Büsche zu kriechen und dauernd darauf achten zu müssen, dass man nicht gleich hüfthoch im Wasser steht. Am Donnerstag stand dann der Abbau eines Gelegeschutzzaunes an, den wir am Ende vom Winter aufgebaut hatten. Während wir letztes Mal trotz Zwiebellooks noch gefroren hatten, lief es diesmal genau anders herum. Es war unglaublich warm, was den Tag definitiv zu einem meiner anstrengendsten Tage in meinem FÖJ zählen lässt. Wir waren jedoch schneller als erwartet durch und konnten daher schon am frühen Nachmittag wieder den Heimweg antreten. Nachdem am Freitag, dann für uns beide Büroarbeit anstand, ging es für Clara am Samstag das erste Mal zu einem Standdienst in Eutin.

Diese Woche begann dann erneut mit Büroarbeit und ich versucht so viele Autos wie möglich, noch einmal in die Waschstraße zu bringen. Am Dienstag, stand für Clara ihr letztes Mal und für mich, mein vorletztes Mal Pegelmessen an. Dafür ging es für uns nach Dätgen, ins Große Moor, welches wir bei schönem Wetter noch einmal genießen konnten. Gestern ging es für mich dann in eines meiner Lieblingsstiftungsgebiete: die Geltinger Birk. Auf dem Plan stand Kartoffelrosen zupfen und unser Einsatzort war direkt am Strand. Das heißt, wir hatten den ganzen Tag Meerblick J. Solche schöne Einsätze werde ich auf jeden Fall am meisten vermissen.  Zusammen mit Stefan und Finja von der Geltinger Birk haben Michael, Hauke und ich ganz schön viel geschafft und sind, als wir fertig waren zur Abkühlung, noch einmal kurz in die Ostsee gesprungen. Heute war ich dann mit Christian zusammen auf einer Fläche, auf der wir drüsiges Springkraut entfernen sollten. Nachdem wir uns erst einmal, durch einen halben Dschungel und einem Meer an Brenneseln kämpfen mussten, fanden wir auch endlich den Grund für unseren Ausflug. Nachdem wir beide keine Lust mehr hatten, uns erneut durch den Dschungel zurück zu kämpfen, wollten wir durch einen Bach zur Straße zurück laufen. Das stellt sich dann aber doch als genauso langwierig dar, da wir am Ufer überall noch Springkraut fanden.

So das war´s von mir. In zwei Wochen kommt dann auch noch der letzte BLOG von Clara und dann sind auch schon die neuen FÖJ´ler an der Reihe.

Bis bald

Leonie J

26. Kalenderwoche (28.Juli - 04.Juli 2021)

Moin Leute,

nach Seminarwoche und Urlaub bin ich wieder da- und der letzte Monat unseres FÖJ hat schon begonnen - die Zeit rennt! Montag starteten wir gleich mit einer Moortour.
Das große Moor in Dätgen war an der Reihe. Wir fuhren morgens gegen neun Uhr los und verbrachten  die Zeit bis zum Nachmittag mit den Pegelmessungen. Es war ein extrem heißer Tag und man durfte eigentlich nicht stehen bleiben, weil dann sofort Massen an kleinen Blutsauger über uns herfielen - Bremsen und Mücken. Aber als kleines „Highlight“ fand ich auf einem der Wege eine kleine Blindschleiche. Die sieht man ja auch nicht mehr so häufig.         
Kleine Quizfrage: Ist eine Blindschleiche a.) eine Eidechse oder b.) eine Schlange?
Antwort am Ende des Blogs.
Als wir mit dem Moor fertig waren, fuhren wir noch zu unseren zwei wilden SH-Campingplätzen und kontrollierten sie. Danach suchten wir uns eine nahegelegene Eisdiele, weil wir uns zur Abkühlung ein Eis gönnen wollten- leider hatte sie zu!! (Bei dem Wetter...!!) Also musste die Kühltruhe des nächsten Supermarktes herhalten. Durchgeschwitzt und k.o. ging es dann zurück zur Stiftung. Ein früher Feierabend und eine kalte Dusche mussten her!
Am Dienstag ging es für Leonie mit Telje zusammen ins Dosenmoor. Ich blieb wegen meinem Knie im Büro und verbrachte daher einen Tag im Innendienst und erledigte Büroarbeiten. Ich legte Imagebroschüren mit Spendenflyern an und zählte Festivalflyer in der Garage. Als ich mit dem Zählen fertig war, sollte ich für die Personen, die Flyer bestellt hatten, immer entsprechende Anzahlen abzählen und beschriften. Zwischendurchkam eine Warenlieferung von Briefumschlägen für Versandaktionen, die ausgepackt und ins Sekretariat gebracht werden musste. So verbrachte ich damit den ganzen Tag. Am Nachmittag machte ich früher Schluss, da ein heftiges Unwetter im Anmarsch war. Es fing gegen 14.30h  mit einem Gewitter an, eine Stunde später hat es dann so geschüttet, dass ich auf dem Weg von der Garage zurück ins Büro komplett nass war. Leonie und Telje waren gegen 15:00 Uhr heil zurück und gottseidank noch vor dem Unwetter im Moor fertig geworden. Wir machten dann alle relativ früh Feierabend, damit wir schnell nach Hause kamen. Ich hatte Regenjacke und Gummistiefel in der Stiftung, so dass ich einigermaßen geschützt für den Heimweg war.
Auch mein Bus fuhr, trotz teilweise heftig überfluteter Straßen. Ich glaube, solche Wassermassen hatten wir hier schon lange nicht. Am Mittwoch verbrachten wir beide einen Tag im Büro. Ich beendete meine Arbeit vom Vortag und verpackte auch einen Teil schon, damit es später zur Post kann. Danach hing ich im Besprechungsraum meinen Bastelschmuck wieder auf, da letzte Woche, als ich im Urlaub war, die Fenster vom Fensterputzer geputzt worden waren. Den Rest des Tages beklebte ich noch Briefumschläge mit Briefmarken und Stiftungsflyer mit Aufklebern. 
Am Donnerstag fuhren wir morgens zum letzten Mal in unserem FöJ ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessung durchzuführen. Es war komisches Wetter an diesem Tag, nach der Hitze der vorigen Tage und dem Unwetter bewölkt und schwül-warm. Im Anschluss an die Pegelmessung ging es wie immer nach Schmoel, um dort die zwei Lattenpegel zu messen und zum wilden S-H Campingplatz an der Turmhügelburg in Lütjenburg. Auf dem Rückweg brachte mich Leonie wieder nach Hause.
Am letzten Tag dieser Woche war noch ein letztes Mal das Hartshoper Moor dran.
Den Vormittag verbrachten wir mit unserer Pegelmessung. Zurück in der Stiftung war Büroarbeit angesagt, bevor wir ins Wochenende gingen. Ist schon irgendwie komisch, wenn man diese Touren jetzt alle zum letzten Mal macht.

Habt ein schönes Wochenende, 
bis bald Eure Clara

Hier ist die Auflösung der Quizfrage: 
Die Blindschleiche ist eine Eidechse, man verwechselt das leicht und blind ist sie auch nicht. Der Name der Blindschleiche wird aber auf das Althochdeutsche plintslîcho zurückgeführt, was nach allgemeiner Auffassung so viel wie „blendende oder glänzende Schleiche“ bedeutet und sich auf das Glänzen der glatten Schuppenhaut sowie die typische Fortbewegung beziehen dürfte. Wer sich dafür interessiert kann hier mehr erfahren und nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Blindschleiche.

25. Kalenderwoche (21.- 27. Juni 2021)

Hallo zusammen,

letzte Woche hatten wir ein wunderschönes Abschlussseminar zu den Themen Re-und Upcycling, Autarkie und Konsum. Wir haben uns aber nicht nur mit ökologischen Themen beschäftigt sondern hatten auch Zeit für eine Kanufahrt, etliche Runden Wikingerschach und natürlich Lagerfeuer. Am Montag ging es für mich dann wieder los mit der Arbeit, während Clara diese Woche noch ihren Urlaub genießt. Ich habe ein letztes Mal, unsere Moortouren für den nächsten Monat geplant und noch weiter Pegeldaten in Excel Tabellen eingepflegt.

Am darauf folgenden Tag fuhr ich zur Steilküste von Heilgenhafen. Dort kontrollierte ich wie gut die Stiftungsflächen beschildert sind und ob das aktuelle Logo drauf ist außerdem bin ich das Stiftungsland, auf der Suche nach weiteren Schildern, abgelaufen. Dabei habe ich bei bestem Wetter, die schöne Aussicht und das tolle Gebiet genossenJ.

 Mittwoch ging es dann für unseren Praktikanten Hannes und mich ins Königsmoor, für die fälligen Pegelmessungen. Ob es Anfängerglück, ein gutes Auge oder vielleicht auch die Kombination aus beidem war, bin ich mir nicht sicher. Aber auf jeden Fall hat Hannes unsere Pegel, welche alle mit einem pinken Flatterband (welches natürlich biologisch abbaubar ist) zur besseren Erkennung markiert sind, so gut wie jedes Mal schneller gefunden als ich. Im Moor haben wir dann auch noch einen Traktoren, der beim Mähen eingesunken ist gesehen und welcher erst mit der Hilfe von zwei weiteren Traktoren wieder raus kam. Ich habe schon die ein, oder andere Geschichte von Fahrzeugen, die bei Baustellenarbeiten versunken sind gehört, doch einen Traktor, mit richtiger Schieflage und halb versunkenen Reifen zu sehen, hat einem nochmal vor Augen geführt, wie kompliziert die Arbeit im Moor sein kann und was für eine Mühe dahinter steckt.

Gestern habe ich dann zum ersten Mal unsere Flächenmanagerin Heike begleitet. Zuerst haben wir uns eine Fläche zusammen mit dem Gebietsbetreuer und einer Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde angeschaut. Dann folgen  weitere Flächenkontrollen, bei denen Heike mir erklärt hat, welche Projekte dort  jeweils umgesetzt wurden und hat mir noch ganz viele Pflanzen gezeigt. Obwohl ich mir die Namen, die zu meiner Verteidigung teilweise auch echt kompliziert sind, von den Pflanzen echt schlecht merken kann, kenne ich auf jeden Fall inzwischen mehr als vor einem Jahr. Highlight des Tages war ein Kiebitzküken, das wir auf dem Boden entdeckt haben. Kiebitze sind eine gefährdete Art, die zum Beispiel in flachen Landschaften mit kaum bis gar keinem Gras brüten. Dadurch sind die Eier und später auch die Küken gerne das Ziel von andern Fressfeinden.

Heute Vormittag haben Christian und ich in einem Gebiet Regiosaatgut ausgebracht. Dabei mussten wir aufpassen, dass wir nicht mit dem sogenannten Riesen-Bärenklau in Berührungen kamen, da eine Substanz dieser Pflanze, wenn sie auf die Haut kommt phototoxisch wirkt. Das heißt, wenn die Substanz auf der Haut mit Sonnenlicht in Verbindung kommt, löst sie Verletzungen, ähnlich Verbrennungen aus. Glücklicherweise haben wir beide aber alles gut überstanden und jetzt gehe ich ins Wochenende.

Bis bald

Leonie

22.+23. Kalenderwoche (31.März- 13.Juni 2021)

Moin ihr Lieben,

nach einem kurzen Urlaub und einem zweiwöchigem Berufspraktikum bin ich wieder in der Stiftung. Das Jahr ist wirklich bald schon um, ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit - trotz Corona! - vorbeigeht. Es sind nur (ohne meinen Urlaub mitgerechnet) noch genau 30 Tage!


Ich habe diese Woche im Büro -und Garten gearbeitet. Am Mittwoch startete ich mit Leonie wieder ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessungen durchzuführen. Im Anschluss fuhren wir zum Hessenstein in Lütjenburg, um dort den „wilden SH-Schlaf-Campingplatz“ zu kontrollieren. Um 16:00 Uhr hatte ich ein Online-Vorbereitungstreffen für unser Gruppenseminar.
Vom 14.6 - 18.6.2021 haben wir das letzte und 5.Seminar in diesem FÖJ.
Unsere Themen sind Nachhaltigkeit, Re-und Upcycling, Klamottenkonsum und Autarkie. Da ich das Seminar mit vorbereite und vorstelle, bin ich schon sehr gespannt, ob alles klappt. Ziemlich aufgeregt bin ich deswegen auch.

Von Olli habe ich inzwischen erfahren, dass meine Seeschwalbenattrappen - erinnert ihr euch?  Gut, um nicht zu sagen RICHTIG gut angekommen sind. Tatsächlich haben zwei Paare ganz  in der Nähe der Attrappen ihr Nest gebaut.
Ich freue mich sehr, dass ich damit dazu beitragen konnte, dass diese seltenen Vögel zumindest wieder brüten. Nun hoffen wir, dass sie ihre Brut auch groß bekommen.
@ Olli: bei Bedarf bastel ich gerne wieder Attrappen!!!                                                                                                               
Übrigens haben wir neuerdings auch eine "Insta-Story". Dort könnt ihr jetzt auch Neuigkeiten wie diese nachlesen.
In der zweiten Woche, die ich an diesen Blog noch dranhänge habe ich begonnen die Gartenmöbel zu streichen, bin allerdings noch nicht fertig geworden. Freitag habe ich nun diesen Blog beendet und verabschiede mich ins Wochenende. Die Gartenmöbel müssen nun noch ein wenig auf den letzten Anstrich warten, denn nächste Woche ist unser Seminar und danach habe ich Urlaub.
Habt eine gute Zeit und genießt den Sommer!


Bis bald,
Eure Clara
 

 

20.+21. Kalenderwoche (17. Mai - 30. Mai 2021)

Hallo zusammen,

nach einiger Zeit gibt es jetzt auch mal wieder einen Blog von mir. Letzte Woche standen wieder einige Moortouren an. Am Montag starteten wir mit dem Dosenmoor und am Dienstag ging es dann auch schon mit dem Königsmoor weiter. Seit diesem Monat blüht alles im Moor, sodass wir die typischen Moorpflanzen wie Wollgras und Sonnentau gesehen haben. Sonnentau ist übrigens eine fleischfressende Pflanze, die aber aufgrund der Trockenlegung von  Mooren und Torfabbau hierzulande oftmals stark gefährdet ist. Die Blätter der Pflanze sind mit Klebedrüsen bedeckt, mit welchen sie ihre Beute fangen. So können sie auch in nährstoffarmen Gebieten (wie im Moor) überleben. Nach den beiden großen Moortouren an zwei Tagen direkt hintereinander, waren Beyza und ich echt platt und ich verbrachte den Mittwoch dann im Büro. Dort erstellte ich unsere erste FÖJ-Highlight Instagramstory, die ab jetzt wöchentlich auf dem Instagram Kanal der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sehen ist (falls ihr das verpasst habt, könnt ihr die Story jederzeit in den Instagram-Highlights nachschauen  J). Am Nachmittag bin ich dann spontan noch nach Sophienlust gefahren, um Michael und Hauke bei der Krötenaufzuchtstation zu helfen. Die beiden ziehen dort gefährdet Frösche und Kröten auf und setzten diese aus. Dazu sammeln sie Froschleich, der dann in vorbereitete Wannen gelegt wird. Wenn dann aus den Eiern kleine Kaulquappen schlüpfen, werden die, nach ein bis zwei Wochen größtenteils ausgesetzt und der Rest darf bis er ausgewachsen ist, noch in der schützenden Aufzuchtstation bleiben und wird dann auch in die Freiheit entlassen. Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal in diesen Monat ins Moor und am Freitag durfte ich Chris bei einer Flächenkontrolle begleiten. Das ist immer eine super Gelegenheit noch mehr Stiftungsflächen zu sehen und eine Menge zu lernen.

Die jetzige Woche verbrachte ich nur mit Büroarbeit wie Pegeldaten einpflegen, Dokumente einscannen, Auto waschen usw.

Nächste Woche habe ich Urlaub, also geht bei mir erst im Juni wieder weiter mit der Arbeit in der Stiftung. Dann haben wir nur noch zwei Monate in unserem FÖJ, unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist.

Bis bald

Leonie 

18. + 19. Kalenderwoche (03. -16. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

Nun haben wir schon Mai, immer noch Corona und in zwei Monaten ist mein/unser FöJ schon zu Ende – die Zeit rennt! Und schade ist es auch :-(.

In der ersten Maiwoche fuhren wir in das Kaltenhofer Moor und nach Schmoel und machten die monatliche „Pegelkontrolle“. Im Anschluss ging es zu dem „wilden Campingplatz“, der am Eiszeitmuseum in Lütjenburg liegt. Da Leonie das Gut Panker, dass am Weg und sehr schön liegt, noch nicht kannte, machten wir hinterher einen kleinen Abstecher dorthin und schauten uns die schöne Anlage an. Es befindet sich dort die bekannte Trakehnerpferde - Zucht der Prinzenfamilie von Hessen. Zur Zeit gibt es sogar ganz junge Fohlen, die Leonie und ich natürlich sehr süß fanden. Ich kannte das Gut zwar schon von früheren Besuchen, finde es aber immer wieder total schön. Am frühen Nachmittag setzte mich Leonie wieder bei mir Zuhause dann ab.      
Freitag stand dann das Hartshoper Moor auf dem Plan. Es regnete zwar die ganze Zeit, aber wir waren sehr schnell fertig mit unseren Pegeln. Wenn man erst Mal weiß, wo alle sind und wie man es machen muss, ist es echt fix zu erledigen. In der Stiftung angekommen, checkten wir unsere Mails und haben von Wiebke, einer Mitarbeiterin der Stiftung, erfahren, dass im Kaltenhofer Moor das Schild und das Flatterband von der Gans weg sind. Erinnert ihr Euch? Wir hatten im letzten Monat dort ein Schild angebracht mit der Aufschrift: „Bitte nicht stören!! Hier brütet eine Gans!“. Das wurde irgendwie „entfernt“. Wer macht so etwas?
Also fuhren wir am Nachmittag noch einmal hin und brachten ein neues Schild und neues Flatterband an. Hoffentlich hält es diesmal länger - und vor allem Störenfriede ab, damit die Kanadagans ihre Eier in Ruhe ausbrüten kann. Wir sind gespannt, ob wir im Juni, wenn wir wieder hier sind, kleine Gänseküken sehen können? Ich freue mich schon. Danach ging es ins Wochenende. 

