37. Kalenderwoche (13. - 17. September 2021)

Moin und willkommen zu einem neuen Blog-Eintrag,

 

diese Woche war für mich ziemlich kurz, da ich bis Dienstag frei genommen hatte und sie daher erst am Mittwoch für mich begann.

Gut ausgeruht und motiviert startete ich dann sogleich mit Ole zu einer Moortour ins Große Moor, wo wir mal wieder die Wasserstände maßen. Da wir für das GPS-Gerät ausversehen nur leere Batterien eingesteckt hatten und es nur noch einen kleinen Rest an Ladung hatte, strengten wir unser Gedächtnis an und benutzen die Karte und fanden so eigentlich auch fast alle Pegel. Und juhu, dieses mal blieben meine Füße trocken! Dafür wurden wir ab der Hälfte der Tour ziemlich nass von oben, aber wir waren ja gut ausgerüstet mit Regenhose und Regenjacke und trockene Gummistiefel sind auch sehr angenehm. Bei unseren Wanderungen im Moor gehen wir auch immer etwas auf Entdeckungstour und so fanden wir zum Beispiel ein leeres Vogelei, welches vermutlich von einer Kanadagans stammt und beobachteten einen kleinen Moorfrosch. Findet ihr ihn auch auf dem Bild? Leider finden wir auch ab und zu etwas Müll auf unseren Exkursionen, den wir dann auch immer gleich einsammeln und mitnehmen. So auch diesmal: Ole fand ein großes Metallstück zwischen den Gewässern dort, was aber leider viel zu schwer war, um es mit zum Auto zu schleppen.

Am Dienstag füllten wir dann gleich noch viel mehr Müllsäcke, diesmal jedoch mit Schmalblättrigem Kreuzkraut. Da es sich dabei um einen invasiven Neophyten handelt, sollten wir ihn von einer Fläche im Glasmoor entfernen. Das Ganze wird jedes Jahr im Spätsommer gemacht, bevor die Pflanzen ihre Samen verteilen, damit ihre Ausbreitung eingedämmt wird. Wir zogen also den ganzen Tag fleißig das Schmalblättrige Kreuzkraut aus der Erde und füllten dabei viele Säcke, die wir am Ende im Auto verstauen mussten.

Heute am Freitag sind wir mal wieder im Büro und erledigen ein paar Kleinigkeiten, die sich so angesammelt haben. So habe ich mir vorhin nochmal einen Überblick von den Flyern in der Garage verschafft, während Ole eine kleine Reparatur an unserem GPS-Gerät durchführte. Mir ist nämlich leider eine kleine Öse abgegangen, die man braucht, um das Gerät zu öffnen und die Batterien auszutauschen. Ansonsten erklärte mir Karen nochmal die Robustindikatoren, weil bei Ole und mir doch noch ein paar Unklarheiten dazu bestanden. Wir sollen nämlich jeden Monat die Veranstaltungszahlen in eine Excel-Tabelle eintragen und dazu auch noch die Besucherzahlen. Jetzt veröffentliche ich noch diesen Blog und dann geht es auch schon bald ins Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Woche!

Bis bald,

Astrid

36. Kalenderwoche (6. -10. September 2021)

Moinsen miteinander,

 

Diese Woche kam ein seltsam schleichender Gedanke auf. Denn es ist ein voller Monat vergangen seitdem wir bei der Stiftung angefangen haben. Ganz seltsam, ich hätte schwören können es wären maximal zwei sehr sehr ereignisreiche Wochen gewesen, so schnell ist die Zeit verflogen. Aber zurück zur letzten Woche, denn sie war EXTRA aufregend.

Am Samstag und Sonntag (4-5.9) ging es für Astrid und mich auf die NORLA.  Unser erster Standdienst stand an. Ich persönlich hatte mich riesig gefreut, denn die nicht mehr vorhandene Menge an Tickets deutet darauf hin, dass es nicht langweilig werden sollte. So kam es auch. Ab 11 Uhr trudelten die ersten Besucher*innen ein und bis 18 Uhr hatten wir viele schöne Gespräche am Stand. Gerade das riesige Interesse an einem insektenfreundlichen Garten hat mich positiv überrascht. Viele freuten sich über Saattütchen, Thymianbleistifte (Bleistifte aus Zellulose, die man nach intensiver Verwendung  in die Erde pflanzen kann) , die Broschüre „mein summender Garten“ Bei den Kindern kam der Memory Tisch (an dem ich teilweise der unparteiische Schiedsrichter sein durfte  :D) super an. Ich fand meinen ersten Standdienst total klasse und freue mich darauf, dass hoffentlich dieses Jahr wieder mehr Veranstaltungen stattfinden können.

Zur Erholung startete ich dann auch erst am Dienstag in die Woche. Ganz entspannt ging es dann an die dänische Grenze nach Böxlund in eine Kiesgrube, denn die Integrierte Station der Geltinger Birk hatte Hilfe bei einer Freischneide-Aktion angefordert. Zu siebt, darunter auch FÖJ-lerinnen der Geltinger Birk (es war super auch mal FöJ-ler*innen außerhalb der eigenen Seminargruppe kennenzulernen :D), sollte es Adlerfarn an den Stängel gehen und zwar mit Freischneidern, einem Mulcher, Sensen und Mistgabeln. Der Farn hatte sich langsam aber sicher den Hang runtergearbeitet und drohte nun die ehemalige Kieskuhle zu übernehmen, da sie sich unterirdisch über Rhizome ausbreiten und auch gegenseitig versorgen. So konnten die Farne in günstiger Hanglange die Farne im Schatten auf dem anliegenden Plateau versorgen. Unsere Freischneide-Aktion sollte eine Schneise bilden, durch die dann eine 700 Köpfe große Schafsherde wandern konnte, um die Rhizome mit ihren Hufen ein für alle Mal zu unterbrechen. Nach einer kurzen Einweisung in die Kunst des Freischneiders ging es gut verteilt los den Hang von Adlerfarn und Brombeeren zu befreien, damit die Schafe freie Bahn haben. Abseits einer einschneidenden Erfahrung, warum man in der Prä-Mittags-Dösigkeit kein Adlerfarn „mal eben“ mit der Hand ohne Arbeitshandschuhe herauszieht (die Bilder erspare ich euch mal), lief es sehr gut. Trotz unserer Anstrengungen mussten wir uns geschlagen geben. Wir waren nach 6 Stunden doch noch nicht ganz fertig geworden.

Am Mittwoch verkürzte sich mein Arbeitsweg von 30 Minuten auf 30 Sekunden. Das Einführungsseminar (natürlich online)  mit allen FÖJ-ler*innen stand auf dem Plan. Durch viele kleinere Gruppenarbeiten sah man viele neue Gesichter und traf natürlich auch die Truppe der Geltinger Birk wieder. Da ich von diesem Tag keine wunderschönen idyllischen Bilder aus dem Stiftungsland habe, gibt es ein Bild von meinem kleinen „Kalos“ aus meinem eigenen Stückchen Natur zu Hause.

Donnerstag ging es zum Pegelmessen ins Kaltenhofer Moor. Auf dem Weg dahin hieß es immer wieder im Radio nur „der letzte Tag des Sommer“ und wie Recht sie hatten. Morgens hatte sich Tau auf den Blättern und in den Spinnenweben gesammelt. Das war sowohl sehr schön als auch hilfreich, denn alle Monate, die mit S beginnen, sind Hochsaison für Spinnen. So konnten wir uns das nicht schreckliche, aber auch nicht schöne Gefühl der Spinnenweben im Gesicht und den Spinnen eine spontane Enteignung der Behausung ersparen. Die Pegel fanden wir bis auf zwei ohne Hilfe vom Navi wieder. Wie schnell man sich sowas doch merken kann. Am September ist auch klasse, dass das Springkraut reif wird. Man kann also immer mal wieder am Wegrand anhalten und die Saat durch die Gegend schießen lassen. Im Anschluss ging es dann nach Hessenstein zur Zeltplatzkontrolle und nach Schmoel, wo sich Astrid wohl das letzte Mal dieses Jahr in die Ostsee traute, während ich mit meiner noch etwas angeschlagenen Hand lieber draußen wartete und Kormoranen beim Nahrungsstreit zuschaute.

Was soll ich sagen? Auf den letzten Tag des Sommers folgt der erste Tag des Herbsts und es ging ab ins Königsmoor, um auch hier die Pegelstände zu messen. Auf dem Weg zeigte sich der Herbst mit einem sehr starken Regen Auftakt. Nachdem wir aber den ersten Fuß ins Königsmoor gesetzt hatten, verschwand jegliche Regenwolke und zeigte sich auch nicht wieder. Das gesamte Moor war still. Offensichtlich hatten die Tiere auch bei dem bedeckten Wetter eher Lust auf entspanntes Dösen. Von kreisenden Mäusebussarden und aufgeschreckten Rehen begleitet ging es von Pegel zu Pegel. Wir hatten an alles gedacht bis auf Wechselbatterien für das GPS, also haben wir Karten gelesen und mit meinem Fernglas nach den pinken Bändchen, die die Pegel markieren, Ausschau gehalten. Dabei trat ich fast auf einen Fasan, der sich erst nachdem ich fast mit meinem Fuß berührt hatte, spontan entschied doch Reißaus zu nehmen. In diesem Fall hatten wir uns beide gleichermaßen vor einander erschrocken. Mit dem letzten bisschen Saft, den wir der letzten Batterieleiste entlocken konnten, schafften wir es, alle Pegel zu finden. Durch die aktuellen Wiedervenässungsmaßnahmen für mehr Moor im Königsmoor waren zwei Pegel auch wesentlich leichter zu finden. (s. Bild 8). Auf dem Weg zum letzten Pegel begann es, noch ein erstes und letztes Mal zu regnen. Leider wurden am letzten Pegel nicht nur unsere Haare, sondern auch Astrids Füße nass. Beim Sprung über einen ehemaligen Feldgraben schaffte sie es nicht ganz und landete sogar mit beiden Beinen im feuchten Nass. Ein Glück hatte sie noch Wechselsachen dabei, ansonsten wäre es eine echt unschöne Heimfahrt geworden.

Aber damit zieht auch die erste Herbstwoche ins Land. Ich hoffe ihr habt einen netten Start in den Herbst!

Weht nicht weg und bis bald!

Euer Ole

34. Kalenderwoche (23. - 27. August 2021)

Moin Moin zusammen,

diese Woche haben Astrid und ich das Beste aus dem verbleibenden Rest-Sommer-Wetter gemacht und waren sehr viel draußen unterwegs.

Um den Montag ganz entspannt einzuleiten, fuhren wir mit Gideon (dem Studiumspraktikanten mit einer Unmenge an botanischem Wissen) zusammen nach Buschau, um dort Tubex abzubauen. Falls du nicht weißt, was eine Tubex ist. Es ist eine Plastikröhre, die um Setzlinge gebunden wird, um sie vor den Mäulern und Zähnen von z.B. Rehen oder anderen hungrigen Mägen zu beschützen. Wir sollten sie dennoch auf einer Kuhweide abbauen, denn neben Gras mampfen und wiederkäuen, war das durch die Gegend schleudern der Tubex und das anschließende vernaschen der Eichenjünglinge der neue Volkssport der Kuh Herde geworden. Sie scheuten ebenfalls nicht davor, sich voller Stolz mit den erledigten Eichen fotografieren zu lassen (s.Bild 1). So nahmen sie uns viel unserer Arbeit ab, denn etwa die Hälfte lag bereits auf dem Boden und die andere Hälfte wurde schnell abgebaut und die nun schutzlosen Eichen verfielen dem Appetit der Kühe.  Dabei löst man die Tubex von Brettern, die mit  wiederverwendbaren Zip-Ties befestigt sind (ich wusste selber nicht, dass es sowas gibt, verrückt und super nachhaltig!). Die Tubex und ihre Bretterhalterungen fuhren wir im Anschluss zu einem Förster, der sie wiederverwenden kann. Alles im Allem wurde also nichts weggeworfen. In der Mittagspause entdeckte Gideon dann eine im Wasser stehende Pflanze, die selbst er nicht kannte. Nachdem also sowohl er, als auch Flora Incognita (eine super App zum Pflanzen bestimmen), an der Wasserpflanze verzweifelt waren, nahm ich sie mit und zeigte sie Christian. Wo unser Wissen endet, fängt seins erst richtig an. Er ermutigte mich dann das Blatt zu probieren, was ich mir nicht zweimal sagen ließ und es schmeckte in der Tat wie sein Namensvetter (Kresse) und war somit offiziell eine Sumpfkresse.

Da es am Dienstag weiterhin super Wetter geben sollte, fuhren wir mit Heike zusammen nach Fehmarn für mehrere Flächenkontrollen. Die zweite Fläche lag direkt an einer Steilküste an der Ostsee, wo der große Eschenwald auf einer Sohle Richtung Ostsee rutscht. Heike erzählte wie sich bei jedem Besuch das Gesicht dieser Fläche verändert und es war eine echt schöne Wanderung rund um die Fläche herum. Aber auch die anderen Flächen hatten ihren Charakter von Innenland Seen mit Koniks (Wildponys), über Vogelbrut(halb)inseln voller Silber-und Lachmöwen bis hin zu Graugänsen. Auf dem Rückweg besichtigten wir eine 20 Hektar große, ehemalige landwirtschaftlich genutzte Fläche, die gerade zu einer wunderschönen Amphibien und Wiesenlandschaft transformiert wird. Es wird sehr spannend zu sehen, wie diese NOCH „kahle“ Fläche in einem halben Jahr aussehen wird. Für Teiche und die „Rund-Um-Sorglos“ Überwinterungsmöglichkeiten für Amphibien ist bereits gesorgt.

Wir hatten diese Woche scheinbar auch das „Rund-Um-Sorglos“-Wetter gebucht, denn am Mittwoch ging es mit Christian und Gideon zu einer Mahdgutübertragung nach Schenefeld. Wir beobachteten erst wie der Boden vorbereitet wurde und fuhren dann auch schon nach Nordoe. Hier spendeten vier Flächen die neue Vegetation der Fläche in Schenefeld, indem sie gemäht werden und alles an Samen und Pflanzen nach Schenefeld gebracht und dort ausgelegt wird, um so eine ähnlich schöne Vegetation zu schaffen. Keine Sorge in dem NSG war die Mahd eh fällig, um sie von Weißdornbuschbildungen zu befreien, die sich jedes Jahr neu bilden. Dabei gibt es gewisse Zielarten für die Fläche in Schenefeld, die man in dort ansiedeln möchte, wie z.B. Klappertopf, aber auch Pflanzen, die man dort nicht haben möchte, wie z.B. Land-Reit Gras (Landschilf). In Nordoe gibt es viel von beiden, also sputeten wir uns so viel von dem Landschilf zu netten Sträußen zu binden an Orte zu verfrachten, wo sie auf keinen Fall in dem Mahdgut landeten. Wir schafften es die vier Flächen von Land-Reit Gras und teils Jakobs-Kreuzkraut zu befreien. Am Ende konnten wir beobachteten wie unser Zielarten gefülltes Mahdgut auf der Fläche verteilt wurde und verteilten selber noch Samen. Auf dem Heimweg kartierten wir noch eine Fläche, auf die Veränderung der Bestände, der 2017 eingesäten Arten und wie bei einer Schatzsuche wurden wir teils fündig teils nicht.

Donnerstag hieß es eigentlich nachdem unsere Termine ins Wasser gefallen waren, im Büro unsere angestauten Aufgaben zu erledigen, aber da kam uns eine Mail, man solle mal ein paar Wildes SH Campingplätze kontrollieren und dokumentieren, ganz recht. Mit Kurs auf Flensburg ließen wir uns an der Ostsee ordentlich durchpusten, was jegliche Spur von Müdigkeit binnen Minuten zu Nichte machte. Alle Zeltplätze machten einen ordentlichen Eindruck, wobei mir der Zeltplatz im Stiftungsland „Schäferhaus“ am meisten gefiel, was auch von den regulären Spaziergängern, die wir dort im Vorbeigehen trafen, so empfunden wurde.

Heute am Freitag bin ich mit dem Blog und Astrid mit etwas Öffentlichkeitsarbeit zu der Zaunbauaktion für Waldeidechsen der letzten Woche beschäftigt. Gleich helfen wir der Hausmeisterin Mona noch im Garten, denn sie reagiert leider allergisch auf eine der Pflanzen, weswegen wir ihr hoffentlich einen Allergie-Anfall ersparen können. Ich weiß aus eigener Hand, wie doof sowas sein kann und hoffe wirklich sie kommt heute drum rum.

Nächste Woche hört ihr dann von Astrid von unserem ersten Seminar. Ich freue mich total auf die vielen neuen Gesichter und die verschiedenen Programmpunkte.

Aber bis dahin euch allen ein schönes Wochenende und macht es nicht gut, macht es besser!

Euer Ole

33. Kalenderwoche (16.-20. August 2021)

Hallo ihr Lieben,

 

diese Woche war wieder sehr ereignisreich und wir waren viel unterwegs.

Erstmal begann die Woche am Montag aber sehr ruhig mit einem Büro-Tag, zum Glück, denn es regnete fast den ganzen Tag in Strömen. Nachdem ich ein paar E-Mails gelesen und beantwortet hatte, versammelten sich fast alle Kollegen aus dem 1.Stock um einen kleinen Laptop, um dem wöchentlichen Jour-Fix (Videokonferenz mit allen Mitarbeitern, wo die wichtigsten Ereignisse aus der letzten Woche zusammengefasst werden)  zu lauschen. Ansonsten planten und bereiteten Ole und ich noch ein wenig unsere Touren in den kommenden Tagen vor.  Zum Schluss bespielten wir noch die, am Freitag mit einigen Start-Schwierigkeiten erworbenen USB-Sticks, mit einigen Dateien.

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder mit Jutta ins Dosenmoor, um dort die Pegelstände zu messen. Wir freuten uns über das sonnige Wetter, nachdem es doch gestern so viel geregnet hatte. Wir begannen die Messungen auf einer Pferde-Koppel, wo wir von mehreren Ponys mit ihren Fohlen begrüßt wurden. Die kleine Herde war äußerst neugierig, sie folgten uns auf Schritt und Tritt zu den Pegeln und schaute uns bei den Messungen über die Schulter. Natürlich sprangen dabei auch ein paar Streicheleinheiten für sie dabei heraus. Nach vielen weiteren Pegeln, nach der Mittagspause musste Jutta uns dann verlassen, da sie noch einen Termin hatte. Ole und ich waren daher bei den letzten Pegeln auf uns alleine gestellt, wir fanden sie aber alle erfolgreich mit Hilfe des GPS-Gerätes und der Karte. Ich hatte mal wieder Pech und habe ein Loch übersehen, in dem ich dann mit dem gesamten rechten Bein im Moder versunken bin. Zum Glück hatte ich aber aus dem letzten Zwischenfall gelernt und morgens noch eine Wechselhose eingesteckt. Leider setzte dann auch wieder der Regen ein, sodass wir ganz schön nass wurden. Aber auch davon ließen wir uns nicht die Laune verderben und wieder zurück beim Auto, nachdem die letzten Pegel geschafft waren, ließen wir uns erstmal leckere Blaubeer-Muffins schmecken. Karen war nämlich aus ihrem Urlaub zurückgekehrt und hatte uns nach einer kurzen und lieben Begrüßung am Morgen, die Muffins zu unserem Einstand mitgegeben.

Am Mittwoch fuhren wir dann mit Kollegen nach Lunden, um dort neben einer Bahnstrecke einen Schutzzaun für Waldeidechsen aufzubauen. Die Eidechsen sollen nämlich umgesiedelt werden in ein schon vorbereitetes Stiftungsgebiet und müssen dafür gefangen werden. Bei der Wiese angekommen, kamen dann aber Zweifel, ob wir es überhaupt schaffen würden bei dem teilweise sehr harten und steinigen Untergrund den Zaun aufzubauen. Denn als erstes muss man zum Aufbau des Zaunes eine kleine Rinne graben, mit Hacke und Spaten kämpften wir mit Steinen und Wurzeln, schafften es aber doch einen kleinen Graben zu graben. Dort hinein wird dann der Zaun aufgestellt, sodass man am Ende das untere Ende von der Folie wieder mit Erde zuschütten kann und keine Lücken da sind, wo die Eidechsen durchpassen würden. Am Ende haben wir noch ein paar Eimer vergraben, in die die Waldeidechsen dann hineinfallen sollen. Geschafft und glücklich mit dem erfolgreichen Zaunaufbau aßen wir noch ein Stück Kuchen, bevor es dann wieder zurück zur Stiftung ging.

Auch am Donnerstag waren Ole und ich wieder unterwegs: Mit Jutta und Christopher fuhren wir ins Esperstofter Moor, um die Fläche zu erkunden und zu gucken, was für Maßnahmen zur Wiedervernässung man durchführen könnte. Dazu haben wir Grabenverläufe nachvollzogen,  mit einer Sonde die Höhe der Torfschicht gemessen und Bohrungen durchgeführt, wo wir die Torfschichten betrachten konnten. Dabei haben wir alle Messpunkte mit einem GPS-Gerät gespeichert. Wir konnten viel über Moore von den Beiden lernen. Nebenbei lernte ich auch noch etwas über die verschiedenen Heidearten: Glockenheide, Besenheide und Rosmarinheide. Und auch ich kostete mal eine Moosbeere, sie haben mich aber geschmacklich auch nicht so überzeugt, obwohl sie ja sehr gesund und vitaminreich sein sollen. Wir kämpften uns durch eine kleine Waldfläche und überquerten eine Kuh-Weide, was die Herde dort doch ziemlich in Aufregung versetzte. Zugegeben, für eine Kuh, die sonst nicht so oft Menschen sieht, sahen wir mit unseren ganzen Gerätschaften, wie Spaten, Sonde, Bohrer und GPS-Gerät, wahrscheinlich auch ziemlich komisch aus.

Dann war auch schon wieder Freitag, welchen wir im Büro verbrachten. Ich verbrachte den Vormittag damit, den Blog-Eintrag zu schreiben. Später setzten wir uns noch mit Karen zusammen und sie erzählte uns nochmal viel zu unseren Aufgaben in der Stiftung.

Und wieder verging eine Woche wie im Flug, in der wir viel erlebt, gesehen und gelernt haben.

Euch auch ein schönes Wochenende und bis bald,

Astrid

32. Kalenderwoche (9. - 13. August 2021)

Huhu aus dem warmen Molfsee,

 

wie schnell die zweite Woche in der Stiftung verfliegen kann. Es kommt mir so vor, als ob wir uns erst gestern bei Telje für die tolle Einweisung bedankt haben. Diese Woche waren wir dann das erste Mal auf uns alleine gestellt und dann hatte es die Woche auch noch in sich.

 

Am Montag sollte die Woche dann allem Anschein nach langsam beginnen. Wir erledigten die paar To-Do‘s aus der letzten Woche und zack ging es in die Mittagspause. Im Anschluss stand die jährliche (für uns eher einmalige) Sicherheitsführung durch die drei Gebäude an. Für Astrid und mich gab es noch die verschiedensten Sicherheitshinweise für ein sicheres im Moor spazieren und in reißenden Flüssen hantieren. Als wir damit fertig waren hieß es „mal eben“ ein paar Flyer zu einer Mappe zusammenstellen. Mittendrin fiel auf, das ein Newsletter Kärtchen nicht mehr auf Vorrat war. Wer für die Kärtchen zuständig war und wo wir mehr finden konnten, kostete uns dann den restlichen Tag, machte aber auch auf seine Weise Spaß.

 

Der Dienstag startete erneut als Büro Tag. Auf der Suche nach Aufgaben zog es uns in die Garage, wo man ja immer mal was zu tun hat.  Ein paar Flyer wurden zusammengesucht und nachgefüllt und das reichte auch, um uns bis 10 Uhr zu beschäftigen. Denn für mich hieß es  Theorieprüfung für meinen Führerschein (auf den Termin habe ich über 10 Wochen gewartet), also konnte ich nicht mit hängendem Kopf und schlechten Nachrichten zurück zur Stiftung kommen. Am Ende bestand ich locker und hätte mir eigentlich keinen Kopf machen müssen. Während ich weg war, wusste Astrid bereits, dass der Mittwoch nicht noch ein weiterer Büro Tag werden sollte. Jana gab uns die Möglichkeit/Aufgabe am nächsten Tag bei einer Rotmilan Auswilderung dabei zu sein. Die kleinen Racker waren mit nur 5 Wochen aus ihrem Nest gefallen und wurden wie alle Rotmilan-Babys, auf dem Boden nicht mehr versorgt (Rotmilane sind echt schlechte Eltern, nicht so schlecht wie Tauben, aber trotzdem nicht gut). Mit der Planung  unserer ersten Pressevertreter*in-Erfahrung verging der Tag wie im Flug.

 

Am Mittwoch war es dann soweit. Zwischen großen Kameras und riesigen Objektiven standen Astrid und ich mit unseren Handys und probierten so viel wie möglich zu filmen und zu fotografieren. Dabei probierten wir  möglichst nicht im Bild der anderen Kameras zu stehen, hatten dabei aber nur wenig Erfolg. Die beiden Rotmilane wurden reibungsfrei aus ihren Transportboxen geholt und ausgewildert. Jeder Greifvogel hatte eine Nestpatin bzw. Nestpatenfamilie, die sie dann letztendlich freilassen durften. Bei der Nestpatenfamilie übernahm es die 7 Jährige Tochter, die völlig angstbefreit den doch schon recht großen Greifvogel packte und sehr professionell freiließ. Obwohl sie, wie wir im Nachhinein erfuhren, Erfahrung mit der Freilassung von Greifvögeln hatte, fand ich es doch sehr respektabel, auf einen Handschuh zu verzichten. Nach so einem Pressetermin folgte die Auswertung. Ein sehr langer und anstrengender Prozess, der für uns Unerfahrene echt nicht leicht war. Trotzdem war Jana am Ende mit unserer Leistung zufrieden und wir damit auch. Die Ergebnisse davon könnt ihr auf der Stiftung Naturschutz SH Homepage, Instagram und Facebook sehen und falls ihr zwei FÖJ-ler*innen sehen wollt, die konstant im Hintergrund von Fernsehkameras stehen dann guckt in die Mediathek vom Schleswig-Holstein Magazin vom 11.8 und genießt die Show.

 

Der Donnerstag sollte nicht langweiliger werden, denn es ging mit Jutta DER Moorexpertin zusammen ins Hartshoper Moor. Die Pegel sind hier mit GPS und Juttas Know-How schnell gefunden, also suchten wir fernab der normalen Pegelrouten nach den ersten Torf Bildungen einer ehemaligen, landwirtschaftlich genutzten Fläche. Wir wurden stellenweise sogar fündig (s. Bild 4). Immer wieder erzählte Jutta uns etwas über Flora und Fauna, so kam es dazu, dass ich etwa 10 reife bis unreife Moosbeeren aß, um herauszufinden, ob sie wirklich so sauer waren, wie Jutta behauptete. Meine Bewertung nach diesem Moosbeeren-Taste-Test ist eine klare 5/10 schmecken nicht schlecht, aber halten nicht, was sie versprechen, von Säure keine Spur. Bei der nächsten Pflanzen Suche stellte ich mich etwas dusselig an. In einem knöchelhohen Moorteich stand ich nämlich auf dem Schlauch. Wir sollten nach gemeinem Wasserschlauch Ausschau halten. Etwas verlegen hob ich meinen Schuh und zupfte ein Exemplar aus den Rillen meines Gummistiefels. Diese eigentlich ganz harmlos wirkende Pflanze ist eine echte Gefahr für Wasserflöhe. Mit ihren Fangblasen kann sie Wasserflöhe fangen bzw. einsaugen, mit einem Unterdruck, der durch eine selbst eingeleitete Osmose entsteht, unschädlich machen und sie anschließend verdauen. Mit der Suche ging unsere Tour durchs Moor auch schon zu Ende und wir fuhren zurück zur Stiftung.

 

Am Freitag hieß es wieder raus an die frische Luft. Bevor es ins Große Moor bei Dätgen ging, sollten wir 10 USB-Sticks besorgen. Leichter gesagt als getan, scheiterten wir beim ersten Anlauf erst an den Öffnungszeiten von Mediamarkt und anschließend an den völlig überteuerten Preisen vom CITTI-Markt. Geplättet ging es zurück zur Stiftung, wo wir dann auch noch erfuhren, dass uns Jutta heute leider nicht begleiten konnte. Nur noch zu zweit ging es dann los ins Große Moor bei Dätgen. Das Motto hier „wenig fahren, viel laufen“. Die Pegel sind alle  recht leicht zu finden und zu erreichen und anstatt ein wenig mit Jutta zu plaudern, wurden wir von dem Getröte von rund 12 Kranichen und dem Gekrächze von einem größeren Schwarm  Kiebitzen unterhalten. Bei bestem Wetter beendeten wir die Tour über das flache und offene Moor. Danach hieß es noch zwei Wildes-SH Zeltplätze kontrollieren und USB-Sicks aus dem geöffneten Mediamarkt entführen.

Damit ging die zweite Woche  des FÖJ vorbei und ich war überglücklich bei solchen Wetter doch mehr draußen, als im Büro gewesen zu sein.

Bis bald und auf Wiederhören,

Euer Ole

31. Kalenderwoche (02.-07. August 2021)

Hallo zusammen,

zu einem neuen Blog von wieder neuen Gesichtern. Wir freuen uns, die 12. Generation von FÖJler*innen in der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sein.

Wir sind Ole (18) und Astrid (19) und werden euch spannende Einblicke in das kommende FÖJ-Jahr geben, aber jetzt erstmal zu uns:

Ich bin Ole und komme aus dem kielnahen Preetz. Ich habe diesen Sommer mein Abitur gemacht. In meiner Freizeit war ich schon immer gerne mit meinem Vater draußen in der Natur unterwegs. Nebenbei habe ich als Medikamentenbote für eine Apotheke gearbeitet und kümmere mich leidenschaftlich gerne um mein acht  Jahre altes Jemenchamäleon. Auf die Idee, ein FÖJ zu machen, bin ich in einem Schulpraktikum  hier in der Stiftung Naturschutz gekommen. Damals  hatte ich die Möglichkeit, einer FÖJ-lerin für einen Tag über die Schulter zu schauen. Danke nochmal dafür, Jana ! Sie berichtete nur Positives von der Zeit bei der Stiftung und so kam es dazu, dass auch ich ein FÖJ nach der Schule für mich anpeilte.

Ich bin Astrid und bin am vergangenen Sonntag von Braunschweig in eine WG nach Kiel gezogen. In meiner Freizeit male, lese und backe ich gerne. Auch ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht. Nach dem vielen Lernen wollte ich gerne erstmal ein Jahr praktisch an der frischen Luft tätig werden und bin so über das Internet auf das FÖJ aufmerksam geworden. Die Stiftung Naturschutz hat mich dabei besonders als Einsatzstelle angesprochen, da ich gerne in der Natur bin und ich Lust hatte, mich für ihren Schutz einzusetzen.

In unserer ersten Woche hat uns Telje eingearbeitet. Wer erinnert sich noch an sie?

Am Montag begannen wir unsere erste Woche mit einer Führung durch das Haus, bei der sich alle Mitarbeiter*innen vorstellten. Viele neue Gesichter hinter vielen Masken, die man versuchte sich zu merken. Telje führte uns in die Computer-Programme und unsere monatlichen Aufgaben ein. So ging der Montag auch schon schnell und aufregend vorüber.

Am nächsten Tag ging es der Garage direkt an den Kragen, wo wir versuchten ein bisschen Ordnung zu schaffen. Außerdem haben wir Infostände, Roll-Ups, Beachflags und den Pavillon auf- und wieder abgebaut, sodass wir jetzt bereit sind für die ersten Veranstaltungen, die hoffentlich bald wieder stattfinden können.

Früh am Morgen ging es dann am Mittwoch los in das Kaltenhofer Moor, um das erste Mal die Pegelstände abzulesen. Bei schönem Sonnenschein genossen wir die Natur, kletterten über umgefallene Bäume und hielten nach lila Bändchen Ausschau, die uns den Weg zu den Pegeln wiesen. Dabei lernten wir den Umgang mit Licht Lot, GPS-Gerät und Landkarte kennen. Auf unserer Tour durch das Moor hielten wir immer wieder an und versuchten, verschiedene Pflanzen und Tiere zu bestimmen, wobei wir uns uneinig waren, ob die Pflanze jetzt Wilde Möhre oder Schafsgabe sei. Am Ende stellte sich aber heraus, dass es Wald Engelwurz war. Wieder am Parkplatz versuchte Telje sich mit den Wildpferden anzufreunden, die aber von ihren Annäherungsversuchen nicht sonderlich angetan waren. Dann ging es weiter zum Wilden SH-Campingplatz in der Nähe vom Eiszeitmuseum in Lütjenburg. Wir machten ein paar Bilder vom aktuellen Zustand der Campingstelle und fuhren danach weiter nach Schmoel an der Ostsee. Nach dem Fotografieren der Pegellatten, machten wir dort am Strand Pause. Somit war der Mittwoch dann auch schon wieder um.

Am Donnerstag verbrachten wir den Tag im Büro, wurden für mehrere Artikel im Internet  interviewt und fotografiert. Habt ihr sie schon gesehen? Danach brachten wir den Müll aus Garage zum Abfallhof und kopierten noch einige Pegeldaten in eine Excel-Tabelle.

Nun war die Woche auch schon fast um und wir fuhren mit Jutta und Gideon ins Königsmoor. Es war super, dass die Beiden dabei waren, denn sie konnten uns sehr viel über die Fläche erzählen. Wir begannen unseren Weg bei einem Mönch (nicht das asketisch lebende Mitglied einer Religion), der des häufigeren auch mal beschädigt wird. Ohne offensichtliche Mängel am Mönch notierten wir den Wasserstand. Weiter ging es auf abenteuerlichen Wegen mit dem Auto und zu Fuß zu den nächsten Pegeln. Dabei beschritten wir Trampelpfade, welche schon von den vorherigen FÖJ-Generationen genutzt wurden. Diese sind aber trotzdem immer wieder sehr zugewachsen. Je nach Pegel ging es mal schneller, mal langsamer die lila Bänder zu finden, die den Weg zu den Pegeln markierten. Ein Pegel schien an diesem Tag verflucht: Schon beim Sprung über den Graben entdeckte Ole ein im Wasser liegendes Tagpfauenauge, das wir zum Glück mit einem Zaunpfahl retten konnten. Kurz darauf bekam Astrid nasse Füße – die Gummistiefel hielten dem Wasser im Moor nicht mehr stand. Zum Glück störte es nicht zu sehr bei dem warmen und trockenen Wetter. Nach diesen zwei Ereignissen verwechselte auch noch ein Wadenstecher fälschlicherweise Oles Augenlied mit seiner Wade. Dennoch verlief der Rest der Tour einwandfrei und das Gewitter ließ zum Glück noch auf sich warten.

Glücklich und geschafft von der langen Tour ging es dann ins Wochenende.

Wir sind gespannt, was das kommende Jahr noch zu bieten hat und freuen uns darauf, dies mit euch zu teilen.

Bis bald,

Ole und Astrid

29. Kalenderwoche (26.Juli - 01. August 2021)

Moin Leute,

hier ist nun auch mein letzter Blog.
Wie Leonie schon geschrieben hat, ist dies unsere letzte Arbeitswoche.
Unglaublich!! Ich habe in meinem FÖJ trotz der Coronasituation viel über Moore, Stiftungsflächen und Zusammenarbeit gelernt und durfte viele Ecken von Schleswig-Holstein sehen, die ich noch nicht kannte und in denen ich vorher noch nie gewesen bin. Ich bin froh, dieses FÖJ gemacht zu haben und auch bei der Stiftung gelandet zu sein.

Am Montagvormittag verbrachten wir einen Tag im Büro. Gegen Mittag fuhren wir zum letzten Mal nach Sprenge, um dort an unseren Wildtierkameras die SD-Karten und Batterien auszutauschen. Leider fanden wir die Halterung der Kamera leer vor.
Dienstag war unser letzter Bürotag, denn Mittwoch und Donnerstag waren wir noch einmal mit Kollegen unterwegs. Am Mittwoch waren wir noch einmal  mit Michael Ott unterwegs und fuhren zum Hof Sophienlust, um dort die Krötenaufzuchtstation winterfest zu machen. Der Sommer ist vorbei… Am vorletzten Tag dieser Woche holte mich Olli von Zuhause ab - ihr wisst ja, ich „liege am Weg“-  und wir haben gemeinsam mit ihm und einem Praktikanten zum „krönenden Abschluss“ sozusagen auf der Stauungsfläche am Sehlendorfer Binnensee noch einmal Japanischen Knöterich und Kartoffelrosen entfernt.

Ja, und dann war er da, der letzte Tag im FÖJ… Schon irgendwie komisch – und wie schnell die Zeit vergangen ist!! Wir haben uns im Stiftungsgarten mit einigen Mitarbeitern getroffen und hatten eine nette Verabschiedung.

Liebe Leser*innen, macht auch ein FöJ!! Man lernt viel über Natur, Tiere, Menschen, Wetter, Arbeit- und es bringt einen in jedem Fall einen großen Schritt weiter!!   

Ich wünsche allen alles Gute und ein Dankeschön an die Stiftung Naturschutz - speziell an Annalena Euhus, Oliver Granke, Michael Ott, Torge Hartig ( für die nette Mitfahrgelegenheit).

Bleibt gesund und „natürlich“!

Eure Clara

 

 

27.+28. Kalenderwoche (05.- 18. Juli 2021)

Hallo zusammen zu meinem allerletzten BLOG,

Tja, so schnell kann es gehen. So schnell ist ein Jahr voller Moortouren, Kennenlernen neuer Gebiete, ganz vielem neuen Wissen und Erlebnissen vorbei. Ich habe unglaublich viel Neues gelernt und bin sehr froh, mit meinem FÖJ, bei der Stiftung Naturschutz Schleswig- Holstein gelandet zu sein.

 

Die letzten zwei Wochen, über die ich jetzt noch berichte fingen erstmal mit dem Entfernen von Lupinen im Naturschutzgebiet in Kasseedorf an. Das ganze lief ein bisschen wie eine Schatzsuche ab. Michael gab uns im Voraus eine Karte, auf der die Lupinen eingezeichnet waren. Teilweise waren es aber nur einzelne Pflanzen, die in einem NSG, wo alles Mögliche wächst gar nicht so leicht zu finden waren. Letztendlich waren wir aber doch recht erfolgreich und hatten einen schönen Tag. Am Dienstag hatten wir unsere digitalen Abschlusstag mit allen FÖJ´lern vom Koppelsberg. Auch wenn man sich nur virtuell gesehen hat, war es schon traurig zu wissen, dass man die meisten Gesichter zum letzten Mal gesehen hat. Am nächsten Tag ging es für Beyza und mich dann ein letztes Mal ins Königsmoor. Auch wenn das Königsmoor auf manchen Flächen echt sehr nass ist, was die Pegelmessungen nicht immer unbedingt angenehm macht, mochte ich es eigentlich sehr gerne. Allerdings reicht es mir um ehrlich zu sein jetzt auch, durch Büsche zu kriechen und dauernd darauf achten zu müssen, dass man nicht gleich hüfthoch im Wasser steht. Am Donnerstag stand dann der Abbau eines Gelegeschutzzaunes an, den wir am Ende vom Winter aufgebaut hatten. Während wir letztes Mal trotz Zwiebellooks noch gefroren hatten, lief es diesmal genau anders herum. Es war unglaublich warm, was den Tag definitiv zu einem meiner anstrengendsten Tage in meinem FÖJ zählen lässt. Wir waren jedoch schneller als erwartet durch und konnten daher schon am frühen Nachmittag wieder den Heimweg antreten. Nachdem am Freitag, dann für uns beide Büroarbeit anstand, ging es für Clara am Samstag das erste Mal zu einem Standdienst in Eutin.

Diese Woche begann dann erneut mit Büroarbeit und ich versucht so viele Autos wie möglich, noch einmal in die Waschstraße zu bringen. Am Dienstag, stand für Clara ihr letztes Mal und für mich, mein vorletztes Mal Pegelmessen an. Dafür ging es für uns nach Dätgen, ins Große Moor, welches wir bei schönem Wetter noch einmal genießen konnten. Gestern ging es für mich dann in eines meiner Lieblingsstiftungsgebiete: die Geltinger Birk. Auf dem Plan stand Kartoffelrosen zupfen und unser Einsatzort war direkt am Strand. Das heißt, wir hatten den ganzen Tag Meerblick J. Solche schöne Einsätze werde ich auf jeden Fall am meisten vermissen.  Zusammen mit Stefan und Finja von der Geltinger Birk haben Michael, Hauke und ich ganz schön viel geschafft und sind, als wir fertig waren zur Abkühlung, noch einmal kurz in die Ostsee gesprungen. Heute war ich dann mit Christian zusammen auf einer Fläche, auf der wir drüsiges Springkraut entfernen sollten. Nachdem wir uns erst einmal, durch einen halben Dschungel und einem Meer an Brenneseln kämpfen mussten, fanden wir auch endlich den Grund für unseren Ausflug. Nachdem wir beide keine Lust mehr hatten, uns erneut durch den Dschungel zurück zu kämpfen, wollten wir durch einen Bach zur Straße zurück laufen. Das stellt sich dann aber doch als genauso langwierig dar, da wir am Ufer überall noch Springkraut fanden.

So das war´s von mir. In zwei Wochen kommt dann auch noch der letzte BLOG von Clara und dann sind auch schon die neuen FÖJ´ler an der Reihe.

Bis bald

Leonie J

26. Kalenderwoche (28.Juli - 04.Juli 2021)

Moin Leute,

nach Seminarwoche und Urlaub bin ich wieder da- und der letzte Monat unseres FÖJ hat schon begonnen - die Zeit rennt! Montag starteten wir gleich mit einer Moortour.
Das große Moor in Dätgen war an der Reihe. Wir fuhren morgens gegen neun Uhr los und verbrachten  die Zeit bis zum Nachmittag mit den Pegelmessungen. Es war ein extrem heißer Tag und man durfte eigentlich nicht stehen bleiben, weil dann sofort Massen an kleinen Blutsauger über uns herfielen - Bremsen und Mücken. Aber als kleines „Highlight“ fand ich auf einem der Wege eine kleine Blindschleiche. Die sieht man ja auch nicht mehr so häufig.         
Kleine Quizfrage: Ist eine Blindschleiche a.) eine Eidechse oder b.) eine Schlange?
Antwort am Ende des Blogs.
Als wir mit dem Moor fertig waren, fuhren wir noch zu unseren zwei wilden SH-Campingplätzen und kontrollierten sie. Danach suchten wir uns eine nahegelegene Eisdiele, weil wir uns zur Abkühlung ein Eis gönnen wollten- leider hatte sie zu!! (Bei dem Wetter...!!) Also musste die Kühltruhe des nächsten Supermarktes herhalten. Durchgeschwitzt und k.o. ging es dann zurück zur Stiftung. Ein früher Feierabend und eine kalte Dusche mussten her!
Am Dienstag ging es für Leonie mit Telje zusammen ins Dosenmoor. Ich blieb wegen meinem Knie im Büro und verbrachte daher einen Tag im Innendienst und erledigte Büroarbeiten. Ich legte Imagebroschüren mit Spendenflyern an und zählte Festivalflyer in der Garage. Als ich mit dem Zählen fertig war, sollte ich für die Personen, die Flyer bestellt hatten, immer entsprechende Anzahlen abzählen und beschriften. Zwischendurchkam eine Warenlieferung von Briefumschlägen für Versandaktionen, die ausgepackt und ins Sekretariat gebracht werden musste. So verbrachte ich damit den ganzen Tag. Am Nachmittag machte ich früher Schluss, da ein heftiges Unwetter im Anmarsch war. Es fing gegen 14.30h  mit einem Gewitter an, eine Stunde später hat es dann so geschüttet, dass ich auf dem Weg von der Garage zurück ins Büro komplett nass war. Leonie und Telje waren gegen 15:00 Uhr heil zurück und gottseidank noch vor dem Unwetter im Moor fertig geworden. Wir machten dann alle relativ früh Feierabend, damit wir schnell nach Hause kamen. Ich hatte Regenjacke und Gummistiefel in der Stiftung, so dass ich einigermaßen geschützt für den Heimweg war.
Auch mein Bus fuhr, trotz teilweise heftig überfluteter Straßen. Ich glaube, solche Wassermassen hatten wir hier schon lange nicht. Am Mittwoch verbrachten wir beide einen Tag im Büro. Ich beendete meine Arbeit vom Vortag und verpackte auch einen Teil schon, damit es später zur Post kann. Danach hing ich im Besprechungsraum meinen Bastelschmuck wieder auf, da letzte Woche, als ich im Urlaub war, die Fenster vom Fensterputzer geputzt worden waren. Den Rest des Tages beklebte ich noch Briefumschläge mit Briefmarken und Stiftungsflyer mit Aufklebern. 
Am Donnerstag fuhren wir morgens zum letzten Mal in unserem FöJ ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessung durchzuführen. Es war komisches Wetter an diesem Tag, nach der Hitze der vorigen Tage und dem Unwetter bewölkt und schwül-warm. Im Anschluss an die Pegelmessung ging es wie immer nach Schmoel, um dort die zwei Lattenpegel zu messen und zum wilden S-H Campingplatz an der Turmhügelburg in Lütjenburg. Auf dem Rückweg brachte mich Leonie wieder nach Hause.
Am letzten Tag dieser Woche war noch ein letztes Mal das Hartshoper Moor dran.
Den Vormittag verbrachten wir mit unserer Pegelmessung. Zurück in der Stiftung war Büroarbeit angesagt, bevor wir ins Wochenende gingen. Ist schon irgendwie komisch, wenn man diese Touren jetzt alle zum letzten Mal macht.

Habt ein schönes Wochenende, 
bis bald Eure Clara

Hier ist die Auflösung der Quizfrage: 
Die Blindschleiche ist eine Eidechse, man verwechselt das leicht und blind ist sie auch nicht. Der Name der Blindschleiche wird aber auf das Althochdeutsche plintslîcho zurückgeführt, was nach allgemeiner Auffassung so viel wie „blendende oder glänzende Schleiche“ bedeutet und sich auf das Glänzen der glatten Schuppenhaut sowie die typische Fortbewegung beziehen dürfte. Wer sich dafür interessiert kann hier mehr erfahren und nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Blindschleiche.

25. Kalenderwoche (21.- 27. Juni 2021)

Hallo zusammen,

letzte Woche hatten wir ein wunderschönes Abschlussseminar zu den Themen Re-und Upcycling, Autarkie und Konsum. Wir haben uns aber nicht nur mit ökologischen Themen beschäftigt sondern hatten auch Zeit für eine Kanufahrt, etliche Runden Wikingerschach und natürlich Lagerfeuer. Am Montag ging es für mich dann wieder los mit der Arbeit, während Clara diese Woche noch ihren Urlaub genießt. Ich habe ein letztes Mal, unsere Moortouren für den nächsten Monat geplant und noch weiter Pegeldaten in Excel Tabellen eingepflegt.

Am darauf folgenden Tag fuhr ich zur Steilküste von Heilgenhafen. Dort kontrollierte ich wie gut die Stiftungsflächen beschildert sind und ob das aktuelle Logo drauf ist außerdem bin ich das Stiftungsland, auf der Suche nach weiteren Schildern, abgelaufen. Dabei habe ich bei bestem Wetter, die schöne Aussicht und das tolle Gebiet genossenJ.

 Mittwoch ging es dann für unseren Praktikanten Hannes und mich ins Königsmoor, für die fälligen Pegelmessungen. Ob es Anfängerglück, ein gutes Auge oder vielleicht auch die Kombination aus beidem war, bin ich mir nicht sicher. Aber auf jeden Fall hat Hannes unsere Pegel, welche alle mit einem pinken Flatterband (welches natürlich biologisch abbaubar ist) zur besseren Erkennung markiert sind, so gut wie jedes Mal schneller gefunden als ich. Im Moor haben wir dann auch noch einen Traktoren, der beim Mähen eingesunken ist gesehen und welcher erst mit der Hilfe von zwei weiteren Traktoren wieder raus kam. Ich habe schon die ein, oder andere Geschichte von Fahrzeugen, die bei Baustellenarbeiten versunken sind gehört, doch einen Traktor, mit richtiger Schieflage und halb versunkenen Reifen zu sehen, hat einem nochmal vor Augen geführt, wie kompliziert die Arbeit im Moor sein kann und was für eine Mühe dahinter steckt.

Gestern habe ich dann zum ersten Mal unsere Flächenmanagerin Heike begleitet. Zuerst haben wir uns eine Fläche zusammen mit dem Gebietsbetreuer und einer Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde angeschaut. Dann folgen  weitere Flächenkontrollen, bei denen Heike mir erklärt hat, welche Projekte dort  jeweils umgesetzt wurden und hat mir noch ganz viele Pflanzen gezeigt. Obwohl ich mir die Namen, die zu meiner Verteidigung teilweise auch echt kompliziert sind, von den Pflanzen echt schlecht merken kann, kenne ich auf jeden Fall inzwischen mehr als vor einem Jahr. Highlight des Tages war ein Kiebitzküken, das wir auf dem Boden entdeckt haben. Kiebitze sind eine gefährdete Art, die zum Beispiel in flachen Landschaften mit kaum bis gar keinem Gras brüten. Dadurch sind die Eier und später auch die Küken gerne das Ziel von andern Fressfeinden.

Heute Vormittag haben Christian und ich in einem Gebiet Regiosaatgut ausgebracht. Dabei mussten wir aufpassen, dass wir nicht mit dem sogenannten Riesen-Bärenklau in Berührungen kamen, da eine Substanz dieser Pflanze, wenn sie auf die Haut kommt phototoxisch wirkt. Das heißt, wenn die Substanz auf der Haut mit Sonnenlicht in Verbindung kommt, löst sie Verletzungen, ähnlich Verbrennungen aus. Glücklicherweise haben wir beide aber alles gut überstanden und jetzt gehe ich ins Wochenende.

Bis bald

Leonie

22.+23. Kalenderwoche (31.März- 13.Juni 2021)

Moin ihr Lieben,

nach einem kurzen Urlaub und einem zweiwöchigem Berufspraktikum bin ich wieder in der Stiftung. Das Jahr ist wirklich bald schon um, ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit - trotz Corona! - vorbeigeht. Es sind nur (ohne meinen Urlaub mitgerechnet) noch genau 30 Tage!


Ich habe diese Woche im Büro -und Garten gearbeitet. Am Mittwoch startete ich mit Leonie wieder ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessungen durchzuführen. Im Anschluss fuhren wir zum Hessenstein in Lütjenburg, um dort den „wilden SH-Schlaf-Campingplatz“ zu kontrollieren. Um 16:00 Uhr hatte ich ein Online-Vorbereitungstreffen für unser Gruppenseminar.
Vom 14.6 - 18.6.2021 haben wir das letzte und 5.Seminar in diesem FÖJ.
Unsere Themen sind Nachhaltigkeit, Re-und Upcycling, Klamottenkonsum und Autarkie. Da ich das Seminar mit vorbereite und vorstelle, bin ich schon sehr gespannt, ob alles klappt. Ziemlich aufgeregt bin ich deswegen auch.

Von Olli habe ich inzwischen erfahren, dass meine Seeschwalbenattrappen - erinnert ihr euch?  Gut, um nicht zu sagen RICHTIG gut angekommen sind. Tatsächlich haben zwei Paare ganz  in der Nähe der Attrappen ihr Nest gebaut.
Ich freue mich sehr, dass ich damit dazu beitragen konnte, dass diese seltenen Vögel zumindest wieder brüten. Nun hoffen wir, dass sie ihre Brut auch groß bekommen.
@ Olli: bei Bedarf bastel ich gerne wieder Attrappen!!!                                                                                                               
Übrigens haben wir neuerdings auch eine "Insta-Story". Dort könnt ihr jetzt auch Neuigkeiten wie diese nachlesen.
In der zweiten Woche, die ich an diesen Blog noch dranhänge habe ich begonnen die Gartenmöbel zu streichen, bin allerdings noch nicht fertig geworden. Freitag habe ich nun diesen Blog beendet und verabschiede mich ins Wochenende. Die Gartenmöbel müssen nun noch ein wenig auf den letzten Anstrich warten, denn nächste Woche ist unser Seminar und danach habe ich Urlaub.
Habt eine gute Zeit und genießt den Sommer!


Bis bald,
Eure Clara
 

 

20.+21. Kalenderwoche (17. Mai - 30. Mai 2021)

Hallo zusammen,

nach einiger Zeit gibt es jetzt auch mal wieder einen Blog von mir. Letzte Woche standen wieder einige Moortouren an. Am Montag starteten wir mit dem Dosenmoor und am Dienstag ging es dann auch schon mit dem Königsmoor weiter. Seit diesem Monat blüht alles im Moor, sodass wir die typischen Moorpflanzen wie Wollgras und Sonnentau gesehen haben. Sonnentau ist übrigens eine fleischfressende Pflanze, die aber aufgrund der Trockenlegung von  Mooren und Torfabbau hierzulande oftmals stark gefährdet ist. Die Blätter der Pflanze sind mit Klebedrüsen bedeckt, mit welchen sie ihre Beute fangen. So können sie auch in nährstoffarmen Gebieten (wie im Moor) überleben. Nach den beiden großen Moortouren an zwei Tagen direkt hintereinander, waren Beyza und ich echt platt und ich verbrachte den Mittwoch dann im Büro. Dort erstellte ich unsere erste FÖJ-Highlight Instagramstory, die ab jetzt wöchentlich auf dem Instagram Kanal der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sehen ist (falls ihr das verpasst habt, könnt ihr die Story jederzeit in den Instagram-Highlights nachschauen  J). Am Nachmittag bin ich dann spontan noch nach Sophienlust gefahren, um Michael und Hauke bei der Krötenaufzuchtstation zu helfen. Die beiden ziehen dort gefährdet Frösche und Kröten auf und setzten diese aus. Dazu sammeln sie Froschleich, der dann in vorbereitete Wannen gelegt wird. Wenn dann aus den Eiern kleine Kaulquappen schlüpfen, werden die, nach ein bis zwei Wochen größtenteils ausgesetzt und der Rest darf bis er ausgewachsen ist, noch in der schützenden Aufzuchtstation bleiben und wird dann auch in die Freiheit entlassen. Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal in diesen Monat ins Moor und am Freitag durfte ich Chris bei einer Flächenkontrolle begleiten. Das ist immer eine super Gelegenheit noch mehr Stiftungsflächen zu sehen und eine Menge zu lernen.

Die jetzige Woche verbrachte ich nur mit Büroarbeit wie Pegeldaten einpflegen, Dokumente einscannen, Auto waschen usw.

Nächste Woche habe ich Urlaub, also geht bei mir erst im Juni wieder weiter mit der Arbeit in der Stiftung. Dann haben wir nur noch zwei Monate in unserem FÖJ, unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist.

Bis bald

Leonie 

18. + 19. Kalenderwoche (03. -16. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

Nun haben wir schon Mai, immer noch Corona und in zwei Monaten ist mein/unser FöJ schon zu Ende – die Zeit rennt! Und schade ist es auch :-(.

In der ersten Maiwoche fuhren wir in das Kaltenhofer Moor und nach Schmoel und machten die monatliche „Pegelkontrolle“. Im Anschluss ging es zu dem „wilden Campingplatz“, der am Eiszeitmuseum in Lütjenburg liegt. Da Leonie das Gut Panker, dass am Weg und sehr schön liegt, noch nicht kannte, machten wir hinterher einen kleinen Abstecher dorthin und schauten uns die schöne Anlage an. Es befindet sich dort die bekannte Trakehnerpferde - Zucht der Prinzenfamilie von Hessen. Zur Zeit gibt es sogar ganz junge Fohlen, die Leonie und ich natürlich sehr süß fanden. Ich kannte das Gut zwar schon von früheren Besuchen, finde es aber immer wieder total schön. Am frühen Nachmittag setzte mich Leonie wieder bei mir Zuhause dann ab.      
Freitag stand dann das Hartshoper Moor auf dem Plan. Es regnete zwar die ganze Zeit, aber wir waren sehr schnell fertig mit unseren Pegeln. Wenn man erst Mal weiß, wo alle sind und wie man es machen muss, ist es echt fix zu erledigen. In der Stiftung angekommen, checkten wir unsere Mails und haben von Wiebke, einer Mitarbeiterin der Stiftung, erfahren, dass im Kaltenhofer Moor das Schild und das Flatterband von der Gans weg sind. Erinnert ihr Euch? Wir hatten im letzten Monat dort ein Schild angebracht mit der Aufschrift: „Bitte nicht stören!! Hier brütet eine Gans!“. Das wurde irgendwie „entfernt“. Wer macht so etwas?
Also fuhren wir am Nachmittag noch einmal hin und brachten ein neues Schild und neues Flatterband an. Hoffentlich hält es diesmal länger - und vor allem Störenfriede ab, damit die Kanadagans ihre Eier in Ruhe ausbrüten kann. Wir sind gespannt, ob wir im Juni, wenn wir wieder hier sind, kleine Gänseküken sehen können? Ich freue mich schon. Danach ging es ins Wochenende. 

Nach einem sommerlichen Sonntag starteten wir mit sehr schwülwarmen Wetter in die neue Woche. Aber nach der gefühlt langen Zeit der Kälte tat das schöne Wetter richtig gut! Leonie holte mich von Zuhause ab und wir fuhren nach Kasseedorf. Dort sollten wir die letzten Reste Markierband entfernen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir im letzten Winter einige Weißdornsträucher dort markiert haben, die entfernt bzw. stehen bleiben  sollten. Das ist dann später auch entsprechend geschehen. Der Weißdorn wird so unter Kontrolle gehalten, damit er sich nicht allzu sehr ausbreitet und man später dort nicht einen Weißdornwald hat. Wir haben uns aufgeteilt, suchten die Reste Markierband und sammelten sie ein. Als wir fertig waren, wollten wir noch nach den Kühen schauen, die eigentlich auf dieser Koppel stehen, haben sie aber nicht gefunden. Stattdessen trafen wir noch zwei Mitarbeiter vom LLUR, die auf der Fläche unterwegs waren. Danach gingen wir zum Auto zurück und wollten wegfahren, doch es ging nicht – FESTGEFAHREN!! Und wir haben schon gedacht, dass wir die Einzigen wären, die sich im FÖJ nicht festfahren werden. Wir hatten den Wagen vor dem Gelände am Tor geparkt und beide nicht bemerkt, dass der Boden dort scheinbar sehr weich und durch den Regen der letzten Tage noch mehr aufgeweicht wurde. Wir versuchten also zuerst selber den Autoreifen frei zu bekommen. Erst haben wir den dicken, nassen Matsch mit den Händen beiseite geschoben, dann habe ich von vorne geschoben und Leonie versuchte herauszufahren. Das Ganze mehrfach - vergebens! Wir wollten dann auf die andere Seit der Koppel, weil wir dachten, dass dort die beiden Mitarbeiter vom LLUR parkten. Unterwegs rief Leonie sicherheitshalber aber noch in der Stiftung an, was wir machen sollten. (Wir sollten entweder den nächst gelegenen Bauernhof aufsuchen oder den ADAC anrufen.) Zum Glück waren mehrere Höfe in der Nähe und wir machten uns auf den Weg. Zufälligerweise rief uns dann aber einer der Mitarbeiter vom LLUR an, den wir vorher getroffen hatten. Er teilte uns mit, dass sie mit einem Abschleppseil an unserem Parkplatz stünden, da sie mitbekommen hatten, dass wir feststeckten. So wurde das Abschleppseil angebracht und versucht unseren Wagen frei zu bekommen – ohne Erfolg. Also wurden Zweige unter die festgefahrenen Reifen gelegt. Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer bot auch seine Hilfe an und so schoben wir zu Dritt und mit einem schnellen Ruck hatte „unser“ Hyundai wieder festen Boden unter den Reifen – und Leonie und ich lagen im Dreck, da wir vorne geschoben hatten. Außer, dass die Klamotten noch schmutziger waren, ist aber nichts passiert. Hauptsache, wir hatten den Wagen wieder frei - was für eine Aktion! Wir bedankten uns bei unseren Helfern und machten uns auf den Rückweg. In Plön gönnten wir uns dann auf den Schrecken noch ein leckeres Eis. Leonie setzte mich wieder Zuhause ab.
(Vielen Dank , dass Du es immer machst, wenn wir in der Nähe unterwegs sind!) Dienstag wollten wir eigentlich ins Große Moor nach Dätgen fahren, aber es war sehr regnerisch und  so verschoben wir die Tour. Wir verbrachten einen Bürotag in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben. Ich begann mit dem Blog und wir räumten den Keller auf. Außerdem fuhr Leonie mit dem Hyundai, den wir gestern benutzt haben, in die Waschstraße, da er gestern doch sehr schmutzig geworden ist!! Mittwoch habe ich sozusagen „Homeoffice“, da ich mit meiner FöJ – Gruppe zu einem Vorbereitungstreffen für das nächste Seminar verabredet bin - online natürlich. Danach starte ich in ein langes Wochenende, denn Freitag nach Himmelfahrt habe ich Urlaub. Vielleicht ihr auch? Dann habt ihr bestimmt auch  Zeit ein bisschen in unserem Blog zu lesen, oder?                                                                                               

Bis bald – nass kühle Grüße!

Eure Clara

16+17. Kalenderwoche (19. April - 02. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

auch ich hatte um Ostern herum ein bisschen frei, aber nicht nur Urlaub zum Chillen, sondern auch sozusagen „Arbeitsurlaub“. An zwei freigestellten Tagen habe ich nämlich Seeschwalbenattrappen „gebastelt“. Es wurden zwei verschieden Arten gebraucht – Flussseeschwalbe und Zwergseeschwalbe. Da das eine Sache mit mehreren Arbeitsschritten ist – modellieren, ärgern! – trocknen, anmalen - trocknen, lackieren – trocknen, habe ich das Zuhause gemacht. Da konnte ich mich mehr ausbreiten – und auch laut fluchen, wenn es nicht so klappen wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber am Ende sind die „Models“ ganz gut geworden - oder was meint ihr?
So ging es erst am Donnerstag nach Ostern wieder in den normalen Alltag für mich, Leonie hatte noch Urlaub. Ich fuhr mit Michael nach Kasseedorf. Hier haben wir schon mehrfach gearbeitet. Vielleicht erinnert ihr euch auch? Diesmal sollte auf einer Stiftungsfläche auf der Wildschweine „fleißig“ waren, deren Vorarbeit genutzt und Wildblumensaat in die aufgebrochenen Löcher eingesät werden. Mit dabei war Doris, eine Biologin. Mit ihr hatten wir schon im letzten Herbst im Johannistal Saatgut von verschieden Wildblumen „geerntet“,
Bevor die Saat jetzt in den Boden konnte, haben wir sie mit Sägemehl vermischt, um sie trocken zu halten und vor hungrigen Vögel etc. zu schützen. Dann hat Michael den Boden etwas gelockert und Doris und ich brachten die Saat ein. Die Schwarzkittel (= Wildschweine) waren fleißig bzw. war wohl eine große Rotte (= Gruppe/Familie) unterwegs, so dass wir bis zum Nachmittag zu tun hatten. Auf dem Rückweg setzte mich Michael zuhause ab. Praktisch, wenn man sozusagen am Weg wohnt. Am Freitag modellierte ich weiter an den Seeschwalbenattrappen (s. o…..modellieren, fluchen….!) und schon ging es wieder ins Wochenende. Am Montag war für mich wieder ein normaler Tag in der Stiftung. Leonie fuhr ohne mich zum Pegelmessen ins Dosenmoor, da ich in so ein großes Moor (leider!!) nach wie vor nicht mit kann. So habe ich den Tag mit Büroarbeit.
Am Dienstag ging es früh los, da wir ins Große Moor nach Dätgen fuhren, um dort auch die monatlichen Pegelmessungen weiter zuführen. Es war wunderbares Wetter und ein richtig herrlicher Frühlingstag, den wir sehr genossen haben
J. Im Anschluss fuhren wir noch zu den beiden „wilden Campingplätzen“, die wir auf dieser Tour vom Frühjahr bis zum Herbst immer regelmäßig kontrollieren. Sie waren aber alle sauber. Danach ging es noch weiter ins Kaltenhofer Moor. Hier sollten wir noch ein Schild montieren, da dort an einem kleinen See eine Kanadagans brütet. Da ihr Nest sichtbar für Spaziergänger und Neugierige ist, soll versucht werden, sie zu schützen. Leonie hatte am Montag noch ein Schild mit den Worten : „Bitte nicht stören! Hier brütet eine Gans!“ ausgedruckt und ein laminiert. Es wurde an einen Holzpfahl genagelt und in den Boden geschlagen. Wir sind gespannt, ob die Kanadagans, es schafft ihre Eier nun ungestört auszubrüten. Eine Gans brütet etwa vier Wochen bis die Küken schlüpfen. Es hängt von der Nahrung und von der Zeit ab, wie groß das Gelege wird. Sie legen zwischen zwei und zwölf Eiern. Kleine Gössel (Gänse) sind super süß finde ich. Ich muss immer an „Nils Holgersson“ oder an „Amy und die Wildgänse“ denken, wenn ich Gänse und ihre Küken sehe ( auch bei Gänsen ohne KükenJ). Am Mittwoch ging es morgens ganz früh los, da wir um 9:00h schon am Haasberger See sein sollten. Er liegt kurz vor der dänischen Grenze und man fährt ca.1,5 Std. Dort trafen wir uns mit Annalena und Gudrun. Am Haasberger See haben wir im vergangenen Sommer die alten Brutflöße für Trauerseeschwalben aus den Teichen geholt. Diese haben wir im Februar gemeinsam repariert und nun sollten sie wieder zu Wasser gelassen werden. Bevor das losgehen konnte, wurde Matsch in drei Eimern angerührt. Jeweils zwei Brutflöße wurden dann an einem Stein mit Loch fixiert, sozusagen als Anker, damit die Flöße an einer Stelle bleiben und nicht hin- und hertreiben. Aus dem angerührten Matsch haben wir dann Nester geformt und auf den Flößen platziert. Damit das Ganze echter aussieht, wurden die Nester noch mit etwas Gras „dekoriert“. Die ca. 35 Brutflöße wurden auf zwei Teiche verteilt. Vorher haben wir noch an drei anderen Teichen, auf denen keine Brutflöße vorhanden sind, alte Plastikrohre eingesammelt. Die Teiche gab es vorher noch gar nicht auf dieser Fläche. Sie wurden extra für die Trauerseeschwalben angelegt, daher auch die Brutflöße. Gegen Mittag waren wir fertig. Es war übrigens richtig kalt und vor allem windig an diesem Tag – und natürlich hatten wir Wathosen bei unserer Arbeit an :-). Wir entsorgten noch die alten Plastikrohre in der Mülldeponie und machten uns dann auf den Heimweg. In der Stiftung dann die täglich übliche „Corona- Routine“ (Auto desinfizieren, lüften), Wathosen säubern und ab in den Feierabend.
Am Donnerstagvormittag ging es mit Lisa auf eine Stiftungsfläche nach Wennebek, um dort Müll zu sammeln. Anschließend brachten wir ihn zur Mülldeponie. Insgesamt kamen fast zehn blaue Säcke zusammen. Unglaublich, was die Leute alles in der Natur entsorgen!….. Freitag ging es bei herrlichem Sonnenschein zum kleinen Binnensee nach Sehlendorf. Leonie holte mich auf dem Weg von zuhause ab. Mit Olli zusammen waren wir wieder im „Kartoffelroseneinsatz“, denn noch ist die Fläche nicht komplett von dieser invasiven Pflanze befreit. Außerdem haben wir auch hier noch jede Menge Müll und Glas gesammelt. Unsere Mittagspause konnten wir am Strand machen und Olli hat uns zu Eis und Kuchen eingeladen, total nett. Am späten Nachmittag waren wir mit unserem Einsatz fertig. Auf dem Rückweg ließ mich Leonie wieder zuhause aussteigen. Olli kam diesmal mit und ich konnte ihm feierlich meine Seeschwalbenattrappen übergeben. Ich glaube, er findet sie gut, worüber ich mich natürlich sehr freue. Am meisten würde es mich aber freuen, wenn sie auch ihren Zweck erfüllen und tatsächlich andere Seeschwalben anlocken. Nach einem kleinen Rundgang mit Olli über unser Grundstück gingen wir drei ins Wochenende. In der nächsten Woche beginnt schon das 4. Seminar, wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich bin schon gespannt wie das werden wird, denn es ist (leider!) wieder ein Online-Seminar. Aber unsere Betreuer haben sich bestimmt wieder einiges für uns ausgedacht.

