21. Kalenderwoche (23. - 25. Mai 2022)

Huhu,

willkommen zurück. Wie Ole schon in seinem letzten Blog berichtet hat, war ich in der letzten Woche vollkommen vereinnahmt in meinem Blühstreifen Workshop Marathon. Nach erfolgreich beendetem Marathon melde ich mich aber auch hier nochmal kurz zurück, bevor es auch für mich dann in den Urlaub geht.

Daher ist diese Woche auch recht kurz für mich, etwas verlängert habe ich sie aber doch noch durch ein paar Veranstaltungen am Wochenende. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, von daher fange ich mal an vom letzten Freitag zu erzählen.

Dort stand das letzte Froschkonzert für dieses Jahr an. Da es auch gleichzeitig mein Erstes war, freute ich mich schon darauf und war ganz gespannt. Trotz des strömenden Regens an dem Abend waren doch erstaunlich viele Leute gekommen. Die Frösche quakten und auch ein paar Unken konnte man hören, so lauschten wir alle gebannt diesen kleinen Amphibien. Zwei von ihnen konnten wir sogar einfangen und einmal zeigen, einen kleinen Laubfrosch und den etwas größeren Teichfrosch. Für mich war der Abend echt interessant und ich lernte auch noch einiges Neues über die spannende Welt der Frösche, Kröten und Unken dazu. Nach der Führung kam ich noch mit den beiden Kollegen mit zu ein paar weiteren Teichen, um dort nach Wechselkröten und deren Laich zu gucken. Leider nur mit wenig Erfolg, aber einige Kreuzkröten konnten wir auf der einen Fläche doch noch sehen, was auch echt cool war. Ein echt trauriger Anblick war dann hingegen der ganz ausgetrocknete Laich, den wir an einer Stelle vorfanden, für diese Kaulquappen  hatte es leider nicht mehr rechtzeitig geregnet bzw. es war einfach zu trocken gewesen. Zum Glück war das aber nicht der einzige Laich den wir vorfanden und es gab auch noch welchen, in kleinen Pfützen, die hoffentlich durch den Regen an dem Abend wieder etwas gefüllt wurden. So ging dann der nächtliche Ausflug schon wieder zu Ende, es war inzwischen auch schon ganz schön spät geworden.

Am Sonntag sollte es dann auch schon wieder weitergehen zum Schafschurtag auf dem Höltigbaum. Ja, ihr habt richtig gehört – Schafschurtag. Das ist quasi ein Hoffest, auf dem deren Schafe geschoren werden. Schon morgens um halb zehn, als wir ankamen, wurden die ersten Schafe geschoren. Dementsprechend hatte man den ganzen Tag ein „Määh Möööh Meh Maäh“ in den verschiedensten Stimmlagen im Ohr. Diese Geräuschkulisse sorgte bei uns auf jeden Fall für Erheiterung. Später wurden die Schafe aber doch von den vielen Familien, die eintrafen, übertönt. Ich bastelt fast den ganzen Tag mit den Kindern kleine Samentöpfchen aus Zeitungspapier, was echt Spaß machte, aber nach ein paar Stunden ohne Pause immer wieder mit neuen Kindern auch etwas anstrengend wurde. Ein Glück wurde es dann zwischendrin doch auch wieder etwas ruhiger und man bekam eine kleine Pause, als das Scheren der Schafe wieder losging. Der echte Bringer an unserem Stand war aber auf jeden Fall das Memoryspiel, wo die Kinder ihre Eltern abzocken konnten. Es gab aber auch noch einige weitere nette Stände, zum Beispiel konnte man kleine Schafe filzen, an einem Stand wurde Wolle gebürstet und gesponnen, Imker mit einem Bienenvolk im Schaukasten und natürlich gab es auch noch zwei Stände für das leibliche Wohl. Mit diesen netten Ausstellern war es eine echt gelungene Veranstaltung in schöner Atmosphäre und so ging der Tag doch echt schnell vorbei und bald packten wir schon wieder zusammen, fuhren zurück und luden noch schnell alles wieder aus, bevor es nach Hause ging.

Mein Montag ging dann gleich umgeben von Kindern weiter bei meinem schon letzten zweiten Workshop. Der Workshop klappte wieder gut, schließlich war ich ja jetzt auch schon geübt in dem Programm und besonders Spaß brachte natürlich wieder das Basteln der Samenkugeln. Diese Klasse war sehr energiegeladen, was es etwas unruhig und anstrengend machte, aber dafür legte die Klasse wirklich ein rekordverdächtiges Tempo im Bearbeiten von Arbeitsblättern an den Tag. Und das wichtigste ist natürlich, dass sie Spaß hatten. Zurück in der Stiftung widmete ich mich noch der Organisation einer Begleitung für die nächsten beiden Tage zum Pegel messen. Durch die Hilfsbereitschaft der Kollegen ließ sich aber auch dafür eine gute Lösung finden.

Am Dienstag fuhr ich dann los zum wilden SH-Campingplatz Hessenstein und nach Schmoel. In Schmoel empfingen mich gleich auch nochmal ein paar Schafe, die mich auch frisch geschoren, groß anglotzten. Da kamen gleich wieder Erinnerungen an den Sonntag hoch, wobei sie eigentlich die ganze Zeit stumm blieben. Ansonsten konnte ich noch ein paar Vögel beobachten, unter anderen zwei Graugänse mit ihren 5 Küken, sehr süß. Den restlichen Tag verbrachte ich wieder im Büro, laminierte ein paar Schilder ein und erledigte so dies und das.

Und heute ging es wieder einmal ins Moor, ins Große Moor bei Dätgen, um genau zu sein. Unterstützung bekam ich dieses Mal von einem neuen Kollegen, der auch in diesem Gebiet tätig sein wird. Das Moor zeigte sich von seiner schönsten Seite und empfing uns mit Sonnenschein und einigem Vogelgeschrei. Auch hier war alles richtig schön grün geworden und sah ganz anders aus, kaum wiederzuerkennen, aber sehr erfreulich. Das schöne Wollgras zog mich auch gleich wieder in seinen Bann und ich machte ein paar schöne Bilder. Auch der kleine Sonnentau zeigt sich wieder so langsam und verlangt seine Aufmerksamkeit. Ein besonderer Fund auf der Tour war ein kleines Geweih von einem Reh, dummerweise habe ich kein Foto gemacht. Neben diesen kleinen Beobachtungen waren wir dann auch schon wieder fix durch und machten im Anschluss noch die Zeltplatzkontrolle. Man sieht auf jeden Fall, dass die Plätze teilweise wieder ganz gut besucht sind, ich konnte im Eidertal ganze drei Zeltabdrücke zählen. Zurück im Büro mache ich noch den Blog fertig mit einer kleinen Eisstärkung zwischendrin (danke Karen J).

Damit verabschiede ich mich jetzt in den Urlaub, ihr hört von uns dann wieder in der Woche nach Pfingsten. Ich wünsche euch ein paar schöne Feiertage.

Bis dahin,

Eure Astrid

20. Kalenderwoche (16. - 20. Mai 2022)

Ein weiteres sehr spätes huhu von mir,

wenn ihr diese Anordnung von Buchstaben lest, sitze ich hoffentlich schon im Zug auf dem Weg in Richtung Urlaub. Aber vor dem Spaß kommt der Spaß und so ließ ich es in der letzten Woche nochmal richtig krachen. Astrid und ich hatten diese Woche tatsächlich kaum einen gemeinsamen Termin, da sie voll im Blühstreifen Workshop Marathon war. Solange hielt ich dann die Stellung im Büro und auf einer ordentlichen Menge der wunderschönen Stiftungsflächen.

 

Der Montag begann dann mal wieder wie eigentlich jeder Montag. Im Büro dachte ich, dass ich das erste Mal seit gefühlten Monaten bei der Sommerakademie dabei sein konnte. Aber da ich schon beim Jour Fixe merkte, dass mein Arbeitsberg nicht mit der Zeit verschwand, ging ich doch lieber Mails schreiben als den sonst immer so spannenden Vorträgen lauschen. Es ging ans Planen von Erdanlieferungen und Mails an Lehrkräfte schreiben. Währenddessen machte es einem die echt niedliche Kanadagansfamilie wirklich schwer bei der Sache zu bleiben. Die kleinen gelben Küken watschelten aber einfach zu niedlich durch die Gegend um ihnen nicht ab und mal einen Blick zu schenken. Gegen Mittag erlöste mich dann zum Glück Michael aus der Büroeinöde. Bei dem super Sommerwetter musste man einfach raus. Es ging nach Kasseedorf den Zaun abbauen, um dessen Batterie ich mich wie ein Pflegekind gekümmert hatte. Die Auspflanzung sollte mal wieder von den weidenden Kühen erschlossen werden und so rollte ich den Zaun fleißig auf eine Rolle und die Pfähle landeten liebevoll auf der Ladefläche des Rangers. Mit etwas Stärkung gingen wir noch Teiche auf ihren Wasserstand kontrollieren, wo ich an einer Stelle meinen ohnehin schon echt geschroteten Sneakern den Rest gab, indem ich sie ordentlich in Ton badete. Mit kühlem Kopf und kühlerem rechten Fuß gingen wir noch Lupinen rupfen. Kurz gesagt: Hübsches Blümchen, schlecht für andere hübschere Blümchen, da sie sich so schnell und flächendeckend ausbreitet. Nach dem ganzen Gerupfe gab mir Michael netterweise noch einen Snack im Supermarkt aus und begleitet mit seinem sehr exquisitesten Musikgeschmack ging es im Karaoke Modus wieder in Richtung Stiftung. Seltsamerweise war mein Arbeitsberg nicht von selbst geschrumpft, also ging es weiter mit Mails und Co. Es wurde mal wieder etwas sehr spät und so schaffte ich es (etwas sehr müde) noch ein paar Besorgungen für Dienstag zu tätigen. Ich sollte noch Gefrierbeutel, große Müllsäcke und Cuttermesser besorgen. Im Baumarkt stand also ein Ole mit kaputten bematschten Schuhen, Jägerjacke, etwas sehr viel Müdigkeit in den Augen und Arbeitshose um 19:00 Uhr vor einem ahnungslosen Angestellten, der auf die Frage: wo „Cuttermesser und Leichensäcke“ seien? auch erst nach etwas zögern eine Antwort hatte. Erst als ich dann die 120l Müllsäcke in der Hand hatte, fiel mir auf wie unglaublich seltsam diese zwischenmenschliche Interaktion wirklich war und dass ich wirklich dringend aufhören musste dieses Kaliber an Müllsack, Leichensack zu nennen.

Am nächsten Tag brauchten wir sie aber trotzdem. Zusammen mit Jutta fuhren wir ins Königsmoor um eine Vielzahl an Aufgaben zu erledigen. Neben einigen Einmessungen mit dem GNSS Gerät, was immer sehr interessant ist, wollten aber auch alte Drainagerohre aus dem Moor gezogen werden. Man hatte nämlich tatsächlich mal mit eher wenig Erfolg probiert das Königsmoor über Drainagen zu entwässern. Diese Drainagerohre kamen bei den Bauarbeiten der Moordämme wieder zum Vorschein und sollten natürlich nicht im Naturschutzgebiet rumliegen. Dank des leichten Regens in der Nacht war es stellenweise echt leicht, die Rohre aus dem Boden zu ziehen. Das hatten Jutta und ich nämlich schon mal gemacht und aus diesem Tag gelernt, dass man manche Rohre einfach kappen musste, wofür wir die Cuttermesser dabei hatten. Bei tollstem Wetter schleppten wir also fleißig Müll und nahmen an sieben Stellen Bodenproben. Dafür nahmen wir Torf aus etwa einem Spatenstich Tiefe. Pro Probestelle buddelten wir 10 Löcher und matschten dann am Ende alles zusammen in einem Eimer aus dem wir dann ungefähr 500ml in einen Gefrierbeutel abfüllten. Eine sehr spannende Arbeit, da man sich manchmal gar nicht vorstellt wie der Torf aussieht auf dem man ja monatlich durch die Gegend flitzt. Mit einem weiteren leichten Sonnenbrand ging es dann überglücklich zurück in die Stiftung. Es ist einfach so schön, dass man mittlerweile fast das ganze Königsmoor schon mal gesehen hat.

Am Mittwoch ging es mal wieder ans Ranger fahren. Ich traf mich mit Michael und Doris in Blomnath. Da sollten umgebrochene Flächen eingesät werden. Ich kannte die Flächen in Blomnath noch ganz anders. Hier wird nämlich mit allen Mitteln gegen das Nadelkraut gekämpft. Eine invasive Art, die man trocknen, zerhäckseln und mörsern kann bis man sie quasi nicht mehr erkennt, legt man sie nun auf eine schlammige Wasserfläche, kann man sicher sein, dass sie sich dort wieder ansiedeln wird. Auf den aufgebrochenen Flächen wollten wir aber nun alle Hand Saaten ausbringen. Mit Saatgeige und Saatschälchen bewaffnet, ging es los mit dem Verteilen und mit guter Taktik waren wir echt schnell. Unser Saatgut reichte perfekt aus. Michael und ich drehten noch eine kleine Runde um anliegende Teiche, um zu schauen, ob dort auch schon Nadelkraut  zu finden war. Ein Glück war das nicht der Fall. Für den Rückweg nahm ich noch den Amphibienzaun mit, der verhindert hatte, dass Frösche und Co in die Teiche wandern konnten, die abgepumpt  wurden. Diesen Zaun dann in den Keller zu schleppen war echt ein Akt und kostete mich bestimmt eine solide Stunde. Im Anschluss ging es noch Eimer kaufen.

Die Eimer brauchte ich am Donnerstag für meinen ersten zweiten Workshop für das Blühstreifen Projekt. Es ging in die total kleine aber liebe Grundschule in Großenbrode. Ich hatte am Mittwochabend noch meinen privaten Wagen gepackt, da zurzeit es echt schwierig ist, spontan in der Stiftung an einen Dienstwagen zu kommen. Ich hatte an alles gedacht bis auf an die Stauden, die wir mit den Schülern pflanzen. Ich hetzte los ins Büro und verspätete mich dementsprechend etwas, was aber kein großes Problem war. Der Workshop lief schon wie der Erste einfach klasse. In den Pausen gab es tolle Portraits von mir und allen brachte das Pflanzen und Samenkugeln basteln Spaß. Im Anschluss fuhr ich zurück zur Stiftung und schnappte mir wieder den Ranger und fuhr nach Stodthagen, um bei einem EU Projekt zu helfen. Dafür durfte ich wieder den Fahrer spielen und durfte damit quer durch den schönen Stodthagener Wald fahren, wo man den Geländewagen wirklich brauchte. Wir kontrollierten fleißig die aufgehängten Käferfallen und wurden dabei auch nur mittelmäßig von Mücken gejagt. Mit etwa 300 Mückenmorden und den Proben im Schlepptau ging es mal wieder relativ spät in die Stiftung. Das Projekt heißt LIFE Open Woods und ich bin immer noch total glücklich da sich hier schon das ein oder andere Mal bei Maßnahmen helfen/zuschauen durfte.

Am Freitag war der Tag ähnlich aufgeteilt. Am Morgen ging es mit Hannah zusammen an die Stör. Dort wollten wir Weiden neu auspflanzen. Dafür fuhren wir auf eine nahe Stiftungsfläche und kappten uns einige Nebentriebe ab. Dabei entdeckte Hannah ein total süßes Rehkitz, das im hohen Gras schlief. Mit ordentlich Weiden beladen fuhren wir an die Stör, wo wir dann mit einem Markierpfosten ein metertiefes Loch in den Boden hauten, wo dann die Weidentriebe, die einfach so wieder Wurzeln bilden (das macht Weiden so coole Bäume), an Wasser kamen. Dabei brauchten wir ein paar Versuche, wie es am besten geht den Markierpfosten aus dem Boden zu bekommen. Bei unserem ersten Loch blieb er nämlich so fest stecken, dass wir fast 20 Minuten brauchten ihn wieder rauszubekommen, was ein wirklich sehr gutes Rückentraining war. Als dann alle 12 Weiden  im Boden waren, blieb es nur zu hoffen, dass es tatsächlich am Abend regnete, damit sich die Weiden direkt an ihr neues zu Hause gewöhnen konnten. Wieder in der Stiftung schnappte ich mir wieder den Ranger, fuhr nach Wulfshagen und half erneut bei LIFE Open Woods mit. Dabei half ich zwei Baumkletterern beim Anbringen von Käferboxen, was ich bereits vor einer Woche schon mal getan hatte. Auch ein total spannender Nachmittag mit sehr vielen lustigen Momenten wie über Panzergräben fahren und Schrauben danebensetzen. Aber dass ist mal wieder soviel, dass es sein eigener Blog sein könnte.

Damit verabschiede ich mich in meinen Urlaub und hoffe ihr könnt das gute Wetter so gut nutzen wie ich es werde ;)

 

Bis Bald,

Euer Ole

 

19. Kalenderwoche (9. - 13. Mai 2022)

Hallihallo Ihr Lieben,

gerade ist erst Donnerstag, wo ich diesen Blog beginne zu schreiben, aber diese Woche rauschte echt nur so an mir vorbei und morgen beginnt ja dann quasi schon das Wochenende.

Den Montag verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein am besten im Moor. Im Königsmoor angekommen erkannte man es kaum wieder, alles war explodiert und richtig schön grün geworden, total schön. Ole hatte auch dieses Mal lieber noch auf eine Wathose gesetzt, während ich erstmal nur Gummistiefel anzog und nur für alle Fälle noch eine Wathose dabei hatte. Es schien eigentlich auch erstmal alles ganz gut zu gehen mit den Gummistiefeln, die Wasserstände waren auch wirklich stark gesunken. Bis wir dann zu einem Pegel kamen, wo Ole als erstes mit seiner Wathose selbstbewusst in den Graben trat und halb versank. Erstmal kein Problem, mit einem Sprung über den Graben ging es ganz gut. Bis ich gerade meinen zweiten Schritt auf die Fläche machte, während Ole genau in dem Moment meinte: „Ich bin jetzt schon echt froh über meine Wathose“ und etwas einsackte, versank mein Gummistiefel wie nichts im Matsch bis fast zum Knie. Das war echt ein perfektes Timing. Zum Glück war es ja warm, ich hatte trockene Socken dabei und noch eine Wathose, die keine Schlammladung enthält. So ging es, sollte man meinen, trocken weiter, aber bei dem Wetter blieb man in der Wathose doch auf Dauer nicht ganz so trocken, weil es mit der Zeit echt heiß darunter wird. Dann mussten wir im Königsmoor leider auch noch feststellen, dass ein altes Pegelrohr irgendwie vom Erdboden verschwunden ist. Im Anschluss fuhren wir dann noch ins Hartshoper Moor und erledigten die Pegel auch noch schnell.

Am nächsten Tag hatte ich dann das Glück, Olli, Matthias und Tobi zu einer Führung/ Treffen mit den Geldgebern aus der EU für das Life Limosa Projekt zum Speicherkoog und nach Eiderstedt zu begleiten. Dort hatten Ole und ich in der Woche zuvor ja die Schilder angeschraubt. Der Tag war echt interessant und Olli erzählte viel, wovon ich auch nochmal Neues lernen konnte. Das Highlight war natürlich die ganzen Vögel sehen und beobachten zu können und ich konnte auch nochmal ein paar neue Arten lernen. Wir sahen viele Säbelschnäbler, natürlich die Uferschnepfe (Limosa limosa), einen Kampfläufer, Austernfischer, Rotschenkel und viele Kiebitze, unter anderem auch Küken und ein Nest. Das Ganze beinhaltete natürlich auch wieder ganz schön viel Fahrerei, weshalb es recht spät wurde bis wir wieder bei der Stiftung angekommen waren.

Den Mittwoch nutzten wir dann nochmal, um die Pegelmessungen im Dosenmoor zu erledigen. Als erstes erwartete uns auf der einen Weide wieder der Bulle Danger. Ich muss sagen, mit seinem Nasenring und wie er einen so anstarrt, sieht er wahrlich gefährlich aus, ist er aber wirklich nicht, denn er stand nur da und guckte und suchte sogar eher noch ein bisschen mehr das Weite. Viel schlimmer war dann die Mückenplage, die uns bei dem nächsten Pegel überraschte. Sobald man stehen blieb umgaben jeden von uns mindestens 30 Mücken und so blieben wir lieber erst gar nicht stehen und flohen vor den Mücken, die uns verfolgten. Ungünstig nur, dass man an den Pegel dann doch kurz stehen bleiben muss zum Messen und so fuchtelten wir wild in der Luft herum und probierten es unter Anderem mit Mückentänzen. Auf den freieren Flächen blieben wir aber zum Glück auch ganz gut verschont und konnten wieder ein wenig mehr entspannen und etwas besser das schöne Wollgras bewundern. So kamen wir zum Glück beide mit ein paar wenigen Stichen noch davon. Dann starteten wir noch eine kleine Rettungsaktion, in einen der Pegel hatten sich drei feingestreifte Laufkäfer verirrt und schwammen auf dem Wasser. In einem anderen Pegel fanden wir mehrere Larven, was aber wirklich auch etwas eklig war, wie es da unten auf der Wasseroberfläche im Pegel wimmelte. Irgendwie scheinen sich jetzt gerade kleine Tierchen sehr gerne in unseren Pegeln anzusiedeln, wenn ich auch an die Ameisen im letzten Monat im Hartshoper Moor denke…

Inzwischen sind wir irgendwie auch richtig flott beim Pegel messen, sowohl am Montag, als auch beim Dosenmoor, kamen wir immer relativ früh wieder zurück. Das hatte gestern durchaus auch seine Vorteile, da ich so noch ein bisschen Zeit im Büro hatte, um meinen ersten zweiten Workshop vorzubereiten.

Heute nutzten dann Ole und ich nochmal den Tag, um nach Hamburg zu fahren, wo jetzt endlich das letzte Hochbeet heile angekommen war und bauten es in der letzten Schule auf. Das Ganze dauerte irgendwie besonders lange, da es etwas Verwirrung beim Gartencenter gab. Es hieß nämlich eigentlich, dass wir ein etwas kaputtes Hochbeet noch für die Stiftung geschenkt bekommen, irgendwie war das jetzt aber nicht da. Naja, das wird sich hoffentlich noch in nächster Zeit klären, ob wir nun eins für unseren Garten bekommen oder nicht. Wieder bei der Stiftung nutzte ich wieder die noch verbliebene Zeit etwas für Büroarbeiten.

Am Freitag hatte ich dann meinen ersten zweiten Workshop. Es klappt alles sehr gut, die Kinder hatten Spaß und freuten sich über meinen Besuch. Und sie kannten sich auch schon erstaunlich gut zu Insekten aus, hatten sie sie vorher schon einmal im Unterricht behandelt. Großen Spaß bereitete auch das Basteln der Samenkugeln, es war schließlich ein schönes Gematsche. Aber ich muss sagen, vier Schulstunden unterrichten ist echt auch schon anstrengend, Respekt an alle Lehrer.

Tja und dann klappte mein Plan mit dem Blog-Vorschreiben doch nicht so recht, da die Deutsche Bahn nicht so ganz mitspielte. Eigentlich wollte ich am späten Nachmittag nach Hause fahren, aber wegen dem Kabelbrand in Hamburg wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht und ein Glück konnte mich meine Mitbewohnerin aber am frühen Nachmittag bis nach Hamburg mitnehmen.

So musste leider nur der Blog-Eintrag doch noch bis heute warten und kommt ein wenig verspätet…

So jetzt muss ich aber auch schon wieder los,

Bis Bald,

Eure Astrid

18. Kalenderwoche (2. - 6. Mai 2022)

Ahoi, ihr Landratten,

jetzt bin auch ich wieder von der so semi hohen See zurück. Ich hatte ein riesiges Glück mit allem auf meinem Seminar. Das Wetter, die Stimmung, die Leute und die Crew war alles so gut wie perfekt. Aber ihr habt ja von Astrid schon ordentlich was gehört, deshalb langweile ich euch mal nicht mit dem Rahmen des Seminars und erzähle lieber ein paar kleine Geschichten, die mich auch jetzt noch echt glücklich machen :D

Wie gesagt, hatten wir jeden Tag Glück mit dem Wind und konnten quasi überall hinsegeln, wo wir wollten. Dabei machten wir an einem Tag eine kurze Ankerpause, um für einen Programmpunkt Bodenproben zu sammeln. Dabei brachte ich die Idee auf, dass wir ja mindestens ein Mal in die Ostsee springen müssten. Mariella sagte, dass, wenn ich vorlege, sie nachzieht. Da ich mir so etwas nicht zwei Mal sagen lasse, brauchte ich nur noch mein Handtuch und mich bis auf die Unterhose auszuziehen (die Badehose lag natürlich zu Hause). Mit einem Vorwärtssalto ging es sofort von der Reling ins Wasser. Wenige Momente später gingen dann fast alle - bis auf die Frostbeulen - baden. Den Abend ankerten wir dann auf Avernakø, wo wir den gesamten Hafen nur für uns hatten. Dazu ein perfekter Strand fürs Ditschen (oder wie ich gelernt hatte, auch bekannt als Flitschen) und Steintürme bauen. Spät abends saßen dann fast alle entspannt um ein gigantisches Lagerfeuer, sangen Udo Jürgens „Griechischer Wein“ lautstark mit und machten semi-erfolgreich Stockbrot über diesem mittlerweile echt ausgeartet riesigem Lagerfeuer. Der allerletzte Tag hat einen ganz besonderen Platz in meiner Erinnerung an den Törn. Wir ankerten nämlich sehr spontan vor Maasholm. Den Tag segelten wir komplett durch und flitzen dabei mit fast acht Knoten über die Ostsee, was schon ein Erlebnis für sich gewesen ist. Als Jochen (unser Captain) dann aus Witz sagte, wer denn morgen Brötchen holen würde, leuchteten bei mir und drei weiteren Freunden die Augen. Etwas überrascht wässerte Jochen das Beiboot für uns und sehr ehrgeizig gingen wir alle früh ins Bett, um um 5:30 Uhr Sonnenaufgang schauen zu gehen und im Anschluss nach Maasholm zu paddeln. Um 6:30 Uhr saßen wir dann im Beiboot und paddelten leider nur mit zwei Paddeln zu viert nach Maasholm, wo die Bäckerei zwar geöffnet, aber nicht mit einer Bestellung von 50 Brötchen gerechnet hatte. Wir warteten also in diesem echt niedlichen Dorf auf unsere Brötchen, die frisch für uns gebacken wurden. Um 8:00 Uhr paddelten wir dann wieder emsig zurück, um es pünktlich um 8:30 Uhr zum Frühstück zu schaffen. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis, dass man so bestimmt nicht nochmal erleben wird. Der Abschied fiel einem selbst nach „nur“ fünf Tagen echt schwer, aber man sieht sich ja zum Glück bereits in zwei Monaten wieder.

Mit diesen wirklich tollen letzten fünf Tagen ging es aber am Mittwoch auch wieder zur Stiftung, wo es direkt interessant weiterging. Astrid hatte von Olli noch die Aufgabe bekommen, im Speicherkoog und Eiderstedt Schilder an Zäune zu schrauben. Die Fahrt ist zwar echt lang, aber sie lohnt sich immer. Schon bei dem Anblick des Speicherkooges musste ich schon wieder schmunzeln. Die Kiebitze segelten elegant durch die Lüfte und das dauerhafte Gekrächze (das sich sehr gut als Ööööh UiiöööH beschreiben lässt) sorgt einfach für gute Laune. Das Anschrauben ging dank sehr genauen Anweisungen auch echt gut. Nur die Schrauben wollten nicht so ganz wie wir wollten und so entzweite die ein oder andere Schraube. Auch manövrierte ich uns einmal erfolgreich auf die falsche Parzelle, wodurch wir einen echt größeren Umweg gehen mussten, um über den Graben zu kommen, aber bei dem Ausblick war das wirklich halb so wild. Mit dem langen Rückweg und ein paar Mails ging der Tag dann auch zu Ende.

Am Donnerstag war Astrids letztes leeres Hochbeet an der Reihe. Es ging also wieder ans Ranger fahren, was natürlich immer ein Geschenk ist. In Bönningstedt luden wir die Erde auf die Ladefläche, wo zu meinem großen Erstaunen wieder der Stromerzeuger stand, den ich ja mal abgeholt hatte. Es passte trotzdem alles in den Ranger und mit einem kleinen Umweg fuhren wir die Erde zu der Schule und begannen das Befüllen. Dabei half uns die dritte Klasse sogar, wodurch das Ganze echt flott ging. So ging es etwas vor dem Zeitplan zurück zur Stiftung, wo ich dann noch weiterfuhr, um die Ladeflächenabdeckung und den Stromerzeuger zu „Weidelandschaften“ zu fahren. Dort war dann nochmal anpacken angesagt, um die Abdeckung von der Ladefläche zu hieven, was aber mit den Jungs von Weidelandschaften immer eine schnelle Nummer ist. Noch ein kurzer Schnack und dann ging es am Abend wieder mit dem auf einmal echt leichten Ranger zurück zur Stiftung.

Den Freitag habe ich am Vormittag im Homeoffice verbracht. Es galt E-Mails für das Blühstreifen-Projekt zu schreiben und Urlaub, ZA und ÖkiGlück zu planen. Dafür ging es als Ausgleich abends zu einem Froschkonzert in der Geltinger Birk, was zwei total schöne Dinge vereint. Ich richtete also den Renegade für das Ausgeben von Flyern her und als ich gerade fertig war, kamen schon die ersten neugierigen Teilnehmer*innen. Als Niels dann auch eintraf, die Dämmerung sich langsam bemerkbar machte und doch eine ganze Ecke mehr Leute gekommen waren, als wir erwartet hatten, ging es mit dieser großen Truppe auf zu den Gewässern, die uns an dem Abend eine wirklich gute Show liefern sollte. Schon auf dem etwas längeren Weg konnte man eine große Anzahl an Laubfröschen hören. Wir sprangen noch über ein Gatter und nun konnte man auch die ersten Rotbauchunken hören. Es war einfach eine tolle Atmosphäre. Mitten in der schönen Birk und nur das leichte Uuuung Uunng im Hintergrund. Ein Laubfrosch konnten wir im Wasser sogar entdecken, aber die Rotbauchunke des Tages lief uns wortwörtlich erst auf dem Weg zum zweiten Teich über den Weg. Gerade als man zeigte, warum die braun-schwarze Unke gerade Rotbauchunke hieß, war die Staunen sehr groß (das kann man auf Bild. 9 ganz gut sehen). Mittlerweile war es wirklich spät geworden und auf der Suche nach einem Laubfrosch trennten wir die Gruppen auf. Eine ging mit Niels zurück und eine Handvoll blieb bei mir. Wir suchten weiter nach Laubfröschen, mussten uns aber mit ihrem Gesang begnügen. Nur ein kleiner Moorfrosch kreuzte unseren längeren Rückweg. Ich war und bin immer noch total stolz drauf, dieser kleinen Gruppe nochmal gesondert etwas erklärt haben zu können. Bei den vielen Fragen kam einfach ein Interesse und Faszination an dem, was man erzählte hervor und so kann ich sagen, dass dieser Abend einer der erfülltesten meines FÖJs war.

 

Damit ging eine weitere total coole Woche vorbei. Aber auch die nächsten Wochen sehen jetzt schon sehr vielversprechend aus. Also bleibt gespannt! ;)

 

Bis Bald,

Euer Ole

 

17. Kalenderwoche (25. - 29. April 2022)

Ahoi Ihr Lieben,

wie Ole schon angekündigt hat, war ich letzte Woche auf Segelseminar. Wenn auch erstmal nicht so ganz auf hoher See.

Los ging es in Kappeln auf der Amazone, einem hübschen Zweimaster-Traditionssegler.  Da das Schiff leider hinter der Klappbrücke lag und diese gerade kaputt war, segelten wir erstmal „nur“ auf der Schlei. Ich will mich aber echt nicht beschweren, es war trotzdem total schön, wir hatten super Wetter mit ganz viel Sonnenschein und konnten immerhin segeln, was dem Jahrgang vor uns ja wegen Corona verwehrt blieb.

Am ersten Abend trafen dann nach und nach alle ein und wir hatten ein kleines Essensbuffet organisiert, zu dem jeder etwas mitgebracht hat. Nach dem leckeren Essen, einer kleinen Einweisung ins Boot, waren wir alle so müde, dass wir die Kennenlernspiele auf den nächsten Morgen verschoben.

Wichtig ist auf dem Segelseminar als Vorbereiter*in auf jeden Fall, dass man gut flexibel mit seinem Programm ist, da man alles nicht so genau durchplanen kann und es durchs Segeln immer wieder zu ungeplanten Änderungen kommt. Wir schafften das aber ziemlich gut und unser Programm, das sich in der ganzen Woche ums Ökosystem Ostsee drehen sollte (auch wenn wir auf ihr erstmal nicht segeln konnten) kam sehr gut an. Zwischendrin waren wir immer wieder mit dem Segeln beschäftigt, wo uns die Crew anwies, was wir zu tun haben. Auch gab es mal eine kleine Segeltheoriestunde und eine Knotenkunde. Es gibt da so einiges zu lernen auf einem Segelschiff und man braucht seine Zeit, um zu verstehen, was man jetzt genau machen soll oder wohin man gehen muss, wenn es Klaufall, Piekfall, Schot oder ähnliches heißt. Man kommt dann aber doch ganz gut rein und nach ein paar Tagen hat man diese Grundbegriffe drauf, auch wenn immer mal wieder etwas kommt, was man nicht so ganz versteht.

Als wir an unserem dritten Tag wieder nach Kappeln kamen, sahen wir wie gerade die Klappbrücke aufging und so konnten wir am selben Tag sogar noch auf die Ostsee fahren, da war die Freude natürlich groß. Wir segelten dann zur dänischen Insel Ærø, wo wir am schönen Örtchen Marstal anlegten. Abends haben wir dann noch reichlich hin und her überlegt und dann demokratisch beschlossen, dass wir am Donnerstag schon wieder Richtung Deutschland segeln. Nach geschätzt einem drittel des Weges verließ uns dann aber der Wind, wir hatten eher das Gefühl wieder zurückzufahren und drehten dann auch, also segelten wir dann abends doch wieder nach Ærø, wo wir dann in Küstennähe im Sonnenuntergang ankerten.

So mussten wir dann am Freitag um 6 Uhr aufstehen und im Sonnenaufgang die Segel hissen, damit wir es auch rechtzeitig zurück nach Kappeln schaffen würden. Das war aber auch ein schönes Erlebnis und danach konnten wir uns auch nochmal ein wenig ins warme Bettchen legen und schlafen. Zum Glück hatten wir an dem Tag auch sehr guten Wind aus der passenden Richtung, sodass wir gut vorankamen. Nur ein bisschen mehr Wellengang als sonst hatten wir. Da wurde so manch einem doch ein wenig flau im Magen, aber so richtig seekrank wurde zum Glück keiner. Außerdem hatten wir ja noch genug Reiswaffeln mit, auf die unsere Betreuerin vom Koppelsberg bei Seekrankheit schwört. Trotzdem waren dann doch alle auch ein bisschen froh, als wir wieder auf der ruhigeren Schlei waren, wo unsere große Putz-Party startete. Tja und so schnell war unsere Woche dann leider auch schon wieder um.

Es ist auf jeden Fall eine besondere Erfahrung mal auf so einem Segelschiff für eine Woche zu leben, ich habe viele nette, neue Leute kennengelernt und, wie immer bei den Seminaren, war eines meiner persönlichen Highlights auch das leckere Essen.

Genießt das Wetter und bis bald,

Eure Astrid

16. Kalenderwoche (18. - 22. April 2022)

Ein Hoch auf´s Beet miteinander,

Ich hoffe, ihr hatte ein tolles Osterfest mit euren Liebsten und genießt das Wetter.

Es war ja lange still um mich, aber ich bin endlich wieder in der Stiftung unterwegs. Corona hatte mich dank der Impfungen nicht all zu lange in Schach gehalten und ich konnte endlich wieder raus und was erleben.

Am Dienstag ging es dann auch volle Breitseite wieder los. Das Blühstreifen-Projekt verlangte wieder etwas logistische Planung und so plante und telefonierte ich am Morgen ordentlich durch die Gegend und organisierte Erde und den Ranger. Ich schnappte mir wieder Lina und es ging ans „Erde aus dem Dehner-Gartencenter“ karren. Mittlerweile kennt man die Mitarbeiter und so ging zumindest das Kaufen und Holen der Erde recht schnell. Das Aufladen auf die hüfthohe Ladefläche war wiederum ein ordentlicher Kraftakt nach fast 2 Wochen im Corona-Bett.  Dafür ging es nach Großenbrode, wo ein Hochbeet schon sehnlichst auf seine Füllung wartete. Wir trugen bei bestem Wetter über 30mal die 40l Säcke Erde zum Beet. Das Befüllen kann man gut mal unterschätzen und dauert locker 30 Minuten. Nach alledem war auch schon Mittag angesagt und so hielten wir auf dem Rückweg an einem echt coolen Parkplatz mit perfektem Blick auf die Fehmarnsundbrücke. Dort entspannten wir kurz bis wir direkt nach Krupp fuhren. Quasi auf der anderen Seite von Schleswig Holstein luden wir mit Kais Hilfe einen Stromgenerator auf den Ranger und fuhren ihn zurück zur Stiftung. Ein klasse Tag, um wieder in den Arbeitsalltag reinzukommen und Ranger fahren, ist sowieso immer richtig gut.

Der Mittwoch war Moortag. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es mal wieder ins Dosenmoor. Nach dem gestrigen Tag gingen wir es ganz locker an, da ich mir doch etwas Sorgen um mein Herz und die Lungen machte, die irgendwie noch nicht ganz wieder fit waren. So schlenderten wir durch das wunderschöne Moor und hatten wieder total Glück mit dem Wetter. Teilweise war es schon wieder Pulli-Wetter, was man aber leider an den Wasserständen sehen konnte… Teilweise verschwanden 5cm seit der letzten Messung und einige Abschnitte erkannte man fast nicht wieder. Dazu passt es eigentlich perfekt, dass die Doku über mich im Moor fertig ist. Das ist jetzt nur quasi die „Blog-Version“ in nicht super Qualität, da ich es nicht besser auf Youtube geladen bekommen habe.

Die Kurzdoku findet ihr unter diesem Link: https://youtu.be/DH-ScIYHfh8

Die Moorluft tat trotzdem total gut und mit dem frischen Wind in der Lunge ging es einem schon ein ganzes Stückchen besser. Das half Astrid und mir auch ordentlich bei der weiteren Planung des Blühstreifens. Astrid hatte noch ein paar Hochbeete, die aufgebaut werden sollten und das geht nun mal am besten zu zweit. Mit unseren beiden sehr engen Terminkalendern hatte Astrid doch noch eine perfekte Idee, wie wir Moor und Hochbeete unter einen Hut bekamen. Moorluft ist einfach klasse!

Am Donnerstag ging es dann etwas lockerer los. Ich hatte meine finale Videokonferenz für das Segelseminar, dass ich ja wie Astrid vorbereite. Da es erst um 9:00 Uhr losging, hatte ich vorher noch Zeit, etwas mehr dafür vorzubereiten. Nach der Viko ging es dann in die Stiftung, wo ich erst noch mehr vorbereitete und mich dann mit Anita, Mona und Astrid traf, um den Keller zu entrümpeln. Wir trugen Ersatzschindeln in einer super organisierten Kette von dem einen Kellerraum in den nächsten. Im Anschluss schwangen wir noch den Besen in einem anderen Keller, der später mal IT-Equipment behausen sollte. Dabei kam echt eine Unmenge an Staub und Co. auf und wir waren alle glücklich, Masken im Vorhinein getragen zu haben. Im Anschluss setzten wir Astrids Plan vom Vortag um. Es ging nach Hamburg, wo 2 Hochbeete auf ihren Aufbau warteten. Nachdem ich einmal grob zeigte, wie es ging, flutschte der Aufbau nur so von der Hand. Wir waren wirklich flott mit den Hochbeeten durch und das Längste an diesem Termin war wirklich die Fahrt.

Der Freitag war der letzte Ausläufer des Planes. Am Morgen fuhren wir bei leichtem Nebel mit etwas Zeitdruck ins Kaltenhofer Moor. Der abrupte Verlust von der Wassermenge in den Mooren hat aber auch seine Vorteile, denn so konnten wir nach 4 Monaten das erste Mal zu einem Pegel springen, um ihn zu messen. Wir fanden tatsächlich auf Anhieb alle Pegel und hatten so Zeit noch einen Abstecher an den Moorsee zu machen und wie sich dieser Abstecher gelohnt hatte. Dort hockten zwei total entspannte Kanadagänse nahe ihres unscheinbaren Nests, die sich erstaunlicherweise sogar gerne fotografieren ließen. Aber mit der Uhr im Kopf, machten wir uns schnell wieder vom Acker. In der Stiftung schnappte ich mir Akkuschrauber und Ranger, denn das so ziemlich letzte Hochbeete sollte um punkt 12:05 Uhr an einer Schule geliefert und aufgebaut werden. Dafür holte ich wieder Lina ab. Währenddessen schnappte sich Astrid Merle, die uns netterweise bei Astrids „Mega Hochbeet Moor Plan“ unterstützte und fuhr ins Große Moor bei Dätgen. So konnten Hochbeete gebaut und Pegel gemessen werden und es blieb weiterhin kein Moor in diesem Jahr ungemessen. An der Schule angekommen, ging der Aufbau wie immer total schnell. Immerhin ist es wohl bald mein Zwanzigstes, aber so ganz habe ich den Überblick nicht mehr. Nach dem Hochbeet ist vor dem Hochbeet. Es ging wieder zu Dehner, denn morgens hatte ich wieder eine Erd-Großbestellung fertig gemacht, die nach Großsteinrade geliefert werden sollte. Der Ranger gehört mir zum Glück für den Rest des Tages und so ging es mal wieder voll beladen in meinem Lieblingsauto an eine längere Fahrt. Das Befüllen kriegen wir zwei mittlerweile auch echt flott hin. Das war aber ziemlich anstrengend, also wieder Pulli Wetter.

Am Samstag bin ich jetzt noch für den finalen Schliff meiner Seminaranteile im Büro unterwegs und tippe euch den Blog schon mal vor, da ich nächste Woche Donnerstag schon auf hoher See bin. Astrid hat das Glück schon am Sonntag loszukönnen, also haltet die Augen nach den nächsten Blogs auf. Da werden wir beide wohl ordentlich zu berichten habe. ;)

 

Eine tolle Woche euch Landratten und genießt wie immer das Wetter!

Bis bald,

Euer Ole

14. Kalenderwoche (4. - 10. April 2022)

Huhu Ihr Lieben,

ich schon wieder? Ja genau, diese Woche hat sich unser Abwechseln mal wieder gedreht und ich bin nochmal dran mit Blog schreiben und es gibt auch einiges Interessantes zu erzählen, was letzte Woche so los war.

Die Woche begann erst mal nicht so schön und zwar mit Pegelmessungen im Königsmoor. Jetzt fragt ihr euch natürlich, was daran bitte nicht gut sei. Das Wetter: es regnete den ganzen Tag in Strömen und das machte das Ganze auch mit Wathose (oder vielleicht auch wegen der Wathose? Es lief nämlich zuerst bei mir Wasser hinein…) zu einer ganz schön nassen Angelegenheit. Es machte echt nicht so viel Spaß, vor allem als dann noch auf den offeneren Flächen ein eisig kalter Wind hinzukam, der einen die Wassertropfen hart ins Gesicht peitschte. Oookaay, vielleicht übertreibe ich leicht, aber es ist schon nah an der Realität und irgendwann war es wirklich eine Überwindung da aus dem Auto zu steigen und wieder raus zu gehen zum nächsten Pegel. Jedes mal schauten wir uns von neuem an und dachten uns: „Wollen wir wirklich aussteigen oder doch einfach hier sitzen bleiben?“. Aber das geht natürlich nicht und so zogen wir es durch. Ein Vorteil von dem Wetter ist, dass man so auf jeden Fall schneller ist, wobei ich mir nicht wirklich sicher bin, ob das wirklich vorteilhaft ist. Daher waren wir mittags wieder bei der Stiftung und ich erledigte noch ein paar Sachen im Büro und konnte ein paar Mails bearbeiten.

Der Dienstag verhieß dann zum Glück besseres Wetter. An dem Tag ging es für uns nach Nordoe, wo wir dann Hannah trafen. Und zwar ging es ans Fotomonitoring in Nordoe, wofür wir eigentlich auch schon recht spät im Jahr dran waren, weshalb wir uns auf einen Bruchteil der Vermessungspunkte beschränkten und die erstmal abarbeiteten. Aber was genau haben wir jetzt da gemacht? Im Wald sind dort mehrere Vermessungspunkte mit weißer Abdeckung versteckt. Diese galt es erstmal mit Hilfe des Handys und GPS Punkten, sowie weißen Punkten an den Bäumen zu finden. Wenn man diese Bäume erstmal gefunden hat, muss man nach dem weiß markierten Stab Ausschau halten, von dem aus man etwa ein Schritt in südlicher Richtung den weißen Vermessungspunkt finden sollte, oft von Moosen oder ähnlichem bedeckt, sodass man etwas scharren muss. Den gefunden, steckt man einen Weidezaunpfahl dorthin und begibt sich mit samt Stativ in südliche Richtung, aber genau soweit, dass ein genau abgemessenes Seil zischen Zaunpfahl und Stativ gespannt ist. Dann richtet man noch mit Wasserwaage exakt die Kamera aus und macht ein Foto, wo der Stab auf der rechten Gitternetzlinie liegt und eins, wo er auf der Linken liegt. Und das Ganze dann auch nochmal von West nach Ost. Ganz schön kompliziert was? Ole und ich stellten uns anfangs auch erstmal etwas tollpatschig an, aber nach ein paar Mal hatten wir den Dreh raus und bekamen Routine. Das Ganze wird auf jeden Fall gemacht, um die Entwicklung des Waldes an ausgewählten Stellen genau zu dokumentieren.

Gegen Mittag ließ uns Hannah dann alleine und wir machten weiter mit einigen Punkten, wo sie uns schon angekündigt hatte, dass wir sie aufgrund der Sturmschäden vielleicht nicht alle finden würden. Und so war es dann auch, eine etwas frustrierende Angelegenheit, wenn man trotz Metalldetektor keinen Plan hat und die Dinger nicht findet. Da wurde es auf jeden Fall Zeit mal in die Tasche des Stativs zu gucken. Hannah hatte uns nämlich angewiesen irgendwann nach der Mittagspause dort mal hereinzuschauen. Dort fanden wir dann eine leckere kleine Nougatschokoladentafel, die wir uns schmecken ließen und die unsere Motivation nochmal etwas steigerte. Mit dem Zuckerschub schafften wir noch den letzten Punkt in dem Bereich und machten uns dann auf den Heimweg, war es doch auch schon recht spät geworden.