Nach einem sommerlichen Sonntag starteten wir mit sehr schwülwarmen Wetter in die neue Woche. Aber nach der gefühlt langen Zeit der Kälte tat das schöne Wetter richtig gut! Leonie holte mich von Zuhause ab und wir fuhren nach Kasseedorf. Dort sollten wir die letzten Reste Markierband entfernen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir im letzten Winter einige Weißdornsträucher dort markiert haben, die entfernt bzw. stehen bleiben  sollten. Das ist dann später auch entsprechend geschehen. Der Weißdorn wird so unter Kontrolle gehalten, damit er sich nicht allzu sehr ausbreitet und man später dort nicht einen Weißdornwald hat. Wir haben uns aufgeteilt, suchten die Reste Markierband und sammelten sie ein. Als wir fertig waren, wollten wir noch nach den Kühen schauen, die eigentlich auf dieser Koppel stehen, haben sie aber nicht gefunden. Stattdessen trafen wir noch zwei Mitarbeiter vom LLUR, die auf der Fläche unterwegs waren. Danach gingen wir zum Auto zurück und wollten wegfahren, doch es ging nicht – FESTGEFAHREN!! Und wir haben schon gedacht, dass wir die Einzigen wären, die sich im FÖJ nicht festfahren werden. Wir hatten den Wagen vor dem Gelände am Tor geparkt und beide nicht bemerkt, dass der Boden dort scheinbar sehr weich und durch den Regen der letzten Tage noch mehr aufgeweicht wurde. Wir versuchten also zuerst selber den Autoreifen frei zu bekommen. Erst haben wir den dicken, nassen Matsch mit den Händen beiseite geschoben, dann habe ich von vorne geschoben und Leonie versuchte herauszufahren. Das Ganze mehrfach - vergebens! Wir wollten dann auf die andere Seit der Koppel, weil wir dachten, dass dort die beiden Mitarbeiter vom LLUR parkten. Unterwegs rief Leonie sicherheitshalber aber noch in der Stiftung an, was wir machen sollten. (Wir sollten entweder den nächst gelegenen Bauernhof aufsuchen oder den ADAC anrufen.) Zum Glück waren mehrere Höfe in der Nähe und wir machten uns auf den Weg. Zufälligerweise rief uns dann aber einer der Mitarbeiter vom LLUR an, den wir vorher getroffen hatten. Er teilte uns mit, dass sie mit einem Abschleppseil an unserem Parkplatz stünden, da sie mitbekommen hatten, dass wir feststeckten. So wurde das Abschleppseil angebracht und versucht unseren Wagen frei zu bekommen – ohne Erfolg. Also wurden Zweige unter die festgefahrenen Reifen gelegt. Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer bot auch seine Hilfe an und so schoben wir zu Dritt und mit einem schnellen Ruck hatte „unser“ Hyundai wieder festen Boden unter den Reifen – und Leonie und ich lagen im Dreck, da wir vorne geschoben hatten. Außer, dass die Klamotten noch schmutziger waren, ist aber nichts passiert. Hauptsache, wir hatten den Wagen wieder frei - was für eine Aktion! Wir bedankten uns bei unseren Helfern und machten uns auf den Rückweg. In Plön gönnten wir uns dann auf den Schrecken noch ein leckeres Eis. Leonie setzte mich wieder Zuhause ab.
(Vielen Dank , dass Du es immer machst, wenn wir in der Nähe unterwegs sind!) Dienstag wollten wir eigentlich ins Große Moor nach Dätgen fahren, aber es war sehr regnerisch und  so verschoben wir die Tour. Wir verbrachten einen Bürotag in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben. Ich begann mit dem Blog und wir räumten den Keller auf. Außerdem fuhr Leonie mit dem Hyundai, den wir gestern benutzt haben, in die Waschstraße, da er gestern doch sehr schmutzig geworden ist!! Mittwoch habe ich sozusagen „Homeoffice“, da ich mit meiner FöJ – Gruppe zu einem Vorbereitungstreffen für das nächste Seminar verabredet bin - online natürlich. Danach starte ich in ein langes Wochenende, denn Freitag nach Himmelfahrt habe ich Urlaub. Vielleicht ihr auch? Dann habt ihr bestimmt auch  Zeit ein bisschen in unserem Blog zu lesen, oder?                                                                                               

Bis bald – nass kühle Grüße!

Eure Clara

16+17. Kalenderwoche (19. April - 02. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

auch ich hatte um Ostern herum ein bisschen frei, aber nicht nur Urlaub zum Chillen, sondern auch sozusagen „Arbeitsurlaub“. An zwei freigestellten Tagen habe ich nämlich Seeschwalbenattrappen „gebastelt“. Es wurden zwei verschieden Arten gebraucht – Flussseeschwalbe und Zwergseeschwalbe. Da das eine Sache mit mehreren Arbeitsschritten ist – modellieren, ärgern! – trocknen, anmalen - trocknen, lackieren – trocknen, habe ich das Zuhause gemacht. Da konnte ich mich mehr ausbreiten – und auch laut fluchen, wenn es nicht so klappen wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber am Ende sind die „Models“ ganz gut geworden - oder was meint ihr?
So ging es erst am Donnerstag nach Ostern wieder in den normalen Alltag für mich, Leonie hatte noch Urlaub. Ich fuhr mit Michael nach Kasseedorf. Hier haben wir schon mehrfach gearbeitet. Vielleicht erinnert ihr euch auch? Diesmal sollte auf einer Stiftungsfläche auf der Wildschweine „fleißig“ waren, deren Vorarbeit genutzt und Wildblumensaat in die aufgebrochenen Löcher eingesät werden. Mit dabei war Doris, eine Biologin. Mit ihr hatten wir schon im letzten Herbst im Johannistal Saatgut von verschieden Wildblumen „geerntet“,
Bevor die Saat jetzt in den Boden konnte, haben wir sie mit Sägemehl vermischt, um sie trocken zu halten und vor hungrigen Vögel etc. zu schützen. Dann hat Michael den Boden etwas gelockert und Doris und ich brachten die Saat ein. Die Schwarzkittel (= Wildschweine) waren fleißig bzw. war wohl eine große Rotte (= Gruppe/Familie) unterwegs, so dass wir bis zum Nachmittag zu tun hatten. Auf dem Rückweg setzte mich Michael zuhause ab. Praktisch, wenn man sozusagen am Weg wohnt. Am Freitag modellierte ich weiter an den Seeschwalbenattrappen (s. o…..modellieren, fluchen….!) und schon ging es wieder ins Wochenende. Am Montag war für mich wieder ein normaler Tag in der Stiftung. Leonie fuhr ohne mich zum Pegelmessen ins Dosenmoor, da ich in so ein großes Moor (leider!!) nach wie vor nicht mit kann. So habe ich den Tag mit Büroarbeit.
Am Dienstag ging es früh los, da wir ins Große Moor nach Dätgen fuhren, um dort auch die monatlichen Pegelmessungen weiter zuführen. Es war wunderbares Wetter und ein richtig herrlicher Frühlingstag, den wir sehr genossen haben
J. Im Anschluss fuhren wir noch zu den beiden „wilden Campingplätzen“, die wir auf dieser Tour vom Frühjahr bis zum Herbst immer regelmäßig kontrollieren. Sie waren aber alle sauber. Danach ging es noch weiter ins Kaltenhofer Moor. Hier sollten wir noch ein Schild montieren, da dort an einem kleinen See eine Kanadagans brütet. Da ihr Nest sichtbar für Spaziergänger und Neugierige ist, soll versucht werden, sie zu schützen. Leonie hatte am Montag noch ein Schild mit den Worten : „Bitte nicht stören! Hier brütet eine Gans!“ ausgedruckt und ein laminiert. Es wurde an einen Holzpfahl genagelt und in den Boden geschlagen. Wir sind gespannt, ob die Kanadagans, es schafft ihre Eier nun ungestört auszubrüten. Eine Gans brütet etwa vier Wochen bis die Küken schlüpfen. Es hängt von der Nahrung und von der Zeit ab, wie groß das Gelege wird. Sie legen zwischen zwei und zwölf Eiern. Kleine Gössel (Gänse) sind super süß finde ich. Ich muss immer an „Nils Holgersson“ oder an „Amy und die Wildgänse“ denken, wenn ich Gänse und ihre Küken sehe ( auch bei Gänsen ohne KükenJ). Am Mittwoch ging es morgens ganz früh los, da wir um 9:00h schon am Haasberger See sein sollten. Er liegt kurz vor der dänischen Grenze und man fährt ca.1,5 Std. Dort trafen wir uns mit Annalena und Gudrun. Am Haasberger See haben wir im vergangenen Sommer die alten Brutflöße für Trauerseeschwalben aus den Teichen geholt. Diese haben wir im Februar gemeinsam repariert und nun sollten sie wieder zu Wasser gelassen werden. Bevor das losgehen konnte, wurde Matsch in drei Eimern angerührt. Jeweils zwei Brutflöße wurden dann an einem Stein mit Loch fixiert, sozusagen als Anker, damit die Flöße an einer Stelle bleiben und nicht hin- und hertreiben. Aus dem angerührten Matsch haben wir dann Nester geformt und auf den Flößen platziert. Damit das Ganze echter aussieht, wurden die Nester noch mit etwas Gras „dekoriert“. Die ca. 35 Brutflöße wurden auf zwei Teiche verteilt. Vorher haben wir noch an drei anderen Teichen, auf denen keine Brutflöße vorhanden sind, alte Plastikrohre eingesammelt. Die Teiche gab es vorher noch gar nicht auf dieser Fläche. Sie wurden extra für die Trauerseeschwalben angelegt, daher auch die Brutflöße. Gegen Mittag waren wir fertig. Es war übrigens richtig kalt und vor allem windig an diesem Tag – und natürlich hatten wir Wathosen bei unserer Arbeit an :-). Wir entsorgten noch die alten Plastikrohre in der Mülldeponie und machten uns dann auf den Heimweg. In der Stiftung dann die täglich übliche „Corona- Routine“ (Auto desinfizieren, lüften), Wathosen säubern und ab in den Feierabend.
Am Donnerstagvormittag ging es mit Lisa auf eine Stiftungsfläche nach Wennebek, um dort Müll zu sammeln. Anschließend brachten wir ihn zur Mülldeponie. Insgesamt kamen fast zehn blaue Säcke zusammen. Unglaublich, was die Leute alles in der Natur entsorgen!….. Freitag ging es bei herrlichem Sonnenschein zum kleinen Binnensee nach Sehlendorf. Leonie holte mich auf dem Weg von zuhause ab. Mit Olli zusammen waren wir wieder im „Kartoffelroseneinsatz“, denn noch ist die Fläche nicht komplett von dieser invasiven Pflanze befreit. Außerdem haben wir auch hier noch jede Menge Müll und Glas gesammelt. Unsere Mittagspause konnten wir am Strand machen und Olli hat uns zu Eis und Kuchen eingeladen, total nett. Am späten Nachmittag waren wir mit unserem Einsatz fertig. Auf dem Rückweg ließ mich Leonie wieder zuhause aussteigen. Olli kam diesmal mit und ich konnte ihm feierlich meine Seeschwalbenattrappen übergeben. Ich glaube, er findet sie gut, worüber ich mich natürlich sehr freue. Am meisten würde es mich aber freuen, wenn sie auch ihren Zweck erfüllen und tatsächlich andere Seeschwalben anlocken. Nach einem kleinen Rundgang mit Olli über unser Grundstück gingen wir drei ins Wochenende. In der nächsten Woche beginnt schon das 4. Seminar, wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich bin schon gespannt wie das werden wird, denn es ist (leider!) wieder ein Online-Seminar. Aber unsere Betreuer haben sich bestimmt wieder einiges für uns ausgedacht.

Bis zum nächsten Mal!

Habt eine gute Zeit und bleibt gesund -

Eure

Clara

15. Kalenderwoche (12. -18. April 2021)

Hallo zusammen,

nach einem kurzen Osterurlaub, den ich zu Hause in Bayern verbracht habe, ging es für mich am Dienstag wieder los mit der Arbeit. Wir fuhren, nachdem ich mich erstmal durch alle, in meinem Urlaub angekommenen Mails geklickt habe, gegen Mittag los ins Kaltenhofer Moor, um mit den monatlichen Pegelmessungen zu beginnen. Am Mittwoch ging es für Lina und mich dann ins Königsmoor. Dort trafen wir, während wir gerade am Pegel messen waren zwei Polizisten, die sich die Staue erneut anschauen wollten, die vor einiger Zeit zerstört worden sind. Gestern sind Clara und ich ins Naturschutzgebiet in Kasseedorf gefahren, um Saatgut in Wildschweinstörstellen zu verteilen. Da das Gebiet relativ groß ist und die Wildschweine zudem ziemlich fleißig waren, den Boden aufzuwühlen, waren wir damit bis in den frühen Nachmittag beschäftigt. Heute standen dann noch die Pegelmessungen im Hartshoper Moor an, mit denen wir in einem Rekordtempo von 35 Minuten fertig waren. Zugegebenermaßen müssen wir in diesem Moor auch nur sieben Pegel messen und auch keine wirklich weiten Strecken laufen – so schnell waren wir trotzdem noch nie. Nach dem Moor sind wir anschließend noch in die Arche Gärtnerei gefahren, um zwei Ampferstecher zurück zu geben.

In dieser Woche wurden auch die neuen FÖJler*innen ausgewählt. Nun muss nur noch der Koppelsberg zustimmen und dann können sie im August starten.

Das war´s auch schon wieder mit dieser Woche und diesem kurzen und unspektakulärem Blog.

Bis bald

Leonie

12. Kalenderwoche (22.-28. März 2021)

Moin Leute,

diese Woche war nicht viel los und somit eine entspannte Woche für mich.

Am Montag hatte ich einen Büroarbeitstag, am Dienstag hatte ich Büro-und-Gartenarbeit gemacht. Ich verbrachte morgens zwei Stunden mit Ordner scannen und den Rest des Tages im Garten. Ich harkte das alte Herbstlaub vom letzten Jahr zusammen und brachte es weg. Mit Mona, der „Haus-und Gartenmeisterin schnitt ich im Garten die alten Pflanzenstiele ab und leerte noch vier Vogelnistkästen. In einem war sogar eine Mausfamilie drin, die ich leider rausschmeißen musste. Es war sogar ein Mäusebaby drin, das aus dem Nest fiel, als ich das alte Vogelnest herauszog. Es krabbelte aber schnell hinter einem Alttier her in ein Mauseloch, das sich am Baumstumpf unter dem Nistkasten befand, und hat zum Glück überlebt. Ich sah es, da das hinter einem Alttier hinterher gesprungen war und es im Laub geraschelt hatte.
Am Mittwochmorgen holte mich Leonie mit dem Stiftungsauto am Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam los und kontrollierten 12 Übernachtungsplätze im Stiftungsland, wo man mit seinem Zelt eine Nacht übernachten kann. Dort dürfen maximal 2 Zelte pro Nacht stehen mit max. je 3 Personen darin. Damit verbrachten wir den ganzen Tag und Leonie lies mich abends wieder am Hauptbahnhof  raus. Donnerstag und Freitag hatte ich wieder Büroarbeitstage, dass hieß wieder einen Ordner scannen oder diesen Blog schreiben.

Das war´s auch schon von mir wieder.
Jetzt kommen noch zwei Berichte von Leonie, da ich an diesen beiden Tagen nicht mitgekommen bin.

Am Dienstag fuhr ich erneut mit Olli nach Eiderstedt, um einen weiteren Prädatorenschutzzaun aufzubauen. Hani, ein Trainee der Stiftung, begleitete uns außerdem, damit er weiter Stiftungsflächen kennenlernt. Da die Fläche diesmal wesentlich kleiner war als die letzten beiden Male und man außerdem die Fläche mit dem Auto befahren konnte, sodass man die einzelnen Zaunstücke nicht per Hand auf der ganzen Fläche verteilen musste, ging der Zaunaufbau diesmal deutlich schneller. Gegen Mittag waren wir fast schon durch und einer der letzten Schritte war das Durchschneiden der unteren beiden Litzen des Zaunes. Dadurch können Frösche, die keine Gefahr für die Bodenbrüter sind, den Zaun weiterhin gefahrlos passieren. Nach dem Zaunaufbau fuhren wir auf die Fläche, auf der wir bereits vor zwei Wochen den Zaun aufgestellt haben. Dort starteten wir, passend zu Ostern, eine erste schnelle Eiersuche. Jedoch natürlich nicht nach Ostereiern, sondern nach welchen vom Kiebitz oder der Uferschnepfe. Die Eier waren natürlich auch nicht bunt, sondern grün-schwarz und somit perfekt dem Boden angepasst, was die Suche für totale Anfänger nicht unbedingt einfach machte, die Eier aber gut vor Fressfeinden schützt. Am Ende hatten wir drei Nester gefunden mit jeweils zwei-drei Eiern darin.

Am Donnerstag ging es für mich und Chris in den Arche Park. Der Park ist ein ehemaliges Militärgelände, weswegen dort auch noch eine Menge Bunker sind. Heutzutage werden diese unterschiedlich genutzt, entweder als Abstellraum, Heulager oder als Fledermausquartier. Nach einem Rundgang, bei dem wir die einzelnen Bunker, ihre Nummern und ihre jetzige Funktion aufgenommen haben, hatten wir noch zwei Gespräche mit den Pächtern der dortigen Weiden, auf denen Schafe bzw. Rinder laufen.