Bis zum nächsten Mal!

Habt eine gute Zeit und bleibt gesund -

Eure

Clara

15. Kalenderwoche (12. -18. April 2021)

Hallo zusammen,

nach einem kurzen Osterurlaub, den ich zu Hause in Bayern verbracht habe, ging es für mich am Dienstag wieder los mit der Arbeit. Wir fuhren, nachdem ich mich erstmal durch alle, in meinem Urlaub angekommenen Mails geklickt habe, gegen Mittag los ins Kaltenhofer Moor, um mit den monatlichen Pegelmessungen zu beginnen. Am Mittwoch ging es für Lina und mich dann ins Königsmoor. Dort trafen wir, während wir gerade am Pegel messen waren zwei Polizisten, die sich die Staue erneut anschauen wollten, die vor einiger Zeit zerstört worden sind. Gestern sind Clara und ich ins Naturschutzgebiet in Kasseedorf gefahren, um Saatgut in Wildschweinstörstellen zu verteilen. Da das Gebiet relativ groß ist und die Wildschweine zudem ziemlich fleißig waren, den Boden aufzuwühlen, waren wir damit bis in den frühen Nachmittag beschäftigt. Heute standen dann noch die Pegelmessungen im Hartshoper Moor an, mit denen wir in einem Rekordtempo von 35 Minuten fertig waren. Zugegebenermaßen müssen wir in diesem Moor auch nur sieben Pegel messen und auch keine wirklich weiten Strecken laufen – so schnell waren wir trotzdem noch nie. Nach dem Moor sind wir anschließend noch in die Arche Gärtnerei gefahren, um zwei Ampferstecher zurück zu geben.

In dieser Woche wurden auch die neuen FÖJler*innen ausgewählt. Nun muss nur noch der Koppelsberg zustimmen und dann können sie im August starten.

Das war´s auch schon wieder mit dieser Woche und diesem kurzen und unspektakulärem Blog.

Bis bald

Leonie

12. Kalenderwoche (22.-28. März 2021)

Moin Leute,

diese Woche war nicht viel los und somit eine entspannte Woche für mich.

Am Montag hatte ich einen Büroarbeitstag, am Dienstag hatte ich Büro-und-Gartenarbeit gemacht. Ich verbrachte morgens zwei Stunden mit Ordner scannen und den Rest des Tages im Garten. Ich harkte das alte Herbstlaub vom letzten Jahr zusammen und brachte es weg. Mit Mona, der „Haus-und Gartenmeisterin schnitt ich im Garten die alten Pflanzenstiele ab und leerte noch vier Vogelnistkästen. In einem war sogar eine Mausfamilie drin, die ich leider rausschmeißen musste. Es war sogar ein Mäusebaby drin, das aus dem Nest fiel, als ich das alte Vogelnest herauszog. Es krabbelte aber schnell hinter einem Alttier her in ein Mauseloch, das sich am Baumstumpf unter dem Nistkasten befand, und hat zum Glück überlebt. Ich sah es, da das hinter einem Alttier hinterher gesprungen war und es im Laub geraschelt hatte.
Am Mittwochmorgen holte mich Leonie mit dem Stiftungsauto am Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam los und kontrollierten 12 Übernachtungsplätze im Stiftungsland, wo man mit seinem Zelt eine Nacht übernachten kann. Dort dürfen maximal 2 Zelte pro Nacht stehen mit max. je 3 Personen darin. Damit verbrachten wir den ganzen Tag und Leonie lies mich abends wieder am Hauptbahnhof  raus. Donnerstag und Freitag hatte ich wieder Büroarbeitstage, dass hieß wieder einen Ordner scannen oder diesen Blog schreiben.

Das war´s auch schon von mir wieder.
Jetzt kommen noch zwei Berichte von Leonie, da ich an diesen beiden Tagen nicht mitgekommen bin.

Am Dienstag fuhr ich erneut mit Olli nach Eiderstedt, um einen weiteren Prädatorenschutzzaun aufzubauen. Hani, ein Trainee der Stiftung, begleitete uns außerdem, damit er weiter Stiftungsflächen kennenlernt. Da die Fläche diesmal wesentlich kleiner war als die letzten beiden Male und man außerdem die Fläche mit dem Auto befahren konnte, sodass man die einzelnen Zaunstücke nicht per Hand auf der ganzen Fläche verteilen musste, ging der Zaunaufbau diesmal deutlich schneller. Gegen Mittag waren wir fast schon durch und einer der letzten Schritte war das Durchschneiden der unteren beiden Litzen des Zaunes. Dadurch können Frösche, die keine Gefahr für die Bodenbrüter sind, den Zaun weiterhin gefahrlos passieren. Nach dem Zaunaufbau fuhren wir auf die Fläche, auf der wir bereits vor zwei Wochen den Zaun aufgestellt haben. Dort starteten wir, passend zu Ostern, eine erste schnelle Eiersuche. Jedoch natürlich nicht nach Ostereiern, sondern nach welchen vom Kiebitz oder der Uferschnepfe. Die Eier waren natürlich auch nicht bunt, sondern grün-schwarz und somit perfekt dem Boden angepasst, was die Suche für totale Anfänger nicht unbedingt einfach machte, die Eier aber gut vor Fressfeinden schützt. Am Ende hatten wir drei Nester gefunden mit jeweils zwei-drei Eiern darin.

Am Donnerstag ging es für mich und Chris in den Arche Park. Der Park ist ein ehemaliges Militärgelände, weswegen dort auch noch eine Menge Bunker sind. Heutzutage werden diese unterschiedlich genutzt, entweder als Abstellraum, Heulager oder als Fledermausquartier. Nach einem Rundgang, bei dem wir die einzelnen Bunker, ihre Nummern und ihre jetzige Funktion aufgenommen haben, hatten wir noch zwei Gespräche mit den Pächtern der dortigen Weiden, auf denen Schafe bzw. Rinder laufen.

Bis bald,

Frühlingsgrüße von

Eurer Clara

 

 

11. Kalenderwoche (15. -21. März 2021)

Hallo zusammen,

die Woche hat für mich stürmisch im Königsmoor begonnen. Am Montag sind Anna und ich in die Nähe von Rendsburg gefahren, um dort die monatlich fälligen Pegelmessung durchzuführen. Leider hat das Wetter diesmal nicht sonderlich gut mitgespielt und so kamen wir immer wieder in kleine Regenschauer. Warm eingepackt war das aber dann doch kein großes Problem. Was sich aber als Problem rausstellte war, dass das Moor extrem nass war und wir daher einige Pegel gar nicht erreichten, weil uns das Wasser sonst in unsere Gummistiefel gelaufen wäre. Nasse Füße hatte Anna leider dann doch relativ schnell, da in beide Gummistiefel durch Dornen Löcher gerissen wurden. Unser kläglicher Versuch, die Stiefel mit Hilfe von Klebeband wieder dicht zu machen, scheiterte leider und so haben wir nach dem Hälfte der Pegel die Tour für den Tag abgebrochen und starten nächste Woche einen nächsten Versuch, bei hoffentlich etwas besserem Wetter. Dienstag hatte ich dann mein nächstes Zoom Meeting für die Vorbereiter des nächsten FÖJ-Seminares. Ich bereite unter anderem die Themen Nachhaltig Wirtschaften, Postwachstum und Greenwashing vor. Ich fuhr daher erst gegen Mittag in die Stiftung und wir verbrachten den Tag mit kleinen Büroaufgaben wie dem Scannen des Presseechos, Planen der nächsten Wochen usw. Mitte der Woche ging es für mich dann weiter mit den Pegelmessungen, diesmal im Dosenmoor. Begleitet wurde ich wieder von Beyza. Da unser Lichtlot, mit dem wir sonst eigentlich den Wasserstand messen, kaputt ist und erst repariert werden muss, mussten wir diesmal den Wasserstand mit einem Zollstock messen. Das erschwerte die Sache etwas, da im Gegensatz zum Lichlot, welches man einfach nur die Röhre hinablässt und dann piept sobald es auf Wasser trifft, wir mit Hilfe von unserer Handytaschenlampe (damit man überhaupt etwas in den Röhren sieht) und anderen kleinen Tricks den Wasserstand ermitteln mussten. Gestern sind wir mit Olli dann wieder in einen Speicherkoog, auf einem Militärgelände, gefahren um erneut einen Schutzzaun aufzubauen, der kleine Räuber aufhalten soll, die Eier von seltenen Vögeln zu fressen. Heute geht es auch nochmal ins Moor und dann auch schon ab ins Wochenende.

Bis bald Leonie

10. Kalenderwoche (08.-14. März 2021)

Moin zusammen,

aus meiner Woche gibt es dieses Mal gar nicht so viel zu berichten. 
Montag hatte ich mir frei genommen und so begann meine Woche erst am Dienstag mit einem Tag in der Stiftung. 
Leonie war von Montag bis Mittwoch nicht da, da sie auf dem Koppelsberg beim Ausverfahren der neuen FÖJler*innen dabei war.
So kontrollierte ich z.B. die Dienstfahrzeuge auf Vollständigkeit der Materialboxen. Jeder Wagen hat so eine Box an Bord. Hier gehört das Nötigste hinein, was man für die Arbeit im Außendienst braucht: z.B. Arbeitshandschuhe, Müllsäcke, Klappspaten, Zollstock, Flatterband, Farbspray (natürlich biologisch abbaubar
J). Anita, eine Mitarbeiterin der Stiftung, hatte die Sachen im Baumarkt besorgt, so weit das möglich war. Vieles war auch schon ausverkauft. Am Mittwoch waren alle Büros besetzt, dass heißt auch der Platz, an dem ich die letzten Tage und Monate immer gesessen habe. Also saß ich dann am Vormittag mit Anita zusammen in einem Büro und musste Maske tragen. Ich erledigte alle Aufgaben, die noch gemacht werden mussten und durfte dann früher nach Hause gehen, um mit der „Osterbastelei“ für die Stiftung zu beginnen. Wir hatten zuhause viel Birkenreisig übrig, aus dem ich einige Kränze gebunden habe. Außerdem habe ich jede Menge Schmetterlinge und Libellen aus Transparentpapier gefaltet und geklebt. 
Mal schauen, wie es nachher in der Stiftung aussieht. 
Am Donnerstag waren wir eigentlich wieder mit Olli in Nordfriesland im Adenbüllerkoog verabredet, um Zäune aufzubauen. Durch den Wetterbericht hatten wir aber schon mitbekommen, dass „Luis“, ein Sturmtief, im Anmarsch war und es übles Wetter geben sollte. So wurde diese Tour erstmal verschoben.
Im Nachhinein war das auch wirklich berechtigt, da es den ganzen Tag nur geregnet und gestürmt hat. So war an diesem Tag Innendienst angesagt. 
Am Freitag hatte das Wetter sich wieder beruhigt und Leonie und ich machten uns früh auf den Weg Richtung Nordfriesland. Wir hatten den Auftrag von Annalena bekommen, dort auf unterschiedlichen Stiftungsflächen (wie in Süderlügum, Hollingstedt, Hattstedt, Rosenkranz und noch in einigen anderen Gebieten) Staue aufzudrehen. 
Die Staue werden im Sommer runter gedreht, damit die Flächen entwässert werden, damit die Bauern dort mähen oder beweiden können. Im Winter/ Frühjahr werden sie hochgestellt, damit die Flächen aufgestaut werden und die Watvögel wie Brachvogel, Bekassine und Uferschnepfe dort stochern und brüten können. Diese Arbeit dauerte den ganzen Tag und so kamen wir relativ spät wieder in der Stiftung an und konnten in ein wieder stürmisches, nasses Wochenende starten, denn das nächste Sturmtief namens „Klaus“ zog über Schleswig- Holstein hinweg.

Aber wie heißt es doch so schön...“ohne Regen gibt es keinen Frühling?“

Stürmische Grüße
Eure Clara

09. Kalenderwoche (01. - 07. März 2021)

Hallo zusammen,


der März hat für uns mit viel Arbeit und Außeneinsätzen begonnen und wird wohl auch so weiter gehen. Nach den letzten zwei Monaten, die wir nur mit wenig Arbeit und viel Zeit Zuhause verbracht haben, sind Clara und ich darüber aber echt glücklich. Den Montag habe ich noch mit Büroarbeit, Auto waschen und einem Zoom-Meeting verbracht, bei dem ich und einige andere FÖJler auf nächste Woche vorbereiten wurden. Dann sind wir nämlich bei einem Zuteilungsverfahren von unserem Träger, bei dem wir die Bewerbungen von den Personen, die ab August ein FÖJ in Schleswig-Holstein machen wollen, den Einsatzstellen zuteilen.

Am Dienstag ging es für mich mit einem erneuten Zoom- Meeting weiter. Diesmal ging es aber über unser viertes Seminar, Ende April. Bei unserem ersten Seminar hatten wir uns dafür schon das Thema ausgesucht und zwar „Klimawandel und Wirtschaft“. Da es aufgrund der aktuellen Lage ein bisschen schwierig ist zu planen, ob das Programm für ein Präsenzseminar oder ein Online-Seminar ist, mussten wir lange überlegen wie wir das Programm aufstellen. Ich glaube aber, dass wir schlussendlich zu einer ganz guten Lösung gekommen sind und freu mich schon auf die nächsten Wochen, in denen wir zwar noch viel planen müssen, aber uns mit echt spanenden Themen beschäftigen können.

Am Mittwoch ging es dann für Clara und mich mit zu einer Flächenkontrolle ins Jardelunder Moor, direkt an der dänischen Grenze. Chris, der die Gebiete teilweise auch erst neu übernommen hat, hat uns viel über Biotoptypen und die Schutzgebiete erzählt. Das Jardelunder Moor ist zum Beispiel Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet.

Bei bestem Wetter ging es dann auch noch zu zwei weiteren Stiftungsflächen, wovon eine, eine wunderschöne alte Kiesgrube war. Am nächsten Tag fuhren wir mit Olli nach Eiderstätt in den Beltringhardener Koog, um dort einen Prädatoren Schutzzaun aufzubauen. Durch das EU-Projekt Life-Limosa und der daraus folgenden Aufwertung des Gebietes, hat dort in den letzten Jahren, die stark gefährdete Uferschnepfe, die zu den in Wiesen brütenden Watvögeln zählt, wieder angefangen zu brüten. Leider aber nur mit wenig Erfolg, da die Eier oftmals von Füchsen, Igeln oder dem ein oder anderen Dachs geklaut worden sind. Damit das nicht mehr passiert und die Uferschnepfe in Ruhe brüten kann, haben wir einen Elektrozaun aufgebaut, der die Räuber in Zukunft hoffentlich abhält.  Nach getaner Arbeit haben wir noch bei einer friesischen Schafskäserei vorbeigeschaut, der ganz viele kleine Lämmer hat. Der Inhaber erzählte uns noch viel von dem Konzept, das hinter seinem Hof steht, was sehr interessant war. Zum krönenden Abschluss des Tages fuhren wir noch nach Osterhever, um dort noch einige Stiftungsflächen zu sehen. Vom Deich aus hatten wir dann auch noch eine wunderschöne Aussicht auf den bekannten Westerhever Leuchtturm im Sonnenuntergang. Glücklich aber auch erschöpft vom Tag machten wir und dann gegen 19 Uhr wieder auf den Weg nach Kiel.

Am Freitag ging es dann für uns nur noch ins Kaltenhofer Moor und dann auch schon ins Wochenende.

 

Bis bald

Leonie

8. Kalenderwoche (22. - 28. Februar 2021)

Moin Leute,

nach kurzem eisigem Winter begann die vierte Februarwoche mit frühlingshaften Temperaturen. Neulich noch zum Rodeln oder Eislaufen und ein paar Tage später im T-Shirt am Strand in der Sonne sitzen... und da gibt es immer noch Menschen, die sagen, den Klimawandel gibt es nicht??

Da ich Montag frei hatte, hatte ich ein langes Wochenende. Dienstag habe ich mit Michael Ott gearbeitet. Michael Ott ist ein Maßnahmen Manager und für die Projektenentwicklungen zuständig ist. Während Leonie mit Azubine Anna ins Große Moor nach Dätgen gefahren ist, um die Pegelstände zu messen.
Leider kann ich die großen Moore nicht mitmachen, da mein Knie noch immer Probleme macht, wenn ich große, unebene Strecken laufen muss. Mal schauen, ob es im nächsten Monat klappt. Ich fuhr also mit Michael morgens nach Kasseedorf.
An den Kasseedorfer Teichen liegen viele Koppeln, die gerade neu eingezäunt worden sind. Ausgerüstet mit Tablet und GPS-App sollte ich die Zäune darüber markieren.
Dazu musste ich den neuen Zaun, über zwei miteinander verbundenen Koppeln, entlang laufen und das Tablet mit dem GPS-Gerät  in die Richtung des Zauns halten.
Das Ganze ging insgesamt über eine Strecke von 4km. Gut übrigens, dass es Gummistiefel gibt, denn das Gelände war ziemlich aufgeweicht. Auch einen kleinen, gar nicht so schmalen Bach, der die Koppeln trennt, musste ich überqueren.
Da der Akku des Tablets schon ziemlich leer war, dachten wir schon, ich wäre umsonst gelaufen, aber gottseidank wurde alles markiert und aufgezeichnet.
Im Anschluss fuhren wir zu einer weiteren, etwas kleineren Koppel, die auch markiert werden sollte. Diesmal übernahm Michael den Part und ich machte in der Zeit Mittag. Nachdem alles erledigt war fuhren wir zurück. Da mein Zuhause auf dem Heimweg liegt, ließ Michael mich dort raus und ich hatte einen frühen Feierabend Mittwoch verbrachte ich mit Leonie den Tag in der Stiftung und wir reparierten die Brutflöße für die Seeschwalben weiter. Donnerstag stand das Hartshoper Moor auf dem Programm, da Leonie es in der letzten Woche nicht mehr geschafft hatte. Pegelmessen war angesagt. Danach reparierten wir die Blutflöße zu Ende und machten im Anschluss Feierabend.

Außerdem erreichte uns die Nachricht, dass irgendwelche "nicht netten Menschen" im Königsmoor großen Schaden angerichtet hatten. Man hat die Überläufe mutwillig kaputt gemacht und so ist das ganze Wasser abgelaufen. Die Arbeit einer langen Zeit umsonst!! Unfassbar! Der NDR hat auch darüber berichtet. Falls ihr möchtet, schaut euch das gerne an.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Koenigsmoor-Unbekannte-haben-Teile-trockengelegt,shmag80644.html

Bis zum nächsten Mal -

Frühlingsgrüße von

Clara

 

06.+07. Kalenderwoche (08. - 21. Februar 2021)

Servus und Moin zusammen,

da letzte Woche für mich eine reine Bürowoche war und ein Bericht darüber relativ langweilig wäre, kommt der Blog erst jetzt. Eigentlich wollte ich letzte Woche bereits zweimal ins Moor, allerdings wurde es beide Male aufgrund vom Wetter verschoben. Das ging dann auch diese Woche so weiter. Am Montag sind Lina und ich in der früh ins Dosenmoor aufgebrochen, um dort die Wasserstände zu messen. Da aber für mittags Eisregen angesagt war, hatten wir die Anweisung um 12 Uhr wieder bei der Stiftung zu sein. Wir beeilten uns also was aber gar nicht so einfach war, denn obwohl ich inzwischen eigentlich weiß wo alle Pegel stehen, hatten wir manchmal Probleme sie unter der Schneedecke zu finden. Bis mittags schafften wir dann trotzdem die Hälfte der Pegel und der Nachmittag wurde mit Büroarbeit verbracht. Eigentlich hatten wir den Plan die restlichen Pegel dann am Dienstag zu messen, allerdings machte uns auch da wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung, da es am Montagabend nochmal ordentlich schneite und wir deswegen die Moor Tour erneut verschieben sollten. Den Dienstag verbrachten wir also deswegen mit Excel Tabellen, dem Einscannen des Presseechos (was einerseits eine relativ langweilige Aufgabe ist, man aber auf der anderen Seite alte Artikel, in denen die Stiftung erwähnt wurde sieht und man dadurch auch nochmal viel über die Geschichte der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erfährt). Außerdem hat Clara angefangen die Brutflöße, die wir mit Annalena im September von ein paar Teichen geholt haben, zu renovieren. Dabei wird die alte Bambusmatte vom Styropor abgelöst und durch eine neue ersetzt, welche dann mit Hilfe von Baukleber und Draht festgemacht wird. Am Freitag bin ich dann nochmal erneut mit Hani ins Dosenmoor gefahren. Da es in der Zeit zwischen Montag nochmal viel Niederschlag gab, mussten wir bei der Pegelmessung nochmal von vorne beginnen. Da das Wetter aber echt schön war und die Sonne sogar immer wieder durchkam, war das nicht weiter schlimm. Wir hatten sogar wieder eine Begegnung mit einem Fasan, vor dem Lina und ich uns am Montag schon unglaublich erschreckt haben, als er plötzlich laut meckernd weggeflogen ist.

Das war´s auch schon wieder mit meinem kurzen Bericht.

Bis bald

Leonie

5. Kalenderwoche (01. - 07. Februar 2021)

Ja, es gibt uns noch!! Und nun gibt es auch endlich wieder einen regelmäßigen Blog!

Moin zusammen,
ich hoffe, es geht euch allen gut?

Leonie und ich waren den ganzen Januar wegen Corona freigestellt. In dieser Zeit hatten wir das Projekt  "Nistkästen/Insektenhotel bauen" zu bearbeiten. Mit zusammengesuchten Materialien und Restholz habe ich beides gebaut. Ein "Reihenhaus" für Spatzen ist fertig, das Insektenhotel muss noch zu Ende befüllt werden. Ansonsten habe ich diese geschenkte Zeit genutzt, um meinen Zwischenbericht zu schreiben, Bewerbungen auf den Weg zu bringen oder zu Nähen. Die Winterzählung der Gartenvögel habe ich auch mitgemacht. Langeweile hatte ich jedenfalls nicht. Außerdem hatten wir in der letzten Januarwoche ein Online-Seminar mit unserer FöJ Gruppe, da ein "richtiges" Seminar leider nicht stattfinden konnte. Es wurde sich viel Mühe gegeben alles gut zu gestalten, so dass es nie langweilig wurde. Trotzdem ist ein "echtes" Seminar natürlich viel schöner. Von unserer Ansprechpartnerin in der Stiftung wurden wir in dieser Zeit immer auf dem Laufenden gehalten über die neuen Corona-Regeln in der Stiftung.

Nach langer „Coronapause“ durften Leonie und ich endlich wieder am 01.02.2021 anfangen zu arbeiten. Wir verbrachten unseren ersten Arbeitstag in der Stiftung und planten selbstständig unsere Woche. Durch mein nicht ganz fittes Knie kann ich leider noch immer nicht mit in die großen Moore, um dort Pegel zu messen. Zur Probe wollte ich aber mit in das „kleine“ Kaltenhofer Moor. Am Dienstag ging es also los. Dort angekommen stellten wir fest, dass fast überall Hochwasser und alles verschneit und zugefroren war. Einige Pegel  konnten wir gar nicht erreichen, da sie unter Wasser standen und damit zugefroren waren. Im Anschluss an die Moortour fuhren wir nach Schmoel an die Ostsee,  um dort die anliegenden Lattenpegel  zu messen. Hier machten Leonie und ich  noch einen kleine Strandspaziergang, da dass Wetter so herrlich war- sonnig, eiskalt und knallblauer Himmel. Der Strand war vorne an sogar zugefroren, was an der Ostsee eher selten ist. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zurück und Leonie ließ mich auf dem Weg zuhause heraus (Danke :-)).
Am Mittwoch verbrachten wir den Vormittag in der Stiftung. Nachmittags fuhren wir kurz nach Sprenge, um die Wildtierkameras zu überprüfen, die wir dort installiert hatten. Es schneite heftig und ein eiskalter Wind ließ uns ordentlich frieren. Wir wechselten Speicherkarten und Batterien und mussten leider auch feststellen, dass uns eine Kamera entwendet wurde. Sehr ärgerlich! Durchgefroren fuhren wir in die Stiftung zurück und waren froh, dass wir ein warmes Auto hatten.
Am Donnerstagmorgen war alles komplett verschneit.
Leonie fuhr alleine in die Geltinger Birk, um dort einem Mitarbeiter von der Stiftung zu helfen. Ich blieb in der Stiftung, da mein Knie von der Moortour leider wehtat.
Also verbrachte ich den Tag im Büro und beklebte Hefte und Zeitschriften von der Stiftung mit Logos.
Am Freitag haben wir wieder einen freien Tag und gehen ins Wochenende, Zeit genug also um zu rodeln oder einen Schneemann zu bauen.

Bis zum nächsten Mal!
Schneegrüße aus dem kalten Norden -

Eure Clara

 

 

51. Kalenderwoche (14. Dezember - 20. Dezember 2020)

Moin liebe Leute,

hier ist auch mein letzter Blog für dieses Jahr. 
Hohe Infektionszahlen und ein neuer „lock-down“ ab Mittwoch - wird es wohl bald ein Ende geben?
Ich hoffe ja. Ich wünsche mir, dass alle sich an die Regeln halten, auch wenn es total schwer ist, denn ich glaube, nur so können wir das blöde Virus bekämpfen! 
Auch hier in der Stiftung sind jetzt noch mehr Mitarbeiter im Homeoffice, viele haben jetzt auch schon Urlaub oder nehmen Freizeitausgleich, da jetzt nur noch eine Person/Büro anwesend sein darf. In dieser Woche gab es nichts mehr für uns zu tun, da Leonie und ich ab Dienstag freigestellt wurden bzw. danach auch in den Weihnachtsurlaub gehen.
Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen fröhlichen Rutsch ins (hoffentlich!!) gesunde, neue Jahr 2021! Bleibt gesund, bleibt zuhause und vermeidet die Außenkontakte.
Somit können wir es schaffen! Einer für alle, alle für einen - oder wie war das noch?

Bis zum nächsten Jahr –

Eure Clara

 

 

50. Kalenderwoche (07.-13.Dezember 2020)

Servus und Moin zusammen, zu meinem letzten Blog im Jahr 2020.

letzte Woche war ich, bis auf einen Tag im Büro, die ganze Zeit nur draußen, weswegen ich erst jetzt dazu komme den Blog zu schreiben. Die Woche startete wieder mit einer Tour durch das Große Moor in Dätgen. Dieses mal begleitete mich wieder Beyza, die froh war, dass ihr diesmal die Begegnung mit einer Wildschweinfamilie ausblieb. Leider hatte ich diese Woche nicht das Glück, doch dazu nachher  mehr. Am Dienstag durften wir den ganzen Tag im Warmen bleiben, denn es  war Büroarbeit angesagt. Mitte der Woche ging es dann mit Anna das letzte Mal für dieses Jahr ins Moor. Begleitet wurden wir auch noch von ihren zwei Hunden, die eine Menge Spaß hatten durchs Wasser zu waten und über Gräben zu springen, über die wir teilweise eigentlich noch gar nicht wollten. Nachdem ich jetzt sowohl den Sommer, als auch den Herbst und den Winter im Moor erleben durfte, kann ich definitiv sagen, dass ich das Moor im Winter am wenigsten mag. Die Kälte macht die Moortouren einfach anstrengend und das dunkle Wetter motiviert auch nicht unbedingt. Allerdings freue ich mich umso mehr auf den Frühling im Moor. Wenn alles blüht und das Wetter wieder wärmer wird, stelle ich mir das Moor wunderschön vor. Am Donnerstag ging es dann für Clara und mich in die Arche Warder. Dadurch, dass unser letztes Seminar ausgefallen ist, werden die Seminartage nun in Form von Hospitationstagen in den Einsatzstellen nachgeholt. In der Arche Warder arbeiten drei FÖJ´lerinnen aus unserer Seminargruppe, die uns durch den Tag geführt und uns alles gezeigt haben. Die Arche Warder, ist ein Tierpark für seltene Nutztierrassen, dessen Ziel es ist, diese auf verschiedene Wege zu schützen. Der Tag begann damit, dass wir die verschiedensten Schweinerassen gefüttert haben. Es gab „Turpolje Schweine“ die sowohl schwimmen als auch tauchen können, viele Ferkel und sogenannte „Mangalitza Schweine“, deren Borsten lockig sind. Anschließend sind wir mit den Eseln spazieren gegangen, wobei ich ein sieben Monate altes Eselfohlen bekam, das nicht immer unbedingt das machen wollte, was der Rest der Gruppe machte. Mittagspause machten wir dann an einem Lagerfeuer, an dem wir uns auch wieder etwas aufwärmten. Um zum Schluss auch noch den ganzen Tierpark zu erkunden, machten wir eine Schnitzeljagd, die uns zu Maultieren, zum Ouessantschaf, was die kleinste Schafrassse der Welt ist und zu Ausgburger Hühnern brachte. Zwar waren wir am Ende vom Tag ziemlich durchgefroren, da wir aufgrund von Corona überhaupt nicht drinnen sein durften, dennoch fand ich es sehr schön, den Einblick in eine andere Einsatzstelle zu bekommen. Ende der Woche ging es für Clara, Michael und mich dann noch nach Kasseedorf, da wir dort Gehölze mit Trassierband auszeichneten. Michael und Clara markierten mit Sprühfarbe die Bäume, die entfernt werden sollen, damit mehr Sonne an den Boden kommt, während ich mit Absperrband das Gehölz umwickelte, das stehen bleiben soll. Als ich gerade wieder am markieren war, raschelte es zunächst im Gehölz ziemlich laut und wenig später sah ich zwei Meter entfernt von mir ein Wildschwein, das vermutlich von unserer Anwesenheit genauso erschrocken war, wie ich von seiner. Fertig von der Begegnung war ich reif für das Wochenende, in das wir kurze Zeit später auch starteten.

Bis bald

Leonie

49. Kalenderwoche (30. November - 06. Dezember 2020)

Moin Leute,

jetzt haben wir schon Dezember- wie schnell die Zeit vergeht (auch wenn ich gerade meist "nur" Innendienst mache). Leonie musste in dieser Woche ohne mich ins Moor. Aber bestimmt hat es mit Hani und Lina im Kaltenhofer Moor auch viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mit von der Partie bin.

Montag und Dienstag habe ich die Tage in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben ganz "chillig" verbracht. Am Mittwoch ging es dann aber schon früh los, da wir von Julia den Auftrag bekamen in HH-Wedel Erlen zurückzuschneiden. Dort kamen wir pünktlich um zehn Uhr an und haben zusammen mit Heiko und Maja mit der Arbeit begonnen auf einer Fläche, die die Stiftung Naturschutz gekauft hat. Heiko, ein Mitarbeiter des " Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume", hatte seinen Hund mit dabei. Ein schöner Deutsch Kurzhaar mit dem Namen "Johnny". Maja ist ebenfalls FöJlerin und arbeitet beim "LLUR". Die jungen Erlen, die dort wachsen, müssen jedes Jahr zurückgeschnitten werden, da sie sich sonst extrem ausbreiten und man in kürzester Zeit dort einen Erlenwald hätte. Da das nicht gewollt ist, sondern man auch Freiflächen braucht, um Lebensraum für verschiedene Tierarten und Pflanzen zu schaffen, kamen wir also zum Einsatz. Den Rückschnitt haben wir mit verschieden Geräten gemacht, die vollen Einsatz brauchten! Pause machten wir im Auto, da es draußen doch zu frisch war. Während wir uns unterhielten und zwischendurch auch nach draußen schauten, sah ich einen Eisvogel an einem Teich, der auf der Fläche zwischen den Erlen war. Wir haben ihn dann noch mehrfach gesehen. Leider war er immer so fix, dass ich kein Foto machen konnte. Ihn zu sehen ist immer etwas Besonderes finde ich, weil er gerade in der winterlichen Landschaft so leuchtet. Außerdem ist er auch recht rar geworden. Ich fand beim Zurückschneiden auch noch ein Zwergmausnest (leider war sein Bewohner schon ausgezogenJ) und durfte es mitnehmen. Weil ich das so niedlich fand und so ein Nest noch nie gesehen hatte, habe ich mich gleich mal ein bisschen über Zwergmäuse schlau gemacht.

Vielleicht interessiert euch das auch?
Am Donnerstag machten wir Innendienst und erledigten verschiedene Aufgaben. Heute ist Leonie mit Hani im Dosenmoor unterwegs und ich schreibe diesen Blog und mache Innendienst.  

Die Zwergmaus ist inzwischen auch bei uns selten geworden. Sie ist - wie der Name schon sagt - ein Zwerg unter den sowieso schon kleinen Mäusen. Sie lebt in hohen Gräsern, Schilf- oder Röhrichtbeständen, kommt aber auch in Hecken oder Getreidefeldern vor. Zwergmäuse sind sehr geschickte Kletterer. Sie können mit Hilfe ihres Schwanzes, mit dem sie sich festhalten, über jeden Halm klettern. Ihr Gewicht liegt bei nur 5-7 Gramm und ihr Schwanz kann bis zu 75 Millimeter lang werden. Zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen und errichten gemeinsam das Kugelnest, das aus Halmen besteht. Die Aufzucht übernimmt das Weibchen alleine.

Am späten Nachmittag, als es anfing zu dämmern, räumten wir alles zusammen und fuhren zurück zur Stiftung. Es war ein langer Tag und wir waren k.o. 

Bis zum nächsten Mal- und bleibt gesund!

Eure Clara

48. Kalenderwoche (23.-29.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche hat für mich am Montag erst um kurz vor neun angefangen. Olli hat mich von zu Hause abgeholt und wir haben uns auf den Weg an die Nordsee, genauer gesagt zum Rickelsbüller Koog gemacht. Dort sollte Olli Mähraupen, die das Schilf im Koog abmähen, einweisen. Das das Gebiet ein perfekter Lebensraum für, oft auch seltene, Wiesenvögel ist, sich in dem Schilf aber Fressfeinde wie zum Beispiel Füchse gut verstecken können, musste dieses weg. Angekommen an unserem Ziel haben wir erst einmal im Infozentrum von Klanxbüll eine Pause von der (natürlich sehr anstrengenden ;) )Fahrt gemacht. Mit den Mitarbeitern des Infozentrums haben wir leckere Croissants, die wir noch aus Kiel mitgebracht haben und Kaffee verschlungen. Besonders schön war auch, die dortige FÖJ´lerin Luisa wieder zu sehen, die noch eine Freundin aus Augsburg von mir ist. Nachdem alle Neuigkeiten ausgetauscht waren, machten Olli und ich uns dann auch mal an die Arbeit, bzw fuhren wir zumindest schon mal in den Koog. Nach einem kurzen Abstecher auf den Damm, auf dem fünf Schritte neben uns dann auch schon die Grenze nach Dänemark war und einem atemberaubendem Regenbogen, der auf der einen Seite in die Nordsee und auf der anderen Seite in den dänischen Margarethenkoog lief und einem weiteren kurzen Stopp in einer Vogelbeobachtungshütte, ging es letztendlich dann auch noch zu den Mähraupen. Zu dem Zeitpunkt gesellte sich dann auch nochmal meine Freundin aus dem Infozentrum zu uns, die den Nachmittag frei bekommen hat um uns zu begleiten. Wir beide, die die Mähraupen zum Ersten mal sahen, waren fasziniert davon wie schnell diese durch das teilwiese schon tiefer stehende Wasser brausten. Die Mähraupen, die umgebaute Pistenraupen sind erinnerten uns beide eher an Jetskis, da diese schon schnell unterwegs waren und das Wasser nur so spritzte. Anschließend wollten wir eigentlich noch einen sogenannten Mönch freibuddeln, was aber ein Baggerfahrer zu meinem Glück schon gemacht hat. Ich war durch den Wind, der zwar laut Luisa und Olli an dem Tag überhaupt nicht stark war, für mich jedoch - die dann doch eher das nicht ganz so windige Wetter vom Osten Schleswig-Holstein bzw. das von Süddeutschland gewohnt ist- schon genug war, ziemlich durchgefroren. Leider haben wir auf unserem Weg durch den Koog, aufgrund der aktuellen Vogelgrippe in Schleswig-Holstein, auch eine Menge tote Tiere gesehen. Auf dem Rückweg nach Kiel haben wir noch einen kurzen Stopp in einem Supermarkt gemacht, der zwar in Deutschland liegt, aber sowohl das ganze Sortiment dänisch ist als auch der Preis in dänischen Kronen dransteht. Die meisten Kunden dort kommen auch aus Dänemark, um zum Beispiel Alkohol zu den deutlich billigeren deutschen Preisen zu kaufen.

Nach einem Bürotag am Dienstag, ging es für Clara und mich am Mittwoch wieder ins Gelände.  Wir fuhren nach Bergenhusen, um mal wieder Ampfer zu stechen. Diesmal war die Fläche, im Gegensatz zu letzter Woche, aber zum Glück trocken und wir konnten ungehindert und warm eingepackt, denn es hatte an diesem Tag nur ganze vier Grad, zur Tat schreiten. Vor uns lag aber leider eine Fläche mit Unmengen an Ampfer, sodass es am Ende des Tages, dort nicht sehr viel besser aussah. Eines der Sachen, die Clara und ich am liebsten machen, wenn wir durch die ganzen kleinen Dörfer fahren, um zu den den Stiftungsflächen zu gelangen ist, dass wir ganz langsam fahren und alle Häuser, die teilweise wunderschön sind, genau betrachten. Nach diesem Jahr weiß ich wahrscheinlich nicht nur sehr viel mehr über die Natur, sondern auch wie eines Tages mal mein Traumhaus aussehen soll.

Am Donnerstag durften wir bei einem Vortrag in der Stiftung zuhören, bei dem es um ein mögliches zukünftiges Life-Projekt geht. Solche Einblicke sind für Clara und mich immer spannend weil man nochmal mehr über die Arbeit der Stiftung erfährt.

Da am Wochenende dann auch schon der erste Advent vor der Tür steht, haben wir am Ende der Woche die Stiftung weihnachtlich dekoriert. Dazu haben wir einen Weihnachtskranz gebastelt und die Konferenzräume geschmückt.

Bis bald

Leonie

47. Kalenderwoche (16.-22. November 2020)

Moin zusammen,

ich hoffe, ihr seid alle gesund? Ich war leider drei Wochen lang mit Knieproblemen zuhause und bin jetzt endlich wieder in der Stiftung. Nun probiere ich aus, ob es mit dem Arbeiten schon wieder geht. Ich soll "schmerzadaptiert" belasten und kann wohl erstmal nicht mit ins Moor oder zu größeren Touren, was echt blöd ist, denn ich vermisse die frische Luft und die Bewegung.

Am Montag und Dienstag verbrachten wir ruhige Tage in der Stiftung.
Montag bekam ich von Karen die Aufgabe Mappen vorzubereiten, in die ich Stiftungsflyer einsortiert habe. Danach haben Leonie und ich wieder einmal ein bisschen Ordnung in der Garage geschafft. Später sah ich mir die Aufnahmen der Wildtierkameras an, bei der wir neulich die SD-Karten ausgetauscht haben. Das war schon spannend und auch lustig zu sehen, was alles gefilmt wurde.....Rehe, Trecker, Menschen.
Leonie machte in der Zwischenzeit "Auto-Wellness", d.h. Autos in die Waschstraße und säubern. Ich räumte vorher noch bei einem Auto die Autokisten heraus und kontrollierte, ob das Auto gewaschen werden musste. Ja, auch dieses konnte eine  Wäsche vertragen. Die Zeit verging gefühlt irgendwie sehr langsam an diesem Tag- vielleicht lag es daran, dass es der erste richtig trübe Novembertag war?
Jedenfalls gingen wir mit einem Regenschauer in den Feierabend.
Am Dienstagvormittag brachten wir Grünschnitt zur Mülldeponie.
Im Anschluss klebte ich noch die Imagebroschüren, die in der Garage waren zu Ende. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein und am Nachmittag versuchten wir die Garage fertig aufzuräumen. Insgesamt ist zurzeit ist in der Stiftung nicht so viel los - Corona sage ich nur!! Viele Mitarbeiter sind im Home-Office und so ist es oft ganz ruhig im Haus.
Mit kleineren Aufgaben brachten wir aber auch diesen Tag herum.
Mittwoch verbrachte ich alleine in der Stiftung. Leonie war mit  Karin, einer Mitarbeiterin der Stiftung unterwegs. Ich nutzte die Gelegenheit ein bisschen an der Luft zu sein und räumte weiter in der Garage "herum". Irgendwie gibt es dort immer etwas aufzuräumen. Im Anschluss gab es netterweise Kaffee und Kuchen, da Julia Geburtstag hatte. Später widmete ich mich dem Blog, den ihr jetzt gerade lest.
Am Donnerstag sind Leonie, Annalena, eine Mitarbeiterin und ich zum Reppelmoor gefahren. Dort verteilten wir alte Heuballen, die am Rande einer gekauften Wiese von der Stiftung lagen. Als wir am Nachmittag fertig waren, ging es weiter zum Naturschutzgebiet „Alte-Sorge-Schleife“.  Da alle Flächen dort unter Wasser standen, mussten wir ein ganzes Stück zu Fuß laufen, um zu der Koppel zu gelangen auf der Christian und Leonie schon vor ein paar Tagen waren, um Sauerampfer (invasive Pflanze!) auszustechen. Mit Grabe Gabeln bewaffnet mussten wir uns regelrecht durch den Wind kämpfen, der an diesem Tag stürmisch und richtig eisig unterwegs war. Wir haben dann schon nach kurzer Zeit wieder abgebrochen, weil das Wetter einfach zu nass war. Das machen werden wir wohl ein anderes Mal zu Ende machen, wenn die Koppeln wieder trocken sind. Am Freitag fuhr Leonie mit Hani, einem Mitarbeiter, wieder nach Sehlendorf an den Binnensee und befreite die Fläche dort weiter von Kartoffelrosen und Japanischen Knöterich Wurzeln. Da ich noch nicht voll einsatzfähig bin - leider!- blieb ich in der Stiftung und machte sozusagen Inndienst. Ich schnitt im Auftrag von Magrit (Mitarbeiterin) ein paar Pflanzen im Stiftungsgarten zurück, fegte die Treppen der Gebäude und des Gartens. Danach habe ich mich im Haus mit verschiedenen kleinen Aufgaben nützlich gemacht. Nach einem ruhigen Tag ging ich dann ins Wochenende. Aufregende Fotos gibt es diesmal nicht, deshalb welche von den letzten Wochen, die ihr noch nicht kennt.

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende.

Bis zum nächsten Mal

Clara

 

45+46 Kalenderwoche (02.-15.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

heute gibt es wieder einen Bericht über die letzten zwei Wochen, in denen wieder eine Menge los war.

Da Clara momentan immer noch abwesend  ist, musste ich mir Ersatz für sie, für die Pegelmessungen im Moor  suchen. Letzte Woche Dienstag, hat mich daher Beyza nach Stodthagen begleitet. Der Tag wurde für uns beide schnell ein Highlight, da bei unserem letzten Pegel im Kaltenhofer Moor, zwanzig Meter von uns entfernt, eine fünfköpfige Wildschweinfamilie entlang lief. Nachdem wir leises Rascheln und das Knacken von Ästen gehört haben, gingen wir zuerst davon aus, dass wir wieder einmal Rehen begegnen würden. Vor allem daher, weil Clara und ich an exakt der gleichen Stelle, das letzte Mal auch einem Hirsch begegnet sind. Als dann allerdings die Wildschweine erschienen, konnten wir unseren Augen kaum trauen und waren heilfroh, dass diese ohne uns zu beachten weiterliefen. Mittwoch durfte ich dann zuhause bleiben, da wir einen Online-Seminartag von unserem Träger Koppelsberg hatten. Eigentlich sollte diese Woche unser zweites Seminar stattfinden, was von Anfang an zwar schon auf 2,5 Tage gekürzt worden war, wir aber dennoch die Möglichkeit haben sollten, uns nochmal live zu sehen. Eine Woche davor wurde es dann aber leider, aufgrund der verschärften Corona Regeln, doch endgültig abgesagt, bzw. wurde die Möglichkeit offengelassen, das Seminar im Januar nachzuholen. Am Donnerstag ging es dann mit Lina ins große Moor bei Dätgen. Obwohl wir diesmal von keinem Hirsch oder einer Wildschweinfamilie erschreckt worden sind, hatten wir eine Menge Spaß. Da das Moor inzwischen auch ziemlich nass ist, ähnelt unsere bisherige eher lockere Pegelsuche, nun doch etwas mehr einem Hürdenlauf, bei dem unsere Hürden aus vollen Wassergräben bestehen. Am Freitag gingen Olli und ich dann wieder auf die Suche nach Japanknöterich und Kartoffelrose im Siftungsland am Sehlendorfer Binnensee. Da wir auf tief gelegene Wurzeln trafen, sahen wir beide nach kurzer Zeit wohl eher wie Schatzsucher aus, da wir riesige Löcher in den Sand buddelten. Meinen Rücken spürte ich am nächsten Tag definitiv, wobei das noch das kleinere Übel war, da wir nach kurzer Zeit von einem riesigen Mückenschwarm umgeben waren und ich mindestens an die dreißig Mückenstiche mit ins Wochenende nahm.

Am Montag ging es dann mit Michael und Christian wieder nach Sprenge, auf die gleiche Fläche, wo auch unsere Wildtierkameras hängen, um dort in den neu angelegten Teichen Rohrkolben auszureißen. Da diese Pflanze sich sehr schnell vermehrt und die Teiche so schnell komplett zu wachsen können, sollten wir möglichst viel entfernen. Die Arbeit stellte sich aber schon nach sehr kurzer Zeit, als sehr mühsam heraus, da die Wurzelenden schnell abbrachen und wir so nicht wirklich schnell vorankamen. Zu allem Unglück bin ich dann auch noch kurz vor Schluss mit meinen Gummistiefeln im Matsch so stecken geblieben, dass ich das Gleichgewicht verloren habe und rückwärts ins Wasser geplumpst bin. Nachdem wir noch kurz was gegessen haben sind wir dann nach Hause gefahren und ich konnte mich aufwärmen. Alles in allem war es eigentlich trotzdem ein recht lustiger Tag und ich denke, dass eben auch solche Geschichten zu einem gelungenen freiwilligem ökologischem Jahr in der Stiftung dazugehören. Am nächsten Tag ging es dann mit unserem Trainee Hani ins Königsmoor und anschließend wieder ins Hartshoper Moor. Warm eingepackt haben wir alle Pegel erreicht, wobei wir des Öfteren länger überlegt haben, ob wir wirklich zu jedem Pegel gehen sollen, da wir oftmals nicht nur einen breiten mit Wasser gefüllten Graben überqueren musste, sondern auch bis zum Pegel in Gummistiefel hohem Wasser waten musste. Zum Glück haben wir den Tag aber beide trocken überstanden und zudem auch eine Menge Spaß. Mitte der Woche ging es für Christian und mich wieder nach Glücksstadt, um eine frisch von Brombeeren befreite Fläche anzusäen.  Unterbrochen von einem Tannenzapfenweitwerfen, bei dem ich zugegebenermaßen, trotz meiner jahrelangen Handballerfahrung leider verloren habe und mehreren Apfelbaumpflückaktionen, bei denen wir super leckere und frische Äpfel bekommen haben, haben wir es trotzdem geschafft die gesamte Fläche anzusäen. Am Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal für diesen Monat ins Moor. Begleitet wurde ich diesmal von Anna, die ihre Kamera dabei hatte, um Bilder für den Instagramaccount der Stiftung zu machen (@stiftungnaturschutzsh – schaut vorbei!  ). Durch das ständige Suchen nach Fotomotiven, habe auch ich nochmal einen komplett neuen Blick auf das Moor bekommen, was super war. Leider hat Anna, für die es das erste Mal Pegelmessen war, gleich das komplette Moorprogramm mitbekommen, denn diesmal war sie an der Reihe, in ein Moorloch zu fallen. Da dies erst kurz vor Schluss passierte, konnten wir die Runde noch fertig machen, sodass wir jetzt auch schon mit unserer vierten Pegelmessungsrunde fertig sind.

Bis in zwei Wochen

Leonie

45. Kalenderwoche (02.-08. November 2020)

Hallo liebe Leser*Innen,

leider bin ich seit vorletzter Woche krankgeschrieben und Leonie ist alleine unterwegs.
(Vielleicht findet sie das aber gar nicht so schlimm, weil sie so nicht immer Fahrerin sein muss :-)?) Nur zuhause sitzen ist aber auch irgendwie doof und so habe ich mir überlegt, ich könnte mir mal Gedanken machen, was man "im Kleinen" machen kann, um die Natur zu unterstützen. Es gibt ja schon viele Sachen, die gemacht werden und ich glaube auch, dass bei vielen Menschen der Willen da ist, etwas zu verändern. 
Immer wieder hört man, dass die Bienen gefährdet sind und dass ohne Bienen eigentlich gar nichts geht.

Warum ist das so?
Bienen sind die wichtigsten Bestäuber von Blüten - und wenn sie das nicht mehr tun, weil es sie nicht mehr gibt, dann können Pflanzen keine Früchte mehr tragen. Das zieht dann einen ganzen "Rattenschwanz" an Folgen nach sich. Jetzt ist es aber inzwischen schon so, dass z.B. viele Menschen anfangen, bienenfreundliche Pflanzen zu pflanzen, dass es Blühstreifen an Feldrändern gibt oder dass in Städten Verkehrsinseln oder Grünstreifen mit "BeeBombs" besät werden.
Kann das wirklich helfen?
Bestimmt hilft es zu einem Teil, einfach, weil es wichtig ist, dass die Menschen grundsätzlich umdenken.
Aber was nützt es, wenn es bienenfreundliche Pflanzen gibt, also Nahrung für die Bienen, sie aber gar keine Möglichkeit haben irgendwo ein Quartier zu beziehen, um ihr Volk zu vergrößern?
Muss man nicht zuerst auch dafür sorgen, Wohnmöglichkeiten für Bienen zu schaffen?
Es geht dabei ja nicht um Honigbienen- natürlich auch, aber um diese Völker kümmert sich normalerweise ja ein Imker- , sondern um Wildbienen.
Kann man nicht z.B.
-bei Bäumen, die umgesägt werden müssen, einen Teil Stamm stehen lassen, damit das Totholz genutzt werden   kann?
-Nistvorrichtungen in Parks oder an Häusern anbringen, um die Ansiedlung zu fördern?
-Bienenhotels als Projekte in Schulen/KiGa verstärkt anbieten und unterstützen?
-eine Ansiedlung begleiten z.B. durch verschiedene Netzwerke?
-mehr Informationen zu diesem Thema auch über diese Medien?
-Bienenhotels bauen und zur Verfügung stellen, an Menschen, die den Platz anbieten
...

Es gibt ja schon einige von den genannten Sachen, die gemacht werden, aber ich glaube, "da geht noch mehr".
Gerade der Bau von Bienenhotels ist etwas, was man auch gut aus wieder verwertbaren Materialien ohne viel Kosten bauen kann. (Holz, Holzwolle, Tontöpfe....)
Natürlich kann man sowas auch fertig kaufen, aber ich glaube, wer eines selber gebaut hat, ist viel mehr daran interessiert, dass es auch irgendwann bewohnt wird.
Ich finde Bienen total spannend und es ist auch total interessant, wie so ein Bienenvolk so funktioniert.
Bestimmt würde es vielen anderen Menschen auch so gehen, wenn sie mehr über diese Insekten wüssten und dann würden sie solche "Bienenhotel-Projekte" auch mehr unterstützen.

Ich bleibe jedenfalls dabei.

Bis bald wieder beim "normalen" Blog!
Bleibt alle schön gesund, krank sein ist nämlich blöd!

Clara

 

44. Kalenderwoche (26. Oktober-01.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche wartete wieder ein voller Terminkalender auf uns bzw. mich, da Clara im Moment nicht da ist. Am Montag war ich mit Christian in Ellerhoop, um eine Grenzeinmessung zu machen was heißt, dass wir mit Hilfe eines GPS-Gerätes an der genauen Grenze langgelaufen sind und regelmäßig Grenzpfeiler in den Boden geschlagen  haben. Da das Gebiet nicht groß ist, waren wir damit ziemlich schnell durch. Wir  sind anschließend zu einem kleinen Fischersee in der Nähe gefahren, um dort einen Stacheldrahtzaun anzuschauen, der bald entfernt werden soll. Mittagspause haben wir dann an dem See gemacht und den schönen Herbsttag genossen.

Am nächsten Tag bin ich gegen 9 Uhr an der Stiftung aufgebrochen und nach Howacht an die Ostsee gefahren. Dort hatten Olli und ich vor, am Sehlendorfer Binnensee, Japanknöterich und Kartoffelrose zu entfernen. Beides sind invasive Neophyten, das heißt, beides sind Arten, die bei uns nicht heimisch sind und die biologische Vielfalt, andere Tier- und Pflanzenarten und damit auch die heimischen Ökosysteme gefährden. Ursprünglich stammen beide Pflanzen aus dem asiatischen Raum. Da die Fläche früher ein Campingplatz war, wurden beide Arten, die unter guten Bedingungen sehr schnell wachsen können, vermutlich als Sichtschutz angepflanzt. Das Problem bei den beiden ist außerdem auch, dass sie sehr tiefe Wurzeln haben können, was dazu führt, dass die Tiere die Pflanzen nur oberflächlich abknabbern und zudem das „Problem“ besteht, dass zu wenige Tiere auf der Fläche stehen, sodass diese es nicht schaffen den Bestand diese Pflanzen einzudämmen. Olli und ich machten uns daher, bei traumhaften Wetter und einem wunderschönen Blick auf die Ostsee an die Arbeit. Nach einer schönen Mittagspause im Strandkorb bei Pasta und Suppe arbeiteten wir weiter. Kurz vor Schluss traf Olli dann noch auf eine riesige Wurzel, die er sogar - nachdem er ein 1,5 Meter großes Loch buddelte -nicht wirklich rausbekam und er sie schließlich abhacken musste. Zum Abschluss des Tages zeigte Olli mir, während eines wunderschönen Sonnenuntergangs noch das gesamte Stiftungsgebiet und erzählte mir was er bei der Fläche noch vorhat. Geschafft vom Tag kam ich dann um 18 Uhr wieder an der Stiftung an, lud schnell das Auto aus und fuhr nach Hause.

Am nächsten Tag sollte es auch wieder früh losgehen. Christian holte mich in der Früh von Zuhause ab und wir fuhren mit Harken und Saatgut bepackt nach Glücksstadt. Nach einer einstündigen Fahrt und regem Austausch über unseren Musikgeschmack und der Feststellung, dass dieser ziemlich ähnlich ist, kamen wir an. Eigentlich hatten wir einen ziemlich straffen Zeitplan, denn Christian musste am frühen Vormittag schon wieder in Kiel sein, weswegen wir uns direkt an die Arbeit machten. Schnell fiel uns aber auf, dass wir mit unseren kleinen Harken, die zusammengeschnittenen Brombeeren die am Boden lagen, nur sehr schwer zu Haufen machen konnten. Daher fiel nach nur kurzer Arbeit der Beschluss, dass diese Arbeit mit unseren Harken hoffnungslos sei und daher von einem kleinen Bagger übernommen wird. Da wir nicht umsonst den weiten Weg gefahren sein wollten, fuhren wir anschließend noch zu einem Bauern, der seinen Hof gerade auf Bio umstellt. Dort wurden wir herzlich empfangen und bekamen nach einem Kaffee, in einem wunderschönen und hundert Jahre alten Bauernhaus, viel über die Geschichte des Hofes und dessen Umgebung erzählt.

Der Dienstag und Mittwoch gehören bis jetzt auf jeden Fall zu den schönsten Tagen, die ich bisher bei der Stiftung verbringen durfte.

Den Rest der Woche verbrachte ich unspektakulär mit Büro- und Gartenarbeit. Eigentlich hätten Clara und ich heute, also am Freitag, noch mit auf ein Baumpflanzungsevent mit dem Comedian Atze Schröder gedurft, was dann aber kurzfristig aufgrund der neuen Coronaregelungen und den damit verbundenen regulierten Personenzahlen leider doch nicht mehr ging.

Bis bald

Leonie

42.+43. Kalenderwoche (12.-25. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

diese Woche war für mich kurz und hatte nur zwei Arbeitstage, da ich die ersten drei Tage Urlaub hatte.

Am Donnerstag sind wir früh zum Colsrackmoor gefahren, das an der Alte-Sorge-Schleife liegt. Dort trafen wir uns mit Nils, einem anderen FÖJ*ler und Jule, die wir schon einmal getroffen haben. Erinnert ihr euch?
Nils macht ein Projekt über Moore. Wir sind deshalb durch das Colsrackmoor gewandert und haben Stellen für neue Pegel ausgesucht. Am späten Nachmittag sind wir mit der Moorexpertin der Stiftung Jutta zu drei anderen Mooren gefahren. In diesen wurden Vernässungsmaßnahmen durchgeführt und erkundeten anschließend dort die Gegend. Jutta wollte sich ansehen, wie das Gelände geworden ist. Alle drei Moore sind sehr schön geworden, besonders das in Dellstedt. Dort trafen wir auch noch einen Bauarbeiter, der einen Weg gemäht und an einigen kahlen Stellen neu eingesät hatte.
Als letztes fuhren wir zu einem Moorgelände, auf dem Kühe standen. Wie meist kamen sie neugierig näher, während wir uns alles ansahen. Eine längere Autofahrt brachte uns zurück in die Stiftung und in den diesmal etwas späteren Feierabend. 
Am Freitag starteten wir zeitig ins Dosenmoor bei Neumünster. Schon zum dritten Mal waren wir hier zum Pegel messen unterwegs - wie schnell die Zeit vergeht!!
Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn  es war trocken und sonnig. Dann geht einem die Arbeit viel schneller von der Hand- und Müdigkeit oder schlechte Laune sind schnell vergessen. Diesmal waren dort viele Spaziergänger, Reiter und Radfahrer unterwegs, die alle das schöne Wetter wohl noch einmal nutzen wollten. Die Herbstferien in S-H gingen zu Ende - sicher auch ein Grund.
Wir waren im Dosenmoor sehr schnell fertig, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Allerdings hatte Leonie auf dem Rückweg Pech und fiel zweimal in denselben Graben. Gottseidank bekam sie ihren Gummistiefel wieder heraus, der fast ganz eingesackt war und wir mussten sehr lachen. Zeit, um ins Wochenende zu gehen!
Am Montag verbrachten wir den Tag in der Stiftung. Frühmorgens fuhren wir  zur Mülldeponie und wollten  Pflanzenabfälle von der letzten Woche entsorgen, leider aber ohne Erfolg, da die Deponie wegen eines Streiks im öffentlichen Dienst geschlossen hatte.
So fuhren wir wieder zurück. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein, während ich Flyer mit der neuen Bankverbindung beklebte.
Am Dienstagmorgen sollten wir eigentlich mit Christian Richtung Glücksstadt fahren, um eine Fläche neu einzusäen. Leider war das Saatgut noch nicht geliefert worden und so musste dieser "Ausflug" verschoben werden.
Also erledigten wir am Vormittag andere Aufgaben. Wir klebten endlich die Broschüren zu Ende, fuhren wieder  zur Mülldeponie und entsorgten den Pflanzenabfall. Danach fuhren wir in die Stadt um endlich Ton und Farbe zu kaufen. Doch wir bekamen wieder keinen Parkplatz, da wir mit dem größten Auto unterwegs waren. Leonie erledigt das wohl demnächst mit dem Fahrrad (da gibt es dann keine Parkplatzprobleme ;-)).
Am Mittwoch durften wir vormittags an einem Dienstgespräch teilnehmen. Corona bedingt waren nur sechs Mitarbeiter anwesend. Themen waren die erarbeiteten Projekt, d.h. wer was wie erarbeitet hat bzw. wer womit wie weit gekommen ist. Für uns war es sehr interessant, einmal dabei zu sein, um auch hier einen Einblick in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter der Stiftung zu bekommen. Nach der Mittagspause sollten wir von einem Mitarbeiter drei verschiedene Roll-Ups suchen, die er für ein nächstes Gespräch brauchte, die aber  nicht auffindbar waren. Später entsorgten wir noch zwei Pappkartons und Plastik von einer Lieferung  und brachten unser Lichtlot zu einem Mitarbeiter, der es uns für unsere nächste Moorrunde repariert. Wir brauchen das Lot zum Messen der Pegel im Moor und ein neues zu kaufen ist immer richtig teuer.
Am Donnerstag sollten wir eigentlich in Sprenge an der Fläche, wo unsere Wildkameras hängen, Rohrkolben aus den angelegten Teichen entfernen. Leider wurde daraus nichts, da der zuständige Mitarbeiter keine Zeit hatte. Wir fuhren trotzdem nach Sprenge, da wir bei den Kameras die SD-Karte austauschen wollten. Batterien haben wir dann auch gleich gewechselt. Zurück in der Stiftung halfen wir Beyza Büromaterialien zu sortieren. Leonie fuhr nochmals zur Post, holte Pakete ab und in die Werkstatt, um die Reifen an einem Dienstfahrzeug überprüfen zu lassen. Ich frankierte in der Zwischenzeit Briefumschläge.

Eine sehr ruhige Woche ging zu Ende. Für mich diesmal schon am Donnerstag, denn morgen habe ich Geburtstag und habe Urlaub!! Wenn ich euch dann das nächste Mal schreibe, bin ich schon ein Twen und kein Teenie mehr :).

Bleibt schön gesund!

Herbstgrüße von

Clara

41. Kalenderwoche (05.-11.Oktober 2020)

Servus und moin zusammen,

nachdem ich von Donnerstag bis Montag das Erste Mal, nach meinem Auszug von Zuhause wieder in meine Heimat nach Bayern gefahren bin und dort einen schönen aber kurzen Urlaub verbracht habe, bin ich am Dienstag wieder frisch erholt  in die Stiftung gestartet. Wobei frisch erholt ist relativ, denn am Morgen war ich noch ganz schön platt, von der achtstündigen Zugfahrt von München nach Kiel am Vortag.

Da traf es sich perfekt, dass unsere Moortage für diesen Monat wieder starteten und wir ins große Moor von Dätgen fuhren. Mit den letztendlich insgesamt gelaufenen 10000 Schritten durchs Moor, wurde ich doch wieder etwas wacher. Die Restmüdigkeit haben zwei Rehe weggewischt, die kurz nacheinander in der Nähe von uns erschrocken aufgesprungen und weggerannt sind. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass wir uns mindestens genauso erschrocken haben, da das Moor sonst totenstill war.

Auch am nächsten Tag waren wir wieder viel unterwegs und liefen insgesamt 8000 Schritte, zuerst im Kaltenhofer Moor in Stodthagen und dann in Schmoel bei unseren Lattenpegeln. In Stodthagen hatten wir das Glück, dass wir einen Hirsch röhren gehört haben. Ein wenig später, als wir gerade querfeldein zu einem unserer Pegel laufen mussten, haben wir den Hirsch sogar ganz aus der Nähe gesehen.

Am Donnerstag hatten wir dann unser erstes „Schulungsprogramm“, welches alle Trainees und Praktikanten bekommen. Wir sind mit der Flächenmanagerin Henrike und drei weiteren Trainees zusammen mit dem Fahrrad, ins Stiftungsland Kiel Hammer gefahren. Henrike hat uns, während wir über das Gebiet gelaufen sind, etwas über die Nutzung und das Managementsystem auf Stiftungsflächen, aus Sicht einer Flächenmanagerin erklärt. Zudem sind wir auf den Begriff des „Knicks“ gekommen, den ich aus Süddeutschland gar nicht kannte. Der Begriff wird vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verwendet und bezeichnet dort wallartige Baum- und Strauchhecken, die im Hoch- und Spätmittelalter als Landwehren zur Befestigung von Territorien und später auch im Rahmen der Verkoppelung als „lebende Zäune“ angelegt wurden. Ein typischer Knick bildet eine relativ dichte grüne „Wand“ aus Sträuchern und vereinzelten Bäumen. Außerdem braucht man sobald man vorhat am Knick etwas zu ändern immer spezielle Genehmigungen, da diese bestmöglich geschützt und erhalten werden sollen. Im Anschluss sind wir am Nachmittag noch ins Hartshoper Moor gefahren, was bei strömenden Regen allerdings nicht die beste Idee war, da wir trotz Regensachen pitschnass wurden.

Auch am Freitag ging es nochmal ins Moor, diesmal allerdings bei bestem Wetter. Wie auch schon beim letzten Mal im Königsmoor, trafen wir einen älteren Mann, der mit seinem Hund spazieren war und uns etwas über seine Kindheit und Jugend erzählte, die er ganz in der Nähe vom Königsmoor verbrachte. So erzählte er, dass das Moor früher ganz anders aussah und er früher mit seinem Bagger selber Gräben gebaut und auch selber Torf gestochen hat. Das war wirklich interessant und wir hoffen, dass wir ihn noch öfter im Moor begegnen und uns ein bisschen unterhalten können.

Bis bald

Leonie

 

40. Kalenderwoche (28. September - 02. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

da bin ich wieder.