Am nächsten Tag sollte es eigentlich weitergehen mit dem Monitoring, aber das Wetter war wieder so schlecht, das wir es doch lieber sein ließen. Das war aber auch nicht ganz schlecht für mich, da ich so nochmal viel Zeit zur Seminarvorbereitung hatte und damit gut weiterkommen konnte. Zwischendrin konnte ich auch nochmal kurz nützlich machen und dabei helfen die Messewand auf- und wieder abzubauen für einen Fototermin.

Tja und am Donnerstag war dann auch schon unsere letzte Videokonferenz zur Seminarvorbereitung vor dem Segelseminar, aber ich denke, wir haben alles soweit ganz gut geplant und jetzt heißt es nur noch sein eigenes Programm noch ganz genau vorzubereiten. Ansonsten versendete ich noch ein paar Mails für „Blühstreifen macht Schule“, brachte etwas Müll weg und fuhr den Kangoo zur Waschanlage.

Die Woche endete dann wieder mit einem Fotomonitoring, was ich dieses Mal nur mit Hannah durchführte. Witzig war, dass wir zufällig schon auf der Autobahn zusammenfanden. Ich dümpelte gerade hinter einem Lieferwagen hinterher und wartete auf Gelegenheit zum Überholen. Als die dann kam, fand ich mich plötzlich hinter einem Auto, was genau wie ihres aussah, wieder. Als ich dann im Seitenspiegel eine blonde Frau mit orangener Mütze erkannte, war die Sache klar und wir fuhren zusammen weiter. Zum Glück hatten wir am Freitag bis auf einen kleinen Schauer und einen Graupelschauer viel Sonne, wenn auch mit viel Wind und so machte das Ganze Spaß und ging gut von der Hand, sodass wir alle wichtigen Punkte an diesem Tag schafften zu fotografieren.

So ging dann eine volle, abwechslungsreiche Woche mit viel Aprilwetter auch schon wieder zu Ende.

Diese Woche wird es leider mal keinen Blog geben, da die Woche einfach sehr kurz ist und es viel zu tun gibt mit Pegelmessungen, Probennahme, Vorstellungsgesprächen und so weiter, sodass ich nicht dazu kommen werde, noch einen Blog zu veröffentlichen.

Daher schon mal  frohe Ostern! Und genießt die freie Zeit, wenn ihr sie habt!

Bis demnächst,

Eure Astrid

13. Kalenderwoche (28. März-01. April 2022)

Willkommen zurück, Ihr Lieben,

diese Woche war sozusagen, die Endspurt-Woche der ersten Workshops von unserem Projekt „Blühstreifen macht Schule“.

Darum verbrachte ich den Montag dann auch im Büro, um die drei Workshops an den nächsten Tagen vorzubereiten. Nebenbei war es auch mal wieder ganz nett nach langer Zeit beim Jour Fix dabei zu sein. Die meiste Zeit des Vormittags verbrachte ich dann damit, den Drucker im Erdgeschoss zu blockieren, um alle Arbeitsblätter, Steckbriefe, Bilder und so weiter auszudrucken. Danach gönnte ich dem heiß gelaufenen Drucker auch erstmal eine Pause und ließ dafür das Laminiergerät arbeiten. Um doch nicht die ganze Zeit im Büro zu hocken, beschriftete ich noch die Pflanzen von Ole und mir, damit die Lehrkräfte und Schüler dann auch erkennen können, was sie gerade einpflanzen wollen. Ganz so einfach ist das nämlich nicht zu erkennen, bei den kleinen Pflänzchen und so fiel mir das Ganze teilweise auch reichlich schwer und ich musste mich mehrmals korrigieren.

Und was ist ein produktiver Tag ohne eine Autowäsche? Keiner, daher fuhr ich noch schnell los und begab mich sogleich auch noch auf die Suche nach einem neuen Deckel für die Flyerkiste des Fiats, auch ein schon lange wartendes to-do. Leider ließ sich sowohl bei Hornbach, als auch bei Bauhaus nichts Passendes finden und ich kaufte dann doch eine ganz neue Kiste. Um den Tag noch abzurunden, setzte ich mich nochmal ein wenig hin und bereitete weiter das nächste Seminar vor. Solange ist es nämlich gar nicht mehr hin bis Ende April, bald ist schon Ostern und eine Woche später geht es für mich auch schon los auf das Schiff.

Am Dienstag ging es dann morgens Richtung Hamburg für einen Workshop. In der Schule angekommen wurde ich von zwei sehr freundlichen Lehrerinnen empfangen. Obwohl es diesmal ganze 33 Schüler*innen waren, lief es doch alles verhältnismäßig ruhig ab. Besonders beeindruckend fand ich dabei, wie viele Blumen die Kinder schon kannten, sie hörten fast gar nicht auf sich zu melden, sodass ich es irgendwann beenden musste. Von Hyazinthen über Löwenzahn und vieles mehr fiel ihnen wirklich viel ein. Trotzdem konnte ich ihnen noch ein wenig was Neues zu den Pflanzen aus unserem Hochbeet beibringen und es wurde ein guter Workshop.

Gegen Mittag war ich dann wieder bei der Stiftung und verbachte die Zeit noch etwas im Büro mit Excel und ein paar weiteren Gedanken zum Seminar.

Am Mittwoch wiederholte sich dann das Spiel und ich machte mich morgens wieder auf Richtung Hamburg für den nächsten Workshop. Dieses Mal war die Klasse etwas aufgeweckter und unruhiger, was das Ganze etwas anstrengender für mich machte. Aber die Kinder waren alle total lieb und machten gut mit. Dann hatte mich auf dem Hinweg noch die sehr positive, spontane Nachricht erreicht, dass Lina mit einem Kollegen heute die Hochbeete an meine fünf Schulen ausliefern würde. Ein super Fortschritt, was mich sehr gefreut hat. Daher wartete ich nach dem Workshop noch kurz auf die Beiden und zeigt ihnen dann den Platz für das Beet. Zurück bei der Stiftung machte ich dann früh Feierabend, da ich ziemlich geschafft und irgendwie durch war.

Damit machte sich dann wohl meine Erkältung bemerkbar und so war ich leider die letzten beiden Tage der Woche krank und musste auch meinen letzten Workshop am Donnerstag absagen, so leid es mir tat. Naja, dieser wird natürlich nach den Osterferien direkt nachgeholt.

Da ich diese Woche leider nicht so viele Fotos machen konnte, gibt es ein paar Bilder von den Pflänzchen für unsere Hochbeete zu bestaunen. Vielleicht könnt ihr ja das ein oder andere erkennen, es sind: Oregano, Rosslauch, Glattes Habichtskraut, Rundblättrige Glockenblume, Natternkopf, Echter Ziest, Wiesenmargerite, Wiesenflockenblume und Wiesenschlüsselblume.

Also gebt gut auf euch acht und bleibt gesund!

Bis zum nächsten Mal,

Eure Astrid

12. Kalenderwoche (21. - 25. März 2022)

Ein sonniges Heyho miteinander,

ich sage es zwar ständig, aber es wird auch ständig mehr, was man innerhalb von gerade einmal einer Woche erlebt/schafft und daher ging diese Woche…

…auch direkt am Sonntag wieder los. Es war nämlich Vorarbeiten angesagt, denn ich wollte unbedingt am Dienstag in den Außendient und damit ich trotzdem alles schaffe, ging es mal wieder am Wochenende ins Büro. Ich bereitete einen Schlachtplan vor, mit dem die Auslieferung der Hochbeete für das Blühstreifen-Projekt reibungslos laufen sollte. Außerdem machte ich mich mit dem Workshop-Aufbau vertraut, der an den Schulen von mir durchgeführt werden sollte.

Am Montag schloss sich direkt die Umsetzung der Pläne an. Am Montag war der Plan, dass ich meine Hochbeete am Montagmorgen abhole und mit dem Aufliefern beginne. Leider ging mein Plan nicht ganz auf, da sich die Anlieferung der Hochbeete auf den Nachmittag verschob. Dafür brauchten Nele und Sarah vom BNUR Hilfe beim Aufbau und Befüllen eines Hochbeetes an einer Schule. Warum und wieso es hier den Sonderfall gibt und wir die Erde für das Hochbeet besorgen mussten, ist schon wieder seine eigene Geschichte. Mit dem Kangoo und einem Wagen vom BNUR schafften wir die 1,5 Kubikmeter Erde zur Schule, wo schnell klar wurde, dass es ein Aufbau unter erschwerten Bedingungen wird. Das Hochbeet sollte zwischen acht Bienenvölkern aufgebaut werden. Eigentlich sollten die kleinen Kollegen vor unserer Ankunft eingesperrt werden, was aber leider vergessen wurde. Dadurch arbeiteten wir zwar in einem total schönen und summenden Umfeld, aber leider fanden die Bienen die Blumenerde Säcke super zum Sonnen. Gerade beim Aufräumen musste man sie also regelrecht aufscheuchen, um für Ordnung zu sorgen. Diese neue Ordnung fanden die Bienchen gar nicht gut und äußerten ihre Unzufriedenheit mit einem einzelnen gezielten Stich in meinen Nacken. Das war Glück im Unglück denn aus Kindergartenzeiten war ich mir sehr sicher, dass ich nicht allergisch auf die Sticheleien reagieren würde. Zurück in der Stiftung besprachen wir das weitere Vorgehen im Blühstreifen-Projekt. Nach dieser Viko schnappte ich mir Astrid, um meine sechs Hochbeete endlich von Dehner abzuholen. Am Ende des Abends und eine echte Menge Schweiß und Blut später, standen die sechs 60 Kilo Hochbeete brav gestapelt in der Garage und für Astrid und mich ging es geschafft in den Feierabend.

Der Dienstag war der Tag für den ich extra am Sonntag gearbeitet hatte, denn so konnte ich ohne Sorgen mit Olli zusammen in den Speicherkoog Süd fahren. Der Speicherkoog Süd ist offiziell Militärgelände, also mussten wir nach der langen Fahrt durch eine Kontrolle der Bundeswehr bevor wir auf das Gelände fuhren und mit dem Aufbau des Gelegeschutzzaunes begonnen. Dieses Mal waren wir zum Glück zu Sechst. Nachdem man ja nun kein Anfänger mehr im Aufbau war, ging es tatsächlich relativ flott, obwohl an diesem Tag eigentlich das erstaunlich gute Frühlingswetter der anstrengende Part war. Olli weiß auch genau, wie man sich dauerhafte FÖJ-Unterstützung organisieren kann. Nachdem man also bis etwa ein Uhr ordentlich beim Schleppen der Zäune und Pfähle ins Schwitzen gekommen war, gab es die Belohnung. Und auch dieses Mal hätte die Belohnung nicht besser sein können. An der Personenkontrolle vorbei ging es in den Speicherkoog Nord. Dort schauten wir uns einen neuen Fuchszaun an, der frisch gebaut wurde und schauten, ob der Strom auch überall gleich verteilt ankommt. Der Bereich, der vor den Füchsen beschützt werden sollte, war ein absolutes Paradies. Austernfischer segelten durch die Lüfte und Kiebitze schrien um die Wette. Ein absolut schöner Anblick, den man nicht so leicht vergessen konnte. Aber auch hier zeigte sich erneut, dass der Winter zu kurz und der Frühling jetzt schon zu warm ist. Überall wo wir hinfuhren, redete Olli davon, wieviel jetzt schon unglaublich an Wasser fehlte. Diese echt traurige Erkenntnis wurde dann aber schon von dem Anblick des Sonnenuntergangs überm Watt überlagert. Ihr seht es ja an den Bildern. Ich stand voller Staunen mit Fernglas auf dem Deich und war ehrlich gesagt komplett sprachlos. Dieser Anblick alleine war jede Fahrtminute wert. Doch ein kleiner Vogel wollte mir diesen Tag noch perfekter machen. Im Flachwasserbereich hinter dem Deich machten wir erneut Halt und dort stand sie und schnäbelte vor sich hin. Die Uferschnepfe! Ein kleiner Vogel, für deren Artenerhalt so viel gemacht und getan wird und ich sah ihn live und in Farbe. 3 Stück standen einfach so dort und schnäbelten auf Stiftungsflächen ihre Nahrung zusammen. Mit breitem Grinsen ging es zurück zur Stiftung und ich kann euch sagen, wie glücklich ich war, dass ich mit der Arbeit am Sonntag bei diesem Termin dabei sein konnte.

In der Stiftung organisierte ich mir noch den Akkuschrauber, denn mein Schlachtplan für das Blühstreifen-Projekt war, dass ich am Mittwoch alle meine sechs Hochbeete auslieferte. Dafür hatte mir Merle total spontan und lieb ihre Unterstützung angeboten. Eigentlich war ich mit Astrid und Helfern im Valermoor verabredet, aber da quasi alle Helfer*innen abgesprungen waren, fuhr Astrid Hannah helfen und ich mit Merle Hochbeete ausliefern und aufbauen. Eigentlich hatten wir an alles gedacht. 4 Hochbeete im Kangoo, Schrauben, Folie, Akkuschrauber, Holztacker, Nachfülltacker und natürlich gute Laune. Nachdem wir am ersten Hochbeet so langsam den Bogen raushatten, gab es an der zweiten Schule direkt ein Problem. Quasi alles hätte kaputt gehen können, sogar mit der Explosion vom Kangoo hatte ich gerechnet, aber nicht mit einem Bitbruch am zweiten Hochbett. (Für alle, die nicht wissen, was ein Bit ist, dass ist der Aufsatz, der Schraube und Akkuschrauber verbindet) Der total liebe Hausmeister lieh uns zum Glück für das Hochbeet ein Bit und so mussten wir nur danach die Stiftung von quasi allen T20 Bits befreien. Gegen zwei hatten wir es tatsächlich geschafft und dank Merles Hilfe hatten wir den Raum Kiel komplett abgedeckt. Nur ein Hochbeet konnte nicht aufgebaut werden, da an einer Grundschule ab zwei echt flaue Hose ist. Jetzt kam der tricky Part des Planes. Es ging zurück zur Stiftung und in den Ranger, der zum Glück noch frei war. Denn mit solch einer Zuladung schaffte der Kangoo es nicht zu meinen letzten zwei Schulen in Blekendorf und Heiligenhafen. In den Ranger passt genau ein Hochbeet. Dazu muss es auseinandergebaut werden und dann vertikal diagonal auf die Ladefläche gelegt werden. Gesagt und getan, fuhren Merle und ich nach Blekendorf, wo es dann mittlerweile nach dem Aufbau vier Uhr war. Wieder in der Stiftung half mir Merle noch das letzte Hochbeet einzuladen und ich bedankte mich nochmal ganz fleißig bei Merle für ihre super spontane und tolle Hilfe. Ohne sie wäre das alles nix geworden. Für das letzte Hochbeet hatte sich dann netterweise Lina ( FÖJ-lerin BNUR) angeboten, obwohl ich ihr mehrfach sagte, dass alleine die Fahrt ohne Aufbau schon eine Stunde dauern würde. Da sie weiterhin felsenfest helfen wollte, holte ich sie mit dem Ranger ab. Auf dem Weg schmiss sie noch eine Runde Kekse und kann euch nicht sagen, wie dankbar ich für diesen Zuckerschub war. Nach dieser langen Fahrt standen wir im Dunkeln vor einer Grundschule und probierten der Wegbeschreibung der Lehrkraft zu folgen. Aber ganz passte es nicht. Ob man um 8 Uhr nochmal anrufen kann, um sicherzugehen? Ach ist so spät, lass das hier aufbauen… Da waren wir uns beide sehr einig. Ich wünschte wir hätten angerufen. Vor dem Aufbau schickte ich der Lehrerin ein Bild von dem Ort, wo wir es aufbauten und als Lina gerade mit dem Folien tackern begonnen hatte, hörte ich, dass es die falsche Schule war… Das Hochbeet sollte zur Außenstelle in Großenbrode und nicht zur Hauptstelle in Heiligenhafen. Lina und ich hockten uns auf die Hochbeetkante und waren komplett am Ende. Es war das schönste Hochbeet geworden. Alle unsere Ideen, wie wir es regeln könnten, waren irgendwie nicht das Wahre. Also um halb neun alle Schrauben wieder raus. Dabei liefen die so naja teuren Schrauben so heiß, dass sie mit dem mittlerweile dritten Bit verschmolzen. Ohne Ersatzbit dauert der Abbau ewig, aber wir wollten ja nicht unseren letzten Bit verlieren. Komplett fertig ging es dann nach Großenbrode, wo wir das Hochbeet nur noch ausluden. Eine weitere Fahrtstunde später half mir Lina noch bei der Vorbereitung von meinem nächsten Seminar. Um geschriebene 23:15 verließen wir das Stiftungsgelände, damit ich beim Restaurant mit dem goldenen Doppelbogen eine Runde ausgeben und mich ganz dolle bei Lina bedanken konnte. Es mag zwar für manche nicht so klingen, aber das Aufbauen der Hochbeete macht Spaß. Es ist eine schöne Aufgabe, wo man seinen Kopf echt nicht anstrengen muss und einfach macht. Da vergisst man sogar mal leicht die Zeit ;)

Mit 6 Stunden Schlaf in den Augen ging es zu meinem ersten Seminar. Zugegebenermaßen nicht die beste Voraussetzung, aber die total liebe Lehrkraft sah mir die verrückte letzte Nacht  schon an und half mir wirklich super durch das Seminar. Die total liebe Klasse machte es zu einem super Aufschlag für das Projekt. Am Nachmittag baute ich dann erneut mit Linas freundlicher Hilfe meine letzten drei Hochbeete auf. Mittlerweile waren wir echt ein 1A Team und so ging der Aufbau um Welten schneller als alleine oder zu Beginn des Projekts. Dank der Hilfe schaffte ich es tatsächlich vor knapp acht Uhr abends mal vom Stiftungsparkplatz.

Freitag stand dann nur noch ein Seminar an, was durch eine total süße Klasse super lief. Ein paar Ergebnisse packe ich euch als Bilder an die Seite. Es ist wirklich klasse auf was für Ideen die Kinder von selber kommen. Total hin und weg und mit einer großen Runde von Umarmungen und einem selbstgemalten Bild, dass mir geschenkt wurde, ging ich überglücklich mal wirklich früh ins Wochenende und freute mich doch etwas auf die nächste Woche.

Ihr merkt ja schon an der Veröffentlichung des Blog, dass es gerade bei uns zeittechnisch etwas eng ist, aber ich hoffe ich konnte euch trotzdem ein paar tolle Momente aus unserem Alltag zeigen!

Genießt das gute Wetter, wenn es die Wasserstände in Mooren und Feuchtwiesen schon nicht tun! ;)

 

Bis Bald,

Euer Ole

11. Kalenderwoche (14 - 18. März 2022)

Huhu, hallo Ihr Lieben,

den einleitenden, immer wiederkehrenden Satz aus jedem Blog spare ich mir diesmal ;).

Diese Woche sollte es eigentlich so richtig losgehen mit unserem Projekt „Blühstreifen macht Schule“. Daher sind Lina und ich am Montagmorgen auch gleich in aller Früh losgefahren zur großen Hochbeet-Aufbau-Tour. Auf der Fahrt überkam uns schon ein ungutes Gefühl, was sich leider auch bewahrheiten sollte. Im Gartencenter angekommen hat die freundliche Mitarbeiterin reichlich rumtelefoniert, unsere Hochbeet-Bestellung war nämlich leider noch nicht eingetroffen, und sie konnte uns leider auch danach noch nicht mitteilen wann genau, die Hochbeete eintreffen würden. Also ging es unverrichteter Dinge wieder zurück, den ganzen Schulen musste ich natürlich noch absagen, dass wir heute leider nicht die Hochbeete aufbauen würden. Immerhin konnten wir zwei dann noch fix bei der Stiftung die ganzen Blumen, die für das Projekt eingetroffen waren, auseinandersortieren und für jede Schule in eine Kiste packen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann noch im Büro, wo ich die Termine der Workshops weiter ausplanen konnte.

Zur Abwechslung schlief ich dann am nächsten Tag mal etwas länger und verbrachte den Vormittag im Homeoffice mit einer Videokonferenz zur Seminarvorbereitung. Da ich das erste Treffen aufgrund von Krankheit leider verpasst hatte, half mir das nochmal ganz gut weiter in die Vorbereitung miteingebunden zu werden. In meiner Mittagspause radelte ich dann zur Stiftung, wo ich den Rest des Tages auch nochmal im Büro verbrachte. Vor dem Feierabend kam ich dann endlich mal wieder dazu, die ersten Autos in die Waschanlage zu fahren. Unter anderem fuhr ich zum ersten Mal den Jeep Renegade und musste in der Waschanlage feststellen, dass dieses Auto einfach zu schlau für diese Welt ist. Das Getöse der Waschstraße wurde begleitet von einem ununterbrochenen Piepsen. Die Abstandssensoren meldeten große Gefahr und außerdem teilte mir das Auto mehrmals mit, dass ich, um aus den Leerlauf zu kommen, doch die Bremse betätigen sollte, um einen Gang einzulegen. Da wurde mir schon etwas Bange zu Mute, ob sich das Auto gleich irgendwie verselbstständigt, wir kamen aber Heile und sauber am Ende wieder raus.

Am Mittwoch fuhren wir dann mal wieder mit Jutta und Henrike raus ins Königsmoor zur Probennahme. Dort gibt es jetzt auch noch eine neue vierte Messstelle bei den neuen, gerade fertig gewordenen Dämmen bei einem Mönch. Wo wir gerade mal dort waren, stellten wir den Mönch einmal richtig ein. Das war nochmal sehr interessant zu sehen, wie genau der Mönch aussieht und jetzt habe ich auch richtig verstanden, wie er funktioniert. Anschließend teilten wir uns auf, Jutta und Ole fuhren weiter ins Hartshoper Moor zum Pegelmessen und anschließend wieder ins Königsmoor zu einer Bauabnahme. Ich fuhr mit Henrike zuerst die Proben ins Labor, dann setzte ich sie wieder bei der Uni ab, bevor ich dann dem Polo noch eine Wäsche verpasste. Den Rest des Tages verbrachte ich dann im Büro, wo mich leider die sehr traurige Nachricht erreichte, dass unsere Hochbeet-Lieferung wohl beschädigt wurde und wir auf eine neue Lieferung warten müssen. Das bedeutet für mich wohl, dass ich die ersten Workshops ohne das Pflanzen durchführen muss und ich das dann später extra nachhole. Was für ein Pech!

Am nächsten Tag ging es dann für uns direkt wieder ins Königsmoor, um die Pegelmessungen zu machen. Und diesmal hatte auch ich eine Wathose dabei, mein erstes Mal mit Wathose. Wie Ole mir schon angekündigt hatte, macht es das Laufen wirklich nochmal etwas anstrengender, da man so ein ganz anderes, ungewohntes Gewicht mit sich trägt. Dafür konnten wir so wirklich jeden Pegel erreichen und man brauchte sich einfach nicht zu sorgen, ob nicht vielleicht doch oben in den Gummistiefel etwas Wasser hineinschwappt. Ansonsten wurden wir den Vormittag von lästigem Dauerregen begleitet, sodass wir uns beeilten und bald wieder, zwar durchnässt, bei der Stiftung ankamen.

Heute ging es mit meinem Muskelkater vom gestrigen Wathosen-Workout wieder zum Pegelmessen ins Große Moor bei Dätgen, mit dabei war Annelie, die gerade ein Praktikum bei uns in der Stiftung macht. Dieses Mal hatten wir Glück mit dem Wetter, es war richtig schön sonnig und man wurde auch gut warm in der Sonne. Das war richtig schön und es war auch einiges los, als wir dort ankamen. Zwei Schwäne schwammen auf dem See und die ganze Zeit krakeelten und tröteten die Kraniche. Kurze Zeit später, nach zwei wilden SH-Kontrollen, waren wir auch schon wieder bei der Stiftung, wo es noch ein bisschen Büroarbeit zu verrichten hieß. Zwischendrin stattete uns Lina einen kleinen Überraschungsbesuch mit Zitronenkuchen ab. Das nutzten wir gleich, um noch über ein paar organisatorische Fragen nachzugrübeln.

Und so geht es jetzt auch schon wieder auf ins sonnige Wochenende. Ein paar Frühlingsgrüße aus Dätgen noch dazu.

Bis bald,

Eure Astrid

10. Kalenderwoche (6. - 11. März 2022)

Ein weiteres spätes Huhu aus dem Homeoffice,

 

Die letzte Woche ist wirklich ordentlich etwas los gewesen und daher komme ich erst jetzt zu einem der schöneren Teile an der Arbeit bei der Stiftung, DER Blog. Dafür ging es dann in der letzten Woche richtig rund und man mag meinen, es bleibt spannend.

Die Woche startete etwas versetzt schon am Samstag und das mit seeeeehr gutem Grund. Alina (ehemalige FÖJ-lerin bei der Stiftung) hatte ein Projekt an der Uni, bei dem es um dokumentarisches Arbeiten ging. Dabei sollten Geschichten rund um Kiel in Kurzdokus vorgestellt werden und da hatte sie an uns bei der Stiftung gedacht. Als Drehort hatte sich Alina das schöne Dosenmoor gewünscht. Das passte wie Moosbeeren ins Moor, da noch die Pegelmessung fällig war. Während ich mir vor der Kamera ordentlich einen abstotterte und das Gefühl hatte, so gar nicht viel Brauchbares zu produzieren, hatten die vier Filmer/innen echt gute Fragen vorbereitet, an denen wir uns durchs Moor hangelten. Von driftenden Offroad Touren ohne Differentialsperre, zum Vergessen des Buches auf dem Dach und anschließender Suchaktion auf dem Fahrweg, einer Gefahrensimulation wie gefährlich ein gesundes Moor ist und noch anderen Themen, fingen die 4 die besten Momente auf. Der Film ist quasi fertig und in einem der nächsten Blogs kann ich ihn euch vielleicht schon zeigen. Aber bis dahin müsst ihr euch wohl noch etwas gedulden ;)

Die ersten drei Tage der Woche half Astrid bei dem Auswahlverfahren für die nächste Generation an FÖJ-ler*innen beim Koppelsberg, also war ich auf mich alleine gestellt. Da bot es sich am Montag perfekt an, es mal langsam angehen zu lassen und ein paar kleinere Aufgaben zu erledigen. Also auf ging es nach Kasseedorf. Ihr wisst ja bereits, was dort während der letzten Stürme passiert ist. Ich hatte mir übers Wochenende einen Plan überlegt, die Bütt aus seiner prekären Situation zu retten. Dafür schnallte ich, die mittlerweile „Betty“ getaufte und geladene Batterie in den Hyundai und fuhr die längere Autotour nach Kasseedorf. Dort angelte ich mit einem echt langen Stock die Bütt aus dem Sumpf und mit etwas Getüfftel fand ich mich endlich von einem vor Energie nur so strotzenden Zaun umzingelt. Auch wenn man die Spannung hören konnte, sagte mir die Stimme in meinem Kopf „Ole geh mal auf Nummer sicher“. Das Messgerät für den Zaun lag nämlich in der Stiftung. Also einen Grashalm geschnappt und wenige Momente später sprang ich über die Wiese. Da kamen wunderbare Erinnerungen an die Kindergartenzeit hoch. Naja, nur von tauben Fingern kommt das Fingerspitzengefühl. Es klingt wirklich seltsam, aber dieses Erlebnis brachte auch etwas Entspannung mit sich, also legte ich mich mit großem Lächeln noch kurz in die ersten wunderbaren Strahlen der Frühlingssonne und genoss das FÖJ-ler Dasein. Doch wer rastet, der rostet. Gegen den Rost hilft Salzwasser zwar nicht, aber trotzdem ging es von hier nach Schmoel, um die Pegellatten nachzukontrollieren. Das hatten wir durch die Reichweite des E-Kangoos beim letzten Mal nicht mehr geschafft. Mit ordentlichem Proviant ging es dann an harte außerdienstliche Sachbearbeiter-Tätigkeit, wie zum Beispiel das Beobachten eines Turmfalken am Strand (mit ganz viel Fantasie erkennt man ihn auf den Zaunpfahl in Bild___) und natürlich das Fotografieren der Lattenpegel. Wie ihr merkt, ging hier ein echt harter und wirklich spaßloser Arbeitstag mit noch immer kribbelnden Fingern zu Ende.

Nach so einem entspannten Tag war der Tatendrang riesig. Es kribbelte mir also mal etwas anderes als gestern in den Fingern und da hatte Olli zwei actiongefüllte Tage für mich geplant. Am Dienstag ging es in den Rickelsbüller Koog an die dänische Grenze. Ich verspätete mich leider in der gesamten Planung etwas. Aber in der Not kann man sich immer auf Regina verlassen. Sie holte für mich die bestellten Brötchen und kochte eine Unmenge an Kaffee (das wird mich später noch einholen). Voll beladen tuckerte ich zu Olli, wo wir auf den Jeep Renegade umsattelten und in Richtung Koog losflitzen. Dabei war das Beste wohl der sehr neue Sticker auf der Motorhaube, der auf der A7 das Zeitliche segnete (das letzte Bild von ihm könnt ihr hier sehen Bild___). Dort angekommen sah man das Ausmaß der für den Tag geplanten Aktion erst richtig. Fast die gesamte Truppe der Geltinger Birk und auch weitere Unterstützung aus allen umliegenden Regionen war da. Ach ja, ganz vergessen, es ging um die Ausbringung der Schwimmleinen, die die Mädels von der Geltinger Birk (kurzzeitig auch mit meiner Unterstützung) gebaut hatten und die nun in den Randgraben von Ollis Polder einzuziehen waren. Dafür bedarf es dann doch mehr Vorbereitung als gedacht. Alle 10 Meter wurden Kalksandsteine an die Leine geknotet, um sie zu beschweren und in Position zu halten. Diese mussten aber erstmal ausgelegt werden. Dafür kam der mitgebrachte Kettendumper wie gerufen. Wir teilten uns in Gruppen auf und zusammen mit den zwei Mädels der Geltinger Birk fuhren wir die Kalksteine mit dem Kettendumper durch die Gegend und zählten fleißig bis 10. Jeden 10ten Kalkstein gab es dann einen Müllsack mit Schwimmleine. Das klingt dämlich, aber nach 4 Stunden immer 10-mal bis 10 zählen konnte man das nicht mehr. Also ich zumindest. Dafür zeigten mir die zwei Mädels wie man Kettendumper fährt und nach ganz viel Übung ging es dann sogar richtig gut und hat echt Spaß gemacht. In der Mittagspause gab es dann eine große Runde mit allen und den gekauften Brötchen. Wir hatten viel zu tun und arbeiteten alle fleißig bis spät Abends an den Leinen. Dort fiel dann auf, dass noch etwas Kaffee übrig war. Ohne viel nachzudenken, ließ ich mir meine Flasche auffüllen. Eh ich mich versah,  hatte ich eine 0,7 Liter Flasche Kaffee vor mir. Mit Blick auf die Uhr und unseren langen Rückweg verschwand sie sehr schnell in mir und mit ihr jegliche Chance, in der Nacht noch zu schlafen.

Etwas müde ging es am nächsten Morgen direkt mit dem Renegade Olli abholen und nach Eidelstedt. Hier bauten wir einen Gelegeschutzzaun auf. Zusammen mit Thorsten kloppte ich die Recyclingspfähle in den Boden, während Olli den Zaun entwirrte. Auf dem tonhaltigen Boden war es streckenweise echt ein Kraftakt, machte aber höllischen Spaß, sich mal so richtig auszupowern. Eine Fläche hatten wir zur Mittagspause fertig, wo uns Olli wieder mit feinster Verpflegung in Form von Kuchen versorgte. Auf der zweiten Fläche legten wir immerhin alles aus, da wir statt zu neunt nur zu viert waren. Wir schafften trotzdem sehr viel. Olli und ich blieben auf der wunderschönen Fläche und wechselten noch die Speicherkarten und Batterien einer Wildtierkamera. Danach bot Olli mir an, mir noch eine Polderfläche zu zeigen, die er geplant und umgebaut hatte und wer könnte da schon nein sagen? Es war krass zu sehen, an was alles gedacht wurde und machte mir total Spaß, Olli dabei zuzuhören. Gerade mit anliegenden Flächen einen Vorher-, Nachher Vergleich zu haben war einfach krass. Viele der Bilder, die ihr sehen könnt, waren mal langweiliges Grünland und sind jetzt ein Spielplatz für Kiebitze und zu meinem Erstaunen sogar Austernfischern und vielen anderen Vögeln.

Donnerstag drehte der Wind dann gewaltig. Es gab am Dienstag einen Corona Verdachtsfall, daher fuhr ich alleine im Auto hinter Antje, Pacita und Astrid hinterher. Antje hatte nämlich Verstärkung beim Pflanzen vom Großen Wiesenknopf angefordert. Bei meinem eher verstauchten grünen Daumen machte ihr mir etwas Sorgen, den kleinen seltenen Pflänzchen nicht den leichtesten Start ins Leben zu geben. Aber mit etwas Hilfe von Antjes und Pacitas „das sieht doch gar nicht so schlecht aus“ machte ich mich reinen Gewissens an die Arbeit. Auf der ersten Fläche bei Norderstapel pflanzten wir etwa 100 Wiesenknöpfe und fuhren danach ins wunderschöne Naturschutzgebiet „Schäferhaus“ bei Flensburg. Hier wurden wir direkt von einer Meute Koniks belagert. Also verbrachte ich meine Mittagspause mit dem Streicheln der zutraulichen Wildpferde. Bei der letzten Auspflanzung sollten nochmal etwa 250 Wiesenknöpfe mit der Hilfe von Gerd Kämmer ausgepflanzt werden. Auf der Zielgerade fing ich dann etwas an zu schwächeln. Nachdem wir mit dem Pflanzen fertig waren, ging es mir auch gar nicht mal so gut und auf dem Rückweg merkte ich eine leichte Erkältung, die sich ankündigte… Ein Glück hatten wir den Tag bei starkem Wind gut Abstand gehalten.

Den Freitag verbrachte ich dann im Bett. Mit ordentlich Tests eingedeckt… Am Ende war es doch kein Corona und auch der PCR-Test blieb negativ. Ein Glück ;)

 

Ich hoffe ihr hattet eine ähnlich schöne erste Frühlingswoche und passt bei den Inzidenzen wirklich auf einander auf! :D

Und damit auch schon wieder,

Bis bald,

Euer Ole

09. Kalenderwoche (28. Februar - 04. März 2022)

Hallo Ihr Lieben,

nun melde ich mich auch mal wieder in einem Blog zu Wort, lange ist es her …

Es ist gefühlte Ewigkeiten her, dass ich zuletzt in der Stiftung war, ganze drei Wochen. Daher hat sich auch so einiges angestaut und die Woche startete gleich richtig durch. Ich weiß, Ole hat das die letzten Wochen schon häufiger gesagt, aber ich muss einfach auch nochmal sagen: Diese Woche war wieder echt viel los, aber hört selbst:

Kaum war ich am Montag angekommen, ging es auch schon los ins Königsmoor, um dort die Wasserstände zu messen. Und das empfing uns gleich so richtig mit superhohen Wasserständen. Ein Glück hatte Ole vorher den Tipp bekommen und eine Wathose eingepackt. Damit konnte er dann wirklich alle Pegel erreichen, wo Gummistiefel sonst versagten. Und auch bei der Baustelle hat sich wieder einiges getan. Nach diesen paar Wochen staunte ich nicht schlecht, wie weit die Bauarbeiten gekommen waren, und so stand ich plötzlich auf ganz neuen meterlangen, vorher nicht da gewesenen Dämmen. Trotz der hohen Wasserstände und den Sturmschäden - drei Pappeln waren auf den einen Weg gefallen - waren wir flott unterwegs und gegen Mittag schon wieder in der Stiftung. Dort machte ich mich dann so gleich daran, meine gut 130 verpassten E-Mails zu bearbeiten und mir einen ersten Überblick zu verschaffen. Mit rauchendem Kopf ging es schließlich in den Feierabend.

Den Dienstag verbrachte ich im Büro, worüber ich ganz froh war. So konnte ich mir weiter einen Überblick über den Stand der Dinge verschaffen. Zwischendrin hatte ich noch zwei Videokonferenzen. Die erste war vom Koppelsberg zum Auswahlverfahren bzw. der Zuteilung der Bewerber auf die Einsatzstellen, wo ich nächste Woche mithelfen darf. Und die Zweite war dann zum Projekt „Blühstreifen macht Schule“. Dafür telefonierte ich an dem Tag auch noch mit drei Lehrer*innen und war am Ende des Tages doch sehr zufrieden mit meiner Ausbeute, dass ich schon 3 von 5 Schulen erreicht hatte.

So konnte ich dann auch beruhigt am nächsten Tag mit Ole und Janis ins Moor fahren. Im Königsmoor sammelten wir einige Schlangenbleche ein, was sich als nicht ganz so einfach wie gedacht herausstellte. Diese schwarzen Bleche, unter denen sich an sonnigen Tagen zum Beispiel gerne Kreuzottern in der Wärme versteckt halten, standen nämlich schon teilweise komplett unter Wasser. Um diese zu erreichen, mussten wir durch einige Entnahmen, aus denen die Dämme gebaut wurden. Dazu reichten leider oft die Gummistiefel auch nicht mehr aus, weshalb Ole einspringen musste, der nämlich schlauerweise wieder an seine Wathose gedacht hatte. Er konnte dann fast alle Bleche für uns bergen, obwohl er teilweise unter Wasser mit einem Stock nach ihnen suchen musste. Um die Mittagszeit hatten wir dann gut 26 Schlangenbleche eingesammelt und eingeladen und machten uns auf den Weg ins Hasenmoor, wo wir die Bleche wieder verteilten. Auf dem Weg dort hin lud uns Janis netterweise noch zu einem Bäcker ein. Gut gestärkt ging es zum abenteuerlichen Teil des Tages über: eine wilde Fahrt durch riesige Pfützen und Matschpisten, der Ranger schaffte aber auch das alles. Wohlbehalten angekommen hieß es dann „Denke wie eine Kreuzotter“ auf der Suche nach den besten Plätzen für die Schlangenbleche zum Auslegen. Sonnig und strukturreich sollte es am besten sein und hier und da mal ein hohes Pfeifengrasbult ist auch ganz nett. So verteilten wir alle Bleche und dabei war es dann inzwischen auch schon spät geworden und es ging danach direkt in den Feierabend.

Am Donnerstag machten wir uns morgens mal wieder auf ins Moor. Das neblige Kaltenhofer Moor hieß uns auch wieder mit noch höheren Pfützen willkommen, aber an den Anblick hatten wir uns inzwischen auch schon gewöhnt. Danach fuhren wir noch schnell zum wilden SH Campingplatz Hessenstein, wo alles in bester Ordnung war, bevor wir dann geschwind wieder zurück zur Stiftung fuhren. Dort erwartete uns nämlich eine leckere Pizza, die Karen und Paulina anlässlich unseres Feedback-Gesprächs nach einem halben Jahr FÖJ in der Stiftung gebacken hatten. Den restlichen Tag verbrachte ich dann im Büro und erreichte Schule 4 von 5.

Und dann ist auch schon wieder Freitag und wir machten uns auf den Weg ins Große Moor bei Dätgen. Dort herrschte wirklich eine total tolle Stimmung, alles war nebelverhangen und mit Raureif bedeckt. Ich genoss diesen Anblick sehr und nutzte das natürlich, um ein paar schöne Fotos zu machen.

Ansonsten stellte ich noch den Kontakt mit der letzten Schule her, sodass ich jetzt beruhigt und entspannt ins Wochenende gehen kann.

Euch allen ein schönes Wochenende!

Bis bald,

Eure Astrid

08. Kalenderwoche (21. - 25. Februar 2022)

Ein sehr verspätetes Huhu miteinander,

 

Jaja, ich weiß, so langsam kann man es nicht mehr hören, aber es war schon wieder total viel los. Diese Woche war ich dazu auch noch alleine in der Stiftung unterwegs, aber lest ruhig selbst, denn nach den (Sturm)Tiefen kommen die Höhen.

Am Montag ging es denn gleich ordentlich organisatorisch los. Der Jeep Renegade (der neue Hightech Schlitten der Stiftung) konnte es kaum erwarten, endlich voller Stiftungsmotive durch Schleswig Holstein zu reisen. Nachdem ich den Jeep zur Verschönerung abgegeben und mich Sophia netterweise wieder zurück zur Stiftung gefahren hatte, blieb mir noch Einiges an Zeit, bevor er fertig beklebt werden würde. Also nutzte ich den Moment, um bei eher so lala Wetter nach Kasseedorf zu fahren. Hier sah man die Spuren der stürmischen Wochen richtig. Auf der Zuwegung lag eine ordentliche Kiefer quer und so durfte ich noch ein wenig im Regen spazieren bis ich die kleine Zaunbatterie entdecken konnte. Warte mal… ICH KANN DIE ZAUNBATTERIE SEHEN? Eigentlich ist sie nämlich durch eine Maurerbütt gegen die Witterung geschützt. Von dem Stein und der Bütt fehlte aber jegliche Spur. Logischerweise war der Strom auch vom Draht. Nach einem Anruf bei Michael machte ich mich also auf, nach der Bütt zu suchen und nach erstaunlichen 10 Minuten fand ich sie auch. Das Problem… Ihr seht es ja bereits rechts im Bild. Sie hatte sich erfolgreich an drei Ästen verhakt und schippert im Sumpfteile der Fläche auf etwa 50-60cm Wasser… Keine Chance ohne Wathose, aber immerhin steckte sie offensichtlich so gut fest, dass sie im Sommer immer noch dort hängen wird. Mit der Batterie unter meinen Fittichen verschwand ich auch wieder in die Stiftung, wo mich Karen netterweise wieder zum Jeep fuhr, damit ich ihn wieder zurück zur Stiftung fahren konnte.

Am Dienstag war dann das erste Seminarvorbereitungstreffen und ich kann euch sagen, falls ihr nächstes Jahr ein FÖJ machen wollt, dann organisiert das Schiffsseminar. Es ist das einzige Seminar, das eigentlich nie einem festen Plan folgt und man hat so sehr spontane Planungsfreiheit. Wir hatten auf jeden Fall eine total gute Zeit und schafften dabei auch ordentlich etwas.

Uiuiui Leute, der Mittwoch. Hier wollte ich eigentlich ganz entspannt zusammen mit Hannah nach Nordoe, um die letzten paar Reste unserer Kiefer-Aufräumaktion zu beenden. Mit einer solchen Überraschung hatte ich aber nicht gerechnet. Denn auf dem Beifahrersitz määhte mich ein kleines weißes Etwas an. Ein süßer kleiner Schafsbock guckte mich mit seinen zwei Kulleraugen an. Nachdem mir Hannah dann noch sagte, dass er uns den restlichen Tag begleiten würde, war ich hin und weg. Schnell wurde klar, dass wir uns einen Sitz teilten und mit Decke gegen spontane Ausläufe fuhren wir in Richtung Nordoe. Auf dem Weg quengelte der Kleine nach Milch und so durfte ich unter Hannahs Anleitung beim Fahren den Milchcocktail anrühren. Voller Energie verschwand die Milch in ihm. Kurz darauf sackte er zusammen und verschwand überglücklich in der Welt der Träume. Eins hatten wir beide schon mal gemeinsam. Aber wir sollten ja erst richtig an die Arbeit. Wieder mit dem Anhänger auf der Weide (dieses Mal ohne kommunikativen Bullen, er hat einem schon etwas gefehlt), der Harke in der Hand und dem kleinen Böckchen im Radkasten... äh warte mal, das Letzte gehörte da nicht hin… ging es ans Schaufeln. Obwohl es uns am Anfang beiden so vorkam, als würden wir nicht wirklich vorankommen, merkten wir dann doch, dass wir richtig etwas geschafft hatten. Bei tollstem Wetter mit erfrischender Brise fiel es einem zwar leichter, aber es war trotzdem noch gut anstrengend. Etwas geschafft ging es dann auch gegen Feierabend ins Auto, wo ich mich natürlich wieder total freute, den kleinen Knirps aufm Schoß zu haben. Dazu gab mir Hannah noch eine kalte Cola aus und der Tag war perfekt (ich war auch total dankbar für die Decke auf dem Schoß, denn ganz stubenrein ist der Kleine nicht, aber das war ich in seinem Alter auch noch nicht!)

Langsam kommt mir die Leier eigentlich auch zu häufig in den Blog, aber ich hatte mich schon wieder auf einen Termin total gefreut. Dieses Mal ging es mal wieder zur Geltinger Birk, wo ich über 2 Tage beim Bau von Schwimmleinen helfen durfte. Die Stimmung war wie immer gut und nach einer kleinen Führung ging es ans Zusammenschrauben der Schwimmkörper an die Leine. So viel kann man dazu nicht sagen. Außer, dass die selbstgebaute Konstruktion mit Löchern im Tisch echt ein Geschenk Gottes ist (ich erkläre das mal nicht weiter, aber vertraut mir, die Dinger waren mehr als Gold wert). Bis nachmittags schraubten und fädelten wir also bis es dann zur Verabschiedung von Babbette (der BFDlerin des NSG Holnis, die uns bei dem Wegschleifen des Schildes auch geholfen hatte) ging.  Vorher schnitten wir noch eine Weide und ordentlich Rosen zurück und dann war es an der Zeit zu Babette in die Hütte zu fahren. Dort wurde dann auch der Kuchen enthüllt, den die Mädels von der Birk gebacken hatten. 2 Maulwurfskuchen, die über eine Noorbrücke verbunden waren und natürlich eine Anspielung auf das NSG und die Abenteuer dort waren. Während ich nicht nein zu Kaffee und Kuchen sagte, musste ich später am Abend merken, dass 5 Tassen schwarzer Kaffee nicht mal eben verschwinden. Also bohrte ich noch fröhlich in der Nacht an ein paar Schwimmkörpern herum, um irgendwie die überschüssige Energie loszuwerden.

Man soll ja bekanntermaßen dort aufhören, wo man am Abend vorher aufgehört hatte, also taten wir genau das und schraubten und fädelten alle fleißig weiter. Das Resultat von zwei Tagen könnt ihr also in Müllsäcken abzählen. Ich fand die zwei Tage echt richtig klasse und es fiel mir richtig schwer am Freitag wieder Kurs auf die Stiftung zu setzen. Aber am Samstag war einer der letzten Tage, an denen man noch Bäume fällen konnte, bevor die Brutsaison eröffnet wird und neben diesem Auftrag brauchte ich auch noch einen neuen Nachttisch, den ich mir aus einem schicken Baumstamm zurecht gesägt habe.

 

Damit weht eine weitere tolle Woche ins Land und ich schaue wieder total glücklich auf sie zurück. Dafür ist der Blog echt cool. Nicht so cool wie es direkt live und in Farbe zu erleben, aber schon nicht schlecht.

Genug für heute! Macht es euch nett und genießt das gute Wetter.

 

Bis bald!