Bis bald,

Frühlingsgrüße von

Eurer Clara

 

 

11. Kalenderwoche (15. -21. März 2021)

Hallo zusammen,

die Woche hat für mich stürmisch im Königsmoor begonnen. Am Montag sind Anna und ich in die Nähe von Rendsburg gefahren, um dort die monatlich fälligen Pegelmessung durchzuführen. Leider hat das Wetter diesmal nicht sonderlich gut mitgespielt und so kamen wir immer wieder in kleine Regenschauer. Warm eingepackt war das aber dann doch kein großes Problem. Was sich aber als Problem rausstellte war, dass das Moor extrem nass war und wir daher einige Pegel gar nicht erreichten, weil uns das Wasser sonst in unsere Gummistiefel gelaufen wäre. Nasse Füße hatte Anna leider dann doch relativ schnell, da in beide Gummistiefel durch Dornen Löcher gerissen wurden. Unser kläglicher Versuch, die Stiefel mit Hilfe von Klebeband wieder dicht zu machen, scheiterte leider und so haben wir nach dem Hälfte der Pegel die Tour für den Tag abgebrochen und starten nächste Woche einen nächsten Versuch, bei hoffentlich etwas besserem Wetter. Dienstag hatte ich dann mein nächstes Zoom Meeting für die Vorbereiter des nächsten FÖJ-Seminares. Ich bereite unter anderem die Themen Nachhaltig Wirtschaften, Postwachstum und Greenwashing vor. Ich fuhr daher erst gegen Mittag in die Stiftung und wir verbrachten den Tag mit kleinen Büroaufgaben wie dem Scannen des Presseechos, Planen der nächsten Wochen usw. Mitte der Woche ging es für mich dann weiter mit den Pegelmessungen, diesmal im Dosenmoor. Begleitet wurde ich wieder von Beyza. Da unser Lichtlot, mit dem wir sonst eigentlich den Wasserstand messen, kaputt ist und erst repariert werden muss, mussten wir diesmal den Wasserstand mit einem Zollstock messen. Das erschwerte die Sache etwas, da im Gegensatz zum Lichlot, welches man einfach nur die Röhre hinablässt und dann piept sobald es auf Wasser trifft, wir mit Hilfe von unserer Handytaschenlampe (damit man überhaupt etwas in den Röhren sieht) und anderen kleinen Tricks den Wasserstand ermitteln mussten. Gestern sind wir mit Olli dann wieder in einen Speicherkoog, auf einem Militärgelände, gefahren um erneut einen Schutzzaun aufzubauen, der kleine Räuber aufhalten soll, die Eier von seltenen Vögeln zu fressen. Heute geht es auch nochmal ins Moor und dann auch schon ab ins Wochenende.

Bis bald Leonie

10. Kalenderwoche (08.-14. März 2021)

Moin zusammen,

aus meiner Woche gibt es dieses Mal gar nicht so viel zu berichten. 
Montag hatte ich mir frei genommen und so begann meine Woche erst am Dienstag mit einem Tag in der Stiftung. 
Leonie war von Montag bis Mittwoch nicht da, da sie auf dem Koppelsberg beim Ausverfahren der neuen FÖJler*innen dabei war.
So kontrollierte ich z.B. die Dienstfahrzeuge auf Vollständigkeit der Materialboxen. Jeder Wagen hat so eine Box an Bord. Hier gehört das Nötigste hinein, was man für die Arbeit im Außendienst braucht: z.B. Arbeitshandschuhe, Müllsäcke, Klappspaten, Zollstock, Flatterband, Farbspray (natürlich biologisch abbaubar
J). Anita, eine Mitarbeiterin der Stiftung, hatte die Sachen im Baumarkt besorgt, so weit das möglich war. Vieles war auch schon ausverkauft. Am Mittwoch waren alle Büros besetzt, dass heißt auch der Platz, an dem ich die letzten Tage und Monate immer gesessen habe. Also saß ich dann am Vormittag mit Anita zusammen in einem Büro und musste Maske tragen. Ich erledigte alle Aufgaben, die noch gemacht werden mussten und durfte dann früher nach Hause gehen, um mit der „Osterbastelei“ für die Stiftung zu beginnen. Wir hatten zuhause viel Birkenreisig übrig, aus dem ich einige Kränze gebunden habe. Außerdem habe ich jede Menge Schmetterlinge und Libellen aus Transparentpapier gefaltet und geklebt. 
Mal schauen, wie es nachher in der Stiftung aussieht. 
Am Donnerstag waren wir eigentlich wieder mit Olli in Nordfriesland im Adenbüllerkoog verabredet, um Zäune aufzubauen. Durch den Wetterbericht hatten wir aber schon mitbekommen, dass „Luis“, ein Sturmtief, im Anmarsch war und es übles Wetter geben sollte. So wurde diese Tour erstmal verschoben.
Im Nachhinein war das auch wirklich berechtigt, da es den ganzen Tag nur geregnet und gestürmt hat. So war an diesem Tag Innendienst angesagt. 
Am Freitag hatte das Wetter sich wieder beruhigt und Leonie und ich machten uns früh auf den Weg Richtung Nordfriesland. Wir hatten den Auftrag von Annalena bekommen, dort auf unterschiedlichen Stiftungsflächen (wie in Süderlügum, Hollingstedt, Hattstedt, Rosenkranz und noch in einigen anderen Gebieten) Staue aufzudrehen. 
Die Staue werden im Sommer runter gedreht, damit die Flächen entwässert werden, damit die Bauern dort mähen oder beweiden können. Im Winter/ Frühjahr werden sie hochgestellt, damit die Flächen aufgestaut werden und die Watvögel wie Brachvogel, Bekassine und Uferschnepfe dort stochern und brüten können. Diese Arbeit dauerte den ganzen Tag und so kamen wir relativ spät wieder in der Stiftung an und konnten in ein wieder stürmisches, nasses Wochenende starten, denn das nächste Sturmtief namens „Klaus“ zog über Schleswig- Holstein hinweg.

Aber wie heißt es doch so schön...“ohne Regen gibt es keinen Frühling?“

Stürmische Grüße
Eure Clara

09. Kalenderwoche (01. - 07. März 2021)

Hallo zusammen,


der März hat für uns mit viel Arbeit und Außeneinsätzen begonnen und wird wohl auch so weiter gehen. Nach den letzten zwei Monaten, die wir nur mit wenig Arbeit und viel Zeit Zuhause verbracht haben, sind Clara und ich darüber aber echt glücklich. Den Montag habe ich noch mit Büroarbeit, Auto waschen und einem Zoom-Meeting verbracht, bei dem ich und einige andere FÖJler auf nächste Woche vorbereiten wurden. Dann sind wir nämlich bei einem Zuteilungsverfahren von unserem Träger, bei dem wir die Bewerbungen von den Personen, die ab August ein FÖJ in Schleswig-Holstein machen wollen, den Einsatzstellen zuteilen.

Am Dienstag ging es für mich mit einem erneuten Zoom- Meeting weiter. Diesmal ging es aber über unser viertes Seminar, Ende April. Bei unserem ersten Seminar hatten wir uns dafür schon das Thema ausgesucht und zwar „Klimawandel und Wirtschaft“. Da es aufgrund der aktuellen Lage ein bisschen schwierig ist zu planen, ob das Programm für ein Präsenzseminar oder ein Online-Seminar ist, mussten wir lange überlegen wie wir das Programm aufstellen. Ich glaube aber, dass wir schlussendlich zu einer ganz guten Lösung gekommen sind und freu mich schon auf die nächsten Wochen, in denen wir zwar noch viel planen müssen, aber uns mit echt spanenden Themen beschäftigen können.

Am Mittwoch ging es dann für Clara und mich mit zu einer Flächenkontrolle ins Jardelunder Moor, direkt an der dänischen Grenze. Chris, der die Gebiete teilweise auch erst neu übernommen hat, hat uns viel über Biotoptypen und die Schutzgebiete erzählt. Das Jardelunder Moor ist zum Beispiel Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet.

Bei bestem Wetter ging es dann auch noch zu zwei weiteren Stiftungsflächen, wovon eine, eine wunderschöne alte Kiesgrube war. Am nächsten Tag fuhren wir mit Olli nach Eiderstätt in den Beltringhardener Koog, um dort einen Prädatoren Schutzzaun aufzubauen. Durch das EU-Projekt Life-Limosa und der daraus folgenden Aufwertung des Gebietes, hat dort in den letzten Jahren, die stark gefährdete Uferschnepfe, die zu den in Wiesen brütenden Watvögeln zählt, wieder angefangen zu brüten. Leider aber nur mit wenig Erfolg, da die Eier oftmals von Füchsen, Igeln oder dem ein oder anderen Dachs geklaut worden sind. Damit das nicht mehr passiert und die Uferschnepfe in Ruhe brüten kann, haben wir einen Elektrozaun aufgebaut, der die Räuber in Zukunft hoffentlich abhält.  Nach getaner Arbeit haben wir noch bei einer friesischen Schafskäserei vorbeigeschaut, der ganz viele kleine Lämmer hat. Der Inhaber erzählte uns noch viel von dem Konzept, das hinter seinem Hof steht, was sehr interessant war. Zum krönenden Abschluss des Tages fuhren wir noch nach Osterhever, um dort noch einige Stiftungsflächen zu sehen. Vom Deich aus hatten wir dann auch noch eine wunderschöne Aussicht auf den bekannten Westerhever Leuchtturm im Sonnenuntergang. Glücklich aber auch erschöpft vom Tag machten wir und dann gegen 19 Uhr wieder auf den Weg nach Kiel.

Am Freitag ging es dann für uns nur noch ins Kaltenhofer Moor und dann auch schon ins Wochenende.

 

Bis bald

Leonie

8. Kalenderwoche (22. - 28. Februar 2021)

Moin Leute,

nach kurzem eisigem Winter begann die vierte Februarwoche mit frühlingshaften Temperaturen. Neulich noch zum Rodeln oder Eislaufen und ein paar Tage später im T-Shirt am Strand in der Sonne sitzen... und da gibt es immer noch Menschen, die sagen, den Klimawandel gibt es nicht??

Da ich Montag frei hatte, hatte ich ein langes Wochenende. Dienstag habe ich mit Michael Ott gearbeitet. Michael Ott ist ein Maßnahmen Manager und für die Projektenentwicklungen zuständig ist. Während Leonie mit Azubine Anna ins Große Moor nach Dätgen gefahren ist, um die Pegelstände zu messen.
Leider kann ich die großen Moore nicht mitmachen, da mein Knie noch immer Probleme macht, wenn ich große, unebene Strecken laufen muss. Mal schauen, ob es im nächsten Monat klappt. Ich fuhr also mit Michael morgens nach Kasseedorf.
An den Kasseedorfer Teichen liegen viele Koppeln, die gerade neu eingezäunt worden sind. Ausgerüstet mit Tablet und GPS-App sollte ich die Zäune darüber markieren.
Dazu musste ich den neuen Zaun, über zwei miteinander verbundenen Koppeln, entlang laufen und das Tablet mit dem GPS-Gerät  in die Richtung des Zauns halten.
Das Ganze ging insgesamt über eine Strecke von 4km. Gut übrigens, dass es Gummistiefel gibt, denn das Gelände war ziemlich aufgeweicht. Auch einen kleinen, gar nicht so schmalen Bach, der die Koppeln trennt, musste ich überqueren.
Da der Akku des Tablets schon ziemlich leer war, dachten wir schon, ich wäre umsonst gelaufen, aber gottseidank wurde alles markiert und aufgezeichnet.
Im Anschluss fuhren wir zu einer weiteren, etwas kleineren Koppel, die auch markiert werden sollte. Diesmal übernahm Michael den Part und ich machte in der Zeit Mittag. Nachdem alles erledigt war fuhren wir zurück. Da mein Zuhause auf dem Heimweg liegt, ließ Michael mich dort raus und ich hatte einen frühen Feierabend Mittwoch verbrachte ich mit Leonie den Tag in der Stiftung und wir reparierten die Brutflöße für die Seeschwalben weiter. Donnerstag stand das Hartshoper Moor auf dem Programm, da Leonie es in der letzten Woche nicht mehr geschafft hatte. Pegelmessen war angesagt. Danach reparierten wir die Blutflöße zu Ende und machten im Anschluss Feierabend.

Außerdem erreichte uns die Nachricht, dass irgendwelche "nicht netten Menschen" im Königsmoor großen Schaden angerichtet hatten. Man hat die Überläufe mutwillig kaputt gemacht und so ist das ganze Wasser abgelaufen. Die Arbeit einer langen Zeit umsonst!! Unfassbar! Der NDR hat auch darüber berichtet. Falls ihr möchtet, schaut euch das gerne an.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Koenigsmoor-Unbekannte-haben-Teile-trockengelegt,shmag80644.html

Bis zum nächsten Mal -

Frühlingsgrüße von

Clara

 

06.+07. Kalenderwoche (08. - 21. Februar 2021)

Servus und Moin zusammen,

da letzte Woche für mich eine reine Bürowoche war und ein Bericht darüber relativ langweilig wäre, kommt der Blog erst jetzt. Eigentlich wollte ich letzte Woche bereits zweimal ins Moor, allerdings wurde es beide Male aufgrund vom Wetter verschoben. Das ging dann auch diese Woche so weiter. Am Montag sind Lina und ich in der früh ins Dosenmoor aufgebrochen, um dort die Wasserstände zu messen. Da aber für mittags Eisregen angesagt war, hatten wir die Anweisung um 12 Uhr wieder bei der Stiftung zu sein. Wir beeilten uns also was aber gar nicht so einfach war, denn obwohl ich inzwischen eigentlich weiß wo alle Pegel stehen, hatten wir manchmal Probleme sie unter der Schneedecke zu finden. Bis mittags schafften wir dann trotzdem die Hälfte der Pegel und der Nachmittag wurde mit Büroarbeit verbracht. Eigentlich hatten wir den Plan die restlichen Pegel dann am Dienstag zu messen, allerdings machte uns auch da wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung, da es am Montagabend nochmal ordentlich schneite und wir deswegen die Moor Tour erneut verschieben sollten. Den Dienstag verbrachten wir also deswegen mit Excel Tabellen, dem Einscannen des Presseechos (was einerseits eine relativ langweilige Aufgabe ist, man aber auf der anderen Seite alte Artikel, in denen die Stiftung erwähnt wurde sieht und man dadurch auch nochmal viel über die Geschichte der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erfährt). Außerdem hat Clara angefangen die Brutflöße, die wir mit Annalena im September von ein paar Teichen geholt haben, zu renovieren. Dabei wird die alte Bambusmatte vom Styropor abgelöst und durch eine neue ersetzt, welche dann mit Hilfe von Baukleber und Draht festgemacht wird. Am Freitag bin ich dann nochmal erneut mit Hani ins Dosenmoor gefahren. Da es in der Zeit zwischen Montag nochmal viel Niederschlag gab, mussten wir bei der Pegelmessung nochmal von vorne beginnen. Da das Wetter aber echt schön war und die Sonne sogar immer wieder durchkam, war das nicht weiter schlimm. Wir hatten sogar wieder eine Begegnung mit einem Fasan, vor dem Lina und ich uns am Montag schon unglaublich erschreckt haben, als er plötzlich laut meckernd weggeflogen ist.

Das war´s auch schon wieder mit meinem kurzen Bericht.

Bis bald

Leonie

5. Kalenderwoche (01. - 07. Februar 2021)

Ja, es gibt uns noch!! Und nun gibt es auch endlich wieder einen regelmäßigen Blog!

Moin zusammen,
ich hoffe, es geht euch allen gut?

Leonie und ich waren den ganzen Januar wegen Corona freigestellt. In dieser Zeit hatten wir das Projekt  "Nistkästen/Insektenhotel bauen" zu bearbeiten. Mit zusammengesuchten Materialien und Restholz habe ich beides gebaut. Ein "Reihenhaus" für Spatzen ist fertig, das Insektenhotel muss noch zu Ende befüllt werden. Ansonsten habe ich diese geschenkte Zeit genutzt, um meinen Zwischenbericht zu schreiben, Bewerbungen auf den Weg zu bringen oder zu Nähen. Die Winterzählung der Gartenvögel habe ich auch mitgemacht. Langeweile hatte ich jedenfalls nicht. Außerdem hatten wir in der letzten Januarwoche ein Online-Seminar mit unserer FöJ Gruppe, da ein "richtiges" Seminar leider nicht stattfinden konnte. Es wurde sich viel Mühe gegeben alles gut zu gestalten, so dass es nie langweilig wurde. Trotzdem ist ein "echtes" Seminar natürlich viel schöner. Von unserer Ansprechpartnerin in der Stiftung wurden wir in dieser Zeit immer auf dem Laufenden gehalten über die neuen Corona-Regeln in der Stiftung.