Leider gibt es von dieser Woche nicht so viel Spannendes zu erzählen wie sonst, da wir sozusagen "Innendienst" gemacht haben und gar nicht draußen unterwegs waren. Wettertechnisch war es die letzten Tage wirklich Herbst! Auch wenn es tagsüber noch immer sonnig und mild war, waren die Morgen doch deutlich kühler und beim Aufstehen auch schon ordentlich duster. Nachdem wir Kathleen noch halfen, verschiedenes Material für einen Infostand zusammen zu suchen, war der Montag auch schon "gelaufen" und wir machten Feierabend. 
Am Dienstag wurde überall im ÖVP gestreikt. Glück irgendwie für mich, weil ich hingefahren wurde und ein netter Mitarbeiter, der in meiner Nähe wohnt (vielen Dank, Torge!) mich mit zurück genommen hat. So habe ich viel Zeit gespart! Ich bekam die Aufgabe Ordner wieder auf den Speicher des Altbaus zu verfrachten. Leonie beschäftigte sich weiter mit den Pegeldaten. Außerdem hat sie zwei unserer Fahrzeuge wieder "schick" gemacht, d.h. sie war mit ihnen in der Waschstraße (nacheinander!) und hat sie auch gesaugt. Ich habe in der Zeit Texte der Stiftungsseite bei Instagram studiert und begonnen selbst Texte zu schreiben zu Fotos, die wir vor ein paar Tagen schon sortiert hatten. Wie sie geworden sind könnt ihr später mal auf "Insta" nachlesen. 
Den Nachmittag haben wir mit Bekleben der neuen Kontoverbindung in unseren Imagebroschüren verbracht.
Äußerst spannende Tätigkeit...aber auch so etwas gehört mit dazu.
Diese Woche haben wir allerlei aufgeräumt und entsorgt. In so einem großen Haus mit so vielen Mitarbeitern gibt es irgendwie immer etwas aufzuräumen, zu entsorgen oder zu sortieren. Am Freitag werde ich mit Merle ins Dosenmoor fahren. Es soll ein Pfahl und mit einem Baustellenschild aufgestellt werden. Vielleicht finden wir dann auch noch die Pegel, die Leonie und ich bei unserem letzten Besuch dort nicht gefunden haben?
Ja, Merle und ich haben heute alle drei Pegel erfolgreich gefunden.
Schon ist die Woche dann auch wieder vorbei und es geht ins Wochenende (was wie immer zu kurz ist!).
Ich habe übrigens auch bald ein paar Tage frei! Wir werden unsere Familie in Lüneburg besuchen, um "unseren"  Familienzuwachs anzuschauen. Ein kleines Mädchen und sie ist sehr süß:-)...

Bis demnächst, viele Grüße und ein schönes Wochenende -

Clara

PS: Damit ihr trotzdem auch etwas zum Gucken habt, gibt es ein paar Fotos aus den vergangenen Wochen, die ihr noch nicht kennt!

 

39. Kalenderwoche (21.-27.September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche ist wohl die ruhigste, die wir bis jetzt hatten. Am Montag haben wir bis zum Nachmittag Flyer der Stiftung mit der neuen Kontonummer beklebt, bis die Aufkleber alle aufgebraucht waren und wir nun erst mal warten müssen, bis sie wieder nachbestellt sind. Zwischendurch habe ich noch schnell den Yeti Cappucciono in die Werkstatt gebracht, da dieser letzte Woche ja zweimal bei uns nicht angesprungen ist und im Anschluss habe ich angefangen, schöne Bilder passend zum Herbst und Winter für die Instagram Seite der Stiftung rauszusuchen. Währenddessen war Clara damit beschäftigt, den Bestand der Flyer in der Garage fertig zu zählen. Am Dienstag starteten wir wieder mit Büroarbeit in den Tag. Wir suchten weiter Bilder für die Instagramseite raus und blieben öfters an super niedlichen Tierbildern hängen. Am Nachmittag hab ich dann noch mit Lina den Hyundai in die Werkstatt gefahren, da dieser neu lackiert wird. Mitte der Woche ging es für uns das Erste Mal in dieser Woche nach draußen, denn wir fuhren in die Geltinger Birk. Da wir beide davor noch nie da waren, uns aber bereits von den Kollegen vorgeschwärmt wurde, wie schön es dort sein muss, waren wir schon sehr gespannt und freuten uns auf den Tag. Wir fuhren mit Michael zusammen gegen 8:30 Uhr los und unsere Mission für den Tag war, alle Kartoffelrosen zu entfernen, die letztes Jahr übersehen wurden oder wieder neu gewachsen waren. Nach einer Fahrt von eineinhalb Stunden und einem etwas längeren Halt in Kappeln (dort wurde gerade die Brücke geöffnet, sodass die Schiffe durchfahren können), erreichten wir unser Ziel und unsere Erwartungen wurden erfüllt. Die Landschaft war wunderschön und passend dazu hatten wir, wahrscheinlich zum letzten Mal für dieses Jahr, traumhaftes Wetter. Zusammen mit drei anderen FÖJ´lern*innen der integrierten Station und Wolfgang, starteten wir mit Spaten und Harken ausgerüstet mit der Arbeit. Unser Arbeitsplatz war direkt am Strand auf einer Galloway Weide. Wir kamen gut voran und am Ende des Tages hatten wir zehn Säcke voll mit Kartoffelrosen. Nach der Mittagspause durften wir mit den anderen FÖJ´lern*innen zusammen noch zum Strand zum Baden gehen. Da das Wasser aber eiskalt war, sind Clara und ich nur bis zu den Knien ins Wasser gegangen. Gegen 15 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind anschließend auch direkt in unseren Feierabend gegangen. Gestern haben wir die Aufgabe von Christian bekommen ein Beet im Stiftungsgarten umzugraben. Damit haben wir den ganzen Vormittag verbracht und sind über die Mittagszeit anschließend ins Eidertal zum Wilden SH gefahren. Da die Stiftung den Hinweis bekommen hat, dass dort Müll liegt sind wir bepackt mit Müllsäcken und Handschuhen dort hin und haben etwas aufgeräumt. Am Nachmittag haben wir dann für einen Infostand, die Materialien in der Garage zusammengesucht und haben von Olli noch gezeigt bekommen wie man Werte von automatischen Pegeln in Excel Tabellen einträgt. Heute Vormittag, haben wir mit Margrit zusammen Pflanzen umgetopft und dabei, zu groß gewordene Pflanzen, im Wurzelballen getrennt und daraus viele einzelne kleine Pflanzen gemacht. Einen kleinen Ableger durfte ich mir auch mitnehmen und so zieht heute die erste Pflanze in mein WG-Zimmer ein J. Am Nachmittag werden wir weiter Pegeldaten in die Tabellen eintragen und Fotos für die Instagram Seite raussuchen.

Schönes Wochenende und bis bald

Leonie

38. Kalenderwoche (14. - 20. September 2020)

Liebe Leserinnen und Leser,da sind wir wieder.

In dieser Woche starteten wir mit schönstem Spätsommerwetter.

Montagmorgen hing Nebel über den Wiesen, Wäldern und den Feldern.
Da kam mir das Herbstlied wieder in den Kopf, was man singt, wenn die Nebelschwaden frühmorgens in der Luft hängen. Wie fängt es nochmal an? „Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt..."(... ab da müsst ihr weiter singen)
Die letzte Runde Moor war das Dosenmoor. Wir fuhren morgens los und maßen alle Pegel, die wir finden konnten. Zwischendurch wurde es anstrengend und irgendwie auch stressig, da es wieder sehr warm wurde. Wir haben fast alle Pegel gefunden und die Laune war wieder im grünen Bereich.
Zwischendurch hat auch unser Auto mal gesponnen, da es nicht startete. Mit Muskelkraft, sprich anschieben, bekamen wir es aber dann doch wieder in Gang.
In der letzten Runde bin ich dann auch noch in einen Graben gefallen, den ich übersehen hatte. Montag eben!!
Am Nachmittag kehrten wir müde und durchgeschwitzt zur Stiftung zurück und machten Feierabend.
Dienstag sollte der heißeste Tag dieser Woche werden, fast 30°C waren angesagt- und das im September!! Der Tag begann für uns, vor allem für Leonie, wieder mit einer langen Autofahrt. Wir starteten Richtung Nordsee und fuhren fast quer durch Schleswig-Holstein in die Nähe von Stapel.
Dort an einer alten, ehemaligen Kiesgrube, die die Stiftung gekauft und renaturiert hat gruben wir mit anderen FÖJler*innen und Mitarbeitern Lupinen und Traubenkirsche an zwei Stellen der Kiesgrube aus, da sie sich dort ausbreiten (und es nicht sollen.).
Die Traubenkirsche gehört nicht in unsere Region und man versucht sie zurückzuhalten, indem man sie herausreißt und entsorgt.
Am Mittwochmorgen hingen die Nebelschwaden ganz dicht über der Landschaft. (...habt ihr weitergesungen...? "... rote Blätter fallen, graue Nebel wallen ...!")
Heute Morgen lasen wir unsere Mails und fuhren dann am Vormittag nach Sprenge zu einem ehemaligen Maisfeld, welches die Stiftung gekauft hat, damit sich die "wilde Natur" dort wieder ansiedeln kann.
Außerdem zählten wir die vorhandenen Flyer, die wir neulich schon vorsortiert hatten, noch einmal durch, damit Anne (Azubine der Stiftung) weiß, ob und wenn ja, welche nachbestellt werden müssen. Damit neigte sich auch dieser Tag wieder dem Ende zu. Die Tage  bei der Stiftung vergehen immer ziemlich schnell finde ich, denn schon wieder ist eine Woche fast herum.
Und ich finde es schön, dass wir fast jeden Tag draußen in der Natur unterwegs sind!
Ein neuer Tag beginnt, der vorletzte Tag dieser mittlerweile sechsten Woche.
Heute Morgen "wallten" keine grauen Nebel über der Landschaft, schade.
Es sieht dadurch immer irgendwie ein bisschen geheimnisvoll und märchenhaft aus.
Dafür war dieser Morgen aber sehr viel kühler als die anderen. 
Heute früh packten wir die Sachen, die wir für den heutigen Tag brauchten. Wir fuhren am Vormittag los und es ging mit einer gut einstündigen Autofahrt für Leonie Richtung Ostholstein. Gemeinsam mit Michael, einem Mitarbeiter aus der Stiftung, der vorausfuhr, ging es nach Kasseedorf, einem Dorf zwischen Lütjenburg und Neustadt.
Dort sollten wir in der von Wildschweinen aufgebrochenen Erde verschiedene Blumensamen wie Oregano, die wir vorher geerntet hatten, verteilen und in der Erde unterwühlen, damit die Pflanzen später keimen und sich ausbreiten können. Danach fuhren auf die andere Seite der Koppel und machten  unsere Mittagspause. Außerdem brachten wir noch einen Holzpfahl mit einem Schild an der Stelle an, wo ein kleiner Damm als Schutz vor Überflutungen gebaut wurde. Eigentlich wollten wir heute auch noch zum Königsmoor und zum Hartshoper Moor fahren, um dort unseren Weg zu den Pegeln freizuschneiden, die mittlerweile zugewachsen sind. Da aber die Zeit zu knapp wurde, haben wir die Aktion auf Freitag verschoben.
Heute am letzten Tag der Woche, habe ich mich gleich ein bisschen wärmer angezogen, denn gestern war es doch ganz schön "kühlerig" zwischendurch. Heute Morgen packten wir die Sachen, da wir die letzten Pegel im Hartshoper Moor noch messen mussten, da wir ja beim letzten Mal die Strümpfe erneuert haben. Es waren nur zwei Stück. Am Moor war es dann so richtig neblig und kalt, dort angekommen maßen wir und haben dann die Wege zu drei Pegeln Wege freigeschnitten, damit wir nächstes Mal besser durchkommen. Als wir damit fertig fahren wir zurück zur Stiftung. Dort räumten wir alles wieder zurück und machten unsere Mittagspause. Am Nachmittag schrieb ich den Blog zu Ende und wir machten dann noch Kleinkram.  

 Schönes Wochenende wünscht

Clara

37. Kalenderwoche (7.-13. September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche waren wir wieder viel unterwegs. Am Montag sind wir schon um 7:30 Uhr in den Tag gestartet, sodass wir bereits gegen 9.00 Uhr im Königsmoor anfangen konnten unsere Pegel zu messen. Unterstützt wurden wir dabei wieder von Jutta. Mit ihrer Hilfe und der des GPS-Geräts kamen wir zügig voran, bis mir aufgefallen ist, dass ich ein Loch im Gummistiefel habe und mir dadurch ständig Wasser in den Schuh lief. Auf Juttas Tipp hin sind wir daher noch schnell zu einem Laden in der Nähe gefahren, um mir neue zu besorgen. Genau in den 10 Minuten, in denen wir Schuhe shoppen waren, kam der einzige Regenschauer des Tag runter, sodass wir die restliche Zeit trocken geblieben sind (außer mein linker Fuß am Anfang natürlich) und einen schönen Tag im Moor verbrachten. Im Anschluss vom Königsmoor sind wir noch in das fünf Minuten entfernte Hartshoper Moor gefahren. Dort haben wir zwei Röhren, die verstopft waren aus dem Boden gezogen, sauber gemacht und mit einem Damenstrumpf ummantelt wieder in die Erde gesteckt.

Am Dienstag sah es zunächst so aus, als ob der Tag ein gewöhnlicher Bürotag wird, letztendlich war er aber doch sehr aufregend. Am Vormittag habe ich eine Einweisung in das E-Auto bekommen, da Clara und ich am Mittwoch damit ins Glasmoor fahren sollten. Danach haben wir etwas Büroarbeit erledigt bis Michael kam und uns von einem Projekt erzählt hat, welches wir beiden selber umsetzen sollen. Dabei geht es um zwei Wildtierkameras, die in einem Gebiet aufgehängt werden, welches gerade neu eingezäunt wurde. Damit das Wild dennoch weiter über die Fläche kommt wurden im Zaun Lücken mit Querbalken gelassen, sodass die Tiere an den Stellen leicht hinüberspringen können. Genau auf diese Lücken werden unsere beiden Kameras gerichtet sein. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden wir also immer wieder die Bilder auswerten, die die Kamera aufgenommen hat und eventuell sogar eine kleine Präsentation für unsere Kollegen erstellen. Am Nachmittag sind wir dann gleich zu dieser Fläche gefahren und haben schon die erste Kamera aufgestellt. Dort durfte ich dann auch noch den großen Ranger der Stiftung fahren, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Als krönender Abschluss des Tages, hat uns Michael dann auch noch auf ein Eis eingeladen.

Am Mittwoch sind wir dann mit Christian zusammen ins Glasmoor gefahren um Schmalblättriges Kreuzkraut zu entfernen. Das Wetter spielte, bis auf in der letzten Stunde gut mit und wir kamen ordentlich voran. Die Rückfahrt wurde dann nochmal spannender da wir ja mit dem E-Auto unterwegs waren. Als wir losfuhren hatte dieses noch eine Reichweite von 73 Kilometern und unser Heimweg war laut Navi 72 Kilometer lang. Durch langsames Fahren, haben wir die Strecke geschafft ohne nochmal für eine Ladung halten zu müssen und hatten, als wir an der Stiftung ankamen „sogar“ noch einen Reichweite von 13 Kilometern.

Gestern waren wir dann in Stodthagen, um auch dort noch die Pegel zu messen. Dort mussten ebenfalls noch einige Strümpfe bei den Rohren gewechselt werden, weshalb Miriam auch dabei war und uns geholfen hat. Mittagspause haben wir wieder am Meer gemacht und anschließend hatten wir noch eine Zeltplatzkontrolle vor uns.

Heute, am Freitag, haben wir eine Hauseinweisung von Margrit bekommen und hatten danach noch die Aufgabe den Vorgarten des Neubaus ein bisschen herzurichten und das Unkraut zu entfernen. Im Anschluss haben wir noch das Schmalblättrige Kreuzkraut vom Mittwoch und kaputte Teile der Brutflöße von letzter Woche zum Müll gebracht.

Bis bald Leonie

35. & 36. Kalenderwoche 2020 (24. August - 06. September 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

eure Clara

Servus und Moin zusammen,

am Montag startete für uns schon unsere dritte Arbeitswoche, welche zugleich die erste war, in der Clara und ich ohne Telje zurechtkommen mussten. Am Montag haben wir in der Früh erst einmal eine Ladung Müll weggebracht und haben danach etwas Zeit am Computer verbracht. Anschließend haben wir die Stiftungsautos kontrolliert, ob diese vollständig ausgerüstet sind d.h. ob beispielsweise Absperrband, eine Säge, Arbeitshandschuhe usw. vorhanden sind.

Am Dienstag sind wir um 8 Uhr in den Tag gestartet und haben begonnen Kartons zusammen zubauen, welche für eine Aktion genutzt werden, bei der Stifte gesammelt und anschließend recycelt werden. Am Dienstagnachmittag sind wir dann noch spontan mit Christian in die Barker Heide gefahren, um Grenzpfähle zu verteilen. Da einige Bauern ihre Felder über ihre Grenzen ins Stiftungsgebiet gezogen haben, haben wir mit Hilfe eines GPS Gerätes Holzpfähle, die wir neonfarben angesprüht haben, zur Markierung in den Boden gesetzt.

Da aufgrund von Corona unser Einführungsseminar von Koppelsberg, wie es ursprünglich stattfinden sollte, abgesagt wurde, wurde jetzt ein neues Konzept entwickelt. Wir haben zwei Onlineseminartage und nächste Woche in Kleingruppen drei Präsenztage in Koppelsberg, bei denen wir andere FÖJ´ler*innen aus unserer Umgebung auch persönlich kennenlernen können. Am Mittwoch hatten wir dann unseren ersten Onlineseminartag und waren daher nicht in der Stiftung. Am Vormittag startete ein Zoommeeting mit allen Freiwilligen des Jahrgangs 2020/21 und den Betreuern von Koppelsberg. Dabei wurden uns viele organisatorische Dinge erklärt und wir bekamen von den ehemaligen einen Rückblick, worauf wir uns in diesem Jahr freuen können. Um 14:30 Uhr ging es dann weiter in den Kleingruppen, in denen wir uns nächste Woche auch persönlich kennenlernen werden. Dabei spielten wir Kennlernspiele, unterhielten uns darüber was wir von nächster Woche erwarten, aber auch ob wir Befürchtungen im Bezug auf Corona haben. Obwohl ich den Onlineseminartagen im voraus eher kritisch gegenüberstand, war ich am Ende des Tages positiv überrascht, wie gut alles lief und freue mich jetzt schon auf nächste Woche.

Gestern waren wir dann ein letztes Mal für diesen Monat im Moor und zwar im Hartshoper Moor. Begleitet wurden wir von Jutta und Merle und bis zum Mittag waren wir dann auch schon damit durch, alle sieben Pegel zu messen. Da das Hartshoper Moor direkt neben dem Königsmoor liegt, in welchem wir zwar schon in unserer ersten Woche waren, man dort aber nur sehr schwer durch das Gestrüpp kommt,  haben wir noch eine kleine Freischneideaktion gestartet. Im Anschluss haben wir noch versucht einen abgemähten Pegel wieder zu finden, was aber leider vergeblich war.

Heute, am Freitag hatte ich meine erste Fahrstunde in einem Automatik-Auto. Da der Fuhrpark überwiegend aus Automatik-Fahrzeugen besteht, bekommen alle FÖJlerinnen mit einem Führerschein noch eine Fahrstunde, in der noch mal ohne  Schaltung und Kupplung das Fahren geübt wird. Bis ich nicht mehr versuche zu schalten wird es wohl noch eine Weile dauern, aber das wird schon.

Gegen 12 Uhr sind wir aufgebrochen, um nach Hohwacht an den Sehlendorfer Binnensee zu fahren. Dort hatten wir die Aufgabe, aus bereits schon von einem Bagger gesiebtem Sand, übrig gebliebene Wurzeln und Müll herauszusuchen. Das wurde gemacht, da auf diesem Gebiet eine Pflanze, die dort nicht heimisch ist sich sehr schnell verbreitet und andere Arten verdrängt.

Bis nächste Woche

Leonie

33. Kalenderwoche (10.-20. August 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

 

eure Clara

 

Hallo zusammen,

Am Montag, den 3.8.20 haben wir in der 11. FÖJ-Generation bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein unsere Arbeit angefangen.

Wir sind Clara Prieß und Leonie Birnkammer.

Ich bin Leonie komme aus Bayern, genauer gesagt aus der Nähe von Augsburg und bin letzte Woche Mittwoch in den hohen Norden gezogen. Ich bin 18 Jahre alt, habe gerade meine Schule abgeschlossen und bin durch eine Freundin auf das ökologische Jahr gestoßen. In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, lese viel und treffe mich mit Freunden.

Ich bin Clara komme aus der Nähe von Kiel und habe auch gerade meine Schule beendet.
Meine Hobbys sind Lesen, Zeichnen, Malen und noch viele andere Dinge.
Ich war schon ziemlich aufgeregt, da dies mein erstes  richtiges Jahr ist, in dem ich arbeiten werde.

Unsere erste Woche hat schon mit super Wetter begonnen. Am Montag wurde uns von Telje, die uns noch zwei Wochen einarbeitet, die gesamte Stiftung gezeigt. Obwohl wir nicht mal alle Mitarbeiter kennen gelernt haben, weil gerade viele im Homeoffice bzw. im Urlaub sind, konnten wir uns dennoch kaum einen Namen merken, da wir überwältigt waren von den vielen neuen Eindrücken. Am Ende unseres ersten Arbeitstages hat uns Karen, unsere Betreuerin, während wir im wunderschönen Stiftungsgarten saßen, noch vieles über die Arbeit der Stiftung erzählt. Abends sind wir beide platt von den vielen neuen Infos und Impressionen ins Bett gefallen und haben uns dennoch  schon auf den nächsten Tag gefreut.

Am Dienstag sind wir nämlich zum aller ersten Mal ins Moor gefahren. Um halb neun ging es für uns los nach Dätgen, wo viele Pegel auf uns warteten. Mit dabei war auch noch Alina, unsere Vorgängerin, die ein letztes Mal ins Moor wollte. Wir hatten super Wetter und das Moor sah richtig schön aus. Auch wenn wir uns manchmal unseren Weg durch Gestrüpp bahnen mussten und auch etwas zerstochen von dem Tag heimkamen, machte er dennoch viel Spaß und wir freuen uns schon auf das nächste Mal wobei  wir auch schon gespannt sind, wie wir uns dort alleine schlagen werden.

Am Mittwoch zeigte Telje uns ein paar Sachen am Computer, damit wir verstehen können wie alles funktioniert.
Nachdem wir alles erklärt bekommen haben,  gingen wir in die Garage, wo alle Materialen für die Informationsstände gelagert werden.
Dort wurde uns gezeigt,  wie man die Theke für einen  Infostand aufbaut und wieder abbaut.  
Damit verbrachten wir unsere Zeit bis Mittag und gönnten uns dann eine Pause. 
Als wir die Mittagspause beendet haben,  gingen wir wieder erneut in die Garage und  sortierten die neuen Flyer, die die Stiftung gerade bekommen hat.
Anschließend haben wir noch alte bzw. leere oder ausgetrocknete Stifte in Kisten gesammelt, da die Stiftung diese für eine Recycling-Firma sammelt und dafür dann eine kleine Spende bekommt.
Unseren Nachmittag haben wir damit abgeschlossen, ein Insektenhotel selbst zu bauen.

Am Donnerstag stand uns ein anstrengender Tag bevor, da dies der heißeste des Monats werden sollte. Wir fuhren morgens früh zum Königsmoor und sollten dort Pegelmessungen durchführen.  

Jeder  Moorabschnitt  hatte ein bis zwei Pegel, die weit von einander entfernt standen und  wir uns deswegen häufig  durch hohes Gestrüpp und durch die pralle Sonne schlagen mussten.
Das ganze Königsmoorgebiet besitzt  24 Pegel. Obwohl wir zwischendurch auch immer wieder ein Stück mit dem Auto fahren konnten war es ganz schön anstrengend. Als wir gegen 16 Uhr endlich alles geschafft hatten, waren wir ziemlich erschöpft und müde. Unseren ersten Tag im Moor werden wir bestimmt nicht vergessen.  

Am letzten Tag der Woche, war es erneut sehr heiß, jedoch hatten wir heute eine passende Aufgabe zu den hohen Temperaturen. Wir fuhren zu einem Kröten-Aufzuchtstation und säuberten dort die Wannen mit Hilfe eines Hochdruckreinigers. Zudem entfernten wir Unkraut, welches dort wild wuchs. Für die Mittagspause, sind wir zu einem See gefahren und haben uns zur Belohnung dort abgekühlt.

Nach unserer ersten Arbeitswoche gingen wir erschöpft und erhitzt in das Wochenende.

Bis bald

Clara und Leonie

 

31. Kalenderwoche 2020 (27. Juli - 2. August)

Moinsen Zusammen,

Am Montag ist unsere allerletzte Woche in unserem FÖJ angebrochen. Diese letzten Monate sind wahnsinnig schnell umgegangen und ich frage mich echt, wo die Zeit geblieben ist.

Ich schreibe diesen Blog an unserem allerallerletzten Tag im FöJ, zwischen den Vorbereitungen für unsere Abschiedsfeier, die trotz Corona im Garten stattfinden darf. In den letzten Wochen habe ich das Jahr ein ums andere Mal Revue passieren lassen. Zum ersten Mal für den Abschlussbericht, dann nochmal um einen Einarbeitungsplan für die Nachfolgerinnen zu erstellen, dann erneut um Bilder für meinen Eintrag in unser FÖJ-Buch zu finden und jetzt letztlich schon wieder für diesen Blog. Ich komme immer zu dem selben Ergebnis: Dieses Jahr war ein gutes Jahr, dass mich auf vielen verschiedenen Ebenen weitergebracht hat. Und: Die Stiftung ist eine absolut einzigartige Einsatzstelle. Sie bietet einem*r tausende Möglichkeiten, eine wunderbar lockere und familiäre Arbeitsatmosphäre und vor allem viel Spaß.

Bevor ich aber zu nostalgisch werde, erzähle ich euch noch schnell, was diese Woche so los war.
Meine Woche begann in Flintbek etwa 30 Fahrradminuten von der Stiftung entfernt auf einer archäologischen Grabung. Meine beste Freundin und Mitbewohnerin (Flori) macht nämlich ihr FSJ in der Denkmalpflege beim archäologischen Landesamt in Schleswig Holstein. Eine ihrer Aufgaben ist dort die Unterstützung auf waschechten Ausgrabungen, und ich durfte auch mal dabei sein. Das war mal wieder etwas ganz anderes und unglaublich spannend. Nach ein paar Stunden realisierte ich erst so richtig, dass ich an einem Ort stand, an dem vor etwa 1600 Jahren Menschen gelebt und ihre Häuser gebaut hatten. Diese konnte man erkennen an dunklen Verfärbungen der Erde, an denen sich die Pfosten ihrer Wohnungen in Holzkohle verwandelt hatten.
Irgendwann durften wir nach Scherben suchen und wir wurden tatsächlich fündig! Ein besonderes Highlight war, dass wir eine sehr große Scherbe fanden, die wir vorsichtig freilegten. Fast ein ganzer Topf. Letztlich zerbrach sie doch, was in diesem Fall ein glücklicher Zufall war, denn an der Bruchstelle entdeckte ich einen Kirschkern. Erst dachte ich mir, ich seh nicht recht, Was hat ein Kirschkern in einer uralten Tonscherbe verloren? Dann aber sagte ich doch Flori Bescheid, die plötzlich ganz aufgeregt wurde. Kirschkerne sind organisches Material, an dem mensch (mithilfe der Analyse des Zerfalls von C14-Atomen) ihr Alter relativ genau bestimmen kann. Klingt kompliziert? Ist es auch und ich weiß auch nicht genau wie das geht. Fest steht, dass diese Scherbe ein guter Fund war.

Am Dienstag fuhr ich ein letztes Mal nach Kasseeedorf und half dort Michael dabei den Zaun wieder abzubauen, den wir vor ein oder zwei Monaten aufgebaut hatten. Wir hatten dort intensiven Kuh-Kontakt und noch intensiveren Regen-Kontakt, aber eher wenig Menschen-Kontakt, von daher lief alles ganz Coronakonform ab.

Mittwoch waren Alina und ich wieder im Büro und arbeiteten an den letzten Aufgaben, die noch zu erledigen waren. Viel gibt es da nicht zu erzählen. Erst Donnerstag wurde es wieder spannender: wir fuhren gemeinsam mit Grit und Jana ins Kaltenhofer Moor. Dort zeigten wir den beiden mal die frisch markierten Wanderwege. Normalerweise sehen wir FÖJler*innen nur die Strecken, die wir zu den Pegeln laufen. Dabei gibt es gerade in Stodthagen so viel mehr zu sehen. Der Moor Weg (mit gelber Farbe markiert) führt an einem offenen Moorsee vorbei, an dem mensch prima sitzen und picknicken kann. Außerdem eignen sich die Gräser dort hervorragend zum Gräser-Quietschen.
Im Anschluss fuhren wir gemeinsam nach Schmoel und machten am Strand Pause. Zum Schwimmen war es aber leider noch zu kalt.
Jana zeigte Alina und mir ihre ehemalige Standard-Verpflegung nach dem Königsmoor: Laugenbrötchen mit Kinderriegel. Klingt pervers, ist aber erstaunlich lecker.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Zeltplatz Hessenstein vorbei an dem mir Grit, zur Vorbereitung auf die bevorstehende Einarbeitung der Nächsten, ein paar Energizer beibrachte. Zum Beispiel „Scream and Run“. Dabei müssen alle so lange rennen wie sie schreien können. Logisch. Am Ende klangen wir wie abgewürgte Motoren, waren völlig aus der Puste und hochrot angelaufen. Aber es ist merkwürdig befreiend, wie eine Wahnsinnige durch die Gegend zu rennen und sich dabei die Seele aus dem Leib zu brüllen.

Damit sind wir also auch bei heute (Freitag) angekommen. Unsere Abschiedsfeier ist sehr schön gewesen. Wir haben ein Buffet mit Pizza und Kuchen aufgebaut und uns gegen 12 im Garten versammelt. Walter hat eine Rede gehalten und wir haben unser Zeugnis und Geschenke erhalten. Danach haben wir gegessen und geklönt, inmitten des, von Wilder Möhre dominierten Stiftungsgartens.
Für mich ist es noch nicht der allerletzte Tag. Ich arbeite noch bis zum 14. August die Neuen ein, aber ich mag mir nicht vorstellen, wie Alina sich heute fühlt. Jetzt gerade will ich nicht, dass das Jahr endet. Ich freue mich aufs Studium, aber ich will nicht keine FÖJlerin mehr sein. Die Stiftung ist so ein schöner Arbeitsplatz, den ich einfach nicht verlassen möchte.
Aber es hilft ja nichts, ich muss mich jetzt zumindest vom Blog verabschieden. Dieses hier ist der letzte Eintrag von mir. Der nächste wird schon von Clara und Leonie stammen.

Also machts gut und lebt wohl.
Tschau Kakao
Eure Telje

30. Kalenderwoche 2020 (20. - 26. Juli)

Hallo zusammen,

und schön, dass ihr da seid, um meinen allerletzten Blog zu lesen. Ja, ihr habt richtig gelesen, das ist schon der allerletzte! Es ist Freitagnachmittag vor unserer Abschlusswoche und mich überkommt doch schon eine gewisse Nostalgie.

Aber zunächst zu meinen Aktivitäten dieser Woche! Da ich am Donnerstag in der letzten Woche auf einem Stand des Naturgenussfestivals bei John’s Burgers einiges an Überstunden gemacht hatte, durfte ich mir den Montag entspannt freinehmen. Den Rest der Woche war ich alleine in der Stiftung, da Telje ihre restlichen Urlaubstage in Berlin genoss. Der Dienstag begann also zunächst mit vielen organisatorischen Sachen. Dafür ging es am Mittwoch mit unserer Vorgängerin Grit auf Exkursion und Pegelmessungen ins Hartshoper Moor. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, da wir dort aufgrund von Corona zuletzt Anfang März gemessen hatten und die Pegel nicht nur zugewachsen waren, sondern teils auch ihre Markierungen fehlten. Das war eine wahnsinnig witzige Tour, sooo schön, dass Du nochmal dabei warst <3

Am Donnerstag habe ich unter anderem endlich die schon vor ein paar Wochen ausgerissenen Säcke Schmalblättriges Kreuzkraut auf dem Abfallwirtschaftshof entsorgen können. Hier ein kleiner Tipp an unsere Nachfolger*innen: zieht bei solchen Gelegenheiten (und generell immer bei praktischen Arbeiten in der Stiftung) am besten Handschuhe und nicht eure Lieblingsklamotten an… meine Wenigkeit hatte nach dieser Aktion nämlich eine kleine, unnötige Panik, weil ich mir mit dem giftigen Kraut die Handfläche ein wenig aufgerissen hatte und hat außerdem noch ihre Lieblingsjeans mit uraltem, verrotteten Pflanzensaft versaut. 1000 Dank an unsere Betreuerin Karen für den tollen Shampoo-Trick ;)

Den Rest der Woche hieß es dann für mich vor allem:  Stickern, stickern, stickern, da einige Flyer und Magazine mit Stiftungsaufklebern bestückt werden musste und ich habe außerdem die letzten Tagegeld- und Materialerstattungsanträge gestellt. Büroarbeit halt.

Da Telje den nächsten Blog übernehmen wird, möchte ich mich an dieser Stelle bereits von euch verabschieden. Ein riesengroßes Dankeschön an die Stiftung und all die lieben Kolleg*innen. Danke für eure Hilfsbereitschaft und euren großen Wissensschatz, den ihr ohne zu zögern mit uns geteilt habt. Danke für die unglaublich wichtige Arbeit, die ihr macht, ich verlasse die Stiftung voller Bewunderung und Dankbarkeit, diesen besonderen Einblick bekommen zu haben. Auch wenn ich mit meinem Archäologie - und Kunstgeschichte-Studium in eine völlig andere Richtung gehen werde, wird die Freude am Umweltschutz, die ihr definitiv bei mir gefördert habt, immer ein großer Teil meines Alltags sein und ich freue mich, euch bald mal wieder besuchen zu können. Ein großes Dankeschön natürlich auch an euch, liebe Leser*innen, schön, dass ihr unsere Reise mitverfolgt habt.

Schlussendlich fällt mir noch ein wunderschönes Bild ein, welches uns der Vorsitzende des FöJ- Bundesverbandes Dirk Henning auf der 1. Bundesdelegierten-konferenz erklärt hat: unser Symbol der Pusteblume. Ich finde es wunderschön, zu glauben, dass jeder von uns, stark und manchmal auch widerspenstig wie der Löwenzahn, selbst in den unwirklichsten Lagen wurzeln und wachsen  kann. Und später wie die Pusteblume ihre Samen, seine eigenen Ideen und Träume in die Welt setzt und sprießen lässt. Mögen sie zunächst noch so unbedeutend und fragil erscheinen, es kann mit ein bisschen Vertrauen, Rückenwind und Hingabe Großes daraus entstehen und das macht mir Hoffnung.

Auf dass wir mit unseren blühenden Träumen und Ideen die Welt ein bisschen schöner, nachhaltiger, grüner und gerechter gestalten können; macht´s gut und passt auf euch auf,

Eure Alina

P.S.: Für all die kleinen Poeten unter uns hier noch ein kleines hübsches Gedicht, das mich zufälligerweise durch das ganze letzte Jahr begleitet hat und viele meiner Erfahrungen wunderschön zusammenfasst:

Because you’re young,

you’re torn between a world of hate

and a world of dreams;

So much to lose,

so much to gain.

So much to fight for,

and so much to change.

~  Edgar Allan Poe

29. Kalenderwoche 2020 (13. - 19. Juli)

Moin moin Zusammen,

Es ist mal wieder Freitag und ich bin sehr müde, deshalb erwartet besser nicht zu viel von diesem Blog. Wir waren gerade im Dosenmoor und ich wurde seit dem Moment, in dem ich aus dem Auto gestiegen bin, von einer Horde Fliegen angeschwärmt und nicht mehr in Ruhe gelassen. Vielleicht waren es Groupies, in dem Fall sollte ich mich wahrscheinlich geschmeichelt fühlen. Oder sie fanden ich stinke so schön (dann wäre ich deutlich weniger geschmeichelt), aber warum auch immer sie MICH zu ihrem alleinigen Fokus auserkoren haben ist mir eigentlich egal, denn sie waren wirklich lästig.
Ansonsten sieht das Dosenmoor gerade schlichtweg wunderschön aus. Die Heide beginnt langsam wieder zu blühen und überall wächst rötlich-glitzernd der Sonnentau. Heute spielt auch das Wetter mit. Bei 23 Grad und Sonne steigt die Arbeitsmoral gleich ins unermessliche an.
Wären da nicht die Fliegen…

Gestern waren wir im Büro und haben an unseren letzten Aufgaben weitergearbeitet. Jetzt, wo sich unser Jahr dem Ende zuneigt, fallen uns nach und nach immer mehr Aufgaben ein, die irgendwann mal liegengeblieben sind. Zum Beispiel möchte Michael, dass wir 3000 Aufkleber auf unsere Flyer kleben. Und Olli will, dass wir gefühlt 3000 Pegelmessdaten in seine Excel-Listen einpflegen. Kurz: Wir haben immer noch sehr gut zu tun.

Mittwoch kämpften wir uns (für Alina ein letztes Mal) durch das Königsmoor. Zu dieser Zeit kämpfen wir wirklich, besonders gegen den Königsmoor-Trifecta: Binsen, Birken und Brennnesseln (manchmal gesellen sich auch noch Bremsen hinzu).
Um unseren Nachfolgerinnen die Arbeit etwas zu erleichtern, fällten wir per Hand die Birken, wo wir nur konnten. Währenddessen fraßen uns aber die Bremsen und Mücken auf und auch im Königsmoor hatte ich schon eine treue Gefolgschaft von einem guten Dutzend Fliegen.
Aber ein paar Pegel stehen auch sehr angenehm zwischen Gargelsträuchern. Da macht es wieder Spaß sie abzulesen, weil es währenddessen zumindest sehr angenehm-würzig riecht.
Ganz am Ende unserer Tour hatten deckten wir dann sogar noch einen grausamen Unfall auf: Einer unser Pegel-Rohre war geköpft worden!  Er lag völlig reglos auf der Wiese, glatt am Boden abgesäbelt (zugegebenermaßen wäre ich vermutlich besorgter wenn er nicht reglos gewesen wäre).
Mit diesem schrecklichen Bild im Kopf und mit den Überresten unseres gefallenen Pegel-Kameradens fuhren wir zurück zur Stiftung.

Dienstag war relativ unspannend (wir kümmerten uns um besagte Sticker und Pegeldaten), aber Montag waren wir in Dätgen. Dass macht diese Woche zu einer Drei-Moor-Woche.
Auch ein Erlebnis, obwohl Drei-Moor-Wochen, im Gegensatz zu Zwei-Moor-Wochen, bedeutend anstrengender und zeitintensiver sind.

Hier beende ich dieses Wirr-Warr an Blog. Ich fahre jetzt nach Hause, dusche und versuche herauszufinden, warum mich Fliegen lieben. Nächste Woche bin ich unterwegs, aber Alina wird sich um einen wunderbaren Blog kümmern, der bestimmt anspruchsvoller sein wird als dieser hier (but you have been warned)

Also dann, bis in zwei Wochen.
Tschüs Gemüs!
Telje

28. Kalenderwoche 2020 (6. - 12. Juli)

Guten Morgen ihr Lieben,

vielleicht liegt ihr gerade auf eurem Bett, eurem Sofa oder sitzt an eurem Schreibtisch und prokrastiniert, was ihr eigentlich gerade zu tun habt. Während ihr also diesen kleinen Eintrag hier von mir lest, sitze ich mit Mund-Nasen-Schutzmaske auf der Rückbank unseres Skoda Yeti („Cappu“) und schaue Telje beim Fahren zu. Wir sind mal wieder auf dem Weg ins Königsmoor und ich bin gespannt, was uns heute erwartet. Fahren wir uns fest? Fällt einer von uns in ein Moorloch? Oder versuchen die Birken und Brennesseln mal wieder, uns den Weg zu versperren? Telje gibt ordentlich Gas und die Landschaft fliegt nur so an uns vorbei. Ich möchte die einstündige Fahrt heute nutzen, um euch zu erzählen, was wir in der letzten Woche so getrieben haben. So wie dies wahrscheinlich ein sehr blütenreicher Blog wird, war die letzte eine sehr blütenreiche Woche.

Am Montag sind Telje und ich nochmal direkt alleine ins Naturschutzgebiet Kasseedorf gefahren, das Gebiet, in dem wir vor ein paar Wochen mit einem unserer Lieblingskollegen Michael Ott die Auspflanzung von vielen Primeln begleiten durften. Kaum geparkt, sprach uns bereits eine aufgeregte Dame an, ob das giftige und umstrittene Jakobskreuzkraut im NSG denn keine Gefahr für die Tiere darstellte. „Oh je“, dachten wir uns, „bitte nicht schon wieder…“ und verwiesen auf das JKK-Kompetenzzentrum in der Stiftung, bevor wir erklärten, dass es sich dabei auch um eine Blühpflanze handelt, die von Insekten teils dringend benötigt wird. Zumal es nur passieren kann, dass die Tiere es fressen, wenn es sich getrocknet im Heu befindet, da es dann für sie nicht mehr zu unterscheiden ist. Da die Sorgen der Anrainer und Pferdebesitzer natürlich teilweise nachvollziehbar sind, ist es ein wahnsinnig schwieriges Thema.

Um zu den Primeln zu gelangen, mussten wir dann auch noch unseren eigens aufgebauten Elektrozaun überwinden und das stellte uns doch vor eine kleine Herausforderung. Es surrte einfach nichts und es gab einfach zu viele Schalter. War das Ding nun an? Oder generell schon von Anfang an aus? Oder hatten wir es gerade etwa wieder angeschaltet? Trotz ein wenig Angst kletterten wir also nach einem professionellen Blatt-Test über den Zaun und siehe da: keine Verletzten, keine Toten. Yay! Auf dieser Fläche bestand unsere Aufgabe nun darin, die mittlerweile verblühten Blütenstände abzuschneiden und auf angrenzenden Flächen zu verteilen, damit dort dann neue kleine Pflänzchen wachsen können.

Den Dienstag sind wir an die Nordsee zum Speicherkoog gefahren, um dort Zäune vom sogenannten LIFE LIMOSA Projekt ( https://www.stiftungsland.de/was-wir-tun/entwicklungshelfer/life-limosa-wo-ist-greta/ ) abzubauen. Die hatten in diesem Frühjahr nämlich die brütenden Uferschnepfen vor kleinen Nesträubern wie zum Beispiel dem Igel geschützt. Spannend war dabei zunächst, dass das Gebiet in einer Militärzone liegt und wir dann am Eingang auch unsere Pässe abgeben mussten. Nach einer langen Fahrt über das verlassene Gelände voller Bunker und Schießstände sahen wir endlich zwei Gestalten am Horizont schreiten. Wir müssen zugeben, wir hatten ein klitzekleines bisschen Schiss, in irgendeine Übung hineingeraten zu sein… Aber nein, letztendlich waren es nur die zwei Mitarbeiter von Weidelandschaften e.V., denen wir zur Hand gehen sollten. Zunächst war der Zaunabbau ganz entspannt und ich konnte mir zwischendurch auch in Ruhe die schönen Orchideen auf der Wiese anschauen. Dann mussten wir die großen Zaunrollen zu den Autos schleppen und zack, setzte ein starker Regen ein. Eine Ewigkeit später waren wir fertig, erledigt und nass, da hörte der Regen auf und unser Kollege und Auftraggeber Olli tauchte endlich auf. Klasse Timing, Olli ;P

Dafür bekamen wir dann noch eine tolle Führung über das ans Wattenmeer angrenzende Gebiet und durften uns im nächsten Ort ein Eis gönnen. Nochmal Dankeschön für den kleinen Ausflug!

Mittwoch verbrachten wir den Tag in der Stiftung und begannen endlich, unseren Abschlussbericht zu schreiben, was mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Wenn ich einmal angefangen hab zu schreiben, kann ich nicht mehr aufhören.

Donnerstag waren wir dann eigentlich mit Christian Müller am Glasmoor verabredet. Sind wir also extra früh aufgebrochen und standen schließlich um 10 Uhr beim Punkt, den Christian uns geschickt hatte. Mitten im Stadtpark Norderstedt. Upsi. Die Leute haben schon lustig geguckt. Nach einer Irrfahrt zur JVA Glasmoor fanden wir endlich die Zufahrt zum Gebiet gegenüber vom Stadtpark. Als kleines i-Tüpfelchen stellte sich dann auch noch heraus, dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte und Christian frühestens um 12 da sein könnte. Also machten Telje und ich uns bei strömendem Regen in der sandigen Mondlandschaft alleine an die Arbeit. Diesmal ging es dem Schmalblättrigem Kreuzkraut an den Kragen, einem Verwandten des besagten JKK. Dabei handelt es sich um einen stark invasiven Neophyten, also Einwanderer, aus Südafrika, welcher hier heimische Pflanzen verdrängt. Die Kombination aus Sand und Starkregen war schon widerlich, dafür waren wir am Ende um 4 gefüllte Säcke und eine Begegnung mit kleinen Wildschweinen reicher.

Dafür gab es abends als Belohnung ein wunderschönes Flammkuchenessen mit unserer Betreuerin Karen und unserer Kollegin Ingrid.

Am selben Abend und folgenden Morgen hatte ich leider so starke Magen-Darm-Beschwerden, dass wir Freitag nicht ins Hartshoper Moor konnten, dafür freue ich mich schon auf die nächste moorlastige Woche, von der Euch Telje berichten wird. Wir machen uns jetzt mal auf durchs Königsmoor. Für mich das letzte Mal schon! Na ja, der Countdown läuft, gut 3 Wochen noch, dann neigt sich unser FÖJ dem Ende zu…

Macht´s gut,

Eure Alina

27. Kalenderwoche 2020 (29. Juni - 5. Juli)

Moinsen,

Der letzte Monat in unserem FÖJ ist diese Woche angebrochen und hat einen phänomenalen Start hingelegt.
Weil Alina am Montag nicht da war, wir aber ganz dringend mal wieder ins Moor mussten, bin ich mit Karen gefahren. Als Teil der Corona-Prophylaxe bilden wir derzeit feste Fahrgemeinschaften innerhalb der Stiftung. Alina und ich sind eine, deshalb durfte ich mit Karen keine neue bilden. Also sind wir nicht mit einem der Autos losgezuckelt, sondern stattdessen mit dem Motorrad gefahren.
Ich glaube, dass sich sowohl das Motorrad, als auch das Moor etwas darüber wunderten, dass sie zusammengebracht wurden. Allerdings schienen sie es beide hinzunehmen, jedenfalls kamen wir wieder heil an der Stiftung an. Und es macht wahnsinnig viel Spaß mit dem Motorrad durch die Gegend zu fahren.

Dienstag ging dann der ganz normale Bürowahnsinn wieder los, ich kopierte den ganzen Tag Daten von Ollis automatischen Pegeln in die dazugehörigen Excel-Tabellen und erledigte hier und da ein paar „Kannst-du-mal-Aufgaben“.
Zwischendurch nahm ich mir dann etwas Zeit, um ein paar Infos für unsere Nachfolgerinnen zusammen zu sammeln. Ich werde 2 Wochen länger bleiben, um sie einzuarbeiten und dachte am besten mache ich mir jetzt schon mal Gedanken darüber, ob ich dass auch schaffe.

Mittwoch stand dann ein Fotoshooting an. Ich verdrahtete und verseilte die letzten Brutflöße für die Seeschwalben, dass heißt ich schnitt zwei Drahtstücke zu und bohrte sie durch die Dämmplatte inklusive Reedmatte, aus denen Die Flöße bestehen. Dann wurden sie auf der Unterseite verknotet und mit einem Stück Litze verbunden. Diese Konstruktion garantiert später auf dem Wasser, dass die sie sich nicht aus dem Staub machen. Der Prozess wurde von Profifotograf Michael Held protokolliert. Jetzt haben die Seeschwalben 15 neue Brutflöße inklusive Badeleiter für ihre Küken.

Gestern ging es für Alina und mich wieder nach Stodthagen, wie schon mal in einem vorigen Blog erwähnt, wurden dort im Naturwald viele neue Wege gebahnt. Gerade über Ostern war der Wald förmlich überlaufen, dass ist per se kein Problem, wenn die Menschen auf den Wegen bleiben würden, wenn nicht, bedeutet es Dauerstress für alle Waldbewohner. Außerdem treibt sich seit einiger Zeit ein/e mysteriöse/r Säger*in und Brückenbauer*in herum. Die/der die neu entstandenen Wege durch Freischneiden, Brücken und Stege noch attraktiver für Besucher macht.
Um dem entgegen zu wirken, halfen wir Miriam und Jan dem Förster (so nenne ich ihn immer, weil ich seinen Nachnamen dauernd vergesse) die offiziellen Wanderwege mit Farbe zu kennzeichnen und die Brücken und „illegalen“ Wege wieder abzureißen und abzusperren.
Also zuckelten wir drei durch den Wald, jede auf ihrer eigenen Runde mit einem Topf Farbe und einem Pinsel bewaffnet. Die ersten 300 Meter gingen Alina und ich noch denselben Weg entlang. An der Kreuzung angekommen, an der ich nach links zum Bohlenweg abbiegen und sie geradeaus weitergehen sollte, wurden wir plötzlich von einem großen schwarzen Hund fast zu Tode erschreckt. Ich verteilte überall auf unserer Karte blaue Farbe und Alina pinselte vor Schreck ihre eigene Jacke an. Der Hund bellte und knurrte uns wild an. Ich habe wirklich keine Angst vor Hunden, aber in dem Moment dachte ich wirklich, er wird uns beide gleich beißen. Also nochmal ganz ohne Flachs: Leint eure Hunde im Naturwald an! Wenn wir schon fast tot umgefallen wären, was hätte dann ein Reh oder ein seltener Mittelspecht erst dazu gesagt.
Heute bekamen wir dann einige Anrufe in der Stiftung. Der Wald wäre zerstört worden! Überall wären die Bäume mit Farbe beschmiert und die Wege versperrt. Doch jetzt gibt es Entwarnung: die beiden kriminellen FÖJlerinnen, die für diese Schandtat verantwortlich sind, wurden auf frischer Tat ertappt.
Aber mal im Ernst, im Wald gibt es viele seltene und bedrohte Arten, die geschützt werden müssen. So leid es uns tut, müssen wir dafür nun mal ein paar Wege sperren, um ihnen einen Rückzugsort zu ermöglichen (weitere Informationen dazu findet ihr sonst hier: 
https://www.stiftungsland.de/newsdetail/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=689&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1f05d7d33d845bd7fa54db51593a6f92)

So Freunde*innen der Sonne, heute ist Freitag und ich mache gleich Feierabend. Deshalb endet der Blog jetzt hier. Nächste Woche werden wir ganz viel unterwegs sein und ich darf auf einer archäologischen Ausgrabung aushelfen, also bleibt gespannt.

Tschau Kakao Eure Telje

Das Große Moor in Dätgen
Hier werden Brutflöße renoviert.
Mikro-Frosch
Leider müssen wir Brücken wie diese entfernen, um der Natur eine Chance zu geben sich zu erholen
Auf frischer Tat ertappt: zwei Kriminelle in der Stiftung
An wen geht das Geld für den Preis eines Shirts wirklich? Schaut es euch mit einem *klick* genauer an!
Die textile Kette ~ Quelle und mehr Infos unter https://www.fairfashionguide.de/

26. Kalenderwoche 2020 (22. - 28. Juni)

Hallöchen,

hier ein (nachträgliche Anmerkung der Autorin: - doch nicht so- ) kleiner Beitrag zur 26. Kalenderwoche. Eigentlich wäre ich am Donnerstag zur Organisation der Bundesaktionstage nach Berlin gefahren, dementsprechend war ich Montag und Dienstag am meisten mit den ganzen Vorbereitungen beschäftigt. Mittwochmorgen überraschte mich dann ein trauriges Ereignis in meiner Familie, weshalb ich netterweise sogar zu Hause bleiben und mich sammeln und erholen durfte. Das hatte ich nach der Nachricht auch dringend nötig und außerdem hatte ich natürlich keinerlei  Sorgen, da Telje in der Zeit die FÖJ-Arbeit in der Stiftung wie immer rockte.

Dafür haben wir uns dann am Donnerstag einen schönen Tag im Kaltenhofer Moor gemacht. Nach den Kontrollen hatten wir auch noch genug Zeit, uns die Pegel in Schmoel anzuschauen. Nach den eher stressigen letzten Wochen war dieser gemütliche Außendienst für mich echt wunderschön. In unserer langen Mittagspause, während der Telje auf einer Wiese liegend die Sonne genoss und ich mich mal wieder mit Essen vollstopfte, schafften wir es dann auch noch, endlich mal wieder ins Wasser zu gehen. Auch wenn wir jetzt schon fast ein Jahr in Meeresnähe wohnen, ist es doch irgendwie immer noch etwas besonderes, wenn man dann mal Zeit hat und den weichen Sand und die schäumenden Wellen an den Füßen spüren darf.

Freitag hieß es dann: ab in den Baumarkt und die Brutflöße für Gudrun fertigreparieren! Diese sollen auf der Halbinsel Eiderstedt verschiedensten Vögeln einen geschützten Platz zum Brüten bieten.

Am Wochenende ging es für mich zwar nach Hause in NRW, nichtsdestotrotz verfolgte ich den BAT so gut es ging. Ich habe Euch ja schonmal erzählt, dass wir uns für die diesjährigen Bundesaktionstage von und für FÖJler das Motto „Kleider machen Leute… krank“ überlegt haben. Aber was heißt das und was hat das mit uns zu tun?

Im Durchschnitt besitzt jede erwachsene Person (18 – 69 Jahre) in Deutschland 95 Kleidungsstücke (ohne Unterwäsche und Socken). Das sind etwa 5,2 Milliarden Kleidungsstücke in Deutschland (Quelle: Greenpeace). Wir leben in einer Wegwerf- und Konsumgesellschaft, was verhehrende Auswirkungen auf unsere Umwelt, auf die Arbeitsbedingungen und unsere Beziehung zu Materiellem hat. Wie also verhält sich unser Leben zu dem einer*m Näher*in? Welches Statement setzen wir mit unserer Kleidung und unserem Lebensstil? Wie entsteht meine Kleidung? Wie kann ich mich für eine fairere Modebranche einsetzen?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen/Themen haben wir uns während der diesjährigen Bundesaktionstage beschäftigt. Dafür haben wir in monatelanger Arbeit spannende Vorträgen, coole Workshops und andere Aktionen rund um das Thema fair fashion und slow fashion organisiert. Ich bin immer noch traurig, dass ich mit meinem Orga-Team nicht in Berlin sein konnte und habe fast ein schlechtes Gewissen. Aber letztendlich ging es nicht anders und allein unsere aufregende Zusammenarbeit hat mich persönlich schon so viel weitergebracht. Was bleibt, ist außerdem die Freude auf ein mögliches Nachtreffen auf Wangerooge, um alle abschließenden Details zu klären.

Für mehr Eindrücke vom BAT findet ihr hier https://foej-aktiv.de/bat-2020/ einen richtig schönen Bericht.

Macht´s gut,

Eure Alina

25. Kalenderwoche 2020 (15. - 21. Juni)

Hallo da draußen,

In der letzten Woche hatten wir unser Abschlussseminar vom FÖJ. Normalerweise findet das auf Sylt statt, aber nicht dieses Jahr. Dieses Jahr reisten wir nur von unserem Bett zu unserem Schreibtisch und dann von der echten in die digitale Welt von Zoom. Strände sah ich nur, wenn einer der Konferenz-Teilnehmer einen virtuellen Hintergrund einstellte und baden tat ich nur im Planschbecken im Garten meiner Eltern, ein Relikt aus meiner Kindheit, dort schwamm ich in Melancholie mit toten Fliegen und tat mir selbst leid.

Doch es war nicht alles schlecht. Aufgrund der langen Zeit vor dem Bildschirm, bekam ich nach und nach viereckige Augen, was mir zum einen zu dem Spitznamen „Klotz-Auge“ verhalf und mich außerdem, bis zur Termination dieser Abnormität, zumindest zeitweise von der grauen Masse der rundäugig in die Welt Schauenden, abhob. Auch meine Konzentration nahm in gleichem Maße wie meine Intelligenz, exponentiell ab. Jeden Tag verlor ich eine weitere geliebte Kolonie an grauen Zellen, bis die letzte Bastion der Widerständischen am Freitag schließlich kapitulierte. Nun muss ich sagen, lebt es sich doch deutlich leichter mit geringerer Hirnrinden-Besetzung. Ich hinterfrage nicht, ich tue. Ich denke nicht, also bin ich nicht.

Hier endet der melodramatische Einstieg in den Blog. Ich musste mich sprachlich wohl etwas austoben, sorry dafür.
Tatsächlich war es gar nicht so schlecht. Natürlich waren wir alle sehr enttäuscht darüber, dass wir unser letztes Seminar nicht auf Sylt abhalten durften und ich bleibe auch dabei, dass es als Abschied nicht ausreicht und nicht annähernd an das erste Seminar (oder alle anderen echten Seminare) herankommt. Trotzdem war es den Umständen entsprechend gut.
Ich war eine der Vorbereiter*innen und hatte dementsprechend ordentlich zu tun. In der Woche vor unseren Workshops, für deren Themen, Umsetzung und Inhalt wir fast freie Hand hatten, war ich allerdings auch ganz schön überfordert. Ich schiebe immer alles auf und mache es dann auf den letzten Drücker, wobei ich ziemlich panisch werde. Erst als ich mit einem unserer Teamer telefoniert hatte und einen guten Plan hatte, lief es besser.

Zum Seminarstart am Montagmorgen gab es die erste technische Panne, es passten nur 51 Menschen in den Zoom-Raum, dass heißt über die Hälfte der ÖFDler*innen mussten draußen bleiben. Also wurde kurzerhand umorganisiert und wir trafen uns zunächst in unseren jeweiligen Farbgruppen (alle ÖFDler*innen wurden bei unserem ersten Seminar in Seminargruppen eingeteilt. Alina und ich sind beispielsweise in der lila Gruppe). Nach diesem etwas holprigen Start konnten die kommenden Workshops nur besser werden. Diese fanden von Dienstag bis Donnerstag statt.

Ich war an drei Workshops beteiligt. Wir referierten über Rechtsextremismus im Umweltschutz, erklärten die Grundprinzipien der permakulturellen Landwirtschaft und kochten gemeinsam Knoblauchrauken- Pesto (sehr zu empfehlen übrigens). Donnerstagmittag hatten wir hohen Besuch: Der Umweltminister von Schleswig-Holstein gab uns ein digitales Interview via Zoom. Diesmal klappte es auch mit der Technik, so konnten alle anwesend sein.
Am Freitag bekamen wir sogar Post vom Koppelsberg mit einem persönlichen Brief und Schokolade für die Vorbereiter*innen. Einige Workshops stellten ihre Ergebnisse vor, so zum Beispiel der Musikworkshop, der aus verschiedenen Tonspuren ein Lied zusammengepuzzelt hatte. Auch ein Gruppenfoto gab es, ebenfalls zusammengepuzzelt aus vielen kleinen Einzelbildern.
Der Abschied war sehr komisch, wir trafen uns wieder in den Farbgruppen und spielten noch ein paar Spiele. Für mich fühlt es sich aber nicht an, wie das Ende. Ich habe immer noch nicht realisiert, dass ich die meisten nicht mehr wiedersehen werde.
Letztlich lag ich nicht wirklich melancholisch im Planschbecken. Zumindest nicht buchstäblich.
Deprimiert bin ich trotzdem etwas.

Hui, das ist mal ein düsterer Blog. Ich hoffe ihr lest ihn trotzdem gerne.
Tschau Kakao

Eure Telje

In unserem Permakultur-Workshop zeigten wir die Permakultur-Blume
und planten und entwarfen eine Kräuterschnecke
Im Koch- Workshop kochten wir ein Menü

23. - 24. Kalenderwoche 2020 (01. - 14. Juni)

Hallöchen ihr Lieben,

ich bin`s wieder! Falls ihr euch wundert, warum ich keinen Eintrag zur 21. Kalenderwoche geschrieben habe… das hat natürlich alles seinen Grund, keine Sorge. Telje und ich waren in der Woche quasi zeitversetzt aufgrund von Urlaub, Seminarvorbereitung etc. nicht da und haben ansonsten hauptsächlich die „Standardaufgaben“ in der Stiftung erledigt, die euch bestimmt nur langweilen würden. Deshalb haben wir uns entschieden, dass wir nach Teljes wunderbarem Bieneneintrag (scrollt mal runter!) einfach mit einem Eintrag von Telje zur 22. KW weitermachen :D

Unsere erste Juniwoche startete recht entspannt mit dem Pfingstmontag als freien Tag. Dafür buddelten wir am Mittwoch bereits wieder unter Höchstleistungen in der Geltinger Birk den Neophyten Rosa Rugosa aus, den viele von euch vielleicht aus dem Garten kennen, der auf Salzwiesen beispielsweise aber nichts zu suchen hat und gefährdete Arten verdrängt. Wir hatten bereits vor ein paar Monaten in den gleichen Gebieten dort Pflanzen entfernt und das zahlte sich jetzt richtig aus: die Pflänzchen, die wir jetzt rauszogen, waren meist recht klein und nur vereinzelt zu sehen. Trotzdem zog sich die Aktion über mehrere Stunden und auf den Wiesen machte sich mein Heuschnupfen doch stark bemerkbar. Ganz schön unpraktisch, wenn bei einem als Möchtegern-Naturschützer*in Gräser Juckreiz auslösen ;D

Ein kleiner Lichtblick war dafür aber unsere lustige Truppe (unser Kollege Michael hatte unter anderem seine Tochter und ihren Austauschpartner mitgebracht) und die witzigen Pflanzen die wir fanden. Darunter zum Beispiel Meerkohl, eine Art wilder Salat und andere essbare Sachen, deren Namen ich mir offensichtlich nicht behalten konnte.

Zum Ende der Woche begannen wir unsere Pegelmessungen im Königsmoor und setzten sie zum Ende der nächsten Woche fort. Diese Splitting-Technik hat den einfachen Grund (Tipp an unsere Nachfolger*innen, bitte merken), dass die ganze Tour Königsmoor + Hartshoper Moor sauanstrengend und manchmal in der verfügbaren Zeit nicht zu schaffen ist. Dann lieber aufteilen als gar nicht machen (ja, auch das haben wir schon geschafft).

In der nächsten Woche bin ich ansonsten noch mit meinem Freund an Nord- und Ostsee unterwegs gewesen, um neue Schilder für die Zeltplätze vom Wilden SH aufzuhängen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön, gut, dass Du Dich mit Akkuschraubern besser auskennst als ich :D

Außerdem habe ich in der letzten Zeit viel für den BAT gearbeitet. Die Bundesaktionstage der FÖJler unter dem Motto „Kleider machen Leute… krank“ finden vom 26.-28. Juni auf Zoom statt und es lohnt sich auch noch, spontan vorbeizuschauen. Informationen zur Teilnahme findet ihr auch hier https://bat.foej.net/. Eigentlich wäre ich auch mit meinem liebsten Orga-Team für euch in Berlin vor Ort, leider werde ich aber aufgrund eines unglücklichen Ereignisses in meiner Familie nach Hause fahren müssen. Ich freu mich trotzdem, euch dort vielleicht zu sehen!

Macht´s gut,

Eure Alina

22. Kalenderwoche 2020 (25. - 31. Mai)

Moin moin Zusammen,

Diese Woche gibt es endlich mal wieder einen stinknormalen Wochenbericht, wenn auch etwas verspätet.
Am Montag bin ich ganz spontan mit Hauke zum Naturwald Stodthagen gefahren, dort haben wir uns mit Miriam getroffen und sind alle zusammen durch den Wald gelaufen. In Stodthagen gab es wegen der Corona-Beschränkungen einen solchen Besucheransturm, dass viele inoffizielle Wege übermäßig stark genutzt wurden. Dadurch werden leider viele Tiere gestört, die keinen Rückzugsort mehr in einem derart überlaufenen Wald finden. Miriam und Hauke wollten sich also mal ein Bild von der Situation machen und überlegen, wie man den Waldbewohnern eine Ruhepause verschaffen könnte. Auf unserem Spaziergang begegneten uns dann einige Stellen, an denen irgendwer an Bäumen und Sträuchern herumgesägt hatte, wahrscheinlich handelte es sich dabei um den berühmt-berüchtigten Säger aus dem Kaltenhofer Moor, Der/die schon früher durch geheime Säge-Attentate aufgefallen ist. Auch eine gigantische Steinschlange kreuzte unseren Weg. Hunderte hübsch und sehr kreativ bemalte Steine, lagen aufgereiht am Wegesrand, eigentlich eine schöne Idee, nur eine Bitte hätten wir: Bitte verwendet für solche Aktionen keine Acrylfarbe, oder Plastikdekoration. Das Mikroplastik in der Farbe hat im Wald nichts zu suchen!

Am Dienstag waren Alina und ich dann wieder vereint in der Stiftung am Werk. Wir restaurierten Brutflöße für Seeschwalben. Dass heißt wir entfernten altes zerfallenes Reed und Vogeldreck von, aus Dämmplatten ausgeschnittenen, Flößen und beklebten sie mit frischem Reed, als Aufstiegshilfe für die Küken. Jetzt wo die Flöße so schön renoviert sind, können sie glatt für das doppelte vermietet werden, aber ich glaube eine Mietsteigerung wird nicht helfen, bisher haben die Vögel auch nie für ihre Unterkunft gezahlt.

Am Mittwoch waren wir dann wieder unterwegs. In Kasseedorf wurden Schlüsselblumen gepflanzt und wir sollten bei der Einzäunung helfen. Alina fuhr also mit dem Auto vor und ich fuhr mit dem Zug bis Eutin und von da aus mit dem Fahrrad. Die Fläche bei den Kasseedorfer Teichen war dann wunderschön. Eine gigantische Fläche, randvoll mit verschiedensten Wildblumen, Insekten und Weißdorn. Und Kühen. Sehr sehr neugierigen Kühen.
Außerdem fanden wir einige widerspenstige Lupinen, die wir, zumindest kurz, versuchten auszugraben, dann aber aufgaben, weil der Boden knochentrocken und steinhart war und sich die Lupinen weigerten ihr Erdreich zu verlassen.

Am Donnerstag hatten wir dann wieder einen relativ entspannten Stiftungstag, erst Freitag kamen wir wieder ins Gelände. Wir fuhren zusammen mit Christian Dolnik nach Stodthagen und pflanzten zu viert 770 kleine Schlüsselblumen aus. Das Wetter war mal wieder wunderschön und die Arbeit machte mir total Spaß. Es hat etwas fast meditatives Löcher zu hacken, die Pflanzen dort einzusetzen und anschließend festzudrücken. Danach mussten die Pflänzchen aber auch noch gewässert werden, da wurde es doch nochmal richtig anstrengend. Wir schleppten das Wasser in Gießkannen aus den, in der Fläche eingelassenen, Teiche zu den Blumen. Ein ganz schönes Stück, wenn man dabei 20 Liter Wasser mitschleppt. Über unseren Einsatz erschien sogar ein Artikel in den Kieler Nachrichten (hier geht es zum Artikel: https://www.kn-online.de/Lokales/Eckernfoerde/Stodthagen-bei-Felm-Wiesenschluesselblumen-bringen-Vielfalt-zurueck )

Das war es dann auch schon wieder für die Woche. Bald ist unser Online-Seminar.
Bis bald Eure Telje

Honigbienen
Fliege oder Biene?
Wespe oder Biene?
Stofftier oder Biene?
Eine Maskenbiene beim Pollen-Einkauf in der Coronazeit

Außerplanmäßiger Bienen-Blog

Moinsen Zusammen,

Weil es so schön war kommt diese Woche wieder ein kleiner biologischer Input von mir. Von Alina wird es wieder einen schönen Wochenbericht geben, also bleibt gespannt.
Diesmal habe ich mir das Thema Bienen vorgenommen, die haben nämlich in den letzten Jahren immer mehr an Beachtung und Wertschätzung gewonnen und das zu Recht! Auch die Stiftung hilft diesen kleinen fliegenden Honigmäulern wo sie nur kann, beispielsweise durch das Anlegen von Blühwiesen (mehr Infos gibt es hier:
https://www.stiftungsland.de/was-wir-tun/vielfaltschuetzer/insekten-retten-jetzt/

Fangen wir mal ganz bei Null an: Wie sehen Bienen überhaupt aus?
Das ist tatsächlich eine richtig schwierige Frage. Klar, wir alle kennen die Honigbiene, die mit ihrem kleinen flauschigen Beinen, ihrem gelbem Pelz und ihrem, ziemlich schmerzhaften Stachel, in unseren Gärten herumtrudelt.