Euer Ole

07. Kalenderwoche (14. - 18. Februar 2022)

Ein verwehtes Heyho miteinander,

 

Es klingt mittlerweile ja fast etwas repetitiv, aber diese Woche war wieder richtig was los. Vorletzte Woche hieß es ja eine Woche lang  „Online Seminar“ und obwohl es total gut gestaltet war, kribbelten mir schon wieder die Finger ordentlich nach draußen zu fahren. Dafür plante ich mir die letzte Woche auch ordentlich zu und wollte eigentlich recht wenig im Büro sein, aber seht selbst, was passiert, weil alles kann man nie durchplanen:

Unter dem Motto startete eigentlich auch der Montag. Ich hatte mir meine Freundin Junia als Tagespraktikantin ins Boot geholt, da es sie auch mal interessiert hatte, was man hier denn so macht, wenn es heißt: „Ich fahr morgen den ganzen Tag Pegel messen“. Damit wir auch alles von einem Moor von den bereits sehr vernässten zu frisch gebauten Dämmen sehen konnten, dachte ich mir, dass es eine gute Idee wäre, ins Dosenmoor zu fahren. Dort angekommen gewöhnte sie sich auch super schnell an das Ablesen der Wasserstände. Bis genau jetzt lief also alles nach Plan, aber ich hatte meine Rechnung nicht mit den Pferden auf einer Koppel gemacht, über die wir zu einigen Pegeln mussten. Dort lag nämlich ein doch echt robustes und gesund aussehendes Pferd auf der Seite. Hmm dachte wir uns, dass Pferd ist ja mal tiefentspannt. Dazu muss man sagen, dass die Pferde Menschenkontakt gewöhnt sind und uns meist bei der Überquerung eher wenig Aufmerksamkeit schenken. Doch irgendwie kam es uns beiden komisch vor, dass es dort einfach nur lag. Beim Messen des Pegels auf der Fläche hörten wir auf einmal ein lautes PLATSCH, gefolgt von einem lauten Seufzer.  Erschrocken drehten wir uns um und sahen nun wie das Pferd sich mehrfach probierte aufzurichten und es nicht schaffte. Wir waren beide recht unsicher, ob es nur spielte oder sich wälzte, also maßen wir noch einen Pegel und versprachen uns, dass wir auf dem Rückweg nochmal guckten, ob es wieder auf den Beinen war. Leider kehrten wir zurück und es lag immer noch dort und kämpfte nun mit mehr Kraft gegen die Schwerkraft. Das reichte mir und Junia als Indiz, dass dieses Pferd nicht am Spielen war. Wir hatten ja auch Pegel auf der Fläche, also muss es jemanden geben, der von der Stiftung weiß, wie man die Besitzerin erreichen kann. Nach etwas Telefoniere landetet ich bei Lisa, die mir schon mal den Namen und Adresse verraten konnte, aber sie leider nicht telefonisch erreichte. Nun zogen wir beide also los und fanden heraus, dass sie direkt gegenüber der Koppel wohnte. Sie war glücklicherweise zu hause und rannte mit uns auf die Koppel. Auf dem Weg erfuhren wir, dass es sich um den 28 Jahre alten „Bexter“ handelte, der eigentlich kerngesund ist. Sie forderte noch Unterstützung an und zu viert drehten wir ihn da in einer besser Lage auf seine andere Seite. Nun alle an den Bauch und schon stand das 2 Meter Pferd in all seiner Schönheit wieder vor einem. Damit verabschiedeten wir uns auch schon von der total lieben und dankbaren Besitzerin und stapften jetzt mit ordentlich Verzug in dem Zeitplan zu den nächsten Pegeln. Wir machten es uns trotzdem total schön im Moor während das Wetter zwischenzeitlich auch nicht ganz mitspielen wollte und wir durch den matschigen Randweg doch mehrere Strecken, die wir sonst fahren, laufen mussten. Am Ende sahen wir sogar noch den Mond im Moor und eigentlich ist es selbst in der Finsternis echt schön hier solange man zu zweit ist.

Am Dienstag stand die monatliche Wasser Probennahme im Königsmoor an, wo sich eine ordentliche Überraschung für mich ergab. Denn ich wusste zwar, dass wir in einem Graben die Fließgeschwindigkeit messen wollten, aber das ich der Glücklich sein durfte,  der mit Wathose im Graben versenkt wird, wurde mir erst später gesagt. Die Probenahmen an den Überläufen laufen mittlerweile wie am Schnürchen, wenn ich nicht gerade die Spritze falsch zusammenbaue, wieder auseinanderbaue, um sie dann im Anschluss wieder falsch zusammenzubauen, was mir natürlich gar nicht peinlich war. Trotzdem durfte ich mich in Schale schmeißen und versank wenige Sekunden später bis zum Oberschenkel im Graben. Dabei stiegen mir die interessantesten Gerüche in die Nase und ich muss wohl mit Bedauern zugeben, dass ich mindesten 3,4,5 Totenruhen gestört habe. Das Messen der Fließgeschwindigkeit war echt interessant, aber auch etwas viel für den Blog, aber in kurz: Messungen an 3 Stellen im Graben, Messgerät vor sich halten, um den Fluss des Wasser nicht zu stören, seeehr still halten und das Profil erfassen. Im Anschluss setzten wir noch 3 neue Pegel in Polder ein, wofür wir die von mir besockten Pegelrohre nahmen. Dafür kam auch das GPS Einmessgerät zum Einsatz, dass ich auch noch nicht ganz verstanden hatte bis Jutta einem es durch Learning by Doing doch recht klarmachte. Dabei fanden wir eine Flasche Orangen-Brause aus den Fünfzigern, die damit warb Zucker zu enthalten. Seltsame Zeiten damals… Zum Schluss wurde es nochmal ordentlich matschig auf den Dämmen und ich war glücklich, dass ich die Wathose anhatte, denn mit Gummistiefeln kam man nicht weit. Noch einen Blick auf die Baustelle und Bagger erhaschen und damit ging es auch schon weiter. Denn wir hatten auch Proben genommen, die in einem Labor unter die Lupe genommen werden sollte. Das Labor teilte sich ein Industriegebiet mit Rheinmettal und so mussten wir erstmal an den hohen Stacheldrahtzäunen und dem total netten Pförtner vorbei. Mit Gästepass ging es dann rein ins Gebiet, wo man sich schon etwas besonders fühlte, da man nicht alle Tage mal in so ein Hochsicherheitsgebiet latscht. Nach erfolgreicher Übergabe ging es dann zurück zur Stiftung.

Jaaa puhh, also in meiner Planung stand leider auch nichts von „Berücksichtige, dass eventuell zwei Sturmtiefs über Deutschland ziehen und dass alles doch nichts wird“. Ja gut mhm, am Mittwoch ging es ja schon los. Ordentlich Wind und nur schlechtes Wetter hieß es. Aber davon ließ ich mich nicht abhalten raus zu sauen, denn ich hatte die Erlaubnis bekommen den Ford Ranger mitzunehmen. Nachdem ich Karen noch bei dem komplizierteren Aufbau der Messewand half, mir ordentlich Tipps zum Fahren des Rangers von Michael holte und AdBlue in den nachfüllte, ging es los. Nach den ersten paar Kilometern in diesem Auto lernte ich es zu lieben und hatte einen Heiden Spaß auf meiner langen Tour nach Holnis, wo ich auf dem Weg erneut Junia einsammelte, denn es sollte ein einbetoniertes Schild von der NSG getragen werden. Dort angekommen trafen wir auf die Bfdlerin des Gebiets und mit ihrer Hilfe war das Schild nach einer größeren Schleiftour im Bett des Rangers. Bei dem aufziehenden schlechten Wetter konnten wir zu einem warmen Kaffee nicht nein sagen, also schnackten wir noch kurz und machten uns dann auf den Heimweg.

Also der Donnerstag und Freitag kam ganz anders als ich ihn mir vorgestellt hatte… Eigentlich wollte ich mit Heike und Hannah raus. An einem Tag die Schönheit von Ostholstein und am anderen Nordoe genießen. Doch leider fielen beide Termine ins Wasser. Das gab mir aber die Möglichkeit, dass ich zwei freie Tage hatte und ohh Leute würde ich die nutzen. Ollis Pegelprojekt stand noch offen und legte los… Am Donnerstag gab ich nach 7 Stunden auf. In hundert Zeilen Text fand ich nicht, wo ich eventuell Quelle oder etwas anderes auch nur leicht falsch geschrieben hatte. Ein L vielleicht ein I oder 1 war (die sehen in der Programmiersprache VBA leider alle gleich aus) eventuell an die falsche Stelle gerutscht.

Aber am Freitag schwor ich mir nicht schlafen zu gehen, bevor es nicht fertig war. Nach 7 Stunden Arbeit funktionierte alles bestens bis auf, dass es Kommas nicht kopieren konnte… Es konnte also alles. Finden wo die Daten hinsollten, bis zu 60.000 verschiedene Tabellen öffnen, kopieren und wieder schließen, aber kein Komma kopieren… Nun folgten 7 weitere Stunden, wo ich mich durch Foren klickte, die seit 2004 stillgelegt waren. Doch um 22:00 war es dann mit externer Hilfe soweit. Es war fertig und hoffentlich das letzte Mal, dass ich VBA in meinem Leben anfassen würde. Ich glaube dieses Projekt gehört zu den anstrengendsten, aber auch gleichzeitig coolsten Sachen, die ich bis jetzt machen durfte und dieses Gefühl danach es endlich geschafft zu haben war unbeschreiblich.

Völlig fertig ging ich ins Bett und freute mich trotzdem auf die nächste Woche, denn dann kann ich hoffentlich ohne Orkanböen wieder rausfahren.

 

Ich hoffe ich seid gut über die vergangene Woche gekommen und weht uns auch in Zukunft nicht weg.

 

Bis zum nächsten Mal,

Euer Ole

05. Kalenderwoche (31. Januar - 4. Februar 2022)

Hey Hey miteinander,

 

puh, ich habe echt lange daran gesessen und irgendwie probiert die Woche kurz zusammenzufassen, aber man hat einfach zu viel erlebt, um es in ein paar Sätzchen gequetscht zu bekommen, aber seht selbst.

Das Montag-Morgen-Programm  fiel diese Woche sehr kurz aus, da es leider keine Winterakademie gab. Das passte Astrid und mir aber eigentlich ganz gut. Wir hatten nämlich mal ein richtig wichtiges Projekt vor uns. Dabei handelt es sich um die Kontrolle der Fledermauskästen, die ich vor 2 Wochen ja schon mal angeteasert hatte. Dafür fuhren wir in die Nähe von Rantrum (Achtung: Verwechselungsgefahr mit dem bekannten Rantum auf Sylt). Statt Sylt gab es eher das Nirgendwo von Nordfriesland und das soll schon etwas heißen. Auf den schaurigsten Wegen leitete uns Google Maps dann letztendlich doch genau dahin, wo wir hinwollten. Der Weg war jedoch noch nix entgegen der Konstruktion, die uns über den etwa 1m tiefen Graben bringen sollte. Wie ihr links sehen könnt, war es eine umfunktionierte Leitplanke, die sich mit unserem Körpergewicht beladen echt ordentlich bog, aber zum Glück nicht brach. Dieses Abenteuer verdaut, fiel uns aber schnell auf, dass die Kontrolle doch nicht die erwarteten 4 Stunden dauern würde, sondern eher Eine, da die Fledermauskästen super zu finden und noch gut erkennbar markiert waren. Als Belohnung konnten wir also bei diesem  guten Wetter noch die schöne vermooste Fläche erkunden gehen. Wieder in der Stiftung ging es noch einmal zum Wertstoffhof, um die Garage von der letzten Fuhre Pappe zu entlasten.

Am Dienstag hatten wir etwas richtig Schönes vor. Lange hatte ich mich auf den Termin gefreut, denn zusammen mit Wim vom LLUR, 2 weiteren FÖJ-lerinnen und einer Praktikantin würde endlich mal wieder ein Freischneider in meine Hände fallen. Wie es ja so schön heißt, sind die ja bekanntermaßen die Kettensäge des kleinen Mannes. Für die Aktion ging es nach Wedel und nach 1,5 Stunden Autofahrt standen wir am Rand von Hamburg auf einer echt schönen Fläche mit Au. Dort sollten 2 Teiche vom Erlenbewuchs befreit werden und nach einer sehr detaillierten Erklärung über die Funktionsweise eines Freischneiders, ging es auch schon zu Dritt los. Mit einem guten Abstand mähten wir in NullkommaNix die Ufer frei. Leider kommt nach dem Spaß die Arbeit und das Aufräumen holte einen natürlich ein. Dabei fiel mir erst auf, dass ich bis auf die Unterhose durchgeregnet war, als ich den Gehörschutz absetzte. Wie beim Kettensägen ist es echt krass, wie wenig man checkt, wenn man nix mehr hören kann. In der Mittagspause wollte man fast direkt wieder an die Arbeit, denn bei ordentlich Wind und  einem Schauer, der es erwachsene Hunde regnen ließ, musste man nicht unbedingt herumstehen. Gleichzeitig blutete mir das Herz auch ein wenig, da Wim auf einer anliegenden Fläche Erlen fällte, die wir dann stapeln sollten. Gerne hätte ich selbst mitgefällt, aber Julia hatte mich direkt bei ihm verpetzt, dass ich zwar den Schein, aber nicht die Erlaubnisse von der Stiftung hatte, mit einer Kettensäge herumzuspielen. So räumten wir zu Viert brav die Schneise der Verwüstung auf, die Wim hiterließ. Damit ging der Tag eigentlich auch zu Ende. Denn bevor ich mit meinen triefenden Klamotten auch eine Schneise der Verwüstung im Büro hinterließ, schnappte ich mir lieber flott einen Laptop und fuhr ins Homeoffice.

Am Mittwoch ging es dann auf die exakt andere Seite von Schleswig Holstein nach Böxlund. Ein weiterer Termin, auf den ich mich riesig gefreut hatte. Hier hatte Thomas Benders über Chris gefragt, ob wir Gehölzreste, die sie beim Schneise-Schneiden produzierten, wegräumen könnten. Dort angekommen ging es auch direkt zur Sache. Die 3 FÖJlerinnen und Stefan von der Geltinger Birk schnappten sich die Motorsägen, während Uwe und ich daneben standen und das Spektakel genossen. Typisch Ole fiel mir mal wieder viel zu spät ein, ein Vorher-/Nachher-Bild zu machen und so müsst ihr euch einige Weißdornbüsche etwas lebendiger vorstellen. Das Beste an Terminen mit der Truppe von der Geltinger Birk ist die Stimmung. Neben super guten/flachen Witzen wird alles mit Humor genommen und seltsamerweise schafft man dabei total viel. Während die innere Uhr 16:00 sagte, sagte die reale 12:00 Uhr. Auf die Minute genau  hieß das Mittagspause (Vollverpflegung mit Keksen und Schmalz-Nüssen!). Zwar durfte ich mal wieder nur zuschauen, wie andere total viel Spaß beim Sägen hatten, aber ich wusste ja, dass ich am Wochenende wieder loslegen durfte. Wir waren tatsächlich so schnell, dass wir auf mehr Arbeit warten mussten. Die freie Zeit führte natürlich direkt zu guten Ideen: wir rutschten zu Viert auf dem Hintern die Wände der Kieskuhle herunter, wodurch wir allesamt aussahen, als hätten wir die Stubenreine nicht ganz erreicht. Am Ende sollten dann noch einige Weiden im Herzen der ehemaligen Kieskuhle für einen Kreuzkrötenteich weichen. Auch hier war ruckzuck der Kahlschlag vollzogen (Untere Forstbehörde falls ihr das lest, dass ist natürlich eine drastische Überspitzung des Sachverhaltes). Zwei größere Birken wurden dann noch als Trainingsbäume für eine FÖJlerin benutzt, wo es darum ging, die Birke auf einen vertikal gesteckten Stock fallen zu lassen. Während wir uns alle voller Vertrauen in Sicherheit begaben, fiel die Birke dann nach etwas Korrektur vom Stock, auch auf den Stock. Zu guter Letzt gab es eine kleine Führung durch das Gebiet und Thomas zeigte uns, welche Ideen er in Zukunft umsetzen will, was total interessant war.

Am Donnerstag konnte man voller Glück sagen, dass gute Wetter am Mittwoch genutzt zu haben. Denn am Donnerstag verschoben wir lieber die Tour durchs Königsmoor, da das Wetter so unglaublich schlecht war, dass wir lieber auf dem Weg ins Hartshoper Moor fuhren, um uns hier unter den Birken zu verstecken und Pegel zu messen. Das Wetter lud nicht zum Erkunden ein, also taten wir, was wir tun mussten und fuhren im Anschluss wieder ins Büro bzw. Homeoffice.

Am Freitag versprach das Wetter leider nicht mehr als am Donnerstag. Da war es sehr gut, dass wir ins Kaltenhofer Moor fuhren, denn hier konnte man sehr gut in den Waldteilen dieses Moores Unterschlupf suchen. Am Ende klarte es sogar auf und es lohnte sich richtig, nochmal draußen gewesen zu sein. Der restlich Tag verlief daraufhin mit seeehr viel Organsiations-Kram, mit dem euch jetzt mal nicht langweile, denn kaum fehlt man die nächste Woche mal, hat natürlich jeder ein Anliegen, welches jetzt aber erst nach unserer Online Seminarwoche abgearbeitet werden wird. Dabei hatte ich in dem ganzen Organisieren ganz vergessen, dass ich Jutta versprochen hatte, eine „Besockung“ für sie zu erledigen. Also Gorilla-Tape, Damenstrümpfe und Schere in die Hand und ich verschwand im Keller, wo ich 5 Pegelröhren besockte. Diese Pegel wandern auch in 2 Wochen in die neuen Polder des Königsmoores. Auch mal wieder ein Termin, auf den ich mich total freue!

Aber ich glaube, dass reicht erstmal für diese Woche. Nächste Woche kommt unser drittes Seminar, das leider ohne Präsenztag zu 100% online stattfindet… Naja mal schauen, noch bin ich recht zuversichtlich.

Dann bis in zwei Wochen und passt auf euch auf,

Euer Ole

04. Kalenderwoche (24. - 28. Januar 2022)

Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr wieder dabei seid! Diese Woche war mal wieder Einiges los:

Der Montag begann aber erstmal wie immer mit einem Jour Fixe und einer Winterakademie vom GIS-Team, welches sich und ihre Arbeit vorstellte. Jetzt kann ich euch auch sagen, was diese Abkürzung eigentlich bedeutet: Geographische Informationssysteme. Danach verbrachte ich noch etwas Zeit mit einer Recherche zum Insektensterben und las ein wenig in dem Insektenatlas vom BUND. Sehr interessant, kann ich empfehlen mal zu lesen.

Am Nachmittag ging es dann ins BNUR, um die eingetroffenen Bewerbungen vom „Blühstreifen macht Schule“-Projekt zu bewerten. Es hat wirklich Freude gemacht diese ganzen bunten, kreativen und mühevoll gestalteten Bewerbungen anzuschauen. Angesichts der Zahl dauerte es allerdings sehr lange und wurde irgendwann auch sehr anstrengend. Trotzdem versuchten wir natürlich allen von ihnen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Da es dann auch schon so spät geworden war, verschoben wir die abschließende Auswertung auf den nächsten Tag.

Da ging es nämlich direkt weiter mit dem Projekt mit einem Seminar zur Vorbereitung der Workshops an den Schulen. Wir lernten einige Methoden und Spiele kennen, bastelten Saatbomben und erstellten einen Plan für die Workshops. Und dann war auch schon wieder dieser Tag um.

Am Mittwoch zog es uns mal wieder ins Moor. Das Dosenmoor empfang uns mit einem eisigen Wind, der uns um die Ohren pustete. Abenteuerlich machte die Tour aber nicht der Wind, sondern die Wegverhältnisse. Obwohl wir die Winterroute wählten, mussten wir einige sehr matschige Wegstücke passieren und hatten schon Sorge uns festzufahren. Wir schafften es aber zum Glück auch ohne. Bis auf ein bisschen Wasser im Gummistiefel, gab es sonst aber keine besonderen Vorkommnisse. Wusstet ihr übrigens, dass Gummistiefel mordsgefährlich sein können? Ich habe mich beim Ausziehen des Stiefels tatsächlich irgendwie leicht in den Finger geschnitten. Zurück in der Stiftung habe ich Ole dann auf den neusten Stand vom Blühstreifen-Projekt gebracht, da er aufgrund seines Kettensägenscheines das zweite Seminar im BNUR verpasst hatte. Danach wollten die Pegeldaten dann auch noch schnell eingetragen werden bevor es nach Hause ging.

Am Donnerstag erhielt ich dann eine Einführung in Monitools, damit ich einige Gewässerkartierungsdaten darin eintragen kann. Nach der Einführung habe ich auch sogleich damit begonnen, schließlich war dann noch alles frisch im Kopf. Dabei wurde ich durch den argwöhnischen und strengen Blick von unserem Eichhörnchen beobachtet. Zwischendrin stand die Einführung in den Aufbau der Messewand an, womit ich dann doch irgendwie mit Merle ganz alleine war. Sie zeigte mir trotzdem einmal wie man das Ganze auf- und wieder abbaut – ein wirklich sehr ausgeklügeltes System. Abends lauschte ich dann noch einem interessanten Vortrag zu Schwebfliegen, wo ich zum Beispiel erfahren habe, dass die Fliegen tatsächlich auch ein Zugverhalten an den Tag legen.

Am Freitag fuhren wir mit Hannah bei schönstem Wetter nach Nordoe. Dort wollten die restlichen Zweige von den gefällten Fichten an einigen Stellen entfernt werden. In Nordoe soll nach und nach ein lichter Eichenwald entstehen, weshalb die Fichten abschnittsweise gefällt werden. Die Äste und Zweige sollten dann von bestimmten Stellen weg, damit dort die Sonne hinkommt und Platz für andere Pflanzen und Insekten ist. Zwischendrin zeigte uns Hannah auch noch etwas von dem wirklich wunderschönen Gebiet, was wir, welch ein Glück, auch noch bei schönstem Sonnenschein und blauem Himmel erleben durften. Nachdem die erste Stelle dann von den Fichtenästen befreit war, fuhren wir samt Auto und Anhänger auf eine Weide mit einer Highlandrinder-Familie. Die Äste luden wir dann immer auf den Hänger und wenn dieser voll war, fuhren wir ihn hinaus und luden an einer Stelle am Wegrand wieder ab. Das Ganze veranstaltete natürlich ordentlich Krach, sodass ziemlich schnell die kleine Familie, bestehend aus Mama, Papa Bulle und Kind, ankam. Da wir nicht sicher waren, wie der Bulle und seine kleine Familie reagieren würde, zogen wir uns erstmal etwas zurück. Als dann aber alles ruhig war, fingen wir wieder an, vorsichtig mit ausreichend Abstand und die Rinder immer im Blick weiter einzuladen. Irgendwann verloren die Tiere doch auch ein wenig das Interesse, schließlich ist das Gras dann doch leckerer als wir. Im Weg rumstehen konnten sie jedoch immer noch gut, jedes Mal, wenn wir wieder aus dem Tor fuhren, um abzuladen und wieder zurückkamen, stand natürlich eins der Highlands im Weg herum. So kam es, dass der Papa Bulle, dann genau vor dem Tor stand, durch das wir hinausfahren wollten. Erst nach mehrmaligen Hupen verdrehte der Bulle die Augen und warf uns einen genervten Blick zu und bequemte sich vom Tor wegzutreten. Diesen Blick vom Bullen bekamen wir wirklich noch mehrmals zu sehen, der Arme musste an dem Tag ja auch wirklich Einiges erdulden. Um 15 Uhr brachen wir dann wieder auf, wir hatten zwar nicht ganz alles geschafft, aber immerhin über die Hälfte der Zweige war weg.

So endete die Woche mit diesem aufregenden Tag und die Rinderfamilie kann sich auch erstmal wieder von diesen Strapazen am Wochenende erholen.

Ich wünsche euch eine gute neue Woche. Und denkt daran, passt immer gut auf, beim Gummistiefel ausziehen ;).

Bis bald,

Eure Astrid

03. Kalenderwoche (17. - 21. Januar 2022)

Nen Guden miteinander,

 

diese Woche hat sich mal wieder schön gezeigt, wie abwechslungsreich die Arbeit bei der Stiftung sein kann. Vom Homeoffice über Moore und Seminare war diese Woche alles dabei!

Am Montag ging es ganz gemütlich mit dem üblichen Jour Fixe los, woran sich die Winterakademie direkt anschloss. Diese Woche hatte Kathleen die zweite Einführung rund um das neue Intranet geplant (für alle, denen das nichts sagt: das ist quasi wie eine abgespeckte Version von Twitter, die den Austausch untereinander etwas von Outlook weglenken soll.). Danach blieb aber nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn wir waren mit Bianca verabredet, die uns zeigen wollte, wie man das GPS-Tablet verwendet, damit wir Fledermauskästen auf Ausgleichsflächen wiederfinden. Aber mehr zu dem Projekt gibt es in meinem nächsten Blog ;). Bei unserer Einführung an der frischen Luft kam mir besonders viel Verantwortung zu, denn ich musste dabei Biancas Birne in der Hand halten und im besten Fall nicht fallen lassen. Da wir eh schon von Aufgaben/ Projekten sprechen, die mich überfordern: DAS PEGELPROJEKT (von Olli) (dramatische Musik). Jeder, der dem Blog schon etwas länger treu ist, wird das Problem kennen. Für alle Anderen sieht es etwa so aus: Pegellogger stehen in Mooren oder anderen Flächen, bei denen es wichtig ist, dass die Stiftung nachweist, dass ihre Maßnahmen den gewollten Effekt haben. Diese Logger messen etwa jede Stunde den Wasserstand und senden ihn dann über ein paar Umwege in Tagen gebündelt zu Olli. Von dort aus landen sie auf den Tischen der FÖJ-ler*innen, die bis jetzt immer die Daten mühsam von Hand copy-pasten müssen. Ollis Idee war es, diesen Prozess zu automatisieren. Das ist jetzt etwa eine Woche her und seitdem wandert jede freie Bürominute in dieses Projekt. Eventuell habe ich auch unterschätzt, wie viel Arbeit es doch werden würde. Gerade dann, wenn 2 Tage Arbeit in die Tonne getreten werden müssen, weil ich realisiert habe, dass es im letzten Schritt an einer Sicherheitsfrage scheitert, da eine Option, die ich bräuchte, benutzt wurde, um mehrere Unternehmen Hops zu nehmen :I …Während ich also überlegte, ob es nicht doch einen Weg um diese Sicherheitslücke gab, lauschte ich noch einem Vortrag, der die Interreg Region Deutschland/Dänemark vorstellte, wo schnell klar wurde, dass auch von dänischer Seite ein hohes Interesse bestand. So viele „Ole“s sieht man selten an einem Tisch. Nachdem ich schon mein geschriebenes Outlook Makro in die Tonne getreten hatte, wollten auch noch realere Dinge entsorgt werden, weshalb es mal wieder zum Abfallhof ging. Also schnell noch einen alten IT-Schrank aus den Untiefen des Kellers eingesammelt und mit ein paar Pappresten, einem kaputten Zaun und der optimalen Ladungssicherung zum Wertstoffhof gefahren wo wir das erste Mal ohne Augenrollen des Kontrolleurs auf das Gelände gelassen wurden, weil unser gesamter Müll wohl auf seine Weise wertvoll war und wir deshalb keinen Cent für die Entsorgung zahlen mussten.

Was soll ich nur sagen, aber das Pegelprojekt ist und bleibt ein Dauerbrenner, der am Dienstag zum Glück nach 2 Stunden Kopfzerbrechen durch die erste Personalversammlung unterbrochen wurde. Der Personalrat der Stiftung stellte dort neue Konzepte für das alltägliche Zusammenleben vor. Leider konnten wir nicht die ganze Versammlung mitverfolgen, weil wir einen Termin mit Jutta im Königsmoor hatten, wo wir wie jeden Monat Wasserproben nahmen und alles von Temperatur bis Leitfähigkeit maßen. Dabei musste man gewaltig aufpassen, denn wenn Jutta als Erste die Spritze ergreift, kann man die beiden nicht mehr trennen. Dabei hatte Jutta so viel Spaß beim Hantieren und Ausdrücken der Spritze, dass man echt aufpassen musste, nicht vor dem falschen Ende zu landen. Da auch noch die Doktorandin Henrike dabei war, ging es ruck zuck und eh wir uns versahen, waren Astrid und ich im Hartshoper Moor, um ein paar Pegel zu messen. Jedes Moor ist ja etwas eigen und das Hartshoper Moor neigt dazu, ein wirklich spannendes Suchspiel für Torfmoose zu sein. Klar gerade jetzt gibt es auch schon vitale Torfmoosbestände in den gefluteten Poldern und Gräben, aber manchmal lohnt es sich abzubiegen und sogar auf den pfeifengrasbewachsenen Dämmen zu schauen. Irgendetwas entdeckt man in diesem Moor immer und in diesem Fall wurden wir auf der Zielgerade kräftig überrascht und stolperten in eine 6köpfige Wildschweinmeute, die sich laut grunzend bedankte, dass man sie aus dem Mittagschlaf befreit hatte. Wer weiß, vielleicht wären sie ohne meine Hilfe nicht mehr rechtzeitig zu einem ihrer Termine gekommen…

Der Mittwoch, oh der Mittwoch… Ein schöner Tag, an dem ich den Wecker auf 7:45 Uhr stellte und mal richtig schön Homeoffice machte. Neben dem täglichen Pegellogger-Programm schreiben, war es an der Zeit, dass wir unseren ersten Online-Workshop für das „Blühstreifen macht Schule“ – Projekt hatten. Er wurde geleitet von Norbert vom Heimatbund, der uns 4 Stunden lang so einiges über Bienen, Hummeln, Wespen und Käfer zeigte und damit eine tolle Basis schaffte für die nächsten Seminare. Mittendrinn gab es die Aufgabe, ein vorgegebenes Insekt zu malen (in meinem Fall einen Käfer) und ich muss sagen, dass das echt Spaß gemacht hat; im Vergleich zu sonstigem Kunst-Kram, den ich produziere, ist es wohl das beste Werk meiner bisherigen Schaffenszeit. Der restliche Tag verschwand im Pegelprojekt und immerhin war ich zu Hause und somit musste niemand mein leises Schluchzen ertragen, wenn mal wieder Exel nicht so wollte wie ich.

Der Donnerstag kam nach diesem Homeoffice-Tag genau richtig. Es sollte endlich mal wieder hinaus ins Große Moor bei Dätgen gehen. Der Wetterbericht versprach bestes Wetter. Durch den Frost der letzten Nacht zeigte sich das Torfmoos unter einer dünnen Eisschicht und Teile, bei denen der Wasserstand anscheinend gefallen war, sahen aus als wären sie mit Tiefkühlbrokkoli bewachsen. Da fiel mir glatt auf, dass ich Torfmoose noch nie probiert hatte. Eine Google Anfrage später war zumindest noch niemand dran gestorben, also nutzte ich die Gelegenheit und probierte eine Knospe. Das Fazit dieser Aktion mag nun Einige von euch schocken, aber es schmeckt, wie man sich eine Pflanze vorstellt, die Moorwasser in sich speichert… nach Moor… Außerdem hat die Textur etwas von einem kleinen behaarten Ball. Umgebracht hat es mich bis dato nicht, also würde ich mal so eine 5/10 vergeben. Der Rest der Tour verlief entspannt und bei dem Wetter konnte man sich es einfach nicht nehmen lassen, sich auf einen größeren Pfeifengrasbult zu legen und 2 Höckerschwänen beim Schnattern zuzuschauen.

Am Freitag ging dann für mich der „große“ Kettensägen-Schein los. Eine freiwillige Fortbildung, die ich wichtig finde. Ich hatte zwar schon den einen oder anderen Baum in die Horizontale verfrachtet, aber auch dabei gemerkt, dass es auf jeden Fall nur Vorteile hat, so einen Kurs zu machen. Nächste Woche folgen dann noch die praktischen Stunden, wo wir auch auf Stiftungsflächen einige Traubenkirschen und ähnliches fällen werden. Ich freue mich schon total darauf und kann es wirklich jedem empfehlen, so einen Kurs zu machen!

Damit vergeht eine weitere Woche schon wieder viel zu schnell und da ich am Montag schon in die durchgeplante Woche schaue, ist es auch nicht mehr lange hin, bis ich wieder am Blog tippen bin.

Und damit verbschiede ich mich mal wieder!

Bis in 2 Wochen!

 

Euer Ole

 

 

02. Kalenderwoche (10 - 14. Januar 2022)

Huhu ihr Lieben,

na? Wie war eure Woche? Von einem Wintertief, wie man es manchmal im FÖJ zu hören bekommt, ist bei uns jedenfalls nicht die Rede. Unser Kalender ist diesen und nächsten Monat schon wieder erfreulicherweise vollgefüllt. Unsere Woche war also wieder schön abwechslungsreich, von allem war etwas dabei:

Am Dienstag startete die Woche für mich erst mal ruhig mit einem Bürotag, der dann aber doch gar nicht so ruhig war, weil er zu einem großen To-do-Dienstag wurde, wo ich bzw. wir alle möglichen kleinen Aufgaben erledigt haben. Als erstes haben wir ein neues Regal im Keller aufgebaut, was gar nicht so leicht ist. Erst dachten wir nämlich, es wären zwei Regale, bis dann auffiel, dass dann aber ganz schön viel fehlt. Und dann mussten wir auch erst mal durch diese spärliche Anleitung durchblicken, wo man wirklich auf jedes kleine Detail achten muss. Als die Anleitung aber einmal verstanden war, ging es auch ganz leicht. Als das Regal aufgebaut war, haben wir es auch noch sogleich eingeräumt und tatsächlich machte es das Chaos im Keller etwas übersichtlicher. Dann habe ich noch die letzten Schleswig-Holstein-Magazine für den Versand beklebt und verpackt, ein paar Termine abgeklärt, ein paar Mappen mit Flyern zusammengestellt und was es sonst noch so zu erledigen gab. Der Tag endete dann aber doch ganz ruhig mit etwas meditativem Stempeln der verbliebenen Weihnachtsumschläge.

Am nächsten Tag war dann mal wieder Moor angesagt, es ging ins Kaltenhofer Moor zum Pegelmessen. Wo wir im Dezember uns schon gedacht hatten, das ist ja echt viel Wasser geworden, konnten wir es kaum glauben, dass es diesmal sogar noch mehr geworden war. So hatten wir tatsächlich manches Mal Schwierigkeiten zum Pegel zu gelangen. Bei dem einen Pegel versagte leider unsere im November selbst gebaute Überwegung und wir dachten schon, dass wir diesen Pegel wohl nicht mehr erreichen. Wir fanden dann aber doch noch einen anderen Weg ein Stück weiter über einen festen Damm. Dieser neue Weg hielt dann allerdings eine nicht ganz so erfreuliche Überraschung bereit. Wir fanden einen Kadaver von einem Damhirsch, der auf den ersten Blick auch fast für mich als Laien wie ein Kälbchen aussah. Nach diesem unerfreulichen Anblick, den ich euch hier lieber erspare, (Oder möchte doch jemand ein auslaufendes Gehirn sehen?), den unsere Mägen auch erstmal verdauen mussten, ging es weiter zum Pegel, den wir so immerhin mit trockenen und vielleicht noch etwas wackeligen Füßen erreichten. Bei einem anderen Pegel gaben wir wirklich unser Bestes, aber er war für uns nicht zu erreichen, außer man legt es darauf an im Matsch zu versinken und dort stecken zu bleiben oder Gefahr zu laufen vollkommen nass zu werden, wenn man in zu tiefe Pfützen tritt. Na ja aber den Großteil erreichten wir doch noch wie immer.

Dann gab es diese Woche noch ein bisschen Außendienst mit Heike. Als Erstes sind wir mit ihr zu einer alten Kiesgrube gefahren. Dieses Gebiet ist wirklich wunderschön und war eine Freude anzuschauen. Interessant war es auch zu erfahren, was man alles bedenken und abwägen muss, wenn man eine Weide einrichten möchte. Das sind dann so Fragen wie: „Wo baut man den Zaun lang?“, „Dürfen die Rinder bis an die Gewässer ran?“, „Wo liegen Zufahrten?“, „Dürfen die Baumbestände mit beweidet werden oder gelten diese vielleicht schon als Wald?“ oder „Kann man überhaupt in diesen Boden die Zaunpfähle einschlagen?“. Und zu guter Letzt heißt es auch noch abzuwägen, ob sich dieser Eingriff in die Natur lohnt, um zum Beispiel Platz für seltene Pflanzenarten freizuhalten, oder ob man nicht doch mehr stört, wenn man dort erstmal einen Zaun errichtet. Nach dieser ausgiebigen Erkundung ging es dann weiter zu einigen Weiden, die wir kontrollierten. Natürlich gab es auch noch einen kleinen Zwischenstopp beim Bäcker, wo uns die liebe Heike etwas spendiert hat.

Heute Morgen fuhren wir dann nochmal nach Kasseedorf, wo Ole neulich netterweise abends noch die geladene Zaunbatterie wieder angeschlossen hatte, um nochmal zu kontrollieren, ob wirklich alles noch funktioniert und ob der Zaun auch noch unter Strom steht. Die Batterie hatte sich nämlich beim Laden doch etwas komisch verhalten, weswegen wir nochmal auf Nummer sichergehen wollten. Zum Glück war alles gut, wir hörten den Zaun schon beim Näherkommen knacken und das Strommessgerät zeigte auch so 9 V bis 12 V an, welche wohl hungrige Wildschweine von den kleinen gepflanzten Pflänzchen fernhalten sollten. Wieder bei der Stiftung angekommen will der Blog für diese Woche noch geschrieben werden und dann geht es auch schon wieder ins Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet eine ähnlich abwechslungsreiche Woche! Und ich wünsche euch ein schönes und erholsames Wochenende!

Bis bald

Astrid

01. Kalenderwoche (03. - 07. Januar 2022)

Frohes Neues miteinander,

Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, dass ich am Blog herumgeschrieben habe. Man mag meinen, dass es ein Jahr her sei… na gut, jetzt, wo ein unangenehmer Neujahrswitz von meiner Checkliste gestrichen ist, können wir ja mit der ersten Kalenderwoche loslegen. ;)

Eigentlich sollte es frisch und entspannt am Montag wieder losgehen, aber die Deutsche Bahn hatte offensichtlich andere Pläne mit mir und so musste ich am Montag nochmal ZA nehmen.

Am Dienstag ging es dann nach dem mehr oder minder ungewohnt frühen Klingeln des Weckers in Richtung Stiftung. Dort angekommen wurde ich von einer eher kleineren Welle an ungelesenen E-Mails überschwemmt, die einige Stunden sortiert und gelöscht werden wollten. Nachdem der erste Ansturm überstanden war, hatte ich sogar noch genug Zeit Astrid bei ihrer bereits begonnenen Autokisten-Kontrolle zu unterstützen. Das Resultat: Überall fehlt etwas, aber nichts fehlt ganz viel. Danach zog es einen wieder ins Büro, wo dann rund um den FÖJ-Zwischenbericht herum prokrastiniert wurde. Dabei half es nicht, dass das etwas molligere Eichhörnchen „Fred“, das häufiger mal das Vogelhäuschen vom Vogelfutter befreit eine ordentliche Show ablieferte. Am Ende  war der Bericht dann doch schneller fertig, als man gedacht hätte. Einen letzten Schliff braucht er noch, aber da blieb in einer so ereignisreichen Woche keine Zeit mehr für. Es sollte schließlich bei dem mittlerweile wieder guten Wetter raus gehen. Wir packten also den Wagen und flitzten mit Schaufeln und Handschuhen bewaffnet zu der ersten Baustelle, die weniger als 10 Minuten von der Stiftung entfernt lag. Die herausguckenden Zaunteile sollten entfernt werden. Wir begannen also tatkräftig zu graben und mussten schnell feststellen, dass wir so keine Chance hatten. Dafür war der Zaun zu groß und zu sehr mit dem Wanderweg zu Einem geworden. Also hatte Astrid die geniale Idee die Zange aus der Autokiste zu holen. Währenddessen hatte ich rausgefunden, dass man ihn auch mit etwas Kraft auseinanderziehen kann. Dabei spielt man indirekt Tauziehen mit unserem 5,972 × 10^24 kg schweren Planeten und hofft, dass das Tau reißt. Die Reststücke haben wir dann unschädlich mit ordentlich Erde abgedeckt. Richtung Sonnenuntergang hatten wir etwa 70m Zaun auseinandergerissen und mit der Zange abgeknipst. Nach einem letzten Rundgang mussten wir leider feststellen, dass wir wohl nochmal wiederkommen müssten. Die Spaziergänger fanden unsere Aktion sehr gut, obwohl manche meinten, dass es fast schade wäre, dass er geht. Astrid und mir tat es auch fast etwas Leid anscheinend ein gutes Stückchen Lokal Kultur kaputt gemacht zu haben. ;)

Endlich wieder Moor! Am Mittwoch  lieferte das Königsmoor den Aufschlag für ein weiteres Jahr voller Moortouren. Dazu kann ich euch direkt spoilern, dass sich diese Tour mit allen Wasssern gewaschen hat. Auf dem Weg schüttet es so dermaßen, dass die gesamte Autobahn ein reines Schneckenrennen war. Aber wie immer stiegen wir aus dem Wagen und das Wetter könnte nicht winterlicher und schöner sein. Dennoch stießen wir recht schnell auf das erste Hindernis. Die Durchfahrt zu einigen Pegeln war nun endgültig überflutet, da wir nach den Erfahrungen unserer letzten (fast) Kreuzfahrt durch diese Gewässer keine zweite Runde wollten, liefen wir die Strecke lieber und genossen das gute Wetter. Dabei zeigte sich auf einer Fläche ein wunderbarer Doppelregenbogen, der leider recht schnell im Regen verschwand, aber für den Moment ein echter Hingucker war. Das nächste und letzte Hindernis war meine „kurze Abkürzung“ über einen etwas matschigeren Damm, wodurch man sich etwa 5 Minuten Fahrerei spart. Voller Elan und bewusst, dass der Hyundai ja eigentlich ein „Geländewagen“ ist, ging es trotz Astrids Warnung auf diese „Abkürzung“, wo es ein lustiges Sausen war bis ich unsere FÖJ-Pflicht bei der Stiftung erfüllte und uns richtig festfuhr. Kein Ausgraben oder Wald an Totholz konnte uns aus der Situation rausholen. Meiner echt dämlichen Idee bewusst rief ich Jutta an, wo sich dann zeigte, dass das Glück bekanntermaßen mit den Dummen ist und sie genau in dem Moment im Königsmoor angekommen war, einen Abschlepp Experten und den 4x4 Yeti dabei hatte. Nach nicht mal 30 Minuten und ganz vielen „vielen Dank Jutta“ waren wir wieder auf dem geteerten Damm. Der Rest der Tour verlief bis auf eine Metanblase im Moor, auf die ich trat und innerhalb von einer Sekunde nochmal einen Knöchel absackte ohne Probleme (Sowas kann bei den aktuell sehr hohen Wasserständen gut mal passieren).

Der Donnerstag galt als „to-do Donnerstag“ an dem wir alle eventuell etwas länger liegengebliebene Aufgaben angegangen sind. Dabei begonnen wir mit einem maroden Vogelhäuschen, das wir im besten Fall restaurieren sollten. Dafür schleppten wir es erstmal in die Werkstatt im Keller wo nach 3 Axthieben sehr schnell klar wurde, dass man das Dach in die Tonne treten konnte. Die Stütze und Plattform macht noch einen ziemlich stabilen Eindruck und wird dadurch eventuell in eine Vogeltränke umfunktioniert. Dafür besorgten wir auf unserer Tour durch die Baumärkte, wo wir eigentlich vieles für die Autokiste für den neuen Dienstwagen besorgen wollten auch einen Blumenuntersetzter, der dann hoffentlich zur Tränke wird. Danach blieb noch genügend Zeit, um mit einem Mini-Bolzenschneider bewaffnet, die letzten Zaunteile aus der Erde zu holen. Dabei fanden wir doch mehr Zaun als wir dachten und entfernten bestimmt nochmal etwa 40m Zaun aus der Erde und den Weißdornbüschen. Der Rest des Tages war voller kleinerer Aufgaben. Darunter die Aufträge und Gedanken

„Finde Batterieladegerät, Lade Zaunbatterie auf, Frage dich, warum es nur einen Pol und einen Massepunkt gibt, Finde Christian, der herausfindet, dass es eine 9V Ein-Mal-Batterie ist, Trauer“

„Sammle Markierpfosten zusammen, Hole Forstspray, Besprühe Markierpfosten, Lass frisch besprühten Markierpfosten auf Schuh fallen, 20-24 Monate und sie sind wieder sauber, weniger Trauer und neuer Fashion Trend“

 „Beklebe Schleswig Holstein Magazine mit Paulina, Lass den Frust über die DB raus, gar keine Trauer mehr, viel Spaß und Feierabend“

 Im Homeoffice lauschte ich dann noch einem total interessanten Vortrag über den Eissturmvogel und Meeresmüll. Das interessantes am Vortrag war wohl, dass alleine das verbieten von „Ballon Freilassung bei Neueröffnungen von bspw. Autohäusern“ schon einen riesigen positiven Einfluss auf die Plastikmenge in den Mägen der Vögelchen wäre. Dabei tüftelte ich außerdem schon mal am Blog herum.

Am Freitag hätten wir dann die geladene Batterie gebrauchen können. Es ging mit Michael nach Kasseedorf, wo auch die Markierpfosten zum Einsatz kamen, um eine Auspflanzung nach Abbau des Zauns noch wiederzufinden. Außerdem nahmen wir die Batterie des Stromzaunes mit, um sie in der Stiftung aufzuladen. Da wir eh schon da waren, nahm uns Michael noch zur Kontrolle der Wasserstände der umliegenden Gewässer mit. Im Anschluss lud er uns noch zum Bäcker in Eutin ein, wo es mal wieder höllisch lecker war. Der Hyundai wanderte auf dem Rückweg durch die Waschstraße und  zurück in der Stiftung luden wir noch die Batterie auf. Nach etwas arbeiten am Blog ging es dann auch schon ins Wochenende.

Damit geht auch die erste Woche des neuen Jahres vorüber und man konnte nochmal richtig schön den Winter draußen genießen.

Ich hoffe ihr konnte es genau so genießen und seid über die Feiertage nicht ausgerutscht (ok jetzt reicht es aber auch wirklich mit den Neujahrssprüchen…)

Ihr wisst ja, macht es nicht gut, macht es besser!