Nach langer „Coronapause“ durften Leonie und ich endlich wieder am 01.02.2021 anfangen zu arbeiten. Wir verbrachten unseren ersten Arbeitstag in der Stiftung und planten selbstständig unsere Woche. Durch mein nicht ganz fittes Knie kann ich leider noch immer nicht mit in die großen Moore, um dort Pegel zu messen. Zur Probe wollte ich aber mit in das „kleine“ Kaltenhofer Moor. Am Dienstag ging es also los. Dort angekommen stellten wir fest, dass fast überall Hochwasser und alles verschneit und zugefroren war. Einige Pegel  konnten wir gar nicht erreichen, da sie unter Wasser standen und damit zugefroren waren. Im Anschluss an die Moortour fuhren wir nach Schmoel an die Ostsee,  um dort die anliegenden Lattenpegel  zu messen. Hier machten Leonie und ich  noch einen kleine Strandspaziergang, da dass Wetter so herrlich war- sonnig, eiskalt und knallblauer Himmel. Der Strand war vorne an sogar zugefroren, was an der Ostsee eher selten ist. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zurück und Leonie ließ mich auf dem Weg zuhause heraus (Danke :-)).
Am Mittwoch verbrachten wir den Vormittag in der Stiftung. Nachmittags fuhren wir kurz nach Sprenge, um die Wildtierkameras zu überprüfen, die wir dort installiert hatten. Es schneite heftig und ein eiskalter Wind ließ uns ordentlich frieren. Wir wechselten Speicherkarten und Batterien und mussten leider auch feststellen, dass uns eine Kamera entwendet wurde. Sehr ärgerlich! Durchgefroren fuhren wir in die Stiftung zurück und waren froh, dass wir ein warmes Auto hatten.
Am Donnerstagmorgen war alles komplett verschneit.
Leonie fuhr alleine in die Geltinger Birk, um dort einem Mitarbeiter von der Stiftung zu helfen. Ich blieb in der Stiftung, da mein Knie von der Moortour leider wehtat.
Also verbrachte ich den Tag im Büro und beklebte Hefte und Zeitschriften von der Stiftung mit Logos.
Am Freitag haben wir wieder einen freien Tag und gehen ins Wochenende, Zeit genug also um zu rodeln oder einen Schneemann zu bauen.

Bis zum nächsten Mal!
Schneegrüße aus dem kalten Norden -

Eure Clara

 

 

51. Kalenderwoche (14. Dezember - 20. Dezember 2020)

Moin liebe Leute,

hier ist auch mein letzter Blog für dieses Jahr. 
Hohe Infektionszahlen und ein neuer „lock-down“ ab Mittwoch - wird es wohl bald ein Ende geben?
Ich hoffe ja. Ich wünsche mir, dass alle sich an die Regeln halten, auch wenn es total schwer ist, denn ich glaube, nur so können wir das blöde Virus bekämpfen! 
Auch hier in der Stiftung sind jetzt noch mehr Mitarbeiter im Homeoffice, viele haben jetzt auch schon Urlaub oder nehmen Freizeitausgleich, da jetzt nur noch eine Person/Büro anwesend sein darf. In dieser Woche gab es nichts mehr für uns zu tun, da Leonie und ich ab Dienstag freigestellt wurden bzw. danach auch in den Weihnachtsurlaub gehen.
Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen fröhlichen Rutsch ins (hoffentlich!!) gesunde, neue Jahr 2021! Bleibt gesund, bleibt zuhause und vermeidet die Außenkontakte.
Somit können wir es schaffen! Einer für alle, alle für einen - oder wie war das noch?

Bis zum nächsten Jahr –

Eure Clara

 

 

50. Kalenderwoche (07.-13.Dezember 2020)

Servus und Moin zusammen, zu meinem letzten Blog im Jahr 2020.

letzte Woche war ich, bis auf einen Tag im Büro, die ganze Zeit nur draußen, weswegen ich erst jetzt dazu komme den Blog zu schreiben. Die Woche startete wieder mit einer Tour durch das Große Moor in Dätgen. Dieses mal begleitete mich wieder Beyza, die froh war, dass ihr diesmal die Begegnung mit einer Wildschweinfamilie ausblieb. Leider hatte ich diese Woche nicht das Glück, doch dazu nachher  mehr. Am Dienstag durften wir den ganzen Tag im Warmen bleiben, denn es  war Büroarbeit angesagt. Mitte der Woche ging es dann mit Anna das letzte Mal für dieses Jahr ins Moor. Begleitet wurden wir auch noch von ihren zwei Hunden, die eine Menge Spaß hatten durchs Wasser zu waten und über Gräben zu springen, über die wir teilweise eigentlich noch gar nicht wollten. Nachdem ich jetzt sowohl den Sommer, als auch den Herbst und den Winter im Moor erleben durfte, kann ich definitiv sagen, dass ich das Moor im Winter am wenigsten mag. Die Kälte macht die Moortouren einfach anstrengend und das dunkle Wetter motiviert auch nicht unbedingt. Allerdings freue ich mich umso mehr auf den Frühling im Moor. Wenn alles blüht und das Wetter wieder wärmer wird, stelle ich mir das Moor wunderschön vor. Am Donnerstag ging es dann für Clara und mich in die Arche Warder. Dadurch, dass unser letztes Seminar ausgefallen ist, werden die Seminartage nun in Form von Hospitationstagen in den Einsatzstellen nachgeholt. In der Arche Warder arbeiten drei FÖJ´lerinnen aus unserer Seminargruppe, die uns durch den Tag geführt und uns alles gezeigt haben. Die Arche Warder, ist ein Tierpark für seltene Nutztierrassen, dessen Ziel es ist, diese auf verschiedene Wege zu schützen. Der Tag begann damit, dass wir die verschiedensten Schweinerassen gefüttert haben. Es gab „Turpolje Schweine“ die sowohl schwimmen als auch tauchen können, viele Ferkel und sogenannte „Mangalitza Schweine“, deren Borsten lockig sind. Anschließend sind wir mit den Eseln spazieren gegangen, wobei ich ein sieben Monate altes Eselfohlen bekam, das nicht immer unbedingt das machen wollte, was der Rest der Gruppe machte. Mittagspause machten wir dann an einem Lagerfeuer, an dem wir uns auch wieder etwas aufwärmten. Um zum Schluss auch noch den ganzen Tierpark zu erkunden, machten wir eine Schnitzeljagd, die uns zu Maultieren, zum Ouessantschaf, was die kleinste Schafrassse der Welt ist und zu Ausgburger Hühnern brachte. Zwar waren wir am Ende vom Tag ziemlich durchgefroren, da wir aufgrund von Corona überhaupt nicht drinnen sein durften, dennoch fand ich es sehr schön, den Einblick in eine andere Einsatzstelle zu bekommen. Ende der Woche ging es für Clara, Michael und mich dann noch nach Kasseedorf, da wir dort Gehölze mit Trassierband auszeichneten. Michael und Clara markierten mit Sprühfarbe die Bäume, die entfernt werden sollen, damit mehr Sonne an den Boden kommt, während ich mit Absperrband das Gehölz umwickelte, das stehen bleiben soll. Als ich gerade wieder am markieren war, raschelte es zunächst im Gehölz ziemlich laut und wenig später sah ich zwei Meter entfernt von mir ein Wildschwein, das vermutlich von unserer Anwesenheit genauso erschrocken war, wie ich von seiner. Fertig von der Begegnung war ich reif für das Wochenende, in das wir kurze Zeit später auch starteten.

Bis bald

Leonie

49. Kalenderwoche (30. November - 06. Dezember 2020)

Moin Leute,

jetzt haben wir schon Dezember- wie schnell die Zeit vergeht (auch wenn ich gerade meist "nur" Innendienst mache). Leonie musste in dieser Woche ohne mich ins Moor. Aber bestimmt hat es mit Hani und Lina im Kaltenhofer Moor auch viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mit von der Partie bin.

Montag und Dienstag habe ich die Tage in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben ganz "chillig" verbracht. Am Mittwoch ging es dann aber schon früh los, da wir von Julia den Auftrag bekamen in HH-Wedel Erlen zurückzuschneiden. Dort kamen wir pünktlich um zehn Uhr an und haben zusammen mit Heiko und Maja mit der Arbeit begonnen auf einer Fläche, die die Stiftung Naturschutz gekauft hat. Heiko, ein Mitarbeiter des " Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume", hatte seinen Hund mit dabei. Ein schöner Deutsch Kurzhaar mit dem Namen "Johnny". Maja ist ebenfalls FöJlerin und arbeitet beim "LLUR". Die jungen Erlen, die dort wachsen, müssen jedes Jahr zurückgeschnitten werden, da sie sich sonst extrem ausbreiten und man in kürzester Zeit dort einen Erlenwald hätte. Da das nicht gewollt ist, sondern man auch Freiflächen braucht, um Lebensraum für verschiedene Tierarten und Pflanzen zu schaffen, kamen wir also zum Einsatz. Den Rückschnitt haben wir mit verschieden Geräten gemacht, die vollen Einsatz brauchten! Pause machten wir im Auto, da es draußen doch zu frisch war. Während wir uns unterhielten und zwischendurch auch nach draußen schauten, sah ich einen Eisvogel an einem Teich, der auf der Fläche zwischen den Erlen war. Wir haben ihn dann noch mehrfach gesehen. Leider war er immer so fix, dass ich kein Foto machen konnte. Ihn zu sehen ist immer etwas Besonderes finde ich, weil er gerade in der winterlichen Landschaft so leuchtet. Außerdem ist er auch recht rar geworden. Ich fand beim Zurückschneiden auch noch ein Zwergmausnest (leider war sein Bewohner schon ausgezogenJ) und durfte es mitnehmen. Weil ich das so niedlich fand und so ein Nest noch nie gesehen hatte, habe ich mich gleich mal ein bisschen über Zwergmäuse schlau gemacht.

Vielleicht interessiert euch das auch?
Am Donnerstag machten wir Innendienst und erledigten verschiedene Aufgaben. Heute ist Leonie mit Hani im Dosenmoor unterwegs und ich schreibe diesen Blog und mache Innendienst.  

Die Zwergmaus ist inzwischen auch bei uns selten geworden. Sie ist - wie der Name schon sagt - ein Zwerg unter den sowieso schon kleinen Mäusen. Sie lebt in hohen Gräsern, Schilf- oder Röhrichtbeständen, kommt aber auch in Hecken oder Getreidefeldern vor. Zwergmäuse sind sehr geschickte Kletterer. Sie können mit Hilfe ihres Schwanzes, mit dem sie sich festhalten, über jeden Halm klettern. Ihr Gewicht liegt bei nur 5-7 Gramm und ihr Schwanz kann bis zu 75 Millimeter lang werden. Zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen und errichten gemeinsam das Kugelnest, das aus Halmen besteht. Die Aufzucht übernimmt das Weibchen alleine.

Am späten Nachmittag, als es anfing zu dämmern, räumten wir alles zusammen und fuhren zurück zur Stiftung. Es war ein langer Tag und wir waren k.o. 

Bis zum nächsten Mal- und bleibt gesund!

Eure Clara

48. Kalenderwoche (23.-29.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche hat für mich am Montag erst um kurz vor neun angefangen. Olli hat mich von zu Hause abgeholt und wir haben uns auf den Weg an die Nordsee, genauer gesagt zum Rickelsbüller Koog gemacht. Dort sollte Olli Mähraupen, die das Schilf im Koog abmähen, einweisen. Das das Gebiet ein perfekter Lebensraum für, oft auch seltene, Wiesenvögel ist, sich in dem Schilf aber Fressfeinde wie zum Beispiel Füchse gut verstecken können, musste dieses weg. Angekommen an unserem Ziel haben wir erst einmal im Infozentrum von Klanxbüll eine Pause von der (natürlich sehr anstrengenden ;) )Fahrt gemacht. Mit den Mitarbeitern des Infozentrums haben wir leckere Croissants, die wir noch aus Kiel mitgebracht haben und Kaffee verschlungen. Besonders schön war auch, die dortige FÖJ´lerin Luisa wieder zu sehen, die noch eine Freundin aus Augsburg von mir ist. Nachdem alle Neuigkeiten ausgetauscht waren, machten Olli und ich uns dann auch mal an die Arbeit, bzw fuhren wir zumindest schon mal in den Koog. Nach einem kurzen Abstecher auf den Damm, auf dem fünf Schritte neben uns dann auch schon die Grenze nach Dänemark war und einem atemberaubendem Regenbogen, der auf der einen Seite in die Nordsee und auf der anderen Seite in den dänischen Margarethenkoog lief und einem weiteren kurzen Stopp in einer Vogelbeobachtungshütte, ging es letztendlich dann auch noch zu den Mähraupen. Zu dem Zeitpunkt gesellte sich dann auch nochmal meine Freundin aus dem Infozentrum zu uns, die den Nachmittag frei bekommen hat um uns zu begleiten. Wir beide, die die Mähraupen zum Ersten mal sahen, waren fasziniert davon wie schnell diese durch das teilwiese schon tiefer stehende Wasser brausten. Die Mähraupen, die umgebaute Pistenraupen sind erinnerten uns beide eher an Jetskis, da diese schon schnell unterwegs waren und das Wasser nur so spritzte. Anschließend wollten wir eigentlich noch einen sogenannten Mönch freibuddeln, was aber ein Baggerfahrer zu meinem Glück schon gemacht hat. Ich war durch den Wind, der zwar laut Luisa und Olli an dem Tag überhaupt nicht stark war, für mich jedoch - die dann doch eher das nicht ganz so windige Wetter vom Osten Schleswig-Holstein bzw. das von Süddeutschland gewohnt ist- schon genug war, ziemlich durchgefroren. Leider haben wir auf unserem Weg durch den Koog, aufgrund der aktuellen Vogelgrippe in Schleswig-Holstein, auch eine Menge tote Tiere gesehen. Auf dem Rückweg nach Kiel haben wir noch einen kurzen Stopp in einem Supermarkt gemacht, der zwar in Deutschland liegt, aber sowohl das ganze Sortiment dänisch ist als auch der Preis in dänischen Kronen dransteht. Die meisten Kunden dort kommen auch aus Dänemark, um zum Beispiel Alkohol zu den deutlich billigeren deutschen Preisen zu kaufen.

Nach einem Bürotag am Dienstag, ging es für Clara und mich am Mittwoch wieder ins Gelände.  Wir fuhren nach Bergenhusen, um mal wieder Ampfer zu stechen. Diesmal war die Fläche, im Gegensatz zu letzter Woche, aber zum Glück trocken und wir konnten ungehindert und warm eingepackt, denn es hatte an diesem Tag nur ganze vier Grad, zur Tat schreiten. Vor uns lag aber leider eine Fläche mit Unmengen an Ampfer, sodass es am Ende des Tages, dort nicht sehr viel besser aussah. Eines der Sachen, die Clara und ich am liebsten machen, wenn wir durch die ganzen kleinen Dörfer fahren, um zu den den Stiftungsflächen zu gelangen ist, dass wir ganz langsam fahren und alle Häuser, die teilweise wunderschön sind, genau betrachten. Nach diesem Jahr weiß ich wahrscheinlich nicht nur sehr viel mehr über die Natur, sondern auch wie eines Tages mal mein Traumhaus aussehen soll.

Am Donnerstag durften wir bei einem Vortrag in der Stiftung zuhören, bei dem es um ein mögliches zukünftiges Life-Projekt geht. Solche Einblicke sind für Clara und mich immer spannend weil man nochmal mehr über die Arbeit der Stiftung erfährt.

Da am Wochenende dann auch schon der erste Advent vor der Tür steht, haben wir am Ende der Woche die Stiftung weihnachtlich dekoriert. Dazu haben wir einen Weihnachtskranz gebastelt und die Konferenzräume geschmückt.

Bis bald

Leonie

47. Kalenderwoche (16.-22. November 2020)

Moin zusammen,

ich hoffe, ihr seid alle gesund? Ich war leider drei Wochen lang mit Knieproblemen zuhause und bin jetzt endlich wieder in der Stiftung. Nun probiere ich aus, ob es mit dem Arbeiten schon wieder geht. Ich soll "schmerzadaptiert" belasten und kann wohl erstmal nicht mit ins Moor oder zu größeren Touren, was echt blöd ist, denn ich vermisse die frische Luft und die Bewegung.

Am Montag und Dienstag verbrachten wir ruhige Tage in der Stiftung.
Montag bekam ich von Karen die Aufgabe Mappen vorzubereiten, in die ich Stiftungsflyer einsortiert habe. Danach haben Leonie und ich wieder einmal ein bisschen Ordnung in der Garage geschafft. Später sah ich mir die Aufnahmen der Wildtierkameras an, bei der wir neulich die SD-Karten ausgetauscht haben. Das war schon spannend und auch lustig zu sehen, was alles gefilmt wurde.....Rehe, Trecker, Menschen.
Leonie machte in der Zwischenzeit "Auto-Wellness", d.h. Autos in die Waschstraße und säubern. Ich räumte vorher noch bei einem Auto die Autokisten heraus und kontrollierte, ob das Auto gewaschen werden musste. Ja, auch dieses konnte eine  Wäsche vertragen. Die Zeit verging gefühlt irgendwie sehr langsam an diesem Tag- vielleicht lag es daran, dass es der erste richtig trübe Novembertag war?
Jedenfalls gingen wir mit einem Regenschauer in den Feierabend.
Am Dienstagvormittag brachten wir Grünschnitt zur Mülldeponie.
Im Anschluss klebte ich noch die Imagebroschüren, die in der Garage waren zu Ende. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein und am Nachmittag versuchten wir die Garage fertig aufzuräumen. Insgesamt ist zurzeit ist in der Stiftung nicht so viel los - Corona sage ich nur!! Viele Mitarbeiter sind im Home-Office und so ist es oft ganz ruhig im Haus.
Mit kleineren Aufgaben brachten wir aber auch diesen Tag herum.
Mittwoch verbrachte ich alleine in der Stiftung. Leonie war mit  Karin, einer Mitarbeiterin der Stiftung unterwegs. Ich nutzte die Gelegenheit ein bisschen an der Luft zu sein und räumte weiter in der Garage "herum". Irgendwie gibt es dort immer etwas aufzuräumen. Im Anschluss gab es netterweise Kaffee und Kuchen, da Julia Geburtstag hatte. Später widmete ich mich dem Blog, den ihr jetzt gerade lest.
Am Donnerstag sind Leonie, Annalena, eine Mitarbeiterin und ich zum Reppelmoor gefahren. Dort verteilten wir alte Heuballen, die am Rande einer gekauften Wiese von der Stiftung lagen. Als wir am Nachmittag fertig waren, ging es weiter zum Naturschutzgebiet „Alte-Sorge-Schleife“.  Da alle Flächen dort unter Wasser standen, mussten wir ein ganzes Stück zu Fuß laufen, um zu der Koppel zu gelangen auf der Christian und Leonie schon vor ein paar Tagen waren, um Sauerampfer (invasive Pflanze!) auszustechen. Mit Grabe Gabeln bewaffnet mussten wir uns regelrecht durch den Wind kämpfen, der an diesem Tag stürmisch und richtig eisig unterwegs war. Wir haben dann schon nach kurzer Zeit wieder abgebrochen, weil das Wetter einfach zu nass war. Das machen werden wir wohl ein anderes Mal zu Ende machen, wenn die Koppeln wieder trocken sind. Am Freitag fuhr Leonie mit Hani, einem Mitarbeiter, wieder nach Sehlendorf an den Binnensee und befreite die Fläche dort weiter von Kartoffelrosen und Japanischen Knöterich Wurzeln. Da ich noch nicht voll einsatzfähig bin - leider!- blieb ich in der Stiftung und machte sozusagen Inndienst. Ich schnitt im Auftrag von Magrit (Mitarbeiterin) ein paar Pflanzen im Stiftungsgarten zurück, fegte die Treppen der Gebäude und des Gartens. Danach habe ich mich im Haus mit verschiedenen kleinen Aufgaben nützlich gemacht. Nach einem ruhigen Tag ging ich dann ins Wochenende. Aufregende Fotos gibt es diesmal nicht, deshalb welche von den letzten Wochen, die ihr noch nicht kennt.