Aber seht euch einmal die Fotos zwei bis vier auf der linken Seite ganz genau an, welches zeigt eine Biene?Überraschenderweise, zeigen alle drei Bienen, selbst die Hummel gehört zu der Familie der Wildbienen. Da auch ich die erste Biene für eine Fliege, die zweite für eine Wespe und die dritte für ein Stofftier gehalten habe, ist es wohl dringend an der Zeit zu lernen, wie man Bienen von anderen Insekten unterscheiden kann.

Alle Bienenarten haben ein dreigliedriges Exoskelett. Was heißt das? – Exoskelett meint, Bienen und alle anderen Insekten auch, haben nicht wie wir ihre Knochen innen, sondern eine starre Außen- (exo eben) Hülle, die ihren Körper in Form hält.Ihre Körper bestehen aus Kopf, Brustkorb und Unterleib (das erkennt man meistens ziemlich gut). Ihre Größe und Farbe ist aber stark unterschiedlich, es gibt 4mm große Bienen, die kaum größer sind als ein Stecknadelkopf, aber auch 4cm Monster, die den Himmel verdunkeln, wenn sie über dich hinweg brausen (kleine Übertreibung am Rande). Theoretisch können alle weiblichen Bienen stechen, dass heißt sie haben alle einen Stachel, nur ist dieser bei manchen zu klein um wirklich Schaden anzurichten. Außerdem haben viele Bienen sehr pelzig-flauschige Beinchen, um  mehr Pollen sammeln zu können. Trotzdem kann es bei der Unterscheidung von Schwebfliege, Wespe und Biene schwierig werden, aber auch da gibt es ein paar ganz prägnante Anhaltspunkte.
So haben Schwebfliegen nur 2 Flügel, Bienen hingegen 4 und obwohl Wespen und Bienen sehr eng miteinander verwandt sind, sind Wespen völlig haarlos, gelber als ihre kleinen flauschigen Schwestern und auch um einiges stacheliger (trotzdem haben auch Wespen ihr Gutes, zum einen als natürlicher Schädlingsbekämpfer und zum anderen als Blütenbestäuber).
Zuletzt muss man Wildbienen auch noch von Honigbienen abgrenzen, denn Honigbienen sind eigentlich nichts anderes als Haustiere, so wie es Haus- und Wildschweinarten gibt. Deshalb müssen wir uns um die Honigbiene auch nicht sorgen, sie ist nicht vom Aussterben bedroht, wie viele der etwa 300 Wildbienenarten hier im Norden. Einer der rund 3000 Imker in Schleswig-Holstein hegt und pflegt sie und ihre Schwestern liebevoll in ihrem Bienenstock. Ihre wilden Verwandten führen sowieso fast alle lieber ein Singledasein als sogenannte Solitär-Bienen. Die  Unterscheidung von Wild- und Honigbienen ist allerdings schon etwas schwieriger, ein „eindeutiges“ Merkmal von Honigbienen ist ihre typische Flügeladerung, aber Mensch erkennt sie auch an ihrer Form und Farbe, sie ist auch die häufigste Bienenart in unseren Städten und Gärten. Also falls euch in eurem Stadtgarten eine Biene über den Weg läuft, die summt wie eine Honigbiene und aussieht wie eine Honigbiene, dann ist es wahrscheinlich auch eine Honigbiene und ihr müsst sie nicht erst nach ihrer besonderen Flügeladerung fragen.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Fun Facts anfügen, die mir bei der Recherche aufgefallen sind.
1. Alle weiblichen Bienen sind potenzielle Königinnen bei ihrer Geburt. Ihre Ernährung im Larvenstadium entscheidet dann über den Adelsstand. Dass hat was mit Epigenetik und DNA-Methylierung zu tun, aber das zu erklären ginge jetzt zu weit.
2. Das Futter, das über Königin oder nicht-Königin entscheidet wird Gelée Royale genannt. Dieses Zeug hat viele Kohlenhydrate, Proteine und Fette und wird zunächst an alle Bienenlarven verfüttert. Nach den ersten drei Larvenstadien steht es aber nur noch der Bienen-Monarchin zu.
3. Jedes Jahr im August werden die männlichen Bienen (Drohnen) abgedrängt, sie verhungern, erfrieren oder werden von Vögeln gefressen. Mensch könnte das als radikalen Feminismus bezeichnen, Drohnen sind nämlich ziemlich faul, sie helfen nicht bei der Vorratssuche sondern lassen sich von den Arbeiterbienen durchfüttern. Im Winter würden so die Vorräte knapp werden, also werden die männlichen Bienen umgebracht, um das Überleben des Bienenvolks zu gewährleisten.

Das war es dann auch wieder für diese Woche.
Tschau Kakao
Eure Telje

20. Kalenderwoche 2020 (11. - 17. Mai)

Moin ihr Lieben,

ich bin´s schon wieder. Die letzte Woche startete etwas unglücklich für mich, ich musste nämlich geplagt von Unterleibskrämpfen den Montag zu Hause im Bett verbringen. Zum Glück ging es mir ein paar Schmerztabletten später am Dienstag schon wieder besser, sodass es wieder auf große Tour gehen konnte!

Diesmal ging es mit Lubi, einem meiner Lieblingsmitbewohner, ins Dosenmoor bei Neumünster. Schlau wie wir sind hatten wir uns allerdings mal wieder einen Tag mit schönstem Wetter ausgesucht… es war mit knapp 7 Grad maximal kalt, mindestens einmal in der Stunde hagelte oder regnete es. Dafür schafften wir es aber zum ersten Mal seit dem Winter, den das Dosenmoor umgebenden Weg zu befahren ohne im Matsch stecken zu bleiben!

Letztendlich gefiel uns die düstere Stimmung im Moor dann auch doch sehr und wir ließen uns wirklich Zeit, das Moor noch einmal neu zu entdecken. Irgendwie erscheint es auch an so tristen Tagen jedes Mal komplett anders und aufregend und zugleich weit, auf den ersten Blick unscheinbar und unfassbar leer. Besonders unsere musikalische Kuchenpause bei strömendem Regen im Auto war eine echte Entschädigung für die –später in Muskelkater resultierende- anstrengende Tour.

So staunten wir also über Meere von Wollgras und anderen blühenden Pflanzen, die wir nicht benennen konnten.  Ab und zu musste ich mich auch Lubis zahlreichen Fragen zum Dosenmoor stellen. Falls ihr euch vorstellen könnt, was einen Physik-des-Erdsystems-Studenten so an Mooren interessiert, könnt ihr euch bestimmt auch vorstellen, dass ich gefühlt nur einen Bruchteil seiner Fragen beantworten konnte.

Schlussendlich probierten wir zudem auch noch eine neue „Abkürzung“ aus, um schneller zum Auto zu kommen, was summa summarum bedeutete, dass wir knapp 2 Stunden länger unterwegs waren, als wenn ich die gleiche Tour mit Telje mache. Was soll´s, war auch mal schön und wir hatten ja Zeit. Telje war währenddessen auch fleißig und kontrollierte Zeltplätze in der Umgebung der Stiftung.

Nach der Tour konnten wir den kleinen Fiat zum Glück mit nach Hause nehmen, denn am nächsten Morgen fuhr ich direkt nach Hamburg, um dort von einer Studentin ein Krötenaufzuchtset abzuholen.

Liebe Grüße aus der Stiftung und habt eine sonnige Maiwoche,

Eure Alina

19. Kalenderwoche 2020 (04. - 10. Mai)

Hallo ihr Lieben,

diese Woche haben Telje und ich uns was ganz besonderes für euch überlegt, es gibt nämlich gleich zwei Blogeinträge! Vielleicht habt ihr Teljes Eintrag schon gelesen, wenn nicht, scrollt doch mal runter. Telje erklärt euch ausführlich und interessant, wie Moore eigentlich CO2 speichern und somit praktisch die Hintergründe zu meinem Blogeintrag vor wenigen Wochen, wie und warum die Stiftung Moore vernässt.

Natürlich möchten wir euch meine Erlebnisse in der Stiftung und die dazugehörigen hübschen Fotos aber nicht vorenthalten, deshalb hier noch ein kleiner Eintrag von mir.

Wie ihr ja schon wisst, ist die Organisation der Moortouren gerade etwas kompliziert, weil Telje und ich aufgrund der durchaus sinnvollen Coronamaßnahmen nicht mehr in einem Auto fahren dürfen, gleichzeitig aber auch nicht alleine ins Moor können. Da man aber Personen aus dem eigenen Haushalt mitnehmen darf, habe ich mich dazu entschieden,  am Dienstag meinen Freund ins Kaltenhofer Moor mitzunehmen. Besonders fasziniert hat mich dort - neben den heftig fallenden Wasserständen - das Wollgras, welches gerade mutig seine flauschigen Köpfe in den Wind reckt. Und um auf die Frage eines anderen Mitbewohners von mir zurückzukommen: nein, das ist nicht ähnlich wie Baumwolle :D Wollgras ist, wie der Name schon sagt, ein Grasgewächs, während Baumwollpflanzen zu den strauchartigen Malvengewächsen gehören.

Danach ging es für uns mal wieder ins Vogelschutzgebiet Schmoel an der Ostsee, wo wir am Meer eine lange Pause mit Croissants verbrachten. Auf dem Weg zur Zeltplatzkontrolle bei Lütjenburg staunten wir nicht schlecht, als wir durch Meere von sonnengelben Rapsfeldern fuhren. Natürlich handelt es sich dabei um Monokulturen… schön anzusehen sind sie trotzdem.

Besonders ans Herz legen möchte ich euch die Zeltplätze des Projekts „Wildes Schleswig Holstein“. Hier (->https://www.wildes-sh.de/ ) findet ihr weitere Infos und Übersichten zu zahlreichen Schlafplätzen, die euch in ganz Schleswig Holstein kostenlos zur Verfügung stehen.  Das besondere daran ist, dass ihr inmitten der Natur übernachten könnt, was sonst eigentlich legal kaum möglich ist. Natürlich gibt es auch beim Zelten wegen Corona  aktuell vieles zu beachten, wenn ihr allerdings die in Schleswig Holstein gültigen Regeln beachtet, sollte einer Übernachtung an einem lauschigen Plätzchen unter Sternenhimmel nichts im Wege stehen. Das ist gerade in diesen Zeiten eine wunderschöne Möglichkeit, fast schon in Form eines Kurzurlaubes eine kleine Auszeit zu nehmen und auch mal die Natur in der eigenen Umgebung zu entdecken. Einige dieser Zeltplätze zu testen steht definitiv auch noch auf meiner To-Do Liste für diesen Sommer!

Den Rest der Woche verbrachte ich mit mittlerweile typischen Aufgaben in der Stiftung. Autos in die Waschstraße fahren, Autos von der Werkstatt abholen… richtig Freude hatte ich allerdings daran, einige Pflöcke für Gudrun neonpink anzusprühen, was vielleicht daran liegt, dass ich eine kleine Schwäche für Sprühfarbe habe (Grüße gehen raus an Mama und Oma, die regelmäßig schimpfen mussten :D). Aber was soll man machen… hübsche pinke Farbe so flink aufzutragen ist einfach wahnsinnig befriedigend und unterhaltsam ;)

Genießt das Wetter und all die kleinen bunten Frühlingsbotschafter aka Blumen, die gerade gefühlt an jeder Ecke das Licht der Welt erblicken,

Eure Alina

19. Kalenderwoche 2020 (4. - 10. Mai)

Moin moin Zusammen,

Ich hoffe sehr, dass es euch allen noch gut geht.
In dieser Woche war ich mal wieder bei meinen Eltern in NRW. Zunächst wollte ich nur bis Montag bleiben und Dienstag wieder nach Hause fahren, aber dann gefiel es mir doch so gut in Essen, dass ich noch drei Tage angehängt habe. Deswegen wird dieser Blog aufgeteilt zwischen Alina und mir, die in dieser Woche im Gegensatz zu mir ordentlich geackert hat.
Da mein Arbeitsbericht also ausfällt, habe ich mir überlegt über eine Frage zu schreiben, die mich sehr interessiert: Wie speichern Moore CO2? Ganz verstanden hatte ich es auch noch nicht, deshalb hoffe ich, dass wir gemeinsam etwas lernen können aus diesem Eintrag.

Wie ihr inzwischen alle wissen solltet sind Moore, nebst einzigartigen Ökosystemen und Gummistiefeltiefelfressern, auch höchstwirksame Kohlenstoffsenken. Sie nehmen  im Jahr zwischen 150 und 250 Millionen Tonnen (!) CO2 aus der Atmosphäre auf. Damit bilden sie die größten Kohlenstoffspeicher weltweit, allein in Deutschland geht man davon aus, dass Moore genauso viel CO2 speichern wie Wälder, obwohl sie nur etwa  4 Prozent der Fläche ausmachen (Wälder bedecken fast 30 Prozent der deutschen Fläche).
Aber wie funktioniert das? Wie speichern Moore Kohlenstoff.
Um das zu erklären, müssen wir eine der absoluten Basics der Biologie (noch) einmal betrachten: Die Fotosynthese. Dessen Formel, die ich im Bio-Unterricht bestimmt 500 Mal gehört und genauso häufig wieder vergessen habe, gibt Aufschluss darüber, wo der Kohlenstoff im Moor bleibt.
Torfmoose, wie fast alle Pflanzen, betreiben Fotosynthese, dabei passiert Folgendes:
6CO2 + 6H2O + Energie 
wird zu 6O2 + C6H12O6        Kommt das einigen noch bekannt vor? Vereinfacht:

Kohlenstoffdioxid und Wasser wird mithilfe von Energie (in diesem Fall Licht) in Sauerstoff und Glukose umgewandelt. Die Pflanze nimmt also Kohlenstoff auf und verbaut ihn wenn sie wächst. Wenn Pflanzen sterben, wird ihre Biomasse normalerweise von sogenannten Destruenten abgebaut, also Bakterien, Insekten und Pilzen. Dabei wird Kohlenstoffdioxid wieder freigesetzt. Dafür brauchen diese Tiere aber Sauerstoff, der Mangelware im Moor ist.
In natürlichen Mooren wächst die Torfmoos-Pflanze praktisch unbegrenzt oben weiter. Die untere basis stirbt unter Luftabschluss im Wasser ab. Aus dem sich unvollständig zersetzenden Gewebe entsteht dann der Torf. Ein intaktes Moor wächst pro Jahr etwa 1mm in die Höhe. Moore in Schleswig-Holstein, die durchaus Mächtigkeit von 8 Metern haben können, sind also 8000 Jahre alt. Nur ein geringer Teil des Pflanzenmaterials wird unter anaeroben (sauerstoffarmen) Bedingungen zersetzt, dabei wird zwar Methan freigesetzt, das auch klimaschädlich ist, aber gleichzeitig bleibt das meiste Pflanzenmaterial erhalten und es kommt damit zur Festlegung von Kohlenstoff.  Insgesamt ist  die Klimabilanz, trotz des Methans, positiv.

Schwierig wird es also erst, wenn Moore entwässert werden, in dem Fall gelangen die Torfmoose, die vorher im sauerstofflosen Raum vor sich hinmoosten, wieder an die Luft und beginnen sich zu mineralisieren. In dem Fall wird nicht mehr nur Kohlenstoffdioxid, sondern auch Lachgas (NO2) freigesetzt. Lachgas ist sogar noch um einiges klimaschädlicher als CO2 (etwa 300-mal so schädlich).
Durch diesen Prozess werden Moore Kohlenstofffängern zu… Kohlenstofffreisetzern. Entwässerte Moore sind in Deutschland für 2,5 – 5 Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Man könnte jetzt argumentieren, dass viele der trockengelegten Moorflächen zum Maisanbau, für die Energiegewinnung, verwendet werden. Leider gleicht sich der Effekt des so produzierten Stroms aber nicht aus, die Klimabilanz bleibt negativ.

In Schleswig-Holstein liegen rund 10 % der Moorböden Deutschlands. Sie bedecken etwa 145.000 ha (9,2 % der Landesfläche). Und deshalb, liebe Leute, ist die Arbeit der Stiftung so wichtig für uns alle. Hier wird darum gekämpft Moore zu vernässen und die weitere Zerstörung von Moorflächen aufzuhalten. Moorschutz ist nicht nur Naturschutz, sondern auch Klimaschutz.
Falls ihr persönlich jetzt noch etwas dazu beitragen wollt, könnt ihr die Stiftung bei ihrer Arbeit unterstützen indem ihr MoorFutures kauft (den Link dazu findet ihr hier:) https://www.moorfutures.de/

Soviel erstmal von mir, es folgt ein Bericht von Alina.
Alles Liebe und Bleibt gesund
Telje

ein Lattenpegel im Königsmoor
vernässte Fläche im Kaltenhofer Moor
Torfmoose im Königsmoor

18. Kalenderwoche 2020 (27. April - 3. Mai)

Moin moin aus dem echten Norden :D

Diese Woche hielt nach der „Coronapause“ sowohl  für Telje, als auch für mich endlich mal wieder neue und große Herausforderungen bereit.

In der letzten Woche hatte ich mit Janis bereits Vorbereitungen für das Aufhängen von Infotafeln in verschiedenen Gebieten getroffen. Diese sollen Besuchern der Stiftungsgebiete Auskunft über die im Rahmen von SemiAquaticLife dort umgesetzten Amphibien-Projekte geben und diesen Montag verteilt und montiert werden. Janis fuhr dabei Gebiete im Süden SHs an, Telje mit dem Rad eine Amphibien-Station hier ganz in der Nähe und ich durfte die Nordtour übernehmen.

So machte ich mich also für letzte Besorgungen schon früh am Morgen mit dem Hyundai (meinem Lieblingswagen <3) auf den Weg zum Baumarkt und fuhr dann zum Vogelschutzgebiet Oehe-Schleimünde in der Nähe der Lotseninsel nördlich von Kappeln.

Dort monierte ich mit der Hilfe des dortigen FÖJlers Erik und natürlich unter dem nötigen Sicherheitsabstand das erste Schild mit dem Akkuschrauber (ob man es glaubt oder nicht, man hatte mir Tollpatsch doch tatsächlich schweres Gerät anvertraut).

Nach einer kleinen gemeinsamen Kuchenpause ging es für mich noch weiter zur Geltinger Birk, der Halbinsel Holnis, zum Jardelunder Moor, Schafflunder Mühlenstrom und Winderatter See.

Diese Tour war für mich wirklich etwas besonderes. Zum einen bin ich natürlich das allererste Mal in meinem Leben selbst über 350 km mit dem Auto gefahren, zum anderen durfte ich für mich komplett neue Stiftungsgebiete auf eigene Faust entdecken. Und es ist doch immer ein schönes Gefühl, zu merken, dass mittlerweile so viel Vertrauen da ist, dass dir die Kollegen auch mal größere Aufgaben übertragen. Deshalb bin ich mir sicher: diese Tour wird garantiert unter meinen Lieblingsaußendiensten des gesamten Jahres sein.

Am Dienstag ging es dann für Telje und mich auch schon ins Große Moor bei Dätgen, was vor allem für Telje eine gewisse Herausforderung darstellte. Natürlich arbeiten wir im Moment trotz Corona wieder recht normal (Naturschutz schläft nicht!), doch auch für uns gibt es einige Einschränkungen und Maßnahmen zur Prävention, die es zu beachten gilt. So dürfen wir beispielsweise nicht mehr zu zweit in Autos fahren, sodass Telje ohne Führerschein wohl oder übel für diese Tour knapp 50 km mit dem Rad fuhr. Für mich als eher faule Radfahrerin ziemlich beeindruckend.

Im Moor selbst war deutlich der Frühling zu spüren. Zurzeit sprießen die Blätter als gäbe es kein Morgen, das Wollgras blüht und die noch vor wenigen Wochen so hohen Wasserstände fallen rapide.  

Die zwei restlichen Tage bis zum 1. Mai vertrieben wir uns allerdings ganz klassisch mit allerlei Aufgaben in der Stiftung.

Machts gut und bleibt gesund,

Eure Alina

PS: EINMAL spenden - DOPPELT helfen! Die LBS verdoppelt jede Spende, die ab 30.April 10 Uhr auf der Spendenplattform betterplace für unser Projekt "Blütenbunte Zukunft für Schleswig Holstein" eingeht. Doch schnell sein ist angesagt - die Aktion ist auf 12.000 € begrenzt und wir sind nicht die einzigen im Rennen … Hier spenden und doppelt helfen.

17. Kalenderwoche 2020 (20. - 26. April)

Moin moin Zusammen,

Wir melden uns endlich zurück aus der Versenkung. Seit Montag dürfen Alina und ich wieder zur Stiftung kommen und es gibt auch schon wieder einiges zu tun.
Begonnen haben wir die Woche mit einer gründlichen Autowäsche, die war auch dringend nötig. Eine Zeit lang war der Yeti „Silber“ eher der Yeti „matsch- und dreckbraun“ und man hätte für den Polo eine Wechsel-Hose einpacken müssen, wenn man sich auf den Fahrersitz setzen wollte. Da die Waschanlage zurzeit keine Innenreinigung anbietet musste ich selbst zum Putzlappen greifen und habe bei der Gelegenheit auch die Handschuhfächer entmüllt. Es ist doch ganz erstaunlich was man dabei so alles findet, von Münzen aus verschiedenen Ländern und Jahrhunderten über ein ganzes Sortiment an Federn bis hin zur echten Bourbon Vanilleschote.
Anschließend haben wir auch noch die Autokisten auf ihre Vollständigkeit überprüft.  Nebst  Beil, Klappsäge, Kabelbinder und Klappspaten fehlt nur noch  das Panzertape um jede*n Polizist*in stutzig zu machen, der/die die Wagen mal kontrollieren sollte. Aber die Stiftung kann nun wirklich nichts dafür, dass sich die Ausstattung eines guten Naturschützers oder einer guten Naturschützerin und die eines erfolgreichen Auftragskillers oder einer guten Auftragskillerin so sehr ähneln. Jetzt blitzen die Autos endlich wieder von innen und von außen und alle Klappsägen, Klappspaten, Beile, Absperrbänder und Forstsprays sind da wo sie hingehören.

Und wo wir schon mal bei Kriminalität sind; Als ich Dienstag früh ins Büro kam waren alle schon in heller Aufregung, denn in der Nacht war eingebrochen worden. Karen konnte mich gerade noch stoppen, bevor ich einmal alle Türgriffe antatschte und klärte mich darüber auf was passiert war. Die Verandatür war aufgebrochen worden, aber es fehlte wohl nicht allzu viel. Die Polizei war schon da und machte Fotos und wir frotzelten etwas herum; Kleinkriminelle haben es in ihrem Metier gerade auch nicht leicht, nirgends können sie ungestört einsteigen, denn alle arbeiten von zu Hause aus und keiner kann in den Urlaub fahren.
Nachdem wieder etwas Ruhe eingekehrt war, machten wir uns wieder an die Arbeit. Alina fuhr das nächste Auto in die Waschstraße und ich shoppte online nach Rollcontainern für unsere Gebiets-Flyer.

Am Mittwoch kehrte auch der Yeti endlich zu seiner ursprünglichen Farbe zurück und darf nun auch wieder „silber“ genannt werden. Wir sortierten unter gelegentlichem Genieße , aufgrund ausgewachsener Wollmäuse, die verstaubten Gebiets-Flyer im Altbau nach Kreisen. Außerdem fanden wir eine Zwischenlösung für die Moortouren. Alina und ich dürfen nicht zusammen Auto fahren und weil ich noch keinen Führerschein habe, können wir auch nicht hintereinander herfahren. Die Pegelmessungen sind aber sehr wichtig, gerade jetzt, wo es so trocken ist, deshalb haben wir für das Dosenmoor und Dätgen eine Lösung gefunden. Alina fährt mit dem Auto und ich mit dem Fahrrad. Eigentlich freue ich mich sogar richtig darüber, ich fahre nämlich sehr gerne Fahrrad und bei dem jetzigen Wetter wird das eine richtig schöne Tour werden. Die ersten Fahrten sind auch schon für nächste Woche geplant, dann erfahrt ihr, ob ich das auch wirklich durchgehalten habe.

Donnerstag bin ich im Home Office geblieben, nach drei Arbeitstagen war das auch wirklich dringend nötig (natürlich nur ein Scherz). Ich habe unsere Website nach Rechtschreibfehlern und fehlendem gendern durchforstet und Masken genäht. Alles auf unserem kleinen Balkon in der WG, ein Süd-Balkon, wo die Temperaturen jetzt schon auf bis zu 25 Grad ansteigen. So konnte ich endlich meine kurzen Hosen auspacken.

Heute ist auch schon wieder Freitag. In der Stiftung wurden wir von frischgeschlüpften Gänse-Küken begrüßt. Die eiern hier gerade wie kleine flauschige Bälle über den Stiftungsparkplatz. Immer schön den Eltern hinterher. Dabei kommt die ganze Bande nicht allzu schnell voran. Alle paar Meter plumpst ein Küken einfach hin und braucht ein Weilchen, um sich auszuruhen, dann steht es wieder, leicht schwankend, auf und nimmt den nächsten Meter in Angriff. Die ganze Prozession ist wirklich außerordentlich putzig.
Leider musste ich aber auch feststellen, dass die gekauften Rollcontainer ein wenig zu klein für die Flyer sind, eigentlich hatte ich mir für heute vorgenommen, endlich alles aufzuräumen, jetzt muss ich leider bis Montag warten.

Darauf könnt ihr euch dann nächste Woche freuen! Dann geht es auch wieder ins Moor.
Bis dahin, bleibt Gesund!
Eure Telje

2. Corona-Blog: Moorvernässungen

Hey Ihr Lieben,

wie ihr bestimmt schon in Teljes letztem Blog gelesen habt, sind wir FÖJler zurzeit in „Coronapause“, sprich dürfen - um die Gesundheit aller zu schützen - nicht in der Stiftung arbeiten. Dafür haben wir hier jetzt ganz viel Zeit, um uns mal anderen Themen zu widmen, die uns (und hoffentlich auch euch) ziemlich interessieren.

Heute möchte ich euch über einen Aspekt der Stiftungsarbeit schreiben, der mir persönlich mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist: die Moorvernässungen. Seit 2011 hat die Stiftung mehr als 1750 ha Moorgebiete renaturiert. Das geschieht, indem zum Teil landwirtschaftlich oder zum Torfabbau genutzte, ehemalige Moorflächen wiedervernässt werden.

Oft werden zunächst Drainagen entfernt, die in weiten Teilen der Landwirtschaft den Boden durchziehen und „überschüssiges“ Wasser ableiten. Bei einigen Baustellen, die wir bereits besucht haben, hat es mich schon sehr überrascht, wie viele Rohre da eigentlich unseren Boden durchziehen. Man steht auf einer saftig grünen, sonnenbeschienenen Wiese oder Weide, der Bagger öffnet leicht den Boden und schon kommen unzählige Rohre in unterschiedlichen Schichten zum Vorschein. In dem Ausmaß war mir das vor der Arbeit in der Stiftung gar nicht bewusst.

Um das Wasser auch auf der Fläche halten zu können, schließt man nicht selten auch große Entwässerungsgräben und schüttet Dämme auf. In Folge steigen die Wasserstände. Bis sich die für Moore einzigartige Flora und Fauna aber deutlich regeneriert, kann es einige Jahre dauern.

Wozu nun das ganze?

Moore speichern auf kleinerer Menge mehr Kohlenstoff, als alle Bäume der Welt. Vor intensivem Torfabbau und Landwirtschaft war ein großer Teil Schleswig Holsteins von Mooren bedeckt. Mit dem Trockenlegen wurden und werden große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Dieser Vorgang kann nur durch die Wiedervernässung gestoppt werden.

Telje und ich sind – wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt – besonders oft für Pegelmessungen in 5 jeweils sehr unterschiedlichen Moorgebieten unterwegs. Dabei messen wir die über das Jahr teils sehr schwankenden Wasserpegel im Boden mithilfe von in den Torf eingelassenen Rohren und einem Lichtlot zum Messen.

Ich bin schon sehr gespannt wann wir wieder ins Moor fahren dürfen, denn obwohl die Touren manchmal sehr kräftezehrend sind, fehlen sie mir natürlich.

Bleibt gesund und munter,

Eure Alina

1. Corona-Blog

Moin Moin Zusammen,

Letzte Woche ist einiges passiert und es hat sich einiges verändert.
Als wir Montag zur Arbeit gekommen sind, konnten wir noch nicht ahnen, dass dies ein rekordmäßig kurzer Arbeitstag werden würde. Ich hatte mein Frühstück noch nicht aufgegessen, da kam schon Nicola zu uns und hat uns freigestellt bis zum 19. April.

Aufgrund der derzeitigen „viralen“ Situation sollen nur diejenigen Mitarbeiter in der Stiftung bleiben, die für das reibungslose Ablaufen des Betriebs absolut unverzichtbar sind. Natürlich ist unsere Arbeit nicht unwichtig, aber die Moore und die Garage werden auch einige Wochen ohne uns überleben.
Jetzt sind wir also schon etwas über eine Woche im Home Office und versuchen die Zeit totzuschlagen, möglichst ohne soziale Kontakte.

Um trotzdem etwas zu tun, haben Alina und ich uns überlegt den FÖJ-Blog jetzt zweimal die Woche herauszubringen, das hat in unserer ersten Woche leider noch nicht so gut funktioniert (ich bekenne mich schuldig), weil mir nicht besonders viel eingefallen ist worüber ich schreiben kann. Es passiert gerade auch wirklich nicht so viel in meinem direkten Umfeld, was ja auch gut so ist. Ich könnte jetzt natürlich etwas über meinen Alltag zu Hause schreiben, aber das ist nun wirklich eher unspannend.
Ich möchte auch nur ungern über Corona schreiben, das Thema ist in allen Medien omnipräsent und ich möchte mich nicht in die Berichterstattung oder Panikmache einschalten, das bringt nichts, zumal ich auch wirklich keine relevante Information beitragen kann. Deswegen dachte ich, ich berichte mal etwas über meine Wohnungssuche in Kiel letztes Jahr, um unseren Nachfolgern etwas zu helfen.

Meine Wohnungssuche gestaltete sich erst etwas schwierig, ich hatte mich auf der Website wg-gesucht.de umgesehen (das kann ich sehr empfehlen: www.wg-gesucht.de/). Ich hatte zu der Zeit nicht die Möglichkeit mich persönlich bei den WGs, die mich eingeladen hatten, vorzustellen, was schon ein Nachteil sein kann. Wir haben dann geskyped, aber die Verbindung war häufig schlecht und  es ist am Ende immer besser sich mal einmal persönlich gesehen zu haben. Darum ist mein erster Tipp; wenn es irgendwie möglich ist, sollte Mensch möglichst versuchen zur Zimmersuche nach Kiel zu kommen und dann einige Besichtigungstermine zusammenzulegen.
Zudem solltet ihr euch möglichst früh, also sobald ihr die Zusage bekommen habt, auf die Suche machen. Kiel ist eine Studentenstadt, das heißt, dass zum Semesterbeginn, sehr viele Menschen nach einem WG-Zimmer suchen werden, denen könnt ihr zuvorkommen, wenn ihr euch frühzeitig darum kümmert. Lasst euch aber auch nicht von Absagen entmutigen, viele WGs haben sehr viele Bewerber, eine Absage ist nicht persönlich gemeint. Am Ende werdet ihr etwas finden.
Ich habe anfangs zur Zwischenmiete für zwei Monate am Blücherplatz gewohnt und konnte dann von da aus weitere WGs besuchen. Und falls Mensch absolut nichts finden sollte, hilft die Stiftung auch immer gerne weiter, niemand muss auf der Straße schlafen!
Letztlich sollte mensch natürlich nicht zu wählerisch sein, aber trotzdem würde ich sagen, dass meine Lieblings-Wohngegend Südfriedhof ist. Dort gibt es viele kleine Kneipen und Bars und mensch ist innerhalb von 15 Minuten mit de Fahrrad im Zentrum. Auch in Brunswik ist es sehr schön, gerade die Gegend um den Blücherplatz kann ich sehr empfehlen und Düsternbrook ist natürlich auch schön, aber auch teuer.

So damit würde ich diesen ersten „Quarantäne“-Blog beenden. Als letzten Appell möchte auch ich in den Chor der Ratschläge und Stimmen des gesunden Menschenverstandes einsteigen und schreiben: Hände waschen! Keine Corona-Partys! Mindestens 1,50 m Abstand halten! Und sofort aufhören zu hamstern! Lasst uns alle mal etwas solidarisch sein, niemenschen ist damit geholfen, wenn die Menschen, auf die wir gerade am meisten angewiesen sind (Krankenpfleger, Ärzte, etc.) nichts mehr zu Essen kaufen können, weil Horden panischer Leute ihnen zuvor alle Nudeln weggekauft haben. Die Lebensmittelversorgung ist nicht bedroht, wir bekommen genug Klopapier! Keine Panik!


Bleibt gesund und bleibt zu Hause.
Liebe Grüße Telje

 

 

Blogspecial: 10. Kalenderwoche 2020 und 2. Bundesdelegiertenkonferenz in Hachenburg (6. - 8. März)

Moini ihr Lieben,

diese Arbeitswoche fiel doch erstaunlich kurz für uns aus… Montag fuhren wir ins Große Moor bei Dätgen, Dienstag schafften wir das Königsmoor (aufgrund eines Moorlochs) nur zur Hälfte.

Am Wochenende sollte es für mich nämlich zur zweiten Bundesdelegiertenkonferenz im Westerwald gehen. Da habe ich die Chance natürlich genutzt, meiner Familie, die ganz in der Nähe wohnt, vorher einen kleinen Besuch abzustatten.

Freitagmittag war es dann soweit: nach einer kurzen Ankunftsphase waren wir alle schon wieder schnell in richtiger Konferenzstimmung und der Austausch zwischen den Ländern und Arbeitskreisen konnte weitergeführt werden.

Dieses Wochenende stand vor allem die Arbeit in den AKs im Fokus, da gerade zu dieser Zeit viele Entscheidungen anstehen und Aktionen für das angebrochene Jahr geplant werden müssen. Für mich hieß das vor allem, den Bundesaktionstag Ende Mai in Berlin weiter mitplanen zu dürfen. Dabei hat mich mal wieder erstaunt, wie einfach es doch ist, mit den richtigen Leuten gleichzeitig Spaß zu haben, und produktiv sein zu können. Seinen Abschluss fand der Freitag dann in einer kleinen PARTYcipation, die vor allem aus gewissen alkoholischen Getränken und politisch-philosophischen Gesprächen bestand.

Auch Samstag waren wir dann noch komplett im „workflow“ und hatten einen entspannten Arbeitstag, bis wir dann abends erfuhren, dass wir aufgrund unglücklicher Zwischenfälle und Konflikte neue Entscheidungen treffen mussten, was unsere Bundessprecher angeht. Uns war von vorneherein klar, dass sich die Entscheidungsfindung und Wahl bis in den frühen Morgen ziehen würde, sodass wir uns die kleinen Pausen mit Massagekreisen und Pizzabestellungen nachts um 3 versüßten. Schließlich fielen wir um 5 Uhr morgens todmüde ins Bett. Den Fortschritt, den wir damit erreicht hatten und eine neue gemeisterte Herausforderung war es aber allemal wert.

Sonntag mussten wir dann unglücklicherweise schon wieder um 7 aufstehen, um unsere Zimmer zu räumen und unser Morgenprogramm zu durchlaufen. Ging nicht anders, Plenum ist schließlich wichtig für die Revolution ;)

Nach ausführlichen Abschiedsumarmungen machten wir uns dann nach dem Mittagessen wieder auf den Weg Richtung Norden, der sich schließlich aufgrund von Problemen der Bahn (wer hätte das gedacht) als 11-stündige Zugfahrt rausstellte, yay!

Ich freue mich allerdings schon sehr auf die weitere Arbeit im Arbeitskreis und werde euch bestimmt auf dem Laufenden halten. Zurzeit organisieren wir ein bombastisches Programm für alle interessierten FrÖJnde, sind aber auch ein wenig besorgt, welche Auswirkungen die ganze Corona-Thematik auf unser Vorhaben haben wird.

In diesem Sinne, passt auf euch auf und bleibt gesund!

Liebste Grüße,

Alina

 

9. Kalenderwoche 2020 (24. Februar - 1. März)

Moinsen Liebe Leserinnen und Leser,

In der letzten Woche ist wieder einiges passiert, deswegen konnte ich Alina doch noch einmal überreden mich an den Blog zu lassen.

Montag blieben wir im Büro und erledigten einige Aufgaben, die über die letzte Woche so angefallen sind, damit startete die Woche also ruhig. Das war auch ganz gut so, denn Dienstag sollte dafür sehr ungemütlich werden.
Wir wurden am nächsten Morgen von Olli in der Stadt abgeholt. Wir, dass heißt Grit, Bea, Alina und Ich, sollten Olli helfen die äußerst unbeliebte Kartoffelrose aus dem Naturschutzgebiet Oehe-Schleimünde zu verbannen. Ein Bagger sollte mithilfe einer Siebschaufel die Rosen ausbuddeln und wir würden dann alle Wurzeln, die der Baggerschaufel entgangen sind, einsammeln. So die Theorie.
Als wir in Oehe ankamen hatten wir erneut Horizontal-Hagel, regelrecht rechtwinkligen Regen und wahrhaft wehrhaften Wind (alles für die Alliteration :-)). Dem Wetter trotzend wickelten wir uns in alle Kleidungsstücke, die wir mitgebracht hatten und stapften los.
Zunächst konnten wir dem Bagger nur zusehen, bis er so viel Platz freigeschaufelt hatte, dass es auch ein paar Wurzeln zum aussortieren gab. Dann durchforsteten wir den Sand, wie ein paar merkwürdig gekleidete Schatzsucher auf der Suche nach Gold. Olli schenkte uns allen eine Rose, zumindest behauptet ER das, eigentlich bekamen wir alle ein Stück Rhizom und wenn wir Pech hatten waren sogar noch ein paar Dornen dran. Nach ein paar Stunden verschanzten wir uns zum Mittagessen im Auto. Grit hatte einen super leckeren Bananenkuchen mitgebracht, der uns deutlich aufmunterte. Nachdem wir uns noch ein paar zusätzliche Schichten übergestülpt hatten ging es weiter. Olli drückte Alina und Grit Heckenscheren in die Hand mit denen sie den Weg freischneiden sollten, das taten sie dann auch auf eine sehr entspannte Art und Weise (siehe Foto).
Hin und wieder wurde der (regelrecht rechtwinklige) Regen von ein paar tapferen Sonnenstrahlen unterbrochen und wir wurden mit einem wunderschönen Regenbogen belohnt. Der tröstete uns auch darüber hinweg, dass wir uns auf dem Rückweg erneut festfuhren (dafür können Alina und ich diesmal aber wirklich nichts!). Der Bagger kam und zog uns heraus und dann bekamen wir alle einen Kaffee/Kakao/Waffel.

Mittwoch wurde ich dann ganz spontan von Michael eingeladen nach Amrum mitzukommen, da sage ich natürlich nicht nein. Wir fuhren schon um zwanzig nach sieben Richtung Dagebüll, nahmen von da die Fähre und kamen um 11 auf Amrum an.
Im direkten Vergleich zu Fehmarn ist Amrum der klare Sieger. Das Wetter war wunderschön: strahlender Sonnenschein und blauer Bimmel (oke jetzt ist echt Schluss mit den Alliterationen), und die Dünenlandschaft erweckte Urlaubs-Feeling in mir. Ich wanderte gemeinsam mit Michael und Lotte, vom Naturzentrum auf Amrum, durch die feuchten Dünen und guckte nach Krötengewässern, die von Kriechweide befreit wurden. Mittags fuhren wir nach Norddorf und aßen etwas in einem schönen kleinen Café. Danach besuchten wir noch ein paar weitere Dünen, beziehungsweise Teiche und verpassten beinahe die Fähre zurück ans Festland. Das wäre aber auch nicht soo schlimm gewesen ;)
An dem Tag war ich erst um halb zehn zu Hause und völlig fertig, aber es hatte sich echt gelohnt. Wenn alle Arbeitstage so wären bräuchte ich gar keinen Urlaub mehr.

Der Rest der Woche verlief dann doch eher unspektakulär. Deshalb beende ich den Blog auch hier. Nächste Woche ist dann wieder Alina an der Reihe (diesmal wirklich).

Tschau
Eure Telje

7. Kalenderwoche 2020 (17. - 23. Februar)

Moin moin,

Diese Woche habe ich mir den Blog mal wieder unter den Nagel gerissen. Nach zwei Wochen wollte ich jetzt auch mal wieder etwas schreiben (auch wenn Alina das zugegebenermaßen viel besser kann), besonders, weil doch eine ganze Menge los war.

Es fing Montag schon gut an: Alina und ich machten uns nach dem Jour Fixe auf den Weg nach Stodthagen, ins Kaltenhofer Moor. Dort war es richtig nass, wie es sich für ein Moor gehört. Wir entdeckten diese Woche einige Alternativ-Routen zu unseren üblichen Wegen und umgangen so im Matsch zu versinken, oder unsere Gummistiefel zu verlieren.
Im Anschluss fuhren wir nach Schmoel und ließen uns dort etwas durchpusten, während wir die Lattenpegel ablasen.

Am Dienstag war ich dann mal wieder mit Philipp bei einem Pressetermin in Kattendorf. Auch der NDR kam und filmte einen Beitrag für das SH-Magazin (interessiert? Dann folgt diesem Link: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_1800/Schleswig-Holstein-1800,shmag70278.html). Danach fuhren wir noch zu einigen weiteren Flächen und machten, unter anderem, einen Spaziergang zu allen Teiche auf einem besonders großen Ökokonto.

Mittwoch früh bekamen wir ein neues Projekt, also falls wir demnächst auffällig viel über die Arbeit an einem Brutfloßmodell berichten, dann wisst ihr hiermit Bescheid. Wir bauen ein Brutfloß-Modell.
Danach mussten wir auch schon wieder ins Dosenmoor losdüsen. Um diese Woche mal nicht von irgendwem gerettet werden zu müssen, hatten wir uns auch hier einige Wege herausgesucht, die trocken aussahen. Durch unseren bisherigen Erfahrungen mit Schlamm und Autos vorsichtig geworden, hielten wir trotzdem schon sehr früh und parkten den Fiat an Stellen, an denen er nicht so leicht stecken bleiben würde. Dadurch mussten wir zwar etwas weiter laufen, aber wir versanken zumindest nicht mit dem Wagen im Matsch. Sondern diesmal halt nur mit unseren Füßen.
Das Wetter machte es auch sehr spannend. Von Regen, Schnee, Sonnenschein, bis Horizontal-Hagel war alles dabei. Irgendwann spürte ich, dass meine Füße verdächtig nass waren und musste feststellen, dass ich den Fehler begangen hatte meine Regenhose in die Gummistiefel zu stecken. So floß das eiskalte Regenwasser fröhlich, in kleinen Sturzbächen, in meine Schuhe und sorgte dort für „landunter“.
Aber jetzt mal Schluss mit dem Gejammer; zwischendurch bahnte sich die Sonne nämlich auch mal den Weg durch die Wolken. Sie ist schon erstaunlich kräftig und verbreitete ein sehr frühlinghaftes Klima.

Donnerstag durfte ich dann noch ganz spontan mit Hauke nach Fehmarn fahren. Fehmarn ist platt und eher langweilig, trotzdem war ich sehr froh mitkommen zu dürfen. Ich habe mir das Ziel gesetzt einmal auf allen norddeutschen Inseln gewesen zu sein, so langsam komme ich dem näher.
Auf der Insel wurden die Kröten-Gewässer saniert, dass heißt sie wurden mithilfe einer gigantischen Pumpe trockengelegt und anschließend gemäht. Das sah schon sehr lustig aus, wie das Wasser einfach verschwand, als hätte wer den Stöpsel gezogen.

Am Freitag hatten Alina und ich uns Urlaub genommen, ich bin mal wieder nach Hause in den Ruhrpott gefahren, obwohl das wirklich nicht empfehlenswert ist. Kiel ist deutlich schöner als Essen (meiner Meinung nach).
Damit endet dieser Blog dann auch schon wieder, nächste Woche könnt ihr euch wieder auf einen Eintrag von Alina freuen.
Bis bald
Eure Telje

7. Kalenderwoche 2020 (10. - 16. Februar)

Hey ihr Lieben,

ich hoffe ihr habt diese Woche einigermaßen trocken überstanden! Wir nämlich nicht ;D War das ein verrücktes Wetter diese Woche… die Schneeglöckchen und Krokusse blühen schon, dafür wütete Anfang der Woche Sturm „Sabine“ im Stiftungsland und bescherte uns auch im Lauf der Woche noch sehr wechselhaftes Wetter. 

Deshalb musste unsere Tour am Montag ins Kaltenhofer Moor und nach Schmoel leider ausfallen, es war schlicht und einfach zu gefährlich.

Dafür fuhren wir am Dienstag für unsere Pegelmessungen ins Große Moor nach Dätgen. Sobald wir unsere Tour begonnen hatten, fing es an zu stürmen, schneien und zu gewittern. Da brachten auch unsere guten Regen- und Winterjacken nichts. Wir bissen also die Zähne zusammen und brachten die Runde schnell zu Ende. Auch dass wir uns wieder einmal am Ufer eines Baches festfuhren, konnte uns nichts anhaben, schließlich sind wir was das angeht mittlerweile ein super Team. Gegen Ende haben wir noch eine wirklich ungewöhnliche Entdeckung gemacht: eine ziemlich teure Drohne, die wohl während der stürmischen Tage über dem Moor abgestürzt ist und nun hoffentlich bald wieder zurück zu seinem Besitzer kommt.

Für den Mittwoch hatte uns Philipp von der Ausgleichsagentur eingeladen, ihn zu einem Pressetermin an der Baustelle des Ökokontos bei Waabs zu begleiten. Das als Weidelandschaft genutzte, nur knapp über einem Hektar große Gebiet soll renaturiert und der natürliche Wasserlauf weitestgehend wiederhergestellt werden. Dazu wurden zu diesem Zeitpunkt vor allem die Drainagen im Boden ausfindig gemacht und entfernt, damit sie das Wasser nicht mehr so dermaßen schnell aus dem Boden wegleiten.

Nach einem kleinen Überblick über die aktuelle Lage trafen auch schon zwei Journalisten von zwei größeren Tageszeitungen der Region ein, um Philipp zu dem Projekt einige Fragen zu stellen. Es wurde wirklich noch ein interessantes Gespräch, passend dazu wurden mit dem Bagger rechtzeitig Drainagen gefunden und die Sonne kam endlich raus. Von Karen hatten wir den Auftrag bekommen, für die Öffentlichkeitsarbeit Fotos von dem ganzen Spektakel zu machen.

Danach ging es noch gemeinsam in ein wunderschönes Waldstück, das mich stark an meine Heimat erinnerte und schon vor ein paar Jahren renaturiert worden war.

Unglücklicherweise schafften wir es auch bei unserem letzten Stopp am Bültsee, uns festzufahren. Glück im Unglück: der super freundliche Förster konnte uns schon nach etwa 2 Stunden rausziehen und hatte sogar seinen Hund dabei (wieso haben unsere Retter bitteschön immer so süße Hunde!?).

Donnerstag und Freitag (also heute) wollten wir eigentlich ins Königs-, Dosen-, und Hartshoper Moor. Da Telje aber leider krank ist, verbringe ich meine Zeit damit, Erde für die Aussaat von Tomaten zu suchen, die Garage aufzuräumen und verrückte Aufgaben zu erledigen, wie beispielsweise mit dem Service geschätzt 250 Brötchen zu schmieren.

Ich wünsche euch ein erholsames Wochenende,

Eure Alina

6. Kalenderwoche 2020 (3. - 9. Februar)

Hallo ihr Lieben,

diese Woche war nach der aufregenden Seminarwoche für Telje und mich doch recht entspannt. Wir hatten beide einiges an Urlaub genommen und konnten uns an den anderen Tagen natürlich umso intensiver der Arbeit in der Stiftung widmen.

Am Dienstag beispielsweise bekamen wir von Margrit die Aufgabe, die Nistkästen zu säubern, damit im nahenden Frühling direkt neue Brutpaare einziehen können und ein sauberes, trockenes Zuhause vorfinden. Erstaunlich wie schön die Nester des letzten Jahres waren! Unsere einfallsreichen Stiftungsvögel hatten zum Nestbau alle möglichen Materialien verwendet, darunter Moos, Hundehaare und die Rinde unseres Mammutbaumes. Außerdem vermuten wir, dass sich in einem der Nistkästen doch tatsächlich Eichhörnchen einen Kobel gebaut haben.

Donnerstag ging es zunächst ins LLUR (Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume), um eine Flyerbestellung abzuholen, die ich vor ein paar Wochen getätigt hatte.

Dann fuhren wir bestens ausgerüstet und motiviert ins Dosenmoor, bereit, eine neue Bestzeit für die große Tour aufzustellen. Zunächst verlief alles nach Plan, bis wir von den stabilen Straßen und Wegen auf eine wirkliche Matschpiste abbogen und sich bei mir ein ungutes Gefühl einschlich. Schon letztes Mal waren wir hier drei Mal stecken geblieben und Telje hatte schieben müssen.

Wir passierten also mit ein wenig Gas die gefährlichen Stellen, versuchten das trotz Allrad ständig schlitternde Auto auf Spur zu halten und zack, rutschten wir seitlich ab ins matschige Ufer der Dosenbek. Wir steckten so tief, dass wir noch nicht mal mehr selbst versuchten, uns zu befreien, sondern direkt in der Stiftung anriefen.

Christian kam uns zum Glück mit einem Kofferraum voller Werkzeuge zur Hilfe. Doch auch Bretter, Spanngurte, Motorsägen, Spaten und ausdauerndes Schieben brachten nichts. Wir bewegten uns zwar sogar ein paar Schritte, rutschten letztendlich aber doch nur weiter in Richtung des Baches.

Es blieb uns schließlich nichts anderes übrig, als uns an den Pächter des Gebiets zu wenden. Der zog unser Auto dann mit dem Traktor samt süßem Hund in Windeseile aus dem Matsch und erlöste uns von der fast vierstündigen Tortur in Eiseskälte. Ein großes Dankeschön, auch an unsere zuverlässigen Retter aus der Stiftung! Schlussendlich bleibt mir nur, zu sagen, dass wir auch durch dieses Abenteuer einiges gelernt haben, Spaß hatten und ein FÖJ ohne Festfahren doch kein wirkliches FÖJ in der Stiftung sein kann ;)

(Tatsächlich brauchten wir danach erstmal Eis und Schokolade von der Tanke als Nervennahrung, aber pssssssssst! Wollen ja nicht den Anschein erwecken, als könnte tollkühne FÖJler irgendetwas verschrecken…)

In der Stiftung wartete allerdings noch genug Arbeit auf uns… die Winterwanderung am Sonntag bei Stodthagen sollte vorbereitet werden und so luden wir noch bis in die Abendstunden einen Pavillon und ausreichend Flyer ins Auto. Was ein Wahnsinnstag!

Auf eine ruhigere nächste Woche,

Eure Alina

3.-5. Kalenderwoche 2020 (15. Januar - 2. Februar)

Moin Moin,

Jetzt haben wir uns schon wieder drei Wochen lang nicht gemeldet und deshalb fasse ich die vergangene Zeit einfach in diesem Blog zusammen.
In der dritten Januarwoche war ich fast jeden Tag unterwegs. Am Dienstag machte ich mich um halb drei mit Hauke auf den Weg nach Flemhude. Tags darauf begleitete ich Heike und Gerrit nach Ostholstein zu einigen Ökokonten.
Am Donnerstag war ich dann wieder mit Hauke unterwegs. Wir trafen uns mit einer Frau, die ein wunderschönes Grundstück in Högsdorf besitzt, dort ließen wir einige Samen fallen und spazierten dabei über ihr Gelände. An dem Wochenende fuhren Alina und ich zur „Wir haben es satt“-Demo nach Berlin. Der BUND organisierte einen Bus, Verpflegung und eine Unterkunft in einer Steglitzer Schule. Ich persönlich war vor dem FÖJ noch nicht auf so vielen Demonstrationen und schon gar nicht auf einer so schönen, wie am 18. In Berlin. Die BUND-Jugend hatte einen Lautsprecherwagen dabei, auf dem quasi ein Motivator stand, der rappte, tanzte und Demosprüche grölte und hin und wieder alle zu einem kurzen Sprint aufforderte. So eine Stimmung hatte ich vorher bisher nur auf einer anderen Demo erlebt.

Die nächste Arbeitswoche war eher kurz. Am Montag war ich wieder mit Michael in Sprenge um den Fortschritt der Baustelle dort zu sehen. Für die nächsten Tage war einiges geplant; Dienstag sollten wir die Nistkästen in unserem Garten säubern, am Mittwoch waren wir eingeladen mit Henrike und Philipp nach Damsdorf zu einer Kiesgrube zu fahren und sowohl Donnerstag, als auch Freitag standen wieder Moortouren an. Leider musste das alles ausfallen, denn ich wurde von der Grippe angefallen. Immerhin war es nicht das Corona Virus.

Letzte Woche waren Alina und ich in Büchen bei unserem dritten FÖJ-Seminar. Das Thema war nachhaltiger Konsum. Wir hatten einen Tag über Sport und gesunde Ernährung, einen über Veganismus, einen über Nachhaltigkeit beim Einkauf und einen kürzeren Teil, bei dem wir uns alle einen neuen Staat ausdenken konnten. Wir hatten wieder eine tolle Woche, ich empfinde unsere Seminare immer wie Urlaub, wir fahren an schöne Orte an denen man die Sterne sieht (so lange es gerade mal nicht regnet), spielen Spiele, sind zusammen mit vielen coolen Leuten und lernen auch hin und wieder etwas. Diesmal haben wir sogar Wachstücher gemacht, die wir anschließend mitnehmen konnten.
Ich freue mich auch schon auf das nächste Seminar, da segeln wir.

Damit beende ich diese etwas knappe Zusammenfassung auch wieder, hoffentlich wird das Wetter demnächst besser, ich bin so langsam wirklich bereit für den Sommer. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal.
Eure Telje

2. Kalenderwoche 2020 (6. - 12. Januar)

Moin Moin

Ein Frohes Neues Jahr jetzt auch von mir. Ich hoffe ihr seid alle gut durch die Feiertage gekommen.
Alina und ich haben am Montag wieder in der Stiftung angefangen zu arbeiten. Wir haben es langsam angehen lassen mit einem schönen gemütlichen Büro-Tag, das war auch dringend nötig, denn mein Biorhythmus war noch auf Urlaub eingestellt, so war ich um 11 immer noch nicht so richtig wach.

Tags darauf brauchten wir aber schon wieder all unsere Kraft im Dosenmoor. Diesmal spielte auch das Wetter mit. Hin und wieder ließ sich sogar die Sonne blicken und mit 10 Grad war es geradezu warm. Nur auf den Wegen war es noch ordentlich nass, wir fuhren uns zweimal gründlich fest.
Im Dosenmoor werden zurzeit neue Dämme aufgeschüttet. Die Wege die die Maschinen dabei hinterließen konnten wir noch gut nutzen um möglichst stolperfrei von Pegel zu Pegel zu kommen. In einem gesunden Hochmoor bilden sich Bulte, wie kissenförmige Buckel, die das Gehen schwer machen. Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass ein Moor auch nicht unbedingt zum Spazierengehen gedacht ist, so achtet es natürlicherweise auch nicht auf seine eigene Begehbarkeit.

Am Mittwoch warteten dann 41 Vogel- und Fledermauskästen darauf beschriftet zu werden. Also machte ich mich an die Arbeit. Dabei musste ich ziemlich aufpassen nicht aus Versehen den Fledermauskasten universell mit dem Fledermauskasten mit doppelter Vorderwand zu verwechseln. Diesen Unterschied sah man nur, wenn man in den Eingang guckte, was ich nicht tat. Also verwechselte ich sie. Gründlich.
Etwa drei Stunden später waren alle Kästen beziffert und sahen einigermaßen fetzig aus. Die Nistkästen sind braun und schwarz und meine Farbe ist gelb, der Kontrast ist ziemlich gut. Finde ich. Ich hoffe bloß, dass die Fledermäuse das auch so sehen.

Heute, am Freitag, waren wir im Kaltenhofer Moor. Dort haben wir nur 5 Pegel, deswegen ist diese Tour immer sehr entspannt und schön. Die Landschaft in diesem Moor ist besonders schön, wie ich finde. Im Anschluss fahren wir normalerweise noch nach Schmoel, aber heute stand an der Straße zum Strand plötzlich ein Schild, das uns vor der heutigen Jagd und der deswegen bestehenden Lebensgefahr warnte. Wir beschlossen dann doch lieber umzukehren. Ich möchte lieber nicht mit einem Reh verwechselt werden.

Damit verabschiede ich mich ins Wochenende. Bis nächste Woche.
Telje

51. Kalenderwoche 2019 (16. - 22. Dezember)

Hallo ihr Lieben,

Frohes neues Jahr! Wir hoffen, ihr hattet ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest mit Familie und Freund*innnen.

Ich möchte euch gerne noch von unserer letzten Woche vor Weihnachten in der Stiftung berichten, da dies im üblichen Weihnachtsstress leider doch etwas kurz kam ;)

Nach dem typischen „Büromontag“ fuhren Telje und ich am Dienstag nach Wedel. Stolz dass wir den Hamburger Stadtverkehr überlebt hatten, trafen wir uns dort an der Wedeler Au mit Wim, der uns anleiten sollte, und Jorre, einem FÖJler den wir schon von diversen Seminaren und Sprechertreffen kannten. Erlenschneiden stand mal wieder auf dem Programm.

Ich hatte leider eine Verletzung am Arm und durfte mich nicht richtig sportlich betätigen, weshalb Telje eifrig ihre Fähigkeiten am Freischneider unter Beweis stellte. Währenddessen begab ich mich im Bachbett auf Otterspurensuche. Definitiv ein spannender Arbeitseinsatz mit entspannter Arbeitsatmosphäre!

Am nächsten Tag durften wir uns nochmal ein wenig beim Pegelmessen im Großen Moor in Dätgen verausgaben.

Das war´s auch schon mit diesem kurzen Blogeintrag und der ersten Hälfte unseres FÖJs. Am Donnerstag hieß es für uns nämlich: ab nach NRW, "driving home for Christmas"!

Habt einen guten Start ins neue Jahr!

Liebe Grüße,

Eure Alina

 

50. Kalenderwoche 2019 (9. - 15. Dezember)

Moin Moin Zusammen,

In der letzten Woche waren wir wieder sehr viel unterwegs. Schon am Montag fuhren wir nochmal zum Nacharbeiten ins Dosenmoor, dort warteten noch einige Pegel auf uns, die wir in unserer ersten Tour nicht mehr geschafft hatten. Vorübergehend war dann auch der Imbusschlüssel verschwunden, den haben wir aber inzwischen wiedergefunden 

Dienstag ging es auch ins Moor, diesmal waren die Pegel im Königsmoor an der Reihe. Das Wetter war wunderschön und die Luft ganz klar. So machte es uns gleich mehr Spaß durchs Moor zu waten. Gegen Mittag gab dann allerdings das GPS den Geist auf und wir hatten keine Ersatz-Batterien dabei, also erledigten wir noch die Punkte, die wir auch ohne fanden und fuhren dann zurück in die Stiftung. Dort angekommen räumten wir etwas in der Garage herum und erledigten noch ein paar kleinere Aufgaben.

Am nächsten Mittag war dann die Weihnachtsfeier. Es ging nach Laboe. Leider scheine ich absolut lernresistent zu sein. Wann immer wir nach draußen gehen fange ich an zu frieren. Ich friere sehr ungern, aber trotzdem vergesse ich jedes Mal wieder, mich warm genug anzuziehen. So schlotterte ich auch diesmal am Ende der, ansonsten sehr interessanten, Führung über die Dünenlandschaft.
Im Anschluss liefen wir zum Restaurant, in dem es ein großes Buffet mit Grünkohl, auch in vegetarischer Variante, und Curry gab. Nachdem wir alle wohlgenährt und zufrieden waren, zeigte Kathleen eine Präsentation mit wunderschönen (und sehr lustigen) Fotos der letzten 40 Jahre.
Außerdem konnte jeder der wollte beim Wichteln eigenen Schrott gegen neuen Schrott umtauschen, unter anderem wurden abgelaufene Osterhasen, Lichterketten und Kerzenhalter verschenkt (im Endeffekt bin ich ganz froh nicht teilgenommen zu haben).
Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend; alle durften raten wie lang eine Handtuchrolle aus unserem Bad ist. Der, der am nächsten dran wäre, bekäme ein weiteres Geschenk. Ich schätzte die Rolle auf 102 Meter und lag damit erstaunliche 70 Meter daneben. Was soll man sagen, knapp daneben ist auch vorbei.

Noch ganz erschöpft von diesem anstrengenden Abend, fuhren wir tags darauf schon wieder in ein Moor, diesmal verschlug es uns ins Hartshoper Moor. Das GPS hatte neue Batterien bekommen, dafür quäkte das Lichtlot nur noch schwächlich, wenn es nass wurde. Prinzipiell kann ich das sehr gut nachvollziehen, auch ich würde nur schwach quaken, wenn man mich in einer dunklen Röhre in eiskaltes Wasser tunken würde, aber das ist nun mal sein Job und den machte es nicht besonders gut.

Der krönende Abschluss dieser Woche war unser „Pflegefinish“ in der Krötenstation, das heißt wir kärcherten die letzten Algenreste und sonstige Ablagerungen aus weißen Bottichen. Auch am Freitag zeigte sich die Sonne, Gleichzeitig  waren es aber nur wenige Grad über null. Wäre es etwas kälter gewesen, wäre das Wasser aus dem Kärcher bestimmt gefroren und wir hätten es schneien lassen können. So war es bloß nass.
Andererseits macht es mir großen Spaß, diesen braungrünen Schleim mittels Wasser und viel Druck aus den Bottichen zu sprengen . Es ist seltsam meditativ zuzusehen, wie die Bottiche unter dem Wasserstrahl langsam wieder ihre ursprüngliche Farbe annehmen.

Zu guter aller Letzt gibt es aber auch noch eine traurige Nachricht: Lilly musste uns verlassen. Sie hat ihr siebenwöchiges Praktikum abgeschlossen und ist wieder nach Brandenburg,zu ihrem Studium zurückgekehrt. Ich werde sie echt vermissen.

Das war es jetzt aber wirklich. Eine schöne Woche euch allen.
Alles Liebe.
Eure Telje

49. Kalenderwoche 2019 (2. - 8. Dezember)

Liebe Leser*innen,

Die Weihnachtszeit hat begonnen, der letzte Monat eines ganzen Jahrzehnts ist angebrochen. Eine sehr turbulente Zeit also, in der Telje und ich eine schöne Woche in der Stiftung verbracht haben.

Montag brachen wir nach dem Jour Fix (der Dienstbesprechung) direkt ins Kaltenhofer Moor auf. Dabei begleitete uns diesmal Jana, unsere FÖJ-Vor-Vorgängerin. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß, kontrollierten aber natürlich auch die Wasserpegel. Unsere winterliche Tour bei strahlendem Sonnenschein setzten wir dann noch in Schmoel an der Ostsee fort.

Der Dienstag war dann (mal wieder) voll und ganz der Büroarbeit gewidmet. Eine erstaunliche Neuerung gibt es allerdings: unser Kollege Malte wird uns in Zukunft die Arbeit am Presseecho abnehmen, sodass wir unsere Zeit anderen Dingen widmen können. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön, das erleichtert uns die Koordination unserer Aufgaben doch sehr.

Mittwochmorgen ging es dann für uns bereits früh ins wunderschöne Dosenmoor, das uns auch bei Nebel und eisiger Kälte wie immer verzauberte. Außerdem waren wir doch ein bisschen überrascht, als wir die Runde mit etwa 20 000 Schritten und den Messungen im Gepäck bereits um 3 Uhr in neuer Rekordzeit abschlossen.

Am nächsten Tag blieb ich dann mit einigen, von meinem liebsten Organisationstalent Telje aufgelisteten Aufgaben in der Stiftung, um mich von den Strapazen eines Konzertes zu erholen. Währenddessen ging es für Telje mit unserer Praktikantin Lilly auf große Ökokontentour:

Am Donnerstag bin ich mit Lilly, der aktuellen Praktikantin, nach Nordfriesland gefahren. Dort haben wir 4 Ökokonten besucht. Wir machten Fotos von den Gewässern auf den Flächen und dokumentierten ihren Bewuchs und ihre Tiefe. Das ist nicht immer so einfach, wenn in einem Graben 60 cm Wasser stehen, aber die Gummistiefel nur 50 cm hoch sind. In solchen Fällen versuchten wir uns so weit wie möglich nach vorn zu lehnen um den Zollstock möglichst in die tiefste Stelle zu halten. Das sah vermutlich sehr albern aus, leider habe ich keine Fotos :D

Der Freitag wurde dann mit Michael und Lilly eine wahre Schlammschlacht, da wir top motiviert die Krötenstation säuberten. Dabei trotzten wir nicht nur strömendem Regen und einer Eiseskälte, nein auch dem zickigen Hochdruckreiniger sagten wir natürlich den Kampf an!

Liebe Grüße von Eurer

Alina

48. Kalenderwoche 2019 (25. November - 1. Dezember)

Moin Moin,

Heute melde ich mich mal wieder aus der Stiftung.
Die Woche ging schon sehr lehrreich los. In der Winterakademie wurde von Lennart Bendix ein Vortrag über Fliegen und Mücken gehalten. Er zeigte viele Fotos aus seinem eigenen Garten, diese hatte er ebenfalls selbst geschossen, was ich persönlich sehr beeindruckend finde, wenn man bedenkt, dass es sauschwer sein muss ein winziges Fliegenpaar beim Fliegen und gleichzeitig stattfindender Fortpflanzung  zu fotografieren.
Wir verließen den Vortrag (deutlich schlauer
) und widmeten uns unseren alltäglichen Aufgaben, dabei schwirrte mir die ganze Zeit der Spruch: „Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach“ im Kopf herum.

Am Dienstag sollte es den Erlen in Wedel ans Leder (oder sollte ich sagen an die Borke?) gehen, leider musste unsere Freischneide-Aktion ausfallen, deshalb begleitete ich ganz spontan Hauke und Michael. Die beiden fuhren zu Flächen, die womöglich gekauft werden sollen und sahen sie sich an. So langsam glaube ich einen Überblick über die verschiedenen Abteilungen in der Stiftung zu bekommen, wie sie vernetzt sind und wer was macht. Am Montag hatte ich mich noch der derzeitigen Praktikantin Lilly angeschlossen und hatte mal in die wöchentliche Agentenrunde reingehorcht. Dort wurde über eben die Flächen gesprochen, die wir dann am Dienstag besuchten. Man sieht, alles hängt zusammen.