Bis bald,

Euer Ole

50. Kalenderwoche (13 - 17. Dezember 2021)

Einen schönen guten Morgen aus dem grauen Molfsee,

eben  haben wir schon festgestellt, dass in diesem Herbst das Wetter besonders schlecht war, mehr Regen und weniger Sonnenstunden als sonst im Herbst. Es ist schon gefühlt echt eine Weile her, dass so richtig die Sonne geschienen hat. Ihr langweilt euch aber bestimmt schon, wenn ich hier nur über das Wetter schreibe. Also kommen wir lieber zu meinen Erlebnissen diese Woche:

Oder auch erstmal etwas aus meinem weniger spannenden Büroalltag. Die Zeit im Büro habe ich diese Woche, neben ein paar wenigen oder auch mal mehr kleinen Erledigungen, zum Schreiben meines Zwischenberichts genutzt. Und was soll ich sagen? Mir wurde dadurch natürlich bewusst, dass jetzt leider schon fast die Hälfte meines FÖJs um ist. Wie schnell doch die Zeit vergeht! Es fühlt sich doch gerade mal so an, als wäre ich drei Monate in der Stiftung Naturschutz SH.

Ansonsten habe ich das letzte Dienstauto zur Waschanlage gefahren, sodass jetzt alle einmal durchgewaschen sind. Sauber sind sie schon nicht mehr alle, eher fast so dreckig wie zuvor. Naja, so ist das halt, wenn man damit durch Schlamm-Pfützen fährt.

Jetzt aber wirklich zu den spannenderen Erlebnissen aus dem Außendienst:

Am Dienstag fuhr ich mit Jutta und einer Doktorandin ins Königsmoor, um wie vor drei Wochen auch schon, Wasserproben aus den neu gebaggerten Gräben im Königmoor zu nehmen. Das Probennehmen und das Bestimmen der Ausflussgeschwindigkeit klappte sehr gut, waren wir doch schon eingespielt und kannten das Prozedere schon. Die Schwierigkeit lag eher darin zu den Messpunkten zu gelangen, da der Torf und die Dämme durch den ganzen Regen in den letzten Wochen total aufgeweicht waren. Wir mussten echt aufpassen, wo wir lang gingen, um nicht wie eine Kollegin vor ein paar Wochen darin zu versinken und stecken zu bleiben. Bis auf einen Zwischenfall, wo schon der Gummistiefel stecken blieb und wir ihn mit vereinten Kräften herausziehen mussten, kamen wir zum Glück ohne größere Zwischenfälle durch.

Auch am nächsten Tag sollte es wieder ins Moor gehen, genauer gesagt ins Offenbüttler Moor, wo wir auf einer Parzelle Müll sammelten. Dieser Müll war aber nicht so, wie man ihn sich im ersten Moment vorstellt, sondern er bestand hauptsächlich aus einem Maschendrahtzaun, der einfach dort stehen bzw. eher liegen geblieben war, weshalb der Zaun schon total eingewachsen und überwachsen war. Den Zaun wieder auszugraben und aus der Erde zu ziehen war teilweise ganz schön mühselig, aber wir schafften mit vereinten Kräften, so gut es eben ging, Teile davon an den Rand. Als wir auf der Fläche mit dem gut entfernbaren Müll durch waren, ging es noch zu einer weiteren, wo wir auch etwas Müll sammelten. Dort fand sich aber zum Glück nicht mehr ganz so viel und dieser Müll war auch einfacher einzusammeln.

Wie kann es anders sein? Am nächsten Tag ging es natürlich wieder ins Moor, diesmal mit Jutta. Es war dann sogar gleich vier Mal Moor an einem Tag, was aber wirklich interessant und abwechslungsreich war, ich könnte wahrscheinlich fast einen ganzen Blog-Eintrag allein über diesen Tag füllen. Zu allererst ging es zu einem Treffen im Wilden Moor, wo sich zum Bau eines neuen Aussichtsturms besprochen wurde. Der alte Turm, der wirklich sehr schön ist und gut in das Moor hineinpasst, ist inzwischen etwas baufällig und es wird sich ein neuer Turm gewünscht. Leider ist es sehr schwierig eine gute Einigung für alle zu finden. Das Wilde Moor kannte ich vorher noch nicht, daher war es toll dieses wirklich schöne Stiftungsland mal kennenzulernen. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, denn der Nebel verbreitete eine einmalige, wunderschöne Atmosphäre. Ich kann wirklich jedem Mal empfehlen zu einem Spaziergang dort hinzu fahren. Anschließend fuhren wir weiter zu einer kleinen Hochmoorfläche, die Jutta sich anschauen wollte, um zu gucken, ob man dort vielleicht Maßnahmen durchführen könnte. Leider wurde dort vom Moor wirklich viel abgetorft, sodass nur noch kleinere höhere Hochmoorflächen übrig geblieben sind. Da dies aber nur noch so kleine Teilstücke sind, könnte es schwierig werden, dort Maßnahmen zur Vernässung durchzuführen. Ein größeres Stück gibt es aber doch noch. Es wird sich also zeigen, was sich dort vielleicht noch machen lässt. Toll zu sehen waren dort auch viele kleinere Torfstiche nebeneinander, wo es dann tiefer herab ging. Dort konnte man auch gut die Torfmoose sehen. Nach dieser interessanten Begehung machten wir noch einen Abstecher zu der Moorbaustelle im Königsmoor. Dort waren die Bagger wirklich flott vorangekommen und wir schauten einmal den Zwischenstand an. Ich stand zwar jetzt schon auf ein paar Baustellen direkt neben einem Bagger, aber dort denen nochmal so nah zu sein, während diese auch noch voll bei der Arbeit waren, war echt beeindruckend. Jedes Mal, wenn der Bagger vor uns mit seiner Schaufel weiteren Torf aushob für den Damm, wackelte der ganze Boden. Diese Kraft ist wirklich super beeindruckend. Nachdem dort alles besprochen war, ging es dann zum krönenden Abschluss zum Hartshoper Moor, wo wir auf einer vor kurzem fertiggestellten Baustelle, die Wasserstände einmaßen.

Und heute am Freitag machen wir es uns im Büro umso netter, während es draußen nebelig ist. Die Kerzen von meinem Geburtstagstisch verbreiten eine gemütliche und weihnachtliche Atmosphäre (auch wenn dadurch das CO2-Messgerät viel schneller zu Piepen anfängt  und wir häufiger lüften müssen) und er ist schon reich gedeckt mit netten Geschenken von den Kolleg*innen. Vielen lieben Dank dafür! :-) Ich glaube, ich werde mich heute nur noch von Süßigkeiten und Kuchen ernähren. Ansonsten schreibe ich heute diesen Blog-Eintrag, bearbeite die Fotos dafür. Später am Nachmittag erzählt Walter uns, den neuen Kolleg*innen, noch ein bisschen was über die Stiftung, eine tolle Gelegenheit nochmal ein wenig was dazu zu lernen.

Nach diesem entspannten Freitag geht es dann auch für mich in den Weihnachtsurlaub. Die nächsten zwei Wochen wird es hier also leider nichts von uns zu hören geben und erst im neuen Jahr hört ihr dann von Ole wieder. Dann bleibt mir nur noch zu sagen: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Bis dahin,

Eure Astrid

49. Kalenderwoche (29. November - 5. Dezember 2021)

Nen Gudden miteinander,

 

Lang ist es her... ach warte, irgendwie ja doch nicht. Diese Woche geht der Moor Marathon auf die Zielgerade, denn nächste Woche ist für mich Urlaub angesagt und vorher wollten wir alle Moortouren fertig haben.

 

Dafür begann der Montag direkt sehr feierlich in der Stiftung, denn der Nikolaus hatte auch hier Halt gemacht und seine Geschenke verteilt. Direkt im Anschluss vom JourFixe stand eigentlich ein Vortrag über archäologische Baubegleitung auf dem Plan, was eigentlich nicht nach einem knochentrockenen Vortrag klang, wegen Moorleichen und so. Leider wurde er aufgrund eines technischen Problems dann doch abgesagt. Ersatz musste her und die Trauer konnte perfekt in den Unmengen an Überbleibseln des zweiten Adventswochenende ertränkt werden. Denn in jeder Küche gab es Unmengen an Stollen, Kekse und alles dazwischen und da alles als lecker deklariert wurde, musste natürlich alles probiert werden. Das Mittagsessen hatte man sich damit auch gleich gespart. Wohl gestärkt ging es los zur Archegärtnerei, wo wir den ehemaligen Bundeswehrzaun, der nun als Wildtierzaun dient, auf Löcher kontrollieren sollten. Ich war dran mit fahren und steckte fast wehmütig den Schlüssel in die Zündung und musste erstaunt feststellen, dass der Tank voll war. Der Fluch des Tankens war gebrochen und ich hätte vor Freude dem Stiftungs-Anhänger einen Stupser verpassen können. Gesagt...Getan. Ohne Dellen, Kratzer, eine Spur meiner Tat und Tote ging es dann trotzdem los. Dort angekommen machten wir uns an die Arbeit fotografierten und zeichneten auf, wo es denn etwas zu bemängeln gab. Stellenweise wurden wir von einer Kuhherde begleitet und verkrochen uns etwa 2 Kilometer zaunbegleitend in eine Weißdornhecke. Ging besser als gedacht, der Schaden war meist eher ästhetischer Natur, da es einem konstant die Mütze vom Kopf riss.  Als Belohnung gab es dann wie zum Frühstück und Mittag nochmal leckerste selbstgemachte Stollen in der Stiftung.

 

Am Dienstag hatte sich das Gefühl breit gemacht, dass es ewig her war, dass man im Großen Moor bei Dätgen gewesen ist. Das mag daran liegen, dass es mal wieder ganz anders aussah. Die Wasserstände haben schon wieder eine Schippe zu gelegt und das gesamte Moor zeigte sich sehr weihnachtlich, denn es war fast überall eine zentimeterdicke Eisschicht über den Torfmoosen,was natürlich ein super Fotomotiv war. Auch die Landzungen-Inseln waren vollständig verschwunden. Das wiederum war sehr cool, denn wenn man weiß, wo sie mal waren, kam man quasi noch auf ihnen laufen. Mit dem schwarzen Moorwasser und dem schwarzen Torf unter den Füßen sieht das etwa so aus, als würde man über einen dunklen Abgrund laufen. Ansonsten verlief die Tour reibungslos nur das Pegel-Notizbuch musste den Kopf hinhalten, als ich es bei einem Torfmoos Fototermin aus den Augen verlor und erfolgreich unter Wasser drückte. Das tat dem modrigen Kollegen eh mal ganz gut und wir haben ja zum Glück gute Heizungen in der Stiftung.

 

 

Am Mittwoch folgten wir dem Ruf ins Hartshoper Moor. Auf dem Weg gab es eine ordentliche Menge an Schneeregen, der aber FÖJ-typisch mit unserem Verlassen des Autos verschwand. Die eigentlich kurze Tour wurde stellenweise verlängert, um sich das wirklich schöne gefrorene Torfmoos anzuschauen. Dann sind wir noch flott ins Königsmoor, um einen Pegeln nachzumessen, den wir bei unserem letzten Besuch vergessen hatten. Dort trafen wir natürlich auf Jutta, die wie immer ihr Unwesen trieb. Nebenbei blieb wie immer Zeit, die riesige Baustelle im Königsmoor zu bestaunen. Zurück in der Stiftung, war es leider Zeit, Abschied zu nehmen. Erst verabschiedete sich das Internet und dann kamen zwei Kolleginnen (Ingrid und Antje) dazu. Leider durften die Verabschiedung nur im kleinen Kreis  draußen stattfinden (Corona sei dank). Also setzten wir uns alle an die Fensterfront unserer Büros und lauschten bei offenen Fenstern den schönen Reden und der Stiftungsband. Bei Ingrid durften wir als Teil der MK dann direkt dabei sein. Paulina und ich wechselten uns bis zum Finger abfrieren mit dem Filmen ab und lachten natürlich ordentlich über die lustigen Reden. Auch das Abschiedslied und Erichs Performance waren ein absoluter Brüller.

Den Donnerstag hatte ich schon lange erwartet. Alle Bilder, die sich so über die Monate angestaut hatten, wollte langsam mal auf den Dienstrechner gezogen werden. Nach einem 1,5 stündigen Kampf mit den USB-Anschlüssen der PCs und Laptops gab ich mich erst mal geschlagen. Aber das lieferte genug Zeit, um noch einige Fakten für den anstehenden Standdienst am Samstag zu sammeln. Apropos, dafür gab`s dann direkt eine Einweisung, wo wir die Packliste schreiben und alles besprachen, denn dieser Standdienst sollte mein erster sein, wo ich ganz alleine von den Besuchern gelöchert werden durfte! Wie die Zeit dann so verflog, ging es direkt zu einem Pressetermin für unser Projekt „Blühstreifen macht Schule“, wo wir ordentlich fotografiert wurden. Dabei hatten wir die Möglichkeit die ersten Bewerbungen der dritten Klassen zu begutachten und ich war ehrlich gesagt etwas sprachlos wie viel Mühe und Kreativität in die Bewerbung geflossen ist. Die Kamerabilder verfolgten mich dennoch den ganzen Tag, also saß ich dann im „Homeoffice“ noch 1,5 Stunden am Formatieren und Umbenennen von Bildern.

 

Jetzt war der Moor-Marathon wirklich auf der Zielgeraden. Nur das Dosenmoor wartete noch auf seine Vermessung. Am Morgen wartete der Kangoo, aber auch auf seine Beladung. Also flott den Kangoo mit allen wichtigen Mitbringseln für den Standdienst füllen. Dabei verbrachte ich anscheinend so viel Zeit in der Garage, dass Jana mich fast spöttisch fragte, ob sie mir nach meiner internen Telefonnummer auch noch das Büro geklaut hätten. Ein Glück kam wenige Momente später Gideon vorbei und sprang mir fast perfekt vor die Flinte. Ich hatte noch jemanden gesucht, der mit mir zusammen ins Moor fährt, um die Pegel zu messen. Da er sich das eh noch vorm Schluss seines Praktikums nochmal anschauen wollte, passte es natürlich perfekt. So machten wir zwei uns auf den Weg nach Neumünster, wo wir recht schnell auf ein „Hindernis“ stießen. Das „Hindernis“ war ein recht kleiner, aber molliger Stier. Normalerweise hilft es in solch einer Situation den Namen des Tieren zu kennen, der auf der Ohrmarke aufgemalt ist. Denn ein Stier namens  „Zambo“ oder „Ziege“ ist nur noch halb so bedrohlich. Dieser Bulle war jedoch anders und beim Entdecken der Ohrmarke musste ich etwas schlucken. Er war aus dem D-Wurf und wurde sehr niedlich „Danger“genannt. Ein paar „kusch-dich“ und „pschhhh“ später funkte er uns aber nicht dazwischen und wir hatten keine Probleme beim Ablesen der Wasserstände. Der Rest der Tour war wohl mit dem besten Winterwetter gezeichnet, dass man sich so wünschen konnte. Dabei wurde natürlich ordentlich über Torfmoos- und Flechtenarten philosophiert und ein Witz von Gideon brachte mich so aus dem Konzept, dass ich quasi mein halbes Brot verschluckte. Die Zeit flog nur so an uns vorbei und wir schafften es kurz vorm Dunkel werden zurück zur Stiftung. In Richtung der untergehenden Sonne ging es mal wieder ins Homeoffice, wo sich dann noch der Blog vorgeknöpft wurde.

 

Samstag war es dann soweit. Etwas nervös ging es in aller Frühe los zur Stiftung, wo ich erfolgreich mein Namensschild als verloren deklariert hatte, es dann aber recht schnell im Sitzschlitz meines Autos wiederfand.Damit hatte ich freie Fahrt nach Rendsburg. Dort traf ich mich mit Paulina und < Kai den total netten Besitzer des „Himmel und Erde“-Bio Marktes, wo wir flott den Stand aufbauten. Die erste Stunde hatte ich noch Paulina an meiner Seite dabei, die sich sehr schnell an das Stand-Dasein gewöhnt hatte. Danach war ich aber auf mich alleine gestellt. Dafür kam aber Kai immer mal wieder vorbei und lockerte die Stimmung mit dem Gedicht „Der Knabe im Moor“ und seiner echt 1A Schauspielbegleitung. Ansonsten war es ein echt entspannter Standdienst. Dabei gab es total viele verschiedene Fragen rund um die Stiftung, darunter natürlich auch „Wo kann ich denn den Brotaufstrich finden“ und ich kann euch sagen, irgendwann wusste ich, wo man 100% Pflaumenmus und Natron finden konnte ;D. Der Abbau, der Rückweg und das Ausräumen des Autos liefen ohne  Probleme und ich fuhr etwas schlapp, aber total glücklich nach Hause.

 

Jetzt heißt es nur noch am Sonntag ein Mal ins Büro, um den Blog hochzuladen, unserer Zaunkontrolle den letzten Schliff verpassen und ein paar andere Kleinigkeiten zu erledigen. Dann ist  wirklich URLAUB angesagt!

 

Damit bliebt mir nichts anderes übrig, als euch ein wunderbares Fest und einen guten Rutsch zu wünschen!

(Boah fühlt sich das seltsam an, das am 12.12 zu schreiben)

 

 

Bis nächstes Jahr,

Euer Ole

48. Kalenderwoche (29. November - 03. Dezember 2021)

Moin moin zusammen,

puh diese Woche hat uns sehr vereinnahmt, denn es war viel los. Und so sitze ich jetzt hier am Freitagnachmittag geschafft von der Woche im Büro, um für euch diesen Blog zu schreiben.

Also was war diese Woche so los?

Der Montag begann erstmal, wie jeder Montag es an sich hat, mit einem Jour Fixe und dann ging es weiter mit der Winterakademie. Diesmal ging es um den Jahresrückblick der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein von 2020. Viele Zahlen und Berechnungen später, machten Ole und ich uns dann auf den Weg in die Garage, um den ganzen Müll, den wir in der letzten Woche gesammelt haben, in den Kangoo zu laden und zur ABK zu fahren. Leider habe ich vergessen für euch ein Foto von dem bis oben hin gefüllten Kangoo zu machen. Obwohl das Auto so voll war, ging es dann auf dem Wertstoffhof überraschend schnell, sodass wir zurück bei der Stiftung zwei weitere Autos zur Waschanlage fahren konnten. Das war‘s dann auch schon wieder vom Montag und es ging umso aufregender am Dienstag weiter.

Dienstag und Mittwoch fand nämlich eine Waldpflanzaktion in Langballigau mit mehreren Schulklassen statt. Dafür mussten wir schon um 7 Uhr bei der Stiftung sein, was echt früh aufstehen bedeutet. Aber auch das haben wir gemeistert. Dort angekommen fanden wir uns sofort im Getümmel einer lebendigen fünften Klasse wieder, mit der wir dann zur Pflanzfläche gelaufen sind, wo wir unsere Kollegin Miriam und Förster Arne trafen. Nach einer kurzen Einführung übernahmen wir die Betreuung einer Schülergruppe. Und schon ging es los, Rotbuchen, Heimbuchen, Ulmen, Weiden, Eichen und andere Gehölzarten zu pflanzen. Erst pflanzten wir die Bäume in schon vorgebohrte Löcher. Später hieß es dann mit dem Spaten zwei rechtwinklige Schlitze zu stechen, wo man das Bäumchen dann in der Ecke hineinstecken kann. Mit dieser Methode kommt man gut voran und so schafften alle zusammen an dem Tag etwa 500 Gehölze. Gegen Mittag ließ dann die Motivation der  Schüler*innen langsam nach und nachdem sie abgefahren sind, kehrte schnell wieder Ruhe ein. Für Ole und mich ging es dann noch weiter mit der Bepflanzung eines Knicks bei Winderatt. Dort war der Zaun um den Knick herum zerstört worden, sodass das Wild die Gehölze dort vollkommen abgefressen hatte. Also nutzten wir das noch gute Wetter am den Tag, man musste nur aufpassen, dass nicht ausversehen ein Sprössling davon geweht wurde. Wir pflanzten so viele neue Gehölze, dass wir am Ende Mühe hatten für jeden Busch, Strauch und Baum noch ein Plätzchen auf dem 120 m langen Knick zu finden.

Am nächsten Tag ging dann das Spiel von vorne los, diesmal aber bei viel schlechterem Wetter. Es regnete den ganzen Tag. Davon ließen wir uns aber nicht aufhalten und schufen mit genauso motivierten Schüler*innen wie gestern weitere Gehölzinseln. Als dann nach einiger Zeit wieder die Motivation nachließ, artete es in manch einer Gruppe zu einer Schlammschlacht aus. Auch Ole und ich waren nach dem Aufräumen dann vollkommen von oben bis unten mit Schlamm beschmiert. Den Knick hatten wir gestern ja zum Glück schon fertig bepflanzt, daher machten wir dann an diesem Tag früh Schluss und konnten uns etwas ausruhen.

Am Donnerstag ging es dann mal wieder ins Königsmoor zum Pegelmessen. In der Nacht war es sehr kalt geworden und hat zum ersten Mal leicht geschneit, sodass alle Grünflächen leicht bepudert waren. Daher freuten wir uns schon auf das Moor, zu mal es zur Abwechslung ein sonniger Tag werden sollten, und kratzen voller Elan zum ersten Mal die Scheiben des Hyundais frei. Dabei fand Ole besonders Spaß am Kratzen, sodass die Scheiben am Ende wirklich eins a frei waren. Wir genossen die Tour bei dem schönen Wetter durch das Moor und kämpften nur mit so manch einem Deckel von einem Pegelrohr, die angefroren waren. Tja und dann bekam ich leider mal wieder nasse Füße. Jetzt im Winter sind die Gräben ja besonders voll und so kam es leider, dass ich den Sprung nicht ganz schaffte und etwas Wasser in den Gummistiefel lief. Zum Glück war ich vorbereitet und hatte Wechselsachen dabei. Später auf der Tour trafen wir dann noch die Kolleg*innen von der Projektentwicklung, die sich auf einem Abteilungsausflug das Königsmoor anschauten. Das war echt ein netter Zufall und wir quatschten noch ein wenig. Später im Büro musste ich mal wieder an den Rechner, um ein paar Mails zu bearbeiten.

Und wieder ging es zum Pegelmessen, nur diesmal ins Kaltenhofer Moor. Auf der Fahrt dorthin befürchteten wir Schlimmes, da den ganzen Tag Regen vorhergesagt war und wir beide unsere Regenhose, Ole sogar auch noch seine Regenjacke, vergessen hatten. Doch es bewies sich mal wieder, dass unser FÖJ unter einem guten Stern steht. Im Kaltenhofer Moor angekommen warteten wir kurz fünf Minuten den Regen im Auto ab, danach war es trocken und es schaute sogar die Sonne um die Ecke. Und auch sonst passten wir den Regen so ab, dass wir immer wieder rechtzeitig im Auto saßen. Im Kaltenhofer Moor war es dann so nass, wie noch nie in den vorigen Monaten, und so waren wir sehr erstaunt, als wir sahen, dass der erste Pegel unter Wasser stand, wo doch sonst alles trocken ist. Da es an diesem Tag wieder so kalt war, waren auch die Torfmoose oben eingefroren, ein besonders schönes Bild. Weitere schöne Bilder boten uns dann die Gallowayrinder in Hessenstein und in Schmoel, die wir zum ersten Mal überhaupt auf ihren Weiden dort zu Gesicht bekamen. Zurück in der Stiftung stand dann noch etwas Büroarbeit an.

Abends war ich noch zu der Glühwein-Sause von der Medien- und Kommunikationsabteilung zu einer Kollegin eingeladen. Es war ein sehr lustiger und netter Abend. Und so ging eine etwas anstrengende Woche mit vielen Bäumen, die eine neue Heimat gefunden haben, zu Ende.

Bis demnächst,

Eure Astrid

47. Kalenderwoche (22. - 27. November 2021)

Servus miteinander,

es fällt mir alle 2 Wochen echt schwer zu glauben, aber ich bin tatsächlich wieder dran mit Blog schreiben. Absurd, wie schnell die Zeit fliegt, obwohl man so viel erlebt und zu tun hat und ich eher gesagt hätte, dass mein letzter Blog einen Monat her ist :o

Aber zu dieser Woche: da ging es nämlich gleich ganz gesund los. In der Winterakademie dieser Woche drehte sich alles rund um Schnupfen, Husten und eine gesunde Vorbeugung, dafür wurden überall „Ingwer-Shots“ verteilt, die das Immunsystem auf Trab bringen sollten. Wohl gestärkt fuhren Astrid und ich dann auch direkt ins Reppelmoor, wo ich jetzt das erste Mal bei der Bekämpfung von dem invasiven Japanischen Staudenknöterich dabei war. Das Vorkommen dieser invasiven Art kann man illegal auf Stiftungsflächen entsorgten Gartenabfällen verdanken, die wir nun probieren, in den Griff zu bekommen. Mit Spaten, einer Hacke, Beil und Müllsäcken standen wir also erwartungsvoll vor dem kleinen Hügel, der nun das dritte Mal vom Staudenknöterich befreit werden sollte. Und naja was soll ich sagen… Wir sahen exakt 2 Sprösslinge, die wohl zusammen ein Gewicht von locker 30 Gramm hatten. Eine Stunde Autofahrt und dann so was? Aber locker lassen wollten wir auch nicht und gerade einmal einen Spatenstich später machten wir dann auch die große Entdeckung. Der gesamte Hügel war ein riesiges Konstrukt aus Wurzeln des Neophyten. Also Hacke in die Hand und los geht das wilde Graben. Je mehr man grub, desto dicker wurden die Wurzeln und Astrid fand währenddessen auch noch heraus, dass sie bis zu 3 Meter ins Erdreich ragen und bis zu 30cm am Tag wachsen können. So mussten wir manche Wurzeln mit dem Beil kappen, da man sie einfach nicht ausgraben konnte. Aus den 30g Sprösslingen wurden dann 3 Müllsacke, wobei ein Müllsack aus einer einzelnen ausgegrabenen Wurzel bestand. Am Ende hatten wir wirklich alle größeren und auch kleineren Wurzeln erwischt und waren uns sehr sicher, dass wir die Ausbreitung ordentlich eindämmen konnten, aber das wird man wohl erst nächsten Monat sehen können.

 

Am Montag hatte sich ganz spontan ergeben, dass wir bei einer Pflanzaktion helfen könnten. Es war aber nicht irgendeine Pflanzaktion, denn es sollten 100 Stieleichen als Erweiterung des „Atze Waldes“ auf Stiftungsflächen gepflanzt werden und natürlich würde Atze Schröder höchstpersönlich anwesend sein und wer könnte schon nein zu so einer Gelegenheit sagen? Also packten wir den Hyundai und fuhren zusammen mit Jana und Paulina nach Neversdorf, wo dann zusammen mit OMR und Atze Schröder die Bäumchen in die Erde gebracht wurden. Dabei wurde auch unser Know-how gebraucht, denn wir beiden bauten immerhin die Beachflags auf und pflanzten natürlich auch ein Bäumchen. Nach nicht mal 2 Stunden waren alle 100 Eichen in der Erde und es ging ans Buffet, was noch mal ordentlich geplündert wurde. Dabei blieb natürlich Zeit, noch ein paar Promibilder zu erhaschen und ein bisschen mit den Organisatoren zu schnacken.

 

Am Mittwoch ging es dann endlich mal wieder in das schöne Hartshoper Moor, wo es eigentlich bei unserer Ankunft nach Regen schrie, aber wir tatsächlich ohne einen Tropfen auf der Jacke durch das gesamte Moor stapften. An einer Stelle lohnt es sich immer wieder von der Pegelroute abzukommen und sich eine wunderschöne Feuchtheide Biotopsfläche anzuschauen. Dort stieß ich dann wohl auf den realsten Beweis, dass es Bigfoot geben muss. Auf dem Bild rechts seht ihr seinen Fußabdruck neben meinen Schuhgröße 49-Gummistiefeln. Etwas auf der Hut setzten wir aber die Erkundung fort und schafften es am Ende dann auch ohne paranormale Ereignisse durch das Moor. Da man nach dem Hartshoper Moor meist schon so gegen 12 Uhr in der Stiftung ist, suchten wir noch ein paar Aufgaben zusammen. Dabei fanden wir die perfekte Beschäftigung. Hier in der Stiftung bekommen gerade alle neue Laptops und neue Schreibtisch PC, wo man einfach den Laptop an stöpselt und dann loslegen kann. Diese Umstellung brachte etwas Papiermüll mit sich, der zerkleinert, sortiert und entsorgt werden wollte. Also trugen wir alles in die Garage, trennten Pappe von Plastik und begannen den Zerkleinerungsprozess. Mit ein paar ordentlichen Tritten und Sprüngen gaben selbst die dicksten Kartons nach und so stapelten wir einen netten Berg zusammen. Also einfach eine perfekte und meditative Aufgabe. Mit den Wurzeln vom Staudenknöterich und der Pappe hatten wir eine gute Menge an Müll für den Wertstoffhof, aber ein bisschen Müll musste dann noch mit, immerhin wollten wir nicht doppelt und dreifach fahren. Leider lag der Müll etwa eine Stunde Autofahrt entfernt am Augustenhof. Wenn ihr euch erinnern könnt, haben wir hier vor einigen Wochen Schmalblättriges Greißkraut ausgerissen und das wartete noch auf seine Abholung. Leider verwehrte dort auch eine größere Matschpfütze den Weg mit dem Auto auf die Fläche und so mussten die 7 Säcke über 3 Gatter etwa 2,5 km weit getragen werden. Meine erste Berechnung war 16:00 da sein und 18:30 zurück an der Stiftung. Voller Elan sauste ich also los in Richtung Augustenhof. Dort angekommen, bestätigte sich erneut die Sorge, dass man die Fläche nicht befahren konnte, denn offensichtlich hatte dort selbst ein Traktor seine Probleme gehabt. Flott Gummistiefel an und wie es so schön heißt: „Der Fuß-Bus fährt immer“. In der Dämmerung lief ich noch ein letztes Mal die Fläche ab und vergewisserte mich, dass die Rinderherde mit nicht so freundlichem Bullen wirklich nicht mehr dort ist (zum Glück hatte mir Heike den Tipp gegeben, dass sie nicht mehr dort sein sollten, weil im Dunkeln in eine Kuhherde marschieren, muss nicht sein). Damit ging das Tragen von Gatter zu Gatter auch schon los und ein Glück gibt es Kopfhörer und eine gute Freundin, denn alleine in der kompletten Finsternis durch absolute Nirgendwo zu stapfen ist mir persönlich echt zu spooky. Von Gatter zu Gatter bekamen die Müllsäcke noch nette Namen wie „Dickerchen“ und „Wilson“. Um 18:45 legte ich den letzten Müllsack ins Auto und machte mich dann auch schon auf den Heimweg. Am Ende saß ich dann völlig fertig um 20:15 im Kofferraum des Yetis und genoss mein letztes Brot. Aber ich hatte es geschafft! Dickerchen und Wilson würden die Nacht in der warmen Garage und nicht auf dem kalten Feld erleben. Ein voller Erfolg also :D

 

 

Der Donnerstag war dann mal ganz entspannt. Eigentlich wollten alle „Neuen“ der Stiftung zusammen mit Sandra, dem Vorstandsmitglied der Stiftung in den Landtag, aber leider fiel der Termin passend zum Wetter ins Wasser. Astrid und ich planten spontan um und fuhren ins Große Moor bei Dätgen, wo mir auffiel, dass ich sowohl Jacke als auch Regenhose vergessen hatte. Aber das machte nichts, denn am Ende bekamen wir mal wieder keinen Tropfen ab. So langsam glaube ich, dass unser FÖJ mit gutem Wetter gesegnet wurde, weil so viel Glück kann man eigentlich nicht haben :D

 

Das Gute dann zum Schluss. Am Freitag hatte Jutta uns zum Wasserprobenentnahme ins Königsmoor mitgenommen. Wir verteilten die Aufgaben und legten dann los. Wenige Messungen später waren wir ein eingespieltes Team. Jutta schöpfte das Wasser ab, ich stoppte die Zeit und Astrid maß am Ende ab, wie viel Wasser wir gesammelt hatten. Außerdem nahmen wir 150ml Proben, die wir später direkt auf einem Autobahnrastplatz analysiert bekamen. Dort trafen wir Dominik, der unsere Proben in Berlin analysieren würde. Schon auf dem Rastplatz begannen wir einige Werte wie Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffsättigung mit zwei Sonden zu messen. Das war ein ganz schönes Unterfangen, was uns alle unsere verfügbaren Hände kostete und von außen bestimmt auch etwas nach Breaking Bad aussah. Im Anschluss ging es noch zu einer Baustelle, wo wir mal an einem Tag sehen konnten, wie verschieden die Baufirmen für Moorvernässung arbeiten.

 

Puhh, was das nur für eine Woche voller lustiger Ereignisse war und wenn ihr wüsstet, was uns diese Woche bevorsteht. Aber ihr wisst ja mittlerweile wie es läuft. Macht es nicht gut, machts besser! :D

 

Bis bald,

Euer Ole

46. Kalenderwoche (15. -19. November 2021)

Hui und hallo aus dem windigen Molfsee,

gerade waren wir noch im Dosenmoor zum Messen der Pegelstände und wurden schön durchgepustet, schon sind wir wieder hierher geflogen. So wie das Wetter heute, ist auch diese Woche geradezu verflogen.

Am Montag begann es erstmal gemütlich mit der ersten Winterakademie in diesem Jahr. Diese Vortragsreihe findet immer in den Wintermonaten wöchentlich nach dem Jour Fix statt. Dabei geht es immer um unterschiedlichste Themen, mal von Externen vorgestellt, oft aber auch von Stiftungsmitarbeiter*innen selbst. Diese Woche startete es mit einem Vortrag zu den Klimapunkten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Diese beinhalten die Zielsetzung der Stiftung, 8.000 Hektar Fläche bis 2030 zu vernässen. Der Kollege berichtete den Zwischenstand und die weitere Strategie. Anschließend habe ich noch eine Bestellung von Gebietsflyern mit neuem Stiftungslogo aufgegeben und danach ging es auch schon los ins Stiftungsland nach Winderatt. Dort soll auf einer Wiese neben dem Pomarium Anglicum, einem Apfelbaummuseum, eine Streuobstwiese entstehen. Dafür halfen Ole und ich die Pflanzstandorte für die morgigen Pflanzungen festzustecken. Dabei war wichtig, dass jeweils 15 Meter Platz zwischen den Bäumen bleibt, damit man die Wiese später auch noch gut mähen kann. Mit einigen Helfern, einem Seil mit Markierungen in jeweils 15 Metern Abstand und einem Maßband ging das aber relativ schnell.

Dienstagmorgen fuhr ich dann direkt los zum Stodthagener Wald, wo auch das Kaltenhofer Moor liegt, um mit einer Kollegin dort die Wanderwege einmal abzugehen und Wegsperren zu kontrollieren. Seit Corona erfährt das Naturschutzgebiet nahe Kiel eine wachsende Beliebtheit, was eben aber auch einige Probleme mit sich führt. So haben sich in dem etwas unübersichtlichen Gebiet einige Pfade abseits der drei Hauptwanderwege gebildet, die jetzt seit einiger Zeit mit Wegsperren abgesperrt werden, um die Besucher*innen  auf den Hauptwegen zu lenken. Diese galt es einmal zu kontrollieren auf ihren Zustand hin und ob auch alle richtig beschildert sind. Ich genoss den Spaziergang durch das schöne Gebiet, welches ich dadurch nochmal besser, abseits unserer Pegelmessroute, kennenlernen konnte.

Danach hatte ich noch Zeit und fuhr nochmal nach Winderatt, wo ja an dem Tag die Obstbäume gepflanzt wurden. Bei meiner Ankunft standen auch schon alle Pfähle und fast alle Löcher waren gegraben. Ich wurde sofort eingebunden und dann hieß es Baum auf der richtigen Höhe im Loch platzieren, mit Erde bedecken, Seile zuschneiden, Baum an den Pfeilern anbinden und diese Seile dort nochmal mit Krampen befestigen. Im Team ging die Arbeit gut von der Hand und machte Spaß. Zwischendrin wurden wir noch total nett mit selbstgebackenem Apfelkuchen und Apfelpunsch, wie hätte es auch anders sein können, bewirtschaftet. Nebenbei konnte ich auch noch edle Bekanntschaften schließen: Darf ich vorstellen: Madame Verte und sogar die Gräfin von Paris und ihre 49 anderen veredelten Freunde fanden Platz auf der Wiese.

Mittwoch war dann ein eher ruhiger Bürotag, wo ich ein bisschen in der Garage aufgeräumt und die angekommenen Gebietsflyer einsortiert habe. Ah und dann hat diese Woche, nach einem Vierteljahr Renovieren auch die Waschstraße, wo wir immer mit den Stiftungsautos hinfahren, wieder eröffnet. Da mussten wir natürlich diese Woche auch gleich hinfahren. Gesagt, getan habe ich noch eines der Dienstautos, die es wirklich alle dringend nötig haben, in die Waschstraße gefahren. Als erstes hatte der Hyundai die Ehre.

Am nächsten Tag folgten dann der Mercedes und der Yeti silber, der es wirklich am dringendsten nötig hatte, schließlich sah er von der Farbe schon eher aus wie der Yeti Cappuccino. Vorher sind wir noch den Vormittag im BNUR gewesen, wo wir mit deren ÖFDlern und der FÖJlerin aus dem Heimatbund Schleswig-Holstein eine Besprechung zu dem gemeinsamen Projekt „Blühstreifen macht Schule“ hatten. Das Projekt findet in Kooperation mit der Sparkasse für die dritten Klassen von Grundschulen statt und wir werden dies begleiten und mit durchführen. Ihr werdet sicher zu gegebener Zeit noch mehr von diesem Projekt erfahren.

Heute ging es dann ins Dosenmoor zum Pegelmessen, wo wir uns einmal durchpusten ließen. Dieses Mal konnten wir dort nicht mehr so viel beobachten, einige Dammwildherden haben wir dennoch gesehen, aber die Brunft ist jetzt vorbei und so langsam setzt die Winterruhe ein. Die einzigen Ruhestörer waren dann wohl wir, als uns leider das Lichtlot in einen Graben gefallen ist. Zum Glück konnten wir es wieder aus dem Wasser retten. Aber so ganz hatte es uns das Bad nicht verziehen und nun ertönte beim Kontakt mit Wasser im Pegel nicht mehr das durchdringende Piepen, sondern nur noch ein gequältes Fiepen und Pfeifen. Mit einiger Trocknungszeit wird es sich aber hoffentlich wieder erholen.

So und jetzt fliege ich gleich erschöpft ins Wochenende. Macht’s euch gemütlich, trinkt einen Tee und legt die Beine hoch.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Astrid

45. Kalenderwoche (8. - 12. November 2021)

Ahoi miteinander,

Diese Woche war es ja teilweise ganz schön windig und ähnlich flott flog unsere Woche hinterher.

Der Montag galt erst mal dem Lesen von viel zu vielen Mails, die sich nach gerade mal 5 Tagen Entspannung (auf dem Seminar) angesammelt hatten. Doch damit lässt sich ja kein Montag verbringen. Also sattelten wir den Yeti und fuhren zum Erlebniszentrum Maasholm. Dort trafen wir auf Junia (eine, der FÖJ-ler*innen des Vereins Jordsand), die uns ganz freiwillig an ihrem freien Tag beim Abbauen eines Zaunes helfen wollte. Dabei standen wir recht schnell vor mehreren Fragen. Wir alle konnten nämlich sehen, dass es ein Stromdraht war und wir alle wussten, dass dort Strom drauf sein müsste. Aber ob da Strom drauf war und wenn ja, wie viel(e)? Das blieb auch so lange offen, bis wir das „kleine rote Ding“ fanden, mit dem man messen konnte, ob es wehtut, wenn man ihn anfasst. Worauf das „kleine rote Ding“ gar nichts sagte. Kein Signal ist ja auch ein Signal, also begonnen wir den Zaun aufzurollen. Dabei schnackte man natürlich ordentlich und stellte fest, dass wir alle nicht so supergenau wussten, wer am Ende welche Teile vom Zaun mitnehmen sollte. Trotzdem teilten wir natürlich brüderlich und wurden netterweise noch auf einen Tee eingeladen, bei dem wir uns so dermaßen verschnackten, dass wir es am Abend gar nicht mehr schafften zu tanken. Oh weiha… ein Auto mit halbem Tank auf dem Stiftungsparkplatz… Das sollte es nicht geben.

Also hämmerte es mich am Dienstagmorgen extra früh aus dem Bett, sodass ich es gerade so noch schaffte, den Wagen zu tanken, bevor er um 8 von Kollegen mitgenommen wurde. Etwas übermüdet war es perfekt, dass Paulina (die neue Eventmanagerin der Stiftung), sich unsere FÖJ Aufgaben mal genauer anschauen wollte. Da fiel das Ablesen der Pegel im Kaltenhofer Moor doch etwas leichter aus und natürlich wurde aus rein wissenschaftlichen Zwecken das ein oder andere Mal auf einigen Schwingflächen rumgehüpft. Wie immer verlief der Rest der Tour quasi ohne Zwischenfälle. Nur ein Pegel hatte sich zwischen den Sturmschäden so gut versteckt, dass wir echt eine Weile gegrübelt hatten, bis er letztendlich vor unseren Füßen lag. Nach der Tour war sogar noch genug Zeit, endlich mal ein weiteres lang aufgeschobenes Projekt anzugehen. Das dreckige Pavillondach wollte seit Wochen gereinigt werden und nun war es an der Zeit. Das ausgebreitete Dach lockte natürlich Kolleg*innen aus ihren Büros, die sich an dem Geschrubbe den einen oder anderen Spruch nicht verkneifen konnten. Als wir aber den Gartenschlauch holten, wurde es erstaunlich ruhig und es wurde sich wieder ins eigene Büro verkrümelt. Das Vorher- und Nachher Bild könnt ihr rechts sehen. Wie man sieht, sieht man nix, aber ich gebe euch mein Ehrenwort, das es in echt viel besser aussieht.;)

Der Mittwoch, was soll ich hier nur sagen… Ein lange erwarteter Termin am Mittwoch und Donnerstag wurde leider sehr spontan abgesagt. Damit saßen wir irgendwie ein wenig auf dem Trockenen. Wir machten das Beste draus und zählten Flyer, räumten in der Garage rum und gingen dann letztendlich auch mal früher nach Haus.

Am Donnerstag ging es dann doch noch raus. Astrid hatte Heike noch an den Wickel bekommen und sie nahm uns netterweise mit. Wir wollten eh im Augustenhof noch Schmalblättriges Greiskraut (SKK) ausreißen. Zum Glück wusste Heike genau, wo wir nach der invasiven Art suchen mussten, sodass wir nicht die 45 Hektar ablaufen mussten. Das wäre echt viel gewesen, um euch das zu visualisieren hier mal in Galileo Einheiten. Es wären 45 Fußballfelder, 257.142,86 Badewannen oder auch exakt 15.000 Schulbusse gewesen, die wir per Fuß hätten ablaufen müssen. Gezielt steuerten wir also eine etwa 1,5 Hektar oder 500 Schulbusse große Fläche an, auf der wir dann mit dem Rupfen begonnen. Nach gerade mal 2 Stunden und etwa 6 Müllsäcken, die randvoll mit diesem Neophyten waren, hatten wir es geschafft. Zur Belohnung lud uns Heike zum Kaffee trinken ein und wer kann da schon Nein sagen. Danach fuhren wir noch einige Flächen kontrollieren. Darunter eine wirklich schöne Pferdeweide mit 2 sehr niedlichen und noch echt wilden Koniks, die erst noch lernen mussten, dass wir nicht dort waren, um mit ihnen zu spielen. Trotzdem tobten die zwei ordentlich durch die Gegend und ließen sich schlussendlich auch über den Zaun hinter den Ohren kraulen. Auch fiel mir den ganzen Tag eine unangenehme Menge an Fasanen auf, die sich auf den Feldern tummelten. Mit Blick auf den folgenden Tag bahnte sich scheinbar Böses an.

Denn am Freitag sollte es wieder ins Königsmoor gehen, wo wieder eine ordentlich Menge an Pegeln und Überraschungen wartete. Aber beginnen wir mal von vorne. Ich wurde fast das erste Mal richtig nass auf einer Tour. Denn vor dem einen Pegel fand ich etwas unwissend ein Moorloch und verschwand kurzer Hand mal bis zum Knie im Rasen. Ein Glück hatte es geregnet und ich daher eine Regenhose an, die an den Schuhen so eng war, dass sie quasi wie eine Wathose kein Wasser in den Schuh ließ. Sowieso ein guter Tipp, was Regenhosen angeht. Zieht euch die Regenhosen immer über die Gummistiefel, so läuft euch das Wasser von der Regenhose nicht in die Schuhe und in solchen Fällen wie dort behaltet ihr trockene Füße ;). Erst Richtung Ende bekam ich dann meine monatliche Dosis Herzkasper. Erst eschreckte mich eine kleine Bekassine, die sich eher spontan entschied, unter meinem Fuß reiß aus zu nehmen. Direkt drauf stolperten wir fast Wort wörtlich über ein gerissenes Reh. Mein Laienwissen sagte direkt Wolf, also ließ ich ein paar Kontakte spielen, dass sich jemand das noch sehr frische Reh angucken konnte. Leider war es dann doch zu alt und es wurden keine Proben genommen. Zum schönen Abschluss ging es dann noch mal entlang der riesigen Baustelle, wo man wie immer ordentlich staunen konnte.

 

Und wieder  zieht eine weitere total interessante und teilweise erschreckende Woche ins Land.

Damit auch schon wieder tschüssikowski und bis in zwei Wochen!

Euer Ole

 

44. Kalenderwoche (01. -05. November 2021)

Guten Morgen alle miteinander,

habt ihr gut geschlafen? Ich leider noch nicht genug und bin daher noch etwas müde. Am Wochenende habe ich es leider nicht ganz geschafft habe, den fehlenden Schlaf aus der Seminarwoche nachzuholen, womit wir auch direkt beim Thema wären:

Letzte Woche waren wir auf unserem zweiten Seminar in der Klöndeel in Loopstedt, diesmal war auch keiner krank und wir konnten alle da sein und uns kennenlernen.

Die Lage des Seminarhauses war richtig toll: direkt am Haddebyer-Noor. Es gab sogar einige Kanadier in der Klöndeel, sodass wir in einer sonnigen Mittagspause einmal auf das Noor herauspaddeln konnten.

Das Thema der Woche, die ein Teil unserer Seminargruppe erstmals selbst geplant und durchgeführt hat, war Natur- und Artenschutz. Die Woche war sehr abwechslungsreich gestaltet mit einer guten Mischung aus Praxis und Theorie. Wir haben zum Beispiel etwas über die Ursachen und Folgen des Artensterbens gelernt, Insektenhotels und Nisthilfen gebaut, hatten Expertenbesuch und vieles mehr. Habt ihr zum Beispiel schon mal von der Strandwegerichgallrüsselkäferschlupfwespe gehört? Nein? Davon hat uns der Experte am Donnerstagabend erzählt, ein interessantes Tier mit wirklich sehr langem Namen.