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende.

Bis zum nächsten Mal

Clara

 

45+46 Kalenderwoche (02.-15.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

heute gibt es wieder einen Bericht über die letzten zwei Wochen, in denen wieder eine Menge los war.

Da Clara momentan immer noch abwesend  ist, musste ich mir Ersatz für sie, für die Pegelmessungen im Moor  suchen. Letzte Woche Dienstag, hat mich daher Beyza nach Stodthagen begleitet. Der Tag wurde für uns beide schnell ein Highlight, da bei unserem letzten Pegel im Kaltenhofer Moor, zwanzig Meter von uns entfernt, eine fünfköpfige Wildschweinfamilie entlang lief. Nachdem wir leises Rascheln und das Knacken von Ästen gehört haben, gingen wir zuerst davon aus, dass wir wieder einmal Rehen begegnen würden. Vor allem daher, weil Clara und ich an exakt der gleichen Stelle, das letzte Mal auch einem Hirsch begegnet sind. Als dann allerdings die Wildschweine erschienen, konnten wir unseren Augen kaum trauen und waren heilfroh, dass diese ohne uns zu beachten weiterliefen. Mittwoch durfte ich dann zuhause bleiben, da wir einen Online-Seminartag von unserem Träger Koppelsberg hatten. Eigentlich sollte diese Woche unser zweites Seminar stattfinden, was von Anfang an zwar schon auf 2,5 Tage gekürzt worden war, wir aber dennoch die Möglichkeit haben sollten, uns nochmal live zu sehen. Eine Woche davor wurde es dann aber leider, aufgrund der verschärften Corona Regeln, doch endgültig abgesagt, bzw. wurde die Möglichkeit offengelassen, das Seminar im Januar nachzuholen. Am Donnerstag ging es dann mit Lina ins große Moor bei Dätgen. Obwohl wir diesmal von keinem Hirsch oder einer Wildschweinfamilie erschreckt worden sind, hatten wir eine Menge Spaß. Da das Moor inzwischen auch ziemlich nass ist, ähnelt unsere bisherige eher lockere Pegelsuche, nun doch etwas mehr einem Hürdenlauf, bei dem unsere Hürden aus vollen Wassergräben bestehen. Am Freitag gingen Olli und ich dann wieder auf die Suche nach Japanknöterich und Kartoffelrose im Siftungsland am Sehlendorfer Binnensee. Da wir auf tief gelegene Wurzeln trafen, sahen wir beide nach kurzer Zeit wohl eher wie Schatzsucher aus, da wir riesige Löcher in den Sand buddelten. Meinen Rücken spürte ich am nächsten Tag definitiv, wobei das noch das kleinere Übel war, da wir nach kurzer Zeit von einem riesigen Mückenschwarm umgeben waren und ich mindestens an die dreißig Mückenstiche mit ins Wochenende nahm.

Am Montag ging es dann mit Michael und Christian wieder nach Sprenge, auf die gleiche Fläche, wo auch unsere Wildtierkameras hängen, um dort in den neu angelegten Teichen Rohrkolben auszureißen. Da diese Pflanze sich sehr schnell vermehrt und die Teiche so schnell komplett zu wachsen können, sollten wir möglichst viel entfernen. Die Arbeit stellte sich aber schon nach sehr kurzer Zeit, als sehr mühsam heraus, da die Wurzelenden schnell abbrachen und wir so nicht wirklich schnell vorankamen. Zu allem Unglück bin ich dann auch noch kurz vor Schluss mit meinen Gummistiefeln im Matsch so stecken geblieben, dass ich das Gleichgewicht verloren habe und rückwärts ins Wasser geplumpst bin. Nachdem wir noch kurz was gegessen haben sind wir dann nach Hause gefahren und ich konnte mich aufwärmen. Alles in allem war es eigentlich trotzdem ein recht lustiger Tag und ich denke, dass eben auch solche Geschichten zu einem gelungenen freiwilligem ökologischem Jahr in der Stiftung dazugehören. Am nächsten Tag ging es dann mit unserem Trainee Hani ins Königsmoor und anschließend wieder ins Hartshoper Moor. Warm eingepackt haben wir alle Pegel erreicht, wobei wir des Öfteren länger überlegt haben, ob wir wirklich zu jedem Pegel gehen sollen, da wir oftmals nicht nur einen breiten mit Wasser gefüllten Graben überqueren musste, sondern auch bis zum Pegel in Gummistiefel hohem Wasser waten musste. Zum Glück haben wir den Tag aber beide trocken überstanden und zudem auch eine Menge Spaß. Mitte der Woche ging es für Christian und mich wieder nach Glücksstadt, um eine frisch von Brombeeren befreite Fläche anzusäen.  Unterbrochen von einem Tannenzapfenweitwerfen, bei dem ich zugegebenermaßen, trotz meiner jahrelangen Handballerfahrung leider verloren habe und mehreren Apfelbaumpflückaktionen, bei denen wir super leckere und frische Äpfel bekommen haben, haben wir es trotzdem geschafft die gesamte Fläche anzusäen. Am Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal für diesen Monat ins Moor. Begleitet wurde ich diesmal von Anna, die ihre Kamera dabei hatte, um Bilder für den Instagramaccount der Stiftung zu machen (@stiftungnaturschutzsh – schaut vorbei!  ). Durch das ständige Suchen nach Fotomotiven, habe auch ich nochmal einen komplett neuen Blick auf das Moor bekommen, was super war. Leider hat Anna, für die es das erste Mal Pegelmessen war, gleich das komplette Moorprogramm mitbekommen, denn diesmal war sie an der Reihe, in ein Moorloch zu fallen. Da dies erst kurz vor Schluss passierte, konnten wir die Runde noch fertig machen, sodass wir jetzt auch schon mit unserer vierten Pegelmessungsrunde fertig sind.

Bis in zwei Wochen

Leonie

45. Kalenderwoche (02.-08. November 2020)

Hallo liebe Leser*Innen,

leider bin ich seit vorletzter Woche krankgeschrieben und Leonie ist alleine unterwegs.
(Vielleicht findet sie das aber gar nicht so schlimm, weil sie so nicht immer Fahrerin sein muss :-)?) Nur zuhause sitzen ist aber auch irgendwie doof und so habe ich mir überlegt, ich könnte mir mal Gedanken machen, was man "im Kleinen" machen kann, um die Natur zu unterstützen. Es gibt ja schon viele Sachen, die gemacht werden und ich glaube auch, dass bei vielen Menschen der Willen da ist, etwas zu verändern. 
Immer wieder hört man, dass die Bienen gefährdet sind und dass ohne Bienen eigentlich gar nichts geht.

Warum ist das so?
Bienen sind die wichtigsten Bestäuber von Blüten - und wenn sie das nicht mehr tun, weil es sie nicht mehr gibt, dann können Pflanzen keine Früchte mehr tragen. Das zieht dann einen ganzen "Rattenschwanz" an Folgen nach sich. Jetzt ist es aber inzwischen schon so, dass z.B. viele Menschen anfangen, bienenfreundliche Pflanzen zu pflanzen, dass es Blühstreifen an Feldrändern gibt oder dass in Städten Verkehrsinseln oder Grünstreifen mit "BeeBombs" besät werden.
Kann das wirklich helfen?
Bestimmt hilft es zu einem Teil, einfach, weil es wichtig ist, dass die Menschen grundsätzlich umdenken.
Aber was nützt es, wenn es bienenfreundliche Pflanzen gibt, also Nahrung für die Bienen, sie aber gar keine Möglichkeit haben irgendwo ein Quartier zu beziehen, um ihr Volk zu vergrößern?
Muss man nicht zuerst auch dafür sorgen, Wohnmöglichkeiten für Bienen zu schaffen?
Es geht dabei ja nicht um Honigbienen- natürlich auch, aber um diese Völker kümmert sich normalerweise ja ein Imker- , sondern um Wildbienen.
Kann man nicht z.B.
-bei Bäumen, die umgesägt werden müssen, einen Teil Stamm stehen lassen, damit das Totholz genutzt werden   kann?
-Nistvorrichtungen in Parks oder an Häusern anbringen, um die Ansiedlung zu fördern?
-Bienenhotels als Projekte in Schulen/KiGa verstärkt anbieten und unterstützen?
-eine Ansiedlung begleiten z.B. durch verschiedene Netzwerke?
-mehr Informationen zu diesem Thema auch über diese Medien?
-Bienenhotels bauen und zur Verfügung stellen, an Menschen, die den Platz anbieten
...

Es gibt ja schon einige von den genannten Sachen, die gemacht werden, aber ich glaube, "da geht noch mehr".
Gerade der Bau von Bienenhotels ist etwas, was man auch gut aus wieder verwertbaren Materialien ohne viel Kosten bauen kann. (Holz, Holzwolle, Tontöpfe....)
Natürlich kann man sowas auch fertig kaufen, aber ich glaube, wer eines selber gebaut hat, ist viel mehr daran interessiert, dass es auch irgendwann bewohnt wird.
Ich finde Bienen total spannend und es ist auch total interessant, wie so ein Bienenvolk so funktioniert.
Bestimmt würde es vielen anderen Menschen auch so gehen, wenn sie mehr über diese Insekten wüssten und dann würden sie solche "Bienenhotel-Projekte" auch mehr unterstützen.

Ich bleibe jedenfalls dabei.

Bis bald wieder beim "normalen" Blog!
Bleibt alle schön gesund, krank sein ist nämlich blöd!

Clara

 

44. Kalenderwoche (26. Oktober-01.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche wartete wieder ein voller Terminkalender auf uns bzw. mich, da Clara im Moment nicht da ist. Am Montag war ich mit Christian in Ellerhoop, um eine Grenzeinmessung zu machen was heißt, dass wir mit Hilfe eines GPS-Gerätes an der genauen Grenze langgelaufen sind und regelmäßig Grenzpfeiler in den Boden geschlagen  haben. Da das Gebiet nicht groß ist, waren wir damit ziemlich schnell durch. Wir  sind anschließend zu einem kleinen Fischersee in der Nähe gefahren, um dort einen Stacheldrahtzaun anzuschauen, der bald entfernt werden soll. Mittagspause haben wir dann an dem See gemacht und den schönen Herbsttag genossen.

Am nächsten Tag bin ich gegen 9 Uhr an der Stiftung aufgebrochen und nach Howacht an die Ostsee gefahren. Dort hatten Olli und ich vor, am Sehlendorfer Binnensee, Japanknöterich und Kartoffelrose zu entfernen. Beides sind invasive Neophyten, das heißt, beides sind Arten, die bei uns nicht heimisch sind und die biologische Vielfalt, andere Tier- und Pflanzenarten und damit auch die heimischen Ökosysteme gefährden. Ursprünglich stammen beide Pflanzen aus dem asiatischen Raum. Da die Fläche früher ein Campingplatz war, wurden beide Arten, die unter guten Bedingungen sehr schnell wachsen können, vermutlich als Sichtschutz angepflanzt. Das Problem bei den beiden ist außerdem auch, dass sie sehr tiefe Wurzeln haben können, was dazu führt, dass die Tiere die Pflanzen nur oberflächlich abknabbern und zudem das „Problem“ besteht, dass zu wenige Tiere auf der Fläche stehen, sodass diese es nicht schaffen den Bestand diese Pflanzen einzudämmen. Olli und ich machten uns daher, bei traumhaften Wetter und einem wunderschönen Blick auf die Ostsee an die Arbeit. Nach einer schönen Mittagspause im Strandkorb bei Pasta und Suppe arbeiteten wir weiter. Kurz vor Schluss traf Olli dann noch auf eine riesige Wurzel, die er sogar - nachdem er ein 1,5 Meter großes Loch buddelte -nicht wirklich rausbekam und er sie schließlich abhacken musste. Zum Abschluss des Tages zeigte Olli mir, während eines wunderschönen Sonnenuntergangs noch das gesamte Stiftungsgebiet und erzählte mir was er bei der Fläche noch vorhat. Geschafft vom Tag kam ich dann um 18 Uhr wieder an der Stiftung an, lud schnell das Auto aus und fuhr nach Hause.

Am nächsten Tag sollte es auch wieder früh losgehen. Christian holte mich in der Früh von Zuhause ab und wir fuhren mit Harken und Saatgut bepackt nach Glücksstadt. Nach einer einstündigen Fahrt und regem Austausch über unseren Musikgeschmack und der Feststellung, dass dieser ziemlich ähnlich ist, kamen wir an. Eigentlich hatten wir einen ziemlich straffen Zeitplan, denn Christian musste am frühen Vormittag schon wieder in Kiel sein, weswegen wir uns direkt an die Arbeit machten. Schnell fiel uns aber auf, dass wir mit unseren kleinen Harken, die zusammengeschnittenen Brombeeren die am Boden lagen, nur sehr schwer zu Haufen machen konnten. Daher fiel nach nur kurzer Arbeit der Beschluss, dass diese Arbeit mit unseren Harken hoffnungslos sei und daher von einem kleinen Bagger übernommen wird. Da wir nicht umsonst den weiten Weg gefahren sein wollten, fuhren wir anschließend noch zu einem Bauern, der seinen Hof gerade auf Bio umstellt. Dort wurden wir herzlich empfangen und bekamen nach einem Kaffee, in einem wunderschönen und hundert Jahre alten Bauernhaus, viel über die Geschichte des Hofes und dessen Umgebung erzählt.

Der Dienstag und Mittwoch gehören bis jetzt auf jeden Fall zu den schönsten Tagen, die ich bisher bei der Stiftung verbringen durfte.

Den Rest der Woche verbrachte ich unspektakulär mit Büro- und Gartenarbeit. Eigentlich hätten Clara und ich heute, also am Freitag, noch mit auf ein Baumpflanzungsevent mit dem Comedian Atze Schröder gedurft, was dann aber kurzfristig aufgrund der neuen Coronaregelungen und den damit verbundenen regulierten Personenzahlen leider doch nicht mehr ging.

Bis bald

Leonie

42.+43. Kalenderwoche (12.-25. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

diese Woche war für mich kurz und hatte nur zwei Arbeitstage, da ich die ersten drei Tage Urlaub hatte.