Erst Mittwoch konnten wir endlich unsere lang angestaute Frustration über das Presseecho an ein paar unschuldigen Erlen und Weiden rauslassen. Paul nahm uns mit nach Langballig, wo wir zusammen mit den FöJlern der Integrierten Station der Geltinger Birk arbeiteten. Zunächst wurden die Bäume abgesägt und im Anschluss warfen wir sie in einen mobilen Häcksler. Es stellte sich heraus, dass sie gar nicht so unschuldig waren, sie wehrten sich heftig.  Ähnlich der Peitschenden Weide in Harry Potter, schlugen die Bäumchen aus, während sie im gefräßigen Maul der Maschine verschwanden. Ich bekam einige saftige Ohrfeigen von ein paar besonders widerborstigen Exemplaren verpasst, deswegen beobachtete ich doch immer mit einiger Genugtuung wie sie nach und nach ihrem Schicksal, dem Sägespäne-Dasein, erlagen.

Donnerstag war dann auch schon wieder unser letzter Arbeitstag, am Freitag waren wir freigestellt um zum Klimastreik gehen zu können. Ich fuhr mit Lilly in ein, mir noch völlig unbekanntes, Moor, das Offenbütteler Moor. Dort kartierten wir Birken, die gemeinerweise so dicht auf den Dämmen wachsen, dass man kaum durchkommt. Es nieselte so vor sich hin und wir wurden nach und nach immer nasser doch da waren wir dann auch schon wieder fast am Auto, wo uns Mandelhörnchen und heißer Tee erwarteten. Kurz vorm Ende trafen wir auch noch auf einige Erlen. Schon wieder.

Freitag wren wir beide nicht da. Alina demonstrierte in Kiel und ich in Dresden, deshalb endet der Blog auch schon wieder.

Eine schöne Woche wünscht euch Telje

 

 

47. Kalenderwoche 2019 (18. - 24. November)

Moin moin liebe Leser*innen,

ich bin´s schon wieder ;) nach meinem anstrengenden, aber aufregenden Wochenende in Wittenberg, ging es Montag natürlich direkt wieder mit der Arbeit in der Stiftung weiter.

Die ersten drei Tage waren vor allem unseren Standardaufgaben Presseecho und Blog gewidmet. Ich bin mir sicher, dass ihr davon mittlerweile wirklich schon genug gelesen habt, weshalb ich mit euch vor allem auf die beiden letzten Tage der Woche blicken möchte, die sich doch noch ziemlich spannend gestaltet haben!

Telje war außerdem am Mittwoch mit Christian Dolnik unterwegs. Ich konnte leider aufgrund eines Arzttermins nicht mit, Telje möchte euch aber noch ein wenig berichten:

Christian und ich sind in die Heide gefahren zur Mahdgutentnahme. Leider funktionierte nicht alles wie geplant, als wir ankamen sahen wir uns die Fläche an und Christian erklärte mir was gleich passieren würde: Ein Trecker würde die Heidepflanzen mähen, dieses Mahdgut sollte dann abgeholt werden und auf einer anderen Fläche wieder verteilt werden. Nach zwei Stunden ging dann aber die Maschine kapputt. Christian und ich waren inzwischen auf der anderen Fläche angekommen und hatten begonnen Brombeeren zu zupfen. Als dann der Anruf kam, brachen wir ab und fuhren zurück zur Stiftung. Zwar konnte so die Mahdgutübertragung nicht stattfinden, aber ich hatte die Gelegenheit Christian ordentlich mit Fragen zu löchern J

Am Donnerstag deckten Telje und ich uns erstmal ordentlich mit Leckereien ein, bevor wir dann ins Große Moor bei Dätgen fuhren.  Dieses Mal zeigte sich uns das Moor noch einmal von einer ganz neuen Seite: kalt, neblig, still und dennoch in meinen Augen wunderschön und faszinierend.

Neben unseren Pegelmessungen haben wir auch einiges an Müll gesammelt, vor allem Plastikfolien und kleinere Plastikteile. Bisher sind uns bei jeder unserer Moortouren, teils in den entlegensten Ecken, Abfälle und Plastiküberbleibsel aufgefallen, sodass es uns mittlerweile ein großes Anliegen geworden ist, soviel wie möglich davon aufzusammeln, um unsere Moore plastikfrei zu halten. Wir sind überzeugt: mit offenen Augen und aufmerksam seiner Umwelt gegenüber durch die Welt zu gehen, darauf zu achten, selbst nichts in der Natur zu hinterlassen und dafür den Müll anderer mitzunehmen, sollte für jeden machbar sein. Mit ein wenig mehr Bewusstsein und Aufmerksamkeit wäre schon vieles getan. Hier ist JEDER gefragt.

Am Freitag durften Telje und ich dann mit Anja und Philipp von der Ausgleichsagentur zu einem Ökokonto in der Nähe von Olendieksau fahren. Das war für uns besonders aus dem Grund interessant, da wir bisher kaum mit der Ausgleichsagentur in Kontakt gekommen sind bzw. mithelfen durften. Eine Ökokonto-Fläche ist sehr, sehr, sehr einfach erklärt eine Fläche, auf der zur Renaturierung ebendieser verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden, sodass diese als Ausgleichsfläche für einen anderswo weggenommen Naturraum dienen kann. Der Wert der Maßnahmen zusammengenommen ergibt das „Ökokonto“.

Solche Maßnahmen wollten wir auch auf dieser Fläche durchführen, die ansonsten schon so gut wie fertig war. Also hieß es für uns, mehrere ziemlich lehmige Flächen einmal kräftig durchzuhaken und dann mit  insektenfreundlicher Saat einzusäen. Wirklich eine schöne Aufgabe, wenn auch mit Muskelkater in den Schultern als Folge :D

Damit war auch diese Woche geschafft und wir hatten uns das Wochenende redlich verdient.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Alina

Blogspecial: 1. Bundesdelegiertenkonferenz in Wittenberg (15.-17. November)

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es eine kleine Zugabe für euch, denn letztes Wochenende hieß es für mich nicht, zu Hause zu entspannen, nein, diesmal sollte es für mich in die Lutherstadt Wittenberg zur 1. Bundesdelegiertenkonferenz des neuen Jahrgangs gehen.

Inga und Elia, die beiden anderen Bundesdelegierten der FÖJler in Schleswig-Holstein, besuchten mich bereits am Donnerstag, sodass wir uns schon vorher genau über die für FÖJler*innen in unserem Bundesland relevanten Themen absprechen konnten.

Die Gespräche dauerten bis tief in die Nacht und nach einer kurzen Schlafphase brachen wir also am Freitag bereits um halb 7 mit dem Zug nach Wittenberg auf, wo wir auf die Bundesdelegierten der anderen Bundesländer treffen sollten.

Überwältigt von den vielen neuen Eindrücken dieses so arbeitsamen Wochenendes bin ich auch jetzt immer noch ein wenig sprachlos. Allein die Tatsache, dass innerhalb weniger Stunden 40 junge, engagierte Menschen aus wirklich allen Ecken Deutschlands voller Offenheit und gegenseitigem Interesse an gemeinsamen Projekten arbeiteten, diskutierten und debattierten und dabei unglaublich schnell zu Freunden wurden, macht mich sehr glücklich.

Die konsequent angewandte "professionelle" Methode, mithilfe von Redelisten, Stimmungsbildern und Prozessvorschlägen zu diskutieren, hat sich so dermaßen in mein Gedächtnis gebrannt, dass ich mich fast frage, wie man anders überhaupt noch sinnvoll diskutieren kann :D

Zudem haben wir Arbeitskreise für verschiedene Projekte und Anliegen gebildet. So arbeite ich beispielsweise an einem total witzigen, aber sehr produktiven AK zur Planung des nächsten bundesweiten Aktionstages (BAT) mit. Ein weiteres - auch für mich persönlich - wichtiges Thema stellt die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Bewegungen dar, mit der wir uns zukünftig im AK Vernetzung befassen werden.

Unvergesslich bleibt aber auch vor allem die Nacht von Samstag auf Sonntag, die der Wahl der Bundessprecher*innen gewidmet war. Mit der eigenständigen Entwicklung einer Wahlordnung, Wahlreden, Personaldebatten und mehreren Wahlgängen zog sich das ganze bis etwa halb 6 am Morgen. So unglaublich es klingt, es herrschte trotzdem die ganze Nacht über eine angenehme, freundschaftliche Atmosphäre, was nicht zuletzt so spontanen Ideen wie Massagekreisen, Tanzeinlagen und der Gitarre eines FÖJlers zu verdanken ist. Resultat dieser Nacht waren also erholsame 1 ½ Stunden Schlaf und ein müder, aber glücklicher Elia als einer von 5 Bundessprecher*innen.

Nach einem arbeitsamen Sonntag ging es dann abends gemeinsam mit den FÖJler*innen aus Berlin und Hamburg wieder Richtung Kiel.

Zu guter Letzt lässt sich nur noch sagen, dass ich unfassbar dankbar bin, mich jetzt auch für die Anliegen aller FÖJler*innen auf Bundesebene einsetzen zu können und innerhalb so kurzer Zeit so viele nette Menschen kennengelernt zu haben.

Auf eine erholsame Arbeitswoche,

Eure Alina

46. Kalenderwoche 2019 (11. - 17. November)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

Diese Woche berichte schon wieder ich. Am Mittwoch bin ich gemeinsam  mit Malte ins Kaltenhofer Moor gefahren. Er hat seine Kamera mitgenommen und ein paar wunderschöne Fotos von der eingefrorenen Moorlandschaft gemacht. So langsam wird es richtig kalt, das Gras und die Blätter färben sich gelb und alles leuchtet, wenn die Sonne scheint.

Am Donnerstag war ich dann mit Janis unterwegs. Zusammen mit der Praktikantin Lilly und der Trainee Karin haben wir Hauhechelpflanzen, erst in Eggebeck ausgebuddelt um sie dann in Hasenkrug wieder zu verscharren. Dort entsteht ein Habitat für Zauneidechsen, die gerne unter den Pflanzen Schutz suchen. Wir verteilten großzügig Schwarzwurz-, Regio- und Arnikasaat auf verschiedenen Sandflächen auf dem Gebiet. Im Sand konnte man viele Spuren sehen, von denen einige nach Hund oder Katze aussahen, aber Janis berichtete, dass er auf einer Baustellenbesichtigung auch schon einen Wolf gesehen hatte.

Freitag wurde es noch mal richtig lustig mit Michael und Lilly. Wir fuhren zum Sophienhof um dort die Froschstation winterfest zu machen. Die Station ist in einem kleinen Folientunnel untergebracht, der über den Sommer langsam aber sicher von Brennnesseln und Gräsern erobert wurde. Auch die eine oder andere Weide fand sich zwischen Bottichen mit grünen Algensiedlungen. Wir kämpften eine Stunde mit Gestrüpp und starren Gummischläuchen, die sich durch die gesamte Wiese schlängelten und sich starr gegen unsere Aufroll-Versuche wehrten. Am Ende waren die Bottiche noch genauso grün wie zuvor, weil weder der Kärcher noch die Steckdose funktionierte, und die Schläuche waren nach langem Ringen zu handlich verschnürten Päckchen aufgerollt. In der Station sah es aber deutlich besser aus (Beweisfotos sind angehängt) und die Algenplage werden wir auch noch in den nächsten Wochen beseitigen.

Diese Woche endete meine Arbeitswoche erst am Samstag. Während sich Alina auf der Bundesdelegiertekonferenz in Wittenberg die Nacht um die Ohren schlug (Bericht folgt), assistierte ich Karen bei der Waldmeister-Aktion in Tökendorf. Zusammen mit der Förde Sparkasse pflanzten wir bei, wie der Förster sagen würde, bestem Pflanzwetter (ich würde es eher Schietwetter nennen)  fast 500 Bäume, um an der Hagener Au einen neuen Naturwald zu schaffen. Die Pfadfinder aus Probsteierhagen und dem Dänischen Wohld kümmerten sich währenddessen um die Verpflegung. Es gab Waffeln, Sandwiches und Crêpes, alles vom Feuer und zusätzlich eine Pizzasuppe, die zwar etwas suspekt klingt, aber sehr gut schmeckte. Nach 3 Stunden waren wir allesamt verschlammt, pitschenass und eiskalt, aber der Großteil der insgesamt 460 Feldahorn, Stieleichen, Winterlinden und Vogelwirsche steckten in der Erde.

Hier geht es zum Bericht des NDR über die Aktion: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Schleswig-Holstein-Magazin,shmag67884.html   (ab 8:30)

Alinas Bericht über die Konferenz in Wittenberg folgt in Kürze.

Bis dahin
Telje

45. Kalenderwoche 2019 (4. - 10. November)

Moin Moin Liebe Leserinnen und Leser,

Diese Woche startete für uns mit einem Vortrag über Rentenvorsorge. Zunächst kam mir das etwas befremdlich vor, ich starte gerade mal in die Arbeitswelt und die Rente scheint noch in weiter Ferne zu liegen, aber am Ende konnte ich doch auch etwas mitnehmen, obwohl ich im Großen und Ganzen auch nicht viel verstanden habe. Danach widmeten wir uns unseren täglichen Aufgaben.

Tags darauf stand für Alina und mich wieder eine Moor Tour an. Bei strömenden Regen macht das gar nicht mal so viel Spaß. Die Tage werden immer kürzer und so müssen wir uns im Moor etwas beeilen, denn im Halbdunkel würde die Pegelsuche zu einem echten Abenteuer werden. Schon bei strahlendem Sonnenschein übersieht man die Staksen, die zur Markierung dienen, gerne und wir haben schon häufiger lange nach den unscheinbaren grauen Röhren suchen müssen, manche fanden wir nur, weil wir buchstäblich darüber stolperten. Im Dunkeln wird diese Aufgabe geradezu unmöglich. Schon im Dämmerlicht ist es sehr schwer die Stäbe von weißen Birkenstämmen zu unterscheiden und unser pinkes Flatterband, dass wir zusätzlich um Sträucher und Markierungen knoten um uns zurecht zu finden, kann man irgendwann auch nicht mehr erkennen.
Deswegen brachen wir unsere Wanderung etwas vorzeitig ab und erledigten nur die Flächen des Königmoors. Manche Pegel erreichten wir wegen Überflutung auch gar nicht. In unser Messbuch vermerkten wir in diesen Fällen nur „Wasser steht bis zum Bauchnabel“.

Der Mittwoch war mein persönliches Highlight. Ich durfte mit Olli in die Geltinger Birk fahren und dort bei der Inselüberprüfung helfen. Im Naturschutzgebiet der Birk wurden viele kleine Brutinseln geschaffen, die nun teilweise zu hoch oder zu niedrig geworden sind. Auf einigen Inseln fanden wir Rattenspuren und Mäuse, andere bröckelten langsam weg, wieder andere waren hoch mit Brennnesseln bewachsen. Wir fuhren zusammen mit den Mitarbeitern der integrierten Station mit dem Kanu von einer Insel zur nächsten. Eine geradezu einzigartige Erfahrung, das Wasser war spiegelglatt und überall waren Vögel, unter anderen auch zwei Seeadlern.
Zum Ende des Ausflugs fuhren wir noch zu den letzten Brutinseln, von denen einige von einem Elektrozaun umschlossen waren. Wir mussten uns ganz flach ins Boot legen und wurden darunter durchgeschoben. Die letzten Inseln sahen deutlich besser aus, als die ersten. Auch hier gab es vereinzelt Schilf, aber auch echte Erfolge. Kleine kahle Inselchen, die perfekt für die Zielgruppen zum Brüten geeignet waren.

Am Ende der Woche ging es dann schon wieder ins Moor. Wir beendeten die Pegelmessungen im Dosenmoor, die wir in der vorigen Woche, durch mein kleines Bad im Sumpf, abbrechen mussten. Alina war diese Woche nicht in der Stiftung  deswegen lud ich mir erneut zwei Freunde zur Hilfe ein. Diesmal spielte auch das Wetter mit.
Am Abend fuhr ich dann zum ersten Mal seit 3 Monaten für ein Wochenende nach Hause ins Ruhrgebiet und verbrachte etwas Zeit mit meiner Familie.

Das wars auch schon von mir. Bis nächste Woche,
Eure Telje

44. Kalenderwoche (28. Oktober - 3. November)

Moin zusammen,

diese Woche verbrachten Telje und ich auf unserem zweiten Seminar in der Klöndeel bei Schleswig.

Wir reisten beide allerdings schon am Sonntag an: Telje, weil sie mit ein paar anderen mit dem Fahrrad fuhr, ich war ja diesmal im Seminarvorbereitungsteam und es gab im Voraus noch einiges zu klären.

Die Woche startete dann also mit ein paar letzten, raschen Vorbereitungen und dem Eintreffen der anderen FÖJler*innen  der violetten Seminargruppe. Für den ersten Nachmittag hatten Matthis und ich gemeinsam eine Schnitzeljagd geplant, bei dem sich die Gruppe sowohl mit dem Gelände vertraut machen konnte, als auch vorhandenes Vorwissen zum Seminarthema „Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt“ locker ermittelt werden sollte.

Der nächste Tag zum Thema Klimaschutz war dann Gesas und mein „großer Tag“. Wir hatten uns für den Morgen mehrere Aktionen und Diskussionen zu den Fragen, was man persönlich und auf politischer Ebene zum Klimaschutz beitragen kann, überlegt.

Nachmittags ging es dann ins Esprehmer Moor, das von der Klöndeel aus praktisch um die Ecke liegt. Jutta und Miriam von der Stiftung waren so lieb, uns dort bei schönstem Sonnenschein die Wiedervernässung und die klimatische Bedeutung von Mooren als CO2-Speicher zu erklären. Damit an dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön, die Führung war wirklich wunderschön und hat allen Spaß gemacht <3

Der Mittwoch war dem Tierschutz gewidmet. Morgens erarbeiteten wir die Perspektiven der unterschiedlichen von der Rückkehr des Wolfes betroffenen Personengruppen und hatten anschließend Zeit, unsere Fragen einem sogenannten Wolfsbetreuer aus der Geltinger Birk zu stellen.

Donnerstag ging es dann endlich nochmal raus in die Natur und neben einigen Projekten im Wald war das eigentliche Highlight des Tages das Kanufahren auf dem Haddebyer Noor.

Jeden Abend hatten wir Vorbereiter*innen zur Reflexion und weiteren Planung ein Treffen mit Ole und Jenny, was uns wirklich weiterhalf, uns gleichzeitig aber leider auch oft 2 Stunden unserer abendlichen Freizeit kostete.

Somit kann ich abschließend sagen, dass diese Woche zwar ziemlich anstrengend und nervenaufreibend war, sich aber dennoch aufgrund der vielen neuen Erfahrungen und Arbeitsweisen hundertprozentig gelohnt hat.

Liebe Grüße,

Eure Alina

43. Kalenderwoche 2019 (21. - 27. Oktober)

Moin Zusammen,
Dieser Blog beinhaltet:
- Eine  abgesagte Moortour, die zur Umgrabaktion mit Freunden wurde
- Pegelmessungen in Dätgen mit einem Schädel im Moor
- Den 24. Naturschutztag in den Holstenhallen in Neumünster
-  und eine weitere Pegelmessung  im Dosenmoor, die in einem eisigen Bad endete
Plus eine gute Portion Chaos :D

Ich startete allein in die Woche, da Alina noch immer mit ihrer Krankheit zu kämpfen hatte. So stellte ich mich Montag als erstes einem wachsenden Berg von Artikeln, die ins Presseecho eingefügt werden wollten.

Am nächsten Morgen sollte es wieder ins Moor gehen, aber dann begann das Chaos. Alina war noch nicht wieder ganz auf den Beinen, also rekrutierte ich zwei Freunde und FÖJ-Kollegen von uns, die gerne unsere Arbeit kennen lernen wollte, außerdem dachte ich, ich hätte ein Auto gebucht, was sich als falsch herausstellte. Der Wagen war in der Werkstatt,  ins Moor laufen kam nicht in Frage und so musste ich unsere Kollegen vertrösten. Stattdessen gruben wir ein Beet im Stiftungsgarten um. Wir kämpften mit Wurzeln, Würmern und dem ein oder anderen Stein, aber das Ergebnis war sehr zufrieden stellend (siehe Foto).

Erst am Mittwoch hielt ich mein Versprechen. Alina, einer der beiden Freunde und ich machten uns auf den Weg nach Dätgen. Alina musste den Chauffeur spielen, weil es ihr och immer nicht ganz gut ging, Kolja (der Freund) und ich zockelten also allein durchs Moor. Kolja stolperte dabei über einen großen Schädel, an dem wir lange herum rätselten und schließlich zu dem Schluss kamen, dass wir keine Ahnung hatten um welches Tier es sich handelte. Immerhin erreichten wir alle Pegelstände problemlos.

Tags darauf fuhren wir zusammen mit vielen Kollegen zum 24. Naturschutztag in Neumünster mit dem Thema: „Zukunft trotz Klimawandel“. Die Vorträge waren sehr interessant, mir gefiel ein Vortrag am meisten, der auf eine gut verständliche Art und Weise, viele wissenschaftliche Erkenntnisse über die Folgen des anthropogenen Klimawandels zusammenfasste.

Der krönende Abschluss der Woche wurde gebildet durch eine weitere Moortour und meinem spektakulären Einbruch in das Dosenmoor.
Zunächst ging alles gut, als ich (erneut zusammen mit Kolja) aufbrach, bis auf ein paar verlorene Markierungen, stießen wir auf keine Schwierigkeiten. Doch dann hatte ich die glorreiche Idee, mal auszuprobieren, wie stabil die Moose über einem Moorloch sind. Die Antwort ist: Nicht besonders. Wie sich herausstellt gibt es einen guten Grund, weshalb am Eingang des Dosenmoors ein „Betreten auf eigene Gefahr!“- Schild steht…

Nach dieser ereignisreichen Woche bin ich eigentlich schon wieder urlaubsreif:D
Wie gut, dass wir nächste Woche auf dem zweiten FÖJ-Seminar in Schleswig sind. 

Bis dahin eine schöne Zeit,

Telje                                                                                                                                                                                     

41. - 42. Kalenderwoche 2019 (7. - 20. Oktober)

Hallo ihr Lieben,

diese Woche begann für uns mit einem Tag voller Büroarbeit, wobei es dann am Dienstag für Telje direkt ins Rickelsbüller Koog ging, wovon sie euch in den nächsten Zeilen ein wenig berichten möchte:

Ich fuhr mit Karin zusammen los und holte Olli ab. In Kiel war es regnerisch und grau, doch je weiter wir in den Westen kamen, desto mehr klarte der Himmel auf. Wir erreichten unser Ziel an der Nordsee im strahlenden Sonnenschein.

Im Vogelschutzgebiet gibt es ein paar kleinere Inseln, die dringend einen Haarschnitt benötigen, dort wächst das Schilf so dicht, dass sich ein Fuchs wunderbar einnisten konnte und nun die Brutvögel stresst. Also war unsere Mission, die Inseln zu „rasieren“.

Ich traf dort auf Lena, die ihr FÖJ im Rickelsbüller Koog macht und an dem Tag mit mir zusammen das Schilf, das vorher mit dem Freischneider abgesäbelt wurde, zusammen sammelte  und fachfrauisch im Wasser versenkte. Hin und wieder sahen wir einen Seeadler.

Am Ende des Tages, hatten wir die Inseln zur Hälfte freigelegt und Olli zeigte uns zur Belohnung den Stareneinflug über dem Koog.

Ich konnte leider nicht mitfahren, weil ich währenddessen wegen des bald anstehenden Seminars eine Telefonkonferenz mit Betreuern und anderen FÖJlern hatte.

Wir FÖJler vom Träger Koppelsberg haben jedes Jahr fünf Seminare, von denen alle bis auf das erste auch selber von uns vorbereitet werden. Dafür bekommen wir natürlich auch viel Unterstützung von unseren Betreuern Ole und Jenny und haben uns auch vorab schon in unserem Seminarhaus, der Klöndeel bei Fahrdorf-Loopstedt, getroffen um genauer zu planen.

Das Thema unseres zweiten Seminars sollte die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt sein. So planten wir jeweils einen dem Klima-, Natur- und Tierschutz gewidmeten Tag, den jeweils zwei von uns vorbereiten sollten.

Am Mittwoch machten wir dann eine entspannte Tour ins Kaltenhofer Moor und ließen uns bei Schmoel am Meer den Wind einmal kräftig um die Ohren wehen.

Für den Donnerstag hatten wir eigentlich geplant, das allererste mal alleine die Pegelmessungen im großen Dosenmoor durchzuführen, allerdings fuhren wir dann doch spontan mit Karen ins Königsmoor. Sie hatte dort nämlich einen Interviewtermin mit einer Journalistin von Spiegel TV bezüglich ihres Moorfuture Projekts und wir durften ihr dabei behilflich sein, die richtigen Pegel zu finden.

Die nächste Woche gestaltete sich dann doch eher unerwartet spontan, da Telje mit ihrer Familie in Dänemark urlaubte und ich sie in der Zeit krankheitsbedingt so gut es mir eben möglich war vertrat.

Ganz liebe Grüße,

Alina

40. Kalenderwoche 2019 (30. September - 6. Oktober)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

Jetzt bin ich wieder an der Reihe euch von unserer Woche zu berichten. Dabei begann sie eher unspektakulär mit dem Presseecho und anderen Büroaufgaben.

Erst am Dienstag ging es wieder ins Gelände. Wir fuhren mit dem stiftungseigenen Froschexperten zu einer Baustelle in Sprenge, wo ein froschfreundliches Habitat entstehen soll.

Am Mittwoch habe ich zusammen mit unserem professionellen Mittelspecht Bianca, Bea und Thomas die Besucher der Feierlichkeiten am Tag der deutschen Einheit unterhalten. Ich hatte die Gelegenheit mit ein paar Kindern eine Spechtmaske zu basteln. Dazu hatten wir am Stand eine Fotoaktion mit rotem Irokesen und allerlei Federn. Wir bekamen sogar den Ministerpräsidenten Daniel Günther, einen Beamten beim Zoll und ein paar weitere VIPs vor die Linse. Insgesamt war am ersten Tag der Feierlichkeiten eher wenig los. Alina war am 3. Oktober am Stand, sie kann deutlich mehr berichten:

Am Donnerstag war an unserem Stand im SH-Zelt wahnsinnig viel los. So betreuten Karen und Nicola die Fotoaktion  und beantworteten die Fragen hunderter interessierter Besucher, während ich wie Telje am Tag zuvor die Kinderaktion betreute. Ergebnis dieses anstrengenden, aber aufregenden Tages waren also unzählige gebastelte Spechtmasken, die über das Festgelände schwirrten, ein wenig Erschöpfung bei mir, aber auch, dass ich nun aus dem Stegreif alle heimischen Spechtarten benennen konnte. Ein kleiner Erfolg also ;)

Das wars auch schon. Bis zum nächsten Mal

Eure Telje                                                                                                                                                                                        

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

39. Kalenderwoche 2019 (23. - 29. September)

Moini aus dem hohen Norden ihr Lieben,

diese Woche hielt für Telje und mich mal „nur“ zwei Exkursionen bereit.

Am Dienstag ging es für uns mit Jutta ins Große Moor bei Dätgen. Dies stellte eine gewisse Herausforderung dar, da auch die sonst so allwissende Jutta nicht genau wusste, wo sich die Pegel befanden und Telje und ich uns also mächtig an das erinnern mussten, was Tobi uns letztes Mal gezeigt hatte.  Das klappte auch meistens ganz gut, bis wir auf der Suche nach einem Pegel gefühlt eine halbe Stunde durchs Unterholz kriechen mussten  und Telje letztendlich mit großem Glück die Entdeckung machte, dass der Markierstab des Pegels schlicht und einfach umgefallen war.

Trotzdem gerieten wir aufgrund des sonnigen Wetters und der wunderschönen Heide in eine nahezu euphorische Stimmung, was uns dazu veranlasste, uns auf dem Rückweg  doch einfach mal auf Juttas Orientierungssinn zu verlassen und eine andere Strecke auszuprobieren. Um es mit Teljes Worten auszudrücken: es war ein großer Umweg. Meine Einschätzung: wir hatten uns teilweise ziel- und heillos verlaufen. Dennoch waren wir uns am Ende bei einer Sache einig, nämlich dass das Große Moor bei Dätgen seinen Namen nicht unverdient trägt.

Am Tag darauf ging es dann mit (in meinem Fall) noch erschöpften Waden im Rahmen des Betriebsausflugs bei Eckernförde im Kletterwald mit den anderen Kollegen direkt hoch hinaus. Nach dem leckeren Mittagessen gab es noch eine entspannte Führung um den Eimersee und abschließend Kaffee und Kuchen.

Der Rest der Woche war bereits den Vorbereitungen für den Tag der Deutschen Einheit in der nächsten Woche gewidmet.

Liebe Grüße aus dem mittlerweile regnerischen Molfsee,

Alina

38. Kalenderwoche 2019 (16. - 22. September)

 Moin liebe Leserinnen und Leser,

Diese Woche ging es wieder rund. Alina und ich waren jeden Tag unterwegs und kaum in der Stiftung und es gibt dementsprechend viel zu berichten.

Am Montag trafen wir uns mit einigen FöJlern und FöJlerinnen in der Kieler Jugendherberge um dort unser erstes Sprecherinnen-Treffen abzuhalten. FöJ-Sprecher*innen sind wie Klassensprecher*innen nur cooler. Sie wurden bereits während unseres ersten Seminares in den Seminargruppen bestimmt, dabei gibt es Sprecher*innen und Ausschusssprecher*innen, nebst einigen anderen Ämtern, die aber doch etwas komplizierter verschachtelt sind. Alina wurde erst zur Sprecherin und dann, in der Jugendherberge, zur Bundesdelegierten (wie Sprecher*innen, nur wichtiger… und cooler) gewählt, und ich bekleide stolz das Amt der Ausschusssprecherin der lila Seminargruppe. Wir trafen uns am Nachmittag und begannen mit ein paar Energizern, um für die nächsten Stunden ausreichend energized zu sein. Später gab es dann auch noch Kaffee und Kuchen und anschließend strotzten alle nur so vor Energie. Wir teilten uns in Ausschusssprecher*innen und Sprecher*innen, während Alina über Termine, Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern und weitere erfreuliche Dinge nachdachte, befassten wir Ausschlusssprecher*innen uns mit dem Politischen. Im Anschluss gab es Abendessen und die beiden Gruppen tauschten sich über ihre Ergebnisse aus.

Schon am nächsten Morgen tagte der Ausschuss. Alina war bei einem Erste Hilfe Kurs, während wir, in einem schönen Konferenzsaal im Landeskirchenamt in Kiel, fleißig diskutierten, abstimmten und Obst futterten. Um 13 Uhr hatten wir schon ordentlich überzogen und mir wurde erneut gezeigt, wie schwierig und langsam politische Arbeit ist. Trotzdem war es erneut eine bereichernde Erfahrung und ich hoffe sehr, dass ich auch bei der nächsten Sitzung wieder aktiv an der Diskussion teilnehmen kann. Im Anschluss fuhr ich schleunigst in die Stiftung, um dann doch auch mal etwas Büroarbeit zu erledigen und das Presseecho abzuschicken. Dabei versendete ich die Email zuerst ohne Anhang und musste sie dann, peinlich berührt, erneut versenden, dieses Mal mit Presseecho.

Am Mittwoch ging es dann in das letzte, mir noch unbekannte, Kaltenhofer Moor. Das Wetter deutete auf den Herbstanfang hin, der Himmel war wolkenlos, aber die Sonne stand schon leicht schräg und es war deutlich abgekühlt, so dass mir die Moortour eher wie ein schöner Herbstspaziergang vorkam. Im Anschluss kontrollierten wir einen Zeltplatz in Hessenstein und aßen im Eiszeitmuseum ein Eis. Bevor wir in die Stiftung zurückkehrten, fuhren wir ans Meer, um dort einen Lattenpegel abzulesen. Wir spazierten an der Ostsee entlang  und genossen die stürmische See, die Vögel und die Sonne.

Man wird es kaum glauben, aber am nächsten Tag fuhren wir dann schon wieder in ein Moor. Dieses Mal waren die Pegel des Königsmoors und des Hartshoper Moors fällig. Wir kämpften uns mit Jutta und Theresa durch kleine Birken und mannshohe Binsen, wobei Alina einmal so tief im Morast versank, dass ihr das Wasser in die Gummistiefel lief. In den Mooren stecken lange Röhren, die in regelmäßigen Abständen angebohrt sind, so kann dort das Wasser hineinsickern. Diese Röhren werden, bevor sie verbuddelt werden, noch in einen dünnen Damenstrumpf gesteckt, damit nur Wasser und kein Schlamm hineingeraten. Ein paar dieser Strümpfe mussten wir am Donnerstag auswechseln, denn die Röhren waren quasi verlandet und man konnte keine Wasserstands-Messungen durchführen. Dafür zogen wir die Röhren aus dem Morast, schüttelten sie kräftig und kleideten sie dann in einen frischen Strumpf ein, um sie anschließend wieder in der Erde zu versenken. Außerdem fanden wir ein abgeworfenes Geweih, welches in der Heide steckte. Am Ende dieses Tages waren Alina und ich wieder fix und fertig und besonders Alina freute sich auf eine warme Dusche.

Da traf es sich gut, dass wir für den nächsten Tag freigestellt wurden, um beim internationalen Klimastreik dabei sein zu können. So konnten wir etwas länger schlafen und uns noch etwas von den Strapazen des Königsmoors erholen. Wir trafen uns mit einigen FöJlern und mit Grit zum Frühstücken in meiner WG und bastelten Plakate. Als wir dann später den Rathausplatz um fünf vor zwölf erreichten (natürlich zu Fuß) wurde ich geradezu aus den Socken gehauen von der Masse an Demonstranten. Dort standen so viele Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen und Lebenslagen, wir demonstrierten Seite an Seite mit den „Omas gegen Rechts“, Schulkindern, Studenten und sogar Kindergartenkindern. Bei mir stellte sich ein Gefühl von Gemeinschaft und Hoffnung ein. Wir marschierten singend und Schilder haltend vom Rathaus über den Hauptbahnhof und die Bundesstraße bis zum Exerzierplatz. Dort gab es mehr Musik und einige Vorträge, denen wir gespannt lauschten, während sich immer mehr Bekannte und Freunde zu uns gesellten. Diese Demonstration war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, sie war die erste Demo dieser Dimension, bei der ich je teilgenommen habe. Wir alle hatten ein Ziel: Der Politik aufzuzeigen, wie wichtig der Schutz unserer Umwelt ist. Es muss etwas getan werden, sonst schreitet der Klimawandel weiter ungehindert fort und es wird zu weiteren Katastrophen von größer werdendem Ausmaß kommen. Deshalb auch hier der Aufruf; Informiert euch, die Grundlage des Wandels ist Wissen und dann werdet aktiv. Wir wissen alle, was wir tun können um beispielsweise unseren Kohlenstoff-Ausstoß zu senken. Wir wissen alle, wie man Plastik vermeidet oder Müll trennt. Es sind Kleinigkeiten, doch wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir etwas verändern können.

Damit wünsche ich euch allen eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Mal.

Eure Telje                                                                                                                                                                                                

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

37. Kalenderwoche 2019 (9. - 15. September)

Liebe Leserinnen und Leser,

nun bin ich wieder an der Reihe von dieser sowohl schönen als auch anstrengenden Woche zu berichten ;)

Nachdem der Montag noch dem Presseecho und einem ersten Feedbackgespräch mit Karen gewidmet war, fuhren wir am Dienstag (endlich!) wieder ins Moor.

Für Telje ging es somit zum allerersten Mal ins Dosenmoor, für mich stellte die Tour quasi den ultimativen Test meines Pegelstandorte-Gedächtnisses dar. Besonders schön war allerdings, dass uns unsere FÖJ-Vorgängerin Grit begleiten konnte, mit der wir wie immer wahnsinnig viel Spaß hatten.

Wie Grit uns vorher schon gewarnt hatte, wimmelt es um diese Jahreszeit im Dosenmoor nur so vor Spinnen in allen Ausführungen. Als Selbstverteidigungsmaßnahme zeigte sie uns, wie wir die Spinnenweben entfernen konnten, indem wir mit riesigen Stöcken wedelnd durch den Wald stapften. Ihr könnt euch vorstellen, wie unglaublich witzig wir das fanden, da wir am Ende eher einer seltsamen Wünschelruten-Prozession glichen als einer professionellen Moorexpedition.

Trotzdem fanden wir schnell Gefallen daran, die einzelnen Spinnenarten zu benennen und entdeckten so zum Beispiel auch Jungtiere der außergewöhnlich aussehenden und nur in Gewässernähe vorkommenden Gerandeten Jagdspinne. Telje bewies nicht zum ersten Mal ihr Talent beim Fröschefangen, welche wir dann ausgiebig untersuchten und einem kleinen Fotoshoot für den Blog unterzogen.

Am Donnerstag fuhr ich dann auch schon in die Klöndeel, um gemeinsam mit sechs anderen FÖJlern aus unserer Seminargruppe das zweite Seminar Ende Oktober vorzubereiten. Währenddessen durfte Telje Olli auf eine Tour begleiten. Hier ein paar Zeilen dazu von Telje:

Am Donnerstag fuhr ich mit Oliver an die Nordsee auf Baustellentour. Zunächst sahen wir uns die Arbeit eines Baggers in Dithmarschen an, der dort einen Graben  aushob. Die Erde, die aus dem Graben kam, wurde für einen Damm davor wiederverwendet und so wird auf dem Feld, um das diese Maßnahme durchgeführt wird, das Wasser zu einem Polder aufgestaut werden. All das passiert um bessere Brutmöglichkeiten für Uferschnepfen zu schaffen, eine Art die es traurigerweise auf die rote Liste der Brutvögel geschafft hat.

Bei der zweiten Baustelle handelte es sich um ein Ökokonto. Dort wurden ebenfalls Gräben ausgehoben. Als wir über die Baustelle liefen fiel mir auf, wie sehr der Boden wackelte, dieser bestand größtenteils aus Torf und wurde von den schweren Maschinen in Schwingung versetzt. Dort sah ich einen Asteroiden über den am darauffolgenden Tag in der Zeitung berichtet wurde. Zuerst dachte ich es wäre eine Sternschnuppe gewesen und wunderte mich darüber eine am helllichten Tag zu sehen. Bis jetzt freue ich mich darüber so ein Glück gehabt zu haben. Den Knall hingegen habe ich gar nicht gehört.

Zum Abschluss fuhren wir noch einmal richtig ans Meer und ließen uns ordentlich vom Nordseewind durchpusten. An dem Abend war ich zwar müde aber auch sehr glücklich, es war ein  spannender Tag gewesen.

Über das Wochenende habe ich dann einen Stiftungswagen mit nach Hause genommen, um am Sonntag direkt mit Silvia Janzen zum Green Market fahren zu können. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Green Market, der zeitgleich zum Green Screen Festival stattfindet, um einen „grünen“ Markt, bei dem also regional produzierte und biologisch angebaute Erzeugnisse verkauft werden. Dementsprechend besonders und lecker war die köstliche Verpflegung, die uns definitiv für das stürmische und regnerische Wetter entschädigte.

Eine weitere Herausforderung  war, dass es sich hierbei um die erste derartige Veranstaltung handelte, bei der ich mithelfen durfte. Ich war auf eine freudige Art und Weise ein bisschen aufgeregt und musste erst noch herausfinden, wie man beispielsweise den Pavillon aufbaut oder wie man bestimmte Fragen von Besuchern am besten beantwortet. Nach Erklärungen von Silvia und einigen netten Gesprächen mit Besuchern legte sich diese Aufregung aber natürlich schnell. So konnte ich den Markt und all die neuen Kontakte trotz des wechselhaften Wetters und der vergleichsweise langen Arbeitszeiten schnell in vollen Zügen genießen.

Aber jetzt auf in eine neue spannende Woche!!!

Es grüßt Euch ganz, ganz herzlich

Eure Alina  

36. Kalenderwoche 2019 (02. - 08. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

Diese Woche war es etwas ruhiger, deshalb wird der Blog auch deutlich kürzer ausfallen. Wir starteten die Woche mit dem Versenden des Presseechos und bereiteten alles für meinen Standdienst auf der NORLA vor.

Am Mittwoch hatte Alina Geburtstag, also verabredeten wir uns mit einem Freund, der im Erlebniswald in Trappenkamp sein FöJ macht, und fuhren am Dienstagabend mit dem Bus zu ihm. Dort angekommen gingen wir einkaufen  und machten dann Calzone. Die anfängliche Idee diese im Feuer zu backen wurde beim Anblick der nassen Feuerschale schnell wieder verworfen  und so schoben wir die Teigtaschen, zu einem bereits duftenden Geburtstagskuchen, in den Ofen. Schließlich brannte dann doch ein Feuer (in der Feuerschale, nicht im Backofen), also setzten wir uns im Kreis darum, aßen, schnackten und lachten. Der Abend wurde mit dem Film „Pulp Fiction“ beendet, bei dem wir nach und nach einschliefen. Um kurz nach zwölf wachten wir aber doch noch kurz und gratulierten und umarmten Alina.

Den Mittwoch nahmen wir uns frei um auszuschlafen und bei einem Geburtstagsfrühstück ganz entspannt in den Tag zu starten und so ging es erst am Donnerstag wieder richtig los. Ich fuhr zum Gesundheitsamt in Kiel um mich über Hygienevorschriften belehren zu lassen und wir packten noch die letzten Kleinigkeiten für die NORLA in die Autos.

Dann ging es am Freitag für mich zu meinem allerersten Standdienst. Anfangs war ich noch sehr aufgeregt und wusste gar nicht so richtig, was ich den Besuchern der Messe erzählen sollte, aber nachdem ich Ingrid und Nicola ein paar mal zugehört hatte, wie sie auf Fragen eingingen, wurde auch ich langsam sicherer. An dem ersten Tag trafen wir auf viele Landwirte, dabei entstand das Bild von mir, wie ich neben einem scheinbaren Riesen stehe. Am Samstag waren dann mehr Familien mit Kindern auf der Messe. Ich bastelte an dem Tag viele kleine Blumentöpfchen aus Zeitung und verlor ein ums andere mal im Tischmemory. An dem Abend schwirrte mir der Kopf von all den Eindrücken, die auf mich niedergeprasselt waren, doch ich hatte auch viele wichtige Dinge mitnehmen können, zum Beispiel wie wichtig Insekten für uns Menschen sind und wie man mit unzufriedenen Gästen umgehen kann und auch, dass man kleine Kinder nie bei Gedächtnisspielen unterschätzen sollte.

Alles Liebe eure Telje                                                                                                                                                                                                  

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               

33. - 35. Kalenderwoche 2019 (12. August - 1. September)

Moin moin liebe Leserinnen und Leser,

Ich heiße Telje und arbeite mit Alina zusammen ein Jahr lang als Freiwillige bei der Stiftung Naturschutz. Ich habe mit einer Woche Verspätung gestartet, doch nun bin ich endlich da. Meine ersten Wochen hier waren schon sehr turbulent. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mir alle Namen der Mitarbeiter zu merken, habe ich mich inzwischen aber doch sehr gut eingelebt.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich wärmstens mit Kuchen und Blumen empfangen und Alina führte mich einmal durch das gesamte Haus, das von innen doch deutlich größer ist als es von außen scheint. Dabei lernte ich alle Mitarbeiter kennen und konnte mir einen ersten Eindruck über die verschiedenen Aufgabenbereiche machen. Im Anschluss führte mich Alina auf ihre liebevolle Art in die Kunst des Presseecho- Schreibens ein, dabei durchforsteten wir das Internet und die Print-Medien nach Artikeln über die Stiftung. Danach brummte mein Kopf und ich fragte mich, wie viele Artikel über Zauneidechsen wir wohl noch in den nächsten Tagen finden würden. Zu dem Zeitpunkt war es aber auch schon 12 Uhr und wir gingen zur Mittagspause. Dabei traf ich wieder auf einige Kollegen, die sich angeregt über verschiedene Falter und Brennnessel-Arten unterhielten und ganz nach Biologen-Klischee beim Anblick einer Fliege ihre Taschenlupen zückten.

In den nächsten Tagen sollte ich noch einiges über Flechten und Moose lernen und über Moore, besonders über Moore. Den ersten Kontakt zu diesem Gewässer hatte ich schon am Mittwoch. Wir fuhren gemeinsam mit Jutta und Gerrit ins Hartshoper Moor und zum Königsmoor und kämpften uns durch das Unterholz. Ich schloss Bekanntschaft mit einer wunderschönen Wespenspinne und erschreckte mich mehrmals vor plötzlich aufspringenden Rehen. Gerrit und Jutta zeigten uns Moose und die verschiedensten Gräser und wie man eine Moorweihe am Flug erkennen kann. Nachdem wir alle Pegelstände bestimmt hatten waren wir beide fix und fertig und freuten uns schon sehr auf unser Bett, aber der Tag war auch eine sehr schöne Abwechslung vom Büroalltag.

An dem Freitag hatten wir dann auch schon unser nächstes Highlight: Wir begleiteten Christian und Ingrid auf eine Extratour in Riesbriek. Christian hielt einen Vortrag über die Maßnahmen der Stiftung in der Heide, um diese wieder herzustellen und zeigte uns viele verschiedene seltene Pflanzen. Ich wurde erneut von Spinnen heimgesucht und wir sahen sogar eine ausgewachsene Zauneidechse. Alina und ich staunten nicht schlecht als Christian auf einem einzigen toten Stück Holz 4 Flechtenarten fand. Damit war meine erste Woche auch schon rum.

Die zweite startete schon sehr schön. Wir fuhren an die Geltinger Birk, um die Reste der sich sehr schnell verbreitenden Kartoffelrose zu entfernen, die Arbeit war anstrengend, aber die Gesellschaft sehr unterhaltsam und der Ausblick atemberaubend. Wir blickten über das Meer bis zur dänischen Küste und unterhielten uns mit den FöJlern der Integrierten Station und Michael, der das Projekt anleitete. Erst gegen Nachmittag wurde es langsam ungemütlich, es fing an wie aus Kübeln zu gießen und als wir am Auto ankamen waren wir klatschnass. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der integrierten Station und einem dringend benötigten  Kaffee ging es zurück nach Kiel.

Am nächsten Tag hatten wir dann eine kurze Pause doch am Mittwoch  ging es dann schon wieder ins Große Moor in Dätgen. Wir hatten wunderschönes Wetter und auch sonst fühlte sich dieser Einsatz eher wie ein Spaziergang an. Überall blühte die Heide und die Bienen summten. Ich sah eine junge Kreuzotter, die nach meinem Gummistiefel schnappte, bevor sie sich beleidigt aus dem Staub machte und erneut einige Weihen.

Den Rest der Woche war Hektik angesagt, denn wir mussten noch viel für das anstehende Sommer- und Pächterfest vorbereiten. Wir wuschen Autos, bastelten Schilder und erledigten diverse „Kannst du mal kurz…“ Aufgaben. Dabei blieb der Blog völlig auf der Strecke. Als es dann endlich so weit war, waren die Feste ein neues Highlight, das Wetter war sowohl am Freitag als auch am Samstag perfekt und der Kuchen war einfach nur lecker. Auch die Moderation auf dem Pächterfest war  lustig und kreativ. Wir trafen wieder ein paar FöJler, mit denen wir am kommenden Seminar auch noch viel Zeit verbrachten. Am Abend packten wir den restlichen Kuchen ein und brachten ihn unseren Mitbewohnern mit.

Die darauf folgende Woche waren Alina und ich in Plön zum Seminar, dort haben wir viel gelacht, sehr viel geredet und nur ganz wenig geschlafen. Wir haben unglaublich tolle Menschen kennengelernt, mit denen wir auch nach dem Seminar schon einiges unternommen haben.

Für Alina ging es nach unserer Rückkehr am Freitag auch schon weiter. Sie bereitete am Samstag auf der Lotseninsel die hungrigen Gäste, der von Ingrid gehaltenen Führung, ein leckeres Buffet. Bei herrlichem Sonnenschein lernten die Gäste viele Vögel und Küstenpflanzen kennen.

Nun habe ich aber auch mehr als genug  gelabert. Ab jetzt sollte der Blog auch wieder regelmäßig erscheinen und ihr werdet wieder häufiger über unsere Erlebnisse und Abenteuer zu hören bekommen.

Tschüss und bis zum nächsten Mal

Telje Narciß

32. Kalenderwoche 2019 (05. - 11. August)

Einen wunderschönen guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

wie schon im letzten Blog angekündigt wurde es diese Woche um einiges aufregender und turbulenter als erwartet…

Die für mich dritte Woche in der Stiftung begann für mich direkt mit einer Fahrstunde. Diese diente dazu, mich darauf vorzubereiten, die verschiedenen Stiftungswagen zu fahren. So saß ich also zum ersten Mal in meinem Leben in einem Automatikwagen und fand schnell Gefallen daran, meinen linken Fuß einfach faul baumeln zu lassen und dem Wagen das Schalten zu überlassen.

Am Dienstag durfte ich Janis auf einen Pressetermin begleiten, bei dem noch junge Zauneidechsen in ein über Jahre für sie vorbereitetes Gebiet ausgesetzt wurden, schließlich handelt es sich bei ihnen um eine stark gefährdete Art.

Zum Aussetzungsgelände bei Bad Bramstedt bin ich allerdings mit zwei jungen Biologen vom GfN (Gesellschaft für Naturschutzplanung) gefahren, die die kleinen Eidechsen über zwei Wochen in sogenannten Inkubatoren aufgezogen haben. So konnte ich dort also auch einen kleinen Einblick in eine weitere, dem Naturschutz verschriebene Organisation gewinnen.

Vor Ort musste zunächst natürlich ein passendes Fleckchen für die kleinen Wesen gefunden werden, da sie diesen in ihrer gesamten Lebensspanne um einen Radius von etwa 20 m nicht mehr verlassen werden. Dann trudelten auch schon nach und nach die Presseleute ein, darunter ein großes Team vom NDR und diverse Lokalredaktionen sowie selbstständige Journalisten. Was diesen Außeneinsatz für mich so interessant machte, war natürlich zum einen die Aussetzung der wirklich süßen, kleinen Eidechsen und dem damit verbundenen Beitrag zur Artenvielfalt in Schleswig-Holstein, aber auch vor allem, die Arbeit der Presseleute aktiv mitzuerleben und nachher bei der Arbeit am Presseecho die Resultate zu sehen.

Danach ging es noch mit Inken und Philipp in zwei ehemalige Kiesgruben, um den dortigen großen Zauneidechsenpopulationen ein paar Muttertiere zur Aufzucht neuer Jungen für die Aussetzungen zu entnehmen.  Das Fangen der flinken Tierchen gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Die Idee war es, den Eidechsen mit Vorrichtungen ähnlich einer Angel kleine Schlingen über den Kopf zu ziehen. Wie eigentlich abzusehen war, wurden wir jedoch mit der ansteigenden Hitze immer träger, während die Eidechsen, angeregt von der Wärme der Sonne, gefühlt immer schneller in ihre Verstecke flitzten. Trotzdem konnten wir am Ende mit einer beachtlichen Zahl gefangener Eidechsenweibchen einen kleinen Erfolg verbuchen und hatten uns das Belohnungseis im Auto sicherlich redlich verdient.

Schon am nächsten Tag fuhr ich dann mit Jutta, einer wahren Moorexpertin, und dem neuen Trainee Theresa auf meine allererste wirklich große Moortour ins Dosenmoor, um dort Wasserpegel zu messen. Für mich war schnell klar, dass es sich beim Dosenmoor mit der violetten Heide, den kontrastierenden Birken und der großen Weite um ein wahnsinnig faszinierendes Gebiet handelt. Dementsprechend interessant waren Juttas Erklärungen zur Entstehungsgeschichte und die Bestimmung von Tieren und Pflanzen mit Theresa.

Als wir allerdings kurz vor den letzten Pegeln durch eine große Heidefläche des Hochmoors stapften, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass sich über uns ein großes Gewitter zusammenbraute. Blieb die Frage: Augen zu und durch oder umkehren? Wir entschieden uns schließlich gemeinsam für die risikoreichere Variante und sollten es nicht bereuen: das Gewitter zog vorbei und bis auf ein bisschen Regen blieben wir verschont.

Die nächsten Tage durfte ich dann schließlich entspannt im Büro verbringen und widmete mich vor allem dem Presseecho, das vor Artikeln über die Zauneidechsenaussetzungen nur so strotzte.

Eine aufregende nächste Woche wünscht euch

Eure Alina                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

31. Kalenderwoche 2019 (29. Juli - 04. August)

Moin moin liebe Leserinnen und Leser,

oder wie meine Vorgängerin Grit zu dieser Begrüßung scherzhaft sagen würde: „für so ein unnötiges Geschnacke haben wir leider keine Zeit“, denn genau in dieser Woche sollte es vorbei sein mit Grits geduldigen Erklärungen zur schleswig-holsteinischen Mentalität. Die Zeit des Abschieds nahte.

Der Montag und der Dienstag waren noch ganz meiner Einarbeitung gewidmet. Ich durfte zum Beispiel lernen, wie man die am vorigen Freitag im Kaltenhofer Moor gemessenen Pegel in die seit Jahren geführten Excel-Tabellen einträgt. Außerdem durfte ich bereits große Teile der Arbeit am Presseecho übernehmen. Obwohl es sich dabei um eine äußerst langwierige Aufgabe handelt, ließ sich doch bei jedem gefundenen Artikel über Projekte der Stiftung ein gewisser Anstieg der Motivation feststellen.

Am Mittwoch sollte es dann soweit sein. Es hieß Abschied nehmen von Grit, die mir in dieser viel zu kurzen Woche zur besten Anleiterin, Lehrerin und Freundin geworden war, die ich mir hätte wünschen können, und –wie sich aus den Reaktionen der Kollegen schließen ließ- in ihrem aufregenden Jahr hier zu einem eigentlich unentbehrlichen Teil der Stiftung geworden ist. So gab es mit allen Kollegen ein kleines, aber feines Abschiedsessen im Besprechungsraum. Nach einem Abschiedsrundgang durch alle Räume der Stiftung um den Kollegen Lebewohl zu sagen, war der große Augenblick gekommen, an dem Grit ein letztes Mal vom Stiftungsgelände fuhr und somit all die kleinen und großen Aufgaben von der 9. auf die nun schon 10. FÖJler-Generation übertragen wurden.

Das bedeutete für mich aber auch, in den nächsten Tagen vorerst auf mich allein gestellt zu sein. So wagte ich mich dann also alleine ans Presseecho und erprobte mich neben einigen „Spezialaufträgen“ an der Neusortierung der Gebietsflyer in der Garage.

Dabei hatte ich ab und zu auch kleine Besucher: wunderschöne Schmetterlinge verschiedener Arten (darunter zum Beispiel das Tagpfauenauge), die sich an diesen sonnigen Tagen vom blühenden Flieder vor den großen Fenstern ins Büro verirrten um uns dort neugierig einen Besuch abzustatten.

Nach dieser eher ruhigen Woche lässt sich an dieser Stelle nur sagen: bleibt gespannt… dies war wie man so schön sagt „die Ruhe vor dem Sturm“, denn bereits in der nächsten Woche sollte das FÖJler-Leben mit gleich mehreren Exkursionen ins wilde Schleswig-Holstein für mich rasant Fahrt aufnehmen…

Eine sonnige und ebenso aufregende Woche wünscht Euch

Eure Alina

30. Kalenderwoche 2019 (22. Juli - 28. Juli)

Moin und einen wunderschönen guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

diesmal ist es nicht Grit, die Euch in diesem Eintrag mit Geschichten und Anekdoten aus dem FÖJler-Leben unterhalten wird, nein wie jedes Jahr im Sommer wagen es zwei (noch) unerprobte, neue FÖJler, in ihre Fußstapfen zu treten.

Mein Name ist Alina Unverricht, ich bin aus dem beschaulichen Sauerland im Südwesten NRWs  nach Kiel gezogen und habe mich dementsprechend noch nicht ganz an das tägliche, fröhliche „Moin“ im (für mich) hohen Norden gewöhnt. Ich freue mich schon sehr auf meine Mitstreiterin Telje, die unser FÖJler-Doppel Mitte August vervollständigen wird.

Seitdem ich letzten Dienstag voller Aufregung, Vorfreude und mit einem Quäntchen Nervosität die Stiftung betreten habe, steht mir Grit als erfahrene FÖJlerin  im Rahmen meiner Einarbeitung mit Rat und Tat beiseite und führt mich geduldig und ganz im Vorzeichen ihres baldigen Lehramtsstudiums in die Geheimnisse der FÖJler-Aufgaben ein . Unvergessen bleibt außerdem die unfassbar liebe Begrüßung durch unsere persönliche Betreuerin Karen mit Kuchen und Blumen aus dem Stiftungsgarten. Schwieriger im Gedächtnis zu behalten und eine wahre Herausforderung sind dagegen die zahllosen Namen meiner lieben Kolleginnen und Kollegen, die sich mir bei einem ausführlichen Rundgang durch die Stiftungsgebäude mit Grit vorgestellt haben.

Zu meinen Aufgaben gehört natürlich das berühmt-berüchtigte Presseecho, mit dem mich Grit an meinem ersten Tag (wegen der bereits erhöhten kognitiven Belastung durch die Namen ;)) noch verschonte, dem wir uns aber dann an allen folgenden Tagen ausführlich widmeten. So durchforsteten wir Online- und Printmedien nach Neuigkeiten über die Stiftung und waren doch immer wieder erstaunt über den je nachdem mehr oder weniger großen Einfallsreichtum der Autoren, insbesondere was die Überschriften angeht.

Um unsere durch die, für mich noch ungewohnte Arbeit am PC durchaus sehr angestrengten Augen zu entlasten, haben wir jeden Tag einige Zeit in der inoffiziell als FÖJler-Gebiet anerkannten Garage verbracht. Nach einer Sichtung und Ordnung der zahlreichen, durch unsere Vorgänger äußerst durchdacht einsortierten Flyer, wagten wir uns, unter teilweise höchster körperlicher Belastung bei der großen Hitze dieser Woche aka Flyerkisten schleppen, an die Aufgabe, hier und da ein wenig mehr Ordnung zu schaffen.

Abwechslung verschaffte ebenfalls die Fahrt mit Grit in die Waschanlage, um einen Stiftungswagen für die sogenannte „Extratour“ am Freitag auf Hochglanz zu bringen. Dabei musste ich als unerfahrenes „Landei“ erstens feststellen, dass man hierzulande in einer Waschstraße mithilfe eines riesigen Fließbandes doch tatsächlich auch den Innenraum reinigen lassen kann und zweitens, dass ich nach meiner allerersten Fahrt in einem Automatikwagen sagen kann, dass es sich dabei um eine ziemlich „coole Sache“  handelt.

Das absolute Highlight dieser Woche war für mich allerdings ganz klar die Fahrt mit Grit ins wunderschöne Kaltenhofer Moor, bei der ich mich nun selbst an der Bedienung  eines Stiftungswagens probieren durfte. Nachdem ich mich also mit dem Skoda Yeti, liebevoll „Cappuccino“ genannt, angefreundet hatte, ging es zügig ins Kaltenhofer Moor, um dort Wasserpegel zu messen, die aufgrund der aktuellen Hitzeperiode äußerst niedrig sind. Nach einem kurzen Zwischenstopp zur Kontrolle des Zeltplatzes Hessenstein  machten wir uns dann also auf ins Naturschutzgebiet Schmoel direkt an der Ostsee, um dort weitere Pegel zu messen und uns anschließend in unserer Mittagspause im herrlich angenehmen Meer abzukühlen, richtiges „FÖJ-feeling“ eben.

Nach diesen aufregenden  ersten Tagen in der Stiftung bin ich nun sehr gespannt, was wohl die nächste Woche an Überraschungen und neuen Erfahrungen bringen wird und würde mich wahnsinnig darüber freuen, wenn Ihr auch weiterhin auf diesem Blog meine und bald unsere kleinen Abenteuer als FÖJlerinnen verfolgt.

Sonnige Grüße aus Molfsee,

Alina

28. -29. Kalenderwoche 2019 (08. Juli - 21. Juli)

Tschüss liebe Leserinnen und Leser,

ein letztes Mal ging es für mich in das Große Moor bei Dätgen, das Hartshoper und das Königsmoor. Letzteres werde ich definitiv nicht vermissen. Die hohe Vegetation macht den Moortermin in den Sommermonaten einfach unglaublich anstrengend.

So ganz realisiert habe ich es noch nicht, dass ich jetzt nur noch wenige Tage in der Stiftung sein werde.

Vor zwei Wochen hatte ich ja bereits einen Abschlussblog für und über die anderen FÖJler und die Seminare geschrieben. Diesmal geht es um die Stiftung, denn die ist schließlich der Hauptbestandteil dieses Jahres gewesen.

Natürlich war das Jahr anstrengend und ich wäre liebend gern noch ein paar Mal mehr mit Kollegen auf Außendienst gefahren und habe bei weitem leider nicht alle der größten und schönsten Stiftungsländer kennenlernen dürfen. Aber ich durfte dieses Jahr trotzdem Unmengen an neuen Erfahrungen sammeln.

Ich habe nicht nur meine Pflanzenkenntnisse aufgefrischt (was nicht viel bedeutet; mein Gedächtnis zu Pflanzennamen und –aussehen ist wirklich miserabel) und habe hunderte Kilometer zwischen den Moorpegeln zurückgelegt, sondern auch riesige Mengen an Zeitungen durchsucht, um auch die kleinste Erwähnung der Stiftung in den Medien nicht zu übersehen, zahllosen Standbesuchern etwas über die Stiftung zu erzählen versucht und mich immer wieder dem Chaos der Garage gestellt. In besonderer Erinnerung werden aber auch die vielen Spezialaufträge bleiben, seien es die Besuche im Stiftungsland mit der vielfach sehr anstrengenden Arbeit im Gelände oder die Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein. Davon abgesehen hätte ich vor einem Jahr nie damit gerechnet, gleich zweimal  dem Landeshaus einen Besuch erstatten zu dürfen oder einen Tagesausflug nach Föhr zu machen.

Und da sind die ganzen kleinen Detailerinnerungen ja nicht mal ansatzweise gewürdigt. So viele kleine Erfahrungen und Erlebnisse hätte ich, glaube ich, niemals in einer anderen Einsatzstelle machen können. Daher geht ein riesiges Dankeschön an die Stiftung! Danke, dass ihr mir so viel ermöglicht habt und jedes Jahr aufs Neue zwei unerfahrenen Jungspunden die Chance gebt, in eure Arbeitswelt hineinzuschnuppern!

Nun bleibt mir nicht viel mehr zu sagen, als meinen Nachfolgerinnen ganz viel Spaß und viele neue Erfahrungen und Erlebnisse zu wünschen.

Tschüss,

Eure Grit

27. Kalenderwoche 2019 (01. Juli - 07. Juli)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

zurück in der Stiftung wartete der übliche Papierberg auf mich. Es bleibt in so einer Seminarwoche eben doch so einiges liegen.

Trotzdem konnte ich der Büroarbeit für drei Tage zum großen Teil entgehen. Am Dienstag ging es für mich mit der aktuellen Praktikantin zur Kiesgrube Woltersdorf. Hier verfolgte Werksstudent Tobi, mein Vor-vor-…-vorgänger aktuell die Arbeit für seine Masterarbeit. Thema der Arbeit ist die Wechselkröte. Ein Teil der Arbeit war es, alle zwei bis drei Tage Kröten zu sammeln, mithilfe einer Fotostation abzulichten und wieder in die Natur zu lassen. Später musste Tobi dann die Fotos vergleichen und schauen, wie viele Kröten er mehrmals gefangen hat. Dadurch kann man dann errechnen, wie groß die Population dort in etwa  ist, denn wenn er ein und dieselbe Kröte fast öfter fängt, spricht das dafür, dass nur relativ wenige Kröten dort leben. Hier mal eine Verbildlichung:  Man sucht zehn Tage (oder bei Kröten eben Nächte) immer wieder fünf Kröten (ergibt 50 Fotos). Wenn man jetzt nur zehn Kröten hat muss man die Kröten mehrmals fangen, weil es nicht genug Auswahl gibt. Bei 100 Kröten ist es schon deutlich wahrscheinlicher, dass man eine Kröte am zehnten Tag zum ersten Mal fängt oder eine Kröte gar nicht fotografiert wird.

Nun waren wir aber nicht für diese Aufgabe angereist. Stattdessen bekamen wir einen Einblick in die Telemetrie. Einige der Tiere hatte Tobi mit einem Sender ausgestattet, um einen Einblick in die Wanderrouten der Kröten zu bekommen. Dafür mussten die Kröten einmal am Tag gesucht werden, um den aktuellen Standort festzuhalten. Nach einer kurzen Erklärung, wie das überhaupt funktioniert (wenn man näher an den Sender kommt, piept der Empfänger lauter), ging es zuerst auf einen Acker. Eine der Kröten schien nämlich keine Lust auf eine fast menschenfreie Umgebung zu haben und hatte sich stattdessen in einem Maisacker vergraben. Während wir glücklich unseren Fund bestaunten, war die Wechselkröte von unserem Besuch weniger begeistert. In Zukunft wird sie wieder ohne die täglichen Besuche rechnen müssen, denn da die Aufzeichnungen so gut wie abgeschlossen sind, wurde der kleine Kerl vom Sender befreit. Nach den letzten Ortungen, bei denen die Kröten vergraben bleiben durften, ging es auch schon wieder zurück zur Stiftung.

Nach dem gewohnten Besuch des Dosenmoors am Mittwoch (die Heide bereitet schon den blühenden Empfang für unsere Nachfolgerinnen vor) fuhr ich am nächsten Tag mit dem Leiter des Projekts LIFE Limosa wieder in den Speicherkoog. Diesmal ging es an den Abbau des Vogelschutzzauns (falls ihr nicht mehr wisst, was wir dort beim letzten mal gemacht haben, könnt ihr das in dem Blog der 13. Kalenderwoche nachlesen) Doch nicht nur die Uferschnepfe, die der Hauptnutznießer des Projekts ist, nutzte die Fläche als sicheren Brutplatz; auch eine seltene Sumpfohreule zog hier ihre Küken groß. Wie um uns ihre Schutzinstinkte zu demonstrieren, verjagte eines der Elterntiere erst einmal in einem beeindruckenden Stuntflug eine aufdringliche Rohrweihe. Für die Eulen scheint es ein ideales Jahr zu sein, auch andere Kollegen hatten bereits von ungewöhnlich häufigen Sichtungen berichtet.

Für mich gab es nahe dem Zaun noch eine besondere Sichtung. Erst einen Tag zuvor hatten zwei Seeadlerjungvögel ihr Nest verlassen und hockten stattdessen nahe des Weges im Gras.

Mit dieser ereignisreichen Woche startete der letzte Monat bei der Stiftung und lieferte Material für den drittletzten Blog von mir.

Ich wünsche euch einen schönen Sommer,

Eure Grit

25. -26. Kalenderwoche 2019 (17. Juni - 30. Juni)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

diesmal gibt es wieder einen Blog für zwei Wochen, was unserem Abschlussseminar und der damit verbundenen Abwesenheit verschuldet ist.