Ein Highlight war der 25. Naturschutztag in Schleswig-Holstein, zu dem wir nach Neumünster gefahren sind. Der Tag drehte sich um die Biodiversitätsstrategie des Landes und passte somit perfekt zu unserem Thema im Seminar. Also standen wir morgens um 6 Uhr auf der Matte, um mit Bus und Bahn nach Neumünster zu fahren. Dort angekommen war ich erstmal etwas überwältigt von den vielen Menschen, was man durch Corona nicht mehr so gewohnt ist. Wir lauschten an dem Tag vielen Reden, unter anderem von unserem Ministerpräsidenten Daniel Günther und Jan-Philipp Albrecht, dem Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein war aber auch in einem 4 Minuten Statement vertreten, sowie auch ein paar andere Einsatzstellen von anderen FÖJler*innen. Dieses Format fand ich besonders spannend, da man die verschiedenen Akteur*innen von Schleswig-Holstein mit ihren Tätigkeiten und Ansichten kennenlernen konnte. Dann gab es noch viele Stände in der Messehalle, bei denen man sich informieren konnte. Bei einem konnte man zum Beispiel Apfelbäume an einem Glücksrad gewinnen. Das habe ich natürlich auch gleich probiert, hatte aber leider keinen Erfolg oder auch zum Glück, denn der Transport hätte sich sicher als schwierig erwiesen. Natürlich gab es auch eine super vegetarische Verpflegung an dem Tag, weshalb sich allein deswegen der Besuch des Naturschutztages gelohnt hat. Auch das Essen auf dem Seminar war super lecker und ich war eigentlich durchgehend satt. Das zählt auf jeden Fall immer zu meinen persönlichen Highlights auf dem Seminar.

Und ehe man sich gerade richtig eingelebt hatte, war auch schon Donnerstagabend, den wir mit einem schönen Lagerfeuer mit Gitarrenspiel und Gesang ausklingen ließen. Am Freitag folgten dann noch ein paar wenige Programmpunkte und dann startete die große Putzparty.

Ich freue mich auf jeden Fall auf das nächste Seminar und bin ganz gespannt, was wir dort so machen werden.

Bis bald,

Astrid

43. Kalenderwoche (25. - 29. Oktober 2021)

Mahlzeit miteinander,

diese Woche ging es, wie eigentlich jede Woche, nochmal ordentlich viel hinaus. Die letzten Sonnenstunden des Jahres wollten immerhin genutzt werden.

Dafür ging es am Montag direkt los auf eine Wiedervernässungsfläche in Sarzbüttel. Hier durfte ich bei der Planung für die richtigen Wiedervernässungsmaßnahmen dabei sein und wir gingen die gesamte Fläche einmal ab. Ich lernte so Einiges über ordentliche Entwässerung (damals, als die Fläche noch landwirtschaftlich genutzt wurde) und eine Menge über die richtige Wiedervernässung (jetzt durch die Stiftung). Hier die richtige Balance zwischen Stauung, damit es im Herbst und Winter ein Feuchtwiesenvögel-Paradies wird, und Entwässerung, damit die Kühe die Vegetation kleinhalten, zu finden, ist echt schwer zu erreichen. Außerdem suchten wir die ganze Fläche nach alten Drainage-Rohren ab oder ließen stellenweise den Bagger schon mal nachschauen, ob wir richtig lagen. Zum netten Abschluss durfte ich noch Spätblühende Traubenkirschen (eine invasive Baumart) mit Försterspray markieren und da kamen auch unerwartete Kunst-Flashbacks bei mir hoch. Im Anschluss fuhren wir nach Burg an die Burger Au. Dort waren die Maßnahmen einer Wiedervernässung schon wesentlich fortgeschrittener und zwar so weit, dass wir ordentlich aufpassen mussten, nicht in eine Grüppe zu fallen. Eine Grüppe ist ein Entwässerungsgraben, der innerhalb einer Fläche verläuft und dann über ein Drainage-Rohr in den umliegenden Feldgraben entwässert. Wenn man die Rohre nun kaputt macht, staut sich die Fläche natürlicherweise auf, dabei kann so eine Grüppe echt tief werden, was man gut sehen konnte, als Jan mit einem Bein bis zum Knie verschwand. Auch eine Mähraupe war auf der Fläche bereits versunken und konnte nur mit Hilfe des Schwimmbaggers, der auf der Fläche die Grüppendämme baut, gerettet werden. Ich kam zum Glück trockenen Fußes von der Fläche. Noch ein Käffchen und Kuchen, auf das Jan mich netterweise einlud, und dieser mal wieder total interessante Tag nahm sein Ende.

Dienstag machte erstmal einen ruhigen Eindruck fürs Pegelmessen im Dosenmoor. Das Wetter war sehr schön sonnig, ABER mal wieder sollte es anders kommen. Bei einem Pegel fiel uns ein seltsames Grunzen auf. Meine erste Intuition war „Wildschweine“, also schlich ich mich langsam in Richtung des Geräusches, das derweil den Ton wechselte und nun gar nicht mehr nach Wildschwein klang. Aus dem Grunzen wurde ein Röhren und ich traute meinen Augen nicht: 200 Meter von unserem Ziel-Pegel entfernt standen sie und röhrten. Eine riesige Herde Dammwild zeigte sich im Birkenwald. Man konnte mindestens 4 Hirsche hören und in der Ferne knallten auch schon die ersten Geweihe aufeinander. Langsam schlichen wir uns näher an eine der Weibchen-Gruppen, die von einem doch recht stattlichen Hirsch bewacht wurde. Der federnde Torfboden und der Gegenwind verrieten einen schon mal nicht, aber selbst das Umknicken vom Pfeifengras erntete mehrere Blicke und Warnrufe der Weibchen. Als wir etwa 50 Meter näher dran war, fand ich eine perfekt gegabelte Birke, hinter der ich mich verstecken und mein Fernglas ausrichten konnte. Von hier hatte man wortwörtlich den besten Einblick in die Brunft der Dammhirsche. Die Gruppendynamiken, das Verteidigen der eigenen Herde, das stolze Umhertragen der Geweihe und natürlich das Röhren der Männchen; alles war wunderbar zu sehen. Ich war tief beeindruckt. Ich probierte auch noch an anderen Stellen unserer Tour, doch noch einen richtigen Kampf zu erspähen, aber wurde leider nicht mehr fündig. Allerdings konnten wir noch einen Hirsch beobachten, der sich ein schneeweißes Weibchen erkämpft hatte und ihr nicht mehr von der Seite wich. Eine Szene, die man leider so gar nicht durch die Handykamera festhalten konnte. Der Rest der Tour war dagegen eher ruhig. Aber die gesehenen Ereignisse haben gereicht, dass ich für den Rest des Tages nur noch am Lächeln war. :D

Am Mittwoch war ich mit Jutta und Merle auf verschiedenen Flächen unterwegs. Auch hier kam wieder das „Grüppen-Thema“ auf und ich erweiterte nochmal das Wissen des Montags. Ebenfalls fuhren wir nochmal ins Königsmoor zu meiner Lieblingsbaustelle, wo mittlerweile schon wieder sooooo viel passiert ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie verrückt schnell sich dort alles verändert hat. Dabei schauten wir natürlich nochmal nach dem „lustigen Loch“, einem ehemaligen Jäger Teich, der voller Torfmoose ist und auch in der Planung besonders berücksichtigt werden musste, da sein Wall ein Teil des Außenwalles der neuen Königsmoor Polder wird. Um den Tag perfekt abzurunden, fuhren wir auf eine wunderbar gepflegte Feuchtwiesenfläche, wo ein perfektes Zusammenspiel aus angestauten Gräben, guter Beweidung und gutem Stau-Management für 1A-Flächen für Kiebitze und Bekassinen sorgt. Es wimmelte dort nur so von den beiden Vogelarten, aber auch viele Gänse und Reiher erfreuten sich. Zurück an der Stiftung schnappte ich mir den Torfbohrer, Moorpegel und einen Spaten und fuhr noch einmal ins Dosenmoor. Hier war ein Pegel zu Beginn unserer Zeit bei der Stiftung gebrochen und musste ersetzt werden. Ich probierte den unteren Rest des Rohres zu bergen, scheiterte aber leider an den hohen Wasserständen und musste so also ein kleines Loch neben dem alten Pegel bohren, um ihn einsetzen zu können. Das klappte gut bis ich in etwa einem Meter Tiefe auf eine verdichtete Lehm- oder Tonschicht gestoßen bin. Da war dann Schicht im Schacht mit Bohren. Nun ragt der gute Kollege ein ganz schönes Stück aus dem Boden, was aber bei den Wasserständen an der Stelle nicht so schlimm ist. Praktischerweise wusch ich die Geräte noch in der anliegenden Dosenbek, da war der Dreck schnell weg und ich auf dem Heimweg.

Am Donnerstag nahm ich mir mal frei und genoss das Wetter außerhalb der Stiftung.

Der Freitag wurde dann ganz entspannt mit der Pegelmessung im Hartshoper Moor abgeklappert. Hier herrschte eine Totenstille, die echt entspannte. Also richtete ich den Blick nach unten und schaute nach Torfmoosen. Die sind nämlich super: sie laufen nicht weg und sind dabei noch echt fotogen. Auch die Kontrolle eines Staudammes steht auf dem Plan für die Hartshoper Moor-Tour. Nachdem ich dann durch das Herumrobben auf dem nassen Steg etwas zu nass fürs Auto war, schauten Astrid und ich uns noch eine aus EU-Mitteln finanzierte Fläche an, die wirklich beste Bedingungen für die Bildung von Torfmoosen hat, aber wohl noch nicht allzu lange vernässt wird. Ich sitze dann jetzt noch ein bisschen im Büro und schreibe den Blog fertig. Gerade die Bild-Auswahl wird diese Woche besonders schwierig. Es sind einfach zu viele schöne Momente dabei gewesen.

Damit geht eine weitere total schöne Woche voller Außendient vorbei. Nächste Woche erzählt euch Astrid dann von ihrem zweiten und meinem ersten Seminar.

Ich hoffe, ihr habt ein fantastisches Wochenende und passt auf, wo ihr hintretet... Grüppen lauern überall.

 

Bis bald,

Euer Ole

42. Kalenderwoche (18. -22. Oktober 2021)

Guten Morgen ihr Lieben,

irgendwie bekomme ich für den Blog immer die „bürolastigeren“ Wochen ab. Da gibt es leider nicht immer so viel zu berichten, aber ich versuche das Beste daraus zu machen und hoffe, dass ich euch auch interessante Einblicke aus dem Büroalltag geben kann.

Mit der Suche nach spannenden Außenterminen kann man viele Stunden in den Kalendern der Kollegen zubringen, welche man dann anspricht oder anschreibt. So war es auch am Montag. Leider war ich da am Anfang des Tages wenig erfolgreich. Also widmete ich mich erstmal einem Ordner mit Pachtverträgen. Ein Kollege hatte mich letzte Woche angesprochen, dass wenn ich Lust und Zeit habe, ich mir immer mal einen Ordner mit Pachtverträgen vornehmen kann. Dort gucke ich dann die Verträge durch und überprüfe, ob diese noch aktuell sind. Manchmal findet man dort aber auch noch interessante andere Dinge, die dann aussortiert werden können.

Dann hatten wir noch unsere letzte Besprechung vor dem Dosenmoor-Geburtstag am Sonntag, bei der wir zum Beispiel unsere Packliste besprochen haben.

Um den Tag abzurunden, war ich dann doch noch erfolgreich bei den Außenterminen und habe etwas für den Mittwoch gefunden.

Am Dienstag habe ich mir mal die Kiste mit den Sachen zum Pegelmessen vorgenommen und etwas sortiert und vom Dreck befreit. Außerdem bin ich dann einmal die Bestände der Flyer in der Garage durchgegangen, um zu schauen, ob wir von allem noch genug da haben. Vor der Mittagspause habe ich dann noch einer Redaktionssitzung von der Medien- und Kommunikationsabteilung beigewohnt, in der es darum ging, was für Veranstaltungen und Social Media-Beiträge in nächster Zeit anstehen. Anschließend ging es mit ein paar Ordnern mit Pachtverträgen weiter.

Nach viel getaner Büroarbeit bin ich am Mittwoch mit Aiko und Gideon zu einer Mahd gefahren. Die Fläche dort weist viele besondere Arten, wie zum Beispiel verschiedene Orchideen, auf. Hinzu kommt, dass die Orchideenwiese recht feucht ist. Daher wird die Mahd möglichst schonend mit einem Prielmeier (siehe Foto) durchgeführt. Ein beeindruckendes Gerät, was wohl auch gerne auf steilen Berghängen zum Einsatz kommt. Anschließend wird das Mahdgut mit dem Schwader zu Schwaden, also so Reihen, zusammengefasst. Am nächsten Tag geht dann darüber eine Pressraupe, die aus dem Mahdgut dann Ballen formt.

Dabei war auch ein Mitglied des Vereins Unabhängiges Kuratorium Landschaft Schleswig-Holstein. Er konnte Gideon und mir nochmal besonders viel zu der Geschichte der Fläche erzählen, was besonders interessant war. Zu mal er dann von früher erzählte, wo er noch mitgeholfen hatte per Hand zum Beispiel Erlen und Weiden von der Fläche zu entfernen. So war früher doch alles sehr viel beschwerlicher und sie haben auch mit der Sense und dem Freischneider die Fläche gemäht. Anschließend musste die Mahd dann natürlich auch noch auf Planen von der Wiese getragen werden. Welch Glück, dass es heute die moderne Technik gibt und wir morgen nicht noch die Mahd aufwendig zusammenrechen und abtransportieren müssen.

Der Donnerstag begann sehr regnerisch und ich war ganz froh, den Tag im trockenen und warmen Büro verbringen zu können. Die meiste Zeit am Vormittag habe ich mit Emails lesen/schreiben und beantworten verbracht. Eigentlich wollten wir auch einmal mit der neuen Mitarbeiterin Paulina in der Medien- und Kommunikationsabteilung alles Standequipment aufbauen und dabei sollten wir auch noch gezeigt bekommen, wie man die neue Messewand aufbaut. Dieser Termin fiel aber  leider wortwörtlich  ins Wasser. Ansonsten habe ich wie immer mal noch einen Ordner mit Pachtverträgen durchsortiert. Dann kam etwas Verwirrung an dem Tag auf, als Ole und ich beide feststellten, dass wir eine Anmeldebestätigung für den 25. Naturschutztag in Schleswig-Holstein per Mail bekommen hatten. Dabei hatten wir uns beide nicht aktiv über die Stiftung angemeldet und nach einer Suche konnte auch keine Anmeldung von uns beiden bei einer Kollegin gefunden werden. Inzwischen hat sich das gelöst und sich herausgestellt, dass wir in zwei Wochen beim Seminar zum Naturschutztag fahren.

Am Sonntag war dann schließlich die 40. Geburtstagsfeier vom Dosenmoor. Bei schönstem Sonnenschein kamen zum Glück einige Spaziergänger und Wanderer vorbei, manche von ihnen hatten sogar davon in der Zeitung gelesen. Wir hatten zuvor ein paar Buchstaben links und rechts des Weges aufgehängt, sodass die Besucher die Augen offen halten sollten, um das Lösungswort zu finden. Daran hatten vor allem die Kinder Spaß. Das Wort lautete Torfmosaikjungfer, was eine Libellenart ist, die auch im Dosenmoor vorkommt. Leider war das Wort wohl doch etwas schwierig gewählt, sodass kaum jemand das Wort komplett hatte, aber manche waren schon echt dicht dran. Ansonsten hatten wir noch mehrere Stände aufgebaut. Merle und ich haben vorne den Empfang der Besucher gemacht und hatten dazu noch ein kleines CO2-Quiz. Hinten am Bohlenweg hatten wir dann noch einen Stand zu Torfmoosen, der NABU hatte einen Stand zu geschichtlichen Hintergründen des Dosenmoors und Ole hatte einen Stand zu den Tieren im Moor. Dazu hatte er ein kleines Quiz vorbereitet, wo man die Tiernamen den Bildern der Tiere zuordnen muss. Alles in allem war der Tag sehr gelungen und wir konnten bei einigen Spaziergängern Interesse wecken. So ergaben sich nette Gespräche mit interessierten Leuten.

Bis zum nächsten Mal,

Astrid

41. Kalenderwoche (11. - 15. Oktober 2021)

Ein Hallöchen in die Runde,

Nach dem Urlaub wollte man direkt wieder ordentlich in den Naturschutz einsteigen und was ist da bitte besser,  als eine 6-Tage-Woche voller Standdienst, Moor, Torf und Beweidung? :D

Also beginnen wir mit Sonntag. Da standen Anna und ich - vor allen Wetterlagen geschützt - auf dem verkaufsoffenen Sonntag bei IKEA. Dafür hatte ich vor 2 Wochen schon einige Kilo leckerste „Elster“  Äpfel organsiert, die wir dann am Stand verteilen konnten. Nach einer eigenen Testproben meinerseits (sie waren wirklich lecker)  konnte es dann losgehen. Es war tatsächlich dann doch eher ein mäßig besuchter verkaufsoffener Sonntag (zumindest für IKEA Verhältnisse). Dennoch hatten wir einige sehr nette Gespräche und konnten einige Äpfel verteilen. Am Ende hatten wir doch noch ein paar Äpfel übrig, die dann am Montag sehr flott in der Stiftung verteilt wurden.

Am Montag probierte ich so gut wie möglich durch die ganzen E-Mails zu verstehen, was ich in der letzten Woche verpasst hatte. Dann noch flott das Standequipment wieder an seinen rechtmäßigen Platz bringen. Schnell ins Büro geflitzt und da ging dann das große Geplane los. Das Wetter sollte sich nochmal von seiner richtig schönen Seite zeigen, also am Besten nochmal ganz viel draußen sein. Nebenbei plante ich noch meine Automatikfahrstunde, denn ich hatte in meinem Urlaub mein Führerschein (nach langem Warten) bestanden. Außerdem erfuhr ich im Jour Fixe, dass es doch nochmal ein paar Bewerbung für den Job als Werkstudent*in im Bereich Grafikdesign gab. Wenn ihr euch noch erinnern könnt, habe ich dafür vor einigen Wochen ein paar Cafés angesteuert und ein bisschen Werbung für die Stelle verteilt. Ich bin sehr gespannt, ob einige von Ihnen durch die verteilten Zettel auf die Stiftung aufmerksam geworden sind.

Der Dienstag war mal wieder Pegelmesstag im Königsmoor. Das dritte Mal geht es jetzt in das große Moor mit riesigen Poldern. Durch mehrere Schauer auf dem Weg zum Moor erwartete ich eigentlich einen echt tierisch ruhigen Tag, aber ich sollte schnell vom Gegenteil überzeugt werden. Was dagegen nicht so ruhig war, war das Lichtlot in meiner Regenjackentasche, denn es piepste nach einer halben Stunde wie verrückt los. Meine Jackentaschen waren scheinbar doch nicht so wasserdicht wie ich dachte. Das sollte einen aber natürlich nicht davon abhalten, auf den vielen Pfaden die Pegel anzusteuern. In den hohen Binsen erkennt man selbst einen Monat nach der letzten Messung die eigenen Spuren wieder. Das behaupte ich zumindest immer, bis man dann doch in einem ehemaligen Wildschweinschlafplatz landet, da sie fast exakt gleichaussehende  Pfade hinterlassen.    

Auf etwa der Hälfte der Königsmoor-Runde hatte mich im letzten Monat ein Fasan höllisch erschreckt. Diesen Monat war ich deshalb stets auf der Hut, um ihn das nächste Mal zu erschrecken. Womit ich nicht gerechnet hatte, war, dass er mich 500 Meter von seinem letzten Streich mit seiner Frau auf die Lauer legte und es mir gleich doppelt heimzahlt. Der kurze Schreck wurde mit etwas Lachen und Geschimpfe schnell verdaut und aus dem Nichts kam dann ein riesiger Schwarm bestehend aus Grau- und Kanadagänse über unsere Köpfe geflogen. Aus mehreren Richtungen vereinten sich kleinere Schwärme zu einem Großen. Als wäre das noch nicht faszinierend genug gewesen, bremsten sie und landeten nicht unweit von den ersten Pegeln des Tages. Ein wirklich schönes Spektakel, das ich perfekt durch mein Fernglas beobachten konnte. Danach machte ich mich auch noch auf die Suche nach einem „unerreichbaren“ oder auch „verschollenen“ Pegel, der aufgrund der Wiedervernässung innerhalb des Polders nicht mehr messbar war. Über einen zugewachsenen Damm folgte ich wieder einer Wildschweinschneise und stand dann quasi 20 Meter vor dem ehemaligen Pegel. Nur der Schwingrasen (über freiem Wasser schwimmende Gras-/Moosfläche auf der man definitiv nicht stehen kann) von einem Stückchen FÖJ Geschichte. Es sollte aber weiterhin interessant bleiben. Denn innerhalb des letzten  Monats kamen neue Polder hinzu. Ich persönlich bin immer völlig überwältigt, wenn ich einen neuangelegten Polder sehe. Sich vorzustellen, dass es an anderen Stellen des Königsmoores auch mal so ausgesehen hat, ist selbst mit Blick auf den Rohzustand einfach unvorstellbar. Ich zu mindestens machte also noch eine kleine Tour auf dem Damm des neuen Polders und setzte die ersten menschlichen Fußspuren in den Matsch. Ich kann euch sagen… Es waren viele kleine und matschige Schritte für mich, aber ein riesiger Schritt für das Königsmoor.

Womit ich nicht gerechnet habe ist, dass ich so schnell wieder in den Genuss des Königsmoores komme, ABER ich hatte nach der Pegelmesstour gerade noch Jutta erwischt und sie gefragt, ob ich sie auf die Baustelle eines weiteren Polders begleiten kann. Nach dem Packen des Autos ging es dann morgens flott los in Richtung des Moores und ehe ich mich versah, standen wir beide zwischen 4 Baggern, die gerade alle Arbeitsschritte des Polders- und Dammbaues zeigten. Eine wirklich einmalige Gelegenheit alles vom Anschaffen der Dammmasse, zu Einziehen der Rückhaltefolien bis hin zum Freischneiden der Birken. Ich kam ehrlich gesagt nicht aus dem Staunen heraus und war hin und weg begeistert. Jutta erzählte mir noch total viel von der Planung und als noch eher Außenstehender muss ich sagen, dass man die Menge an Konzepten und Ideen völlig unterschätzt wird, die in so eine Planung fließen. Wir schauten uns auch die Dämme an, die die ehemaligen Gräben dann zum Stauen bringen, wie dick sie sein müssen und wie man das Wasser später durch das Moor leitet. Ein wirklich einmaliges super spannendes und wirklich schönes Erlebnis. Ganz spontan ging es nach diesem Termin dann noch ins Tielener Moor, wo wir 3 Moorpegel maßen, um noch den tiefsten Wert dieses Jahres zu erwischen (Diese Pegel werden nur 2 Mal im Jahr gemessen. Ein Mal am tiefsten und am höchsten Wasserstand). Hier bot sich eine völlig andere Moorlandschaft auf, die auch super interessant war, aber wohl in diesem sehr langen Blog keinen Platz mehr findet . Danach ging es noch auf eine weitere Fläche, über die ich leider erstmal meine Finger versiegelt halten muss, aber sobald ich euch mehr erzählen kann, tue ich das natürlich ;)

Donnerstag klingelte mich mein Wecker um kurz vor 6 aus dem Bett, denn der Naturschutz schläft nie und wer mit Heike raus will, ist am Besten pünktlich. Es ging als erstes für eine Planungsabsprache auf eine Fläche in Wasbuck, die ihr vielleicht noch kennt. Die damals noch „kahle“ Fläche wurde seitdem eingesät und es kämpfen sich die ersten Kräuter und Gräser des Regio-Saatgutes durch die Erddecke (s.Bild 6 und Blog KW.34). Im Anschluss ging es dann zu einer Flächenbegehung nach Curau. Dort trafen wir uns mit Mitarbeiter*innen des LLURs und schauten uns die Flächen an. Dabei kam ich mit einem ehemaligen ÖBFD‘ler ins Gespräch und er erzählte ordentlich was aus seiner Zeit als Freiwilliger. Dabei sorgte seine 1,5 Jahre alte Jagdhündin für eine Menge Unterhaltung. Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Stopp bei Heikes Bäckerei des Vertrauens, die echt verdammt guten Kaffee machen, guckten uns weitere Flächen an und ich lernte so einiges über Beweidung und Beweidungsarten. Ein echt spannendes Thema, dass eigentlich auch viel zu kurz kommt.

Die lange Woche und dieser echt lange Blog neigten sich gegen Freitag dem Ende zu. Es ging zum entspannten Abschluss ins Große Moor bei Dätgen zum Pegel messen. Hier hatte sich durch die Regenfälle auch ordentlich was getan. Viele kleinere Pfützen sind stark gewachsen und es gab überall Torf in verschiedensten Stadien zu beobachten. Ich bog also immer links und rechts ab und guckte mir diese neuerschlossenen  Torfansiedlungen an. Wirklich faszinierend in einer Woche Torf in so verschiedenen Ausführungen zu sehen. Meine kleine Halbinsel, von der ich sonst immer wunderbar Vögel beobachten konnte, ist leider auch durch eine Überschwemmung nicht mehr erreichbar. Die Gänse freute das, denn nicht nur Meine, sondern auch viele andere Halbinseln wurden so zu Inseln und damit ein idealer gefahrenloser Rastplatz für Gänse, die tiefenentspannt ihre Hälse im Fiederkleid versteckten und sich nicht durch unsere Tour aus der Ruhe bringen ließen. Zum Ende hin reiste dann erneut eine Bunte Blattwanze auf mir (diesmal auf dem Bauch) „per Anhalter durch das Stiftungsland (Großes Moor – Edition)“ und flog nach unserem letzten Pegel des Tages wie wir in den wohlverdienten Feierabend.

Eigentlich hätte jeder Tag sein eigener Blog sein können und ich sitze hier am Montag und kürze immer noch vorne und hinten spannende Geschichten. Ich möchte euch auch wirklich nichts vorenthalten, da ich weiß, dass man sich langsam mal für ein FÖJ umschaut und bestimmt diesem Blog nicht fernbleibt.

 

Ich hoffe ich habe euch diese Woche gut unterhalten und ihr schaut die nächsten Wochen wieder rein. ;)

 

Macht es nicht gut …. macht es besser(!) und bis in zwei Wochen.

Euer Ole

40. Kalenderwoche (04. -08. Oktober 2021)

Hallöchen miteinander,

ich freue mich, dass es mal wieder einen Blog-Eintrag von mir gibt. Diese Woche ist Ole im Urlaub und ich halte alleine die Stellung in der Stiftung.

Diese Woche war ich viel im Büro, deshalb dachte ich mir, teile ich mal den Ausblick ins Grüne durch die vielen Fenster. Den Montag und Dienstag habe ich mit vielen kleinen Aufgaben verbracht, wie zum Beispiel mit einer Recherche für einen neuen Händetrockner für die Stiftung, Autotaschen kontrollieren, Termine zum Pegelmessen im November planen und und und …

Ein bisschen ging es am Montag aber doch raus: Ich bin mit den beiden Azubis Sophia und Merle ins Dosenmoor gefahren, um die kommende Veranstaltung anlässlich des 40. Geburtstags des Dosenmoors weiter aus zu planen. Wir haben den Weg ausgekundschaftet und wissen jetzt wo die Stände stehen werden. Später am Tag habe ich den beiden noch weiter geholfen mit der Herbstdeko. Dazu haben wir mit Schablonen ganz viele Blätter aufgezeichnet und diese ausgeschnitten. Das Ganze hat ein bisschen ans Basteln in der Grundschule oder im Kindergarten erinnert, war aber sehr entspannend und hat Spaß gemacht.

Am Dienstag ging es dann auch nochmal weiter mit der Planung zu der Veranstaltung im Dosenmoor. Merle und ich haben Ideen gesammelt und nochmal viel recherchiert, unser Thema am Stand sind nämlich die Torfmoose. Wusstet ihr schon, dass Torfmoose gleichzeitig tot und lebendig sind? Dies und viel mehr kann man dann bei unseren Ständen erfahren.

Mittwoch ging es dann zum Glück raus ins Reppelmoor. Und zwar gibt es dort eine Stelle, wo leider Gartenabfälle abgeladen wurden. In Folge dessen hatte es sich dort schon der Japanische Staudenknöterich bequem gemacht und fing an sich auszubreiten. Dagegen gingen wir auf unserem ersten FÖJ-Seminar vom Koppelsberg mit unser geballten Kraft und Motivation an und entfernten den gesamten Knöterich. Diese Stelle werden Ole und ich jetzt regelmäßig kontrollieren, um neue Sprösslinge direkt wieder zu entfernen. Gesagt getan, also entfernte ich den Knöterich so gut es ging und konnte dabei auch nochmal zwei größere Wurzelstücke ausgraben. Dabei genoss ich noch den wunderschönen Anblick des Moores, in dem keine Menschenseele zu sehen ist und das eine unendliche Ruhe ausstrahlt: Man hört nur den Wind, ab und zu mal eine Kuh von den umliegenden Weide  und ein paar Vögel. Anschließend ging es noch zur ABK in Kiel, wo wir wohl langsam Stammkunden werden, um den Japanischen Knöterich im Gegensatz zu den Gartenbesitzern, direkt richtig zu entsorgen.

Den Donnerstag verbrachte ich wieder im Büro und habe viele Texte verfasst. So habe ich einen zuvor von mir geschriebenen Entwurf für einen Instagram-Beitrag nochmal überarbeitet. Außerdem habe ich angefangen, diesen Blog-Eintrag zu verfassen. Nach einer Besprechung für die morgige Pflanz- und Zaunbauaktion haben wir sogleich dafür noch das Auto beladen.

Am Freitag ging es dann sehr früh, um 6:45 Uhr, los nach Kasseedorf für mehrere Auspflanzungen. Netterweise hat mich der Kollege von zu Hause abgeholt, damit ich mir den Weg zur Stiftung sparen kann und etwas länger schlafen kann. Die Belohnung für das frühe Aufstehen war dann der wunderschöne Morgennebel mit dem Sonnenaufgang, da lohnt sich das Ganze wirklich. Auf der Fläche in Schönwalde-Rabensberg, wo wir zuvor auch schon mitgeholfen hatten, auszusähen, wurden nun auch noch Sumpfdotterblumen und Kuckuckslichtnelken an die Ränder der Teiche gepflanzt. Ich habe einer Kollegin dabei geholfen die kleinen Pflänzchen mit dem GPS-Gerät zu vermessen. Später kann man damit dann den Pflanzort genau wiederfinden und kann überprüfen, ob die Pflanzen überlebt haben und sich vielleicht sogar vermehrt haben. Danach fuhren wir noch auf eine Weide bei Kasseedorf, wo nochmal mehrere Pflanzen ausgepflanzt wurden. Diese haben wir dann auch noch vermessen und es wurde noch aufgrund der Beweidung dort ein Elektrozaun zum Schutz der Pflanzen errichtet.

So ging die Woche dann nochmal mit einem schönen Außeneinsatz zu Ende und ich kann euch nur empfehlen, steht mal bei schönem Wetter früh auf und genießt den Sonnenaufgang in der Natur.

Das war es dann auch schon wieder von mir. Bis bald,

Eure Astrid

39. Kalenderwoche (27. September - 1. Oktober 2021)

Halli-Hallo miteinander,

 

Was, Ole? Du schon wieder? Jaha, ich bin nächste Woche im Urlaub und übernehme diese Woche nochmal den Blog. Nächste Woche hört ihr also wieder von Astrid.

Aber kommen wir zu dieser Woche, denn wir bekamen das erste Mal einen Praktikanten „Janne“ zur Seite gestellt, der uns bei unseren Aufgaben helfen durfte.

Da ging es am Montag auch direkt actiongeladen los. Wir durften im Keller ein Regal ausräumen und aussortieren, die nun freistehenden Objekte wegsortieren und neue Gegenstände z.B. Zaunpfähle wieder in das Regal einräumen. Unnötige Überbleibsel wanderten aus dem Keller in die Garage und bereiteten sich vor, am Dienstag auf dem Wertstoffhof zu landen. Als wir eh schon in der Garage waren, kontrollierten wir noch einige Flyer auf veraltete Stiftungslogos. Da am Montag nie Langweile aufkommt, ging es direkt weiter zu einer Besprechung mit uns und den Auszubildenden, um an einem Event für das Dosenmoor zu planen, aber davon hört in der Zukunft noch mehr. ;)

Am Dienstag ging es mit voller Fahrt Richtung Kaltenhofer Moor. Dort hatte ein Pegel bei den letzten zwei Messungen kein hohes Piepsen, sondern eher ein krächzendes Keuchen von sich gegeben. Unsere Vermutung war es, dass sich Schlamm durch den Damenstrumpf gearbeitet hatte (der Damenstrumpf ist nämlich ein Filtermedium gegen den Schlamm der Moore) und ein neuer Strumpf die Beschwerden des Pegels lindern könnte. Sicherheitshalber nahmen wir noch einen Ersatzpegel mit. Man weiß ja nie, was man für pegelbrechende Entdeckungen macht, wenn man die 2 Meter Röhre aus dem Erdreich zieht. Am Ende brauchte er wirklich nur einen  neuen Stumpf, was uns Zeit gab, bei dem nebligen Ambiente noch ein paar Bilder für den Instagram Kanal der Stiftung zu machen. Auf dem Rückweg bauten wir noch eine Brücke aus Totholz über einen Graben, damit wir auch im Winter über die Gummistiefel verschlingenden Gräben zu einem Pegel gelangen können. Im Anschluss düsten wir nach Hessenstein und kontrollierten den Wildes SH-Campingplatz. Was wäre eine Fahrt zum Kaltenhofer Moor ohne danach nicht auch nochmal nach Schmoel zu fahren, um dort die zwei Messpegellatten abzulesen? Um diese Frage nicht offen zu lassen, taten wir exakt das und verbrachten den Rest des Tages mit kleineren Aufgaben.

Mittwoch war es dann soweit. Wird unsere Neubesockung dem Lichtlot das Quietschen leichter machen? Dafür fuhren wir erneut ins Kaltenhofer Moor. Über Nacht hatte sich hoffentlich genug Wasser im Pegel gesammelt, damit wir einen klaren Messwert bekamen und tatsächlich kam ein perfektes Signal auf einer realistischen Höhe dabei heraus. Überglücklich erledigten wir die restlichen Pegel und fuhren im Anschluss noch den angesammelten Müll unserer Aufräum-Aktion zum Wertstoffhof.

Für den Donnerstag hatte ich mich an Gideon gehängt und wir fuhren zusammen in Richtung des Prinzenmoors, um mehre Hektar Stiftungsland auf Knierohre und deren Zustand zu kontrollieren. Mit teilweise variablen Wind und Regen konnten wir uns eigentlich nicht beschweren, da wir eigentlich immer im Auto saßen, als es anfing zu schütten und dann draußen wenig bis gar nichts abbekamen. Das ging einer Bunten Blattwanze genauso. Sie hatte sich zu uns ins Auto geschlichen und fuhr auf meiner Hand „per Anhalter durchs Stiftungsland“. Auf den Flächen flogen uns die Bekassinen Wort wörtlich um die Ohren. Sie rasten zurzeit eigentlich nur hier und freuten sich offenbar riesig über die nassen und übersichtlichen Weideflächen der Stiftung. Wie gerne ich euch ab und an mal ein paar Vogelbilder liefern würde, aber für die Handykamera sind die kleinen Racker zu schnell und zu wendig. Was wiederum nicht so schnell und wenig war, war unser Dienstagwagen, nachdem wir uns auf dem Rückweg einer ganz schönen Rutschpartie auf dem Hinweg fest fuhren. Gideon und ich fanden es beide eher lustig und begonnen ganz nach der „habe ich schon mal in einer Serie gesehen“- Methode Totholz und Rinde unter die Vorderreifen zu schieben. Während Gideon aufs Gas langte schob ich was das Zeug hielt das Auto aus dem ersten Schlammloch direkt ins Nächste. Wieder galt „selbe Methode, selbes Ergebnis“. Wir fuhren uns also ein finales und drittes Mal fest. Jetzt weiß ich auf jeden Fall für die Zukunft wie das geht und kann sagen, dass das Fernsehen nicht lügt, wenn diese Methode gezeigt wird. Danach gab es auf der nächsten aktiv beweideten Weide eine weitere große Aufheiterung. Die Herde, der erst die Kuh-rage fehlte sich uns zu nähern, schickte den entfernten Kuh-sin des Actionfilm-Hauptdarstellers „Zambo“ vor, um mit seiner seltsam nach Kuh aussehenden Begleitung „Ziege“ zu überprüfen, ob wir hier nicht leckeres Gras klauen würden. Mit einem neugierigen  Abstand  wurden wir über die ganze Fläche verfolgt und bei unserm Abschied be-muh-ten sie sich, so viel Krach wie möglich zu machen. Da fiel es einem fast schwer, ihnen Tschüss zu sagen. Auf dem Rückweg zur Stiftung hielten wir in Idstedt, um einen Knickzaun zu reparieren. Hier stellte sich Gideon meilenweit besser im Einschlagen der Krampen an als ich und wurde somit von mir zum Krampen-König ernannt.

Heute, also am Freitag, bin ich erst später in der Stiftung gewesen, kümmere mich jetzt noch um den Blog und einen Instagram-Beitrag, organisiere 250 Äpfel für unseren Stand am verkaufsoffenen Sonntag (10.10) bei Ikea, wo ich auch anwesend sein werde und verkrümele mich dann ins Wochenende.

Macht euch ein schönes Wochenende und weht mir bei dem Wetter wirklich nicht weg.

 

Bis in zwei Wochen!

Euer Ole

38. Kalenderwoche (20. -24. September 2021)

Huhu miteinander,

Diese Woche hat der Herbst gemacht, was er will.

Aber kommen wir erst mal zum Montag. Da diese Woche auch ein größeres Projekt anstand, planten wir sehr viel, erledigten kleinere liegengebliebene Aufgaben der letzten Woche und brachten das eingesammelte Schmalblättrige Greiskraut der letzten Woche zum Abfallhof. Damit war der Montag eigentlich auch schon viel zu schnell vorbei.

Am Dienstag ging es dann los. Eigentlich wollten wir ins Dosenmoor. Wir wurden auf dem Weg zum Beginn der Tour direkt Zeuge vom angesagten Unwetter und entschieden uns sehr spontan und mit Blick auf das gute morgige Wetter, die längste unserer Touren auf den nächsten Tag zu verschieben. Dafür ging es in das mehr Schutz bietende und schneller durchlaufene Hartshoper Moor. Hier hat sich im letzten Monat so einiges getan. Denn die Moorlilie zeigt auf einmal ihren vollen Früchtestand (s. Bild 1). Dieses eigentlich sehr grazile Gewächs wird auch sehr nett „Beinbrech“ genannt. Das verdankt dieses Pflänzchen ihren Wuchsstandorten (Magergrünland), welches sehr Calciumarm ist. Das sorgte früher bei Beweidungstieren für schwächere Knochen und damit für auffällig häufige Knochenbrüche. Im Hartshoper Moor wächst es auch in einer durch Heide-Bulten geprägten Landschaft, wo man sich, wenn man ganz unvorsichtig über die Heide turnt auch mal gut ein Knöchel verstauchen kann. Der Name passt also heutzutage noch ganz gut, obwohl  hier keine Weidetiere mehr unterwegs sind. Wir schafften es natürlich ohne Probleme zu den Pegeln.  Einen Zwischenfall gab es dennoch. Ich hatte in der letzten Woche eine Weile an dem Öffnungsmechanismus der Batterie Abdeckung unseres GPS herumgetüftelt und dachte eigentlich, dass es endlich leicht zu öffnen und verschließen sei. Als mich Astrid mitten in einem Polder fragte, wo ich das GPS hätte und ich nur die rechte Hand hob, musste ich mit erstaunen feststellen, dass die Batterie Abdeckung mit Karabinier noch an meiner Hand hing, der Rest des GPS aber weg war. Sehr erstaunt, machten wir uns im hüfthohen Gras sofort auf die Suche,  nach dem uns heiligen Wegweiser und man mag es uns nicht glauben, aber nach gerade mal 10 Minuten Suche fanden wir es wieder. Überglücklich und erleichtert machten wir uns auf den Rückweg zur Stiftung.

Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert, aber vor ein paar Wochen waren Astrid und ich unterwegs und hatten Wildes SH Zeltplätze kontrolliert. Unsere Ergebnisse durften wir am Mittwoch vorstellen. Wir besprachen mögliche Maßnahmen, neue Intervalle in den manche  häufiger besuchte Zeltplätze kontrolliert werden sollten und vieles mehr. Im Anschluss ging es bei aller schönsten Wetter zum Pegelmessen ins Dosenmoor. Wir waren beide glücklich, dass wir den Termin verschoben hatten, so konnten wir die 7 Stunden Sonne des Tages vollständig ausnutzen. Genau so taten es auch die Tiere. Wir sahen viele Kreuzottern, Blindschleichen und eine unzählbare Menge an Waldeidechsen, die sich auf unseren Wegen durch das Moor sonnten. Wir bekamen auch die Schafsherde zum ersten Mal zu Gesicht. Sie entfernen Pfeifengras auf einer Fläche des Dosenmoors und verjüngten gleichzeitig mit ihren Zähnen die Heide (also so ganz ohne plastische Chirurgie). Nachdem die Schafe sich ordentlich die Bäuche vollgefressen und wiedergekäut haben, werden sie auf eine Grünfläche außerhalb des Moores getrieben, um dort die Nährstoffe wieder abzuführen. So erhalten die Schafe den Magerrasen, den die Besen-, Glocken-, und Rosmarinheide so lieben.

Am Donnerstag ging es zusammen mit Michael Ott und der Auszubildenden Merle nach Rabensberg bei Schönwald. Dort hieß es fleißig Saat auf einer bereits bearbeiteten Fläche verteilen. Wir schnappten uns die Saatschüsseln und mischten die perfekte Aussaat aus Holzfasern und hochwertigem Saatgut. Mit  zwei Meter Abstand zu einander bedeckten wir die tonhaltige Erde mit Saat. Neben den Saatschüsseln kam auch eine Saatgeige zum Einsatz, die auch mir in die Hände fiel. Damit ging das Aussäen wesentlich schneller, da man im 4 Meter Radius alles um sich herum eindecken konnte. Da der eigentlich angesagte Starkregen noch auf sich warten ließ, fuhren wir nach getaner Arbeit auf ein paar weitere Flächen, um Klappertopf auszusäen. Eine Fläche war beweidet und die Herde fand schnell gefallen an den Saatschalen, die wohl nach gefundenem Fressen aussahen. So nahmen sie recht schnell die Verfolgung auf. Von einer richtigen Verfolgungsjagd kann man auch nicht sprechen, immerhin nahmen sie sich die Zeit sich dabei zu entleeren, wodurch ich die Zeit hatte, ein paar Familienfotos mit ihren Kälbern zu schießen. Auf dem Rückweg lud uns Michael noch auf Käffchen und Kuchen ein und wer kann zu sowas schon nein sagen. Alles in Allem also eine 1A Aussaataktion. Hoffentlich kann man nächstes Jahr sehen, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben :D

Heute am Freitag habe ich mich direkt auf den Blog gestürzt und gehe gleich noch ein paar Dinge für einen Kollegen zusammen suchen, ein paar Exel Tabellen überarbeiten und dann ein wenig früher ins Wochenende.

Macht euch ein schönes Herbstwochenende und genießt das vorm Kamin hocken.

Bis bald!

 

Euer Ole

37. Kalenderwoche (13. - 17. September 2021)

Moin und willkommen zu einem neuen Blog-Eintrag,

 

diese Woche war für mich ziemlich kurz, da ich bis Dienstag frei genommen hatte und sie daher erst am Mittwoch für mich begann.

Gut ausgeruht und motiviert startete ich dann sogleich mit Ole zu einer Moortour ins Große Moor, wo wir mal wieder die Wasserstände maßen. Da wir für das GPS-Gerät ausversehen nur leere Batterien eingesteckt hatten und es nur noch einen kleinen Rest an Ladung hatte, strengten wir unser Gedächtnis an und benutzen die Karte und fanden so eigentlich auch fast alle Pegel. Und juhu, dieses mal blieben meine Füße trocken! Dafür wurden wir ab der Hälfte der Tour ziemlich nass von oben, aber wir waren ja gut ausgerüstet mit Regenhose und Regenjacke und trockene Gummistiefel sind auch sehr angenehm. Bei unseren Wanderungen im Moor gehen wir auch immer etwas auf Entdeckungstour und so fanden wir zum Beispiel ein leeres Vogelei, welches vermutlich von einer Kanadagans stammt und beobachteten einen kleinen Moorfrosch. Findet ihr ihn auch auf dem Bild? Leider finden wir auch ab und zu etwas Müll auf unseren Exkursionen, den wir dann auch immer gleich einsammeln und mitnehmen. So auch diesmal: Ole fand ein großes Metallstück zwischen den Gewässern dort, was aber leider viel zu schwer war, um es mit zum Auto zu schleppen.

Am Dienstag füllten wir dann gleich noch viel mehr Müllsäcke, diesmal jedoch mit Schmalblättrigem Kreuzkraut. Da es sich dabei um einen invasiven Neophyten handelt, sollten wir ihn von einer Fläche im Glasmoor entfernen. Das Ganze wird jedes Jahr im Spätsommer gemacht, bevor die Pflanzen ihre Samen verteilen, damit ihre Ausbreitung eingedämmt wird. Wir zogen also den ganzen Tag fleißig das Schmalblättrige Kreuzkraut aus der Erde und füllten dabei viele Säcke, die wir am Ende im Auto verstauen mussten.

Heute am Freitag sind wir mal wieder im Büro und erledigen ein paar Kleinigkeiten, die sich so angesammelt haben. So habe ich mir vorhin nochmal einen Überblick von den Flyern in der Garage verschafft, während Ole eine kleine Reparatur an unserem GPS-Gerät durchführte. Mir ist nämlich leider eine kleine Öse abgegangen, die man braucht, um das Gerät zu öffnen und die Batterien auszutauschen. Ansonsten erklärte mir Karen nochmal die Robustindikatoren, weil bei Ole und mir doch noch ein paar Unklarheiten dazu bestanden. Wir sollen nämlich jeden Monat die Veranstaltungszahlen in eine Excel-Tabelle eintragen und dazu auch noch die Besucherzahlen. Jetzt veröffentliche ich noch diesen Blog und dann geht es auch schon bald ins Wochenende.

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Woche!

Bis bald,

Astrid

36. Kalenderwoche (6. -10. September 2021)

Moinsen miteinander,

 

Diese Woche kam ein seltsam schleichender Gedanke auf. Denn es ist ein voller Monat vergangen seitdem wir bei der Stiftung angefangen haben. Ganz seltsam, ich hätte schwören können es wären maximal zwei sehr sehr ereignisreiche Wochen gewesen, so schnell ist die Zeit verflogen. Aber zurück zur letzten Woche, denn sie war EXTRA aufregend.