Am Donnerstag sind wir früh zum Colsrackmoor gefahren, das an der Alte-Sorge-Schleife liegt. Dort trafen wir uns mit Nils, einem anderen FÖJ*ler und Jule, die wir schon einmal getroffen haben. Erinnert ihr euch?
Nils macht ein Projekt über Moore. Wir sind deshalb durch das Colsrackmoor gewandert und haben Stellen für neue Pegel ausgesucht. Am späten Nachmittag sind wir mit der Moorexpertin der Stiftung Jutta zu drei anderen Mooren gefahren. In diesen wurden Vernässungsmaßnahmen durchgeführt und erkundeten anschließend dort die Gegend. Jutta wollte sich ansehen, wie das Gelände geworden ist. Alle drei Moore sind sehr schön geworden, besonders das in Dellstedt. Dort trafen wir auch noch einen Bauarbeiter, der einen Weg gemäht und an einigen kahlen Stellen neu eingesät hatte.
Als letztes fuhren wir zu einem Moorgelände, auf dem Kühe standen. Wie meist kamen sie neugierig näher, während wir uns alles ansahen. Eine längere Autofahrt brachte uns zurück in die Stiftung und in den diesmal etwas späteren Feierabend. 
Am Freitag starteten wir zeitig ins Dosenmoor bei Neumünster. Schon zum dritten Mal waren wir hier zum Pegel messen unterwegs - wie schnell die Zeit vergeht!!
Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn  es war trocken und sonnig. Dann geht einem die Arbeit viel schneller von der Hand- und Müdigkeit oder schlechte Laune sind schnell vergessen. Diesmal waren dort viele Spaziergänger, Reiter und Radfahrer unterwegs, die alle das schöne Wetter wohl noch einmal nutzen wollten. Die Herbstferien in S-H gingen zu Ende - sicher auch ein Grund.
Wir waren im Dosenmoor sehr schnell fertig, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Allerdings hatte Leonie auf dem Rückweg Pech und fiel zweimal in denselben Graben. Gottseidank bekam sie ihren Gummistiefel wieder heraus, der fast ganz eingesackt war und wir mussten sehr lachen. Zeit, um ins Wochenende zu gehen!
Am Montag verbrachten wir den Tag in der Stiftung. Frühmorgens fuhren wir  zur Mülldeponie und wollten  Pflanzenabfälle von der letzten Woche entsorgen, leider aber ohne Erfolg, da die Deponie wegen eines Streiks im öffentlichen Dienst geschlossen hatte.
So fuhren wir wieder zurück. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein, während ich Flyer mit der neuen Bankverbindung beklebte.
Am Dienstagmorgen sollten wir eigentlich mit Christian Richtung Glücksstadt fahren, um eine Fläche neu einzusäen. Leider war das Saatgut noch nicht geliefert worden und so musste dieser "Ausflug" verschoben werden.
Also erledigten wir am Vormittag andere Aufgaben. Wir klebten endlich die Broschüren zu Ende, fuhren wieder  zur Mülldeponie und entsorgten den Pflanzenabfall. Danach fuhren wir in die Stadt um endlich Ton und Farbe zu kaufen. Doch wir bekamen wieder keinen Parkplatz, da wir mit dem größten Auto unterwegs waren. Leonie erledigt das wohl demnächst mit dem Fahrrad (da gibt es dann keine Parkplatzprobleme ;-)).
Am Mittwoch durften wir vormittags an einem Dienstgespräch teilnehmen. Corona bedingt waren nur sechs Mitarbeiter anwesend. Themen waren die erarbeiteten Projekt, d.h. wer was wie erarbeitet hat bzw. wer womit wie weit gekommen ist. Für uns war es sehr interessant, einmal dabei zu sein, um auch hier einen Einblick in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter der Stiftung zu bekommen. Nach der Mittagspause sollten wir von einem Mitarbeiter drei verschiedene Roll-Ups suchen, die er für ein nächstes Gespräch brauchte, die aber  nicht auffindbar waren. Später entsorgten wir noch zwei Pappkartons und Plastik von einer Lieferung  und brachten unser Lichtlot zu einem Mitarbeiter, der es uns für unsere nächste Moorrunde repariert. Wir brauchen das Lot zum Messen der Pegel im Moor und ein neues zu kaufen ist immer richtig teuer.
Am Donnerstag sollten wir eigentlich in Sprenge an der Fläche, wo unsere Wildkameras hängen, Rohrkolben aus den angelegten Teichen entfernen. Leider wurde daraus nichts, da der zuständige Mitarbeiter keine Zeit hatte. Wir fuhren trotzdem nach Sprenge, da wir bei den Kameras die SD-Karte austauschen wollten. Batterien haben wir dann auch gleich gewechselt. Zurück in der Stiftung halfen wir Beyza Büromaterialien zu sortieren. Leonie fuhr nochmals zur Post, holte Pakete ab und in die Werkstatt, um die Reifen an einem Dienstfahrzeug überprüfen zu lassen. Ich frankierte in der Zwischenzeit Briefumschläge.

Eine sehr ruhige Woche ging zu Ende. Für mich diesmal schon am Donnerstag, denn morgen habe ich Geburtstag und habe Urlaub!! Wenn ich euch dann das nächste Mal schreibe, bin ich schon ein Twen und kein Teenie mehr :).

Bleibt schön gesund!

Herbstgrüße von

Clara

41. Kalenderwoche (05.-11.Oktober 2020)

Servus und moin zusammen,

nachdem ich von Donnerstag bis Montag das Erste Mal, nach meinem Auszug von Zuhause wieder in meine Heimat nach Bayern gefahren bin und dort einen schönen aber kurzen Urlaub verbracht habe, bin ich am Dienstag wieder frisch erholt  in die Stiftung gestartet. Wobei frisch erholt ist relativ, denn am Morgen war ich noch ganz schön platt, von der achtstündigen Zugfahrt von München nach Kiel am Vortag.

Da traf es sich perfekt, dass unsere Moortage für diesen Monat wieder starteten und wir ins große Moor von Dätgen fuhren. Mit den letztendlich insgesamt gelaufenen 10000 Schritten durchs Moor, wurde ich doch wieder etwas wacher. Die Restmüdigkeit haben zwei Rehe weggewischt, die kurz nacheinander in der Nähe von uns erschrocken aufgesprungen und weggerannt sind. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass wir uns mindestens genauso erschrocken haben, da das Moor sonst totenstill war.

Auch am nächsten Tag waren wir wieder viel unterwegs und liefen insgesamt 8000 Schritte, zuerst im Kaltenhofer Moor in Stodthagen und dann in Schmoel bei unseren Lattenpegeln. In Stodthagen hatten wir das Glück, dass wir einen Hirsch röhren gehört haben. Ein wenig später, als wir gerade querfeldein zu einem unserer Pegel laufen mussten, haben wir den Hirsch sogar ganz aus der Nähe gesehen.

Am Donnerstag hatten wir dann unser erstes „Schulungsprogramm“, welches alle Trainees und Praktikanten bekommen. Wir sind mit der Flächenmanagerin Henrike und drei weiteren Trainees zusammen mit dem Fahrrad, ins Stiftungsland Kiel Hammer gefahren. Henrike hat uns, während wir über das Gebiet gelaufen sind, etwas über die Nutzung und das Managementsystem auf Stiftungsflächen, aus Sicht einer Flächenmanagerin erklärt. Zudem sind wir auf den Begriff des „Knicks“ gekommen, den ich aus Süddeutschland gar nicht kannte. Der Begriff wird vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verwendet und bezeichnet dort wallartige Baum- und Strauchhecken, die im Hoch- und Spätmittelalter als Landwehren zur Befestigung von Territorien und später auch im Rahmen der Verkoppelung als „lebende Zäune“ angelegt wurden. Ein typischer Knick bildet eine relativ dichte grüne „Wand“ aus Sträuchern und vereinzelten Bäumen. Außerdem braucht man sobald man vorhat am Knick etwas zu ändern immer spezielle Genehmigungen, da diese bestmöglich geschützt und erhalten werden sollen. Im Anschluss sind wir am Nachmittag noch ins Hartshoper Moor gefahren, was bei strömenden Regen allerdings nicht die beste Idee war, da wir trotz Regensachen pitschnass wurden.

Auch am Freitag ging es nochmal ins Moor, diesmal allerdings bei bestem Wetter. Wie auch schon beim letzten Mal im Königsmoor, trafen wir einen älteren Mann, der mit seinem Hund spazieren war und uns etwas über seine Kindheit und Jugend erzählte, die er ganz in der Nähe vom Königsmoor verbrachte. So erzählte er, dass das Moor früher ganz anders aussah und er früher mit seinem Bagger selber Gräben gebaut und auch selber Torf gestochen hat. Das war wirklich interessant und wir hoffen, dass wir ihn noch öfter im Moor begegnen und uns ein bisschen unterhalten können.

Bis bald

Leonie

 

40. Kalenderwoche (28. September - 02. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

da bin ich wieder.

Leider gibt es von dieser Woche nicht so viel Spannendes zu erzählen wie sonst, da wir sozusagen "Innendienst" gemacht haben und gar nicht draußen unterwegs waren. Wettertechnisch war es die letzten Tage wirklich Herbst! Auch wenn es tagsüber noch immer sonnig und mild war, waren die Morgen doch deutlich kühler und beim Aufstehen auch schon ordentlich duster. Nachdem wir Kathleen noch halfen, verschiedenes Material für einen Infostand zusammen zu suchen, war der Montag auch schon "gelaufen" und wir machten Feierabend. 
Am Dienstag wurde überall im ÖVP gestreikt. Glück irgendwie für mich, weil ich hingefahren wurde und ein netter Mitarbeiter, der in meiner Nähe wohnt (vielen Dank, Torge!) mich mit zurück genommen hat. So habe ich viel Zeit gespart! Ich bekam die Aufgabe Ordner wieder auf den Speicher des Altbaus zu verfrachten. Leonie beschäftigte sich weiter mit den Pegeldaten. Außerdem hat sie zwei unserer Fahrzeuge wieder "schick" gemacht, d.h. sie war mit ihnen in der Waschstraße (nacheinander!) und hat sie auch gesaugt. Ich habe in der Zeit Texte der Stiftungsseite bei Instagram studiert und begonnen selbst Texte zu schreiben zu Fotos, die wir vor ein paar Tagen schon sortiert hatten. Wie sie geworden sind könnt ihr später mal auf "Insta" nachlesen. 
Den Nachmittag haben wir mit Bekleben der neuen Kontoverbindung in unseren Imagebroschüren verbracht.
Äußerst spannende Tätigkeit...aber auch so etwas gehört mit dazu.
Diese Woche haben wir allerlei aufgeräumt und entsorgt. In so einem großen Haus mit so vielen Mitarbeitern gibt es irgendwie immer etwas aufzuräumen, zu entsorgen oder zu sortieren. Am Freitag werde ich mit Merle ins Dosenmoor fahren. Es soll ein Pfahl und mit einem Baustellenschild aufgestellt werden. Vielleicht finden wir dann auch noch die Pegel, die Leonie und ich bei unserem letzten Besuch dort nicht gefunden haben?
Ja, Merle und ich haben heute alle drei Pegel erfolgreich gefunden.
Schon ist die Woche dann auch wieder vorbei und es geht ins Wochenende (was wie immer zu kurz ist!).
Ich habe übrigens auch bald ein paar Tage frei! Wir werden unsere Familie in Lüneburg besuchen, um "unseren"  Familienzuwachs anzuschauen. Ein kleines Mädchen und sie ist sehr süß:-)...

Bis demnächst, viele Grüße und ein schönes Wochenende -

Clara

PS: Damit ihr trotzdem auch etwas zum Gucken habt, gibt es ein paar Fotos aus den vergangenen Wochen, die ihr noch nicht kennt!

 

39. Kalenderwoche (21.-27.September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche ist wohl die ruhigste, die wir bis jetzt hatten. Am Montag haben wir bis zum Nachmittag Flyer der Stiftung mit der neuen Kontonummer beklebt, bis die Aufkleber alle aufgebraucht waren und wir nun erst mal warten müssen, bis sie wieder nachbestellt sind. Zwischendurch habe ich noch schnell den Yeti Cappucciono in die Werkstatt gebracht, da dieser letzte Woche ja zweimal bei uns nicht angesprungen ist und im Anschluss habe ich angefangen, schöne Bilder passend zum Herbst und Winter für die Instagram Seite der Stiftung rauszusuchen. Währenddessen war Clara damit beschäftigt, den Bestand der Flyer in der Garage fertig zu zählen. Am Dienstag starteten wir wieder mit Büroarbeit in den Tag. Wir suchten weiter Bilder für die Instagramseite raus und blieben öfters an super niedlichen Tierbildern hängen. Am Nachmittag hab ich dann noch mit Lina den Hyundai in die Werkstatt gefahren, da dieser neu lackiert wird. Mitte der Woche ging es für uns das Erste Mal in dieser Woche nach draußen, denn wir fuhren in die Geltinger Birk. Da wir beide davor noch nie da waren, uns aber bereits von den Kollegen vorgeschwärmt wurde, wie schön es dort sein muss, waren wir schon sehr gespannt und freuten uns auf den Tag. Wir fuhren mit Michael zusammen gegen 8:30 Uhr los und unsere Mission für den Tag war, alle Kartoffelrosen zu entfernen, die letztes Jahr übersehen wurden oder wieder neu gewachsen waren. Nach einer Fahrt von eineinhalb Stunden und einem etwas längeren Halt in Kappeln (dort wurde gerade die Brücke geöffnet, sodass die Schiffe durchfahren können), erreichten wir unser Ziel und unsere Erwartungen wurden erfüllt. Die Landschaft war wunderschön und passend dazu hatten wir, wahrscheinlich zum letzten Mal für dieses Jahr, traumhaftes Wetter. Zusammen mit drei anderen FÖJ´lern*innen der integrierten Station und Wolfgang, starteten wir mit Spaten und Harken ausgerüstet mit der Arbeit. Unser Arbeitsplatz war direkt am Strand auf einer Galloway Weide. Wir kamen gut voran und am Ende des Tages hatten wir zehn Säcke voll mit Kartoffelrosen. Nach der Mittagspause durften wir mit den anderen FÖJ´lern*innen zusammen noch zum Strand zum Baden gehen. Da das Wasser aber eiskalt war, sind Clara und ich nur bis zu den Knien ins Wasser gegangen. Gegen 15 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind anschließend auch direkt in unseren Feierabend gegangen. Gestern haben wir die Aufgabe von Christian bekommen ein Beet im Stiftungsgarten umzugraben. Damit haben wir den ganzen Vormittag verbracht und sind über die Mittagszeit anschließend ins Eidertal zum Wilden SH gefahren. Da die Stiftung den Hinweis bekommen hat, dass dort Müll liegt sind wir bepackt mit Müllsäcken und Handschuhen dort hin und haben etwas aufgeräumt. Am Nachmittag haben wir dann für einen Infostand, die Materialien in der Garage zusammengesucht und haben von Olli noch gezeigt bekommen wie man Werte von automatischen Pegeln in Excel Tabellen einträgt. Heute Vormittag, haben wir mit Margrit zusammen Pflanzen umgetopft und dabei, zu groß gewordene Pflanzen, im Wurzelballen getrennt und daraus viele einzelne kleine Pflanzen gemacht. Einen kleinen Ableger durfte ich mir auch mitnehmen und so zieht heute die erste Pflanze in mein WG-Zimmer ein J. Am Nachmittag werden wir weiter Pegeldaten in die Tabellen eintragen und Fotos für die Instagram Seite raussuchen.

Schönes Wochenende und bis bald

Leonie

38. Kalenderwoche (14. - 20. September 2020)

Liebe Leserinnen und Leser,da sind wir wieder.

In dieser Woche starteten wir mit schönstem Spätsommerwetter.

Montagmorgen hing Nebel über den Wiesen, Wäldern und den Feldern.
Da kam mir das Herbstlied wieder in den Kopf, was man singt, wenn die Nebelschwaden frühmorgens in der Luft hängen. Wie fängt es nochmal an? „Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt..."(... ab da müsst ihr weiter singen)
Die letzte Runde Moor war das Dosenmoor. Wir fuhren morgens los und maßen alle Pegel, die wir finden konnten. Zwischendurch wurde es anstrengend und irgendwie auch stressig, da es wieder sehr warm wurde. Wir haben fast alle Pegel gefunden und die Laune war wieder im grünen Bereich.
Zwischendurch hat auch unser Auto mal gesponnen, da es nicht startete. Mit Muskelkraft, sprich anschieben, bekamen wir es aber dann doch wieder in Gang.
In der letzten Runde bin ich dann auch noch in einen Graben gefallen, den ich übersehen hatte. Montag eben!!
Am Nachmittag kehrten wir müde und durchgeschwitzt zur Stiftung zurück und machten Feierabend.
Dienstag sollte der heißeste Tag dieser Woche werden, fast 30°C waren angesagt- und das im September!! Der Tag begann für uns, vor allem für Leonie, wieder mit einer langen Autofahrt. Wir starteten Richtung Nordsee und fuhren fast quer durch Schleswig-Holstein in die Nähe von Stapel.
Dort an einer alten, ehemaligen Kiesgrube, die die Stiftung gekauft und renaturiert hat gruben wir mit anderen FÖJler*innen und Mitarbeitern Lupinen und Traubenkirsche an zwei Stellen der Kiesgrube aus, da sie sich dort ausbreiten (und es nicht sollen.).
Die Traubenkirsche gehört nicht in unsere Region und man versucht sie zurückzuhalten, indem man sie herausreißt und entsorgt.
Am Mittwochmorgen hingen die Nebelschwaden ganz dicht über der Landschaft. (...habt ihr weitergesungen...? "... rote Blätter fallen, graue Nebel wallen ...!")
Heute Morgen lasen wir unsere Mails und fuhren dann am Vormittag nach Sprenge zu einem ehemaligen Maisfeld, welches die Stiftung gekauft hat, damit sich die "wilde Natur" dort wieder ansiedeln kann.
Außerdem zählten wir die vorhandenen Flyer, die wir neulich schon vorsortiert hatten, noch einmal durch, damit Anne (Azubine der Stiftung) weiß, ob und wenn ja, welche nachbestellt werden müssen. Damit neigte sich auch dieser Tag wieder dem Ende zu. Die Tage  bei der Stiftung vergehen immer ziemlich schnell finde ich, denn schon wieder ist eine Woche fast herum.
Und ich finde es schön, dass wir fast jeden Tag draußen in der Natur unterwegs sind!
Ein neuer Tag beginnt, der vorletzte Tag dieser mittlerweile sechsten Woche.
Heute Morgen "wallten" keine grauen Nebel über der Landschaft, schade.
Es sieht dadurch immer irgendwie ein bisschen geheimnisvoll und märchenhaft aus.
Dafür war dieser Morgen aber sehr viel kühler als die anderen. 
Heute früh packten wir die Sachen, die wir für den heutigen Tag brauchten. Wir fuhren am Vormittag los und es ging mit einer gut einstündigen Autofahrt für Leonie Richtung Ostholstein. Gemeinsam mit Michael, einem Mitarbeiter aus der Stiftung, der vorausfuhr, ging es nach Kasseedorf, einem Dorf zwischen Lütjenburg und Neustadt.
Dort sollten wir in der von Wildschweinen aufgebrochenen Erde verschiedene Blumensamen wie Oregano, die wir vorher geerntet hatten, verteilen und in der Erde unterwühlen, damit die Pflanzen später keimen und sich ausbreiten können. Danach fuhren auf die andere Seite der Koppel und machten  unsere Mittagspause. Außerdem brachten wir noch einen Holzpfahl mit einem Schild an der Stelle an, wo ein kleiner Damm als Schutz vor Überflutungen gebaut wurde. Eigentlich wollten wir heute auch noch zum Königsmoor und zum Hartshoper Moor fahren, um dort unseren Weg zu den Pegeln freizuschneiden, die mittlerweile zugewachsen sind. Da aber die Zeit zu knapp wurde, haben wir die Aktion auf Freitag verschoben.
Heute am letzten Tag der Woche, habe ich mich gleich ein bisschen wärmer angezogen, denn gestern war es doch ganz schön "kühlerig" zwischendurch. Heute Morgen packten wir die Sachen, da wir die letzten Pegel im Hartshoper Moor noch messen mussten, da wir ja beim letzten Mal die Strümpfe erneuert haben. Es waren nur zwei Stück. Am Moor war es dann so richtig neblig und kalt, dort angekommen maßen wir und haben dann die Wege zu drei Pegeln Wege freigeschnitten, damit wir nächstes Mal besser durchkommen. Als wir damit fertig fahren wir zurück zur Stiftung. Dort räumten wir alles wieder zurück und machten unsere Mittagspause. Am Nachmittag schrieb ich den Blog zu Ende und wir machten dann noch Kleinkram.  