Doch erst einmal gibt es einen kurzen Einblick in die Woche davor. Nach ein paar Stunden im Büro ging es in den Außendienst zum Entkusseln. Aus irgendeinem mir unbekannten Grund suchen sich meine Kollegen dafür immer nur die Tage mit Temperaturen um die 30 Grad aus, was bei mir zu einer leeren Wasserflasche und Sonnenbrand führte. Eigentlich sollte diese Aktion ja auch recht schnell gehen, aber als wir dann vor der Fläche standen, gab es doch mehr Arbeit als erwartet.

Zwei Tage später ging es dann zusammen mit zwei Mädels, die ihren Sozialen Tag in der Stiftung absolvierten, in das Große Moor bei Dätgen. Im Nachhinein war selbst diese Tour, die ich eigentlich für sehr kurz und entspannt halte, etwas lang für die beiden. Allerdings war es wetterbedingt aber auch wirklich nicht besonders angenehm, die Sonnen auf sich strahlen zu lassen. Am Nachmittag hatte ich dann die letzte Gelegenheit, ein paar Sachen im Büro zu erledigen, denn für den Rest der Woche ging es nach draußen.

Am Donnerstag erwartete zwei Kolleginnen und mich dann eine besondere Veranstaltung. Auf der Suche nach neuen Standaktionen fuhren wir zum Kräutertag auf den Hof Viehbrook. Für mich ging es an diesem Tag zum Grußkarten verschönern (dafür können getrocknete Pflanzen auf die Karten geklebt werden) und zum Malen mit Pflanzenfarben. Obwohl beides viel Spaß gemacht hat, ist es wohl wegen Mangel an Zeit zum Trocknen beides nicht als Aktion machbar. Anschließend gab es noch ein paar Vorträge zu verschiedenen Bereichen rund um Kräuter und andere Pflanzen, wobei Beyza, eine unserer Azubis, und ich eine Menge über Giftpflanzen lernen konnten.

Am nächsten Tag durfte ich mich dann wieder mehr oder weniger mit Pflanzen beschäftigen, denn diesmal ging es in die Archegärtnerei. Hier wollte ein letztes Mal der Erlebnistag der Gärtnerei im Rahmen des Projektes „Blütenmeer 2020“ vorbereitet werden. Dafür musste nicht nur unser Stand aufgebaut werden, sondern auch Infoschilder verteilt werden und für die Rallye ein Spinnennetz geknotet werden.

Am Sonntag durfte ich dann auch beim eigentlichen Erlebnistag helfen und zusammen mit Kollegin Bea unzählige Kindergesichter anmalen. Aber auch einige Erwachsene, zwei Kollegen aus der Stiftung mit eingeschlossen, trauten sich an unseren Schminktisch  und bekamen kleine Blumen und Bienen auf die Haut gemalt. In einer ruhigeren Phase wurde dann auch ich in einen Marienkäfer verwandelt und konnte mich somit dem an diesem Tag erschaffenen Zoo, der vor allem aus kleinen Tigern bestand, anschließen. Aber auch einige Extrawünsche konnten wir erfüllen, ob Traktor, Superheld oder sogar Bambus (Beas künstlerischem Talent sei Dank), fast alle Kinderwünsche konnten  erfüllt werden.

Nach diesem wirklich langen Tag ging es am nächsten Morgen dann direkt weiter. Es stand tatsächlich unser letztes Seminar an, wofür die FÖJler aus sämtlichen Himmelsrichtungen nach Sylt kamen. Wie schon beim ersten Seminar waren auch diesmal wieder alle FÖJler des Trägers Koppelsberg sowie ÖBFDlern anwesend. Aber diesmal war es nicht so überwältigend. Inzwischen kannte man viele der Gesichter, nach dem Seminar hat man noch viel mehr Freiwillige kennengelernt und eigentlich kommen einem so gut wie alle Gesichter vertraut vor.

Jetzt kommt der Punkt, an dem ich nicht weiß, was ich schreiben soll. Nicht das wir nicht unglaublich viel gemacht haben, aber wenn ich an diese Woche zurückdenke, werde ich richtig wehmütig. Ich werde diese Atmosphäre unglaublich vermissen, das tue ich jetzt schon. Vor jedem Seminar habe ich mich unglaublich darauf gefreut, diese Woche mitmachen zu können. Ja, offiziell ist es ein Seminar, man soll ein paar neue Dinge lernen, sich mit Problemen auseinandersetzen. Aber für mich war es einfach ein unglaublich fantastischer Teil meines FÖJ-Jahres, der mir jetzt zeigt, dass das Jahr zu Ende geht. An diesem Punkt möchte ich noch ein Dankeschön loswerden. Beziehungsweise sind es ganz viele Dankeschöns. Denn das ich so viel Spaß auf den Seminaren hatte, lag vor allem an den Leuten: an dem Team vom Koppelsberg, die unseren Haufen jedes Seminar aufs Neue begleiten und den Quatsch mitmachen, an unseren Vorgängern, die den Quatsch jedes Jahr weitergeben, und natürlich an dem aktuellen FÖJler-Haufen, mit dem der Quatsch überhaupt erst richtig Spaß macht. Und ja, ich weigere mich, das in der Vergangenheitsform zu schreiben! Ich werde gerade richtig sentimental, wenn ich an diese Woche und die vergangenen Seminare zurückdenke und hoffe, dass ich im August zu den FÖJlern gehören darf, die den Quatsch an die nächste Generation weitergeben, und ein letztes Mal ein paar von diesen verrückten und fantastischen Leuten wiederzusehen.

Ich durfte mit euch so unglaublich viel erleben. Vom schlechtesten Werbespot der Welt, in dem ich mit einem Apfel erschlagen wurde, über die FÖJlerin, die jünger als die Milchkuh ist, ging es zu meinem schwachen Bindegewebe, weiter zum unbekannten Pferd bis zu dieser Woche. Ob Pony oder Hallelujah, Go Banana oder Kotzendes Känguru oder doch einfach der Dauerbrenner „Everybody play it now!“, ich werde unsere Energizer und euch Energizten vermissen. Danke, dass ich euch kennenlernen durfte!

Ich bin der Meinung, ihr seid SPITZE!!!

Eure Grit

24. Kalenderwoche 2019 (10. Juni - 16. Juni)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

ach wie ist das schön, wenn man mit einem Feiertag in die Woche startet, nachdem man schon am Wochenende zwei Tage veranstaltungsfreie Tage hatte, nur um dann endlich die in den letzten Wochen vernachlässigten Aufgaben in Angriff nehmen zu können.

Daher gibt es dann auch erst vom Freitag wieder etwas Interessantes zu berichten. Am Sonntag sollte der Tag der offenen Tür im Landtag stattfinden, wofür die Grünen-Fraktion uns eingeladen hatte, die Stiftung dort vorzustellen. Damit am Sonntag nur noch die Blumen arrangiert werden mussten, fuhr ich bereits am Freitag dorthin. Dank eines Parkplatzes direkt vorm Haupteingang (da wo sonst die Limousinen die Politiker aussteigen lassen) war alles schnell reingetragen werden. Ich nutzte die Gelegenheit mit Vergnügen dazu, mich mit dem Paternoster zwischen den Etagen zu bewegen.

Für mich ging es am Sonntag dann aber nicht in den Landtag, sondern in die Arche Warder. Hier fand erstmalig der Schleswig-Holstein-Tag statt, wo es neben den Tieren auch verschiedene Infostände und Kinderaktionen gab. Doch bevor es für mich an die Infotheke ging, hatte ich die Möglichkeit, den Begrüßungsworten unseres Umweltministers Jan-Philipp Albrecht sowie einem Vortrag über die Arbeit der Arche zu lauschen. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen zu erhalten und bekannt zu machen, da sie genauso bedroht sind, wie die heimische Fauna. Gerade im Vergleich zu den Masttieren, die heute gehalten werden, wirkt der „Nutzen“ dieser Tiere sehr gering. Aber sie haben sich nicht ohne Grund entwickelt. Häufig sind sie viel robuster und an schwierige Lebensräume wie überflutete Flächen oder nahrungsarme Gebiete angepasst. Dazu gehören unter anderem auch die Koniks, die auf einigen Stiftungsflächen eine Aufgabe als Landschaftspfleger bekommen haben.

Ein paar Koniks konnten wir tatsächlich auch in der Arche Warder sehen, denn wenn man nun schon die Gelegenheit hat, zwischendurch durch die Arche zu wandern und die Tiere anzugucken und zu streicheln, dann nutzt man (in diesem Fall Standbetreuerkollegin Anna und ich) diese auch. Besonders das kleine Esellfohlen, das erst einen Tag zuvor auf die Welt gekommen war, zog uns in seinen Bann, während es noch etwas unkoordiniert durch den Auslauf tobte.

Was die Erlebnisse des Tages angeht, sprechen die Bilder wohl für sich. Eine sonnige nächste Woche,

Eure Grit

23. Kalenderwoche 2019 (03. Juni - 09. Juni)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nach der letzten recht ruhigen Woche, ging es diesmal Schlag auf Schlag.

Am Montag begann die Woche mit einer kleinen Runde durch das Kaltenhofer Moor. Wie immer war es eine schöne Runde und diesmal sogar mit guten Messwerten. Als Extra-Top des Tages konnten wir beim anschließenden Strandbesuch in Schmoel schon die Füße ins Wasser halten, nachdem wir unser Mittagessen am Strand genossen hatten.

Der nächste Morgen brachte uns dann zum Königsmoor, wo ein Reiher nur etwa 15 Meter von uns entfernt im Gewässer stand, um dann wegzufliegen, als er uns so nah sah. Vielleicht sollte ich dazu erwähnen, dass ich ihn vorher auch nicht bemerkt hatte, was aber wohl vor allem daran gelegen hatte, dass ich mich auf den Weg (bzw. auf die Aufgabe einen Weg zurück zum Auto zu finden, ohne über das hohe Grün zu stolpern oder in die Trockenrisse zu treten) konzentrieren musste.

Für mich stand am Mittwoch dann der nächste Außentermin an. Zusammen mit meinen Kollegen ging es in die Kiesgrube Wolterdorf. Hier gibt es neben einigen Froschteichen auch Galloways und an diesem Tag sehr viel Sonne. Wie man es von einer Kiesgrube erwartet, gab es auch hier kaum Schatten. Die wenigen schattigen Plätze waren aber natürlich weit entfernt von unserem Einsatzort. Schließlich waren wir gekommen, um die Lupinen zu bekämpfen. Ursprünglich verfolgten wir den Plan, die Blüten mit den Samen alle einzusammeln, doch wir stellten schnell fest, dass dafür einfach zu viele Lupinen auf der Fläche ihr Unwesen trieben.  Daher begnügten wir uns damit, uns mit der Sense durch die Sträucher zu kämpfen. Doch auch das allein war bei dem Wetter eine Tortur. Aber wir arbeiteten nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und so nutzten wir den künstlichen Froschteich (wirklich sehr künstlich, der ganze Boden ist mit Kieselsteinen bedeckt und im Sommer kann man das Wasser ablassen, um die Ansiedlung von Fressfeinden zu verhindern), um uns abzukühlen. Um nochmal darauf hinzuweisen, wie heiß es war: Ich war nach wenigen Minuten wieder komplett getrocknet.

Zum Abschluss des Außendienst-Marathons ging es dann noch ins Dosenmoor. An diesem Tag war es zwar immer noch warm, aber nun war es vor allem schwül. Daher beschlossen wir nach dem ersten Donnergrollen, die letzte Pegelrunde auf einen anderen Tag zu verschieben. Im Nachhinein mussten wir dann feststellen, dass das Gewitter noch auf sich warten ließ, aber das ist doch deutlich besser, als sich mitten auf der Moorfläche vor Blitzen verstecken zu müssen. Immerhin für den Praktikanten, der mit auf Tour war, war es eine lohnende Tour, denn als ornithologisch interessierter Mensch, gibt es jede Menge Besonderheiten im Stiftungsland zu sehen. Allein am heutigen Tag waren es drei Vogelarten, die er zuvor noch nicht gesehen hatte.

Auf mich wartet nun ein langes, arbeitsloses Pfingstwoche, während Linus und eine weitere Kollegin im Botanischen Garten bei deren Tag der offenen Tür die Stiftung vertreten dürfen.

Schöne Pfingsten,

Eure Grit

22. Kalenderwoche 2019 (27. Mai - 02. Juni)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

es war wieder eine dieser Wochen, in denen man nichts anderes macht, als einen imaginären Papierberg zu bearbeiten. Und nebenbei Kuchen zu essen. Denn in dieser Woche durfte ich meinen Geburtstag feiern und dazu gab es erst einmal einen kleinen Geburtstagstisch von meinen Kollegen. So lässt es sich doch arbeiten!

Um jetzt nicht zu lange darüber zu schreiben, wie toll die Kollegen sind, komme ich lieber schnell zum zweiten Ereignis dieser Woche: der Platt Poetry Slam! Wie auch in den letzten Jahren wurde dieser wieder in Kooperation mit dem NDR auf dem Hof Hartwigswalde veranstaltet.

Auf dieser Veranstaltung können die Besucher den Teilnehmern lauschen, wenn sie ihre Texte vortragen. Die Textthemen können die Poeten frei wählen, von nachdenklich bis lustig, von Naturschutz über die Arbeit bis zur Geschichte über die eigene Oma; solange die Texte selbst geschrieben sind, ist (fast) alles erlaubt. Der Titel dieser Veranstaltung weist noch auf ein weiteres Merkmal dieser Veranstaltung hin: Dat word Platt gesnackt. Zumindest die Poeten durften auf Plattdeutsch ihre Geschichten präsentieren, die Moderation dagegen war zweisprachig.

Nun ist es für die Zuschauer von Vorteil, wenn sie die Künstler zumindest halbwegs verstehen. Ich verstehe Plattdeutsch. Eigentlich. Aber nicht heute, denn so ganz ohne die Beanspruchung einiger grauer Zellen bin ich dann doch nicht in der Lage, jede Pointe zu verstehen und ich war zu sehr auf meine Arbeit konzentriert. Dabei war meine Arbeit eigentlich ziemlich simpel, denn ich sollte „nur“ Fotos machen. Das ist an sich auch kein Problem, aber wenn man für gute Fotos in der Sonne brutzeln muss, wird es doch mit der Zeit anstrengend. Die Zuschauer hatten es da deutlich angenehmer, denn der Stall, in dem normalerweise die Galloways leben, war an diesem Tag einer der kühlsten Orte in der Gegend.

Im Anschluss an den Wettstreit ging es für interessierte Besucher noch auf eine kleine Führung zu den Galloways, die auf den angrenzenden Weiden im Schatten der Bäume standen. Die Robustrinder gehören dem Verein „Weidelandschaften“, einem Partner der Stiftung, der einen großen Teil der Grünflächen der Stiftung gepachtet hat. Die oft ganzjährige Beweidung ist ein wichtiger Teil der Naturschutzarbeit, da die Rinder dafür sorgen, dass die Fläche nicht zuwächst. Gerade um die Teiche herum, die auf vielen Flächen geschaffen wurden, ist ein kurzer Bewuchs wichtig. Die Teiche wurden nämlich für die Frösche und Kröten angelegt, damit sie einen geeigneten Platz zum Laichen mit wenigen Räubern in der Umgebung finden. Die mögen es gerne, wenn die Sonne das Gewässer erwärmen kann, was durch einen hohen Bewuchs nun mal verhindert wird.

Aber auch für andere Lebewesen sind die Wilden Weiden ein geeigneter Lebensraum. Durch die geringe Anzahl an Rindern auf den Flächen haben viele Pflanzen die Möglichkeit zu blühen. Das freut nicht nur Gewächse sondern auch die Insekten, die hier Unmengen an Leckereien finden. Denn wo sonst gibt es noch blühendes Grünland?

Ich wünsche euch einen schönen Start in den Sommer,

Eure Grit

21. Kalenderwoche 2019 (20. Mai - 26. Mai)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

ein letzter Moortermin stand für diesen Monat noch auf dem Programm. Zusammen mit Malte, zu dessen Aufgaben auch das Fotografieren von Veranstaltungen und Stiftungsländern zählt, ging es auf ins Große Moor bei Dätgen. Hier erwartete uns eine gar nicht mal so kleine Zahl an Teichfröschen, die unseren Weg mit ihrem Gequake begleiteten. Nach dem wir die Froschteiche hinter uns gelassen hatten, konnten wir stattdessen dem Vogelgezwitscher lauschen und Malte konnte ein paar Vögel fotografieren. Das Schöne an guten Fotos ist, dass man im Nachhinein die Vogelexperten/-innen der Stiftung befragen kann, was man denn überhaupt gesehen hat. An diesem Tag hatten wir anscheinend unzählige Braunkehlchen (Bild 4) zu Gesicht bekommen, die allerdings zu weit entfernt gewesen waren, um sie zu erkennen. Tatsächlich waren wir nämlich erst zwei Wochen vorher gebeten worden, nach den kleinen Vögeln Ausschau zu halten.

Der Singvogel ist in ganz Deutschland als stark gefährdet eingestuft worden, denn als Bodenbrüter findet er kaum noch Brutplätze. Die intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen haben die offenen Landschaften zu einem großen Teil verdrängt, die das Braunkehlchen bevorzugt. Daher weicht es auch auf feuchtere Gebiete wie eben Moore aus. Da es im Großen Moor zudem einzeln stehende kleine Bäumchen und ein paar Zaunpfähle gibt, findet der Vogel hier auch seine Sitzwarten, von denen aus er unter anderem nach Nahrung sucht. Nachdem der Zugvogel vor ein bis zwei Monaten aus seinen Winterquartieren südlich der Sahara zurückgekommen ist, hat er in Schleswig-Holstein zumindest diesen Standort als Kinderstube gefunden.

Damit sich das Braunkehlchen an diesen sowieso schon beliebten Orten im Stiftungsland noch wohler fühlt, wurden unsere Kollegen/-innen genauso wie wir beauftragt, Sichtungen zu melden, damit diese Gebiete noch optimiert werden. Da wir aber erst von unserem Fund erfahren hatten, als wir zurück in der Stiftung waren, dürfen Linus und ich bei unserem nächsten Besuch im Moor versuchen, die Anzahl der Vögel zu zählen. Und das ist nicht die einfachste Aufgabe, da man die Vögel einerseits nur mit dem Fernglas oder eben einer sehr guten Kamera erkennt, andererseits fliegen sie durchgängig durcheinander, was eine doppelte und dreifache Zählung ein und desselben Vogels nicht ausschließt.

Außerdem habe ich an diesem Tag mein erstes größeres Missgeschick gehabt. Es wäre ja auch zu seltsam gewesen, wenn ich unfallfrei durch dieses Jahr gekommen wäre.
Das klassische „in den Graben springen“ scheint mir aber zu langweilig gewesen zu sein. Stattdessen nutzte ich einen halb auf dem Weg stehenden Baumstumpf, den ich in den vergangenen Monaten immer erfolgreich umfahren konnte, um das Auto festzufahren. Nun standen wir also im Moor, ein Reifen des Autos hing in der Luft. Glücklicherweise (an dieser Stelle noch mal ein riesengroßes Dankeschön!) war der Dätgener Bürgermeister gerade mit seinem Traktor unterwegs und verkürzte unseren Weg, um Hilfe zu holen, deutlich. So waren wir nach nicht allzu langer Zeit wieder fahrtauglich und konnten die letzten Pegel aufsuchen, jetzt allerdings in einem deutlich langsameren Tempo fahrend. Zum Abschluss der Erzählungen dieses Tages habe ich noch einen Tipp für euch: Falls ihr mal keinen Wagenheber zur Hand habt, aber trotzdem eure Reifen wechseln wollt, gibt es auch andere Wege einen Reifen in die Luft zu bekommen. Ihr solltet euch aber vorher überlegen, wie ihr das Auto wieder auf den fahrbaren Grund bekommt…

Um nicht mit so einem für mich unerfreulichen Thema aufzuhören, gibt es hier noch ein paar Zeilen zu der Veranstaltung, die ich am Wochenende mit Werksstudent Tobi betreute. Für mich war es die perfekte Gelegenheit, um mal zum Naturschutzgebiet Höltigbaum in Hamburg zu kommen. Dieses wird von der Stiftung Natur im Norden betreut, die relativ eng mit der Stiftung Naturschutz zusammenarbeitet. Für diesen Tag war das Schafschur-Fest eingeplant und so konnten die Besucher bei angenehmem Wetter dabei zusehen, wie die Schafe ihre Wolle verloren. An unserem Stand konnten die Kinder dann unser Tischmemory erproben, ihre eigenen Pflanztöpfchen inklusive Erde und Saatgut basteln und Holzscheiben-Magneten bemalen. Fast durchgängig saßen Kinder um uns und hielten uns am Basteltisch fest, sodass uns kaum die Zeit blieb, den Eltern etwas über die Stiftung zu erzählen. Auf Bild Nr.5 seht ihr unseren Stand in einer unseren kurzen Pausen. Eine wirklich schöne, kleine, gutbesuchte Veranstaltungen, auf der wir gerne unsere Zeit verbracht haben.

Und damit bis zur nächsten Woche,

Eure Grit

20. Kalenderwoche 2019 (13. Mai - 19. Mai)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

und wieder ging es auf ein paar Moortouren diese Woche. Kaum zu glauben, dass es die jeweils zehnte Tour war. So langsam gehen wir in den Endspurt!

Am Montag stand mit dem Kaltenhofer Moor eine kleine, entspannte Runde auf dem Programm, wo wir bei bestem Wetter feststellten, dass die Pegelstände schon wieder sanken. Ich hoffe wirklich, dass es nicht wieder einen so heißen Sommer wie im letzten Jahr gibt. Bei plus 30 Grad ist es schließlich auch für die motiviertesten FÖJler zu warm, um stundenlang durch hüfthohes Grünzeug zu wandern.

Aber im Moment können wir uns noch nicht beschweren. Vor allem nicht auf dieser Moortour, bei der es im Anschluss wie jedes Mal nach Schmoel an den Strand ging. Es ist wirklich zu schade, dass es nur diesen einen Pegel direkt am Strand gibt und man deshalb keinen Grund hat, länger an diesem Ort zu verweilen.

Im Königsmoor, dem wir am Dienstag einen Besuch abstatteten, merkten wir dafür sehr deutlich, dass jetzt die besten Temperaturen für die Pegelmessungen sind. Auf den Wegen zwischen den Punkten und weit weg von zeckenbesetztem Gebüsch konnte man sogar die Jacken ausziehen. Man ist also weit davon entfernt zu erfrieren, selbst wenn man wie Azubi Maksim, der mit ins Moor aufgebrochen ist, ein kleines Bad im Graben nimmt. Gerade im Königsmoor, wo es so gut wie keinen Schatten gibt, sollte es wirklich nicht noch wärmer werden. Ansonsten befürchte ich, dass sich auf den Dämmen noch mehr Trockenrisse auftuen, bis man dann wirklich größere Schwierigkeiten bekommt, die Pegel ohne wegbrechende Füße zu erreichen.

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass wir immer Regenwetter haben wollen, wie es am Donnerstag im Dosenmoor der Fall war. Auf Dauer muss ich das auch nicht haben. Aber wenn der Regen zumindest dann vom Himmel kommen würde, wenn er angekündigt ist, würde es der Pflanzenwelt doch wirklich guttuen. Stattdessen darf ich einen Teil meiner Arbeit damit verbringen, den Garten (ihr erinnert euch vielleicht, dass der aufgrund von Bauarbeiten im letzten Jahr ramponiert wurde) mit Wasser zu versorgen, damit er sich blütenreich entwickeln kann.

Damit bis bald,

Eure Grit

19. Kalenderwoche 2019 (06. Mai - 12. Mai)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem in den letzten Wochen ein Termin den anderen gejagt hat, wurde es diese Woche wieder ruhiger. Nur am Dienstag ging es raus ins Gelände. Dafür war dies ein besonders schöner Außendienst. Mit sechs Leuten rückten wir an die Geltinger Birk, um dort die Kartoffelrose zu bekämpfen.

Diese aus Ostasien stammende Pflanze wurde ursprünglich zum Küstenschutz absichtlich angepflanzt. Nur hat es sich leider herausgestellt, dass die Wirkung der Pflanzen, der Schutz vor Wind und Wetter, zwar richtig eingeschätzt wurde, aber der Effekt zum Küstenschutz nicht wirklich beiträgt. Dieses Problem gibt es nicht nur auf der Birk, sondern an fast jedem Strand in Schleswig-Holstein. Bei diversen Bekämpfungsversuchen hatte sich bereits gezeigt, dass die Kartoffelrose sehr hartnäckig an ihren Standorten festhält. Im Sommer letzten Jahres hatte die Stiftung eine neue Variante der Bekämpfung ausprobiert, dabei wurde, vereinfacht gesagt, der ganze Strand durchgesiebt, wobei sämtliche Wurzeln der Rosenart entfernt werden sollten.

Um ein erneutes Ausbreiten des Neophyten zu verhindern, waren wir  FÖJler deshalb verpflichtet worden, den Tag bei bestem Wetter am Strand zu verbringen. Denn glücklicherweise waren bisher nur aus wenigen übriggebliebenen Wurzeln neue Sprösslinge gewachsen und die ließen sich ohne Probleme ausgraben. Daher war es wirklich eher ein verpflichtender Strandspaziergang, bei dem man nebenbei Pflanzen und,  wenn man schon dabei ist, Müll eingesammelt hat. Sogar eine Flaschenpost hatte ihren Weg ans Ufer geschafft, allerdings war die Botschaft durch das Wasser unleserlich geworden. Über so einen Arbeitstag kann man sich wirklich nicht beschweren, vor allem nicht, wenn man eine Mittagspause mit Meerblick machen kann.

Nach ein paar weiteren ruhigen Arbeitstagen, hatte auch mein Freitagabend-Programm mit der Stiftung zu tun. Schon seit einigen Jahren bietet die Stiftung vorrangig im Mai eine kleine Tournee an. Die Sänger sind dabei meist grün oder braun, etwas glitschig und teilweise gerademal kastaniengroß. Vielen Menschen sind sie auch als Frösche und Kröten bekannt. Diese kleinen Gesangskünstler haben trotz ihrer geringen Größe eine wirklich laute Stimme. Und dabei sind die Frösche durch die diesjährigen kühlen Temperaturen noch recht zurückhaltend in ihrer Stimmkraft. Außerdem haben wir viele verschiedene Wasserbewohner wie einen Wasserkäfer, einen Egel und einen Wasserskorpion zu Gesicht bekommen.

Mit so einem Abend kann man doch wirklich gut ins Wochenende starten!

Eure Grit

17. - 18. Kalenderwoche 2019 (22. April - 05. Mai)

Ahoi ihr Landratten,

die erste Woche startete für mich am Donnerstag mit der Standbetreuung im CittiPark. Hier gab es eine Woche zum Naturschutz, bei der die Stiftung zusammen mit verschiedenen anderen Organisationen (von denen einige ebenfalls ihre FÖJler mitgebracht hatten – man sieht sich schon sehr häufig) über die verschiedenen Bereiche des Naturschutzes informieren durfte. Als Hingucker hatten wir diesmal die Pflanzpalette mit, die Janina im letzten Jahr gebaut hatte und die wir nun mit den ersten blühenden Pflanzen des Jahres bestückt hatten. Zwei lange Tage lang durfte ich hier verbringen, die Kräuter und Blumen der Pflanzpalette erraten lassen und mit Kindern Pflanztöpfchen basteln.

Am Samstag nach dem Standdienst ging es für mich dann gleich weiter mit „Arbeit“. Nachdem Linus bereits vor einigen Wochen sein viertes Seminar gehabt hatte, war ich nun an der Reihe, auf hohe See aufzubrechen. Zugegebenermaßen war die Ostsee eigentlich relativ harmlos, schließlich gab es kaum eine Stunde, wo wir keine Insel in Sichtweite hatten.

Aber ich beginne mal weiter am Anfang. Die Vorbereiter, zu denen ja auch ich gehörte, trafen sich bereits ein paar Stunden vor der offiziellen Ankunft, um noch die letzten Feinheiten des Programms abzusprechen. Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, das Schiff, einen roten Zweimaster namens „Lovis“, schon mal zu erkunden, was mangels Platz nicht lange dauerte. Nach der ersten Nacht im Kappelner Hafen ging es dann am nächsten Morgen los. Wir legten zum ersten Mal ab und fuhren mit dem Motor die Schlei hinauf. Währenddessen wurden uns die ersten Segelgrundlagen erklärt, die wir die nächsten Tage brauchen würden. Und dann war es soweit: wir setzten die Segel! Beziehungsweise wir vom Vorsegel mussten warten, bis die hinteren Segel gesetzt waren. Kurz danach konnten wir die Segel erst einmal Segel sein lassen und uns dem Programm zuwenden, bei dem es sich (sinnvollerweise) um die Ostsee drehte.

Am frühen Abend erreichten wir dann Marstall. Die Stadt ist, wie uns vom Skipper erzählt wurde, unter Seglern bekannt für ihren früher noch viel größeren Hafen und bot uns den Blick auf und in eine schöne, typisch dänische Kleinstadt. Den nächsten Vormittag verbrachten wir noch mit einer Müllsammelaktion am dortigen Strand, die, wer hätte es gedacht, zum Thema Meeresverschmutzung geplant war. An diesem Tag zeigte sich uns auch zum ersten Mal, wie flexibel wir im Vorbereitungsteam sein mussten, denn eigentlich war diese Einheit erst später geplant. Aber da es nun mal bei Marstall einen geeigneten Strand zum Müllsammeln gab, wurde die Reihenfolge erstmalig geändert. Dafür konnten wir danach bei schönstem Wetter segeln, lediglich der Wind ließ uns zwischendurch im Stich. Aber das gute Wetter hat einen wichtigen Vorteil: Man kann baden. Zumindest wenn man keine Angst hat zu erfrieren… Denn auch wenn die Luft angenehm warm war, hatte das Ostseewasser noch keine Zeit gehabt, sich zu erwärmen. Trotzdem konnten ein paar mutige FÖJler, darunter auch ich, nicht widerstehen, als wir im Hafen der kleinen Insel Drejø angelegt hatten. Wie oft hat man schon die Gelegenheit, direkt von einem Schiff ins Wasser einzutauchen? Und das Eintauchen kann man wörtlich nehmen, denn das Wasser war tief genug, um direkt aus dem Klüvernetz (das Netz unter den Vorsegeln) zu springen.

Auch am nächsten Tag hatten wir auf dem Weg zur Insel Lyø wieder bestes Wetter. Dort konnten wir abends dann ein Lagerfeuer machen, bei dem sich schon zeigte, dass es nun windiger werden würde. Während das Gesicht vorne vom Lagerfeuer gewärmt wurde, bekam der Rücken den starken und kalten Wind ab. Der Wind war am nächsten Morgen noch stärker. Nachdem wir eine Einheit zur Meteorologie noch am Hafen machen konnten, ging es danach Richtung Schleimünde. Wir wollten die Schlei bereits an diesem Abend erreichen, um das schlechte Wetter, das für den nächsten Tag angekündigt war, nicht mitten auf der Ostsee erleben zu müssen. Nur leider wollte sich das Wetter nicht an die Vorhersage halten. So bekamen wir den heftigen Wind doch ab, was einerseits zum Verzicht auf die von mir vorbereitete Seminareinheit, andererseits zu verbreitet auftretender Seekrankheit führte. Denn das Schiff lag ziemlich schräg im Wasser und war mit neun Knoten auch mit Maximaler Geschwindigkeit unterwegs. Wie es Wellen nun mal an sich haben, gab es dazu noch ein starkes Geschaukel und eine kostenlose Reinigung des Decks alias an Bord schwappende Wellen. Sich unter diesen Umständen draußen warm zu halten, war eine Herausforderung für sich, bei der auch ich zwischendurch nicht mehr auf den Beinen blieb. Es ist wohl kein Wunder, das wir den Abend lieber unter Deck verbrachten und unser geplantes Piraten-/ Wikingerkino anschauten.

Am Donnerstagmorgen endete unsere kleine Reise dann auch schon. Da wir die Schlei nur mit dem Motor hochfahren konnten, gab es noch eine Kurzfassung des am Vortag ausgefallenen Programms, das „Klar-Schiff machen“ und das letzte Abschlussprogramm. An diesem Punkt möchte ich noch ein Dankschön loswerden an alle Mitreisenden, ob es jetzt FÖJler, Schiffsmänner/ -frauen oder Teamer waren. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit euch die Ostsee zu erobern!

Eure Grit

16. Kalenderwoche 2019 (15. April - 21. April)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

ein kleiner Berg an Arbeit wartete diese Woche auf uns. Zum einen hatten wir am Dienstag die letzten Bewerbungsgespräche für unsere Nachfolger-FÖJler. Um nicht zu viel zu verraten, wir sind gespannt darauf, welche Bewerber für die Stiftung arbeiten wollen.

Unsere Hauptaufgabe in dieser Woche waren die Pegelmessungen. Am Montag fuhren wir in das Kaltenhofer Moor. Und hier hat der Frühling eindeutig schon begonnen. Die Vögel zwitscherten um die Wette, die Gänse machten einen Höllenlärm und ganz still und leise hatte ein Schwanenpärchen zu Brüten begonnen. Aus irgendeinem Grund hatten wir das weiße Gefieder auf dem Hinweg übersehen, doch beim Beobachten der streitenden Gänse fiel mein Blick auf den Schwan. Keine zwanzig Meter von unserem Weg entfernt, der zugegebenermaßen eher ein Trampelpfad ist, befand sich das Nest direkt am Wasser. Die durch das Sonnenlicht glänzende Wasserfläche hatte wohl auch dafür gesorgt, dass wir den großen Vogel (das war definitiv kein Zwergschwan) zuerst übersehen hatten. Nach ein paar Fotos aus einiger Entfernung, bei denen uns der Schwan etwas misstrauisch beobachtet hat, ließen wir das Nest dann in Frieden und hoffen, dass wir in den nächsten beiden Monaten mal die Küken zu Gesicht bekommen.

Am Mittwoch folgte dann die Tour durch das Königs- und Hartshoper Moor. Tatsächlich war das erst die zweite Tour in diesem Gebiet, bei der wir uns ohne Regenhose hinauswagen konnten. Denn selbst wenn es bei den vergangenen Touren nicht geregnet hatte, waren die hüfthohen Gräser immer noch nass gewesen. Es gibt Angenehmeres, als bei nicht einmal 10 Grad Außentemperatur mit nasser Hose herumzulaufen. So aber konnten wir das gute Wetter genießen.

Nachdem wir vor drei Wochen ja bereits von unseren Vorvorgängern besucht worden waren, hatten wir diesmal einen neuen Ehrengast: Jana, unsere direkte Vorgängerin. Die hatten wir ja bereits bei einigen kleineren Aktivitäten wie dem Betriebsausflug kennengelernt und hatte uns ins Dosenmoor begleitet. Das sonnige Wetter hat sich gehalten, sodass wir zwischendurch sogar im T-Shirt unterwegs waren. Ehrlich gesagt sind mir die Temperaturen damit auch hoch genug. Schließlich müssen wir ansonsten bei 30 Grad mit langärmeliger Kleidung durchs Moor, um nicht von Mücken und Bremsen zerstochen zu werden.

Und dem Moor tut es auch gut, wenn es nicht wieder so ein trockener Sommer wird – auch wenn wir FÖJler dann nicht so schnell durchs Moor laufen können.

Bis bald,

Eure Grit

14. - 15. Kalenderwoche 2019 (01. April - 14. April)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

für Linus ging es diese Woche auf hohe See. Oder zumindest vor die mecklenburg-vorpommerische Küste. Denn wie auch bei unseren Vorgänger, findet auch unser viertes Seminar auf einem Segelschiff statt. Linus‘ Berichten zufolge gab es tolles Wetter, auch wenn der Wind die ersten Tage nicht mitgespielt hat (Ostwind ist unpraktisch, wenn man nach Osten segeln will). Ansonsten werdet ihr von mir in zwei Wochen einen ausführlichen Bericht über meine Segeltour hören.

Während Linus also sein Seminar genoss, durfte ich mich weiter durch die Zeitungsberge wühlen. Auch wenn ich damit in der letzten Woche gut vorangekommen war, brauchte ich noch ein paar Stunden, um die letzten Artikel herauszusuchen und zu verarbeiten.

Aber bevor ich euch weiter mit eintönigen Berichten über die Medienauftritte der Stiftung langweile, komme ich lieber zur ersten großen Veranstaltung des Jahres: Die OUTDOOR 2019 stand an. Auf dieser Messe kann man seine Zeit nicht nur mit dem Kauf von Outdoor-Kleidung und Jagdutensilien vertreiben. Denn zusammen mit GreenScreen, dem „Bienenmobil“  und dem Wildpark Eekholt standen auch wir bereit, um über die Arbeit der Stiftung zu berichten. Nebenbei hatten wir auch die halbe Garage leergeräumt, um verschiedene Aktionen wie unser Tischmemory und das Schleswig-Holstein-Bodenpuzzle anbieten zu können. Tatsächlich stellten wir beim Aufbau fest, dass wir ein echtes Luxusproblem hatten. Manchmal hatten wir gerademal genug Platz für den Tresen und ein Roll-up, doch hier hätten wir noch genug Platz gehabt, um mehr Aktionen anbieten zu können. Dabei hatten wir noch eine dritte Aktion mitgebracht. Unsere Pflanztöpfchen (die Töpfe werden mithilfe von Zeitung und Papierpresse gebastelt und mit Erde und Saatgut aus der Arche-Gärtnerei gefüllt) standen (noch nicht fertig gebastelt) bereit, um die kleinen Besucher zu bespaßen. Um den Kindern zu zeigen, wie sie die Pflanztöpfchen basteln konnten, durften Werksstudent Tobi und ich das Wochenende in den Neumünsteraner Holstenhallen verbringen, nachdem am Freitag unsere persönliche Betreuerin Karen und Azubi Anna den Stand betreut hatten. Mit diesen anstrengen Messetagen endete die Arbeitswoche dann auch endlich.

Während ich mich einen Tag von der OUTDOOR 2019 erholte, durfte Linus sich daran machen, eine besondere Lieferung abzuholen. Für den Stiftungsgarten sollten kleine Bäume aus einer Baumschule bei Rendsburg abgeholt werden. Da diese Bäumchen während der Fahrt aufrecht stehen sollten, kam nur das große E-Auto in Frage, das wegen seines Platzangebots für die Unmengen an Standmaterial als Stiftungsauto angeschafft worden war. Nun ist es bei einem Elektroauto so, dass es keine unendliche Reichweite hat. Bei dem Stiftungsauto liegt diese Endlichkeit ungefähr auf der Entfernung nach Rendsburg und zurück. So schaffte es Linus gerade so, die Bäume sicher in der Stiftung abzuliefern, ehe der Akku eine neue Stromladung brauchte.

Am Dienstag stand dann ein wichtiger, besonderer Termin an: die Vorstellungsgespräche. Es ist kaum zu glauben, aber Linus und ich haben tatsächlich nur noch 3,5 Monate in der Stiftung vor uns. Daher hat in dieser Woche die Auswahl unserer Nachfolger begonnen und die ersten vielversprechenden Kandidaten haben sich vorgestellt. Auch für uns FÖJler ist es spannend zu überlegen, wem wir nächstes Jahr unsere Aufgaben übergeben und wen wir auf der ein oder anderen Moortour mal begleiten werden – so ganz wird uns die Stiftung wohl nicht los. Vor allem aber lernen wir im Moment die andere Seite der Bewerbungsgespräche kennen und wie schwierig es ist, eine Entscheidung zu treffen. Dabei kommt der Großteil der Bewerber erst in der nächsten Woche.

Nach weiteren Vorstellungsgesprächen am Mittwoch ging es Donnerstag endlich wieder ins Moor. Der letzte Moortermin liegt ja bereits eine Weile hinter uns und so waren wir froh, den Papierbergen für ein paar Stunden zu entkommen. Nachdem beim letzten Besuch im Großen Moor bei Dätgen ja leider ein Fuchs erschossen werden musste (siehe 10. Kalenderwoche), gab es diesmal keine besonderen Ereignisse. Die Wege werden schon wieder trockener, das Moor ist dabei noch nass genug. Und die ersten Vögel zeigten sich. Sogar drei Greifvögel flogen über unsere Köpfe hinweg.
Ansonsten blieb es ein kurzer, unaufgeregter, aber trotzdem schöner Moorbesuch.

Auf dem letzten Bild seht ihr eines der Eichhörnchen, die sich im Stiftungsgarten ihre Kobel gebaut haben und für uns eine (willkommene) Ablenkung von der Arbeit sind :-)

Und damit bis bald,

Eure Grit

12. - 13. Kalenderwoche 2019 (18. März - 31. März)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

diesmal gibt es wieder einen Blogeintrag über zwei Wochen.

Von der ersten Woche gibt es nur von einem Tag etwas zu berichten: Die Fahrt zum Treßsee, der südlich von Flensburg liegt. Hier gab es eine letzte Auspflanzung für das Projekt LIFE Aurinia. Das Projekt, das Ende letzten Jahres beendet wurde, drehte sich um einen kleinen, seltenen Schmetterling namens Goldener Scheckenfalter. Da dessen Feinschmecker-Raupen eine bestimmte Pflanze –den Teufelsabbiss-zum Sattknabbern brauchen, gehörten also auch Pflanzaktionen zum Projekt. Gleichzeitig hatten die Projektleiter Antje und Detlef, die mit uns an diesem Tag unterwegs waren, die Schmetterlinge in Zuchtvolieren aufgezogen. Die davon übrig gebliebenen Pflanzen (quasi das Raupenfutter) haben wir nun in die Wildnis entlassen, zusammen mit den letzten Raupen, die noch auf den Pflanzen saßen.

Da Linus und ich für den Rest der Woche abwesend waren, springe ich gleich zur nächsten Woche. Und hier ging es gleich wieder ins Gelände. Zusammen mit Olli, dessen Projekt sich um die Rettung der Uferschnepfe dreht, machten wir uns auf in den Speicherkoog bei Büsum. Und „wir“ beinhaltete an diesem Tag unsere Vorvorgänger Sofie und Daniel, die wir bei ihrem letzten Besuch leider verpasst hatten. Nun durften sie für einen Tag wieder in den Außendienst und beim Aufbau eines Vogelschutzzauns helfen. Denn die Uferschnepfen sind Bodenbrüter und wollen ihre Umgebung gerne viele Meter weit überblicken. Damit diese doch recht ungeschützten Nester nicht von Räubern wie dem Fuchs heimgesucht werden, wird seit einigen Jahren hier und an anderen gerne genutzten Brutplätzen ein Zaun aufgebaut. Selbst für wettererprobte (Alt-)FÖJler ist das nicht gerade eine Wunschaufgabe, denn es gibt doch Schöneres, als bei wolkenverhangenem Himmel dem kalten Nordseewind zu trotzen. Im Anschluss ging es noch zu anderen Punkten auf der Fläche. Unter anderem hatte Olli den Plan, einen automatischen Messpegel (man braucht nicht überall uns fleißige FÖJler dafür) zu erneuern. Nur saß der Deckel, den wir dazu hätten abmachen müssen, bombenfest auf dem Rohr. Nicht einen Millimeter wollte er sich drehen, selbst die stumpfe Gewalt mit der Axt als Schlagwerkzeug führte zu nichts, wenn man davon absieht, dass sich das ganze Rohr am Ende drehen ließ und der Deckel vom Deckel (den man jederzeit aufbekommt) im Wasser verschwand. Die Suchaktion, die darauf erfolgte, sorgte lediglich für abfrierende Finger. Immerhin ist die Diebstahlsicherung damit erfolgreich bewiesen.

Direkt am nächsten Morgen ging es (mit inzwischen aufgewärmten Händen) wieder zum Zaunaufbau, diesmal auf die Geltinger Birk. Auf dieser großen Halbinsel leben neben ein paar Rindern auch wilde Koniks. Daher muss der Zaun hier nicht nur Füchse, Marder und Co abhalten, sondern auch vor den neugierigen Pferden geschützt werden. Schließlich soll der Zaun auch noch nach ein paar Monaten stehen und dementsprechend nicht als Schupperstelle oder Pferdespielplatz missbraucht werden.

Der Nachteil von diesen Außenterminen ist leider immer, dass sich die Büroarbeit nicht von alleine erledigt. Also galt es den Rest der Woche, die Zeitungen nach Artikeln über die Stiftung zu durchwühlen.

Bis zum nächsten Blog,

Eure Grit

11. Kalenderwoche 2019 (11. März - 17. März)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn das Wetter in dieser Woche hartnäckig nass und windig war, standen für Linus und mich einige Draußentermine an. Unsere kleine dieswöchige Schleswig-Holstein-Tour führte uns am Montag in die Nähe von Rendsburg, zum Königs- und Hartshoper Moor. Wiedermal standen hier die Pegelmessungen an. Da auch in dieser Gegend schon seit letzter Woche gefühlter Dauerregen herrschte, waren die Wasserstände deutlich gestiegen und wir mussten aufpassen, dass unsere Gummistiefel nicht geflutet wurden. Doch auch wenn es bei einigen Schritten wirklich kritisch wurde, sind unsere Füße zum Glück trocken geblieben. So langsam habe ich die Hoffnung, dass wir tatsächlich ohne ein Fußbad durch das Jahr kommen. Wenn es denn im nächsten Monat wieder trockener wird.

Am Dienstag ging es mit dem zuständigen Flächenmanager Paul ins Stiftungsland Schäferhaus in der Nähe von Flensburg, wo wir über die Weide der Galloways fuhren und uns prompt eine Kuh im Weg stand, die uns erst nach einiger Zeit durchließ. Dort hatte ein Bagger den Weißdorn, der dort in Massen sein Unwesen trieb und andere Pflanzen verdrängte, aus dem Boden geholt. Damit unter den Überresten keine anderen ungewollten Arten wachsen können, war es an uns, diese in den Wald zu schleppen, wo die eingeschleppten Arten nicht wachsen. Denn eigentlich sind die dort ansässigen Galloways dafür zuständig, unbeliebte Pflanzen einfach wegzufressen. An den Weißdorn wagen die sich jedoch nicht heran, da er, wie der Name schon sagt, helle, spitze Dornen hat. Würden die gerodeten Bäume nun einfach auf der Fläche liegen bleiben, böten sie den unter ihren Ästen wachsenden Neophyten Schutz vor den Kühen. An einigen Stellen erleichterten wir auch nur die Arbeit des Radladers, der in der nächsten Woche kommen sollte, um die schweren Wurzeln der älteren Weißdornstrauche zu entfernen.

Auch am nächsten Tag wagten wir uns wieder in die Windböen um Flensburg. Es ging zu den letzten Campingplätzen auf dem Stiftungsland. Wieder mal vom Regen begleitet, hielten wir uns nicht lange draußen auf, was bei der Kontrolle auch gut klappt, schließlich ist der größte Aufwand die Fahrtzeit. Bei dem letzten Platz der Tour, Koppelheck, wurde es dann nochmal richtig windig. Das war auch nicht anders zu erwarten, denn der Übernachtungsplatz liegt direkt hinter dem Deich. Um dort hinzugelangen, blieb uns nichts anderes übrig (und es wäre von uns auch nicht anders gewollt), als den Deich zu erklimmen und sich dem Wind entgegenzustemmen. Nach dieser Tour würde ich die Empfehlung aussprechen, bei einer Übernachtung hier Tage mit starkem Wind zu vermeiden.

Zum Ende der Woche ging es am Donnerstag dann ins Dosenmoor. Hier waren die gestiegenen Wasserstände nicht mehr zu übersehen. Die Gräben waren nur noch ein paar Zentimeter von der Überflutung entfernt, einige angrenzende Wiesen und die bodennahen Pegel waren bereits mit Wasser bedeckt. Auch der Weg, den wir mit dem Stiftungsauto entlangfuhren, zeigte an einigen Stellen sehr verschlammten Boden, den wir glücklicherweise noch minimal rutschend befahren konnten. Durch das Moor schafften wir es auch hier trockenen Fußes, trotz prall gefüllter Gräben, die wir überspringen mussten.

Zum Wochenabschluss konnten wir uns endlich ins Trockene flüchten und der liegengebliebenen Büroarbeit widmen.

Und damit wünsche ich euch ein zumindest halbwegs trockenes Wochenende,

Eure Grit

10. Kalenderwoche 2019 (04. März - 10. März)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche startete mit einer Tour durch das Kaltenhofer Moor. Es ist kaum zu glauben, dass wir vor einem Monat noch über das Eis laufen konnten! Stattdessen durften wir nun durch tiefes Wasser auf der Wilden Weide waten. Nach einem kurzen Besuch dort ging es weiter nach Schmoel. Kaum waren wir unterwegs zum Strand, ging der Regen los. Und wie es am Meer nun mal häufig so ist, war es dazu auch noch extrem windig. Dabei war der Weg zum Strand noch relativ angenehm. Der Wind schob uns förmlich vorwärts und der Regen kam dadurch ebenfalls eher von hinten als von oben. Dafür wurden wir mit einem kurzen Blick auf die stürmische Ostsee belohnt, was ohne den starken Regen doch angenehmer gewesen wäre. Nachdem wir bei dem Lattenpegel am Strand dann einen Wert abgelesen hatten, ging es wieder zurück zum Auto. Logischerweise kamen Wind und Regen nun von vorne, wodurch uns der Rückweg viel länger vorkam als sonst. Ziemlich durchweicht ging es dann noch für einen kurzen Besuch zum Campingplatz Hessenstein, bevor wir uns endlich endgültig in das aufgeheizte Auto setzen konnten.

Am Mittwoch fuhr ich mit dem Werksstudenten Tobi in das Große Moor bei Dätgen. Und siehe da, obwohl seine FÖJ-Zeit schon ein bisschen zurückliegt (sechs FÖJler-Generationen vor uns) zeigten sich bei ihm noch einige Erinnerungen an das Moor – auch wenn im Laufe der Zeit einige Pegel dazugekommen sind und ein paar weggelassen wurden.

Unser Plan vom „Schnell durch das Moor flitzen“ ist dann aber nicht ganz aufgegangen. Kurz bevor wir alle Pegel gemessen hatten, fiel Tobi dann direkt am Graben ein roter Pelz auf: ein Fuchs. Als der nicht davonlief, wurden wir neugierig und stellten leider fest, dass der Fuchs wohl angefahren worden war. Dazu ist zu erwähnen, dass der Feldweg, auf dem wir unterwegs waren, nur wenige Meter neben der Autobahn liegt. Von da aus hatte sich der Fuchs wohl noch bis zu den kargen, kleinen Bäumen neben dem Feldweg geschleppt. Nun war er aber noch am Leben, die Hinterbeine waren komplett funktionslos. Bevor er da nun noch zwei bis drei Tage liegen müsste, ehe er verdurstet war, riefen wir daher verschiedene Leute an, bis wir über sehr viele Umwege endlich den Jäger erreicht hatten, der in diesem Gebiet schießen durfte (dabei sind die Jäger wirklich penibel). Schlussendlich wurde der Fuchs nun aber erschossen und damit von seinen Schmerzen erlöst.

Nachdem das Wetter am Donnerstag zu nass und zu windig für einen Außendienst war, fanden wir zum Ende der Woche endlich die Zeit, die uns aufgetragenen Arbeiten im Garten zu erledigen und ein paar Frühblüher umpflanzen.

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

09. Kalenderwoche 2019 (25. Februar - 3. März)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nach einer Urlaubswoche gibt es heute wieder einen Blogeintrag.

Während die Tomatensprösslinge wachsen und gedeihen, machten wir uns auf den Weg zu einem Sonderauftrag in einer von uns bisher unbesuchten Ecke Schleswig-Holsteins: das südliche Nordfriesland. Hier galt es, bei schönstem Wetter durch ein kleines Waldstück (ja, sogar in Nordfriesland gibt es Bäume) zu gehen und die dort aufgehängten Fledermauskästen zu kontrollieren. Zu unserem Glück hingen sie alle noch an Ort und Stelle, was es für uns eher zu einem Waldspaziergang abseits des Weges machte. Da war hier nach kurzer Zeit fertig waren, ging es anschließend weiter ins südliche Dithmarschen.

Hier warteten die ersten beiden Campingplätze aus dem Stiftungsprojekt Wildes SH auf unseren Besuch. Denn bald beginnt wieder die Saison, in der ihr eure Zelte auf einigen Plätzen inmitten der Natur aufstellen könnt (theoretisch kann man natürlich auch im Winter im Zelt übernachten, nur ist das in den meisten Nächten nur etwas für Hartgesottene). Für diesen Genuss muss man allerdings in den meisten Fällen auf jegliche sanitäre Anlagen und die Anfahrt mit motorisierten Fahrzeugen (Elektrofahrräder kann man als Ausnahme gelten lassen) verzichten. Damit die Zeltplätze auch in diesem Jahr alle beschildert und „bewohnbar“ sind, haben wir den Auftrag, alle Plätze auf stiftungseigenen Flächen zu kontrollieren, bevor die Temperaturen steigen und sich die ersten Mutigen in die Wildnis wagen.

Wir FÖJler planten in dieser Woche eine andere Minireise. Wie jeder Jahrgang vor uns müssen auch wir unsere Seminare selber vorbereiten. Linus und ich hatten uns beide dazu entschieden, das vierte Seminar vorzubereiten. Da dieses auf einem Segelschiff stattfinden sollte, dass nicht genug Platz für unsere kompletten Seminargruppen bietet, werden die ursprünglichen Gruppen auf die verschiedenen Schiffe verteilt. Somit werden wir auf den Booten mit vielen uns bisher eher unbekannten FÖJlern (einige hat man noch vom Einführungsseminar in Erinnerung) unterwegs sein. Daher kamen alle Vorbereiter, auch aus den entferntesten Ecken Schleswig-Holsteins –unter anderem von den Inseln- zusammen, um einen Teil der Crew, bestehend aus uns FÖJlern, kennenzulernen und die Inhalte zu planen. Nun können die Recherchen für die Seminarthemen beginnen.

Zum Freitag gibt es noch ein paar Zeilen von Linus:

Am Freitag ging es für mich ins Harzgebirge nach Osterode zur 2. Bundesdelegiertenkonferenz. Auch dieses Mal haben wir uns über die Zukunft des FÖJs in Deutschland beraten und konnten einige wichtige Fortschritte erarbeiten. Neben der Planung von ELAT (Einheitlicher Landesaktionstag; hier im Norden zum Thema Müllsparen geplant), BAt (Bundesaktionstag; FÖJler aus ganz Deutschland treffen sich und machen in diesem Jahr auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam) und dem Grün Rockt Festival, wurde im Konsens beschlossen, die Bewegung „Fridays for Future“ offiziell zu unterstützen. Dann war das Wochenende aber auch wieder vorbei und ich musste zurück nach Kiel.

Bis bald,

Eure FÖJler

07. Kalenderwoche 2019 (11. Februar - 17. Februar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem wir in der letzten Woche noch über das Eis gelaufen sind, zeigte sich nun die Sonne. Am Montag musste ich noch eine Erkältung auskurieren, trotzdem ging es am Dienstag gleich in das Große Moor bei Dätgen, wo wir verhältnismäßig warme Temperaturen genießen konnten. Was gibt es auch schöneres, als die ersten Sonnenstrahlen des Jahres bei einem Spaziergang in der Natur zu erleben. Gut, unter Umständen kann man darüber diskutieren, ob eine Moortour ein Spaziergang ist, aber nur wegen ein paar Stopps zum Pegelmessen und vielleicht etwas holprigen Wegen, kann man es doch trotzdem noch so nennen, oder? So gingen wir also mit der derzeitigen Praktikantin durch das Moor und konnten schon an den Gewässern erkennen, dass das Moor sich weiter von dem heißen letzten Sommer erholt hatte und die Wasserkante seit dem letzten Monat deutlich höher lag.

Nach ein bisschen Büroarbeit und den ersten Planungen eines FÖJ-Projekts ging es am Donnerstag dann nochmal ins Moor, diesmal ins Dosenmoor. Wieder hatten wir wunderbares Wetter, aber diesmal waren wir nur zu zweit unterwegs. Zwar herrschten am Morgen noch Handschuh-Temperaturen, aber mit der Zeit wurde es immer wärmer. Und auch wenn die ersten Blüten noch auf sich warten lassen, sah das Moor unter den ersten Sonnenstrahlen des Jahres wiedermal ganz besonders aus. Und auch wenn es vielleicht kitschig klingt, jedes Moor hat jeden Monat wieder seinen ganz besonderen Charme und es wird garantiert nicht langweilig, Monat für Monat in dieselben Gebiete zu fahren. Diesmal gab es eine Ansicht, bei der wir unseren Augen kaum trauten. Irgendwo versteckt zwischen den Bäumen leuchtete weißes Fell auf. Und das war definitiv kein weißer Hund, der von Herrchen oder Frauchen Gassi geführt wurde. Dort, wo das weiße Etwas stand, gab es nämlich keine Wege und direkt daneben waren dunkle Flecken zu sehen, die auf einen Sprung (also eine Rehgruppe) hindeuteten. Und wieder fehlte uns eine gute Kamera, um ein Foto von dem weißen Reh zu machen, auf dem man mehr als einen weißen Fleck erkennt.

Später fanden wir dann nahe einem Pegel neue Knochen. Zwar lagen hier schon seit dem Beginn unseres FÖJs (das ist jetzt schon 6,5 Monate her, die Zeit vergeht wirklich wie im Flug) die Knochen von einem Rehkitz (das ist zumindest unsere Vermutung), aber nun hatte sich die Knochensammlung, um ein paar Vogelknochen erweitert. Und das muss ein großer Vogel gewesen sein, der Größe der Knochen nach vielleicht eine Eule oder sonstiges in dem Format. Daneben fanden wir zudem noch zwei Knochen mit einem noch funktionierenden Gelenk! Es kann schon sehr interessant sein, wenn man die Augen nach solchen Spuren aufhält. Ob man jetzt Sonnentau entdeckt (viel kleiner und unscheinbarer als man denkt) oder Knochen (eindeutig häufiger als Sonnentau) oder ein weißes Reh, irgendetwas entdeckt man immer, was man in den vorigen Monaten nie gesehen hat.

Und damit bis bald,

Eure Grit

06. Kalenderwoche 2019 (04. Februar - 10. Februar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich am Montag ein (hoffentlich) letztes Mal das Eis vom Auto kratzen musste, ging es am Dienstag wieder ins Kaltenhofer Moor, diesmal wieder unsere altbekannte Pegelroute entlang. Doch als wir im Moor ankamen, bereuten wir es fast, dass draußen keine Minusgrade herrschten. Denn auf einigen Wasserflächen schmolz die Eisdecke bereits davon. So mussten wir mit einem großen Schritt bzw. einem Balanceakt auf dem Baumstamm über die Gräben kommen, statt einfach darüber zu laufen. Immerhin waren dadurch die Pegel nicht zugefroren. Als wir dann aber die Wilde Weide daneben betraten, standen unsere Gummistiefel tatsächlich nur wenige Zentimeter unter Wasser. Darunter war noch immer eine stabile und auch sehr rutschige Eisschicht. Nur an wenigen Stellen brach das Eis unter uns und wir standen noch ein paar Zentimeter weiter unter Wasser.

Doch anderswo erblickten wir eine dicke, stabile Eisschicht. Ein Tümpel, ein paar Meter von unserer Route entfernt, weckte in mir das Kind, das über das Eis schlittern wollte. So tasteten wir uns langsam vor und das Eis zeigte sich wirklich stabil. Nicht das leiseste Knarzen war zu hören, kein Tropfen flüssiges Wasser war zu sehen. Und so konnten wir zumindest ein paar Minuten über das Eis gleiten. Gut, fürs Gleiten haben unsere Gummistiefel dann doch nicht gereicht. Dies war dann aber leider die einzige stabile Eisfläche, alle anderen gingen schon beim vorsichtigen Antasten kaputt.

Im Anschluss ging es dann wieder nach Schmoel an den Strand. Auch hier taute das Eis bereits, die einzige gefrorene Stelle konnten wir nur aus der Ferne erahnen. Doch auch ohne Eis war der Anblick der Ostsee bei dem frostigen Wetter einmalig schön.

Am Mittwoch war dann mal wieder ein Bürotag. Diesmal unterbrochen von einer kurzen Pause, in der wir, wie schon einige FÖJ-Generationen vor uns, Tomaten aussäten. Daher werden wir uns die nächsten Wochen auch täglich um die Pflanzen kümmern müssen, bis diese dann irgendwann umgetopft werden und auf den Balkon umziehen können.

Donnerstag ging es dann nach Rendsburg, um die Wasserstände im Königs- und Hartshoper Moor zu messen. Obwohl es wieder verhältnismäßig warm war (ein paar wenige Plusgrade), gab es auch hier noch ein paar gefrorene Stellen. Leider war das eher am harten Boden zu erkennen, als an schönen Eisflächen. Da wir im Königsmoor durch einige Wasserflächen waten müssen, bekamen wir den Gefrierzustand aus nächster Nähe mit. Und der sah so aus, dass man jeden Schritt antasten musste, wie hoch das Wasser reichte, nachdem das Eis unter den Füßen wegbrach. Und kaum glaubte man, auf einem stabilen Eisstück zu stehen, brach man auch schon wieder ein. Das, verbunden mit den hohen Wasserständen, die teilweise bis zur Stiefelkante reichten, machte nicht annähernd so viel Spaß wie über den gefrorenen Tümpel im Kaltenhofer Moor zu laufen. Besonders fies waren dann die Eisbrocken, die bereits gebrochen waren und nun schief lagen. Denn in dieser Lage hielten sie unser Gewicht dann auf einmal bestens aus und demonstrierten uns, wie gut man Eisflächen hinunterrutschen kann. Der anhaltende Regen trug dann noch zusätzlich dazu bei, dass dieser Ausflug nicht zu unseren Wochenhighlights zu zählen war.

Zum Abschluss der Woche gab es neben der Büroarbeit noch eine kleine Packaktion für die letzte Winterwanderung des Jahres, bevor es dann auch schon wieder ins Wochenende ging.

Bis zur nächste Woche,

Eure Grit

05. Kalenderwoche 2019 (28. Januar - 03. Februar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

wie versprochen, gibt es jetzt die Zusammenfassung der letzten zwei Wochen, nachdem ihr euch gedulden musstet. Aber wir konnten ja schlecht den spannendsten Teil weglassen.

Die erste Woche sollte relativ ruhig verlaufen. Keine Moortouren, keine Sondereinsätze, keine besonderen Aktionen. Nicht, dass diese kalten Temperaturen dazu einladen würden, sich nach draußen zu wagen. Und so blieb endlich mal Zeit für die kleinen Aufgaben, die wir bisher vor uns hergeschoben hatten. Erst gegen Ende der Woche nahm die Arbeit wieder ein bisschen zu. Die erste Veranstaltung des Jahres stand an. Zwar waren wir FÖJler nicht für den Standdienst eingeplant, aber gepackt werden musste natürlich trotzdem.

Für den Freitagnachmittag gab es dann doch noch eine sehr besondere Aktion. Für die NDR-Nordtour sollte im Stiftungswald Stodthagen, in dem wir ja auch regelmäßig die Wasserstände messen, eine Winterwanderung gefilmt werden. Da die eigentliche Winterwanderung dort aber bereits am vergangenen Wochenende stattgefunden hatte – mit einem absoluten Besucherrekord von über 300 Leuten! –, brauchten wir einige Winterwanderer-Komparsen. Daher fuhr ich mit Kollegen, deren Familie und Freunde sowie einer FÖJlerin aus einer anderen Einsatzstelle zum Stodthagener Wald. Dort gingen wir jedoch nicht in den Wald, in dem wir FÖJler immer unterwegs sind, sondern auf die Wilde Weide daneben. Zwar haben wir auch einen Messpegel auf der Weide, allerdings ist der nur wenige Meter vom Zaun entfernt und so war die kleine exklusive Führung auch für mich etwas Besonderes. Und diesmal konnten wir die Galloways aus nächster Nähe bewundern. In nur etwa zehn Metern Entfernung begutachteten wir die Ochsen, beziehungsweise sie begutachteten uns. Aber nach einigen Minuten war die Futtersuche dann doch interessanter als unsere Menschengruppe. Als kleines Extra ging es dann noch über das Eis, das sich auf den Teichen gebildet hatte.

Nach den „Dreharbeiten“ ging es am Montag dann wieder auf Seminar. Viele FÖJler hatte man seit drei Monaten nicht mehr gesehen und so war es –zumindest für mich- umso schöner endlich wieder eine Woche mit ihnen zu verbringen. Ganz zu schweigen davon, dass es einige neue Gesichter gab, aber leider auch welche, die ihr Freiwilliges Jahr abbrechen wollten. Neben Energizern (verschieden geartete Warm-ups, bei denen man sich bewegen und oft auch sprechen, schreien oder singen muss; in jedem Fall wird man dabei wach) und abendlichen Spielerunden, gehören zum Seminar aber natürlich auch die Seminareinheiten. Diesmal haben wir uns vor allem mit dem Thema Energie(-) und Klimawandel beschäftigt. Immerhin war unsere Unterkunft auf dem Gelände des Artefact Power-Parks. Einen Vormittag nutzten wir auch die Gelegenheit, uns in Flensburg einen Vortrag über den Klimapakt anzuhören und anschließend die Stadt anzugucken (wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe, lernen wir zumindest in unserer Einsatzstelle viele Ecken Schleswig-Holsteins kennen).

Natürlich haben wir während der Woche noch viel mehr gemacht; DIY-Lavalampen, Auswirkungen des Klimawandels gelernt und verschiedene Perspektiven betrachtet. Insgesamt war es wieder eine schöne Seminarwoche, in der wir zwar auch etwas gelernt haben, aber auch sonst ein paar schöne, spaßige Tage hatten, die nebenbei auch super sind, um die doch recht ruhige Winterzeit zu überbrücken.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Grit

04. Kalenderwoche 2019 (14. Januar - 20. Januar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

ihr müsst euch gedulden. Der Beginn der Woche war unglaublich ruhig. Aber am Freitag gab es dafür umso mehr zu tun, das Spannendste erst nach dem Verlassen der Stiftung. Da wir in der nächsten Woche wieder auf Seminar sind, können wir den Blog leider nicht am Montag schreiben. Dafür wird es in der darauffolgenden Woche einen umso längeren Blog für euch geben.

Eure Grit

03. Kalenderwoche 2019 (14. Januar - 20. Januar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

wie im letzten Blogeintrag erwähnt, durfte ich ohne Linus in diese Woche starten. Der Montag verging dann aber sowieso, ohne dass ich etwas Spannendes berichten könnte.

Am Dienstag ging es dann gemeinsam mit Linus in die Arche-Gärtnerei. Doch diesmal ging es nicht um Unkraut, das bekämpft werden sollte. Unser neuer Gegner war ein ungefähr 3,8 mal 2,5 mal 1 Meter großer Schrank. Die Gärtnerei befindet sich nämlich auf einem ehemaligen Militärgelände und nutzt die gegebenen Gebäude. Diese sind nun mal alle ihrem damaligen Nutzen entsprechend gebaut und ein Gebäude, das vorher vom benachbarten Angelverein genutzt wurde, ist einfach ein bisschen größer und besser unterteilt. Also sollte der Riese von Schrank heute in sein neues Heim ziehen, nachdem wir die alten Wasserbecken hinausgeschleppt hatten. Das neue Gebäude lag natürlich nicht nebenan, sondern ungefähr 300 Meter entfernt. Also versuchten wir unser Glück, kippten das Ungetüm auf den kleinen Anhänger und fuhren den Schrank zum anderen Gebäude. Was erstaunlich gut geklappt hat. Zumindest ist der Schrankriese ohne größere Kratzer und ohne Zwischenfall im neuen Gebäude angekommen.