Am Samstag und Sonntag (4-5.9) ging es für Astrid und mich auf die NORLA.  Unser erster Standdienst stand an. Ich persönlich hatte mich riesig gefreut, denn die nicht mehr vorhandene Menge an Tickets deutet darauf hin, dass es nicht langweilig werden sollte. So kam es auch. Ab 11 Uhr trudelten die ersten Besucher*innen ein und bis 18 Uhr hatten wir viele schöne Gespräche am Stand. Gerade das riesige Interesse an einem insektenfreundlichen Garten hat mich positiv überrascht. Viele freuten sich über Saattütchen, Thymianbleistifte (Bleistifte aus Zellulose, die man nach intensiver Verwendung  in die Erde pflanzen kann) , die Broschüre „mein summender Garten“ Bei den Kindern kam der Memory Tisch (an dem ich teilweise der unparteiische Schiedsrichter sein durfte  :D) super an. Ich fand meinen ersten Standdienst total klasse und freue mich darauf, dass hoffentlich dieses Jahr wieder mehr Veranstaltungen stattfinden können.

Zur Erholung startete ich dann auch erst am Dienstag in die Woche. Ganz entspannt ging es dann an die dänische Grenze nach Böxlund in eine Kiesgrube, denn die Integrierte Station der Geltinger Birk hatte Hilfe bei einer Freischneide-Aktion angefordert. Zu siebt, darunter auch FÖJ-lerinnen der Geltinger Birk (es war super auch mal FöJ-ler*innen außerhalb der eigenen Seminargruppe kennenzulernen :D), sollte es Adlerfarn an den Stängel gehen und zwar mit Freischneidern, einem Mulcher, Sensen und Mistgabeln. Der Farn hatte sich langsam aber sicher den Hang runtergearbeitet und drohte nun die ehemalige Kieskuhle zu übernehmen, da sie sich unterirdisch über Rhizome ausbreiten und auch gegenseitig versorgen. So konnten die Farne in günstiger Hanglange die Farne im Schatten auf dem anliegenden Plateau versorgen. Unsere Freischneide-Aktion sollte eine Schneise bilden, durch die dann eine 700 Köpfe große Schafsherde wandern konnte, um die Rhizome mit ihren Hufen ein für alle Mal zu unterbrechen. Nach einer kurzen Einweisung in die Kunst des Freischneiders ging es gut verteilt los den Hang von Adlerfarn und Brombeeren zu befreien, damit die Schafe freie Bahn haben. Abseits einer einschneidenden Erfahrung, warum man in der Prä-Mittags-Dösigkeit kein Adlerfarn „mal eben“ mit der Hand ohne Arbeitshandschuhe herauszieht (die Bilder erspare ich euch mal), lief es sehr gut. Trotz unserer Anstrengungen mussten wir uns geschlagen geben. Wir waren nach 6 Stunden doch noch nicht ganz fertig geworden.

Am Mittwoch verkürzte sich mein Arbeitsweg von 30 Minuten auf 30 Sekunden. Das Einführungsseminar (natürlich online)  mit allen FÖJ-ler*innen stand auf dem Plan. Durch viele kleinere Gruppenarbeiten sah man viele neue Gesichter und traf natürlich auch die Truppe der Geltinger Birk wieder. Da ich von diesem Tag keine wunderschönen idyllischen Bilder aus dem Stiftungsland habe, gibt es ein Bild von meinem kleinen „Kalos“ aus meinem eigenen Stückchen Natur zu Hause.

Donnerstag ging es zum Pegelmessen ins Kaltenhofer Moor. Auf dem Weg dahin hieß es immer wieder im Radio nur „der letzte Tag des Sommer“ und wie Recht sie hatten. Morgens hatte sich Tau auf den Blättern und in den Spinnenweben gesammelt. Das war sowohl sehr schön als auch hilfreich, denn alle Monate, die mit S beginnen, sind Hochsaison für Spinnen. So konnten wir uns das nicht schreckliche, aber auch nicht schöne Gefühl der Spinnenweben im Gesicht und den Spinnen eine spontane Enteignung der Behausung ersparen. Die Pegel fanden wir bis auf zwei ohne Hilfe vom Navi wieder. Wie schnell man sich sowas doch merken kann. Am September ist auch klasse, dass das Springkraut reif wird. Man kann also immer mal wieder am Wegrand anhalten und die Saat durch die Gegend schießen lassen. Im Anschluss ging es dann nach Hessenstein zur Zeltplatzkontrolle und nach Schmoel, wo sich Astrid wohl das letzte Mal dieses Jahr in die Ostsee traute, während ich mit meiner noch etwas angeschlagenen Hand lieber draußen wartete und Kormoranen beim Nahrungsstreit zuschaute.

Was soll ich sagen? Auf den letzten Tag des Sommers folgt der erste Tag des Herbsts und es ging ab ins Königsmoor, um auch hier die Pegelstände zu messen. Auf dem Weg zeigte sich der Herbst mit einem sehr starken Regen Auftakt. Nachdem wir aber den ersten Fuß ins Königsmoor gesetzt hatten, verschwand jegliche Regenwolke und zeigte sich auch nicht wieder. Das gesamte Moor war still. Offensichtlich hatten die Tiere auch bei dem bedeckten Wetter eher Lust auf entspanntes Dösen. Von kreisenden Mäusebussarden und aufgeschreckten Rehen begleitet ging es von Pegel zu Pegel. Wir hatten an alles gedacht bis auf Wechselbatterien für das GPS, also haben wir Karten gelesen und mit meinem Fernglas nach den pinken Bändchen, die die Pegel markieren, Ausschau gehalten. Dabei trat ich fast auf einen Fasan, der sich erst nachdem ich fast mit meinem Fuß berührt hatte, spontan entschied doch Reißaus zu nehmen. In diesem Fall hatten wir uns beide gleichermaßen vor einander erschrocken. Mit dem letzten bisschen Saft, den wir der letzten Batterieleiste entlocken konnten, schafften wir es, alle Pegel zu finden. Durch die aktuellen Wiedervenässungsmaßnahmen für mehr Moor im Königsmoor waren zwei Pegel auch wesentlich leichter zu finden. (s. Bild 8). Auf dem Weg zum letzten Pegel begann es, noch ein erstes und letztes Mal zu regnen. Leider wurden am letzten Pegel nicht nur unsere Haare, sondern auch Astrids Füße nass. Beim Sprung über einen ehemaligen Feldgraben schaffte sie es nicht ganz und landete sogar mit beiden Beinen im feuchten Nass. Ein Glück hatte sie noch Wechselsachen dabei, ansonsten wäre es eine echt unschöne Heimfahrt geworden.

Aber damit zieht auch die erste Herbstwoche ins Land. Ich hoffe ihr habt einen netten Start in den Herbst!

Weht nicht weg und bis bald!

Euer Ole

34. Kalenderwoche (23. - 27. August 2021)

Moin Moin zusammen,

diese Woche haben Astrid und ich das Beste aus dem verbleibenden Rest-Sommer-Wetter gemacht und waren sehr viel draußen unterwegs.

Um den Montag ganz entspannt einzuleiten, fuhren wir mit Gideon (dem Studiumspraktikanten mit einer Unmenge an botanischem Wissen) zusammen nach Buschau, um dort Tubex abzubauen. Falls du nicht weißt, was eine Tubex ist. Es ist eine Plastikröhre, die um Setzlinge gebunden wird, um sie vor den Mäulern und Zähnen von z.B. Rehen oder anderen hungrigen Mägen zu beschützen. Wir sollten sie dennoch auf einer Kuhweide abbauen, denn neben Gras mampfen und wiederkäuen, war das durch die Gegend schleudern der Tubex und das anschließende vernaschen der Eichenjünglinge der neue Volkssport der Kuh Herde geworden. Sie scheuten ebenfalls nicht davor, sich voller Stolz mit den erledigten Eichen fotografieren zu lassen (s.Bild 1). So nahmen sie uns viel unserer Arbeit ab, denn etwa die Hälfte lag bereits auf dem Boden und die andere Hälfte wurde schnell abgebaut und die nun schutzlosen Eichen verfielen dem Appetit der Kühe.  Dabei löst man die Tubex von Brettern, die mit  wiederverwendbaren Zip-Ties befestigt sind (ich wusste selber nicht, dass es sowas gibt, verrückt und super nachhaltig!). Die Tubex und ihre Bretterhalterungen fuhren wir im Anschluss zu einem Förster, der sie wiederverwenden kann. Alles im Allem wurde also nichts weggeworfen. In der Mittagspause entdeckte Gideon dann eine im Wasser stehende Pflanze, die selbst er nicht kannte. Nachdem also sowohl er, als auch Flora Incognita (eine super App zum Pflanzen bestimmen), an der Wasserpflanze verzweifelt waren, nahm ich sie mit und zeigte sie Christian. Wo unser Wissen endet, fängt seins erst richtig an. Er ermutigte mich dann das Blatt zu probieren, was ich mir nicht zweimal sagen ließ und es schmeckte in der Tat wie sein Namensvetter (Kresse) und war somit offiziell eine Sumpfkresse.

Da es am Dienstag weiterhin super Wetter geben sollte, fuhren wir mit Heike zusammen nach Fehmarn für mehrere Flächenkontrollen. Die zweite Fläche lag direkt an einer Steilküste an der Ostsee, wo der große Eschenwald auf einer Sohle Richtung Ostsee rutscht. Heike erzählte wie sich bei jedem Besuch das Gesicht dieser Fläche verändert und es war eine echt schöne Wanderung rund um die Fläche herum. Aber auch die anderen Flächen hatten ihren Charakter von Innenland Seen mit Koniks (Wildponys), über Vogelbrut(halb)inseln voller Silber-und Lachmöwen bis hin zu Graugänsen. Auf dem Rückweg besichtigten wir eine 20 Hektar große, ehemalige landwirtschaftlich genutzte Fläche, die gerade zu einer wunderschönen Amphibien und Wiesenlandschaft transformiert wird. Es wird sehr spannend zu sehen, wie diese NOCH „kahle“ Fläche in einem halben Jahr aussehen wird. Für Teiche und die „Rund-Um-Sorglos“ Überwinterungsmöglichkeiten für Amphibien ist bereits gesorgt.

Wir hatten diese Woche scheinbar auch das „Rund-Um-Sorglos“-Wetter gebucht, denn am Mittwoch ging es mit Christian und Gideon zu einer Mahdgutübertragung nach Schenefeld. Wir beobachteten erst wie der Boden vorbereitet wurde und fuhren dann auch schon nach Nordoe. Hier spendeten vier Flächen die neue Vegetation der Fläche in Schenefeld, indem sie gemäht werden und alles an Samen und Pflanzen nach Schenefeld gebracht und dort ausgelegt wird, um so eine ähnlich schöne Vegetation zu schaffen. Keine Sorge in dem NSG war die Mahd eh fällig, um sie von Weißdornbuschbildungen zu befreien, die sich jedes Jahr neu bilden. Dabei gibt es gewisse Zielarten für die Fläche in Schenefeld, die man in dort ansiedeln möchte, wie z.B. Klappertopf, aber auch Pflanzen, die man dort nicht haben möchte, wie z.B. Land-Reit Gras (Landschilf). In Nordoe gibt es viel von beiden, also sputeten wir uns so viel von dem Landschilf zu netten Sträußen zu binden an Orte zu verfrachten, wo sie auf keinen Fall in dem Mahdgut landeten. Wir schafften es die vier Flächen von Land-Reit Gras und teils Jakobs-Kreuzkraut zu befreien. Am Ende konnten wir beobachteten wie unser Zielarten gefülltes Mahdgut auf der Fläche verteilt wurde und verteilten selber noch Samen. Auf dem Heimweg kartierten wir noch eine Fläche, auf die Veränderung der Bestände, der 2017 eingesäten Arten und wie bei einer Schatzsuche wurden wir teils fündig teils nicht.

Donnerstag hieß es eigentlich nachdem unsere Termine ins Wasser gefallen waren, im Büro unsere angestauten Aufgaben zu erledigen, aber da kam uns eine Mail, man solle mal ein paar Wildes SH Campingplätze kontrollieren und dokumentieren, ganz recht. Mit Kurs auf Flensburg ließen wir uns an der Ostsee ordentlich durchpusten, was jegliche Spur von Müdigkeit binnen Minuten zu Nichte machte. Alle Zeltplätze machten einen ordentlichen Eindruck, wobei mir der Zeltplatz im Stiftungsland „Schäferhaus“ am meisten gefiel, was auch von den regulären Spaziergängern, die wir dort im Vorbeigehen trafen, so empfunden wurde.

Heute am Freitag bin ich mit dem Blog und Astrid mit etwas Öffentlichkeitsarbeit zu der Zaunbauaktion für Waldeidechsen der letzten Woche beschäftigt. Gleich helfen wir der Hausmeisterin Mona noch im Garten, denn sie reagiert leider allergisch auf eine der Pflanzen, weswegen wir ihr hoffentlich einen Allergie-Anfall ersparen können. Ich weiß aus eigener Hand, wie doof sowas sein kann und hoffe wirklich sie kommt heute drum rum.

Nächste Woche hört ihr dann von Astrid von unserem ersten Seminar. Ich freue mich total auf die vielen neuen Gesichter und die verschiedenen Programmpunkte.

Aber bis dahin euch allen ein schönes Wochenende und macht es nicht gut, macht es besser!

Euer Ole

33. Kalenderwoche (16.-20. August 2021)

Hallo ihr Lieben,

 

diese Woche war wieder sehr ereignisreich und wir waren viel unterwegs.

Erstmal begann die Woche am Montag aber sehr ruhig mit einem Büro-Tag, zum Glück, denn es regnete fast den ganzen Tag in Strömen. Nachdem ich ein paar E-Mails gelesen und beantwortet hatte, versammelten sich fast alle Kollegen aus dem 1.Stock um einen kleinen Laptop, um dem wöchentlichen Jour-Fix (Videokonferenz mit allen Mitarbeitern, wo die wichtigsten Ereignisse aus der letzten Woche zusammengefasst werden)  zu lauschen. Ansonsten planten und bereiteten Ole und ich noch ein wenig unsere Touren in den kommenden Tagen vor.  Zum Schluss bespielten wir noch die, am Freitag mit einigen Start-Schwierigkeiten erworbenen USB-Sticks, mit einigen Dateien.

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder mit Jutta ins Dosenmoor, um dort die Pegelstände zu messen. Wir freuten uns über das sonnige Wetter, nachdem es doch gestern so viel geregnet hatte. Wir begannen die Messungen auf einer Pferde-Koppel, wo wir von mehreren Ponys mit ihren Fohlen begrüßt wurden. Die kleine Herde war äußerst neugierig, sie folgten uns auf Schritt und Tritt zu den Pegeln und schaute uns bei den Messungen über die Schulter. Natürlich sprangen dabei auch ein paar Streicheleinheiten für sie dabei heraus. Nach vielen weiteren Pegeln, nach der Mittagspause musste Jutta uns dann verlassen, da sie noch einen Termin hatte. Ole und ich waren daher bei den letzten Pegeln auf uns alleine gestellt, wir fanden sie aber alle erfolgreich mit Hilfe des GPS-Gerätes und der Karte. Ich hatte mal wieder Pech und habe ein Loch übersehen, in dem ich dann mit dem gesamten rechten Bein im Moder versunken bin. Zum Glück hatte ich aber aus dem letzten Zwischenfall gelernt und morgens noch eine Wechselhose eingesteckt. Leider setzte dann auch wieder der Regen ein, sodass wir ganz schön nass wurden. Aber auch davon ließen wir uns nicht die Laune verderben und wieder zurück beim Auto, nachdem die letzten Pegel geschafft waren, ließen wir uns erstmal leckere Blaubeer-Muffins schmecken. Karen war nämlich aus ihrem Urlaub zurückgekehrt und hatte uns nach einer kurzen und lieben Begrüßung am Morgen, die Muffins zu unserem Einstand mitgegeben.

Am Mittwoch fuhren wir dann mit Kollegen nach Lunden, um dort neben einer Bahnstrecke einen Schutzzaun für Waldeidechsen aufzubauen. Die Eidechsen sollen nämlich umgesiedelt werden in ein schon vorbereitetes Stiftungsgebiet und müssen dafür gefangen werden. Bei der Wiese angekommen, kamen dann aber Zweifel, ob wir es überhaupt schaffen würden bei dem teilweise sehr harten und steinigen Untergrund den Zaun aufzubauen. Denn als erstes muss man zum Aufbau des Zaunes eine kleine Rinne graben, mit Hacke und Spaten kämpften wir mit Steinen und Wurzeln, schafften es aber doch einen kleinen Graben zu graben. Dort hinein wird dann der Zaun aufgestellt, sodass man am Ende das untere Ende von der Folie wieder mit Erde zuschütten kann und keine Lücken da sind, wo die Eidechsen durchpassen würden. Am Ende haben wir noch ein paar Eimer vergraben, in die die Waldeidechsen dann hineinfallen sollen. Geschafft und glücklich mit dem erfolgreichen Zaunaufbau aßen wir noch ein Stück Kuchen, bevor es dann wieder zurück zur Stiftung ging.

Auch am Donnerstag waren Ole und ich wieder unterwegs: Mit Jutta und Christopher fuhren wir ins Esperstofter Moor, um die Fläche zu erkunden und zu gucken, was für Maßnahmen zur Wiedervernässung man durchführen könnte. Dazu haben wir Grabenverläufe nachvollzogen,  mit einer Sonde die Höhe der Torfschicht gemessen und Bohrungen durchgeführt, wo wir die Torfschichten betrachten konnten. Dabei haben wir alle Messpunkte mit einem GPS-Gerät gespeichert. Wir konnten viel über Moore von den Beiden lernen. Nebenbei lernte ich auch noch etwas über die verschiedenen Heidearten: Glockenheide, Besenheide und Rosmarinheide. Und auch ich kostete mal eine Moosbeere, sie haben mich aber geschmacklich auch nicht so überzeugt, obwohl sie ja sehr gesund und vitaminreich sein sollen. Wir kämpften uns durch eine kleine Waldfläche und überquerten eine Kuh-Weide, was die Herde dort doch ziemlich in Aufregung versetzte. Zugegeben, für eine Kuh, die sonst nicht so oft Menschen sieht, sahen wir mit unseren ganzen Gerätschaften, wie Spaten, Sonde, Bohrer und GPS-Gerät, wahrscheinlich auch ziemlich komisch aus.

Dann war auch schon wieder Freitag, welchen wir im Büro verbrachten. Ich verbrachte den Vormittag damit, den Blog-Eintrag zu schreiben. Später setzten wir uns noch mit Karen zusammen und sie erzählte uns nochmal viel zu unseren Aufgaben in der Stiftung.

Und wieder verging eine Woche wie im Flug, in der wir viel erlebt, gesehen und gelernt haben.

Euch auch ein schönes Wochenende und bis bald,

Astrid

32. Kalenderwoche (9. - 13. August 2021)

Huhu aus dem warmen Molfsee,

 

wie schnell die zweite Woche in der Stiftung verfliegen kann. Es kommt mir so vor, als ob wir uns erst gestern bei Telje für die tolle Einweisung bedankt haben. Diese Woche waren wir dann das erste Mal auf uns alleine gestellt und dann hatte es die Woche auch noch in sich.

 

Am Montag sollte die Woche dann allem Anschein nach langsam beginnen. Wir erledigten die paar To-Do‘s aus der letzten Woche und zack ging es in die Mittagspause. Im Anschluss stand die jährliche (für uns eher einmalige) Sicherheitsführung durch die drei Gebäude an. Für Astrid und mich gab es noch die verschiedensten Sicherheitshinweise für ein sicheres im Moor spazieren und in reißenden Flüssen hantieren. Als wir damit fertig waren hieß es „mal eben“ ein paar Flyer zu einer Mappe zusammenstellen. Mittendrin fiel auf, das ein Newsletter Kärtchen nicht mehr auf Vorrat war. Wer für die Kärtchen zuständig war und wo wir mehr finden konnten, kostete uns dann den restlichen Tag, machte aber auch auf seine Weise Spaß.

 

Der Dienstag startete erneut als Büro Tag. Auf der Suche nach Aufgaben zog es uns in die Garage, wo man ja immer mal was zu tun hat.  Ein paar Flyer wurden zusammengesucht und nachgefüllt und das reichte auch, um uns bis 10 Uhr zu beschäftigen. Denn für mich hieß es  Theorieprüfung für meinen Führerschein (auf den Termin habe ich über 10 Wochen gewartet), also konnte ich nicht mit hängendem Kopf und schlechten Nachrichten zurück zur Stiftung kommen. Am Ende bestand ich locker und hätte mir eigentlich keinen Kopf machen müssen. Während ich weg war, wusste Astrid bereits, dass der Mittwoch nicht noch ein weiterer Büro Tag werden sollte. Jana gab uns die Möglichkeit/Aufgabe am nächsten Tag bei einer Rotmilan Auswilderung dabei zu sein. Die kleinen Racker waren mit nur 5 Wochen aus ihrem Nest gefallen und wurden wie alle Rotmilan-Babys, auf dem Boden nicht mehr versorgt (Rotmilane sind echt schlechte Eltern, nicht so schlecht wie Tauben, aber trotzdem nicht gut). Mit der Planung  unserer ersten Pressevertreter*in-Erfahrung verging der Tag wie im Flug.

 

Am Mittwoch war es dann soweit. Zwischen großen Kameras und riesigen Objektiven standen Astrid und ich mit unseren Handys und probierten so viel wie möglich zu filmen und zu fotografieren. Dabei probierten wir  möglichst nicht im Bild der anderen Kameras zu stehen, hatten dabei aber nur wenig Erfolg. Die beiden Rotmilane wurden reibungsfrei aus ihren Transportboxen geholt und ausgewildert. Jeder Greifvogel hatte eine Nestpatin bzw. Nestpatenfamilie, die sie dann letztendlich freilassen durften. Bei der Nestpatenfamilie übernahm es die 7 Jährige Tochter, die völlig angstbefreit den doch schon recht großen Greifvogel packte und sehr professionell freiließ. Obwohl sie, wie wir im Nachhinein erfuhren, Erfahrung mit der Freilassung von Greifvögeln hatte, fand ich es doch sehr respektabel, auf einen Handschuh zu verzichten. Nach so einem Pressetermin folgte die Auswertung. Ein sehr langer und anstrengender Prozess, der für uns Unerfahrene echt nicht leicht war. Trotzdem war Jana am Ende mit unserer Leistung zufrieden und wir damit auch. Die Ergebnisse davon könnt ihr auf der Stiftung Naturschutz SH Homepage, Instagram und Facebook sehen und falls ihr zwei FÖJ-ler*innen sehen wollt, die konstant im Hintergrund von Fernsehkameras stehen dann guckt in die Mediathek vom Schleswig-Holstein Magazin vom 11.8 und genießt die Show.

 

Der Donnerstag sollte nicht langweiliger werden, denn es ging mit Jutta DER Moorexpertin zusammen ins Hartshoper Moor. Die Pegel sind hier mit GPS und Juttas Know-How schnell gefunden, also suchten wir fernab der normalen Pegelrouten nach den ersten Torf Bildungen einer ehemaligen, landwirtschaftlich genutzten Fläche. Wir wurden stellenweise sogar fündig (s. Bild 4). Immer wieder erzählte Jutta uns etwas über Flora und Fauna, so kam es dazu, dass ich etwa 10 reife bis unreife Moosbeeren aß, um herauszufinden, ob sie wirklich so sauer waren, wie Jutta behauptete. Meine Bewertung nach diesem Moosbeeren-Taste-Test ist eine klare 5/10 schmecken nicht schlecht, aber halten nicht, was sie versprechen, von Säure keine Spur. Bei der nächsten Pflanzen Suche stellte ich mich etwas dusselig an. In einem knöchelhohen Moorteich stand ich nämlich auf dem Schlauch. Wir sollten nach gemeinem Wasserschlauch Ausschau halten. Etwas verlegen hob ich meinen Schuh und zupfte ein Exemplar aus den Rillen meines Gummistiefels. Diese eigentlich ganz harmlos wirkende Pflanze ist eine echte Gefahr für Wasserflöhe. Mit ihren Fangblasen kann sie Wasserflöhe fangen bzw. einsaugen, mit einem Unterdruck, der durch eine selbst eingeleitete Osmose entsteht, unschädlich machen und sie anschließend verdauen. Mit der Suche ging unsere Tour durchs Moor auch schon zu Ende und wir fuhren zurück zur Stiftung.

 

Am Freitag hieß es wieder raus an die frische Luft. Bevor es ins Große Moor bei Dätgen ging, sollten wir 10 USB-Sticks besorgen. Leichter gesagt als getan, scheiterten wir beim ersten Anlauf erst an den Öffnungszeiten von Mediamarkt und anschließend an den völlig überteuerten Preisen vom CITTI-Markt. Geplättet ging es zurück zur Stiftung, wo wir dann auch noch erfuhren, dass uns Jutta heute leider nicht begleiten konnte. Nur noch zu zweit ging es dann los ins Große Moor bei Dätgen. Das Motto hier „wenig fahren, viel laufen“. Die Pegel sind alle  recht leicht zu finden und zu erreichen und anstatt ein wenig mit Jutta zu plaudern, wurden wir von dem Getröte von rund 12 Kranichen und dem Gekrächze von einem größeren Schwarm  Kiebitzen unterhalten. Bei bestem Wetter beendeten wir die Tour über das flache und offene Moor. Danach hieß es noch zwei Wildes-SH Zeltplätze kontrollieren und USB-Sicks aus dem geöffneten Mediamarkt entführen.

Damit ging die zweite Woche  des FÖJ vorbei und ich war überglücklich bei solchen Wetter doch mehr draußen, als im Büro gewesen zu sein.

Bis bald und auf Wiederhören,

Euer Ole

31. Kalenderwoche (02.-07. August 2021)

Hallo zusammen,

zu einem neuen Blog von wieder neuen Gesichtern. Wir freuen uns, die 12. Generation von FÖJler*innen in der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sein.

Wir sind Ole (18) und Astrid (19) und werden euch spannende Einblicke in das kommende FÖJ-Jahr geben, aber jetzt erstmal zu uns:

Ich bin Ole und komme aus dem kielnahen Preetz. Ich habe diesen Sommer mein Abitur gemacht. In meiner Freizeit war ich schon immer gerne mit meinem Vater draußen in der Natur unterwegs. Nebenbei habe ich als Medikamentenbote für eine Apotheke gearbeitet und kümmere mich leidenschaftlich gerne um mein acht  Jahre altes Jemenchamäleon. Auf die Idee, ein FÖJ zu machen, bin ich in einem Schulpraktikum  hier in der Stiftung Naturschutz gekommen. Damals  hatte ich die Möglichkeit, einer FÖJ-lerin für einen Tag über die Schulter zu schauen. Danke nochmal dafür, Jana ! Sie berichtete nur Positives von der Zeit bei der Stiftung und so kam es dazu, dass auch ich ein FÖJ nach der Schule für mich anpeilte.

Ich bin Astrid und bin am vergangenen Sonntag von Braunschweig in eine WG nach Kiel gezogen. In meiner Freizeit male, lese und backe ich gerne. Auch ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht. Nach dem vielen Lernen wollte ich gerne erstmal ein Jahr praktisch an der frischen Luft tätig werden und bin so über das Internet auf das FÖJ aufmerksam geworden. Die Stiftung Naturschutz hat mich dabei besonders als Einsatzstelle angesprochen, da ich gerne in der Natur bin und ich Lust hatte, mich für ihren Schutz einzusetzen.

In unserer ersten Woche hat uns Telje eingearbeitet. Wer erinnert sich noch an sie?

Am Montag begannen wir unsere erste Woche mit einer Führung durch das Haus, bei der sich alle Mitarbeiter*innen vorstellten. Viele neue Gesichter hinter vielen Masken, die man versuchte sich zu merken. Telje führte uns in die Computer-Programme und unsere monatlichen Aufgaben ein. So ging der Montag auch schon schnell und aufregend vorüber.

Am nächsten Tag ging es der Garage direkt an den Kragen, wo wir versuchten ein bisschen Ordnung zu schaffen. Außerdem haben wir Infostände, Roll-Ups, Beachflags und den Pavillon auf- und wieder abgebaut, sodass wir jetzt bereit sind für die ersten Veranstaltungen, die hoffentlich bald wieder stattfinden können.

Früh am Morgen ging es dann am Mittwoch los in das Kaltenhofer Moor, um das erste Mal die Pegelstände abzulesen. Bei schönem Sonnenschein genossen wir die Natur, kletterten über umgefallene Bäume und hielten nach lila Bändchen Ausschau, die uns den Weg zu den Pegeln wiesen. Dabei lernten wir den Umgang mit Licht Lot, GPS-Gerät und Landkarte kennen. Auf unserer Tour durch das Moor hielten wir immer wieder an und versuchten, verschiedene Pflanzen und Tiere zu bestimmen, wobei wir uns uneinig waren, ob die Pflanze jetzt Wilde Möhre oder Schafsgabe sei. Am Ende stellte sich aber heraus, dass es Wald Engelwurz war. Wieder am Parkplatz versuchte Telje sich mit den Wildpferden anzufreunden, die aber von ihren Annäherungsversuchen nicht sonderlich angetan waren. Dann ging es weiter zum Wilden SH-Campingplatz in der Nähe vom Eiszeitmuseum in Lütjenburg. Wir machten ein paar Bilder vom aktuellen Zustand der Campingstelle und fuhren danach weiter nach Schmoel an der Ostsee. Nach dem Fotografieren der Pegellatten, machten wir dort am Strand Pause. Somit war der Mittwoch dann auch schon wieder um.

Am Donnerstag verbrachten wir den Tag im Büro, wurden für mehrere Artikel im Internet  interviewt und fotografiert. Habt ihr sie schon gesehen? Danach brachten wir den Müll aus Garage zum Abfallhof und kopierten noch einige Pegeldaten in eine Excel-Tabelle.

Nun war die Woche auch schon fast um und wir fuhren mit Jutta und Gideon ins Königsmoor. Es war super, dass die Beiden dabei waren, denn sie konnten uns sehr viel über die Fläche erzählen. Wir begannen unseren Weg bei einem Mönch (nicht das asketisch lebende Mitglied einer Religion), der des häufigeren auch mal beschädigt wird. Ohne offensichtliche Mängel am Mönch notierten wir den Wasserstand. Weiter ging es auf abenteuerlichen Wegen mit dem Auto und zu Fuß zu den nächsten Pegeln. Dabei beschritten wir Trampelpfade, welche schon von den vorherigen FÖJ-Generationen genutzt wurden. Diese sind aber trotzdem immer wieder sehr zugewachsen. Je nach Pegel ging es mal schneller, mal langsamer die lila Bänder zu finden, die den Weg zu den Pegeln markierten. Ein Pegel schien an diesem Tag verflucht: Schon beim Sprung über den Graben entdeckte Ole ein im Wasser liegendes Tagpfauenauge, das wir zum Glück mit einem Zaunpfahl retten konnten. Kurz darauf bekam Astrid nasse Füße – die Gummistiefel hielten dem Wasser im Moor nicht mehr stand. Zum Glück störte es nicht zu sehr bei dem warmen und trockenen Wetter. Nach diesen zwei Ereignissen verwechselte auch noch ein Wadenstecher fälschlicherweise Oles Augenlied mit seiner Wade. Dennoch verlief der Rest der Tour einwandfrei und das Gewitter ließ zum Glück noch auf sich warten.

Glücklich und geschafft von der langen Tour ging es dann ins Wochenende.

Wir sind gespannt, was das kommende Jahr noch zu bieten hat und freuen uns darauf, dies mit euch zu teilen.

Bis bald,

Ole und Astrid

29. Kalenderwoche (26.Juli - 01. August 2021)

Moin Leute,

hier ist nun auch mein letzter Blog.
Wie Leonie schon geschrieben hat, ist dies unsere letzte Arbeitswoche.
Unglaublich!! Ich habe in meinem FÖJ trotz der Coronasituation viel über Moore, Stiftungsflächen und Zusammenarbeit gelernt und durfte viele Ecken von Schleswig-Holstein sehen, die ich noch nicht kannte und in denen ich vorher noch nie gewesen bin. Ich bin froh, dieses FÖJ gemacht zu haben und auch bei der Stiftung gelandet zu sein.

Am Montagvormittag verbrachten wir einen Tag im Büro. Gegen Mittag fuhren wir zum letzten Mal nach Sprenge, um dort an unseren Wildtierkameras die SD-Karten und Batterien auszutauschen. Leider fanden wir die Halterung der Kamera leer vor.
Dienstag war unser letzter Bürotag, denn Mittwoch und Donnerstag waren wir noch einmal mit Kollegen unterwegs. Am Mittwoch waren wir noch einmal  mit Michael Ott unterwegs und fuhren zum Hof Sophienlust, um dort die Krötenaufzuchtstation winterfest zu machen. Der Sommer ist vorbei… Am vorletzten Tag dieser Woche holte mich Olli von Zuhause ab - ihr wisst ja, ich „liege am Weg“-  und wir haben gemeinsam mit ihm und einem Praktikanten zum „krönenden Abschluss“ sozusagen auf der Stauungsfläche am Sehlendorfer Binnensee noch einmal Japanischen Knöterich und Kartoffelrosen entfernt.

Ja, und dann war er da, der letzte Tag im FÖJ… Schon irgendwie komisch – und wie schnell die Zeit vergangen ist!! Wir haben uns im Stiftungsgarten mit einigen Mitarbeitern getroffen und hatten eine nette Verabschiedung.

Liebe Leser*innen, macht auch ein FöJ!! Man lernt viel über Natur, Tiere, Menschen, Wetter, Arbeit- und es bringt einen in jedem Fall einen großen Schritt weiter!!   

Ich wünsche allen alles Gute und ein Dankeschön an die Stiftung Naturschutz - speziell an Annalena Euhus, Oliver Granke, Michael Ott, Torge Hartig ( für die nette Mitfahrgelegenheit).

Bleibt gesund und „natürlich“!

Eure Clara

 

 

27.+28. Kalenderwoche (05.- 18. Juli 2021)

Hallo zusammen zu meinem allerletzten BLOG,

Tja, so schnell kann es gehen. So schnell ist ein Jahr voller Moortouren, Kennenlernen neuer Gebiete, ganz vielem neuen Wissen und Erlebnissen vorbei. Ich habe unglaublich viel Neues gelernt und bin sehr froh, mit meinem FÖJ, bei der Stiftung Naturschutz Schleswig- Holstein gelandet zu sein.

 

Die letzten zwei Wochen, über die ich jetzt noch berichte fingen erstmal mit dem Entfernen von Lupinen im Naturschutzgebiet in Kasseedorf an. Das ganze lief ein bisschen wie eine Schatzsuche ab. Michael gab uns im Voraus eine Karte, auf der die Lupinen eingezeichnet waren. Teilweise waren es aber nur einzelne Pflanzen, die in einem NSG, wo alles Mögliche wächst gar nicht so leicht zu finden waren. Letztendlich waren wir aber doch recht erfolgreich und hatten einen schönen Tag. Am Dienstag hatten wir unsere digitalen Abschlusstag mit allen FÖJ´lern vom Koppelsberg. Auch wenn man sich nur virtuell gesehen hat, war es schon traurig zu wissen, dass man die meisten Gesichter zum letzten Mal gesehen hat. Am nächsten Tag ging es für Beyza und mich dann ein letztes Mal ins Königsmoor. Auch wenn das Königsmoor auf manchen Flächen echt sehr nass ist, was die Pegelmessungen nicht immer unbedingt angenehm macht, mochte ich es eigentlich sehr gerne. Allerdings reicht es mir um ehrlich zu sein jetzt auch, durch Büsche zu kriechen und dauernd darauf achten zu müssen, dass man nicht gleich hüfthoch im Wasser steht. Am Donnerstag stand dann der Abbau eines Gelegeschutzzaunes an, den wir am Ende vom Winter aufgebaut hatten. Während wir letztes Mal trotz Zwiebellooks noch gefroren hatten, lief es diesmal genau anders herum. Es war unglaublich warm, was den Tag definitiv zu einem meiner anstrengendsten Tage in meinem FÖJ zählen lässt. Wir waren jedoch schneller als erwartet durch und konnten daher schon am frühen Nachmittag wieder den Heimweg antreten. Nachdem am Freitag, dann für uns beide Büroarbeit anstand, ging es für Clara am Samstag das erste Mal zu einem Standdienst in Eutin.

Diese Woche begann dann erneut mit Büroarbeit und ich versucht so viele Autos wie möglich, noch einmal in die Waschstraße zu bringen. Am Dienstag, stand für Clara ihr letztes Mal und für mich, mein vorletztes Mal Pegelmessen an. Dafür ging es für uns nach Dätgen, ins Große Moor, welches wir bei schönem Wetter noch einmal genießen konnten. Gestern ging es für mich dann in eines meiner Lieblingsstiftungsgebiete: die Geltinger Birk. Auf dem Plan stand Kartoffelrosen zupfen und unser Einsatzort war direkt am Strand. Das heißt, wir hatten den ganzen Tag Meerblick J. Solche schöne Einsätze werde ich auf jeden Fall am meisten vermissen.  Zusammen mit Stefan und Finja von der Geltinger Birk haben Michael, Hauke und ich ganz schön viel geschafft und sind, als wir fertig waren zur Abkühlung, noch einmal kurz in die Ostsee gesprungen. Heute war ich dann mit Christian zusammen auf einer Fläche, auf der wir drüsiges Springkraut entfernen sollten. Nachdem wir uns erst einmal, durch einen halben Dschungel und einem Meer an Brenneseln kämpfen mussten, fanden wir auch endlich den Grund für unseren Ausflug. Nachdem wir beide keine Lust mehr hatten, uns erneut durch den Dschungel zurück zu kämpfen, wollten wir durch einen Bach zur Straße zurück laufen. Das stellt sich dann aber doch als genauso langwierig dar, da wir am Ufer überall noch Springkraut fanden.

So das war´s von mir. In zwei Wochen kommt dann auch noch der letzte BLOG von Clara und dann sind auch schon die neuen FÖJ´ler an der Reihe.

Bis bald

Leonie J

26. Kalenderwoche (28.Juli - 04.Juli 2021)

Moin Leute,

nach Seminarwoche und Urlaub bin ich wieder da- und der letzte Monat unseres FÖJ hat schon begonnen - die Zeit rennt! Montag starteten wir gleich mit einer Moortour.
Das große Moor in Dätgen war an der Reihe. Wir fuhren morgens gegen neun Uhr los und verbrachten  die Zeit bis zum Nachmittag mit den Pegelmessungen. Es war ein extrem heißer Tag und man durfte eigentlich nicht stehen bleiben, weil dann sofort Massen an kleinen Blutsauger über uns herfielen - Bremsen und Mücken. Aber als kleines „Highlight“ fand ich auf einem der Wege eine kleine Blindschleiche. Die sieht man ja auch nicht mehr so häufig.         
Kleine Quizfrage: Ist eine Blindschleiche a.) eine Eidechse oder b.) eine Schlange?
Antwort am Ende des Blogs.
Als wir mit dem Moor fertig waren, fuhren wir noch zu unseren zwei wilden SH-Campingplätzen und kontrollierten sie. Danach suchten wir uns eine nahegelegene Eisdiele, weil wir uns zur Abkühlung ein Eis gönnen wollten- leider hatte sie zu!! (Bei dem Wetter...!!) Also musste die Kühltruhe des nächsten Supermarktes herhalten. Durchgeschwitzt und k.o. ging es dann zurück zur Stiftung. Ein früher Feierabend und eine kalte Dusche mussten her!
Am Dienstag ging es für Leonie mit Telje zusammen ins Dosenmoor. Ich blieb wegen meinem Knie im Büro und verbrachte daher einen Tag im Innendienst und erledigte Büroarbeiten. Ich legte Imagebroschüren mit Spendenflyern an und zählte Festivalflyer in der Garage. Als ich mit dem Zählen fertig war, sollte ich für die Personen, die Flyer bestellt hatten, immer entsprechende Anzahlen abzählen und beschriften. Zwischendurchkam eine Warenlieferung von Briefumschlägen für Versandaktionen, die ausgepackt und ins Sekretariat gebracht werden musste. So verbrachte ich damit den ganzen Tag. Am Nachmittag machte ich früher Schluss, da ein heftiges Unwetter im Anmarsch war. Es fing gegen 14.30h  mit einem Gewitter an, eine Stunde später hat es dann so geschüttet, dass ich auf dem Weg von der Garage zurück ins Büro komplett nass war. Leonie und Telje waren gegen 15:00 Uhr heil zurück und gottseidank noch vor dem Unwetter im Moor fertig geworden. Wir machten dann alle relativ früh Feierabend, damit wir schnell nach Hause kamen. Ich hatte Regenjacke und Gummistiefel in der Stiftung, so dass ich einigermaßen geschützt für den Heimweg war.
Auch mein Bus fuhr, trotz teilweise heftig überfluteter Straßen. Ich glaube, solche Wassermassen hatten wir hier schon lange nicht. Am Mittwoch verbrachten wir beide einen Tag im Büro. Ich beendete meine Arbeit vom Vortag und verpackte auch einen Teil schon, damit es später zur Post kann. Danach hing ich im Besprechungsraum meinen Bastelschmuck wieder auf, da letzte Woche, als ich im Urlaub war, die Fenster vom Fensterputzer geputzt worden waren. Den Rest des Tages beklebte ich noch Briefumschläge mit Briefmarken und Stiftungsflyer mit Aufklebern. 
Am Donnerstag fuhren wir morgens zum letzten Mal in unserem FöJ ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessung durchzuführen. Es war komisches Wetter an diesem Tag, nach der Hitze der vorigen Tage und dem Unwetter bewölkt und schwül-warm. Im Anschluss an die Pegelmessung ging es wie immer nach Schmoel, um dort die zwei Lattenpegel zu messen und zum wilden S-H Campingplatz an der Turmhügelburg in Lütjenburg. Auf dem Rückweg brachte mich Leonie wieder nach Hause.
Am letzten Tag dieser Woche war noch ein letztes Mal das Hartshoper Moor dran.
Den Vormittag verbrachten wir mit unserer Pegelmessung. Zurück in der Stiftung war Büroarbeit angesagt, bevor wir ins Wochenende gingen. Ist schon irgendwie komisch, wenn man diese Touren jetzt alle zum letzten Mal macht.

Habt ein schönes Wochenende, 
bis bald Eure Clara

Hier ist die Auflösung der Quizfrage: 
Die Blindschleiche ist eine Eidechse, man verwechselt das leicht und blind ist sie auch nicht. Der Name der Blindschleiche wird aber auf das Althochdeutsche plintslîcho zurückgeführt, was nach allgemeiner Auffassung so viel wie „blendende oder glänzende Schleiche“ bedeutet und sich auf das Glänzen der glatten Schuppenhaut sowie die typische Fortbewegung beziehen dürfte. Wer sich dafür interessiert kann hier mehr erfahren und nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Blindschleiche.

25. Kalenderwoche (21.- 27. Juni 2021)

Hallo zusammen,

letzte Woche hatten wir ein wunderschönes Abschlussseminar zu den Themen Re-und Upcycling, Autarkie und Konsum. Wir haben uns aber nicht nur mit ökologischen Themen beschäftigt sondern hatten auch Zeit für eine Kanufahrt, etliche Runden Wikingerschach und natürlich Lagerfeuer. Am Montag ging es für mich dann wieder los mit der Arbeit, während Clara diese Woche noch ihren Urlaub genießt. Ich habe ein letztes Mal, unsere Moortouren für den nächsten Monat geplant und noch weiter Pegeldaten in Excel Tabellen eingepflegt.

Am darauf folgenden Tag fuhr ich zur Steilküste von Heilgenhafen. Dort kontrollierte ich wie gut die Stiftungsflächen beschildert sind und ob das aktuelle Logo drauf ist außerdem bin ich das Stiftungsland, auf der Suche nach weiteren Schildern, abgelaufen. Dabei habe ich bei bestem Wetter, die schöne Aussicht und das tolle Gebiet genossenJ.

 Mittwoch ging es dann für unseren Praktikanten Hannes und mich ins Königsmoor, für die fälligen Pegelmessungen. Ob es Anfängerglück, ein gutes Auge oder vielleicht auch die Kombination aus beidem war, bin ich mir nicht sicher. Aber auf jeden Fall hat Hannes unsere Pegel, welche alle mit einem pinken Flatterband (welches natürlich biologisch abbaubar ist) zur besseren Erkennung markiert sind, so gut wie jedes Mal schneller gefunden als ich. Im Moor haben wir dann auch noch einen Traktoren, der beim Mähen eingesunken ist gesehen und welcher erst mit der Hilfe von zwei weiteren Traktoren wieder raus kam. Ich habe schon die ein, oder andere Geschichte von Fahrzeugen, die bei Baustellenarbeiten versunken sind gehört, doch einen Traktor, mit richtiger Schieflage und halb versunkenen Reifen zu sehen, hat einem nochmal vor Augen geführt, wie kompliziert die Arbeit im Moor sein kann und was für eine Mühe dahinter steckt.

Gestern habe ich dann zum ersten Mal unsere Flächenmanagerin Heike begleitet. Zuerst haben wir uns eine Fläche zusammen mit dem Gebietsbetreuer und einer Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde angeschaut. Dann folgen  weitere Flächenkontrollen, bei denen Heike mir erklärt hat, welche Projekte dort  jeweils umgesetzt wurden und hat mir noch ganz viele Pflanzen gezeigt. Obwohl ich mir die Namen, die zu meiner Verteidigung teilweise auch echt kompliziert sind, von den Pflanzen echt schlecht merken kann, kenne ich auf jeden Fall inzwischen mehr als vor einem Jahr. Highlight des Tages war ein Kiebitzküken, das wir auf dem Boden entdeckt haben. Kiebitze sind eine gefährdete Art, die zum Beispiel in flachen Landschaften mit kaum bis gar keinem Gras brüten. Dadurch sind die Eier und später auch die Küken gerne das Ziel von andern Fressfeinden.

Heute Vormittag haben Christian und ich in einem Gebiet Regiosaatgut ausgebracht. Dabei mussten wir aufpassen, dass wir nicht mit dem sogenannten Riesen-Bärenklau in Berührungen kamen, da eine Substanz dieser Pflanze, wenn sie auf die Haut kommt phototoxisch wirkt. Das heißt, wenn die Substanz auf der Haut mit Sonnenlicht in Verbindung kommt, löst sie Verletzungen, ähnlich Verbrennungen aus. Glücklicherweise haben wir beide aber alles gut überstanden und jetzt gehe ich ins Wochenende.

Bis bald

Leonie

22.+23. Kalenderwoche (31.März- 13.Juni 2021)

Moin ihr Lieben,

nach einem kurzen Urlaub und einem zweiwöchigem Berufspraktikum bin ich wieder in der Stiftung. Das Jahr ist wirklich bald schon um, ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit - trotz Corona! - vorbeigeht. Es sind nur (ohne meinen Urlaub mitgerechnet) noch genau 30 Tage!