 Schönes Wochenende wünscht

Clara

37. Kalenderwoche (7.-13. September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche waren wir wieder viel unterwegs. Am Montag sind wir schon um 7:30 Uhr in den Tag gestartet, sodass wir bereits gegen 9.00 Uhr im Königsmoor anfangen konnten unsere Pegel zu messen. Unterstützt wurden wir dabei wieder von Jutta. Mit ihrer Hilfe und der des GPS-Geräts kamen wir zügig voran, bis mir aufgefallen ist, dass ich ein Loch im Gummistiefel habe und mir dadurch ständig Wasser in den Schuh lief. Auf Juttas Tipp hin sind wir daher noch schnell zu einem Laden in der Nähe gefahren, um mir neue zu besorgen. Genau in den 10 Minuten, in denen wir Schuhe shoppen waren, kam der einzige Regenschauer des Tag runter, sodass wir die restliche Zeit trocken geblieben sind (außer mein linker Fuß am Anfang natürlich) und einen schönen Tag im Moor verbrachten. Im Anschluss vom Königsmoor sind wir noch in das fünf Minuten entfernte Hartshoper Moor gefahren. Dort haben wir zwei Röhren, die verstopft waren aus dem Boden gezogen, sauber gemacht und mit einem Damenstrumpf ummantelt wieder in die Erde gesteckt.

Am Dienstag sah es zunächst so aus, als ob der Tag ein gewöhnlicher Bürotag wird, letztendlich war er aber doch sehr aufregend. Am Vormittag habe ich eine Einweisung in das E-Auto bekommen, da Clara und ich am Mittwoch damit ins Glasmoor fahren sollten. Danach haben wir etwas Büroarbeit erledigt bis Michael kam und uns von einem Projekt erzählt hat, welches wir beiden selber umsetzen sollen. Dabei geht es um zwei Wildtierkameras, die in einem Gebiet aufgehängt werden, welches gerade neu eingezäunt wurde. Damit das Wild dennoch weiter über die Fläche kommt wurden im Zaun Lücken mit Querbalken gelassen, sodass die Tiere an den Stellen leicht hinüberspringen können. Genau auf diese Lücken werden unsere beiden Kameras gerichtet sein. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden wir also immer wieder die Bilder auswerten, die die Kamera aufgenommen hat und eventuell sogar eine kleine Präsentation für unsere Kollegen erstellen. Am Nachmittag sind wir dann gleich zu dieser Fläche gefahren und haben schon die erste Kamera aufgestellt. Dort durfte ich dann auch noch den großen Ranger der Stiftung fahren, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Als krönender Abschluss des Tages, hat uns Michael dann auch noch auf ein Eis eingeladen.

Am Mittwoch sind wir dann mit Christian zusammen ins Glasmoor gefahren um Schmalblättriges Kreuzkraut zu entfernen. Das Wetter spielte, bis auf in der letzten Stunde gut mit und wir kamen ordentlich voran. Die Rückfahrt wurde dann nochmal spannender da wir ja mit dem E-Auto unterwegs waren. Als wir losfuhren hatte dieses noch eine Reichweite von 73 Kilometern und unser Heimweg war laut Navi 72 Kilometer lang. Durch langsames Fahren, haben wir die Strecke geschafft ohne nochmal für eine Ladung halten zu müssen und hatten, als wir an der Stiftung ankamen „sogar“ noch einen Reichweite von 13 Kilometern.

Gestern waren wir dann in Stodthagen, um auch dort noch die Pegel zu messen. Dort mussten ebenfalls noch einige Strümpfe bei den Rohren gewechselt werden, weshalb Miriam auch dabei war und uns geholfen hat. Mittagspause haben wir wieder am Meer gemacht und anschließend hatten wir noch eine Zeltplatzkontrolle vor uns.

Heute, am Freitag, haben wir eine Hauseinweisung von Margrit bekommen und hatten danach noch die Aufgabe den Vorgarten des Neubaus ein bisschen herzurichten und das Unkraut zu entfernen. Im Anschluss haben wir noch das Schmalblättrige Kreuzkraut vom Mittwoch und kaputte Teile der Brutflöße von letzter Woche zum Müll gebracht.

Bis bald Leonie

35. & 36. Kalenderwoche 2020 (24. August - 06. September 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

eure Clara

Servus und Moin zusammen,

am Montag startete für uns schon unsere dritte Arbeitswoche, welche zugleich die erste war, in der Clara und ich ohne Telje zurechtkommen mussten. Am Montag haben wir in der Früh erst einmal eine Ladung Müll weggebracht und haben danach etwas Zeit am Computer verbracht. Anschließend haben wir die Stiftungsautos kontrolliert, ob diese vollständig ausgerüstet sind d.h. ob beispielsweise Absperrband, eine Säge, Arbeitshandschuhe usw. vorhanden sind.

Am Dienstag sind wir um 8 Uhr in den Tag gestartet und haben begonnen Kartons zusammen zubauen, welche für eine Aktion genutzt werden, bei der Stifte gesammelt und anschließend recycelt werden. Am Dienstagnachmittag sind wir dann noch spontan mit Christian in die Barker Heide gefahren, um Grenzpfähle zu verteilen. Da einige Bauern ihre Felder über ihre Grenzen ins Stiftungsgebiet gezogen haben, haben wir mit Hilfe eines GPS Gerätes Holzpfähle, die wir neonfarben angesprüht haben, zur Markierung in den Boden gesetzt.

Da aufgrund von Corona unser Einführungsseminar von Koppelsberg, wie es ursprünglich stattfinden sollte, abgesagt wurde, wurde jetzt ein neues Konzept entwickelt. Wir haben zwei Onlineseminartage und nächste Woche in Kleingruppen drei Präsenztage in Koppelsberg, bei denen wir andere FÖJ´ler*innen aus unserer Umgebung auch persönlich kennenlernen können. Am Mittwoch hatten wir dann unseren ersten Onlineseminartag und waren daher nicht in der Stiftung. Am Vormittag startete ein Zoommeeting mit allen Freiwilligen des Jahrgangs 2020/21 und den Betreuern von Koppelsberg. Dabei wurden uns viele organisatorische Dinge erklärt und wir bekamen von den ehemaligen einen Rückblick, worauf wir uns in diesem Jahr freuen können. Um 14:30 Uhr ging es dann weiter in den Kleingruppen, in denen wir uns nächste Woche auch persönlich kennenlernen werden. Dabei spielten wir Kennlernspiele, unterhielten uns darüber was wir von nächster Woche erwarten, aber auch ob wir Befürchtungen im Bezug auf Corona haben. Obwohl ich den Onlineseminartagen im voraus eher kritisch gegenüberstand, war ich am Ende des Tages positiv überrascht, wie gut alles lief und freue mich jetzt schon auf nächste Woche.

Gestern waren wir dann ein letztes Mal für diesen Monat im Moor und zwar im Hartshoper Moor. Begleitet wurden wir von Jutta und Merle und bis zum Mittag waren wir dann auch schon damit durch, alle sieben Pegel zu messen. Da das Hartshoper Moor direkt neben dem Königsmoor liegt, in welchem wir zwar schon in unserer ersten Woche waren, man dort aber nur sehr schwer durch das Gestrüpp kommt,  haben wir noch eine kleine Freischneideaktion gestartet. Im Anschluss haben wir noch versucht einen abgemähten Pegel wieder zu finden, was aber leider vergeblich war.

Heute, am Freitag hatte ich meine erste Fahrstunde in einem Automatik-Auto. Da der Fuhrpark überwiegend aus Automatik-Fahrzeugen besteht, bekommen alle FÖJlerinnen mit einem Führerschein noch eine Fahrstunde, in der noch mal ohne  Schaltung und Kupplung das Fahren geübt wird. Bis ich nicht mehr versuche zu schalten wird es wohl noch eine Weile dauern, aber das wird schon.

Gegen 12 Uhr sind wir aufgebrochen, um nach Hohwacht an den Sehlendorfer Binnensee zu fahren. Dort hatten wir die Aufgabe, aus bereits schon von einem Bagger gesiebtem Sand, übrig gebliebene Wurzeln und Müll herauszusuchen. Das wurde gemacht, da auf diesem Gebiet eine Pflanze, die dort nicht heimisch ist sich sehr schnell verbreitet und andere Arten verdrängt.

Bis nächste Woche

Leonie

33. Kalenderwoche (10.-20. August 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

 

eure Clara

 

Hallo zusammen,

Am Montag, den 3.8.20 haben wir in der 11. FÖJ-Generation bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein unsere Arbeit angefangen.

Wir sind Clara Prieß und Leonie Birnkammer.

Ich bin Leonie komme aus Bayern, genauer gesagt aus der Nähe von Augsburg und bin letzte Woche Mittwoch in den hohen Norden gezogen. Ich bin 18 Jahre alt, habe gerade meine Schule abgeschlossen und bin durch eine Freundin auf das ökologische Jahr gestoßen. In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, lese viel und treffe mich mit Freunden.

Ich bin Clara komme aus der Nähe von Kiel und habe auch gerade meine Schule beendet.
Meine Hobbys sind Lesen, Zeichnen, Malen und noch viele andere Dinge.
Ich war schon ziemlich aufgeregt, da dies mein erstes  richtiges Jahr ist, in dem ich arbeiten werde.

Unsere erste Woche hat schon mit super Wetter begonnen. Am Montag wurde uns von Telje, die uns noch zwei Wochen einarbeitet, die gesamte Stiftung gezeigt. Obwohl wir nicht mal alle Mitarbeiter kennen gelernt haben, weil gerade viele im Homeoffice bzw. im Urlaub sind, konnten wir uns dennoch kaum einen Namen merken, da wir überwältigt waren von den vielen neuen Eindrücken. Am Ende unseres ersten Arbeitstages hat uns Karen, unsere Betreuerin, während wir im wunderschönen Stiftungsgarten saßen, noch vieles über die Arbeit der Stiftung erzählt. Abends sind wir beide platt von den vielen neuen Infos und Impressionen ins Bett gefallen und haben uns dennoch  schon auf den nächsten Tag gefreut.

Am Dienstag sind wir nämlich zum aller ersten Mal ins Moor gefahren. Um halb neun ging es für uns los nach Dätgen, wo viele Pegel auf uns warteten. Mit dabei war auch noch Alina, unsere Vorgängerin, die ein letztes Mal ins Moor wollte. Wir hatten super Wetter und das Moor sah richtig schön aus. Auch wenn wir uns manchmal unseren Weg durch Gestrüpp bahnen mussten und auch etwas zerstochen von dem Tag heimkamen, machte er dennoch viel Spaß und wir freuen uns schon auf das nächste Mal wobei  wir auch schon gespannt sind, wie wir uns dort alleine schlagen werden.

Am Mittwoch zeigte Telje uns ein paar Sachen am Computer, damit wir verstehen können wie alles funktioniert.
Nachdem wir alles erklärt bekommen haben,  gingen wir in die Garage, wo alle Materialen für die Informationsstände gelagert werden.
Dort wurde uns gezeigt,  wie man die Theke für einen  Infostand aufbaut und wieder abbaut.  
Damit verbrachten wir unsere Zeit bis Mittag und gönnten uns dann eine Pause. 
Als wir die Mittagspause beendet haben,  gingen wir wieder erneut in die Garage und  sortierten die neuen Flyer, die die Stiftung gerade bekommen hat.
Anschließend haben wir noch alte bzw. leere oder ausgetrocknete Stifte in Kisten gesammelt, da die Stiftung diese für eine Recycling-Firma sammelt und dafür dann eine kleine Spende bekommt.
Unseren Nachmittag haben wir damit abgeschlossen, ein Insektenhotel selbst zu bauen.

Am Donnerstag stand uns ein anstrengender Tag bevor, da dies der heißeste des Monats werden sollte. Wir fuhren morgens früh zum Königsmoor und sollten dort Pegelmessungen durchführen.  

Jeder  Moorabschnitt  hatte ein bis zwei Pegel, die weit von einander entfernt standen und  wir uns deswegen häufig  durch hohes Gestrüpp und durch die pralle Sonne schlagen mussten.
Das ganze Königsmoorgebiet besitzt  24 Pegel. Obwohl wir zwischendurch auch immer wieder ein Stück mit dem Auto fahren konnten war es ganz schön anstrengend. Als wir gegen 16 Uhr endlich alles geschafft hatten, waren wir ziemlich erschöpft und müde. Unseren ersten Tag im Moor werden wir bestimmt nicht vergessen.  

Am letzten Tag der Woche, war es erneut sehr heiß, jedoch hatten wir heute eine passende Aufgabe zu den hohen Temperaturen. Wir fuhren zu einem Kröten-Aufzuchtstation und säuberten dort die Wannen mit Hilfe eines Hochdruckreinigers. Zudem entfernten wir Unkraut, welches dort wild wuchs. Für die Mittagspause, sind wir zu einem See gefahren und haben uns zur Belohnung dort abgekühlt.

Nach unserer ersten Arbeitswoche gingen wir erschöpft und erhitzt in das Wochenende.

Bis bald

Clara und Leonie

 

31. Kalenderwoche 2020 (27. Juli - 2. August)

Moinsen Zusammen,

Am Montag ist unsere allerletzte Woche in unserem FÖJ angebrochen. Diese letzten Monate sind wahnsinnig schnell umgegangen und ich frage mich echt, wo die Zeit geblieben ist.

Ich schreibe diesen Blog an unserem allerallerletzten Tag im FöJ, zwischen den Vorbereitungen für unsere Abschiedsfeier, die trotz Corona im Garten stattfinden darf. In den letzten Wochen habe ich das Jahr ein ums andere Mal Revue passieren lassen. Zum ersten Mal für den Abschlussbericht, dann nochmal um einen Einarbeitungsplan für die Nachfolgerinnen zu erstellen, dann erneut um Bilder für meinen Eintrag in unser FÖJ-Buch zu finden und jetzt letztlich schon wieder für diesen Blog. Ich komme immer zu dem selben Ergebnis: Dieses Jahr war ein gutes Jahr, dass mich auf vielen verschiedenen Ebenen weitergebracht hat. Und: Die Stiftung ist eine absolut einzigartige Einsatzstelle. Sie bietet einem*r tausende Möglichkeiten, eine wunderbar lockere und familiäre Arbeitsatmosphäre und vor allem viel Spaß.

Bevor ich aber zu nostalgisch werde, erzähle ich euch noch schnell, was diese Woche so los war.
Meine Woche begann in Flintbek etwa 30 Fahrradminuten von der Stiftung entfernt auf einer archäologischen Grabung. Meine beste Freundin und Mitbewohnerin (Flori) macht nämlich ihr FSJ in der Denkmalpflege beim archäologischen Landesamt in Schleswig Holstein. Eine ihrer Aufgaben ist dort die Unterstützung auf waschechten Ausgrabungen, und ich durfte auch mal dabei sein. Das war mal wieder etwas ganz anderes und unglaublich spannend. Nach ein paar Stunden realisierte ich erst so richtig, dass ich an einem Ort stand, an dem vor etwa 1600 Jahren Menschen gelebt und ihre Häuser gebaut hatten. Diese konnte man erkennen an dunklen Verfärbungen der Erde, an denen sich die Pfosten ihrer Wohnungen in Holzkohle verwandelt hatten.
Irgendwann durften wir nach Scherben suchen und wir wurden tatsächlich fündig! Ein besonderes Highlight war, dass wir eine sehr große Scherbe fanden, die wir vorsichtig freilegten. Fast ein ganzer Topf. Letztlich zerbrach sie doch, was in diesem Fall ein glücklicher Zufall war, denn an der Bruchstelle entdeckte ich einen Kirschkern. Erst dachte ich mir, ich seh nicht recht, Was hat ein Kirschkern in einer uralten Tonscherbe verloren? Dann aber sagte ich doch Flori Bescheid, die plötzlich ganz aufgeregt wurde. Kirschkerne sind organisches Material, an dem mensch (mithilfe der Analyse des Zerfalls von C14-Atomen) ihr Alter relativ genau bestimmen kann. Klingt kompliziert? Ist es auch und ich weiß auch nicht genau wie das geht. Fest steht, dass diese Scherbe ein guter Fund war.

Am Dienstag fuhr ich ein letztes Mal nach Kasseeedorf und half dort Michael dabei den Zaun wieder abzubauen, den wir vor ein oder zwei Monaten aufgebaut hatten. Wir hatten dort intensiven Kuh-Kontakt und noch intensiveren Regen-Kontakt, aber eher wenig Menschen-Kontakt, von daher lief alles ganz Coronakonform ab.