Einen Tag später stand die monatliche Tour ins Dosenmoor an. Wieder einmal waren wir nicht allein unterwegs, denn neben dem Pegelmessen wollten wir diesmal für einen Infostand ein Moormodell anfertigen, für das wir ein bisschen Torf brauchten. Da wir aber nicht irgendwo im Moor Torf stechen wollten und die Baumaßnahmen im Königsmoor leider gerade erst abgeschlossen waren (sonst hätten wir uns dort ja den Torf holen können), begleitete uns Jutta. Bei der Gelegenheit, von Jutta etwas über das Moor zu lernen, wurde das Auto gleich noch mit Kathleen (die „neue Neue“, die erst dieses Jahr dazu gekommen ist) und Annalena (die „alte Neue“, seit November dabei) aufgefüllt. Mit diesem vollen Auto ging es dann ins Moor, wo auch Linus und ich noch ein paar neue Sachen über das Moor lernen, bzw. das vorhandene Wissen auffrischen konnten. Selbst ohne GPS -wir haben vor der Abfahrt tausendmal überlegt, ob wir noch etwas vergessen haben- konnten wir die Pegel relativ zielsicher finden. Dafür wissen wir jetzt, wo wir wieder Markierband abringen sollten, denn das alte hatte sich schon ziemlich gut abgebaut. Und auch die Idee mit dem Moorboden hat sich gut in die Praxis umsetzen lassen (Bild 2).

Am nächsten Tag ging es dann in Richtung Rendsburg zum Königs- und Hartshoper Moor. Und es war nass. So unglaublich nass. Fast pausenlos prasselte der Regen den ganzen Vormittag auf uns herab, bis unsere Jacken fast durchweichten. Dazu kommen im Königsmoor noch mehrere Passagen, bei denen man durch das Wasser waten muss, um zu den Pegeln zu kommen. Man muss also trotz dem Regen langsam gehen, um nicht in eine Kuhle zu treten und Wasser in die Stiefel zu bekommen. Doch kaum kam uns der Gedanke, an einem anderen, regenfreien Tag wiederzukommen, ließ der Regen für eine Weile nach. Für wenige Augenblicke kam sogar die Sonne raus und in dem Moment sahen die Wasserflächen einfach hinreißend aus (Bild 5). Zumindest bis der Regen wieder losging. Kaum hatten wir entschieden, während der Regenphase Mittag zu machen, hörte es auch schon wieder auf und wir rasten durch das Moor, um alle Pegel vor dem nächsten Schauer abzuarbeiten. Nachdem das Königsmoor also abgearbeitet war, hätte es sich nicht gelohnt, für das Hartshoper Moor eine Extratour an einem anderen Tag zu machen. Also machten wir in der nächsten Regenphase wirklich unsere Mittagspause und tatsächlich hörte der Regen pünktlich zum Ende der Mittagspause auf und wir konnten halbwegs trocken nach den letzten Pegeln suchen.

Am Freitag war ich dann wieder alleine und durchsuchte stundenlang die Zeitungen nach Artikeln über die Stiftung, schließlich hatten wir diese Aufgabe drei Tage lang liegen lassen müssen. Und dann ging es auch schon wieder ins Wochenende.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Grit

02. Kalenderwoche 2019 (07. Januar - 13. Januar)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, ihr seid alle gute ins neue Jahr gestartet. Diesen Montag ging es für mich zum ersten Arbeitstag des Jahres 2019. Linus hatte bereits in der vorigen Woche schon zwei Tage gearbeitet, sodass das über die Urlaubstage liegengebliebene Presseecho schon größtenteils abgearbeitet war. Dafür gab es nach der allwöchentlichen Montagsrunde ein kleines Kuchenbuffet, das als Einstand für gleich drei neue Kollegen diente. Ansonsten blieb der Tag recht ruhig.

Eigentlich wollten wir am Dienstag dann ins Moor fahren. Allerdings spielte das Wetter am Morgen nicht mit. Um nicht von herunterfallenden Ästen getroffen zu werden –und nicht in den Regen zu müssen- blieben wir also stattdessen in der Stiftung. Kaum eine Stunde später kam dann kein einziger Tropfen mehr vom Himmel und sogar ein paar blaue Streifen waren zu sehen So konnten wir den Tag immerhin dazu nutzen, die Autos zur Waschanlage zur fahren, wobei natürlich die schmutzigsten bereits von Kollegen gebucht waren und somit nicht poliert werden konnten.

Nach einem ereignislosen Mittwoch ging es am Donnerstag dann endlich ins Moor bei Dätgen. Und hier meinte es das Echolot nicht gut mit uns. Normalerweise sollte es bei Kontakt mit Wasser piepen, aber heute gab es keinen Ton von sich; eine passende Ersatzbatterie hatten wir natürlich nicht dabei. So mussten wir erstmal zurück zum Auto, um einen Zollstock zu holen. Das erschwert das Messen deutlich, denn wenn man die Wasserkannte nicht sieht, muss man sich langsam an den Wert herantasten, bei dem nur die Spitze des Zollstocks mit Wasser benetzt ist. Zum Glück gibt es im Großen Moor viele Pegel, bei denen das Wasser nur wenige Zentimeter unterhalb des Pegelrandes steht. Trotzdem hätten wir lieber nicht auf das Echolot verzichtet.

Am Freitag holten wir dann den Besuch vom Kaltenhofer Moor nach, diesmal von einem Schülerpraktikanten und Regenwolken begleitet. Und es war hier unglaublich laut. Mehrere Gänseschwärme zogen über unseren Köpfen ihre Bahnen und schnatterten dabei in den lautesten Tönen. Hier drehten wir eine schnelle Runde zu unseren Pegeln und fuhren danach weiter nach Schmoel, wo die Sturmfluten der vergangenen Woche reichlich Müll angeschwemmt hatten. Nebenbei wurde dabei auch unser Lattenpegel ein bisschen zugeschüttet (Bild 5).

Auf dem Rückweg wagte sich Linus dann noch auf die Sandbänke. Ohne Gummistiefel, um den Stoffwechsel zu stärken. Kleiner Spoiler zur nächsten Woche: Das war vielleicht nicht die beste Idee, denn natürlich war Linus zum neuen Wochenbeginn krank. Von meiner Seite dazu ein „Ich hab’s dir doch gesagt“.

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

Spezial-/ Weihnachtsblog

Hohoho,

es ist wiedermal so weit, es weihnachtet. Die Wohnungen sind geschmückt, die Lichterketten erhellen die Straßen. Tannenduft erfüllt die Luft, die Weihnachtsbäume werden aufgestellt und festlich geschmückt. Die Geschenke sind verpackt und noch gut versteckt, bevor sie am Weihnachtsabend unter den Baum gelegt werden.

Doch kaum sind die Feierlichkeiten vorbei, soll die freie Zeit genutzt sein, um Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Denn nicht mehr lange dauert es, bis die Bewerbungen für künftige Freiwillige eingereicht sein müssen. Da wir aus eigener Erfahrung wissen, dass so gut wie jeder, der überlegt, ein FÖJ bei der Stiftung zu machen, auch diesen Blog liest, gibt es diesen Weihnachtsspezialblogeintrag.

Ich glaube, wenn man sich die vergangenen Einträge durchliest, merkt man schnell, dass wir jetzt schon unglaublich viel erlebt haben. Es passiert jede Woche so viel, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht; allein die Vorstellung, dass sich bald unsere Nachfolger bewerben, scheint unglaublich. Aber genau das macht dieses Jahr ja so toll. Man hat ein Jahr die Möglichkeit, viele neue Erfahrungen zu machen. Obwohl ich mein ganzes Leben lang schon in Schleswig-Holstein wohne, habe ich schon jetzt so viele neue Orte entdecken dürfen, von denen ich vorher nicht einmal wusste und dabei haben wir noch sieben viel zu kurze Monate Zeit, Kollegen auf ihre Flächen zu begleiten und mehr Stiftungsland kennenzulernen.

Natürlich besteht unsere Zeit nicht nur daraus, neue Stiftungsländer kennenzulernen, bei den monatlichen Pegelmessungen kehren wir in fünf Moore auch regelmäßig zurück. Auch das wird nicht langweilig, denn das Moor sieht nie gleich aus. Es ist unglaublich toll zu sehen, was sich dort im Jahreskreislauf verändert und bei jedem Besuch neue Details zu sehen, die man vorher nicht bemerkt hat, wie der kleine Sonnentau, den man vorher immer übersehen hat, oder Tiere, die man vorher nicht auseinanderhalten konnte.

Auch die Büroarbeit gehört dazu und auch wenn das nie meine Lieblingsaufgabe sein wird – gegen spannende Außeneinsätze kann wohl kaum eine Aufgabe ankommen- hat sie mir jetzt schon unheimlich gebracht, weil man hier auch organisieren muss, wann was gemacht werden muss und welche Aufgabe noch warten kann, ganz zu schweigen von der Terminplanung.

Als dritte wichtige Aufgabe gibt es noch die Standbetreuung, wo wir allerdings noch nicht so viele Einsätze hatten, denn die meisten Veranstaltungen sind im Mai und Juni. So hat man dann auch genug Zeit zu erfahren, was man auf den Ständen erzählen kann. Da man meistens auch eine (Kinder-)Aktion dabeihat, hat man auch die Möglichkeit in diesem Bereich ein paar Erfahrungen zu sammeln.

Damit habe ich noch lange nicht alle Aufgaben aufgezählt, weil es einfach so verdammt vielfältig ist. Die Aufgaben sind da in der Einsatzstellenbeschreibung schon wirklich genau beschrieben, wenn es heißt „Unterstützung der Mitarbeiter bei vielfältigen Aufgaben“. Ich glaube, in kaum einer anderen Einsatzstelle hat man so abwechslungsreiche Aufgaben! Ich könnte jetzt noch fünfmal so viel schreiben und könnte trotzdem nicht alle wichtigen Punkte aufzählen. Die Arbeit macht Spaß, man lernt unglaublich viel und die Kollegen sind einfach nur fantastisch!

Vielleicht wird ja einer von euch derjenige, der selber diese Erfahrungen bei der Stiftung sammeln darf!

Eure Grit

51. Kalenderwoche 2018 (17. Dezember - 23. Dezember)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn diese Woche ein wenig verkürzt ist, gibt es natürlich trotzdem ein Woche-Update.

Pünktlich vor dem Weihnachtsurlaub mussten noch die letzten Pegel gemessen werden. So ging es am Montag direkt ach der wöchentlichen Besprechung wieder los. Bei einem kalten Minusgrad und dem ersten Schnee des Winters fuhren wir nach Schmoel, wo die Wasserflächen schon mit einer gar nicht mal so dünnen Eisschicht bedeckt waren. Jedenfalls hat sie einem auf das Eis gefallenen Stein doch relativ problemlos standgehalten. Die Ostsee selber zeigte sich von der Kälte natürlich unbeeindruckt und ließ wie immer ihr Meeresrauschen vernehmen, während ein paar Vögel wie Kormorane und(sehr viele) Gänse an der Küste rasteten.

Am Dienstag war der Schnee dann leider wieder verschwunden, stattdessen begleiteten uns Regenwolken ins Königsmoor. Zwar wurden wir auf der eigentlichen Moortour vom Regen verschont, aber die fast hüfthohen Gräser waren bereits komplett nass und gaben uns keine Möglichkeit, unsere Hosen trocken zu halten. Ich hatte glücklicherweise eine Regenhose dabei, sodass es mich nicht weiter störte, doch Linus‘ Hose war fast vollständig durchnässt. Immerhin waren die Gummistiefel noch hoch genug, um Füße und Waden trocken zu halten, auch wenn der Wasserstand auch in diesem Moor deutlich gestiegen ist. Wenn die Pegel weiter steigen, kann es nicht mehr lange dauern, bis die Kanten unserer Gummistiefel erreicht werden.Anschließend ging es dann noch in das Hartshoper Moor, das nur etwa vier Kilometer weiter liegt. Auch steigen die Wasserstände weiter, doch zu unserem Glück ist die Grasnarbe dort deutlich stabiler und nicht vom Wasser überflutet, sodass man halbwegs trocken hindurchkommt.

Während für Linus am Mittwoch schon der erste Urlaubstag anstand, widmete ich mich ein letztes Mal für dieses Jahr dem Presseecho, diesem Blog und den letzten Kleinigkeiten, die noch erledigt werden wollten.

Und damit war es das mit den regulären Blogs im Jahr 2018 und ich verabschiede mich in meinen (hoffentlich wohlverdienten) Winterurlaub! Ich wünsche euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Grit

50. Kalenderwoche 2018 (10. Dezember - 16. Dezember)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem der Montag wieder ein Bürotag war, ging es am Dienstag mal wieder nach Dätgen. Von hier gibt es gute Nachrichten, denn die Pegelstände steigen wieder! Stattdessen muss man jetzt aufpassen, wo man hintritt, damit die Stiefel nicht im schlammigen Boden stecken bleiben. Teilweise knirschte der Boden aber auch schon durch den Frost. Und siehe da: auf einige der Wasserflächen hatte sich sogar eine hauchdünne Eisschicht gelegt. Und auch die Finger fühlten sich wie eingefroren an, sobald man die Handschuhe auch nur für eine Minute ablegte, was sich ja leider nicht vermeiden lässt, wenn man die Fotos mit dem Handy macht. Die Fotos gehören nun mal zum Pflichtprogramm - sonst könntet ihr ja nicht sehen, wo wir uns rumtreiben. Nur waren die großen Gänseschwärme leider zu weit weg, um gute Bilder machen zu können...

Dafür drängten sich uns am nächsten Tag am Rande des Dosenmoors zwei Ponys auf und fanden die Messröhren auf einmal sehr spannend (Bild 3). Stehen tun die da ja sonst auch, aber wenn sich die Zweibeiner daran zu schaffen machen, muss es da ja was Besonderes geben! Immerhin gab es für die beiden eine kurze Krauleinheit, bevor es für uns zu den nächsten Pegeln ging. Auch hier steigen die Pegel wieder und die Gräben füllen sich (Bild 4, das linke Bild ist erst einen Monat alt!). Was für uns bedeutet, dass wir tatsächlich über die Gräben springen müssen, anstatt wie vorher einfach einen größeren Schritt zu machen. Die Gummistiefel sind aber zum Glück noch nicht überflutet worden!

Dann kam der Donnerstag und für diesen Tag war etwas ganz besonderes geplant. Zusammen mit unserer Vorstandsvorsitzenden Sandra Redmann, die hauptberuflich Abgeordnete ist, ging es in den Landtag. Eine wirklich grandiose Erfahrung! Ich hätte nicht gedacht, dass es vor allem fachliche Beiträge sind. Denn solange alle, oder zumindest die meisten, der gleichen Meinung sind und nicht gestritten wird, kann man sehr viel neues Wissen daraus mitnehmen. Nachdem wir einige Zeit den Reden der Politiker lauschten, die sich (leider) relativ einig waren, hat Sandra uns ein kleines Treffen mit unserem Umweltminister Jan Philipp Albrecht arrangiert. Später gab es dann noch eine Führung durch das Gebäude und eine Fahrt mit dem Paternoster (das sind die Aufzüge, die nie stehenbleiben). Zum Abschluss gab es dann noch ein Mittagessen in der Kantine (sehr lecker), Stuhl an Stuhl mit den Schleswig-Holsteiner Politikern. Dabei fiel mir einmal mehr auf, dass Politiker auch nur Menschen sind, mit denen man sich genauso unterhalten kann wie mit anderen Leuten, die man nicht kennt.

Als Fazit kann ich jedem einen Besuch im Landtag empfehlen, auch wenn man, wie ich im Übrigen auch, eigentlich nicht so politisch interessiert ist. Und eins muss ich noch loswerden: Es ist verdammt anstrengend so viele Monologe anhören zu müssen.

Bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

49. Kalenderwoche 2018 (03. Dezember - 09. Dezember)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

da am Montag abgesehen von unserer ersten Teilnahme an der Winterakademie (=interne Fortbildung) nicht viel passiert ist, springe ich gleich mal zum Dienstag. Der Tag begann damit, dass wir wieder zum Kaltenhofer Moor fuhren, um die Wasserstände zu messen. Man merkt, dass es in letzter Zeit wieder häufiger geregnet hat; die Pegel stände steigen und die Gummistiefel sind inzwischen tatsächlich notwendig. Von den Horrorgeschichten von Janina sind wir dann aber doch noch ein ganzes Stück entfernt. Die hatte uns bei unserer Einarbeitung nämlich schon darauf vorbereitet, dass uns das Wasser bei den Grabenüberquerungen bis zur Stiefelkante gehen würde. Statt vollen Gräben sahen wir aber unglaublich viele Rehe und die wilden Koniks, die auf einer Wilden Weide direkt am Moor das Gelände pflegen. Bisher hatten die sich immer versteckt, aber jetzt hatten wir endlich die Gelegenheit, ein paar Schnappschüsse zu machen.

Am Mittwoch gab es dann das Highlight der Woche, denn was wäre die Adventszeit ohne eine Weihnachtsfeier? So räumten wir schon kurz nach dem Mittag unsere Schreibtische und machten uns auf den Weg ins Zoologische Museum in Kiel, wo es für uns eine Führung gab. Später durfte ein Teil der Gruppe sogar hinter die Kulissen schauen, denn natürlich hat ein Museum auch viele Exponate, die gerade nicht ausgestellt werden. Auch wenn ich bei dieser Extraführung nicht dabei war, fand ich den Besuch grandios und wäre gerne auch noch länger dort geblieben. Gelernt habe ich an dem Tag trotzdem genug, oder um den Museumsleiter zu zitieren: „Eine Kuh ist viel näher mit einem Wal verwandt als mit einem Pferd“.

Anschließend ging es dann noch zum gemeinsamen Essen und (ganz wichtig) ans Schrottwichteln. Ich weiß zwar nicht, was ich mit einer Tannenlichterkette anfangen soll, doch damit hat das Geschenk schließlich seinen Sinn als „Schrott“ erfüllt. Aber wer weiß, vielleicht wird die Girlande ja doch noch mal aus dem Kartons geholt? Dafür saßen wir dann später um anderes Wichtelgeschenk. Ein kleines 80-Teile-Puzzle wollte (nicht) gelöst werden. Mindestens 1,5 Stunden und sechs! Leute später war „Mission Impuzzible“ dann doch endlich erfüllt. (Die schwarzen Punkte in Bild 4 sind Buchstaben! Noch Fragen, warum das so lange gedauert hat?)

Am Donnerstag fand ich dann noch leckere Nikolauskekse auf meinem Platz (Bild 5). Zwei ansonsten ereignislose Tage später war dann auch schon wieder Wochenende und damit endet dieser Blogeitrag auch schon.

Eure Grit

48. Kalenderwoche 2018 (26. November - 2. Dezember)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

wie im letzten Blog angekündigt, begann diese Woche gleich mit einem sehr, sehr langen Tag. Und sehr früh. Während Linus zuhause ausschlafen konnte, habe ich mich freiwillig dazu bereit erklärt, um vier Uhr morgens aufzustehen. Es ist wohl jedem klar, dass ich nicht so früh auf war, um den Tag im Büro zu sitzen. Stattdessen fuhr ich zusammen mit unserem Kollegen Janis zwei Stunden bis nach Nordfriesland an die Küste und tatsächlich schafften wir es rechtzeitig auf die Fähre, die uns nach Föhr brachte (dafür steht man ja gerne früh auf, oder?)

Ich versuche mal kurz zusammenzufassen, was wir dort gemacht haben: An jenem Tag starteten die Bauarbeiten, bei denen Teiche entstehen sollten. Diese Teiche sollen später dann dem europaweit geschützten Moorfrosch zum Laichen dienen, denn dessen Population ist auf der Insel in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen. Dafür musste der Baggerfahrer eingewiesen und die letzten Verträge unterschrieben werden. Weitere Personen wie Bürgermeister, Baubegleiter und die inseleigenen Naturschützer von Elmeere sowie eine Vertreterin der Presse begutachteten den Baustart. Es war wirklich interessant, mal auf einer Baustelle zu sein und auch einen Pressetermin hautnah mitzuerleben, trotz kalten Temperaturen.

Nachdem ich mich am Dienstag bei einem Bürotag erholen konnte, war für Mittwoch ein Ausflug nach Schmoel geplant. Diesmal wurden wir von der noch zuständigen Flächenmanagerin Heike begleitet. Zusammen fuhren wir an die Ostsee, um die dortigen Pegel am Rande der „Strandseelandschaft bei Schmoel“ zu prüfen. Inzwischen waren dort nach dem trockenen Sommer sogar wieder richtige Seen entstanden, die wir nun zum ersten Mal wirklich bestaunen konnten, nachdem die Fläche seit unserem ersten Besuch ja fast komplett trocken gewesen war.

Am Donnerstag galt es dann wieder, einen kurzen Botendienst nach Kiel zu erledigen und sich wieder auf die Büroarbeit zu stürzen. Zum Ende der Woche und pünktlich zum Ersten Advent wurde dann noch geschmückt und der Weihnachtskranz gebastelt, der im Nachhinein natürlich noch mit einer elektrischen Kerze bestückt wurde.

Damit endete die Woche auch schon wieder. Bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

47. Kalenderwoche 2018 (19. November - 25. November)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

da wir beide ja vor zwei Wochen krank waren, musste der Moortermin für das Königsmoor und das Hartshoper Moor noch nachgeholt werden. Das erledigten wir dann gleich am Montag. Auch diesmal wurden wir von Jutta begleitet (man könnte so langsam darüber grübeln, warum wir fast nie nur zu zweit ins Moor gehen). Da im Königsmoor in naher Zukunft weitere Maßnahmen geplant sind, sollen wir bei den zukünftigen Moortouren weitere Messpunkte anlaufen, die bisher nur unregelmäßig kontrolliert wurden. Und damit wir diese auch finden, hatte Jutta sie uns gezeigt. Außerdem hatten wir noch eine weitere FÖJlerin zu Gast, die uns mal bei unserer Arbeit begleiten wollte (da ich weiß, dass sie den Blog auch liest: ich hoffe mal, dass nicht du das schlechte Wetter mitgebracht hast ;D). Denn nach den trockenen Moortouren der letzten Wochen, war es tatsächlich gefühlt durchgängig am Regnen (was dem Moor natürlich gut tut).

Nur leider war das nichts für angeschlagene FÖJler. So durfte ich den Rest der Woche ohne Linus auskommen, während der sich wieder erholen musste. Aber er hat nichts verpasst. Neben ein bisschen Büroarbeit durfte ich zusammen mit den Praktikantinnen im Garten Totholz sammeln und die Nistkästen für die Vögel säubern (bei zwei Kästen konnte man leider nicht übersehen, dass das ein harter Sommer für Vogeleltern war).

Am Mittwoch war ich dann wieder mit den Praktikantinnen unterwegs. Wie auch schon unsere FÖJler-Vorgänger durften wir drei Mädels zur Wedeler Au fahren, um die Erlen zu bekämpfen, die die Au wortwörtlich in den Schatten stellen wollten, was einige Amphibien und Co vertreiben würde. Zusammen mit einem Ranger und dessen Praktikantin hatten wir das aber relativ schnell erledigt (wenn man vier Stunden als schnell bezeichnen will), sodass wir danach noch Zeit für die Otterkartierung hatten, die der Ranger in diesem Jahr durchführen wollte. Nach etwa 50 von 600 Metern wurden wir dann aber von Zäunen neben der Au aufgehalten. Wir wären ja auch durch die Au gelaufen, aber da wären unsere Gummistiefel doch an ihre Grenzen geraten. So konnten wir doch schon nach Hause fahren, bevor der Feierabendverkehr einsetzte und uns von dem anstrengenden Tag erholen (eine Moortour ist dagegen wirklich ein Spaziergang).

Dafür ging es am nächsten Tag wieder in die Stiftung. Zum Glück gab es für den Rest der Woche nur noch entspannte Büroarbeit. So einseitig das Presseecho auch ist, man kann sich dabei echt gut von den Auswärtsterminen erholen. Und dann haben sich ja auch noch die Praktikantinnen nach sechs Wochen mit Kuchen und Keksen von der Stiftung verabschiedet.

Doch am Wochenende ging es weiter mit der Arbeit. Zwar ist eine Pflanzaktion am Samstag ausgefallen, aber am Sonntag ging es für mich zusammen mit anderen FÖJler zu einem Flohmarkt der AW Erle. Da die Einnahmen ursprünglich (schlussendlich gingen sie an den BUND, weil unser Träger kirchlich ist und am Totensonntag kein Geld einnehmen möchte) ans FÖJ gehen sollten, wurde um unsere Mitarbeit gebeten. So durfte ich dann am Sonntagmorgen um sieben Uhr bei Rendsburg sein, um erst beim finalen Aufbau, dann beim Verkauf von einer unendlichen Menge an mehr oder weniger Gebrauchtem zu helfen. Das war zwar mal wieder ein anstrengender Tag, aber es war unglaublich schön, zusammen mit anderen FÖJlern zu arbeiten. Dabei hat man dann auch mal die Gelegenheit, FÖJler aus den anderen Seminargruppen kennenzulernen und nebenbei sind wir fit für den Flohmarkt im Juni, bei dem das Geld dann wirklich an das FÖJ geht. Am Nachmittag ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause, um sich für die neue Woche in der Stiftung auszuruhen, inklusive meines bisher längsten Arbeitstages.

Was ich da den wirklich ganzen Tag gemacht habe, lest ihr dann im nächsten Blog. Bis dann,

Eure Grit

46. Kalenderwoche 2018 (12. November - 18. November)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

endlich bin ich wieder gesund. Frisch erholt ging es dann nach der wöchentlichen Mitarbeiterversammlung an die jährliche Sicherheitsunterweisung (zumindest ist sie für die anderen Stiftungskrieger alljährlich; für Linus und mich wird es wohl die einzige in der Stiftung bleiben). Im Grunde wurde uns die meiste Zeit gesagt, was man bei einem Feuer machen sollte und (fast wichtiger) nicht sollte. Natürlich gab es auch noch einen kleinen Beitrag zum Thema Autos und Verletzungen.  Glücklicherweise war die Veranstaltung dann gar nicht so langweilig wie erwartet. Auf jeden Fall war es nicht weniger interessant als das Presseecho, dass danach noch erledigt werden wollte.

Dafür ging es am Dienstag da wieder ins Moor. Zusammen mit dem derzeitigen Schülerpraktikanten ging es nach Dätgen in das Große Moor, wo uns ziemlich schnell klar wurde, dass der Praktikant ein richtiger Vogelexperte war und uns zeigte, wie viele (auch seltenere) Vögel  wir sonst übersahen. Wirklich beeindruckend, aus was für Entfernungen man Vögel auseinanderhalten kann. Wir FÖJler haben es dafür immerhin geschafft, einen schnelleren Weg zu einem der Pegel zu finden (auch wenn das wahrscheinlich der Weg ist, den Janina uns damals gezeigt hat).

Da das Große Moor gar nicht so groß ist und wir vor dem Mittag schon wieder in der Stiftung waren, blieb mir am Nachmittag dann noch genug Zeit, dem Schülerpraktikanten die tägliche Arbeit von uns FÖJlern im Büro zu zeigen. Anschließend durfte ich dann noch einen Botendienst erledigen, diesmal zum Ministerium für Umwelt, Natur und noch so einiges mehr, was spannender klingt als es ist.

Immer noch gesund (mein Immunsystem hatte anscheinend genug Zeit zur Regeneration) stand dann am nächsten Tag das Dosenmoor auf dem Programm, mit vollbesetztem Auto, denn neben zwei der drei Praktikanten begleitete uns auch Jutta, die für das Moor zuständig ist, um mit einem speziellen, großen GPS die genaue Lage und die Höhe (über dem Meeresspiegel) der Pegel zu messen. Wieder konnten wir uns von unserem Schülerpraktikanten beeindrucken lassen. Diesmal konnten wir einer Sumpfohreule beim Flug zusehen.

Das war auf jede Fall ein schöner Ausflug und deutlich interessanter als die Excel-Tabellen, die am nächsten Tag auf mich warteten. Die darin enthaltenen Pegeldaten stammen von automatischen Pegeldaten, zu denen nur selten jemand hinlaufen muss. Dadurch werden stündlich die Pegeldaten an die Stiftung geschickt, was zwar für die Genauigkeit der Daten von Vorteil ist, dafür aber uns FÖJlern einen Haufen Arbeit macht. Als das letzte Mal die Daten an uns weitergegeben wurden, war die damalige Praktikantin so nett, dass für uns zu erledigen. Wofür ich ihr jetzt, wo ich die Arbeit dahinter sehe, noch dankbarer bin. Nebenbei durfte ich diese Woche noch das Presseecho machen, was gegen diese endlosen Tabellen (bei den meisten Peggelloggern sind es inzwischen über 20.000 Messwerte) wirklich eine tolle Aufgabe ist.

Während Linus in Erfurt war, um sich mit anderen Bundesdelegierten zu treffe, hatte ich am Freitag immerhin eine super Gelegenheit, um der Büroarbeit zu entfliehen.  Denn zu meinem Glück sollte eines der Stiftungsautos neu eigekleidet werden (einfach nur neue Sitzbezüge) und musste vorher natürlich noch poliert werden (gut, vielleicht ging es auch nur um die Krümel auf den Sitzen). Dafür konnte ich die Zeit, die ich beim Umstyling warten musste, sinnvoll damit verbringen, an diesem Blogeintrag zu arbeiten.

Und das war auch schon das Wichtigste, was in dieser Woche passiert ist. Damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

45. Kalenderwoche 2018 (05. November - 11. November)

Liebe Leserinnen und Leser,

Dieses Mal beginnen wir nicht am Montag, sondern fangen gleich wieder am Samstag an. Ich war nämlich zum Landessprecher*innentreffen der Freiwilligendienste in Malente eingeladen. Dort wurden verschiedenste  Themen wie Mobbing am Arbeitsplatz, Überstunden oder auch Fahrtkosten und GEZ-Gebühren in Gruppen diskutiert und die Ergebnisse am Sonntag vorgestellt. Generell  kamen wir überein, dass vor allem der Bekanntmachung und Information der Freiwilligendienste- zum Beispiel an Schulen -eine besondere Priorität zugeteilt werden muss. Sonntagabend blieb dann noch ein bisschen Zeit um zu entspannen, bis es mich am nächsten Tag wieder in die Stiftung verschlug.

Der Montag verlief relativ ruhig mit viel Presseecho, sodass noch ein wenig Zeit blieb, mir Gedanken über das FÖJ-Projekt zu machen. Für den darauffolgenden Tag war ein kurzer Abstecher ins Kaltenhofer Moor geplant, jedoch ohne die Pegel in Schmoel zu messen, da Heike uns dafür nochmal eine Einführung geben wollte. Grit war leider durch eine Erkältung außer Gefecht gesetzt, sodass die beiden Praktikantinnen und ich uns ohne sie durch die dicken Nebelschwaden auf den Weg machten. Als wir am Ziel ankamen, bot sich uns ein wunderschöner Anblick, als sich der aufsteigende Dunst wie ein Schleier zwischen die Gräser und Bäume legte. Die schon fast gespenstische Stille wurde nur durch das Krachen der Hirschgeweihe oder die schnatternden Wildgänse unterbrochen. Den restlichen Tag verbrachte ich damit, das Inventar der Stiftungsautos zu überprüfen.

Am Mittwoch ging es dann zusammen mit allen drei Praktikant*innen in die Bilsbekniederung. Auf diesem Stiftungsland stehen mehrere Kopfweiden, die seit Langem mal wieder gepflegt werden müssen. Zwischendurch überraschte uns Julia mit Kaffee und Kuchen als willkommene Abwechslung zum ständigen herumtragen der Äste. Das Ganze war wohl zu viel für mein angeschlagenes Immunsystem, weshalb auch ich donnerstags nicht in der Stiftung war und der Termin ins Dosenmoor verschoben werden musste.

Damit wir in der darauffolgenden Woche nicht von den zahlreichen Pressemeldungen erschlagen würden, beschloss ich doch nochmal am Freitag zur Arbeit zu erscheinen.  Nach getaner Pflicht haute ich mich noch kurz aufs Ohr, bevor ich abends bereits im nächsten Zug nach Winterrade saß, der uns zum Sprecherseminar nach Winterrade brachte.

Ich hoffe es hat euch gefallen, bis zum nächsten Mal wünscht euch

Euer Linus

44. Kalenderwoche 2018 (29. Oktober - 04. November)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

das Leben ist kein Seminar. Also ging es am Montag zurück in die Stiftung. Neben den letzten Vorbereitungen für die Auspflanzaktion am Dienstag wartete der liegengebliebene Bürokram auf uns. Ganz nebenbei stand dann auch noch die Kontrolle der Autos an (Sind genug Warnwesten im Auto, sind alle Papiere in der Autotasche und so weiter). An sich also ein ziemlich normaler Arbeitstag.

Dafür ging es am nächsten Tag für mich nach Langeln, um zusammen mit 250 Schülern um die 3000 Bäume zu pflanzen. Wobei ich selber nicht wirklich gepflanzt habe. Stattdessen durfte ich bei der Einweisung der Schüler helfen. Das war eine etwas ungewohnte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Schüler nur zwei bis drei Jahre jünger als ich waren. Trotzdem war es ein schöner Arbeitstag bei echt gutem Wetter (dafür, dass es fast schon November war). Und so konnten den ganzen Vormittag verschiedene junge Bäume in der Aue an der Krückau eingesetzt werden. Ziel der Aktion ist es, die Zwickau wieder zu einem Waldfluss zu machen, denn das wäre ökologisch wertvoller, als ein brachliegendes Stück Land. Damit der Wald aber nicht nur aus einer einzelnen Art besteht, wurden natürlich verschiedene heimische Arten wie Flatterulme und Wildapfel ausgewählt, die hoffentlich bald einen neuen Wald bilden. Dafür wurde die Fläche vorläufig eingezäunt, denn vor allem Rehe finden die jungen Triebe zum Anbeißen. 

Am Mittwoch gab es mit dem Reformationstag den ersten richtigen Feiertag für mich seit Beginn des FÖJs, nachdem ich am eigentlichen ersten Feiertag (3. Oktober) ja arbeiten musste. Ich muss zugeben, dass es schon wirklich angenehm ist, mal mitten in der Woche frei zu haben.

Dafür ging es Donnerstag dann wieder in die Natur. Diesmal hatten wir den Auftrag, Schmalblättriges Greiskraut im Glasmoor auszureißen. Ja, auch Pflanzen ausreißen gehört zum Naturschutz. Denn die Pflanze ist ein invasiver Neophyt. Verständlicher ausgedrückt ist es eine Art, die hier  nicht wachsen sollte. Leider wurde sie aber eingeschleppt und verdrängt jetzt andere Pflanzen, die hier eigentlich beheimatet sind. Darum muss eben auch manchmal der Mensch eingreifen und das Schmalblättrige Greiskraut zurückdrängen. Unser Glück, dass diese Art eher auf sandigem Boden wächst und daher relativ leicht zu sammeln ist. Auf der Fläche selber wurden dann von den Bewohnern überrascht, denn auf der Fläche standen neben einer Gallowayherde auch fünf Konikhengste. Dafür dass die eigentlich wild sein sollen, waren sie aber erstaunlich zutraulich. Oder die Neugier auf die Gäste in ihrem Zuhause war einfach zu groß. Auf jeden Fall haben die Pferde uns eine tolle und ungewöhnliche Pause beschert.

Nach diesem spezielleren Arbeitstag ging es für mich am Freitag dann wieder ins Büro, während Linus das Wochenende über auf dem ersten Landessprechertreffen war.

Und damit startete das zweite Viertel unseres FÖJs,

Eure Grit

 

 

 

43. Kalenderwoche 2018 (22. Oktober - 28. Oktober)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

zu einem Freiwilligen Ökologischen Jahr gehören neben der Arbeit in der Einsatzstelle natürlich auch die Seminare. In dieser Woche fand bereits unser Zweites statt. Nach zwei (bzw. bei Linus 2,5) Stunden Fahrt, auf der wir bereits einigen unserer Mit-FÖJler wiedertrafen, erreichten wir das Jugendgästehaus Lütjensee. Diesmal waren nur die ca. 30 FÖJler aus der gelben Gruppe (offiziell Raum Kiel, aber es sind auch welche aus dem Raum Plön dabei), wobei leider nicht alle dabei waren, verursacht durch Krankheit, wichtigen Terminen und Kündigung (von Seiten der FÖJler). Dafür gab es auch neue Gesichter, die zur Zeit des ersten Seminars (ich will fast sagen: damals! Ist das wirklich erst zwei Monate her?) leider krank waren.

Während des Seminars haben wir uns dann mit dem Thema „Konsum und Lebensstil“ beschäftigt. Dabei hatten wir nicht nur theoretischen Input, denn das Orga-Team hatte einige kleine Workshops vorbereitet, wie zum Beispiel die Herstellung von Seife, Wachstüchern und Schmuck, aber auch Müsliriegeln, Marmelade und Piroggen. Als Pflichtprogramm haben wir dann noch Beutel bemalt (natürlich Fairtrade; das ist ein Vorteil beim FÖJ, es wird stark auf die Herkunft der Produkte geachtet).

Das Highlight war dann aber eindeutig der Besuch von einem Demeter-Hof am Mittwoch, wo wir eine Hofführung bekamen. Dabei durften wir dann die jungen Schweine streicheln und füttern. Aber viel mehr waren wir von den Kälbchen verzückt. Die Kleinen waren aber auch zu niedlich. Allein die Fotos zeigen das ja schon. Nachdem wir zum Schluss dann noch die hofeigene Bäckerei besucht haben, gab es für uns auch noch frisch gebackenes Brot aus dem Steinofen, das natürlich köstlich war.

Etwas später als geplant ging es dann wieder auf die Rück„reise“ nach Lütjensee (für eine kleine Gruppe inklusive mir gehörte ein Spaziergang durch den bereits sehr herbstlichen Wald dazu), wo uns einer der Gründer von den ResteRittern (drei ehemalige FÖJler, die neben dem Studium Marmelade herstellen; aus Früchten, die ansonsten weggeworfen würden) bereits erwartete. Nach einer kurzen Vorstellung der Arbeit war es dann an uns, Vorschläge für ein nachhaltiges Start-up auszuarbeiten, die mehr oder weniger realistisch waren. Zu schade, dass die realistischeren Ideen bereits von anderen klugen Köpfen ausgearbeitet wurden.

Am Donnerstag „mussten“ wir dann bis spät in die Nacht aufbleiben, denn unser Küken hatte Geburtstag (aber muss immer noch warten, bis sie volljährig wird). Da war es ja klar, dass wir reinfeiern mussten. Pünktlich um Mitternacht gab es dann den Geburtstagkuchen und aus unerfindlichen Gründen war das Frühstück am nächsten Morgen nur spärlich besucht.

Und damit war die Woche auch schon so gut wie vorbei. Ein letztes Mal wurden die Billardkugeln in die Löcher geschubst, bevor wir unsere Sachen packten und aufräumten.

Und damit zurück an die Arbeit in der Stiftung,

Eure Grit

42. Kalenderwoche 2018 (15. Oktober - 21. Oktober)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Woche gab es ein paar neue Herausforderungen für uns. Nach einem Bürotag am Montag, bei dem wir kurz die neuen Praktikantinnen kennenlernten, ging es am Dienstag das erste Mal alleine in das Königsmoor und das Hartshoper Moor. Doch kaum kamen wir vom ersten Messpegel zurück zum Auto, bemerkten wir den fast platten Reifen am Auto. Also ging es erstmal zur Tankstelle zum Luftdruck normalisieren, in der Hoffnung, dass wir heil durchs Moor und zurück zur Stiftung kommen würden. Mit dem richtigen Luftdruck ging es dann zurück ins Moor, wo wir uns immer noch durch das hohe Gras und die vielen Büsche auf den Wällen kämpfen mussten. Immerhin gibt es nicht mehr so viele Trockenrisse, in die man hineinfallen kann (oder wir sind einfach geschickt genug geworden, sie zu umgehen). Zwischendurch konnten wir dann die weißen Pflanzen bewundern, denn die Flugsamen der Rohrkolben hatten sich bereits im Umkreis der Pflanzen verteilt (Bild 1). Auch in den angrenzenden Wäldern sah man bereits, dass bald der Herbst kommen würde.

Auch am nächsten Tag ging es nochmal ins Moor, diesmal zum Kaltenhofer. Auch hier verloren die Bäume so langsam ihre Blätter, obwohl wir noch so hohe Temperaturen hatten. Als wir nach einem kurzen Zwischenstopp beim Campingplatz Hessenstein dann noch in Schmoel waren, trauten wir uns sogar noch mit den Füßen in das kalte Ostseewasser. Bei den Pegellatten vor Ort gab es dann zwar noch nichts zu messen, aber immerhin sah man schon wieder die ersten Pfützen, die teilweise sogar schon recht groß waren.

Donnerstag gab es dann auch schon die nächste Herausforderung: Unsere erste Pflanzaktion. Zusammen mit den Leuten aus der Archegärtnerei, ein paar Landschaftsgärtnern und fünf anderen Jünglingen (zwei Werksstudenten, den Praktikantinnen und einer Azubi) durften wir dabei helfen, Arnika auszupflanzen. Allerdings mussten wir, um schnell zu der Fläche zu gelangen, über eine mit zwei Jungspunden beweidete Kuhweide. Die haben es natürlich super aufregend gefunden, dass so viele Zweibeiner und ein großes, buntes, brummendes Etwas (gemein hin auch als Auto bekannt) ihr Zuhause durchquerten. Netterweise sind die beiden aber auf Abstand geblieben, aber es war doch minimal furchteinflößend, als die beiden auf uns zu galoppierten. Dafür konnten wir danach bei schönstem Wetter Pflanzen einbuddeln und Brombeeren rausreißen. Und natürlich haben wir vom Projektleiter Blütenmeer 2020 auch viel Wissenswertes über das Gebiet erfahren.

Einen Tag später war es vorbei mit dem T-Shirtwetter. Stattdessen durfte ich vor der Hinfahrt zur Stiftung erstmal eiskratzen. In der Stiftung angekommen galt es dann erstmal, den Praktikantinnen für zwei Stunden meine Arbeit zu zeigen und die (mal wieder) liegengebliebene Büroarbeit zu erledigen.

Und schon war die Woche wieder vorbei. Bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

41. Kalenderwoche 2018 (8. Oktober - 14. Oktober)

Moin liebe Leserinnen und Leser, Termine über Termine gab es diese Woche; in der Stiftung war ich kaum zu sehen.

Denn die Woche begann damit, dass Linus und ich in die Archegärtnerei in Eggebek fuhren. Dort war nämlich Not am Mann. Und da wir eh in diesem Jahr noch die Archegärtnerei besuchen wollten und sollten, räumten wir dafür natürlich gerne ein bisschen Zeit im Terminkalender frei. Als wir dann da waren, ging es auch gleich los aufs Feld, wo es daran ging, das Unkraut wegzuhacken. Die Frage, warum eine Pflanze, die sich auf dem Mutterboden überall ungewollt ausbreitet und dadurch auch entfernt werden muss, als gefährdet gilt, konnte uns niemand beantworten. Darauf hätten die Gärtner dort aber auch gerne eine Antwort. Aber Pflanzen kann man wohl nicht immer verstehen… Zwischendurch wurden dann noch ein paar Pflanzensamen geerntet und dann ging es auch schon schnell zurück zur eigentlichen Gärtnerei, wo wir noch eine kurze Führung über das Gelände bekamen und schon ging es zurück zur Stiftung. Der Tag war wirklich schnell rum und hat (zumindest mir) super viel Spaß gemacht.

Auch Dienstag waren wir unterwegs. Es ging wieder ins Dosenmoor, um die Wasserstände messen. Tatsächlich finden wir die Pegel in diesem Moor auch echt schnell und wissen schon ungefähr, wo wir danach hinmüssen. In den ans Moor angrenzenden Wäldern waren wir dann froh, dass es nicht mehr so viele Spinnen gab, die gefühlt zwischen jedem Baum hängen, wie es bei unserem letzten Moortermin der Fall war. Stattdessen fanden wir am Wegrand unglaublich viele Fliegenpilze. Im Moor selbst waren die Wasserstände immer noch viel zu niedrig, weshalb wir wiedermal trockenen Fußes zurück zur Stiftung kamen.

Am nächsten Tag blieb Linus dann im Büro, um dem Presseecho entgegenzutreten, während es für mich wieder in die Archegärtnerei ging. Diesmal hatte ich den Auftrag, die Pflanzendeko, die wir für einige Stände bekommen hatten, zurückzubringen. Leider habe ich den Fehler gemacht, die Pflanzen bereits am Abend zuvor einzuladen. Keine Sorge, die Pflanzen leben noch, nur haben Pflanzen nun mal auch die Eigenschaft zu atmen, weshalb ich ein paar Minuten gebraucht habe, bis ich bei meinem Auto durch die Scheiben gucken konnte (an dieser Stelle ein Memo an mich selbst: Pflanzen immer erst direkt vor der Abfahrt einladen!). In der Gärtnerei angekommen, musste erstmal eine Saatmischung für eine Auspflanzaktion zusammengestellt werden, die ich dann wieder zur Stiftung bringen sollte. Danach ging es dann wieder dem Unkraut auf dem Acker an den Kragen (oder eher an die Wurzeln).

Nach diesem wieder viel zu schnell vergangenen Tag ging es am Donnerstag wieder ins Moor, diesmal stand das Große Moor bei Dätgen auf dem Programm. Begleitet wurden wir von unserem Kollegen Malte, der auf der Jagd nach guten Fotos war und diese natürlich auch bekommen hat. Bei dem Moor ist es für uns noch schwieriger, den besten Weg zu finden. Immerhin haben wir einen Messpegel wiedergefunden, den wir beim letzten Mal vergeblich gesucht haben. Danach statteten wir den Campingplätzen wieder einen kurzen Besuch ab, bevor am Nachmittag dann noch ein bisschen Zeit für das Büro blieb.

Am Freitag gab es für mich dann zum einzigen Mal in der Woche einen einfachen Tag im Büro, sodass in der Woche doch noch etwas Zeit blieb, um Organisatorisches zu besprechen und neue Termine auszumachen, an denen man wieder unterwegs ist.

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

40. Kalenderwoche 2018 (1. Oktober - 7. Oktober)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche hat wieder ganz unspektakulär begonnen, wenn man davon absieht, dass die Stiftung krankheits- und urlaubsbedingt relativ leer war. Bürokram hat den Tag gefüllt. Nur zum „Auto zur Werkstatt bringen“ durften wir den Zeitungsartikeln des Presseechos entfliehen. Am Dienstag wurde dann wiedermal für eine Veranstaltung gepackt. Leider erst danach machte ich mich dann daran, die Tresenfolien (das sind die bedruckten Dinger, die den Tresen verschönern) pünktlich zu den letzten Veranstaltungen zu reparieren, denn dank der vielen Nutzung waren die Klettbänder zur Befestigung abhandengekommen. Also begab ich mich erstmal auf die Suche nach neuen Klettbändern und nach langer, langer Suche wurde ich sogar fündig. Nur war der Werkzeugkoffer zu diesem Zeitpunkt bereits im Auto verstaut, weshalb ich mit den Habseligkeiten in der Garage improvisieren musste. Doch selbst ein normaler Löffel kann sich manchmal als geeignetes Werkzeug entpuppen (Bild …).

Am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, ging es für eine Kollegin und mich zum Streuobstwiesenfest nach Elmshorn. Wobei wir gar nicht beim eigentlichen Fest waren, sondern auf der Streuobstwiese ein paar Straßen entfernt. Denn auch dort kamen an diesem Tag viele Leute vorbei, da die Wiese nur an diesem einen Tag im Jahr geöffnet wird. Da hatten wir echt Pech, dass es ausgerechnet an dem Tag stürmte. Immerhin hatten wir genug Seile und Heringe, um den Pavillon vorm Davonwehen zu schützen. Doch die meiste Zeit brauchten wir den Pavillon lediglich als Windschutz, denn den Großteil des Tages schien die Sonne. So kam es, dass einige Besucher immer mehr Kisten und Taschen an uns vorbeitrugen. Eine Frau kam nach einigen Stunden sogar nochmal (sie ist mir vor allem im Gedächtnis geblieben, weil sie uns frisch gebackenen Apfelkuchen mitgebracht hat; danke dafür, es war köstlich!). Trotzdem war ich glücklich, als es endlich wieder nach Hause ging (natürlich mit einigen Äpfeln im Gepäck).

Donnerstag ging es dann an die letzten Reparaturen an den Tresenfolien, bevor sie dann erneut eingepackt und bei den Naturschutztagen im Citti-Park Kiel und dem Königswiller Apfeltag in Schleswig ein letztes Mal aufgebaut wurden. Beim Königswiller Apfeltag waren Linus und ich beide nicht da, dafür waren wir im Citti-Park zu eingespannt. Gerade noch rechtzeitig bevor ich zum Schichtantritt losgefahren bin, kamen dann auch zum Glück die Magneten für eine neue Kinderaktion. Dabei können die Kinder Holzscheiben bemalen, um sie später als Kühlschrankmagneten zu nutzen. Die Idee ist bei den Kindern super angekommen.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass es wirklich anstrengend ist, den halben Tag mitten in einem Einkaufszentrum zu stehen. Mein Beileid an unseren Ex-FÖJler Tobi, der das ganze Wochenende über am Stand war; ich hätte wirklich nicht mit ihm tauschen wollen. Aber immerhin hatten wir mit dem BNUR fantastische Standnachbarn, natürlich nicht nur, weil unter ihnen auch FÖJler aus unserer Seminargruppe waren.

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

39. Kalenderwoche 2018 (24. September - 30. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

der Montag war in dieser Woche der einzige normale Tag. Nachdem Linus die in der letzten Woche aussortierten Beachflags und Rollups weggebracht hatte, wartete wieder Büroarbeit auf uns.

Am Dienstag gab es dafür umso mehr Arbeit, denn in dieser Woche stand der Deutsche Naturschutztag (kurz: DNT) an, wobei es sich eigentlich um mehrere Tage handelt. Da in diesem Jahr Kiel der Austragungsort war, durfte die Stiftung natürlich nicht dabei fehlen. Dafür musste an diesem Tag der Stand aufgebaut werden. Immerhin wurde uns ein großer Pavillon zur Verfügung gestellt, wodurch wir zum Einen viel mehr Platz hatten als in einem der stiftungseigenen Pavillons, zum Anderen bot uns der gestellte Pavillon, einen richtigen Boden und war über Nacht verschließbar. Ganz zu Schweigen davon, wie wetterfest und, in der Woche wirklich wichtig, windsicher er war.

Am Mittwoch ging es jedoch erst mal ohne uns los, denn Linus war krank und ich durfte noch einen Tag im mehr oder weniger warmen Büro bleiben. Aber vor allem war es dort leer. Zwischenzeitlich kam es einfach vor, dass man eine ganze Etage für sich allein hatte, denn viele Kollegen waren bereits zur Eröffnung beim DNT. Und natürlich wollten viele auch Vorträge zu ihrem Fachgebiet hören oder auch selber Vorträge halten. So kam es, dass man während des Standdienstes regelmäßig Stiftungsmitarbeiter zu Gesicht bekam, die gerade eine Pause zwischen den Vorträgen hatten. Nur leider waren die Pausen zwischen den Vorträgen so kurz, dass kaum ein Teilnehmer zu unserem Stand kam. Da war es doch wirklich angenehm, sich in unserer „Lounge“ niederzulassen und einem abgespielten Froschkonzert zu lauschen.

Aber auch andere FÖJler waren da, mit denen ich zwischendurch auch in einem Vortrag über den Schutz von Seehunden war. Während Linus bei einem Forum über Tiefseebergbau war, ging es am Abend für einige Stiftungsmitarbeiter und mich noch zum offenen Forum zum 40. Jubiläum der Stiftung. Dort gab es neben einigen Reden, Vorträgen und einem Poetry Slam auf Platt auch noch etwas zu essen (so ein langer Tag auf einer Veranstaltung lässt einen doch hungrig werden), natürlich gab es das grandiose Gegrillte von Weidelandschaften mit Steaks und Würstchen von Galloway-Rindern, die auf dem Stiftungsland leben. Ach ja, manchmal kann das FÖJler-Leben echt toll (und lecker) sein.

Freitag ging es dann wieder zum Stand. Diesmal war sogar ein bisschen mehr los, aber trotzdem waren wir froh, an diesem Tag früher zu Hause zu sein, denn am Samstag durften wir wieder arbeiten. Diesmal standen die Exkursionen an und wir durften zum Kaltenhofer Moor fahren, um für die Exkursionsteilnehmer Pavillons aufzubauen, auch wenn das Wetter sich zu den Vortagen deutlich verbessert hatte. Immerhin gab es auch diesmal wieder eine kleine, aber feine Mahlzeit und das entschädigt natürlich für den Aufwand, am Wochenende arbeiten zu müssen.

Und damit bis zum nächsten Blog,

Eure Grit

38. Kalenderwoche 2018 (17. September - 23. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

in diese Woche durfte ich alleine starten, da Linus noch nicht vom Heimatbesuch zurück war. Dafür startete ich damit, die Garage wieder (zumindest einigermaßen) vorzeigbar zu machen, denn nach den drei Wochenendveranstaltungen herrschte mal wieder ein riesiges Chaos. Man will ja sicher sein, dass auch jede Beachflag in der richtigen Tasche ist und die übrigen Flyer wieder an ihren Platz kommen.

Dafür wartete am nächsten Tag umso mehr Büroarbeit auf Linus und mich. Es war also nicht der spannendste Tag in der Woche. Ein Ereignis gab es dann aber doch noch, denn Linus wurde auf dem Sprechertreffen zum Bundesdelegierten gewählt. Somit wird er immer mal wieder abwesend sein, um sich mit den Delegierten der anderen Bundesländer zu treffen. Aber auch Bundesdelegierte müssen natürlich noch ihrer normalen Arbeit nachgehen.

Am nächsten Tag stand nämlich die nächste Moortour auf dem Programm. Wieder waren wir ohne Begleitung unterwegs. Und diesmal hätten wir wirklich jemanden gebrauchen können, der sich im Großen Moor bei Dätgen auskennt, denn leider sind bei einem Update unseres GPSs die eingespeicherten Routen verloren gegangen. Wir wussten also zwar, wo die Messpegel lagen, aber den Weg durch das Gelände mussten wir uns selber suchen. Das klingt einfacher als es ist, denn das schwierigste ist es, den Anfang zu finden, damit man danach auf die Trampelpfade gelangt. Doch nach einigem Suchen kamen dann zu unserem Glück einige verblasste Erinnerungen wieder. Und so schafften wir es tatsächlich, die Messpegel alle zu finden.

Donnerstag ging es dann nochmal in die Garage zur Inventur, um zu gucken, was nicht mehr gebraucht wird (da ein Projekt gerade ausgelaufen ist, kamen einige Beachflags, Rollups und Co zusammen), und was repariert werden muss. Am Nachmittag durfte Linus sich dann wieder dem Bürokram widmen. Ich war stattdessen unterwegs, denn ich durfte zu einem Spurenleseseminar, um etwas über verschiedene Tierspuren zu lernen. Wobei ich jetzt weiß, dass das wichtigste beim Spurenlesen ist, die Augen offen zu halten, denn die Spuren sind überall zu finden.

Und dann war die Woche auch schon so gut wie vorbei. Wieder ging es zum Pegelmessen ins Moor. Diesmal ging es in das Kaltenhofer Moor (die neuen Spurenlesekünste wurden natürlich sofort ein bisschen getestet). Anschließend ging es noch nach Schmoel, wo wir uns ein wenig beeilen mussten, denn der angekündigte Sturm begann sich bemerkbar zu machen. Gerade rechtzeitig schafften wir es zurück zum Auto, bevor der Regen uns durchweichen konnte. Auf der Rückfahrt kamen wir dann endlich dazu, der an uns vererbten „Give me Moor“-CD zu lauschen. Mit anderen Worten: Wir wurden von Kinderliedern ins Wochenende begleitet.

Und damit bis zum nächsten Blog,

Eure Grit

37. Kalenderwoche 2018 (10. September - 16. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich mir am letzten Sonntag beim Kiellauf einen ordentlichen Muskelkater eingelaufen hatte, ging es am Montag an die Arme: beim Kajakfahren.

Natürlich gehört das jetzt nicht zur regulären Arbeit, sondern war Teil unseres Betriebsausflugs. Per Auto, Fahrrad und sogar per Kajak kamen die Kollegen zum Vereinsheim des Schwentinentaler Kanuvereins. Von dort an ging es dann für alle, die sich aufs Wasser wagten, über die Schwentine. Auch Janina war wieder mit von der Partie. Sie scheint wirklich kaum eine Woche ohne die Stiftung auszuhalten.

Doch aus einer gemütlichen Paddeltour wurde nichts. Kaum waren wir um die erste Biegung gepaddelt, gab es das erste unfreiwillige Bad von Janis. Und nur Sekunden später streute sich das Gerücht, ich wäre die Schuldige (Nein, bin ich nicht! Er ist in mich reingefahren, während ein weiterer Kollege versucht hat, Janis zum Kentern zu bringen.). Nach einigen weiteren (erfolglosen) Versuchen, Leute ins Wasser zu befördern, ging es dann zurück zum Kanuverein, um zu Mittag zu essen, zu baden (nicht empfehlenswert, sehr kalt und voller Pflanzen) und sich trockene Kleidung anzuziehen.

Am Nachmittag ging es dann nochmal auf die Schwentine. Diesmal schien es eine gemütlichere Tour zu werden, doch auf dem Rückweg gab es dann ein Déjà-vu. Wieder landete Janis im Wasser, wieder war derselbe Kollege beteiligt. Nur das diesmal Janis versucht hatte, den Kollegen ins Wasser zu stoßen. Der Versuch ging eindeutig nach hinten los. An Land gab es dann noch ein Wiedersehen mit Jana, die leider nicht früher hatte kommen können, aber trotzdem noch den Rest des Tages geopfert hat, um die Kollegen wiederzusehen.

Der Tag ging leider viel zu schnell vorbei und am Dienstag und Mittwoch ging es für mich wieder an die liegengebliebene Büroarbeit (mit Muskelkater überall) während Linus krankfeiern musste. Dafür durfte Linus dann am Donnerstag ohne mich arbeiten.

So verging die Woche ganz schnell, Freitag durfte noch ganz viel für die Veranstaltungen am Wochenende gepackt werden und dann war endlich Wochenende. Zumindest für Linus, denn ich durfte am Sonntag viel zu früh aufstehen, um auf den Green Market in Eckernförde zu fahren und meine erste Standbetreuung zu machen. Immerhin war es eine schöne Veranstaltung mit vielen Köstlichkeiten (das Essensangebot war wirklich herausragend) und so vergingen die elf Stunden Arbeit dann doch ganz schnell.

Trotzdem war es natürlich auch echt anstrengend, so lange unterwegs zu sein, und nach der Rückfahrt zur Stiftung und anschließend nach Hause war ich doch sehr froh, endlich nicht mehr denken zu müssen und schlafen zu können.

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

36. Kalenderwoche 2018 (03. September - 9. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

nachdem wir vom Seminar zurückgekommen sind, ging es am Montag gleich mit ganz viel Bürokram los. In einer Woche bleibt eben doch eine ganze Menge liegen. Als wäre das normale Presseecho nicht genug Arbeit gewesen, gab es natürlich ausgerechnet in dieser Woche einen riesigen Berg an Extra-Zeitungsartikeln, die alle in mühevoller Arbeit eingescannt werden wollten. Aber auch neben dem Presseecho mangelte es uns nicht an Aufgaben.Gleich am Montag durfte ich erstmal zur Gesundheitsbelehrung und mir einen scheinbar endlos langen Vortrag über Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln anhören, nur um ab und zu auf Veranstaltungen Kräutersmoothies verteilen zu dürfen.

Am nächsten Tag ging es dann ins Moor. Eigentlich sollten wir ja bei der ersten Moortour ohne Janina noch ein Stiftungsmitglied an die Seite bekommen, aber weil eben alle Stiftungskrieger in Zeitnot sind, begleitete uns stattdessen Dana, eine Praktikantin von der Uni, die sich im Dosenmoor noch weniger auskannte als Linus und ich. Trotzdem schafften wir es, heil aus dem Moor wieder rauszukommen und waren dabei sogar sehr schnell unterwegs. Wobei man dazu sagen muss, dass das Moor immer noch so trocken ist, das man theoretisch in die Gräben springen kann, ohne nass zu werden.

Auch am Freitag, nach zwei langen Tagen voller Büroarbeit und Veranstaltungsplanung, ging es wieder ins Moor. Diesmal hatten wir sogar die vorher vereinbarte Begleitung, wobei wir nochmal mit einem riesigen Berg Wissen rund ums Moor versorgt wurden. Das war die erste Moortour für die wir unsere Gummistiefel gebraucht haben, denn auf der Suche nach einem längst verschollenen Pegel (auch wir haben ihn leider nicht gefunden) stand uns das Wasser bis über die Knöchel. Und auch sonst war das Moor sehr nass, wenn auch eher vom Regen als vom moorigen Boden. Zum Glück hatten wir vor der Moortour noch neue Regenhosen gekauft, ansonsten wären unsere Hosen komplett durchweicht gewesen.

Und auch am Wochenende gab es noch Arbeit. Während Linus am Sonntag seine erste Standbetreuung hatte, hatte ich mich aus irgendeinem Grund bereit erklärt, für die Stiftung beim Kiel-Lauf mitzulaufen. Zwar haben wir zum 40-jährigem Jubiläum den 40. Platz in der Teamwertung verpasst (wir haben es immerhin auf den 45. Platz geschafft), aber es war auf jeden Fall trotzdem ein tolles Ereignis und wir alle können mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden sein. Nebenbei war es auch nochmal ein kurzes Wiedersehen mit Janina, die unser Team zusammen mit einer weiteren FÖJlerin aus ihrem Jahrgang unterstützt hat. Das einzige Negative bei diesem Lauf wurde für mich dann der Muskelkater am nächsten Tag (alleine sich hinzusetzen war wirklich schmerzhaft).

Und damit bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

35. Kalenderwoche 2018 (27. August - 2. September)

Moin liebe Leserinnen und Leser,

so schnell ist der erste Monat um. Die letzte Augustwoche waren wir jedoch nicht in der Stiftung, weil unser erstes Seminar stattgefunden hat. Wie schon unsere Vorgänger reisten auch wir in Richtung Plön, zum Koppelsberg. Und natürlich galt es erstmal ganz viele neue Namen zu lernen, oder es zumindest zu versuchen, denn insgesamt waren wieder fast 150 FÖJ’ler zusammengekommen. Unser Glück, das wir nur die 30 Leute aus der gelben Gruppe bei den nächsten beiden Seminaren wiedersehen werden und dementsprechend die anderen Namen wieder ganz beruhigt vergessen können.

Einige Leute aus anderen Gruppen hat man aber natürlich trotzdem kennengelernt, auch beim Abendprogramm mit Fackelwanderung und Lagerfeuer, bei dem wir sogar gerade so trocken geblieben sind. Und auch neben dem organisierten Programm hatten wir was zu tun. Eines kalten Morgens haben eine andere FÖJ’lerin und ich es sogar gewagt, ein Bad im Plöner See zu nehmen, aber länger als fünf Minuten haben wir es bei den frischen Temperaturen nicht ausgehalten.

Aber natürlich haben wir nebenbei noch unsere Workshops besucht. Linus hat sich an der Fotografie versucht, während ich im Video-Workshop war. Als wir das erste Workshoptreffen hatten, dachte ich noch, es sei unmöglich, in so kurzer Zeit (zwei Vormittage und zwei Nachmittage) einen kompletten Film zu drehen. Tatsächlich hatten wir am ersten Nachmittag bereits das Drehbuch fertig, wobei wir noch fantastische Anregungen von den Alt-FÖJ’lern bekommen haben, die uns die ganze Woche begleitet haben und uns natürlich auch ganze viele Energizer beigebracht haben. Ich durfte mich als Schauspielerin versuchen und der Film ist sogar ganz gut angekommen, was aber wohl eher an dem Highlight des Films/Werbespots, als an meinem Schauspieltalent liegt. Aber natürlich haben die Dreharbeiten sehr viel Spaß gemacht und hoffentlich auch den Zuschauern ein Lachen entlockt.

Denn am letzten Abend wurden die Ergebnisse präsentiert. Es war echt unglaublich, wie viele tolle Sachen in so einem kurzen Zeitraum entstehen können, besonders bei den Musikern und Theaterschauspielern, die ja schließlich nur einen Versuch hatten, sich an jede Strophe und an jeden Satz zu erinnern. Das war wirklich ein krönender Abschluss für die Woche.

Und ganz nebenbei hat man viele neue Kontakte geknüpft, mit denen man auch außerhalb der Seminare gerne etwas unternimmt.

Bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

 

 

 

 

 

34. Kalenderwoche 2018 (20. August - 26. August)

Moin liebe Leserinnen und Leser

diese Woche haben wir fast nur für das Sommerfest gearbeitet.

Daher begann die Arbeitswoche mit einer Fahrt zur Waschanlage, um die ersten beiden Autos auf Hochglanz zu polieren, was gerade bei den Geländewagen eine unmögliche Aufgabe ist. Der meiste Dreck hat sich dafür einfach schon zu lange in die Polster gegraben und die Kratzer bleiben ja sowieso im Lack.

Am nächsten Tag musste dann erstmal alles zusammengesucht werden, was mit auf das Sommerfest sollte. Ich glaube nicht, dass die Garage jemals wieder so leer sein wird. bevor dann am Mittwoch die letzten drei Autos gereinigt werden sollten. Den Teil habe ich mir wirklich entspannter vorgestellt, aber der Hyundai hat mir gezeigt, dass die Autowäsche nicht meine Lieblingsaufgabe wird. Erstens ist dieses Auto zu groß, um die Antenne abzudrehen, zumindest für meine Verhältnisse und zweitens wollte der Schalthebel nicht auf Neutral (was natürlich auf keinen Fall an mir und meiner mangelnden Automatikfahrerfahrung liegt).

Danach haben wir den Großteil des Tages damit verbracht, ein Auto in die Werkstatt zu bringen (ja, das dauert seine Zeit). Dafür mussten wir leider extra bis nach Schleswig fahren (über 60 Kilometer), nur um dann auf dem Rückweg im Stau zu stehen. Der hat uns dann auch daran gehindert, beim Aufbau für das Sommerfest zu helfen.

Donnerstag gab es für uns dann erstmal eine Pause von den Vorbereitungen, weil wir unseren Erste-Hilfe-Kurs hatten. Zusammen mit unserer Azubi Beyza haben wir unser Wissen wieder aufgefrischt, was eigentlich sogar Spaß gemacht hat. Es gibt doch Sicherheit, was man tun soll und wir konnten unser bisheriges Wissen nochmal gut kontrollieren.