Ich habe diese Woche im Büro -und Garten gearbeitet. Am Mittwoch startete ich mit Leonie wieder ins Kaltenhofer Moor, um dort die Pegelmessungen durchzuführen. Im Anschluss fuhren wir zum Hessenstein in Lütjenburg, um dort den „wilden SH-Schlaf-Campingplatz“ zu kontrollieren. Um 16:00 Uhr hatte ich ein Online-Vorbereitungstreffen für unser Gruppenseminar.
Vom 14.6 - 18.6.2021 haben wir das letzte und 5.Seminar in diesem FÖJ.
Unsere Themen sind Nachhaltigkeit, Re-und Upcycling, Klamottenkonsum und Autarkie. Da ich das Seminar mit vorbereite und vorstelle, bin ich schon sehr gespannt, ob alles klappt. Ziemlich aufgeregt bin ich deswegen auch.

Von Olli habe ich inzwischen erfahren, dass meine Seeschwalbenattrappen - erinnert ihr euch?  Gut, um nicht zu sagen RICHTIG gut angekommen sind. Tatsächlich haben zwei Paare ganz  in der Nähe der Attrappen ihr Nest gebaut.
Ich freue mich sehr, dass ich damit dazu beitragen konnte, dass diese seltenen Vögel zumindest wieder brüten. Nun hoffen wir, dass sie ihre Brut auch groß bekommen.
@ Olli: bei Bedarf bastel ich gerne wieder Attrappen!!!                                                                                                               
Übrigens haben wir neuerdings auch eine "Insta-Story". Dort könnt ihr jetzt auch Neuigkeiten wie diese nachlesen.
In der zweiten Woche, die ich an diesen Blog noch dranhänge habe ich begonnen die Gartenmöbel zu streichen, bin allerdings noch nicht fertig geworden. Freitag habe ich nun diesen Blog beendet und verabschiede mich ins Wochenende. Die Gartenmöbel müssen nun noch ein wenig auf den letzten Anstrich warten, denn nächste Woche ist unser Seminar und danach habe ich Urlaub.
Habt eine gute Zeit und genießt den Sommer!


Bis bald,
Eure Clara
 

 

20.+21. Kalenderwoche (17. Mai - 30. Mai 2021)

Hallo zusammen,

nach einiger Zeit gibt es jetzt auch mal wieder einen Blog von mir. Letzte Woche standen wieder einige Moortouren an. Am Montag starteten wir mit dem Dosenmoor und am Dienstag ging es dann auch schon mit dem Königsmoor weiter. Seit diesem Monat blüht alles im Moor, sodass wir die typischen Moorpflanzen wie Wollgras und Sonnentau gesehen haben. Sonnentau ist übrigens eine fleischfressende Pflanze, die aber aufgrund der Trockenlegung von  Mooren und Torfabbau hierzulande oftmals stark gefährdet ist. Die Blätter der Pflanze sind mit Klebedrüsen bedeckt, mit welchen sie ihre Beute fangen. So können sie auch in nährstoffarmen Gebieten (wie im Moor) überleben. Nach den beiden großen Moortouren an zwei Tagen direkt hintereinander, waren Beyza und ich echt platt und ich verbrachte den Mittwoch dann im Büro. Dort erstellte ich unsere erste FÖJ-Highlight Instagramstory, die ab jetzt wöchentlich auf dem Instagram Kanal der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu sehen ist (falls ihr das verpasst habt, könnt ihr die Story jederzeit in den Instagram-Highlights nachschauen  J). Am Nachmittag bin ich dann spontan noch nach Sophienlust gefahren, um Michael und Hauke bei der Krötenaufzuchtstation zu helfen. Die beiden ziehen dort gefährdet Frösche und Kröten auf und setzten diese aus. Dazu sammeln sie Froschleich, der dann in vorbereitete Wannen gelegt wird. Wenn dann aus den Eiern kleine Kaulquappen schlüpfen, werden die, nach ein bis zwei Wochen größtenteils ausgesetzt und der Rest darf bis er ausgewachsen ist, noch in der schützenden Aufzuchtstation bleiben und wird dann auch in die Freiheit entlassen. Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal in diesen Monat ins Moor und am Freitag durfte ich Chris bei einer Flächenkontrolle begleiten. Das ist immer eine super Gelegenheit noch mehr Stiftungsflächen zu sehen und eine Menge zu lernen.

Die jetzige Woche verbrachte ich nur mit Büroarbeit wie Pegeldaten einpflegen, Dokumente einscannen, Auto waschen usw.

Nächste Woche habe ich Urlaub, also geht bei mir erst im Juni wieder weiter mit der Arbeit in der Stiftung. Dann haben wir nur noch zwei Monate in unserem FÖJ, unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist.

Bis bald

Leonie 

18. + 19. Kalenderwoche (03. -16. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

Nun haben wir schon Mai, immer noch Corona und in zwei Monaten ist mein/unser FöJ schon zu Ende – die Zeit rennt! Und schade ist es auch :-(.

In der ersten Maiwoche fuhren wir in das Kaltenhofer Moor und nach Schmoel und machten die monatliche „Pegelkontrolle“. Im Anschluss ging es zu dem „wilden Campingplatz“, der am Eiszeitmuseum in Lütjenburg liegt. Da Leonie das Gut Panker, dass am Weg und sehr schön liegt, noch nicht kannte, machten wir hinterher einen kleinen Abstecher dorthin und schauten uns die schöne Anlage an. Es befindet sich dort die bekannte Trakehnerpferde - Zucht der Prinzenfamilie von Hessen. Zur Zeit gibt es sogar ganz junge Fohlen, die Leonie und ich natürlich sehr süß fanden. Ich kannte das Gut zwar schon von früheren Besuchen, finde es aber immer wieder total schön. Am frühen Nachmittag setzte mich Leonie wieder bei mir Zuhause dann ab.      
Freitag stand dann das Hartshoper Moor auf dem Plan. Es regnete zwar die ganze Zeit, aber wir waren sehr schnell fertig mit unseren Pegeln. Wenn man erst Mal weiß, wo alle sind und wie man es machen muss, ist es echt fix zu erledigen. In der Stiftung angekommen, checkten wir unsere Mails und haben von Wiebke, einer Mitarbeiterin der Stiftung, erfahren, dass im Kaltenhofer Moor das Schild und das Flatterband von der Gans weg sind. Erinnert ihr Euch? Wir hatten im letzten Monat dort ein Schild angebracht mit der Aufschrift: „Bitte nicht stören!! Hier brütet eine Gans!“. Das wurde irgendwie „entfernt“. Wer macht so etwas?
Also fuhren wir am Nachmittag noch einmal hin und brachten ein neues Schild und neues Flatterband an. Hoffentlich hält es diesmal länger - und vor allem Störenfriede ab, damit die Kanadagans ihre Eier in Ruhe ausbrüten kann. Wir sind gespannt, ob wir im Juni, wenn wir wieder hier sind, kleine Gänseküken sehen können? Ich freue mich schon. Danach ging es ins Wochenende. 

Nach einem sommerlichen Sonntag starteten wir mit sehr schwülwarmen Wetter in die neue Woche. Aber nach der gefühlt langen Zeit der Kälte tat das schöne Wetter richtig gut! Leonie holte mich von Zuhause ab und wir fuhren nach Kasseedorf. Dort sollten wir die letzten Reste Markierband entfernen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir im letzten Winter einige Weißdornsträucher dort markiert haben, die entfernt bzw. stehen bleiben  sollten. Das ist dann später auch entsprechend geschehen. Der Weißdorn wird so unter Kontrolle gehalten, damit er sich nicht allzu sehr ausbreitet und man später dort nicht einen Weißdornwald hat. Wir haben uns aufgeteilt, suchten die Reste Markierband und sammelten sie ein. Als wir fertig waren, wollten wir noch nach den Kühen schauen, die eigentlich auf dieser Koppel stehen, haben sie aber nicht gefunden. Stattdessen trafen wir noch zwei Mitarbeiter vom LLUR, die auf der Fläche unterwegs waren. Danach gingen wir zum Auto zurück und wollten wegfahren, doch es ging nicht – FESTGEFAHREN!! Und wir haben schon gedacht, dass wir die Einzigen wären, die sich im FÖJ nicht festfahren werden. Wir hatten den Wagen vor dem Gelände am Tor geparkt und beide nicht bemerkt, dass der Boden dort scheinbar sehr weich und durch den Regen der letzten Tage noch mehr aufgeweicht wurde. Wir versuchten also zuerst selber den Autoreifen frei zu bekommen. Erst haben wir den dicken, nassen Matsch mit den Händen beiseite geschoben, dann habe ich von vorne geschoben und Leonie versuchte herauszufahren. Das Ganze mehrfach - vergebens! Wir wollten dann auf die andere Seit der Koppel, weil wir dachten, dass dort die beiden Mitarbeiter vom LLUR parkten. Unterwegs rief Leonie sicherheitshalber aber noch in der Stiftung an, was wir machen sollten. (Wir sollten entweder den nächst gelegenen Bauernhof aufsuchen oder den ADAC anrufen.) Zum Glück waren mehrere Höfe in der Nähe und wir machten uns auf den Weg. Zufälligerweise rief uns dann aber einer der Mitarbeiter vom LLUR an, den wir vorher getroffen hatten. Er teilte uns mit, dass sie mit einem Abschleppseil an unserem Parkplatz stünden, da sie mitbekommen hatten, dass wir feststeckten. So wurde das Abschleppseil angebracht und versucht unseren Wagen frei zu bekommen – ohne Erfolg. Also wurden Zweige unter die festgefahrenen Reifen gelegt. Ein zufällig vorbeikommender Radfahrer bot auch seine Hilfe an und so schoben wir zu Dritt und mit einem schnellen Ruck hatte „unser“ Hyundai wieder festen Boden unter den Reifen – und Leonie und ich lagen im Dreck, da wir vorne geschoben hatten. Außer, dass die Klamotten noch schmutziger waren, ist aber nichts passiert. Hauptsache, wir hatten den Wagen wieder frei - was für eine Aktion! Wir bedankten uns bei unseren Helfern und machten uns auf den Rückweg. In Plön gönnten wir uns dann auf den Schrecken noch ein leckeres Eis. Leonie setzte mich wieder Zuhause ab.
(Vielen Dank , dass Du es immer machst, wenn wir in der Nähe unterwegs sind!) Dienstag wollten wir eigentlich ins Große Moor nach Dätgen fahren, aber es war sehr regnerisch und  so verschoben wir die Tour. Wir verbrachten einen Bürotag in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben. Ich begann mit dem Blog und wir räumten den Keller auf. Außerdem fuhr Leonie mit dem Hyundai, den wir gestern benutzt haben, in die Waschstraße, da er gestern doch sehr schmutzig geworden ist!! Mittwoch habe ich sozusagen „Homeoffice“, da ich mit meiner FöJ – Gruppe zu einem Vorbereitungstreffen für das nächste Seminar verabredet bin - online natürlich. Danach starte ich in ein langes Wochenende, denn Freitag nach Himmelfahrt habe ich Urlaub. Vielleicht ihr auch? Dann habt ihr bestimmt auch  Zeit ein bisschen in unserem Blog zu lesen, oder?                                                                                               

Bis bald – nass kühle Grüße!

Eure Clara

16+17. Kalenderwoche (19. April - 02. Mai 2021)

Moin liebe Leute,

auch ich hatte um Ostern herum ein bisschen frei, aber nicht nur Urlaub zum Chillen, sondern auch sozusagen „Arbeitsurlaub“. An zwei freigestellten Tagen habe ich nämlich Seeschwalbenattrappen „gebastelt“. Es wurden zwei verschieden Arten gebraucht – Flussseeschwalbe und Zwergseeschwalbe. Da das eine Sache mit mehreren Arbeitsschritten ist – modellieren, ärgern! – trocknen, anmalen - trocknen, lackieren – trocknen, habe ich das Zuhause gemacht. Da konnte ich mich mehr ausbreiten – und auch laut fluchen, wenn es nicht so klappen wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. Aber am Ende sind die „Models“ ganz gut geworden - oder was meint ihr?
So ging es erst am Donnerstag nach Ostern wieder in den normalen Alltag für mich, Leonie hatte noch Urlaub. Ich fuhr mit Michael nach Kasseedorf. Hier haben wir schon mehrfach gearbeitet. Vielleicht erinnert ihr euch auch? Diesmal sollte auf einer Stiftungsfläche auf der Wildschweine „fleißig“ waren, deren Vorarbeit genutzt und Wildblumensaat in die aufgebrochenen Löcher eingesät werden. Mit dabei war Doris, eine Biologin. Mit ihr hatten wir schon im letzten Herbst im Johannistal Saatgut von verschieden Wildblumen „geerntet“,
Bevor die Saat jetzt in den Boden konnte, haben wir sie mit Sägemehl vermischt, um sie trocken zu halten und vor hungrigen Vögel etc. zu schützen. Dann hat Michael den Boden etwas gelockert und Doris und ich brachten die Saat ein. Die Schwarzkittel (= Wildschweine) waren fleißig bzw. war wohl eine große Rotte (= Gruppe/Familie) unterwegs, so dass wir bis zum Nachmittag zu tun hatten. Auf dem Rückweg setzte mich Michael zuhause ab. Praktisch, wenn man sozusagen am Weg wohnt. Am Freitag modellierte ich weiter an den Seeschwalbenattrappen (s. o…..modellieren, fluchen….!) und schon ging es wieder ins Wochenende. Am Montag war für mich wieder ein normaler Tag in der Stiftung. Leonie fuhr ohne mich zum Pegelmessen ins Dosenmoor, da ich in so ein großes Moor (leider!!) nach wie vor nicht mit kann. So habe ich den Tag mit Büroarbeit.
Am Dienstag ging es früh los, da wir ins Große Moor nach Dätgen fuhren, um dort auch die monatlichen Pegelmessungen weiter zuführen. Es war wunderbares Wetter und ein richtig herrlicher Frühlingstag, den wir sehr genossen haben
J. Im Anschluss fuhren wir noch zu den beiden „wilden Campingplätzen“, die wir auf dieser Tour vom Frühjahr bis zum Herbst immer regelmäßig kontrollieren. Sie waren aber alle sauber. Danach ging es noch weiter ins Kaltenhofer Moor. Hier sollten wir noch ein Schild montieren, da dort an einem kleinen See eine Kanadagans brütet. Da ihr Nest sichtbar für Spaziergänger und Neugierige ist, soll versucht werden, sie zu schützen. Leonie hatte am Montag noch ein Schild mit den Worten : „Bitte nicht stören! Hier brütet eine Gans!“ ausgedruckt und ein laminiert. Es wurde an einen Holzpfahl genagelt und in den Boden geschlagen. Wir sind gespannt, ob die Kanadagans, es schafft ihre Eier nun ungestört auszubrüten. Eine Gans brütet etwa vier Wochen bis die Küken schlüpfen. Es hängt von der Nahrung und von der Zeit ab, wie groß das Gelege wird. Sie legen zwischen zwei und zwölf Eiern. Kleine Gössel (Gänse) sind super süß finde ich. Ich muss immer an „Nils Holgersson“ oder an „Amy und die Wildgänse“ denken, wenn ich Gänse und ihre Küken sehe ( auch bei Gänsen ohne KükenJ). Am Mittwoch ging es morgens ganz früh los, da wir um 9:00h schon am Haasberger See sein sollten. Er liegt kurz vor der dänischen Grenze und man fährt ca.1,5 Std. Dort trafen wir uns mit Annalena und Gudrun. Am Haasberger See haben wir im vergangenen Sommer die alten Brutflöße für Trauerseeschwalben aus den Teichen geholt. Diese haben wir im Februar gemeinsam repariert und nun sollten sie wieder zu Wasser gelassen werden. Bevor das losgehen konnte, wurde Matsch in drei Eimern angerührt. Jeweils zwei Brutflöße wurden dann an einem Stein mit Loch fixiert, sozusagen als Anker, damit die Flöße an einer Stelle bleiben und nicht hin- und hertreiben. Aus dem angerührten Matsch haben wir dann Nester geformt und auf den Flößen platziert. Damit das Ganze echter aussieht, wurden die Nester noch mit etwas Gras „dekoriert“. Die ca. 35 Brutflöße wurden auf zwei Teiche verteilt. Vorher haben wir noch an drei anderen Teichen, auf denen keine Brutflöße vorhanden sind, alte Plastikrohre eingesammelt. Die Teiche gab es vorher noch gar nicht auf dieser Fläche. Sie wurden extra für die Trauerseeschwalben angelegt, daher auch die Brutflöße. Gegen Mittag waren wir fertig. Es war übrigens richtig kalt und vor allem windig an diesem Tag – und natürlich hatten wir Wathosen bei unserer Arbeit an :-). Wir entsorgten noch die alten Plastikrohre in der Mülldeponie und machten uns dann auf den Heimweg. In der Stiftung dann die täglich übliche „Corona- Routine“ (Auto desinfizieren, lüften), Wathosen säubern und ab in den Feierabend.
Am Donnerstagvormittag ging es mit Lisa auf eine Stiftungsfläche nach Wennebek, um dort Müll zu sammeln. Anschließend brachten wir ihn zur Mülldeponie. Insgesamt kamen fast zehn blaue Säcke zusammen. Unglaublich, was die Leute alles in der Natur entsorgen!….. Freitag ging es bei herrlichem Sonnenschein zum kleinen Binnensee nach Sehlendorf. Leonie holte mich auf dem Weg von zuhause ab. Mit Olli zusammen waren wir wieder im „Kartoffelroseneinsatz“, denn noch ist die Fläche nicht komplett von dieser invasiven Pflanze befreit. Außerdem haben wir auch hier noch jede Menge Müll und Glas gesammelt. Unsere Mittagspause konnten wir am Strand machen und Olli hat uns zu Eis und Kuchen eingeladen, total nett. Am späten Nachmittag waren wir mit unserem Einsatz fertig. Auf dem Rückweg ließ mich Leonie wieder zuhause aussteigen. Olli kam diesmal mit und ich konnte ihm feierlich meine Seeschwalbenattrappen übergeben. Ich glaube, er findet sie gut, worüber ich mich natürlich sehr freue. Am meisten würde es mich aber freuen, wenn sie auch ihren Zweck erfüllen und tatsächlich andere Seeschwalben anlocken. Nach einem kleinen Rundgang mit Olli über unser Grundstück gingen wir drei ins Wochenende. In der nächsten Woche beginnt schon das 4. Seminar, wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich bin schon gespannt wie das werden wird, denn es ist (leider!) wieder ein Online-Seminar. Aber unsere Betreuer haben sich bestimmt wieder einiges für uns ausgedacht.

Bis zum nächsten Mal!

Habt eine gute Zeit und bleibt gesund -

Eure

Clara

15. Kalenderwoche (12. -18. April 2021)

Hallo zusammen,

nach einem kurzen Osterurlaub, den ich zu Hause in Bayern verbracht habe, ging es für mich am Dienstag wieder los mit der Arbeit. Wir fuhren, nachdem ich mich erstmal durch alle, in meinem Urlaub angekommenen Mails geklickt habe, gegen Mittag los ins Kaltenhofer Moor, um mit den monatlichen Pegelmessungen zu beginnen. Am Mittwoch ging es für Lina und mich dann ins Königsmoor. Dort trafen wir, während wir gerade am Pegel messen waren zwei Polizisten, die sich die Staue erneut anschauen wollten, die vor einiger Zeit zerstört worden sind. Gestern sind Clara und ich ins Naturschutzgebiet in Kasseedorf gefahren, um Saatgut in Wildschweinstörstellen zu verteilen. Da das Gebiet relativ groß ist und die Wildschweine zudem ziemlich fleißig waren, den Boden aufzuwühlen, waren wir damit bis in den frühen Nachmittag beschäftigt. Heute standen dann noch die Pegelmessungen im Hartshoper Moor an, mit denen wir in einem Rekordtempo von 35 Minuten fertig waren. Zugegebenermaßen müssen wir in diesem Moor auch nur sieben Pegel messen und auch keine wirklich weiten Strecken laufen – so schnell waren wir trotzdem noch nie. Nach dem Moor sind wir anschließend noch in die Arche Gärtnerei gefahren, um zwei Ampferstecher zurück zu geben.

In dieser Woche wurden auch die neuen FÖJler*innen ausgewählt. Nun muss nur noch der Koppelsberg zustimmen und dann können sie im August starten.

Das war´s auch schon wieder mit dieser Woche und diesem kurzen und unspektakulärem Blog.

Bis bald

Leonie

12. Kalenderwoche (22.-28. März 2021)

Moin Leute,

diese Woche war nicht viel los und somit eine entspannte Woche für mich.

Am Montag hatte ich einen Büroarbeitstag, am Dienstag hatte ich Büro-und-Gartenarbeit gemacht. Ich verbrachte morgens zwei Stunden mit Ordner scannen und den Rest des Tages im Garten. Ich harkte das alte Herbstlaub vom letzten Jahr zusammen und brachte es weg. Mit Mona, der „Haus-und Gartenmeisterin schnitt ich im Garten die alten Pflanzenstiele ab und leerte noch vier Vogelnistkästen. In einem war sogar eine Mausfamilie drin, die ich leider rausschmeißen musste. Es war sogar ein Mäusebaby drin, das aus dem Nest fiel, als ich das alte Vogelnest herauszog. Es krabbelte aber schnell hinter einem Alttier her in ein Mauseloch, das sich am Baumstumpf unter dem Nistkasten befand, und hat zum Glück überlebt. Ich sah es, da das hinter einem Alttier hinterher gesprungen war und es im Laub geraschelt hatte.
Am Mittwochmorgen holte mich Leonie mit dem Stiftungsauto am Hauptbahnhof ab und wir fuhren gemeinsam los und kontrollierten 12 Übernachtungsplätze im Stiftungsland, wo man mit seinem Zelt eine Nacht übernachten kann. Dort dürfen maximal 2 Zelte pro Nacht stehen mit max. je 3 Personen darin. Damit verbrachten wir den ganzen Tag und Leonie lies mich abends wieder am Hauptbahnhof  raus. Donnerstag und Freitag hatte ich wieder Büroarbeitstage, dass hieß wieder einen Ordner scannen oder diesen Blog schreiben.

Das war´s auch schon von mir wieder.
Jetzt kommen noch zwei Berichte von Leonie, da ich an diesen beiden Tagen nicht mitgekommen bin.

Am Dienstag fuhr ich erneut mit Olli nach Eiderstedt, um einen weiteren Prädatorenschutzzaun aufzubauen. Hani, ein Trainee der Stiftung, begleitete uns außerdem, damit er weiter Stiftungsflächen kennenlernt. Da die Fläche diesmal wesentlich kleiner war als die letzten beiden Male und man außerdem die Fläche mit dem Auto befahren konnte, sodass man die einzelnen Zaunstücke nicht per Hand auf der ganzen Fläche verteilen musste, ging der Zaunaufbau diesmal deutlich schneller. Gegen Mittag waren wir fast schon durch und einer der letzten Schritte war das Durchschneiden der unteren beiden Litzen des Zaunes. Dadurch können Frösche, die keine Gefahr für die Bodenbrüter sind, den Zaun weiterhin gefahrlos passieren. Nach dem Zaunaufbau fuhren wir auf die Fläche, auf der wir bereits vor zwei Wochen den Zaun aufgestellt haben. Dort starteten wir, passend zu Ostern, eine erste schnelle Eiersuche. Jedoch natürlich nicht nach Ostereiern, sondern nach welchen vom Kiebitz oder der Uferschnepfe. Die Eier waren natürlich auch nicht bunt, sondern grün-schwarz und somit perfekt dem Boden angepasst, was die Suche für totale Anfänger nicht unbedingt einfach machte, die Eier aber gut vor Fressfeinden schützt. Am Ende hatten wir drei Nester gefunden mit jeweils zwei-drei Eiern darin.

Am Donnerstag ging es für mich und Chris in den Arche Park. Der Park ist ein ehemaliges Militärgelände, weswegen dort auch noch eine Menge Bunker sind. Heutzutage werden diese unterschiedlich genutzt, entweder als Abstellraum, Heulager oder als Fledermausquartier. Nach einem Rundgang, bei dem wir die einzelnen Bunker, ihre Nummern und ihre jetzige Funktion aufgenommen haben, hatten wir noch zwei Gespräche mit den Pächtern der dortigen Weiden, auf denen Schafe bzw. Rinder laufen.

Bis bald,

Frühlingsgrüße von

Eurer Clara

 

 

11. Kalenderwoche (15. -21. März 2021)

Hallo zusammen,

die Woche hat für mich stürmisch im Königsmoor begonnen. Am Montag sind Anna und ich in die Nähe von Rendsburg gefahren, um dort die monatlich fälligen Pegelmessung durchzuführen. Leider hat das Wetter diesmal nicht sonderlich gut mitgespielt und so kamen wir immer wieder in kleine Regenschauer. Warm eingepackt war das aber dann doch kein großes Problem. Was sich aber als Problem rausstellte war, dass das Moor extrem nass war und wir daher einige Pegel gar nicht erreichten, weil uns das Wasser sonst in unsere Gummistiefel gelaufen wäre. Nasse Füße hatte Anna leider dann doch relativ schnell, da in beide Gummistiefel durch Dornen Löcher gerissen wurden. Unser kläglicher Versuch, die Stiefel mit Hilfe von Klebeband wieder dicht zu machen, scheiterte leider und so haben wir nach dem Hälfte der Pegel die Tour für den Tag abgebrochen und starten nächste Woche einen nächsten Versuch, bei hoffentlich etwas besserem Wetter. Dienstag hatte ich dann mein nächstes Zoom Meeting für die Vorbereiter des nächsten FÖJ-Seminares. Ich bereite unter anderem die Themen Nachhaltig Wirtschaften, Postwachstum und Greenwashing vor. Ich fuhr daher erst gegen Mittag in die Stiftung und wir verbrachten den Tag mit kleinen Büroaufgaben wie dem Scannen des Presseechos, Planen der nächsten Wochen usw. Mitte der Woche ging es für mich dann weiter mit den Pegelmessungen, diesmal im Dosenmoor. Begleitet wurde ich wieder von Beyza. Da unser Lichtlot, mit dem wir sonst eigentlich den Wasserstand messen, kaputt ist und erst repariert werden muss, mussten wir diesmal den Wasserstand mit einem Zollstock messen. Das erschwerte die Sache etwas, da im Gegensatz zum Lichlot, welches man einfach nur die Röhre hinablässt und dann piept sobald es auf Wasser trifft, wir mit Hilfe von unserer Handytaschenlampe (damit man überhaupt etwas in den Röhren sieht) und anderen kleinen Tricks den Wasserstand ermitteln mussten. Gestern sind wir mit Olli dann wieder in einen Speicherkoog, auf einem Militärgelände, gefahren um erneut einen Schutzzaun aufzubauen, der kleine Räuber aufhalten soll, die Eier von seltenen Vögeln zu fressen. Heute geht es auch nochmal ins Moor und dann auch schon ab ins Wochenende.

Bis bald Leonie

10. Kalenderwoche (08.-14. März 2021)

Moin zusammen,

aus meiner Woche gibt es dieses Mal gar nicht so viel zu berichten. 
Montag hatte ich mir frei genommen und so begann meine Woche erst am Dienstag mit einem Tag in der Stiftung. 
Leonie war von Montag bis Mittwoch nicht da, da sie auf dem Koppelsberg beim Ausverfahren der neuen FÖJler*innen dabei war.
So kontrollierte ich z.B. die Dienstfahrzeuge auf Vollständigkeit der Materialboxen. Jeder Wagen hat so eine Box an Bord. Hier gehört das Nötigste hinein, was man für die Arbeit im Außendienst braucht: z.B. Arbeitshandschuhe, Müllsäcke, Klappspaten, Zollstock, Flatterband, Farbspray (natürlich biologisch abbaubar
J). Anita, eine Mitarbeiterin der Stiftung, hatte die Sachen im Baumarkt besorgt, so weit das möglich war. Vieles war auch schon ausverkauft. Am Mittwoch waren alle Büros besetzt, dass heißt auch der Platz, an dem ich die letzten Tage und Monate immer gesessen habe. Also saß ich dann am Vormittag mit Anita zusammen in einem Büro und musste Maske tragen. Ich erledigte alle Aufgaben, die noch gemacht werden mussten und durfte dann früher nach Hause gehen, um mit der „Osterbastelei“ für die Stiftung zu beginnen. Wir hatten zuhause viel Birkenreisig übrig, aus dem ich einige Kränze gebunden habe. Außerdem habe ich jede Menge Schmetterlinge und Libellen aus Transparentpapier gefaltet und geklebt. 
Mal schauen, wie es nachher in der Stiftung aussieht. 
Am Donnerstag waren wir eigentlich wieder mit Olli in Nordfriesland im Adenbüllerkoog verabredet, um Zäune aufzubauen. Durch den Wetterbericht hatten wir aber schon mitbekommen, dass „Luis“, ein Sturmtief, im Anmarsch war und es übles Wetter geben sollte. So wurde diese Tour erstmal verschoben.
Im Nachhinein war das auch wirklich berechtigt, da es den ganzen Tag nur geregnet und gestürmt hat. So war an diesem Tag Innendienst angesagt. 
Am Freitag hatte das Wetter sich wieder beruhigt und Leonie und ich machten uns früh auf den Weg Richtung Nordfriesland. Wir hatten den Auftrag von Annalena bekommen, dort auf unterschiedlichen Stiftungsflächen (wie in Süderlügum, Hollingstedt, Hattstedt, Rosenkranz und noch in einigen anderen Gebieten) Staue aufzudrehen. 
Die Staue werden im Sommer runter gedreht, damit die Flächen entwässert werden, damit die Bauern dort mähen oder beweiden können. Im Winter/ Frühjahr werden sie hochgestellt, damit die Flächen aufgestaut werden und die Watvögel wie Brachvogel, Bekassine und Uferschnepfe dort stochern und brüten können. Diese Arbeit dauerte den ganzen Tag und so kamen wir relativ spät wieder in der Stiftung an und konnten in ein wieder stürmisches, nasses Wochenende starten, denn das nächste Sturmtief namens „Klaus“ zog über Schleswig- Holstein hinweg.

Aber wie heißt es doch so schön...“ohne Regen gibt es keinen Frühling?“

Stürmische Grüße
Eure Clara

09. Kalenderwoche (01. - 07. März 2021)

Hallo zusammen,


der März hat für uns mit viel Arbeit und Außeneinsätzen begonnen und wird wohl auch so weiter gehen. Nach den letzten zwei Monaten, die wir nur mit wenig Arbeit und viel Zeit Zuhause verbracht haben, sind Clara und ich darüber aber echt glücklich. Den Montag habe ich noch mit Büroarbeit, Auto waschen und einem Zoom-Meeting verbracht, bei dem ich und einige andere FÖJler auf nächste Woche vorbereiten wurden. Dann sind wir nämlich bei einem Zuteilungsverfahren von unserem Träger, bei dem wir die Bewerbungen von den Personen, die ab August ein FÖJ in Schleswig-Holstein machen wollen, den Einsatzstellen zuteilen.

Am Dienstag ging es für mich mit einem erneuten Zoom- Meeting weiter. Diesmal ging es aber über unser viertes Seminar, Ende April. Bei unserem ersten Seminar hatten wir uns dafür schon das Thema ausgesucht und zwar „Klimawandel und Wirtschaft“. Da es aufgrund der aktuellen Lage ein bisschen schwierig ist zu planen, ob das Programm für ein Präsenzseminar oder ein Online-Seminar ist, mussten wir lange überlegen wie wir das Programm aufstellen. Ich glaube aber, dass wir schlussendlich zu einer ganz guten Lösung gekommen sind und freu mich schon auf die nächsten Wochen, in denen wir zwar noch viel planen müssen, aber uns mit echt spanenden Themen beschäftigen können.

Am Mittwoch ging es dann für Clara und mich mit zu einer Flächenkontrolle ins Jardelunder Moor, direkt an der dänischen Grenze. Chris, der die Gebiete teilweise auch erst neu übernommen hat, hat uns viel über Biotoptypen und die Schutzgebiete erzählt. Das Jardelunder Moor ist zum Beispiel Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet.

Bei bestem Wetter ging es dann auch noch zu zwei weiteren Stiftungsflächen, wovon eine, eine wunderschöne alte Kiesgrube war. Am nächsten Tag fuhren wir mit Olli nach Eiderstätt in den Beltringhardener Koog, um dort einen Prädatoren Schutzzaun aufzubauen. Durch das EU-Projekt Life-Limosa und der daraus folgenden Aufwertung des Gebietes, hat dort in den letzten Jahren, die stark gefährdete Uferschnepfe, die zu den in Wiesen brütenden Watvögeln zählt, wieder angefangen zu brüten. Leider aber nur mit wenig Erfolg, da die Eier oftmals von Füchsen, Igeln oder dem ein oder anderen Dachs geklaut worden sind. Damit das nicht mehr passiert und die Uferschnepfe in Ruhe brüten kann, haben wir einen Elektrozaun aufgebaut, der die Räuber in Zukunft hoffentlich abhält.  Nach getaner Arbeit haben wir noch bei einer friesischen Schafskäserei vorbeigeschaut, der ganz viele kleine Lämmer hat. Der Inhaber erzählte uns noch viel von dem Konzept, das hinter seinem Hof steht, was sehr interessant war. Zum krönenden Abschluss des Tages fuhren wir noch nach Osterhever, um dort noch einige Stiftungsflächen zu sehen. Vom Deich aus hatten wir dann auch noch eine wunderschöne Aussicht auf den bekannten Westerhever Leuchtturm im Sonnenuntergang. Glücklich aber auch erschöpft vom Tag machten wir und dann gegen 19 Uhr wieder auf den Weg nach Kiel.

Am Freitag ging es dann für uns nur noch ins Kaltenhofer Moor und dann auch schon ins Wochenende.

 

Bis bald

Leonie

8. Kalenderwoche (22. - 28. Februar 2021)

Moin Leute,

nach kurzem eisigem Winter begann die vierte Februarwoche mit frühlingshaften Temperaturen. Neulich noch zum Rodeln oder Eislaufen und ein paar Tage später im T-Shirt am Strand in der Sonne sitzen... und da gibt es immer noch Menschen, die sagen, den Klimawandel gibt es nicht??

Da ich Montag frei hatte, hatte ich ein langes Wochenende. Dienstag habe ich mit Michael Ott gearbeitet. Michael Ott ist ein Maßnahmen Manager und für die Projektenentwicklungen zuständig ist. Während Leonie mit Azubine Anna ins Große Moor nach Dätgen gefahren ist, um die Pegelstände zu messen.
Leider kann ich die großen Moore nicht mitmachen, da mein Knie noch immer Probleme macht, wenn ich große, unebene Strecken laufen muss. Mal schauen, ob es im nächsten Monat klappt. Ich fuhr also mit Michael morgens nach Kasseedorf.
An den Kasseedorfer Teichen liegen viele Koppeln, die gerade neu eingezäunt worden sind. Ausgerüstet mit Tablet und GPS-App sollte ich die Zäune darüber markieren.
Dazu musste ich den neuen Zaun, über zwei miteinander verbundenen Koppeln, entlang laufen und das Tablet mit dem GPS-Gerät  in die Richtung des Zauns halten.
Das Ganze ging insgesamt über eine Strecke von 4km. Gut übrigens, dass es Gummistiefel gibt, denn das Gelände war ziemlich aufgeweicht. Auch einen kleinen, gar nicht so schmalen Bach, der die Koppeln trennt, musste ich überqueren.
Da der Akku des Tablets schon ziemlich leer war, dachten wir schon, ich wäre umsonst gelaufen, aber gottseidank wurde alles markiert und aufgezeichnet.
Im Anschluss fuhren wir zu einer weiteren, etwas kleineren Koppel, die auch markiert werden sollte. Diesmal übernahm Michael den Part und ich machte in der Zeit Mittag. Nachdem alles erledigt war fuhren wir zurück. Da mein Zuhause auf dem Heimweg liegt, ließ Michael mich dort raus und ich hatte einen frühen Feierabend Mittwoch verbrachte ich mit Leonie den Tag in der Stiftung und wir reparierten die Brutflöße für die Seeschwalben weiter. Donnerstag stand das Hartshoper Moor auf dem Programm, da Leonie es in der letzten Woche nicht mehr geschafft hatte. Pegelmessen war angesagt. Danach reparierten wir die Blutflöße zu Ende und machten im Anschluss Feierabend.

Außerdem erreichte uns die Nachricht, dass irgendwelche "nicht netten Menschen" im Königsmoor großen Schaden angerichtet hatten. Man hat die Überläufe mutwillig kaputt gemacht und so ist das ganze Wasser abgelaufen. Die Arbeit einer langen Zeit umsonst!! Unfassbar! Der NDR hat auch darüber berichtet. Falls ihr möchtet, schaut euch das gerne an.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Koenigsmoor-Unbekannte-haben-Teile-trockengelegt,shmag80644.html

Bis zum nächsten Mal -

Frühlingsgrüße von

Clara

 

06.+07. Kalenderwoche (08. - 21. Februar 2021)

Servus und Moin zusammen,

da letzte Woche für mich eine reine Bürowoche war und ein Bericht darüber relativ langweilig wäre, kommt der Blog erst jetzt. Eigentlich wollte ich letzte Woche bereits zweimal ins Moor, allerdings wurde es beide Male aufgrund vom Wetter verschoben. Das ging dann auch diese Woche so weiter. Am Montag sind Lina und ich in der früh ins Dosenmoor aufgebrochen, um dort die Wasserstände zu messen. Da aber für mittags Eisregen angesagt war, hatten wir die Anweisung um 12 Uhr wieder bei der Stiftung zu sein. Wir beeilten uns also was aber gar nicht so einfach war, denn obwohl ich inzwischen eigentlich weiß wo alle Pegel stehen, hatten wir manchmal Probleme sie unter der Schneedecke zu finden. Bis mittags schafften wir dann trotzdem die Hälfte der Pegel und der Nachmittag wurde mit Büroarbeit verbracht. Eigentlich hatten wir den Plan die restlichen Pegel dann am Dienstag zu messen, allerdings machte uns auch da wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung, da es am Montagabend nochmal ordentlich schneite und wir deswegen die Moor Tour erneut verschieben sollten. Den Dienstag verbrachten wir also deswegen mit Excel Tabellen, dem Einscannen des Presseechos (was einerseits eine relativ langweilige Aufgabe ist, man aber auf der anderen Seite alte Artikel, in denen die Stiftung erwähnt wurde sieht und man dadurch auch nochmal viel über die Geschichte der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein erfährt). Außerdem hat Clara angefangen die Brutflöße, die wir mit Annalena im September von ein paar Teichen geholt haben, zu renovieren. Dabei wird die alte Bambusmatte vom Styropor abgelöst und durch eine neue ersetzt, welche dann mit Hilfe von Baukleber und Draht festgemacht wird. Am Freitag bin ich dann nochmal erneut mit Hani ins Dosenmoor gefahren. Da es in der Zeit zwischen Montag nochmal viel Niederschlag gab, mussten wir bei der Pegelmessung nochmal von vorne beginnen. Da das Wetter aber echt schön war und die Sonne sogar immer wieder durchkam, war das nicht weiter schlimm. Wir hatten sogar wieder eine Begegnung mit einem Fasan, vor dem Lina und ich uns am Montag schon unglaublich erschreckt haben, als er plötzlich laut meckernd weggeflogen ist.

Das war´s auch schon wieder mit meinem kurzen Bericht.

Bis bald

Leonie

5. Kalenderwoche (01. - 07. Februar 2021)

Ja, es gibt uns noch!! Und nun gibt es auch endlich wieder einen regelmäßigen Blog!

Moin zusammen,
ich hoffe, es geht euch allen gut?

Leonie und ich waren den ganzen Januar wegen Corona freigestellt. In dieser Zeit hatten wir das Projekt  "Nistkästen/Insektenhotel bauen" zu bearbeiten. Mit zusammengesuchten Materialien und Restholz habe ich beides gebaut. Ein "Reihenhaus" für Spatzen ist fertig, das Insektenhotel muss noch zu Ende befüllt werden. Ansonsten habe ich diese geschenkte Zeit genutzt, um meinen Zwischenbericht zu schreiben, Bewerbungen auf den Weg zu bringen oder zu Nähen. Die Winterzählung der Gartenvögel habe ich auch mitgemacht. Langeweile hatte ich jedenfalls nicht. Außerdem hatten wir in der letzten Januarwoche ein Online-Seminar mit unserer FöJ Gruppe, da ein "richtiges" Seminar leider nicht stattfinden konnte. Es wurde sich viel Mühe gegeben alles gut zu gestalten, so dass es nie langweilig wurde. Trotzdem ist ein "echtes" Seminar natürlich viel schöner. Von unserer Ansprechpartnerin in der Stiftung wurden wir in dieser Zeit immer auf dem Laufenden gehalten über die neuen Corona-Regeln in der Stiftung.

Nach langer „Coronapause“ durften Leonie und ich endlich wieder am 01.02.2021 anfangen zu arbeiten. Wir verbrachten unseren ersten Arbeitstag in der Stiftung und planten selbstständig unsere Woche. Durch mein nicht ganz fittes Knie kann ich leider noch immer nicht mit in die großen Moore, um dort Pegel zu messen. Zur Probe wollte ich aber mit in das „kleine“ Kaltenhofer Moor. Am Dienstag ging es also los. Dort angekommen stellten wir fest, dass fast überall Hochwasser und alles verschneit und zugefroren war. Einige Pegel  konnten wir gar nicht erreichen, da sie unter Wasser standen und damit zugefroren waren. Im Anschluss an die Moortour fuhren wir nach Schmoel an die Ostsee,  um dort die anliegenden Lattenpegel  zu messen. Hier machten Leonie und ich  noch einen kleine Strandspaziergang, da dass Wetter so herrlich war- sonnig, eiskalt und knallblauer Himmel. Der Strand war vorne an sogar zugefroren, was an der Ostsee eher selten ist. Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir zurück und Leonie ließ mich auf dem Weg zuhause heraus (Danke :-)).
Am Mittwoch verbrachten wir den Vormittag in der Stiftung. Nachmittags fuhren wir kurz nach Sprenge, um die Wildtierkameras zu überprüfen, die wir dort installiert hatten. Es schneite heftig und ein eiskalter Wind ließ uns ordentlich frieren. Wir wechselten Speicherkarten und Batterien und mussten leider auch feststellen, dass uns eine Kamera entwendet wurde. Sehr ärgerlich! Durchgefroren fuhren wir in die Stiftung zurück und waren froh, dass wir ein warmes Auto hatten.
Am Donnerstagmorgen war alles komplett verschneit.
Leonie fuhr alleine in die Geltinger Birk, um dort einem Mitarbeiter von der Stiftung zu helfen. Ich blieb in der Stiftung, da mein Knie von der Moortour leider wehtat.
Also verbrachte ich den Tag im Büro und beklebte Hefte und Zeitschriften von der Stiftung mit Logos.
Am Freitag haben wir wieder einen freien Tag und gehen ins Wochenende, Zeit genug also um zu rodeln oder einen Schneemann zu bauen.

Bis zum nächsten Mal!
Schneegrüße aus dem kalten Norden -

Eure Clara

 

 

51. Kalenderwoche (14. Dezember - 20. Dezember 2020)

Moin liebe Leute,

hier ist auch mein letzter Blog für dieses Jahr. 
Hohe Infektionszahlen und ein neuer „lock-down“ ab Mittwoch - wird es wohl bald ein Ende geben?
Ich hoffe ja. Ich wünsche mir, dass alle sich an die Regeln halten, auch wenn es total schwer ist, denn ich glaube, nur so können wir das blöde Virus bekämpfen! 
Auch hier in der Stiftung sind jetzt noch mehr Mitarbeiter im Homeoffice, viele haben jetzt auch schon Urlaub oder nehmen Freizeitausgleich, da jetzt nur noch eine Person/Büro anwesend sein darf. In dieser Woche gab es nichts mehr für uns zu tun, da Leonie und ich ab Dienstag freigestellt wurden bzw. danach auch in den Weihnachtsurlaub gehen.
Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen fröhlichen Rutsch ins (hoffentlich!!) gesunde, neue Jahr 2021! Bleibt gesund, bleibt zuhause und vermeidet die Außenkontakte.
Somit können wir es schaffen! Einer für alle, alle für einen - oder wie war das noch?

Bis zum nächsten Jahr –

Eure Clara

 

 

50. Kalenderwoche (07.-13.Dezember 2020)

Servus und Moin zusammen, zu meinem letzten Blog im Jahr 2020.

letzte Woche war ich, bis auf einen Tag im Büro, die ganze Zeit nur draußen, weswegen ich erst jetzt dazu komme den Blog zu schreiben. Die Woche startete wieder mit einer Tour durch das Große Moor in Dätgen. Dieses mal begleitete mich wieder Beyza, die froh war, dass ihr diesmal die Begegnung mit einer Wildschweinfamilie ausblieb. Leider hatte ich diese Woche nicht das Glück, doch dazu nachher  mehr. Am Dienstag durften wir den ganzen Tag im Warmen bleiben, denn es  war Büroarbeit angesagt. Mitte der Woche ging es dann mit Anna das letzte Mal für dieses Jahr ins Moor. Begleitet wurden wir auch noch von ihren zwei Hunden, die eine Menge Spaß hatten durchs Wasser zu waten und über Gräben zu springen, über die wir teilweise eigentlich noch gar nicht wollten. Nachdem ich jetzt sowohl den Sommer, als auch den Herbst und den Winter im Moor erleben durfte, kann ich definitiv sagen, dass ich das Moor im Winter am wenigsten mag. Die Kälte macht die Moortouren einfach anstrengend und das dunkle Wetter motiviert auch nicht unbedingt. Allerdings freue ich mich umso mehr auf den Frühling im Moor. Wenn alles blüht und das Wetter wieder wärmer wird, stelle ich mir das Moor wunderschön vor. Am Donnerstag ging es dann für Clara und mich in die Arche Warder. Dadurch, dass unser letztes Seminar ausgefallen ist, werden die Seminartage nun in Form von Hospitationstagen in den Einsatzstellen nachgeholt. In der Arche Warder arbeiten drei FÖJ´lerinnen aus unserer Seminargruppe, die uns durch den Tag geführt und uns alles gezeigt haben. Die Arche Warder, ist ein Tierpark für seltene Nutztierrassen, dessen Ziel es ist, diese auf verschiedene Wege zu schützen. Der Tag begann damit, dass wir die verschiedensten Schweinerassen gefüttert haben. Es gab „Turpolje Schweine“ die sowohl schwimmen als auch tauchen können, viele Ferkel und sogenannte „Mangalitza Schweine“, deren Borsten lockig sind. Anschließend sind wir mit den Eseln spazieren gegangen, wobei ich ein sieben Monate altes Eselfohlen bekam, das nicht immer unbedingt das machen wollte, was der Rest der Gruppe machte. Mittagspause machten wir dann an einem Lagerfeuer, an dem wir uns auch wieder etwas aufwärmten. Um zum Schluss auch noch den ganzen Tierpark zu erkunden, machten wir eine Schnitzeljagd, die uns zu Maultieren, zum Ouessantschaf, was die kleinste Schafrassse der Welt ist und zu Ausgburger Hühnern brachte. Zwar waren wir am Ende vom Tag ziemlich durchgefroren, da wir aufgrund von Corona überhaupt nicht drinnen sein durften, dennoch fand ich es sehr schön, den Einblick in eine andere Einsatzstelle zu bekommen. Ende der Woche ging es für Clara, Michael und mich dann noch nach Kasseedorf, da wir dort Gehölze mit Trassierband auszeichneten. Michael und Clara markierten mit Sprühfarbe die Bäume, die entfernt werden sollen, damit mehr Sonne an den Boden kommt, während ich mit Absperrband das Gehölz umwickelte, das stehen bleiben soll. Als ich gerade wieder am markieren war, raschelte es zunächst im Gehölz ziemlich laut und wenig später sah ich zwei Meter entfernt von mir ein Wildschwein, das vermutlich von unserer Anwesenheit genauso erschrocken war, wie ich von seiner. Fertig von der Begegnung war ich reif für das Wochenende, in das wir kurze Zeit später auch starteten.