Mittwoch waren Alina und ich wieder im Büro und arbeiteten an den letzten Aufgaben, die noch zu erledigen waren. Viel gibt es da nicht zu erzählen. Erst Donnerstag wurde es wieder spannender: wir fuhren gemeinsam mit Grit und Jana ins Kaltenhofer Moor. Dort zeigten wir den beiden mal die frisch markierten Wanderwege. Normalerweise sehen wir FÖJler*innen nur die Strecken, die wir zu den Pegeln laufen. Dabei gibt es gerade in Stodthagen so viel mehr zu sehen. Der Moor Weg (mit gelber Farbe markiert) führt an einem offenen Moorsee vorbei, an dem mensch prima sitzen und picknicken kann. Außerdem eignen sich die Gräser dort hervorragend zum Gräser-Quietschen.
Im Anschluss fuhren wir gemeinsam nach Schmoel und machten am Strand Pause. Zum Schwimmen war es aber leider noch zu kalt.
Jana zeigte Alina und mir ihre ehemalige Standard-Verpflegung nach dem Königsmoor: Laugenbrötchen mit Kinderriegel. Klingt pervers, ist aber erstaunlich lecker.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Zeltplatz Hessenstein vorbei an dem mir Grit, zur Vorbereitung auf die bevorstehende Einarbeitung der Nächsten, ein paar Energizer beibrachte. Zum Beispiel „Scream and Run“. Dabei müssen alle so lange rennen wie sie schreien können. Logisch. Am Ende klangen wir wie abgewürgte Motoren, waren völlig aus der Puste und hochrot angelaufen. Aber es ist merkwürdig befreiend, wie eine Wahnsinnige durch die Gegend zu rennen und sich dabei die Seele aus dem Leib zu brüllen.

Damit sind wir also auch bei heute (Freitag) angekommen. Unsere Abschiedsfeier ist sehr schön gewesen. Wir haben ein Buffet mit Pizza und Kuchen aufgebaut und uns gegen 12 im Garten versammelt. Walter hat eine Rede gehalten und wir haben unser Zeugnis und Geschenke erhalten. Danach haben wir gegessen und geklönt, inmitten des, von Wilder Möhre dominierten Stiftungsgartens.
Für mich ist es noch nicht der allerletzte Tag. Ich arbeite noch bis zum 14. August die Neuen ein, aber ich mag mir nicht vorstellen, wie Alina sich heute fühlt. Jetzt gerade will ich nicht, dass das Jahr endet. Ich freue mich aufs Studium, aber ich will nicht keine FÖJlerin mehr sein. Die Stiftung ist so ein schöner Arbeitsplatz, den ich einfach nicht verlassen möchte.
Aber es hilft ja nichts, ich muss mich jetzt zumindest vom Blog verabschieden. Dieses hier ist der letzte Eintrag von mir. Der nächste wird schon von Clara und Leonie stammen.

Also machts gut und lebt wohl.
Tschau Kakao
Eure Telje

30. Kalenderwoche 2020 (20. - 26. Juli)

Hallo zusammen,

und schön, dass ihr da seid, um meinen allerletzten Blog zu lesen. Ja, ihr habt richtig gelesen, das ist schon der allerletzte! Es ist Freitagnachmittag vor unserer Abschlusswoche und mich überkommt doch schon eine gewisse Nostalgie.

Aber zunächst zu meinen Aktivitäten dieser Woche! Da ich am Donnerstag in der letzten Woche auf einem Stand des Naturgenussfestivals bei John’s Burgers einiges an Überstunden gemacht hatte, durfte ich mir den Montag entspannt freinehmen. Den Rest der Woche war ich alleine in der Stiftung, da Telje ihre restlichen Urlaubstage in Berlin genoss. Der Dienstag begann also zunächst mit vielen organisatorischen Sachen. Dafür ging es am Mittwoch mit unserer Vorgängerin Grit auf Exkursion und Pegelmessungen ins Hartshoper Moor. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, da wir dort aufgrund von Corona zuletzt Anfang März gemessen hatten und die Pegel nicht nur zugewachsen waren, sondern teils auch ihre Markierungen fehlten. Das war eine wahnsinnig witzige Tour, sooo schön, dass Du nochmal dabei warst <3

Am Donnerstag habe ich unter anderem endlich die schon vor ein paar Wochen ausgerissenen Säcke Schmalblättriges Kreuzkraut auf dem Abfallwirtschaftshof entsorgen können. Hier ein kleiner Tipp an unsere Nachfolger*innen: zieht bei solchen Gelegenheiten (und generell immer bei praktischen Arbeiten in der Stiftung) am besten Handschuhe und nicht eure Lieblingsklamotten an… meine Wenigkeit hatte nach dieser Aktion nämlich eine kleine, unnötige Panik, weil ich mir mit dem giftigen Kraut die Handfläche ein wenig aufgerissen hatte und hat außerdem noch ihre Lieblingsjeans mit uraltem, verrotteten Pflanzensaft versaut. 1000 Dank an unsere Betreuerin Karen für den tollen Shampoo-Trick ;)

Den Rest der Woche hieß es dann für mich vor allem:  Stickern, stickern, stickern, da einige Flyer und Magazine mit Stiftungsaufklebern bestückt werden musste und ich habe außerdem die letzten Tagegeld- und Materialerstattungsanträge gestellt. Büroarbeit halt.

Da Telje den nächsten Blog übernehmen wird, möchte ich mich an dieser Stelle bereits von euch verabschieden. Ein riesengroßes Dankeschön an die Stiftung und all die lieben Kolleg*innen. Danke für eure Hilfsbereitschaft und euren großen Wissensschatz, den ihr ohne zu zögern mit uns geteilt habt. Danke für die unglaublich wichtige Arbeit, die ihr macht, ich verlasse die Stiftung voller Bewunderung und Dankbarkeit, diesen besonderen Einblick bekommen zu haben. Auch wenn ich mit meinem Archäologie - und Kunstgeschichte-Studium in eine völlig andere Richtung gehen werde, wird die Freude am Umweltschutz, die ihr definitiv bei mir gefördert habt, immer ein großer Teil meines Alltags sein und ich freue mich, euch bald mal wieder besuchen zu können. Ein großes Dankeschön natürlich auch an euch, liebe Leser*innen, schön, dass ihr unsere Reise mitverfolgt habt.

Schlussendlich fällt mir noch ein wunderschönes Bild ein, welches uns der Vorsitzende des FöJ- Bundesverbandes Dirk Henning auf der 1. Bundesdelegierten-konferenz erklärt hat: unser Symbol der Pusteblume. Ich finde es wunderschön, zu glauben, dass jeder von uns, stark und manchmal auch widerspenstig wie der Löwenzahn, selbst in den unwirklichsten Lagen wurzeln und wachsen  kann. Und später wie die Pusteblume ihre Samen, seine eigenen Ideen und Träume in die Welt setzt und sprießen lässt. Mögen sie zunächst noch so unbedeutend und fragil erscheinen, es kann mit ein bisschen Vertrauen, Rückenwind und Hingabe Großes daraus entstehen und das macht mir Hoffnung.

Auf dass wir mit unseren blühenden Träumen und Ideen die Welt ein bisschen schöner, nachhaltiger, grüner und gerechter gestalten können; macht´s gut und passt auf euch auf,

Eure Alina

P.S.: Für all die kleinen Poeten unter uns hier noch ein kleines hübsches Gedicht, das mich zufälligerweise durch das ganze letzte Jahr begleitet hat und viele meiner Erfahrungen wunderschön zusammenfasst:

Because you’re young,

you’re torn between a world of hate

and a world of dreams;

So much to lose,

so much to gain.

So much to fight for,

and so much to change.

~  Edgar Allan Poe

29. Kalenderwoche 2020 (13. - 19. Juli)

Moin moin Zusammen,

Es ist mal wieder Freitag und ich bin sehr müde, deshalb erwartet besser nicht zu viel von diesem Blog. Wir waren gerade im Dosenmoor und ich wurde seit dem Moment, in dem ich aus dem Auto gestiegen bin, von einer Horde Fliegen angeschwärmt und nicht mehr in Ruhe gelassen. Vielleicht waren es Groupies, in dem Fall sollte ich mich wahrscheinlich geschmeichelt fühlen. Oder sie fanden ich stinke so schön (dann wäre ich deutlich weniger geschmeichelt), aber warum auch immer sie MICH zu ihrem alleinigen Fokus auserkoren haben ist mir eigentlich egal, denn sie waren wirklich lästig.
Ansonsten sieht das Dosenmoor gerade schlichtweg wunderschön aus. Die Heide beginnt langsam wieder zu blühen und überall wächst rötlich-glitzernd der Sonnentau. Heute spielt auch das Wetter mit. Bei 23 Grad und Sonne steigt die Arbeitsmoral gleich ins unermessliche an.
Wären da nicht die Fliegen…

Gestern waren wir im Büro und haben an unseren letzten Aufgaben weitergearbeitet. Jetzt, wo sich unser Jahr dem Ende zuneigt, fallen uns nach und nach immer mehr Aufgaben ein, die irgendwann mal liegengeblieben sind. Zum Beispiel möchte Michael, dass wir 3000 Aufkleber auf unsere Flyer kleben. Und Olli will, dass wir gefühlt 3000 Pegelmessdaten in seine Excel-Listen einpflegen. Kurz: Wir haben immer noch sehr gut zu tun.

Mittwoch kämpften wir uns (für Alina ein letztes Mal) durch das Königsmoor. Zu dieser Zeit kämpfen wir wirklich, besonders gegen den Königsmoor-Trifecta: Binsen, Birken und Brennnesseln (manchmal gesellen sich auch noch Bremsen hinzu).
Um unseren Nachfolgerinnen die Arbeit etwas zu erleichtern, fällten wir per Hand die Birken, wo wir nur konnten. Währenddessen fraßen uns aber die Bremsen und Mücken auf und auch im Königsmoor hatte ich schon eine treue Gefolgschaft von einem guten Dutzend Fliegen.
Aber ein paar Pegel stehen auch sehr angenehm zwischen Gargelsträuchern. Da macht es wieder Spaß sie abzulesen, weil es währenddessen zumindest sehr angenehm-würzig riecht.
Ganz am Ende unserer Tour hatten deckten wir dann sogar noch einen grausamen Unfall auf: Einer unser Pegel-Rohre war geköpft worden!  Er lag völlig reglos auf der Wiese, glatt am Boden abgesäbelt (zugegebenermaßen wäre ich vermutlich besorgter wenn er nicht reglos gewesen wäre).
Mit diesem schrecklichen Bild im Kopf und mit den Überresten unseres gefallenen Pegel-Kameradens fuhren wir zurück zur Stiftung.

Dienstag war relativ unspannend (wir kümmerten uns um besagte Sticker und Pegeldaten), aber Montag waren wir in Dätgen. Dass macht diese Woche zu einer Drei-Moor-Woche.
Auch ein Erlebnis, obwohl Drei-Moor-Wochen, im Gegensatz zu Zwei-Moor-Wochen, bedeutend anstrengender und zeitintensiver sind.

Hier beende ich dieses Wirr-Warr an Blog. Ich fahre jetzt nach Hause, dusche und versuche herauszufinden, warum mich Fliegen lieben. Nächste Woche bin ich unterwegs, aber Alina wird sich um einen wunderbaren Blog kümmern, der bestimmt anspruchsvoller sein wird als dieser hier (but you have been warned)

Also dann, bis in zwei Wochen.
Tschüs Gemüs!
Telje

28. Kalenderwoche 2020 (6. - 12. Juli)

Guten Morgen ihr Lieben,

vielleicht liegt ihr gerade auf eurem Bett, eurem Sofa oder sitzt an eurem Schreibtisch und prokrastiniert, was ihr eigentlich gerade zu tun habt. Während ihr also diesen kleinen Eintrag hier von mir lest, sitze ich mit Mund-Nasen-Schutzmaske auf der Rückbank unseres Skoda Yeti („Cappu“) und schaue Telje beim Fahren zu. Wir sind mal wieder auf dem Weg ins Königsmoor und ich bin gespannt, was uns heute erwartet. Fahren wir uns fest? Fällt einer von uns in ein Moorloch? Oder versuchen die Birken und Brennesseln mal wieder, uns den Weg zu versperren? Telje gibt ordentlich Gas und die Landschaft fliegt nur so an uns vorbei. Ich möchte die einstündige Fahrt heute nutzen, um euch zu erzählen, was wir in der letzten Woche so getrieben haben. So wie dies wahrscheinlich ein sehr blütenreicher Blog wird, war die letzte eine sehr blütenreiche Woche.

Am Montag sind Telje und ich nochmal direkt alleine ins Naturschutzgebiet Kasseedorf gefahren, das Gebiet, in dem wir vor ein paar Wochen mit einem unserer Lieblingskollegen Michael Ott die Auspflanzung von vielen Primeln begleiten durften. Kaum geparkt, sprach uns bereits eine aufgeregte Dame an, ob das giftige und umstrittene Jakobskreuzkraut im NSG denn keine Gefahr für die Tiere darstellte. „Oh je“, dachten wir uns, „bitte nicht schon wieder…“ und verwiesen auf das JKK-Kompetenzzentrum in der Stiftung, bevor wir erklärten, dass es sich dabei auch um eine Blühpflanze handelt, die von Insekten teils dringend benötigt wird. Zumal es nur passieren kann, dass die Tiere es fressen, wenn es sich getrocknet im Heu befindet, da es dann für sie nicht mehr zu unterscheiden ist. Da die Sorgen der Anrainer und Pferdebesitzer natürlich teilweise nachvollziehbar sind, ist es ein wahnsinnig schwieriges Thema.

Um zu den Primeln zu gelangen, mussten wir dann auch noch unseren eigens aufgebauten Elektrozaun überwinden und das stellte uns doch vor eine kleine Herausforderung. Es surrte einfach nichts und es gab einfach zu viele Schalter. War das Ding nun an? Oder generell schon von Anfang an aus? Oder hatten wir es gerade etwa wieder angeschaltet? Trotz ein wenig Angst kletterten wir also nach einem professionellen Blatt-Test über den Zaun und siehe da: keine Verletzten, keine Toten. Yay! Auf dieser Fläche bestand unsere Aufgabe nun darin, die mittlerweile verblühten Blütenstände abzuschneiden und auf angrenzenden Flächen zu verteilen, damit dort dann neue kleine Pflänzchen wachsen können.

Den Dienstag sind wir an die Nordsee zum Speicherkoog gefahren, um dort Zäune vom sogenannten LIFE LIMOSA Projekt ( https://www.stiftungsland.de/was-wir-tun/entwicklungshelfer/life-limosa-wo-ist-greta/ ) abzubauen. Die hatten in diesem Frühjahr nämlich die brütenden Uferschnepfen vor kleinen Nesträubern wie zum Beispiel dem Igel geschützt. Spannend war dabei zunächst, dass das Gebiet in einer Militärzone liegt und wir dann am Eingang auch unsere Pässe abgeben mussten. Nach einer langen Fahrt über das verlassene Gelände voller Bunker und Schießstände sahen wir endlich zwei Gestalten am Horizont schreiten. Wir müssen zugeben, wir hatten ein klitzekleines bisschen Schiss, in irgendeine Übung hineingeraten zu sein… Aber nein, letztendlich waren es nur die zwei Mitarbeiter von Weidelandschaften e.V., denen wir zur Hand gehen sollten. Zunächst war der Zaunabbau ganz entspannt und ich konnte mir zwischendurch auch in Ruhe die schönen Orchideen auf der Wiese anschauen. Dann mussten wir die großen Zaunrollen zu den Autos schleppen und zack, setzte ein starker Regen ein. Eine Ewigkeit später waren wir fertig, erledigt und nass, da hörte der Regen auf und unser Kollege und Auftraggeber Olli tauchte endlich auf. Klasse Timing, Olli ;P

Dafür bekamen wir dann noch eine tolle Führung über das ans Wattenmeer angrenzende Gebiet und durften uns im nächsten Ort ein Eis gönnen. Nochmal Dankeschön für den kleinen Ausflug!

Mittwoch verbrachten wir den Tag in der Stiftung und begannen endlich, unseren Abschlussbericht zu schreiben, was mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Wenn ich einmal angefangen hab zu schreiben, kann ich nicht mehr aufhören.

Donnerstag waren wir dann eigentlich mit Christian Müller am Glasmoor verabredet. Sind wir also extra früh aufgebrochen und standen schließlich um 10 Uhr beim Punkt, den Christian uns geschickt hatte. Mitten im Stadtpark Norderstedt. Upsi. Die Leute haben schon lustig geguckt. Nach einer Irrfahrt zur JVA Glasmoor fanden wir endlich die Zufahrt zum Gebiet gegenüber vom Stadtpark. Als kleines i-Tüpfelchen stellte sich dann auch noch heraus, dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte und Christian frühestens um 12 da sein könnte. Also machten Telje und ich uns bei strömendem Regen in der sandigen Mondlandschaft alleine an die Arbeit. Diesmal ging es dem Schmalblättrigem Kreuzkraut an den Kragen, einem Verwandten des besagten JKK. Dabei handelt es sich um einen stark invasiven Neophyten, also Einwanderer, aus Südafrika, welcher hier heimische Pflanzen verdrängt. Die Kombination aus Sand und Starkregen war schon widerlich, dafür waren wir am Ende um 4 gefüllte Säcke und eine Begegnung mit kleinen Wildschweinen reicher.

Dafür gab es abends als Belohnung ein wunderschönes Flammkuchenessen mit unserer Betreuerin Karen und unserer Kollegin Ingrid.

Am selben Abend und folgenden Morgen hatte ich leider so starke Magen-Darm-Beschwerden, dass wir Freitag nicht ins Hartshoper Moor konnten, dafür freue ich mich schon auf die nächste moorlastige Woche, von der Euch Telje berichten wird. Wir machen uns jetzt mal auf durchs Königsmoor. Für mich das letzte Mal schon! Na ja, der Countdown läuft, gut 3 Wochen noch, dann neigt sich unser FÖJ dem Ende zu…

Macht´s gut,

Eure Alina