Freitag war dann der Endspurt. Erstmal ging es morgens für mich nach Kiel, wo ich die Pure Fruit Comics abgeholt habe (der Stiftung wurde zum 40. Jubiläum eine ganze Ausgabe gewidmet) und ich kann nur sagen: Sie sehen fantastisch aus. Kein Wunder also, dass jeder Stiftungskrieger eins ergattern wollte.

Doch bevor es dann zum Sommerfest ging, gab es erstmal noch eine zweite Reise nach Schleswig, das Auto musste schließlich auch wieder abgeholt werden.

Am Nachmittag gab es dafür wirklich entspannte „Arbeit“. Auf dem Sommerfest galt es, die Flyer und Comics immer wieder aufzufüllen, wenn diese nach kurzer Zeit schon wieder mit den Gästen verschwunden waren, den Shuttledienst zu machen und natürliche wieder, Leute kennenzulernen. Ein wirklich schönes Sommerfest, auch wenn das Wetter sich gefühlt alle zehn Minuten verändert hat.

Bis zum nächsten Blogeintrag,

Eure Grit

33. Kalenderwoche 2018 (13. August - 19. August)

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mir kommt es vor, als wären wir schon viel länger in der Stiftung, doch tatsächlich ist es erst eine Woche her, dass wir uns von unseren Vorgängerinnen verabschiedet haben.Nachdem am Vormittag der neue Besprechungsraum gerade erst eingeweiht wurde, gab es zum Mittag schon das erste Buffet. Unmengen an Köstlichkeiten wurden auf den Tischen verteilt, darunter auch der von uns am Vortag gebackene Kuchen. Und das alles, um Jana und Janina zu verabschieden. Beziehungsweise um uns Nachfolger endgültig einzuweihen: Wir mussten einen Eid ablegen, der alle wichtigen Sachen beinhaltet, damit man als Stiftungskrieger überlebt. Unter anderem sollen wir uns nicht von dem Navi in die Irre führen lassen. Das wird eindeutig ein schwieriges Unterfangen. Aber einen Umweg muss man ja nicht gleich als verfahren einstufen, oder?

Nachdem wir unseren Eid abgelegt hatten, gab es noch eine weitere Überraschung: Uns wurden in einer Schatzkiste, die von FÖJ-Generation zu FÖJ-Generation übergeben wird, die Memoiren von Janina überreicht (alias ihr Notizbuch aus ihren ersten Wochen in der Stiftung, in dem sie das ihr anvertraute FÖJler-Wissen niedergeschrieben hat). Natürlich brauchten wir als Stiftungskrieger auch Waffen, um uns zu verteidigen. Auch hierfür erhielten wir ein Erbstück: Pfeil und Bogen (siehe Bild). Unsere direkt danach geprüfte Zielsicherheit hält sich allerdings stark in Grenzen…

Am Dienstag war dann der richtige letzte Tag von Janina. Ein letztes Mal konnten wir ihre super Hilfe in Anspruch nehmen, bei dem Versuch, das Presseecho (fast) alleine zu machen. Zwar findet man hier immer irgendwen, der einem helfen kann, aber wie wir die Tage ohne Janina festgestellt haben, es war schon sehr, sehr hilfreich, immer jemanden daneben zu haben, der einem sagt, was man den restlichen Tag noch so tun kann.

Im Moment ist der „restliche Tag“ nur leider noch recht kurz. Zwar kommt schon die erste Routine (vor allem beim Presseecho), aber von dem Arbeitstempo unserer Vorgängerinnen sind wir noch weit entfernt (Ist das überhaupt so schnell möglich?). Noch brauchen wir locker die doppelte Zeit, zumindest fürs Presseecho und auf jeden Fall, wenn irgendetwas aus der Garage gesucht wird. Wir werden wohl noch einige Zeit brauchen, bis wir diese Arbeiten mühelos bezwingen können. Immerhin haben wir das Glück, das die Garage von unseren fleißigen Vorgängerinnen geordnet wurde, sodass man nur noch nach den Beschriftungen gucken muss (danke dafür!).

Und dann gab es noch ein letztes wichtiges Ereignis in der vergangenen Woche: Unsere Fahrstunde. Zwar durften wir mit den Autos mit Schaltung schon fahren, aber um Bedienungsfehler zu vermeiden, bekamen wir noch eine extra Fahrstunde für die in der Stiftung häufigeren Automatikautos. Da ich bereits mit 17 den Führerschein gemacht habe, lag die letzte Fahrstunde bei mir schon „lange“ Zeit zurück, je nachdem ob man ein Jahr als lange bezeichnen möchte. Ein wirklich komisches Gefühl wieder einen Fahrlehrer neben einem sitzen zu haben. Dafür war es echt hilfreich, denn was ich in den Theoriestunden „damals“ über Automatikautos gelernt hatte, war in meinem Kopf nur noch bruchstückhaft abrufbar.

Nun kann die Stiftung uns ganz beruhigt in die Moore fahren lassen, ohne Angst um die Autos (und natürlich um uns) haben zu müssen.

Auf sichere Fahrten und natürlich einen baldigen Besuch unser Vorgängerinnen

Eure Grit




32. Kalenderwoche 2018 (06. August - 12. August)

Liebe Leserinnen und Leser,

Die zweite Woche geht zu Ende und unsere beiden Abenteurer stoßen auf neue Hinweise tief in den Mooren Schleswig-Holsteins.

Erster Akt:
Der schauerliche Anblick im Kaltenhoofer Moor beschäftigte mich immer noch, sodass wir beschlossen, dem Ganzen weiter auf den Grund zu gehen. Wir begannen damit, weitere Moore in der Umgebung aufzusuchen. Das Königsmoor sowie das Hartshoper Moor standen ganz oben auf unserer Liste. Dort angekommen fanden wir meinen Verdacht bestätigt: Auch hier waren die Pegelstände im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgesunken, was nur bedeuten konnte, dass die ganzen Ausmaße dieser Katastrophe viel größer waren, als bisher angenommen. Dieser Fall schien uns über den Kopf zu wachsen, wir brauchten Verbündete. Aber Janina hatte schon einen Plan.

Zweiter Akt:
Der Zeiger meiner Uhr kroch müde über das Ziffernblatt. Selbst die Sonne schien sich über die drückende Hitze zu beklagen, weshalb wir nach kurzer Zeit vom Büro im Dachgeschoss  in die Garage flohen. Nachdem die Räder der Sackkarre repariert waren, stiegen wir ins Auto, das wir mangels vorgeschriebener Fahrstunden mit automatischem Schaltgetriebe nicht selbst steuern durften. Janina brachte uns zum ausgemachten Treffpunkt: eine Niederlassung des Heimatbundes ganz in der Nähe des Stiftungsgebäudes. Wir betraten das leere Gebäude mit einem mulmigen Gefühl. Kleine Schilder führten uns vor die Tür eines unscheinbaren Nebenraumes. Diese wurde langsam geöffnet und wir blickten in vier gespannte Gesichter. Es waren die umliegenden Föjler, die ebenfalls, von der Hitze geplagt, neue Kontakte suchten. Zusammen kamen wir zu dem Schluss, dass ein gemeinsames Vorgehen in diesem Falle, Vorteile für jeden mit sich brachte.

Letzter Akt:
Nach diesem erfolgreichen Treffen war es nun an der Zeit weiter zu ermitteln. Als Nächstes standen das große Moor bei Dätgen und das Dosenmoor auf der Agenda. Aber man muss nur zwei und zwei zusammenzählen zu können, um zu merken, dass auch diese Biotope so trocken wie ein Schwamm in der Wüste waren. Sonntag luden die beiden Kriegerinnen uns zum Kuchenbacken ein. Bitter nötig wenn ihr mich fragt. Das ganze Nachforschen macht nämlich ziemlich hungrig.

Bis zum nächsten Mal,
euer Linus

31. Kalenderwoche 2018 (30. Juli - 05. August)

Liebe Leserinnen und Leser,

Es ist wieder soweit, der nächste Schwung frischer FÖJ’ler ist da! Die alten Kriegerinnen werden abgelöst und wir treten ihre Nachfolge an. Erstmal ein bisschen über uns: Ladys first: Ich bin Grit, komme aus dem Herzen Schleswig-Holsteins und darf jetzt, nachdem ich das Abitur überstanden habe, das ganze nächste Jahr für die Stiftung arbeiten.Ich bin der Linus, komme aus dem schönen Westerwald (nein der liegt nicht im Westerland) und fühle mich ehrlich gesagt ein bisschen unwohl in die großen Fußstapfen unserer Vorgängerinnen treten zu müssen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf die Abenteuer, die wir hier in Kiel und Umgebung erlaben werden. Aber dann wollen wir nicht weiter um den heißen Brei herumreden und endlich anfangen:

Erster Akt: Ankunft

Es war in den Morgenstunden des ersten August, als Grit und ich das Stiftungsgebäude nach den Bewerbungsgesprächen nun zum zweiten Mal betraten. Neben vielen neuen Gesichtern trafen wir auf die Kriegerin Janina, deren letzte Pflicht es war, uns auf das folgende Jahr vorzubereiten. Die fackelte nicht lange und kurz darauf fanden wir uns in einer wunderlichen Welt aus Excel Tabellen und Adobe Dateien wieder. Erschöpft kamen wir am Esstisch zusammen, nur um nach der Ankündigung unserer „FÖJ-Taufe“ in abstrakten Gummihosen bekleidet durch einen faulig schlammigen Tümpel waten zu müssen. Auf einer kleinen Insel mitten im Teich angekommen wurden wir von einer stolzen Janina feierlich zu FÖJ’lern erklärt.

Zweiter Akt: Schrecken im Moor Kaltenhof


Am nächsten Tag erwartete uns die nächste Herausforderung: Das Anfahren mit einem alten Yeti  Cappuccino. Aber auch diese Aufgabe meisterten wir mit Bravour und kamen kurz darauf zu unserem ersten Einsatz im Moor an. Doch als wir dort ankamen, trauten wir unseren Augen kaum. Nachdem wir die Messstellen endlich nach langer Suche im mückenverseuchten Gestrüpp  gefunden hatten, machten wir eine schreckliche Entdeckung: Das Moor war trocken. Wir hatten eigentlich mit matschigen Stiefeln und schlammigem Grund gerechnet, allerdings hatte die Hitzewelle auch die Moore nicht verschont. Aber kaum waren wir fertig, mussten wir auch schon wieder weiter. Diesmal machte uns die Schräglage der Straße zum Campingplatz in Hessenstein sorgen, die drohte den Yeti umzuwerfen. Aber auch diese Aufgabe meisterten wir mit Bravour und hatten uns endlich eine Pause verdient. Und welcher Ort schien geeigneter als die schöne Ostsee, nach dem wir ganz in der Nähe weitere Pegelstände ablesen mussten. Also zögerten wir nicht lange und sprangen ins kühle Nass. Damit ging ein weiterer Tag zu ende.

Letzter Akt: Wochenende


Diese Woche verging für uns wie im Flug. Nach zahlreichen Abenteuern und drei mehr oder weniger vollen Arbeitstagen ist es  Freitagnachmittag und wir sitzen hier und schreiben den Blog. Bis jetzt hat es sehr viel Spaß gemacht und wir hoffen so bleibt es auch das ganze restliche Jahr.

Bis zum nächsten Mal, eure Grit und euer Linus




30. Kalenderwoche 2018 (23. Juli - 29. Juli)

Hallo ihr lieben Leser,
Mit diesem Blog beenden Jana und ich nun also das Kapitel FÖJ in unserem Leben. Es war eine so wundervolle Zeit und wir hoffen dies in dem folgenden Gedicht eingefangen zu haben. Danke, dass ihr uns in diesem Jahr begleitet habt. Wir wünschen euch alles Gute und hoffen, dass ihr auch bei unseren beiden neuen FÖJlern, Linus und Grit, fleißig weiter mitlesen werdet.

Kapitel 18: Die Geschichte geht zu Ende
Nun haben wir uns gerade richtig eingelebt,
da ist die Zeit auch schon vorbei.
In der Stiftung auf Wolke 7 geschwebt,
und gelernt dazu noch allerlei.

Gigantisch schöne Sachen sind passiert,
den Vöglein haben wir zugeschaut.
Sogar ein Konik haben wir frisiert,
schon verwunderlich, was man sich hier mal traut.

So viel Lachen, so viel Scherzen,
eine Familie Nummer zwei.
So viel Freude, die ihr tragt in euren Herzen
und wir alle sind hier einfach irgendwie dabei.

Jeder hat hier einen Platz gefunden,
jeder gehört hier einfach her.
Wehmütig drehen wir nun also unsere letzten Runden,
vermissen, das kann ich sagen, werden wir euch sehr.

Wir danken euch für alles ihr Lieben
Für diese wundervolle Zeit.
Erinnerungen die uns sind geblieben,
die wir behalten möchten bis in alle Ewigkeit.

Janina: Ich kann euch gar nicht genug Danken, liebes Stiftungsteam, für diese geniale Zeit die ihr uns mit diesem Jahr geschenkt habt. Ihr wisst gar nicht wie viel mir diese Zeit, mit all ihren Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen Wert ist. Ihr habt mir so viel gezeigt, mir so viel beigebracht und ich wünschte das Jahr könnte noch etwas weiter gehen. Aber nun ist es dennoch Zeit auf Wiedersehen zu sagen und ich bin darauf gespannt, was mir die Zukunft bringen wird aber seit gewiss, das auf wiedersehen meine ich auch so.

Jana: Auch von mir kommen noch ein paar Worte zum FÖJ: Es war eine wirklich tolle und interessante Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich habe hier sehr viel Neues im Bereich der Ökologie und des Naturschutzes dazugelernt und bin froh, dass die Stiftung mir so viele neue Erfahrungen ermöglicht hat. Meine absoluten Highlights waren die Wechselkrötenkartierung mitten in der Nacht und die spektakuläre Schafrettung im Speicherkoog. An diesem Punkt kann ich nur ganz groß DANKE sagen!  

29. Kalenderwoche 2018 (16. Juli - 22. Juli)

Huhu,

Ihr werdet nicht glauben, was uns in der vorletzten Woche des FÖJs noch passiert ist.

Kapitel 17: Die Stiftungskriegerinnen und das Schaf

Heute war der Tag gekommen. Endlich haben unsere beiden Stiftungskriegerinnen es geschafft mit Olli, einen der Stiftungsälteren aus der Familie der Projektentwickler, in den Außendienst zu fahren. Bislang war bei jedem Termin immer etwas schiefgelaufen, so dass es nicht geklappt hat aber nun endlich war es soweit.

Es ging an die Nordsee, genauer genommen zum Speicherkoog Süd, ganz in der Nähe von Büsum. Dies ist eine Landesfläche, auf welcher vom Projekt Life Limosa Maßnahmen zum Wiesenvogelschutz umgesetzt werden. Früher war es hier so, dass die Nordsee bei Flut noch weit in das Landesinnere vorgedrungen ist. Sie hat dabei Flächen, wie den Speicherkoog immer wieder überflutet. Salzwiesen sind entstanden. Diese Flächen boten Rückzugsorte für viele Arten insbesondere Wiesenvögel, die als Nahrungsgrundlage das Watt haben, aber zur Brut Wiesen brauchten. Dazu sind sie noch beliebter Rastplatz für die verschiedensten Zugvogelarten gewesen.

Nachdem die Menschen dann die Deiche gebaut haben, wurden die Flächen nicht mehr überflutet, stattdessen begannen die Menschen Landwirtschaft darauf zu betreiben. Die typischen Arten der Salzwiesen verschwanden damit, dass der Boden sein Salz verlor, aber dennoch erleben die Wiesenvögel damit einen wahren Boom. Landwirtschaft wurde damals noch sehr extensiv betrieben. Die Böden waren durch die jahrhundertelange Salzeinwirkung zu schlecht, um dort richtig Ackerbau betreiben zu können, weshalb viele dieser Flächen zu Weiden und Wiesen umfunktioniert wurden. Dieser Wiesenvogelboom war jedoch nicht von langer Dauer, denn schon bald fanden die Menschen Mittel und Wege auch diese Flächen für intensive Landwirtschaft nutzbar zu machen. In Monokulturen bleibt leider nur sehr wenig Platz für Wiesenvögel, so sind in der Zwischenzeit viele Arten vom Aussterben bedroht. Durch das Projekt Life Limosa soll Ihnen ein Lebensraum erhalten bleiben wie zum Beispiel im Speicherkoog Süd. Auch für Brut und die Rast soll hier ein geschützter Raum entstehen, wo die Vögel sich geschützt und frei bewegen können.

Nach einem kurzen Gespräch über bevorstehe Maßnahmen im Speicherkoog Süd mit Landesvertretern, dem Nabu-Zuständigen für das Gebiet und der Zuständigen der UNB ging es nun also hinaus auf die tatsächliche Fläche. Dort wollten die Stiftungskrieger einen automatischen Pegel ablesen und eine Fotofalle austauschen. Das Ablesen des Pegels verlief noch ziemlich unspektakulär, aber als es dann an die Fotofalle ging passierte es. Die Stiftungskrieger bemerkten ein kleines Schaf, fast noch ein Lämmchen, in der Nähe der Fotofalle, welches feststeckte. Es war gefangen in mitten einer Matschfläche. Dort war einst Wasser gestanden, doch bei der Hitze und anhaltenden Trockenheit der letzten Monate, ist von dieser Wasserfläche nur noch eine kleine Pfütze geblieben, umgeben von schlickigem Schlamm.

Das Schäfchen war bis zur Hälfte versunken und steckte dort wohl bereits seit einem Tag, als wir es fanden. Schnell eilten die Stiftungskrieger herbei, um dem Schaf zu helfen. Sie brachten ihm Wasser und Gras, welches es dankbar annahm. Nach einem kurzen Telefonat mit dem Schäfer begannen sie das Schaf auszugraben. Dieses nässte sich vor lauter Stress sogar noch ein, doch trotzdem gruben die Stiftungskrieger weiter und endlich war es frei. Sie hievten das Kleine aus dem Loch und halfen ihm zurück zur Wiese. Dort machte es sich so schnell es konnte auf zu seiner Herde, aber nicht ohne alle paar Schritte einen Happen Gras zu abzubeißen. Die Stiftungskrieger stanken bestialisch und so ging es direkt an die, zum Glück nicht weit entfernte, Nordsee, wo sie mitsamt ihren Klamotten ein Vollbad nahmen. Doch selbst das ließ den Gestank nicht komplett verschwinden, weswegen dann die Entscheidung getroffen wurde, nach Hause zu fahren, um sich dort gründlich von oben bis unten abzuschrubben. Tatsächlich war der Geruch am nächsten Tag schon fast vollkommen verflogen, nur die Finger rochen noch etwas nach Schaf.

Eure Janina

28. Kalenderwoche 2018 (09. Juni - 15. Juli)

Hallo ihr Lieben,

All die Hilfsmaßnahmen, die die Stiftungskriegerinnen bislang hier beschrieben haben, sind dringend nötig und trotzdem sind sie nicht ausreichend. Daher gibt es bei der Stiftung Naturschutz auch ein weiteres Projekt: Die 'Wiedervernetzung von Lebensräumen' welches ein Wegenetz spannt, um möglichst viele voneinander isolierte Lebensräume zu verbinden.

Kapitel 16: Gundi und die Liebe

'Ganz allein trottet der junge Hirsch Gundi durch den Wald. Blickt er sich um, sieht er überall die verliebten Pärchen. Er sieht die Eichhörnchen, die sich gegenseitig den Baum hinauf jagen, die Schmetterlinge die gemeinsam durch die Lüfte flattern und die Füchse, wie sie in der Sonne kuscheln. Seufzend lässt er den Kopf hängen. Wie gerne würde er sich doch auch verlieben.

Gundi ist mit diesen Gefühlen nicht alleine. Auch die Hirschdame Gigi würde sich gerne verlieben, doch auch sie hat damit kein Glück. Gigi und Gundi leben sogar ganz in der Nähe von einander. Nur ein paar Kilometer trennen sie, aber dennoch ist es fraglich, ob sie je zueinander finden werden, denn die Beiden trennt ein fast unüberwindliches Hindernis: Die Autobahn.'

Ungefähr 10.000 Kilometer ist das Straßennetz von Schleswig-Holstein lang. Das entspricht der Luftlinie von Kiel bis Kapstadt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass es vielen Arten schwerfällt neue Lebensräume zu erobern, zu ihren Laichplätzen zu gelangen oder, wie in Gundis und Gigis Fall, sich zu verlieben.

Deshalb hat sich die Stiftung die Wiedervernetzung von Lebensräumen zu einem weiteren Ziel gesetzt. Grünbrücken, Otter- und Wildtunnel sind dabei die Bindeglieder, um es den Tieren und auch den Pflanzen zu ermöglichen, sich in neue Lebensräume zu begeben und die Welt neu zu entdecken. Aber die Wanderwege müssen auch gewisse Anforderungen erfüllen, um dies zu ermöglichen. Grünbrücken und ihr Vorland zum Beispiel müssen alle Lebensraumtypen, die in dem Gebiet dahinter existieren auf sich vereinen. So müssen sie für Waldtiere genug Deckung bieten aber auch Wiesen- und Sandarten die Möglichkeit geben von A nach B zu gelangen. Dies ist nicht immer ganz leicht umzusetzen, aber die Stiftung tut ihr Möglichstes, um dabei zu helfen.

Wer weiß, vielleicht haben mit diesem Projekt dann auch Gundi und Gigi irgendwann die Chance sich zu treffen und unsterblich ineinander zu verlieben.

Der Fotowettbewerb

Knips, Knips, Knips. Es ist Zeit die Kamera auszupacken meine Lieben, denn noch bis zum 31. August habt ihr Zeit eure schönsten Natur-Fotos für unseren Fotowettbewerb einzusenden. Die besten 30 werden in der größten Outdoor-Galerie des Landes präsentiert. Diese wird vom 7. September bis 30. September in der Holtenauer Straße aufgebaut sein und das Publikum wird entscheiden, welche Fotos die besten sind. Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von 1.500 €. Also ran an die Kamera und raus in die Natur.


Eure Janina

27. Kalenderwoche 2018 (02. Juli - 08. Juli)

Halli, Hallo, Hallöchen,

Schon seit so langer Zeit haben wir nichts mehr von den Geistern der Moore gehört, nun also hier ein Update wie es unseren lieben Freunden geht.

Kapitel 15: Die lange Zeit der Dürre

Zum letzten Mal in ihrem Jahr beim Stiftungsstamm machten sich die beiden FÖJ-Kriegerinnen auf den Geist des Dosenmoores zu besuchen. Die Sonne schien sanft auf sie hinunter und ein lauer Wind wehte. Vereinzelt zeigten sich sogar kleine Wölkchen am Himmel, doch Regen war weit und breit nicht in Sicht.

Schon seit zwei Monaten war kaum ein Tröpfchen mehr gefallen und dies konnte man auch am Dosenmoor erkennen. Der Boden unter den Füßen der Stiftungskriegerinnen war rissig und spröde. Dort wo einst feuchte Schlenken waren sind nun vertrocknete Torfmoose zu erkennen und Flächen, die im Winter noch mit Wasser bedeckt waren, lagen nun trocken. 

„Lieber Geist wie geht es dir?“ fragten die Kriegerinnen ihren alten Bekannten. Seine Haut war rau und aufgeplatzt von der Trockenheit. Ruhig sprach er „Gut, mir geht es Gut.“ Die Stiftungskriegerinnen sahen sich an und weder die Eine noch die Andere glaubten die Worte des Geistes. Als dieser es bemerkte schüttelte er den Kopf „Wirklich ihr Zwei mir geht es gut. Die Stiftung hat mir sehr geholfen. Schaut euch um! Den anderen Hochmooren, die entwässert und bewirtschaftet werden, geht es noch viel schlechter als mir, mit dieser Trockenheit.“ Eine der Stiftungskriegerinnen runzelte die Stirn „Wie meinst du das?“

„Ein Hochmoor müsst ihr verstehen, wölbt sich wie ein Tautropfen über dem Boden, denn es ist aus Torfmoosen aufgebaut, welche nach und nach in die Höhe wachsen. Diese Torfmoose sind wie ein Schwamm. Sie saugen das Wasser auf und halten es fest, so verdunstet auch  nur ein kleiner Teil der Flüssigkeit, weswegen das Moor auch im Sommer feucht sein sollte.

Doch dann kamen  die Menschen. Um Torf abzubauen legten sie tiefe Gräben an und bauten Drainage,  um das Wasser abzuleiten.  So trocknete das Moor immer weiter aus und die Torfmoose verschwanden nach und nach. Diese Flächen verlieren im Sommer, wie auch im Winter nicht nur durch Verdunstung sondern auch durch die Entwässerungsmaßnahmen, dass für ein Moor lebenswichtige Wasser, so sackt das Moor immer weiter in sich zusammen.

Das war bei mir früher nicht anders,“ sprach der Geist,  „doch die Stiftung hat mir geholfen. Sie hat Gräben zugeschüttet, Drainagen zerstört und Dämme gebaut, um mir zu helfen das Wasser zu halten und wieder zu Kräften zu kommen. Nun wachsen die Torfmoose wieder und zusammen mit ihnen wachse ich auch.“ Die Stiftungskriegerinnen verstanden und so liefen sie zum letzten Mal die gewohnten Wege ab und sagten dem Geist des Dosenmoores schweren Herzens und doch zukunftsfroh Lebewohl.

Eure Janina

23/24/25/26. Kalenderwoche 2018 (04. Juni - 01. Juli)

23. Kalenderwoche (04. Juni – 10. Juni):

Die Woche startete mit einer Fortbildung zum Thema Farben aus Pflanzen. Das lief unter der Leitung des BNUR’s (Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume) und es war sehr interessant. Besonders lustig war, dass man aus Rotkohl eine hellblaue Farbe herstellen kann, indem man den PH-Wert der Farbe mit Soda verändert. Sonst haben wir in der Woche viel Zeitausgleich genommen und das Dosenmoor besucht. Dort bin ich mit einem Bein mal wieder baden gegangen, da das Torfmoos aufgrund der hohen Temperaturen sehr trocken und unstabil geworden ist.


24. Kalenderwoche (11. Juni – 17. Juni):

In dieser Woche waren Janina und ich auf Sylt beim Abschlussseminar des FÖJ’s. Es war schön die Anderen wiederzusehen und wir haben uns auch viel ausgetauscht. Während der Zeit gab es zahlreiche Workshops, die man besuchen konnte, z. B. Heilpflanzen, Essbare Pflanzen, Exkursionen zum Wattforum in List oder diverse Schutzgebiete wie Braderuper Heide und Morsum Kliff. Zudem waren wir auch im Watt unterwegs und konnten dabei Wattwürmer oder Taschenkrebse beobachten. Am Ende des Seminares war dann allen klar, dass das Ende des Jahres bald erreicht ist und wir haben deshalb nochmal über die schönsten Momente geredet. Dann ging die große Verabschiedung los, alle wurden noch einmal gedrückt, bevor es in den Zug Richtung Festland ging.
 

25. Kalenderwoche (18. Juni – 24. Juni):

Nach dem Seminar ging es wieder frisch in die Woche mit zwei Sommerakademien (interne Fortbildungen) mit den Themen Vegetation und Schmetterlingen. Am Donnerstag waren wir im Dätgen Moor unterwegs und konnten wieder einen neuen Moorrekord aufstellen. So schnell waren wir noch nie, in 2.45 Stunden hatten wir hier alle Pegel gemessen und eingetragen. Eventuell hat auch der, am Ende einsetzende, Platzregen etwas dazu beigetragen „Gas zu geben“. Freitag früh ging es Richtung Eggebek in den Archepark, um dort für den Erlebnistag am Sonntag aufzubauen. Gleichzeitig fand am Nachmittag die Einweihungsfeier des neuen Bildungshauses bei Eggebek statt, wo wir mit einem Stand vertreten waren. Der Erlebnistag am Sonntag in der Archegärtnerei war eine sehr schöne und entspannte Veranstaltung, wir beide haben fleißig Kinder geschminkt. Es sind viele Familien gekommen und haben sich über unser Blütenmeer 2020-Projekt informiert. 
 

26. Kalenderwoche (25. Juni – 01. Juli):

Aus dieser Woche gibt es nicht so viel zu berichten, da ich im Urlaub war und Janina auch zwei Tage frei hatte. Janina hat mit dem zuständigen Flächenmanager die Pegelstände des Königsmoores gemessen und zwei Veranstaltungen organisiert, die am Wochenende stattfinden. Am Samstag war der Erlebnistag in Nordoe, wo Janina den Stand betreut hat. Ein Tag später stand der „Poetry Slam op Platt“ auf dem Hof Hartwigswalde in Neumünster an. Das war eine sehr nette Veranstaltung, wo wir auch den ehemaligen FÖJ’ler letzten Jahres Daniel getroffen haben. So schnell vergeht die Zeit, denn bei uns steht auch leider bald der Wechsel an. 

18/19/20/21/22. Kalenderwoche 2018 (30. April - 03. Juni)

Hallo meine Lieben,

Nun nach langem Warten kommt endlich mal wieder ein Blogeintrag. In den letzten Wochen ging bei uns alles drunter und drüber, denn die Standsaison hat nun wieder begonnen und gerade laufen die Vorbereitungen der nächsten Veranstaltungen auf Hochtouren, daher fasse ich mich kurz.

18. Kalenderwoche (30. April – 06. Mai):

In dieser Woche hat der Regionaltag in Friedrichsstadt bei nasskaltem Wetter stattgefunden. Doch selbst eisige Kälte, Regen und Wind konnte die Besucher nicht davon abhalten zu kommen. Zudem war am Freitagmittag noch ein Spenderspaziergang in dem wunderschönen Stiftungsländchen Stodthagen in der Nähe von Felm. Bei wunderbarem Wetter fand eine kleine Exkursion durch das Gebiet statt mit vielen interessanten Dingen, die man neu dazu lernen konnte wie zum Beispiel, dass man im Frühjahr die Blätter der Rotbuchen essen kann. Ansonsten galt es in dieser Woche nachzuarbeiten, was in der vergangenen, durch die Outdoormesse in Neumünster und Kiel blüht auf (beides mehrtägige Veranstaltungen), liegengeblieben war.

19. Kalenderwoche (07. Mai – 13. Mai):

Uff… das war mal wieder eine Woche. Zwei Moore an 3 Tagen und dazu noch den ganzen Papierkram und zwei Veranstaltungen zu planen. Das ist keine schnell gemachte Sache. Wieso nur drei Tage? Christi Himmelfahrt fiel in dieser Woche aus und naja… den Freitag mag man ja dann auch nicht gerne ungenutzt lassen. So wühlten wir uns nun mehr oder minder erfolgreich durch unseren Aufgabenberg und taten was wir konnten, um dem Chaos Einhalt zu gebieten. Am Wochenende fanden dann der 19. Gottorfer Landmarkt und der Tag der offenen Tür „Naturschutz fängt im eigenen Garten an“ statt.

20. Kalenderwoche (14.Mai – 20. Mai):

Tatsächlich mal Urlaub! Naja für mich (Janina). Jana hatte aber trotz Arbeit auch eine wunderbare Woche. Sie ist mit verschiedenen Flächenmanagern/innen im Außendienst gewesen und durfte dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Stiftungsmitarbeiter*innen gewinnen. Dies ist auch ein wunderbarer Teil des FÖJ in der Stiftung Naturschutz: Man kann seinen Alltag zu einem guten Stück selbst gestalten, da man hier sehr eigenverantwortlich arbeitet und somit auch den direkten Überblick über die Menge der Aufgaben besitzt, die vor einem liegen und wenn diese es zulassen, kann man dann auch just for fun mit den alteingesessenen Kollegen rausfahren und quasi eine private Führung in ein Stiftungsgebiet bekommen.

21. Kalenderwoche (21. Mai – 27. Mai):

Und schon wieder beginnt eine weitere Woche in der Stiftung Naturschutz. Frisch erholt und direkt aus dem Urlaub ging es dann los in die Eiderwiesen mit einer kleinen Gruppe von Schülern zum Keschern am Fluss und Insektenbestimmen in der Wiese und am Waldrand, was eine willkommene Abwechslung zu den anderen Routineaufgaben in der Stiftung war. Am Mittwoch kam gleich ein weiteres Wochen-Higlight: Die erste Sommerakademie (interne Fortbildung) des Jahres zum Thema Vögel . Am Sonntag schloss sich dann der Naturerlebnistag Falshöft bei der Geltinger Birk an, was trotz anhaltender Bewölkung ein wunderbares kleines Familienfest war.

22. Kalenderwoche (28. Mai – 03. Juni):

Endspurt Leute! Fast wieder aktuell. Diese Woche standen zwei Moortouren an und parallel dazu befanden wir uns mitten in den Vorbereitungen zum Froschfest, dem Abschluss der Froschkonzerte und dem Picknick in Weiß, die Auftaktveranstaltung vom Natur – Genuss – Festival (Sehr zu empfehlen: Veranstaltungen für groß und klein, in ganz Schleswig-Holstein  von Juni bis September). Es klingt vielleicht nicht so, und es kommt einem möglicherweise auch auf den Festen nicht so vor, aber da steckt ein riesiger Aufwand dahinter so etwas zu planen. Da waren wir dann noch froh, dass am Freitag und Sonntag alles reibungslos verlaufen ist und wir zwei wundervolle Veranstaltungen genießen durften.

Wollt ihr uns mal Live und in Farbe sehen, oder euch schlichtweg etwas mehr über die Stiftung informieren, sind hier unsere nächsten  Veranstaltungen auf denen wir mit einem Infostand sind.

08. Juni: Schlei-Forum Wasser-Land-Kultur (Luisenlund)

09. Juni: „Naturgenuss-Zirkeltraining“ (Strandhotel Strande)

10. Juni: Tag des offenen Hofes: Steffens Hoffest (Ahrensbök)

10. Juni: Tag der Schleswig-Holsteiner (Molfsee)

17. Kalenderwoche 2018 (23. April - 29. April)

Hallöchen meine Lieben,

anlässlich der Froschkonzerte die nun begonnen haben, kommt hier das Kapitel zu dem Projekt Life Semiaquatic oder besser bekannt als Frosch und Freunde.

Kapitel 14: Wenn die Natur verstummt

Hört man im Frühling in die Welt hinaus,
kommt man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus.

Während der Duft der Blüten uns beginnt zu betören,
gibt es jetzt  auch so viele schöne Melodien zu hören.

Wenn nun die Welt um uns herum erwacht,
und die Sonne am Morgen allen entgegenlacht,

ist es für mich bei dieser Schönheit kaum mehr vorstellbar,
wie wundervoll das ganze Früher einmal gewesen war.

Damals als die Frösche und Unken noch aus vollem Halse sangen,
in den Tümpeln noch ganze Symphonien erklangen.

Aber nun sind sie bei uns kaum mehr zu hören,denn der Mensch ist dabei ihren Lebensraum zu zerstören.

Durch Drainagen werden Tümpel trocken gelegt,
ätzende Dünger sorgen dafür, dass sich nichts mehr bewegt.

Aus Not begeben sich die Amphibien auf eine lange Reise,
doch selbst das ist von Ihnen nicht immer weise.

Äcker und Straßen durchschneiden die Strecke,
und Feinde lauern hinter jeder Ecke.

Die Stiftung engagiert sich dafür, diese Situation zu verändern,und das nicht nur in Deutschland sondern auch mit einigen anderen Ländern,

denn wie traurig wäre es, wenn nichts mehr kräucht und fleucht, quakt und brummt,
alles kaputt geht und am Ende die ganze Natur verstummt.

Eure Janina

16. Kalenderwoche 2018 (16. April - 22. April)

Moin moin,

diese Woche war ich alleine in der Stiftung, da Janina beim Seminar war.

Am Donnerstag hatte ich ein weiteres Highlight des FÖJ’s erlebt: Zusammen mit einen Teil des Teams von LIFE-Semiaquatic und einigen Maßnahmenmanagern und Managerinnen ging es abends um 7 Uhr Richtung Mölln in den Kreis Herzogtum-Lauenburg. Dort wollten wir auf einigen Flächen nach der in Schleswig-Holstein stark gefährdeten Wechselkröte suchen. Da die Kröten und Frösche in der Nacht am aktivsten mit ihrem Gequake sind, ging es mit Taschenlampe und Gummistiefeln im Dunkeln auf 4 verschiedene Flächen.

Bei den ersten beiden Tümpeln gab es keine Wechselkröte zu sehen. Stattdessen wurde man von lauten „Äpp Äpp Äpp“-Rufen des Laubfrosches (Bild 1), die bis zu 2 Kilometer gehört werden können, begrüßt. Ein paar Erdkröten schwammen zwischen den Schilf herum. Bei dem dritten Tümpel hatten wir dann endlich Glück: Fünf Wechselkröten saßen am Ufer und riefen ihren Ruf, der wie ein trillerndes „Ürrr“ klingt (Bild 2). Die Kröte mit Camouflage-Muster steht auf der Roten Liste auf Stufe 3 (gefährdet). Das liegt unter anderem daran, dass sie flache und vegetationsarme Laichgewässer bevorzugt, diese aber auch rasch austrocknen oder zuwachsen. Besonders das Eingreifen der Menschen, indem Brachland und ehemalige Bodenabbaugruben rekultiviert wurden, gefährdet ihre Habitate.

Bei der letzten Fläche konnten wir tatsächlich Knoblauchkröten hören. Das Besondere ist, dass sie hauptsächlich unter Wasser rufen. Der Ruf ist sehr leise, da sie keine Schallblase haben. Damit wir sie trotzdem hören konnten wurde mit einer Angel ein Mikrofon ins Wasser gehalten, welches mit einem Kopfhörer verbunden war. Wenn dann ein Männchen auf dem Grund gerufen hat, konnten wir es über die Kopfhörer in Form eines klopfendes Geräusches hören. Die Suchaktion ging bis 1 Uhr morgens und war sehr erfolgreich. Mit viel neuem Wissen fuhr ich nach Hause, um in den wohlverdienten Schlaf zu gehen.

Liebe Grüße

Jana  

15. Kalenderwoche 2018 (09. April - 15. April)

Halihallo,

Hier kommt das nächste Kapitel

Kapitel 13: Die Binnendünen in Nordoe

In dieser Woche hatten die beiden Stiftungskriegerinnen Unterstützung aus dem fernen Süden. Eine FÖJ-Kriegerin vom Stamm des  Schwäbischen Albvereins war zu Besuch und konnte eine Woche lang den Alltag der Stiftungskrieger*innen begleiten. So geschah es, dass sie während die beiden FÖJ-Kriegerinnen mit der Auswahl ihrer Nachfolger beschäftigt waren, einen Ausflug in das Stiftungsland Nordoe mit einer der Stammesälteren machen durfte.

Gespannt folgte die Albvereinskriegerin der Stammesälteren und lauschte ihren Worten. Um sie herum schien die Landschaft sich auf ein Mal zu bewegen und zum Leben zu erwachen. Formen wurden erkennbar und Gestalten begannen sich zu zeigen, die in dem rauschenden Wind zu tanzen schienen. Unter ihnen  waren kleine und große, dicke und dünne, einige mit Pflanzenhaaren und andere mit Armen aus Fichten. Als sie die Kriegerin des Albvereins erblickten stoppten sie wie auf ein geheimes Zeichen und starrten sie an.  „Wer seid ihr?“ fragte die Kriegerin verwirrt. Ein kleines Wesen kam auf sie zu gehüpft und piepste mit einer quietschigen Stimme: „Wir sind die Bindünix. Wir leben hier schon seit Tausenden von Jahren. Seit wir am Ende der letzten Eiszeit von gewaltigen Sandstürmen herbei getragen wurden.“

Ein anderer Bindünix trat einen Schritt auf sie zu und sprach mit einer tiefen Stimme „In unserer langen Zeit hier haben wir schon vieles erlebt. Wir haben gesehen, wie das Wasser der Nordsee uns umschloss und wir zu einer Insel wurden. Wir erblickten die Entstehung neuer Bindünix durch die rauen Winde, die den Strand heimsuchten und wir schauten zu, wie das Wasser, welches uns umfloss langsam zurück wich, um die Marschen frei zu legen. Wir mussten mitansehen, wie viele der Bindünix starben, weil die Wiesen entwässert, gedüngt oder aufgeforstet wurde und nun sind wir fast die Letzten unserer Art.“

Ein weiterer Bindünix, auf dessen Kopf eine einzelne Fichte in die Höhe ragte, trat aus ihren Reihen hervor. „Unser Überleben war gesichert durch die Hand des Menschen, die so viele von uns schon zerstört hatte. Als Übungsplatz haben wir den Truppen gedient und durften bleiben wie wir sind und das bis in die heutige Zeit. Nun werden wir sogar beschützt durch die Krieger der Stiftung und damit werden wir noch viele Jahre die Welt beobachten können und zusammen mit den Winden tanzen.“ Plötzlich brachen die Bindünix wieder aus, in ihren wilden Tanz. Sie wirbelten herum und drehten sich wie wild.

Auf einmal verschwammen die Bindünix wieder vor den Augen der Albvereinskriegerin. Sie blinzelte fest und als sie sich ein weiteres Mal umblickte waren sie verschwunden. Stattdessen waren die Binnendünen an deren Stelle getreten, die ruhig - als wären sie dort schon immer gewesen - auf der Stelle verweilten.

Eure Janina

P.S.: Und wie versprochen findet ihr hier noch die Ostergeschichten:

Mina und das Sternenkind: Teil 1 und 2

Greta und der Weltraumbesuch

Der Ingwer und die Taubenskabiose

Magnus und die Meckertrolls 

Goldie und die Nettigkeit

14. Kalenderwoche 2018 (02. April - 08. April)

Ahoi Matrosen!

Für mich (Jana) hieß es am Montag wieder Seminarzeit! Dieses Mal ist es ein besonderes, da wir die gesamte Zeit auf einem Segelschiff verbringen werden.

Gemeinsam mit anderen FÖJ’ler*innen aus meiner Seminargruppe fuhren wir mit dem Zug nach Kappeln. Dort lag schon die „Lovis“, ein Zweimast-Traditionssegler, mit dem wir 5 Tage die Ostsee unsicher machen wollen. Da alle aus verschiedenen Seminargruppen kommen, gab es anfangs erstmal Namensspiele zum Kennenlernen. Danach haben wir eine kleine Sicherheitsanweisung bekommen, wie wir uns verhalten müssen, wenn das Schiff am Hafen liegt.

Am Dienstag gab es eine weitere Sicherheitseinweisung für die Fahrt. Anschließend haben wir uns in vier  verschiedene Segelgruppen eingeteilt: Vorsegel, Piek und Klau des Großsegels und den Besan. Die einzelnen Segelgruppen haben die volle Verantwortung für ihre Segel während der gesamten Fahrt. Dann legten wir ab und nahmen Kurs auf Gelting. Dabei mussten wir uns durch eine dicke Nebelsuppe kämpfen, die Sichtweite lag teilweise unter 50 Meter. Dementsprechend fuhren wir langsamer und hatten auch zwei Leute, die an beiden Seiten des Achterdecks das vorliegende Wasser nach möglichen Schiffen, Tonnen oder anderen Sachen abgesucht haben. Währenddessen begann der Einstieg in das Programm von der Geschichte der Ostsee, speziell der Hanse. Zudem hatte ich die Möglichkeit das Schiff zwischenzeitlich zu steuern. Das hat sehr viel Spaß gemacht und wenn man weiß wie es geht, ist es auch sehr einfach.

Am nächsten Tag hieß das Thema „Plastik am Meer“ und deswegen begannen wir mit einer Strandexkursion am Geltinger Strand. Dabei sammelten wir in Gruppen angespülten Müll ein und erschufen daraus „Kunstwerke“, die sich kritisch gegenüber dem Plastikverbrauch äußerten. Ein Beispiel seht ihr bei Bild 2, wo das Plastik in der Mitte des Fisches symbolisch das Fisch- sowie Meerestiersterben wegen des Verzehrs des Plastiks darstellt. Mit dem neu erworbenen Wissen segelten wir mittags über die Grenze zu Dänemark, genauer gesagt nach Sønderborg. Zwischendurch gab es noch ein bisschen Programm. Abends gab es leckere Kartoffeln mit Kräuterquark und einen Knotenworkshop mit einem Crewmitglied. Dort haben wir einige Seemannsknoten gelernt, die uns in der Woche und in Zukunft sicherlich gut helfen werden können.

Donnerstag hieß es den ganzen Tag segeln, um ein bisschen Strecke zu schaffen. Da der Wind ziemlich gut werden sollte, konnten wir endlich unser geplantes Zielgebiet, die dänische Südsee, erreichen. So setzten wir schon um 9 Uhr morgens die Segel und nahmen Kurs Richtung Marstal auf der Insel Ærø. Auf der offenen See wurde der Wind so stark, dass wir mit fast neun Knoten über die Ostsee fegten und das Schiff eine beachtliche Schräglage entwickelte. Da nicht alle Personen das Geschaukel gut vertragen konnten, musste das geplante Programm ausfallen. Stattdessen hat man entweder draußen die frische Brise und die Wellen mit Schaumkronen beobachtet oder man verkroch sich in seine Schlafkammer, um sich ein bisschen auszuruhen. Kurz vor Marstal haben wir die Segel wieder eingepackt und führten eine „Mann über Bord“-Übung durch. Insgesamt 12 Minuten hat es gedauert, bis der Dummy wieder auf dem Schiff war. Das war eine interessante Erfahrung.

Am Freitag wurden wir auf Ærø kurzzeitig zu Geologen, denn vormittags liefen wir zu einem Steinstrand an der Steilküste auf der Südseite der Insel. Dort analysierten wir die Steine und sprachen auch über die Entstehung der Ostsee. Danach ging es schnell zurück zum Schiff, denn wir wollten früh ablegen. Das hatte den Grund, dass in der Nacht ein Sturm aufziehen sollte und wir dann nicht segeln könnten. Deswegen mussten wir die gesamte Strecke bis nach Maasholm an der Schlei an diesem Tag schaffen, um den Sturm zu umgehen. Leider hatten wir eine totale Flaute und haben in 5 Stunden nur 5 Seemeilen (ca. 9 km) von insgesamt 20 Seemeilen geschafft. Wären wir mit diesem Tempo weitergefahren, hätten wir Maasholm erst um 4 Uhr morgens erreicht. Von daher entschied der Kapitän den Rest der Strecke mit dem Motor zu fahren. In der Zwischenzeit haben wir unten im Salon des Schiffes selbstgemachtes Sushi vorbereitet, da der Tag auch das Thema Algennutzung beinhaltete. So konnten wir den letzten Abend gemütlich um halb zehn abends mit Sushi-Essen ausklingen lassen.

Der Samstag begann mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Endlich war der Wind warm und man gefror nicht mehr zu einem Eiszapfen. Nach dem Frühstück gab es eine Abschlussbesprechung und danach hieß es: Klarschiff machen! Währenddessen legten wir in Maasholm ab und fuhren nach Kappeln. Gegen Mittag erreichten wir den Hafen und dann ging es auch wieder zurück nach Hause. Eins ist klar: Es war definitiv das größte FÖJ-Seminar Highlight!

Liebe Grüße

Jana      

13. Kalenderwoche 2018 (26. März - 01. April)

Hallöchen,

Kapitel 12: Hilfe die Verrückte war wieder da…
„Kaugummi unterm Schuh, wie Kaugummi unterm Schuh klebe ich an dem Stiftungsstamm“, sagte die FÖJ-Kriegerin des letzten Jahrgangs immer wieder. Bereits einige Male hatte sie (Sofie) die StiftungskriegerInnen in der letzten Zeit schon besucht und dabei hat sie immer ein Grinsen auf dem Gesicht aller Menschen hinterlassen, denen sie begegnet war. Auch dieses Mal war es nicht anders.

Zusammen mit ihr begab ich mich auf die Chaostour zum Geist des großen Moores. Wieso denn Chaostour, fragt ihr euch vielleicht? Naja, wir hatten das GPS vergessen mit welchem wir normalerweise zu den Punkten laufen und so haben wir uns von unseren Erinnerungen leiten lassen, welche dummerweise aber auch täuschen können. Hupsi;) 

Die frühere Stiftungskriegerin und der Geist des großen Moores waren alte Bekannte und der Geist des Moores freute sich so sehr darüber sie wieder zu sehen, dass er es sogar schaffte Mutter Natur davon zu überzeugen, uns ein wenig blauen Himmel zu zeigen. Auf alt bekannten Wegen sind wir gewandert, doch auch neue durften wir ergründen, um dabei neue Perspektiven zu gewinnen. Sogar einen Pegel, der längst als verschollen galt haben wir wieder entdeckt.

 Auch Schmoel haben wir mal wieder besucht. Ein absolut wundervolles Gebiet an der Ostsee, wo wir zwei Pegel zu kontrollieren hatten. Ihr werdet nicht glauben, wer uns dort begegnet ist: Snoopy und sein Freund Woodstock. Entspannt lagen sie auf dem Dach ihres kleinen Häuschens und haben in den Himmel gestarrt und den Wolken beim Wandern zugesehen.

Nach einem langen und ereignisreichen Tag war es dann aber auch schon wieder Zeit sich zu verabschieden, denn die frühere Stiftungskriegerin hatte noch eine lange Heimreise vor sich. Liebe Sofie, du darfst uns gerne bald mal wieder besuchen kommen. Bleib so verrückt wie du bist und vor allem bleib der Kaugummi am Stiftungsschuh, denn wir freuen uns, wenn du uns weiterhin begleitest.

… und huch da kommt der Osterhase!

„Schnüffel, schnüffel, schnüffel. Haha, das sieht nach der Stiftung aus,“ flüsterte der Osterhase, als er gut versteckt in die Montagsrunde platzte. Nun ja, aber auch das beste Versteck hilft nichts, wenn 70 Augenpaare die sich bewegende Decke verfolgten. Zunächst sträubte sich das Häschen noch dagegen den Grund seines Besuches preiszugeben, doch bei dem Anblick einer wunderbaren orangenen Möhre wurde es dann doch schwach. Es erzählte, dass es vom Weihnachtsmann gehört hatte, was zu Weihnachten alles passiert war und so hatte es beschlossen auch etwas Besonderes zu organisieren: Eine Ostersuche. Dazu hatte es jede Pflanze, jeden Geist und jedes Tier nochmal aufgesucht, dem der Weihnachtsmann auf seiner Reise begegnet war. Er hat sie dann gefragt, was ihnen seit Weihnachten denn passiert war und aufgeschrieben was sie erzählt haben.

Diese kleinen Geschichten sind nun überall versteckt und der Stiftungsstamm sucht bereits fleißig nach ihnen. Ihr bekommt sie dann auch bald zu lesen, aber erst nach Ostern, denn sonst müssten die Mitglieder des Stiftungsstammes sich ja nur noch auf dem Blog durchklicken, statt selbst die Augen danach auf zu halten;)

Eure 

Janina

12. Kalenderwoche 2018 (19. März - 25. März)

Heyo liebe Leser,

heute stelle ich euch eines der vielen schönen Stiftungsländer vor. Es geht um die Strand- und Seelandschaft bei Schmoel.

Die Strandseelandschaft bei Schmoel ist rund 50 Hektar groß und ist seit 1989 im Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Es liegt nordöstlich von Kiel und auf der Höhe von Stakendorf an der Küste. Schmoel ist ein Lebensraum mit verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, die in den folgenden FFH (Flora-Fauna-Habitat) Lebensraumtypen zu finden sind: Vegetation der Kiesstrände, Lagunen (Strandseen) und Atlantische Salzwiesen. Die letzten beiden genannten sind von dem Brackwasser der Ostsee geprägt, denn gelegentlich schwappt etwas ins Landesinnere und versorgt den Boden mit Salz.
Die Pflanzen auf den Salzwiesen sind sehr konkurrenzschwach, deswegen werden die Flächen mit Robustrinderarten beweidet, dadurch werden die Wiesen kurz gehalten  und das Zuwachsen wird vermieden. 

Zeitgleich ist Schmoel auch ein bedeutendes Brutgebiet für zum Beispiel den Sandregenpfeifer und die Zwergseeschwalbe. Bei der Flussseeschwalbe werden besondere Maßnahmen ergriffen, um den Bruterfolg zu optimieren: Kleine Brutflöße werden dafür in die Gewässer gelegt, worauf die Schwalbe dann ihr Nest baut. Räuber gelangen nicht mehr an die Nester und die Vögel können in Sicherheit brüten und ihre Küken  aufziehen.
An der Küste bildet der Meerkohl, Meersenf und der Strandwegerich eine typische Küstenvegetation. Und ja, den Meersenf gibt es wirklich.
Außerdem ist das Gebiet die Heimat zahlreicher Watvögel, wie Rotschenkel und Kiebitz. Wenn ihr das schöne Stiftungsland näher kennenlernen wollt, nutzt einfach den Wanderweg, der am Rande des Schutzgebietes verläuft. 

Im Rahmen unseres FÖJ’s kontrollieren wir einmal im Monat zwei Pegel am Scheidebach, der im Nordwesten der Seelandschaft Schmoel fließt und in die Ostsee mündet. Das hat den Grund, dass im Landesinneren landwirtschaftlich genutzte Gebiete sind, die nicht überflutet werden sollen. Nach einem Sturm könnte es passieren, dass der Ostseesand sich so hoch auftürmt, dass der Bach nicht mehr abfließen kann und das Wasser zum Stehen kommt. Damit im diesen Fall schnell Maßnahmen ergriffen werden können, ist unsere Kontrolle sehr wichtig.

Liebe Grüße

Jana

11. Kalenderwoche 2018 (12. März - 18. März)

Huhu und Hallöchen,
Seid ihr schon gespannt auf das nächste Kapitel?

Kapitel 11: Das Büroarbeit-Gedicht
Diese Woche war ich krank,
was mir von vorn herein schon ziemlich stank.

Mit Erkältung in den Außendienst ging da nicht,
denn aufs schnell gesund werden war ich sehr erpicht.

Dafür blieb so genügend Zeit,
für die liegen gebliebene Büroarbeit.

Zum Presseecho hab ich nach Artikeln über die Stiftung geschaut,
eine Aufgabe vor welcher es mir jedes Mal wieder graut.

Doch das gehört zum Job nun Mal dazu
und wenn man sich beeilt vergeht auch dabei die Zeit im Nu.

Die Garage galt es außerdem wieder frei zu räumen,
nun ist dort mehr Platz, als man vorher wagte zu träumen.

Stiftekisten waren auch gar keine mehr da,
also habe ich gebaut bis man mich hinter ihnen kaum mehr sah.

Ein ganzer Tag war dann schon vorbei,
doch zu tun hatte ich immer noch allerlei.

Zu der Bastelei gab es noch eine Anleitung zu schreiben,
denn wir FÖJler werden in der Stiftung nur noch vier Monate verbleiben.

Wohin ist die ganze Zeit denn verschwunden?
Es kommt mir vor als hätte ich mich gerade erst hier eingefunden.

Die Anwärter auf unsere Stellen stehen auch schon bereit,
zu ihren Bewerbungsgesprächen ist es gar nicht mehr weit.

Wenn man sich‘s so überlegt ist schon wieder eine ganze Woche vergangen,
dabei hatte sie doch gerade erst angefangen.

Nun schreib ich euch noch ein schönes Wochenende
und sage tschüs bevor ich diesen Beitrag sende.

Ach eine letzte Sache über die Woche wäre mir gerade fast entfallen,
doch ihr müsst verstehen, ich habe das Gefühl, das mir gerade Bongos im Kopf wiederhallen.

Ihr fragt euch bestimmt: Wieso war ich die Woche denn allein?
Die Antwort ist leicht, Jana hatte einen langen Urlaub fein.

Doch selbst in ihrer freien Zeit,
war auch sie von der Grippe nicht gefeit.

So war der Urlaub doch kürzer als gedacht
und den Rest der Zeit hat sie unter ihrer Decke verbracht.

Eure

Janina

10. Kalenderwoche 2018 (05. März - 11. März)

Heyho,

Kapitel 10: Hilfe für die Uferschnepfe
Grütta Grütta ruft das Tier,
das es geht in dem Gedichte hier.

Lange Zeit hat sie in Schleswig Holstein weit verbreitet gelebt, 
bewundert wurde sie damals oft während sie durch die Lüfte schwebt.

Doch was hat sich denn in vergangenen Jahren verändert so rasant, 
dass die Uferschnepfe aus Schleswig-Holstein fast verschwand.

Ihre Heimat, Feuchtwiesen und offenes Grünland wurden zerstört,
deshalb hat man ihren Ruf hier schon lange nicht mehr gehört.

Obwohl die Uferschnepfe dort mit ihrem Schnabel nach Würmern und Larven taucht,
ist dies nicht das einzige, was sie in ihrem Lebensraum braucht.

Eine nahe blütenbunte Sommerwiese ist das A und O,
sonst brütet die Uferschnepfe eben anderswo.

Denn der Schnabel der Küken ist zum Stochern noch zu klein,
also picken sie von den Blüten Insekten und Spinnen fein.

Aber was hat denn die Stiftung Naturschutz damit zu tun?
Natürlich lässt sie beim Schutz des Vogels ihre Finger nicht ruh‘n.

Das Projekt Life Limosa ist hier in der Stiftung am Start,
mit der EU zusammen wird sich eingesetzt für diese seltene Art.

Offene Flächen werden geschaffen mit viel Geschick,
damit die Uferschnepfe hat ‚nen guten Überblick.

Mit umfangreichen Wiedervernässungsmaßnahmen
sorgt man für den richtigen Rahmen.

So, dass die Uferschnepfenaus Afrika zurück,
verspüren kann, das große Lebensraumglück.

Durch dieses Projekt werden einem schon bald wieder Blumen entgegenlachen,
so kann man Greta eine große Freude machen.

Zudem sollen Fressfeinde es immer schwerer haben,
durch ihren Hunger die Uferschnepfen-Population zu untergraben.

Die Uferschnepfe, deren Name der roten Liste innewohnt,
ist so gefährdet, dass der Kampf um jedes Individuum sich lohnt.

Liebe Grüße

Janina

09. Kalenderwoche 2018 (26. Februar - 04. März)

Huhu,

und schon wieder ein neuer Eintrag.

Kapitel 9: Willkommen beim Schwäbischen Albverein

Die Welt der Stiftungs-FÖJler ist natürlich nicht nur begrenzt auf die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Es gibt auch viele Möglichkeiten andere Welten zu erkunden und zu gehen und eine habe ich  genutzt. Im Rahmen des sogenannten Ökiglücks habe ich den Stamm des Schwäbischen Albvereins besucht, um dort neue Eindrücke zu gewinnen. 

Bei „sommerlichen“ Temperaturen von -18°C war der Auftrag einen Hang bei Neidlingen freizuschneiden, um dort Offenflächen zu schaffen für eine besonders seltene Grillen-Art. Zudem sollte die Verbuschung oder das Zuwuchern von Flächen, hier durch eine Wachholderheide, verhindert werden, damit darunter liegende Pflanzen wieder genug Licht bekommen. Tatsächlich geschah dabei das Unmögliche: Man begann trotz der frostigen Temperaturen an zu schwitzen, während man mit dem Freischneider den Hang hinauf und hinunter marschierte, die abgesägten Triebe zusammenrechte, sich durch Brombeeren kämpfte und die großen Äste auf einen Haufen zog. 

Doch die kräftezehrende Arbeit hielt die Stiftungskriegerin nicht davon ab, sich immer wieder aufs Neue in die traumhafte Landschaft der Berge zu verlieben und sich zu wünschen, dass sie ein Stücken ihrer Heimat mitnehmen könnte. 

Im April wird es dann soweit sein. Die FÖJkriegerin des Schwäbischen Albvereins wird den Stiftungsstamm in Molfsee besuchen kommen.

Eure Janina

08. Kalenderwoche 2018 (19. Februar - 25. Februar)

Huhu,

Wir sind es mal wieder. Viel Spaß beim Lesen des nächsten Kapitels.

Kapitel 8: Einsatz für neue Blütenmeere

Psst… Seit mal alle ganz leise! Hört ihr sie schon flüstern? Nein? Dann hört nochmal ganz genau hin! Hört ihr sie nicht, die kleinen zarten Pflänzchen, die sich langsam durch die frostige Erde ihren Weg an die frische Luft bahnen. Sie murmeln vom warmen Sonnenschein, von Bienchen und Schmetterlingen, von leise rauschenden Winden und von den lachenden Gesichtern der Menschen, sobald sie die ersten Blumen und Kräuter erblicken. Hört ihr sie nun, die kleinen Stimmen, die überall um euch herum zu erwachen beginnen und den Einzug einer neuen Jahreszeit ankündigen?

„Ich will in die Sonne, die Wärme auf meinen Blättern spüren und meinen Kopf dem Licht entgegen recken, um die Welt zu sehen“ sprach die Küchenschelle. Doch kaum hatte sie diesen Wunsch ausgesprochen, wusste sie auch schon, dass diese Reise nicht leicht werden würde. Obwohl sie noch tief in der Erde verborgen lag, waren die Stimmen der Gräser, die seit Jahren schon die Fläche besetzen, bereits deutlich zu hören. Still und heimlich brach das kleine Pflänzchen aus ihrem Samen heraus, gierend nach frischer Luft und Abenteuer. Sie kämpfte sich durch die feuchte Erde bis kurz vor die Oberfläche, um dort nach einer kleinen feinen Lücke zu suchen, durch welche sie sich quetschen konnte, um endlich die Sonnenstrahlen zu spüren. 

Früher waren sie noch die Herren der Wiesen und Weiden; die Kräuter und Wildblumen. Wohin man auch blickte war die Welt ein buntes Gemisch aus allem was blühte und überall um einen herum brummte und summte es. Doch heute mit der intensiven Landwirtschaft und der Versiegelung der Böden, gehört dieses Bild leider der Vergangenheit an. Wo sollte denn da auch der Platz für blütenbunte Sommerwiesen sein? 

Die Gräser waren fett von Nährstoffen und liebten es, so viel Dünger zu bekommen wie sie wollten. Sie brauchten nicht lange um zu bemerken, dass sich etwas verändert hatte. Als sie die Küchenschelle erblickten riefen sie laut „Du kommst hier nicht durch!“ Denn wieso sollten sie ihre Wiese und ihren Platz an der Sonne mit anderen teilen. Schlaff ließ die Küchenschelle ihre Blätter hängen und am liebsten wäre sie zurück in ihren Samen gekrochen, um dort noch einige Jahre weiter zu schlummern.

Was hat denn das alles mit der Stiftung zu tun, fragt ihr euch nun sicherlich. Nun diese Frage will ich euch nur zu gerne beantworten. Einige Krieger des Stiftungstammes setzen sich dafür ein, dass Pflänzchen, wie die zarte Küchenschelle, wieder Luft zum Atmen bekommen. Diese Krieger bilden die Basis des Opens internal link in current windowBlütenmeer-Projektes in welchem sie für bedrohte Pflanzen wieder einen Lebensraum schaffen, wo diese wachsen und blühen können. Außerdem helfen sie dabei, z.B. durch Mahdgutübertragungen, dass sich Pflanzen auch an Standorten wieder ansiedeln können, von denen sie schon vor langer Zeit verschwunden waren. In der Arche-Gärtnerei werden diese oftmals stark gefährdeten Arten auch vermehrt, um Saatgut zu erhalten und um ihnen einen kleinen Vorteil zu geben, bevor man sie auspflanzt. Auf den Wiesen und Weiden können die Pflänzchen dann, nachdem sie etwas gewachsen sind und an Stärke gewonnen haben, auch überleben und sich vermehren, obwohl der Standort möglicherweise nicht der beste für sie ist. Wollt ihr auch zu Opens internal link in current windowVielfaltschützern werden? Dann klickt euch rein unter: Opens external link in new windowwww.blütenmeer2020.de

07. Kalenderwoche 2018 (12. Februar - 18. Februar)

Goden Dag, fein dat du bi uns büst,

heute geht es um ein besonders Thema und zwar das Naturgenussfestival, welches von Juni bis September mit ca. 100 Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein stattfindet. Doch was ist das eigentlich genau?

Das Naturgenussfestival wurde 2005 das erste Mal durchgeführt und hat sich bis 2018 immer weiterentwickelt. Grundsätzlich geht es um das Kennenlernen des „Stiftungslandes“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und den damit verbundenen Naturschutzes. Insgesamt sind es 36.000 Hektar Stiftungsland, etwa 2,3% von Schleswig-Holstein. Bei vielen verschiedenen Veranstaltungen kann man dieses Stiftungsland näher kennenlernen, unterstützt durch rund 80 Partner der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.  
Es gibt drei verschiedene Arten, das Naturgenussfestival zu genießen: Naturgenusstouren, Naturgenussmenüs oder Naturgenussevents.

Bei den Naturgenusstouren geht es mit unseren Natur – und Landschaftsführern durch verschiedene Gebiete der Stiftung: z. B. Weite Moore, Wälder oder große Weidelandschaften. Die dazugehörigen Bewohner wie Vögel, Schmetterlinge und Frösche werden näher erklärt. Auch die dort grasenden Naturschutzrinder, Ziegen oder Schafe können bestaunt werden. Auf einigen Wilden Weiden galoppieren auch die Wildpferde (Koniks) in großen Herden über die Flächen. Dabei erkennt man die Zusammenhänge mit dem Naturschutz und nebenbei hat man eine sehr schöne Spaziermöglichkeit.

Die Naturgenussmenüs gibt es bei unseren Partner-Gastronomen, die leckere Gerichte mit regionalen Zutaten kreieren. Hauptsache dabei ist Fleisch vom Naturschutzrind (Galloway, Highlands), das im Stiftungsland groß geworden ist und zu Lebzeiten für den Naturschutz „gearbeitet“ hat oder zum Würzen die heimischen Wildkräuterarten hier in Schleswig-Holstein. Diese Menüs werden nur in dem Zeitraum des Naturgenussfestivals serviert.

Natürlich fehlen auch nicht die Naturgenussevents, die in allen Formen und Farben überall stattfinden. Von Grillfest bis Käseschule, von Malkursen bis Märchenspaziergänge, für alle Menschen jeden Alters ist etwas dabei. Auch 2018 beginnt das Naturgenussfestival mit der Auftaktveranstaltung „Picknick in Weiß“ am 03. Juni im wunderschönen Stiftungsland Eidertal. Kommt vorbei, es wird sich lohnen!

Liebe Grüße

Jana


06. Kalenderwoche 2018 (05.Februar - 11.Februar)

Heyho und Hallöchen,

Schon wieder ist eine Woche vergangen und es ist Zeit für ein neues Abenteuer in der Stiftung Naturschutz.

Kapitel 7: Der Klappertopf

Frost. Frost verbindet man mit der Dunkelheit der winterlichen Tage. Mit harten Zeiten und mit Kälte, die einem in alle Knochen kriecht. Jedoch bedeutet der Frost nicht nur das allein, denn er kann der Beginn eines neuen Lebens sein.

Diese Woche war es an der Zeit Klappertopf auf einigen Flächen auszubringen und natürlich war eine der FÖJ-Kriegerinnen sofort mit am Start. Die andere hatte sich leider erkältet und musste zuhause das Bett hüten und Tee trinken. Die Welt, in welcher sich die Kriegerin zusammen mit der Stammesälteren bewegte, war immer noch eine winterliche Wunderwelt über und über bedeckt mit Schnee und Eis. Der Himmel hatte sich in sein schönstes tiefblaues Gewand gehüllt und die Luft war kris