Bis bald

Leonie

49. Kalenderwoche (30. November - 06. Dezember 2020)

Moin Leute,

jetzt haben wir schon Dezember- wie schnell die Zeit vergeht (auch wenn ich gerade meist "nur" Innendienst mache). Leonie musste in dieser Woche ohne mich ins Moor. Aber bestimmt hat es mit Hani und Lina im Kaltenhofer Moor auch viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mit von der Partie bin.

Montag und Dienstag habe ich die Tage in der Stiftung mit verschiedenen Aufgaben ganz "chillig" verbracht. Am Mittwoch ging es dann aber schon früh los, da wir von Julia den Auftrag bekamen in HH-Wedel Erlen zurückzuschneiden. Dort kamen wir pünktlich um zehn Uhr an und haben zusammen mit Heiko und Maja mit der Arbeit begonnen auf einer Fläche, die die Stiftung Naturschutz gekauft hat. Heiko, ein Mitarbeiter des " Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume", hatte seinen Hund mit dabei. Ein schöner Deutsch Kurzhaar mit dem Namen "Johnny". Maja ist ebenfalls FöJlerin und arbeitet beim "LLUR". Die jungen Erlen, die dort wachsen, müssen jedes Jahr zurückgeschnitten werden, da sie sich sonst extrem ausbreiten und man in kürzester Zeit dort einen Erlenwald hätte. Da das nicht gewollt ist, sondern man auch Freiflächen braucht, um Lebensraum für verschiedene Tierarten und Pflanzen zu schaffen, kamen wir also zum Einsatz. Den Rückschnitt haben wir mit verschieden Geräten gemacht, die vollen Einsatz brauchten! Pause machten wir im Auto, da es draußen doch zu frisch war. Während wir uns unterhielten und zwischendurch auch nach draußen schauten, sah ich einen Eisvogel an einem Teich, der auf der Fläche zwischen den Erlen war. Wir haben ihn dann noch mehrfach gesehen. Leider war er immer so fix, dass ich kein Foto machen konnte. Ihn zu sehen ist immer etwas Besonderes finde ich, weil er gerade in der winterlichen Landschaft so leuchtet. Außerdem ist er auch recht rar geworden. Ich fand beim Zurückschneiden auch noch ein Zwergmausnest (leider war sein Bewohner schon ausgezogenJ) und durfte es mitnehmen. Weil ich das so niedlich fand und so ein Nest noch nie gesehen hatte, habe ich mich gleich mal ein bisschen über Zwergmäuse schlau gemacht.

Vielleicht interessiert euch das auch?
Am Donnerstag machten wir Innendienst und erledigten verschiedene Aufgaben. Heute ist Leonie mit Hani im Dosenmoor unterwegs und ich schreibe diesen Blog und mache Innendienst.  

Die Zwergmaus ist inzwischen auch bei uns selten geworden. Sie ist - wie der Name schon sagt - ein Zwerg unter den sowieso schon kleinen Mäusen. Sie lebt in hohen Gräsern, Schilf- oder Röhrichtbeständen, kommt aber auch in Hecken oder Getreidefeldern vor. Zwergmäuse sind sehr geschickte Kletterer. Sie können mit Hilfe ihres Schwanzes, mit dem sie sich festhalten, über jeden Halm klettern. Ihr Gewicht liegt bei nur 5-7 Gramm und ihr Schwanz kann bis zu 75 Millimeter lang werden. Zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen und errichten gemeinsam das Kugelnest, das aus Halmen besteht. Die Aufzucht übernimmt das Weibchen alleine.

Am späten Nachmittag, als es anfing zu dämmern, räumten wir alles zusammen und fuhren zurück zur Stiftung. Es war ein langer Tag und wir waren k.o. 

Bis zum nächsten Mal- und bleibt gesund!

Eure Clara

48. Kalenderwoche (23.-29.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche hat für mich am Montag erst um kurz vor neun angefangen. Olli hat mich von zu Hause abgeholt und wir haben uns auf den Weg an die Nordsee, genauer gesagt zum Rickelsbüller Koog gemacht. Dort sollte Olli Mähraupen, die das Schilf im Koog abmähen, einweisen. Das das Gebiet ein perfekter Lebensraum für, oft auch seltene, Wiesenvögel ist, sich in dem Schilf aber Fressfeinde wie zum Beispiel Füchse gut verstecken können, musste dieses weg. Angekommen an unserem Ziel haben wir erst einmal im Infozentrum von Klanxbüll eine Pause von der (natürlich sehr anstrengenden ;) )Fahrt gemacht. Mit den Mitarbeitern des Infozentrums haben wir leckere Croissants, die wir noch aus Kiel mitgebracht haben und Kaffee verschlungen. Besonders schön war auch, die dortige FÖJ´lerin Luisa wieder zu sehen, die noch eine Freundin aus Augsburg von mir ist. Nachdem alle Neuigkeiten ausgetauscht waren, machten Olli und ich uns dann auch mal an die Arbeit, bzw fuhren wir zumindest schon mal in den Koog. Nach einem kurzen Abstecher auf den Damm, auf dem fünf Schritte neben uns dann auch schon die Grenze nach Dänemark war und einem atemberaubendem Regenbogen, der auf der einen Seite in die Nordsee und auf der anderen Seite in den dänischen Margarethenkoog lief und einem weiteren kurzen Stopp in einer Vogelbeobachtungshütte, ging es letztendlich dann auch noch zu den Mähraupen. Zu dem Zeitpunkt gesellte sich dann auch nochmal meine Freundin aus dem Infozentrum zu uns, die den Nachmittag frei bekommen hat um uns zu begleiten. Wir beide, die die Mähraupen zum Ersten mal sahen, waren fasziniert davon wie schnell diese durch das teilwiese schon tiefer stehende Wasser brausten. Die Mähraupen, die umgebaute Pistenraupen sind erinnerten uns beide eher an Jetskis, da diese schon schnell unterwegs waren und das Wasser nur so spritzte. Anschließend wollten wir eigentlich noch einen sogenannten Mönch freibuddeln, was aber ein Baggerfahrer zu meinem Glück schon gemacht hat. Ich war durch den Wind, der zwar laut Luisa und Olli an dem Tag überhaupt nicht stark war, für mich jedoch - die dann doch eher das nicht ganz so windige Wetter vom Osten Schleswig-Holstein bzw. das von Süddeutschland gewohnt ist- schon genug war, ziemlich durchgefroren. Leider haben wir auf unserem Weg durch den Koog, aufgrund der aktuellen Vogelgrippe in Schleswig-Holstein, auch eine Menge tote Tiere gesehen. Auf dem Rückweg nach Kiel haben wir noch einen kurzen Stopp in einem Supermarkt gemacht, der zwar in Deutschland liegt, aber sowohl das ganze Sortiment dänisch ist als auch der Preis in dänischen Kronen dransteht. Die meisten Kunden dort kommen auch aus Dänemark, um zum Beispiel Alkohol zu den deutlich billigeren deutschen Preisen zu kaufen.

Nach einem Bürotag am Dienstag, ging es für Clara und mich am Mittwoch wieder ins Gelände.  Wir fuhren nach Bergenhusen, um mal wieder Ampfer zu stechen. Diesmal war die Fläche, im Gegensatz zu letzter Woche, aber zum Glück trocken und wir konnten ungehindert und warm eingepackt, denn es hatte an diesem Tag nur ganze vier Grad, zur Tat schreiten. Vor uns lag aber leider eine Fläche mit Unmengen an Ampfer, sodass es am Ende des Tages, dort nicht sehr viel besser aussah. Eines der Sachen, die Clara und ich am liebsten machen, wenn wir durch die ganzen kleinen Dörfer fahren, um zu den den Stiftungsflächen zu gelangen ist, dass wir ganz langsam fahren und alle Häuser, die teilweise wunderschön sind, genau betrachten. Nach diesem Jahr weiß ich wahrscheinlich nicht nur sehr viel mehr über die Natur, sondern auch wie eines Tages mal mein Traumhaus aussehen soll.

Am Donnerstag durften wir bei einem Vortrag in der Stiftung zuhören, bei dem es um ein mögliches zukünftiges Life-Projekt geht. Solche Einblicke sind für Clara und mich immer spannend weil man nochmal mehr über die Arbeit der Stiftung erfährt.

Da am Wochenende dann auch schon der erste Advent vor der Tür steht, haben wir am Ende der Woche die Stiftung weihnachtlich dekoriert. Dazu haben wir einen Weihnachtskranz gebastelt und die Konferenzräume geschmückt.

Bis bald

Leonie

47. Kalenderwoche (16.-22. November 2020)

Moin zusammen,

ich hoffe, ihr seid alle gesund? Ich war leider drei Wochen lang mit Knieproblemen zuhause und bin jetzt endlich wieder in der Stiftung. Nun probiere ich aus, ob es mit dem Arbeiten schon wieder geht. Ich soll "schmerzadaptiert" belasten und kann wohl erstmal nicht mit ins Moor oder zu größeren Touren, was echt blöd ist, denn ich vermisse die frische Luft und die Bewegung.

Am Montag und Dienstag verbrachten wir ruhige Tage in der Stiftung.
Montag bekam ich von Karen die Aufgabe Mappen vorzubereiten, in die ich Stiftungsflyer einsortiert habe. Danach haben Leonie und ich wieder einmal ein bisschen Ordnung in der Garage geschafft. Später sah ich mir die Aufnahmen der Wildtierkameras an, bei der wir neulich die SD-Karten ausgetauscht haben. Das war schon spannend und auch lustig zu sehen, was alles gefilmt wurde.....Rehe, Trecker, Menschen.
Leonie machte in der Zwischenzeit "Auto-Wellness", d.h. Autos in die Waschstraße und säubern. Ich räumte vorher noch bei einem Auto die Autokisten heraus und kontrollierte, ob das Auto gewaschen werden musste. Ja, auch dieses konnte eine  Wäsche vertragen. Die Zeit verging gefühlt irgendwie sehr langsam an diesem Tag- vielleicht lag es daran, dass es der erste richtig trübe Novembertag war?
Jedenfalls gingen wir mit einem Regenschauer in den Feierabend.
Am Dienstagvormittag brachten wir Grünschnitt zur Mülldeponie.
Im Anschluss klebte ich noch die Imagebroschüren, die in der Garage waren zu Ende. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein und am Nachmittag versuchten wir die Garage fertig aufzuräumen. Insgesamt ist zurzeit ist in der Stiftung nicht so viel los - Corona sage ich nur!! Viele Mitarbeiter sind im Home-Office und so ist es oft ganz ruhig im Haus.
Mit kleineren Aufgaben brachten wir aber auch diesen Tag herum.
Mittwoch verbrachte ich alleine in der Stiftung. Leonie war mit  Karin, einer Mitarbeiterin der Stiftung unterwegs. Ich nutzte die Gelegenheit ein bisschen an der Luft zu sein und räumte weiter in der Garage "herum". Irgendwie gibt es dort immer etwas aufzuräumen. Im Anschluss gab es netterweise Kaffee und Kuchen, da Julia Geburtstag hatte. Später widmete ich mich dem Blog, den ihr jetzt gerade lest.
Am Donnerstag sind Leonie, Annalena, eine Mitarbeiterin und ich zum Reppelmoor gefahren. Dort verteilten wir alte Heuballen, die am Rande einer gekauften Wiese von der Stiftung lagen. Als wir am Nachmittag fertig waren, ging es weiter zum Naturschutzgebiet „Alte-Sorge-Schleife“.  Da alle Flächen dort unter Wasser standen, mussten wir ein ganzes Stück zu Fuß laufen, um zu der Koppel zu gelangen auf der Christian und Leonie schon vor ein paar Tagen waren, um Sauerampfer (invasive Pflanze!) auszustechen. Mit Grabe Gabeln bewaffnet mussten wir uns regelrecht durch den Wind kämpfen, der an diesem Tag stürmisch und richtig eisig unterwegs war. Wir haben dann schon nach kurzer Zeit wieder abgebrochen, weil das Wetter einfach zu nass war. Das machen werden wir wohl ein anderes Mal zu Ende machen, wenn die Koppeln wieder trocken sind. Am Freitag fuhr Leonie mit Hani, einem Mitarbeiter, wieder nach Sehlendorf an den Binnensee und befreite die Fläche dort weiter von Kartoffelrosen und Japanischen Knöterich Wurzeln. Da ich noch nicht voll einsatzfähig bin - leider!- blieb ich in der Stiftung und machte sozusagen Inndienst. Ich schnitt im Auftrag von Magrit (Mitarbeiterin) ein paar Pflanzen im Stiftungsgarten zurück, fegte die Treppen der Gebäude und des Gartens. Danach habe ich mich im Haus mit verschiedenen kleinen Aufgaben nützlich gemacht. Nach einem ruhigen Tag ging ich dann ins Wochenende. Aufregende Fotos gibt es diesmal nicht, deshalb welche von den letzten Wochen, die ihr noch nicht kennt.

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende.

Bis zum nächsten Mal

Clara

 

45+46 Kalenderwoche (02.-15.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

heute gibt es wieder einen Bericht über die letzten zwei Wochen, in denen wieder eine Menge los war.

Da Clara momentan immer noch abwesend  ist, musste ich mir Ersatz für sie, für die Pegelmessungen im Moor  suchen. Letzte Woche Dienstag, hat mich daher Beyza nach Stodthagen begleitet. Der Tag wurde für uns beide schnell ein Highlight, da bei unserem letzten Pegel im Kaltenhofer Moor, zwanzig Meter von uns entfernt, eine fünfköpfige Wildschweinfamilie entlang lief. Nachdem wir leises Rascheln und das Knacken von Ästen gehört haben, gingen wir zuerst davon aus, dass wir wieder einmal Rehen begegnen würden. Vor allem daher, weil Clara und ich an exakt der gleichen Stelle, das letzte Mal auch einem Hirsch begegnet sind. Als dann allerdings die Wildschweine erschienen, konnten wir unseren Augen kaum trauen und waren heilfroh, dass diese ohne uns zu beachten weiterliefen. Mittwoch durfte ich dann zuhause bleiben, da wir einen Online-Seminartag von unserem Träger Koppelsberg hatten. Eigentlich sollte diese Woche unser zweites Seminar stattfinden, was von Anfang an zwar schon auf 2,5 Tage gekürzt worden war, wir aber dennoch die Möglichkeit haben sollten, uns nochmal live zu sehen. Eine Woche davor wurde es dann aber leider, aufgrund der verschärften Corona Regeln, doch endgültig abgesagt, bzw. wurde die Möglichkeit offengelassen, das Seminar im Januar nachzuholen. Am Donnerstag ging es dann mit Lina ins große Moor bei Dätgen. Obwohl wir diesmal von keinem Hirsch oder einer Wildschweinfamilie erschreckt worden sind, hatten wir eine Menge Spaß. Da das Moor inzwischen auch ziemlich nass ist, ähnelt unsere bisherige eher lockere Pegelsuche, nun doch etwas mehr einem Hürdenlauf, bei dem unsere Hürden aus vollen Wassergräben bestehen. Am Freitag gingen Olli und ich dann wieder auf die Suche nach Japanknöterich und Kartoffelrose im Siftungsland am Sehlendorfer Binnensee. Da wir auf tief gelegene Wurzeln trafen, sahen wir beide nach kurzer Zeit wohl eher wie Schatzsucher aus, da wir riesige Löcher in den Sand buddelten. Meinen Rücken spürte ich am nächsten Tag definitiv, wobei das noch das kleinere Übel war, da wir nach kurzer Zeit von einem riesigen Mückenschwarm umgeben waren und ich mindestens an die dreißig Mückenstiche mit ins Wochenende nahm.

Am Montag ging es dann mit Michael und Christian wieder nach Sprenge, auf die gleiche Fläche, wo auch unsere Wildtierkameras hängen, um dort in den neu angelegten Teichen Rohrkolben auszureißen. Da diese Pflanze sich sehr schnell vermehrt und die Teiche so schnell komplett zu wachsen können, sollten wir möglichst viel entfernen. Die Arbeit stellte sich aber schon nach sehr kurzer Zeit, als sehr mühsam heraus, da die Wurzelenden schnell abbrachen und wir so nicht wirklich schnell vorankamen. Zu allem Unglück bin ich dann auch noch kurz vor Schluss mit meinen Gummistiefeln im Matsch so stecken geblieben, dass ich das Gleichgewicht verloren habe und rückwärts ins Wasser geplumpst bin. Nachdem wir noch kurz was gegessen haben sind wir dann nach Hause gefahren und ich konnte mich aufwärmen. Alles in allem war es eigentlich trotzdem ein recht lustiger Tag und ich denke, dass eben auch solche Geschichten zu einem gelungenen freiwilligem ökologischem Jahr in der Stiftung dazugehören. Am nächsten Tag ging es dann mit unserem Trainee Hani ins Königsmoor und anschließend wieder ins Hartshoper Moor. Warm eingepackt haben wir alle Pegel erreicht, wobei wir des Öfteren länger überlegt haben, ob wir wirklich zu jedem Pegel gehen sollen, da wir oftmals nicht nur einen breiten mit Wasser gefüllten Graben überqueren musste, sondern auch bis zum Pegel in Gummistiefel hohem Wasser waten musste. Zum Glück haben wir den Tag aber beide trocken überstanden und zudem auch eine Menge Spaß. Mitte der Woche ging es für Christian und mich wieder nach Glücksstadt, um eine frisch von Brombeeren befreite Fläche anzusäen.  Unterbrochen von einem Tannenzapfenweitwerfen, bei dem ich zugegebenermaßen, trotz meiner jahrelangen Handballerfahrung leider verloren habe und mehreren Apfelbaumpflückaktionen, bei denen wir super leckere und frische Äpfel bekommen haben, haben wir es trotzdem geschafft die gesamte Fläche anzusäen. Am Donnerstag ging es für mich dann das letzte Mal für diesen Monat ins Moor. Begleitet wurde ich diesmal von Anna, die ihre Kamera dabei hatte, um Bilder für den Instagramaccount der Stiftung zu machen (@stiftungnaturschutzsh – schaut vorbei!  ). Durch das ständige Suchen nach Fotomotiven, habe auch ich nochmal einen komplett neuen Blick auf das Moor bekommen, was super war. Leider hat Anna, für die es das erste Mal Pegelmessen war, gleich das komplette Moorprogramm mitbekommen, denn diesmal war sie an der Reihe, in ein Moorloch zu fallen. Da dies erst kurz vor Schluss passierte, konnten wir die Runde noch fertig machen, sodass wir jetzt auch schon mit unserer vierten Pegelmessungsrunde fertig sind.

Bis in zwei Wochen

Leonie

45. Kalenderwoche (02.-08. November 2020)

Hallo liebe Leser*Innen,

leider bin ich seit vorletzter Woche krankgeschrieben und Leonie ist alleine unterwegs.
(Vielleicht findet sie das aber gar nicht so schlimm, weil sie so nicht immer Fahrerin sein muss :-)?) Nur zuhause sitzen ist aber auch irgendwie doof und so habe ich mir überlegt, ich könnte mir mal Gedanken machen, was man "im Kleinen" machen kann, um die Natur zu unterstützen. Es gibt ja schon viele Sachen, die gemacht werden und ich glaube auch, dass bei vielen Menschen der Willen da ist, etwas zu verändern. 
Immer wieder hört man, dass die Bienen gefährdet sind und dass ohne Bienen eigentlich gar nichts geht.

Warum ist das so?
Bienen sind die wichtigsten Bestäuber von Blüten - und wenn sie das nicht mehr tun, weil es sie nicht mehr gibt, dann können Pflanzen keine Früchte mehr tragen. Das zieht dann einen ganzen "Rattenschwanz" an Folgen nach sich. Jetzt ist es aber inzwischen schon so, dass z.B. viele Menschen anfangen, bienenfreundliche Pflanzen zu pflanzen, dass es Blühstreifen an Feldrändern gibt oder dass in Städten Verkehrsinseln oder Grünstreifen mit "BeeBombs" besät werden.
Kann das wirklich helfen?
Bestimmt hilft es zu einem Teil, einfach, weil es wichtig ist, dass die Menschen grundsätzlich umdenken.
Aber was nützt es, wenn es bienenfreundliche Pflanzen gibt, also Nahrung für die Bienen, sie aber gar keine Möglichkeit haben irgendwo ein Quartier zu beziehen, um ihr Volk zu vergrößern?
Muss man nicht zuerst auch dafür sorgen, Wohnmöglichkeiten für Bienen zu schaffen?
Es geht dabei ja nicht um Honigbienen- natürlich auch, aber um diese Völker kümmert sich normalerweise ja ein Imker- , sondern um Wildbienen.
Kann man nicht z.B.
-bei Bäumen, die umgesägt werden müssen, einen Teil Stamm stehen lassen, damit das Totholz genutzt werden   kann?
-Nistvorrichtungen in Parks oder an Häusern anbringen, um die Ansiedlung zu fördern?
-Bienenhotels als Projekte in Schulen/KiGa verstärkt anbieten und unterstützen?
-eine Ansiedlung begleiten z.B. durch verschiedene Netzwerke?
-mehr Informationen zu diesem Thema auch über diese Medien?
-Bienenhotels bauen und zur Verfügung stellen, an Menschen, die den Platz anbieten
...

Es gibt ja schon einige von den genannten Sachen, die gemacht werden, aber ich glaube, "da geht noch mehr".
Gerade der Bau von Bienenhotels ist etwas, was man auch gut aus wieder verwertbaren Materialien ohne viel Kosten bauen kann. (Holz, Holzwolle, Tontöpfe....)
Natürlich kann man sowas auch fertig kaufen, aber ich glaube, wer eines selber gebaut hat, ist viel mehr daran interessiert, dass es auch irgendwann bewohnt wird.
Ich finde Bienen total spannend und es ist auch total interessant, wie so ein Bienenvolk so funktioniert.
Bestimmt würde es vielen anderen Menschen auch so gehen, wenn sie mehr über diese Insekten wüssten und dann würden sie solche "Bienenhotel-Projekte" auch mehr unterstützen.

Ich bleibe jedenfalls dabei.

Bis bald wieder beim "normalen" Blog!
Bleibt alle schön gesund, krank sein ist nämlich blöd!

Clara

 

44. Kalenderwoche (26. Oktober-01.November 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche wartete wieder ein voller Terminkalender auf uns bzw. mich, da Clara im Moment nicht da ist. Am Montag war ich mit Christian in Ellerhoop, um eine Grenzeinmessung zu machen was heißt, dass wir mit Hilfe eines GPS-Gerätes an der genauen Grenze langgelaufen sind und regelmäßig Grenzpfeiler in den Boden geschlagen  haben. Da das Gebiet nicht groß ist, waren wir damit ziemlich schnell durch. Wir  sind anschließend zu einem kleinen Fischersee in der Nähe gefahren, um dort einen Stacheldrahtzaun anzuschauen, der bald entfernt werden soll. Mittagspause haben wir dann an dem See gemacht und den schönen Herbsttag genossen.

Am nächsten Tag bin ich gegen 9 Uhr an der Stiftung aufgebrochen und nach Howacht an die Ostsee gefahren. Dort hatten Olli und ich vor, am Sehlendorfer Binnensee, Japanknöterich und Kartoffelrose zu entfernen. Beides sind invasive Neophyten, das heißt, beides sind Arten, die bei uns nicht heimisch sind und die biologische Vielfalt, andere Tier- und Pflanzenarten und damit auch die heimischen Ökosysteme gefährden. Ursprünglich stammen beide Pflanzen aus dem asiatischen Raum. Da die Fläche früher ein Campingplatz war, wurden beide Arten, die unter guten Bedingungen sehr schnell wachsen können, vermutlich als Sichtschutz angepflanzt. Das Problem bei den beiden ist außerdem auch, dass sie sehr tiefe Wurzeln haben können, was dazu führt, dass die Tiere die Pflanzen nur oberflächlich abknabbern und zudem das „Problem“ besteht, dass zu wenige Tiere auf der Fläche stehen, sodass diese es nicht schaffen den Bestand diese Pflanzen einzudämmen. Olli und ich machten uns daher, bei traumhaften Wetter und einem wunderschönen Blick auf die Ostsee an die Arbeit. Nach einer schönen Mittagspause im Strandkorb bei Pasta und Suppe arbeiteten wir weiter. Kurz vor Schluss traf Olli dann noch auf eine riesige Wurzel, die er sogar - nachdem er ein 1,5 Meter großes Loch buddelte -nicht wirklich rausbekam und er sie schließlich abhacken musste. Zum Abschluss des Tages zeigte Olli mir, während eines wunderschönen Sonnenuntergangs noch das gesamte Stiftungsgebiet und erzählte mir was er bei der Fläche noch vorhat. Geschafft vom Tag kam ich dann um 18 Uhr wieder an der Stiftung an, lud schnell das Auto aus und fuhr nach Hause.

Am nächsten Tag sollte es auch wieder früh losgehen. Christian holte mich in der Früh von Zuhause ab und wir fuhren mit Harken und Saatgut bepackt nach Glücksstadt. Nach einer einstündigen Fahrt und regem Austausch über unseren Musikgeschmack und der Feststellung, dass dieser ziemlich ähnlich ist, kamen wir an. Eigentlich hatten wir einen ziemlich straffen Zeitplan, denn Christian musste am frühen Vormittag schon wieder in Kiel sein, weswegen wir uns direkt an die Arbeit machten. Schnell fiel uns aber auf, dass wir mit unseren kleinen Harken, die zusammengeschnittenen Brombeeren die am Boden lagen, nur sehr schwer zu Haufen machen konnten. Daher fiel nach nur kurzer Arbeit der Beschluss, dass diese Arbeit mit unseren Harken hoffnungslos sei und daher von einem kleinen Bagger übernommen wird. Da wir nicht umsonst den weiten Weg gefahren sein wollten, fuhren wir anschließend noch zu einem Bauern, der seinen Hof gerade auf Bio umstellt. Dort wurden wir herzlich empfangen und bekamen nach einem Kaffee, in einem wunderschönen und hundert Jahre alten Bauernhaus, viel über die Geschichte des Hofes und dessen Umgebung erzählt.

Der Dienstag und Mittwoch gehören bis jetzt auf jeden Fall zu den schönsten Tagen, die ich bisher bei der Stiftung verbringen durfte.

Den Rest der Woche verbrachte ich unspektakulär mit Büro- und Gartenarbeit. Eigentlich hätten Clara und ich heute, also am Freitag, noch mit auf ein Baumpflanzungsevent mit dem Comedian Atze Schröder gedurft, was dann aber kurzfristig aufgrund der neuen Coronaregelungen und den damit verbundenen regulierten Personenzahlen leider doch nicht mehr ging.

Bis bald

Leonie

42.+43. Kalenderwoche (12.-25. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

diese Woche war für mich kurz und hatte nur zwei Arbeitstage, da ich die ersten drei Tage Urlaub hatte.

Am Donnerstag sind wir früh zum Colsrackmoor gefahren, das an der Alte-Sorge-Schleife liegt. Dort trafen wir uns mit Nils, einem anderen FÖJ*ler und Jule, die wir schon einmal getroffen haben. Erinnert ihr euch?
Nils macht ein Projekt über Moore. Wir sind deshalb durch das Colsrackmoor gewandert und haben Stellen für neue Pegel ausgesucht. Am späten Nachmittag sind wir mit der Moorexpertin der Stiftung Jutta zu drei anderen Mooren gefahren. In diesen wurden Vernässungsmaßnahmen durchgeführt und erkundeten anschließend dort die Gegend. Jutta wollte sich ansehen, wie das Gelände geworden ist. Alle drei Moore sind sehr schön geworden, besonders das in Dellstedt. Dort trafen wir auch noch einen Bauarbeiter, der einen Weg gemäht und an einigen kahlen Stellen neu eingesät hatte.
Als letztes fuhren wir zu einem Moorgelände, auf dem Kühe standen. Wie meist kamen sie neugierig näher, während wir uns alles ansahen. Eine längere Autofahrt brachte uns zurück in die Stiftung und in den diesmal etwas späteren Feierabend. 
Am Freitag starteten wir zeitig ins Dosenmoor bei Neumünster. Schon zum dritten Mal waren wir hier zum Pegel messen unterwegs - wie schnell die Zeit vergeht!!
Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn  es war trocken und sonnig. Dann geht einem die Arbeit viel schneller von der Hand- und Müdigkeit oder schlechte Laune sind schnell vergessen. Diesmal waren dort viele Spaziergänger, Reiter und Radfahrer unterwegs, die alle das schöne Wetter wohl noch einmal nutzen wollten. Die Herbstferien in S-H gingen zu Ende - sicher auch ein Grund.
Wir waren im Dosenmoor sehr schnell fertig, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Allerdings hatte Leonie auf dem Rückweg Pech und fiel zweimal in denselben Graben. Gottseidank bekam sie ihren Gummistiefel wieder heraus, der fast ganz eingesackt war und wir mussten sehr lachen. Zeit, um ins Wochenende zu gehen!
Am Montag verbrachten wir den Tag in der Stiftung. Frühmorgens fuhren wir  zur Mülldeponie und wollten  Pflanzenabfälle von der letzten Woche entsorgen, leider aber ohne Erfolg, da die Deponie wegen eines Streiks im öffentlichen Dienst geschlossen hatte.
So fuhren wir wieder zurück. Leonie trug die letzten Pegeldaten ein, während ich Flyer mit der neuen Bankverbindung beklebte.
Am Dienstagmorgen sollten wir eigentlich mit Christian Richtung Glücksstadt fahren, um eine Fläche neu einzusäen. Leider war das Saatgut noch nicht geliefert worden und so musste dieser "Ausflug" verschoben werden.
Also erledigten wir am Vormittag andere Aufgaben. Wir klebten endlich die Broschüren zu Ende, fuhren wieder  zur Mülldeponie und entsorgten den Pflanzenabfall. Danach fuhren wir in die Stadt um endlich Ton und Farbe zu kaufen. Doch wir bekamen wieder keinen Parkplatz, da wir mit dem größten Auto unterwegs waren. Leonie erledigt das wohl demnächst mit dem Fahrrad (da gibt es dann keine Parkplatzprobleme ;-)).
Am Mittwoch durften wir vormittags an einem Dienstgespräch teilnehmen. Corona bedingt waren nur sechs Mitarbeiter anwesend. Themen waren die erarbeiteten Projekt, d.h. wer was wie erarbeitet hat bzw. wer womit wie weit gekommen ist. Für uns war es sehr interessant, einmal dabei zu sein, um auch hier einen Einblick in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter der Stiftung zu bekommen. Nach der Mittagspause sollten wir von einem Mitarbeiter drei verschiedene Roll-Ups suchen, die er für ein nächstes Gespräch brauchte, die aber  nicht auffindbar waren. Später entsorgten wir noch zwei Pappkartons und Plastik von einer Lieferung  und brachten unser Lichtlot zu einem Mitarbeiter, der es uns für unsere nächste Moorrunde repariert. Wir brauchen das Lot zum Messen der Pegel im Moor und ein neues zu kaufen ist immer richtig teuer.
Am Donnerstag sollten wir eigentlich in Sprenge an der Fläche, wo unsere Wildkameras hängen, Rohrkolben aus den angelegten Teichen entfernen. Leider wurde daraus nichts, da der zuständige Mitarbeiter keine Zeit hatte. Wir fuhren trotzdem nach Sprenge, da wir bei den Kameras die SD-Karte austauschen wollten. Batterien haben wir dann auch gleich gewechselt. Zurück in der Stiftung halfen wir Beyza Büromaterialien zu sortieren. Leonie fuhr nochmals zur Post, holte Pakete ab und in die Werkstatt, um die Reifen an einem Dienstfahrzeug überprüfen zu lassen. Ich frankierte in der Zwischenzeit Briefumschläge.

Eine sehr ruhige Woche ging zu Ende. Für mich diesmal schon am Donnerstag, denn morgen habe ich Geburtstag und habe Urlaub!! Wenn ich euch dann das nächste Mal schreibe, bin ich schon ein Twen und kein Teenie mehr :).

Bleibt schön gesund!

Herbstgrüße von

Clara

41. Kalenderwoche (05.-11.Oktober 2020)

Servus und moin zusammen,

nachdem ich von Donnerstag bis Montag das Erste Mal, nach meinem Auszug von Zuhause wieder in meine Heimat nach Bayern gefahren bin und dort einen schönen aber kurzen Urlaub verbracht habe, bin ich am Dienstag wieder frisch erholt  in die Stiftung gestartet. Wobei frisch erholt ist relativ, denn am Morgen war ich noch ganz schön platt, von der achtstündigen Zugfahrt von München nach Kiel am Vortag.

Da traf es sich perfekt, dass unsere Moortage für diesen Monat wieder starteten und wir ins große Moor von Dätgen fuhren. Mit den letztendlich insgesamt gelaufenen 10000 Schritten durchs Moor, wurde ich doch wieder etwas wacher. Die Restmüdigkeit haben zwei Rehe weggewischt, die kurz nacheinander in der Nähe von uns erschrocken aufgesprungen und weggerannt sind. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass wir uns mindestens genauso erschrocken haben, da das Moor sonst totenstill war.

Auch am nächsten Tag waren wir wieder viel unterwegs und liefen insgesamt 8000 Schritte, zuerst im Kaltenhofer Moor in Stodthagen und dann in Schmoel bei unseren Lattenpegeln. In Stodthagen hatten wir das Glück, dass wir einen Hirsch röhren gehört haben. Ein wenig später, als wir gerade querfeldein zu einem unserer Pegel laufen mussten, haben wir den Hirsch sogar ganz aus der Nähe gesehen.

Am Donnerstag hatten wir dann unser erstes „Schulungsprogramm“, welches alle Trainees und Praktikanten bekommen. Wir sind mit der Flächenmanagerin Henrike und drei weiteren Trainees zusammen mit dem Fahrrad, ins Stiftungsland Kiel Hammer gefahren. Henrike hat uns, während wir über das Gebiet gelaufen sind, etwas über die Nutzung und das Managementsystem auf Stiftungsflächen, aus Sicht einer Flächenmanagerin erklärt. Zudem sind wir auf den Begriff des „Knicks“ gekommen, den ich aus Süddeutschland gar nicht kannte. Der Begriff wird vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verwendet und bezeichnet dort wallartige Baum- und Strauchhecken, die im Hoch- und Spätmittelalter als Landwehren zur Befestigung von Territorien und später auch im Rahmen der Verkoppelung als „lebende Zäune“ angelegt wurden. Ein typischer Knick bildet eine relativ dichte grüne „Wand“ aus Sträuchern und vereinzelten Bäumen. Außerdem braucht man sobald man vorhat am Knick etwas zu ändern immer spezielle Genehmigungen, da diese bestmöglich geschützt und erhalten werden sollen. Im Anschluss sind wir am Nachmittag noch ins Hartshoper Moor gefahren, was bei strömenden Regen allerdings nicht die beste Idee war, da wir trotz Regensachen pitschnass wurden.

Auch am Freitag ging es nochmal ins Moor, diesmal allerdings bei bestem Wetter. Wie auch schon beim letzten Mal im Königsmoor, trafen wir einen älteren Mann, der mit seinem Hund spazieren war und uns etwas über seine Kindheit und Jugend erzählte, die er ganz in der Nähe vom Königsmoor verbrachte. So erzählte er, dass das Moor früher ganz anders aussah und er früher mit seinem Bagger selber Gräben gebaut und auch selber Torf gestochen hat. Das war wirklich interessant und wir hoffen, dass wir ihn noch öfter im Moor begegnen und uns ein bisschen unterhalten können.

Bis bald

Leonie

 

40. Kalenderwoche (28. September - 02. Oktober 2020)

Moin liebe Leute,

da bin ich wieder.

Leider gibt es von dieser Woche nicht so viel Spannendes zu erzählen wie sonst, da wir sozusagen "Innendienst" gemacht haben und gar nicht draußen unterwegs waren. Wettertechnisch war es die letzten Tage wirklich Herbst! Auch wenn es tagsüber noch immer sonnig und mild war, waren die Morgen doch deutlich kühler und beim Aufstehen auch schon ordentlich duster. Nachdem wir Kathleen noch halfen, verschiedenes Material für einen Infostand zusammen zu suchen, war der Montag auch schon "gelaufen" und wir machten Feierabend. 
Am Dienstag wurde überall im ÖVP gestreikt. Glück irgendwie für mich, weil ich hingefahren wurde und ein netter Mitarbeiter, der in meiner Nähe wohnt (vielen Dank, Torge!) mich mit zurück genommen hat. So habe ich viel Zeit gespart! Ich bekam die Aufgabe Ordner wieder auf den Speicher des Altbaus zu verfrachten. Leonie beschäftigte sich weiter mit den Pegeldaten. Außerdem hat sie zwei unserer Fahrzeuge wieder "schick" gemacht, d.h. sie war mit ihnen in der Waschstraße (nacheinander!) und hat sie auch gesaugt. Ich habe in der Zeit Texte der Stiftungsseite bei Instagram studiert und begonnen selbst Texte zu schreiben zu Fotos, die wir vor ein paar Tagen schon sortiert hatten. Wie sie geworden sind könnt ihr später mal auf "Insta" nachlesen. 
Den Nachmittag haben wir mit Bekleben der neuen Kontoverbindung in unseren Imagebroschüren verbracht.
Äußerst spannende Tätigkeit...aber auch so etwas gehört mit dazu.
Diese Woche haben wir allerlei aufgeräumt und entsorgt. In so einem großen Haus mit so vielen Mitarbeitern gibt es irgendwie immer etwas aufzuräumen, zu entsorgen oder zu sortieren. Am Freitag werde ich mit Merle ins Dosenmoor fahren. Es soll ein Pfahl und mit einem Baustellenschild aufgestellt werden. Vielleicht finden wir dann auch noch die Pegel, die Leonie und ich bei unserem letzten Besuch dort nicht gefunden haben?
Ja, Merle und ich haben heute alle drei Pegel erfolgreich gefunden.
Schon ist die Woche dann auch wieder vorbei und es geht ins Wochenende (was wie immer zu kurz ist!).
Ich habe übrigens auch bald ein paar Tage frei! Wir werden unsere Familie in Lüneburg besuchen, um "unseren"  Familienzuwachs anzuschauen. Ein kleines Mädchen und sie ist sehr süß:-)...

Bis demnächst, viele Grüße und ein schönes Wochenende -

Clara

PS: Damit ihr trotzdem auch etwas zum Gucken habt, gibt es ein paar Fotos aus den vergangenen Wochen, die ihr noch nicht kennt!

 

39. Kalenderwoche (21.-27.September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche ist wohl die ruhigste, die wir bis jetzt hatten. Am Montag haben wir bis zum Nachmittag Flyer der Stiftung mit der neuen Kontonummer beklebt, bis die Aufkleber alle aufgebraucht waren und wir nun erst mal warten müssen, bis sie wieder nachbestellt sind. Zwischendurch habe ich noch schnell den Yeti Cappucciono in die Werkstatt gebracht, da dieser letzte Woche ja zweimal bei uns nicht angesprungen ist und im Anschluss habe ich angefangen, schöne Bilder passend zum Herbst und Winter für die Instagram Seite der Stiftung rauszusuchen. Währenddessen war Clara damit beschäftigt, den Bestand der Flyer in der Garage fertig zu zählen. Am Dienstag starteten wir wieder mit Büroarbeit in den Tag. Wir suchten weiter Bilder für die Instagramseite raus und blieben öfters an super niedlichen Tierbildern hängen. Am Nachmittag hab ich dann noch mit Lina den Hyundai in die Werkstatt gefahren, da dieser neu lackiert wird. Mitte der Woche ging es für uns das Erste Mal in dieser Woche nach draußen, denn wir fuhren in die Geltinger Birk. Da wir beide davor noch nie da waren, uns aber bereits von den Kollegen vorgeschwärmt wurde, wie schön es dort sein muss, waren wir schon sehr gespannt und freuten uns auf den Tag. Wir fuhren mit Michael zusammen gegen 8:30 Uhr los und unsere Mission für den Tag war, alle Kartoffelrosen zu entfernen, die letztes Jahr übersehen wurden oder wieder neu gewachsen waren. Nach einer Fahrt von eineinhalb Stunden und einem etwas längeren Halt in Kappeln (dort wurde gerade die Brücke geöffnet, sodass die Schiffe durchfahren können), erreichten wir unser Ziel und unsere Erwartungen wurden erfüllt. Die Landschaft war wunderschön und passend dazu hatten wir, wahrscheinlich zum letzten Mal für dieses Jahr, traumhaftes Wetter. Zusammen mit drei anderen FÖJ´lern*innen der integrierten Station und Wolfgang, starteten wir mit Spaten und Harken ausgerüstet mit der Arbeit. Unser Arbeitsplatz war direkt am Strand auf einer Galloway Weide. Wir kamen gut voran und am Ende des Tages hatten wir zehn Säcke voll mit Kartoffelrosen. Nach der Mittagspause durften wir mit den anderen FÖJ´lern*innen zusammen noch zum Strand zum Baden gehen. Da das Wasser aber eiskalt war, sind Clara und ich nur bis zu den Knien ins Wasser gegangen. Gegen 15 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und sind anschließend auch direkt in unseren Feierabend gegangen. Gestern haben wir die Aufgabe von Christian bekommen ein Beet im Stiftungsgarten umzugraben. Damit haben wir den ganzen Vormittag verbracht und sind über die Mittagszeit anschließend ins Eidertal zum Wilden SH gefahren. Da die Stiftung den Hinweis bekommen hat, dass dort Müll liegt sind wir bepackt mit Müllsäcken und Handschuhen dort hin und haben etwas aufgeräumt. Am Nachmittag haben wir dann für einen Infostand, die Materialien in der Garage zusammengesucht und haben von Olli noch gezeigt bekommen wie man Werte von automatischen Pegeln in Excel Tabellen einträgt. Heute Vormittag, haben wir mit Margrit zusammen Pflanzen umgetopft und dabei, zu groß gewordene Pflanzen, im Wurzelballen getrennt und daraus viele einzelne kleine Pflanzen gemacht. Einen kleinen Ableger durfte ich mir auch mitnehmen und so zieht heute die erste Pflanze in mein WG-Zimmer ein J. Am Nachmittag werden wir weiter Pegeldaten in die Tabellen eintragen und Fotos für die Instagram Seite raussuchen.

Schönes Wochenende und bis bald

Leonie

38. Kalenderwoche (14. - 20. September 2020)

Liebe Leserinnen und Leser,da sind wir wieder.

In dieser Woche starteten wir mit schönstem Spätsommerwetter.

Montagmorgen hing Nebel über den Wiesen, Wäldern und den Feldern.
Da kam mir das Herbstlied wieder in den Kopf, was man singt, wenn die Nebelschwaden frühmorgens in der Luft hängen. Wie fängt es nochmal an? „Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt..."(... ab da müsst ihr weiter singen)
Die letzte Runde Moor war das Dosenmoor. Wir fuhren morgens los und maßen alle Pegel, die wir finden konnten. Zwischendurch wurde es anstrengend und irgendwie auch stressig, da es wieder sehr warm wurde. Wir haben fast alle Pegel gefunden und die Laune war wieder im grünen Bereich.
Zwischendurch hat auch unser Auto mal gesponnen, da es nicht startete. Mit Muskelkraft, sprich anschieben, bekamen wir es aber dann doch wieder in Gang.
In der letzten Runde bin ich dann auch noch in einen Graben gefallen, den ich übersehen hatte. Montag eben!!
Am Nachmittag kehrten wir müde und durchgeschwitzt zur Stiftung zurück und machten Feierabend.
Dienstag sollte der heißeste Tag dieser Woche werden, fast 30°C waren angesagt- und das im September!! Der Tag begann für uns, vor allem für Leonie, wieder mit einer langen Autofahrt. Wir starteten Richtung Nordsee und fuhren fast quer durch Schleswig-Holstein in die Nähe von Stapel.
Dort an einer alten, ehemaligen Kiesgrube, die die Stiftung gekauft und renaturiert hat gruben wir mit anderen FÖJler*innen und Mitarbeitern Lupinen und Traubenkirsche an zwei Stellen der Kiesgrube aus, da sie sich dort ausbreiten (und es nicht sollen.).
Die Traubenkirsche gehört nicht in unsere Region und man versucht sie zurückzuhalten, indem man sie herausreißt und entsorgt.
Am Mittwochmorgen hingen die Nebelschwaden ganz dicht über der Landschaft. (...habt ihr weitergesungen...? "... rote Blätter fallen, graue Nebel wallen ...!")
Heute Morgen lasen wir unsere Mails und fuhren dann am Vormittag nach Sprenge zu einem ehemaligen Maisfeld, welches die Stiftung gekauft hat, damit sich die "wilde Natur" dort wieder ansiedeln kann.
Außerdem zählten wir die vorhandenen Flyer, die wir neulich schon vorsortiert hatten, noch einmal durch, damit Anne (Azubine der Stiftung) weiß, ob und wenn ja, welche nachbestellt werden müssen. Damit neigte sich auch dieser Tag wieder dem Ende zu. Die Tage  bei der Stiftung vergehen immer ziemlich schnell finde ich, denn schon wieder ist eine Woche fast herum.
Und ich finde es schön, dass wir fast jeden Tag draußen in der Natur unterwegs sind!
Ein neuer Tag beginnt, der vorletzte Tag dieser mittlerweile sechsten Woche.
Heute Morgen "wallten" keine grauen Nebel über der Landschaft, schade.
Es sieht dadurch immer irgendwie ein bisschen geheimnisvoll und märchenhaft aus.
Dafür war dieser Morgen aber sehr viel kühler als die anderen. 
Heute früh packten wir die Sachen, die wir für den heutigen Tag brauchten. Wir fuhren am Vormittag los und es ging mit einer gut einstündigen Autofahrt für Leonie Richtung Ostholstein. Gemeinsam mit Michael, einem Mitarbeiter aus der Stiftung, der vorausfuhr, ging es nach Kasseedorf, einem Dorf zwischen Lütjenburg und Neustadt.
Dort sollten wir in der von Wildschweinen aufgebrochenen Erde verschiedene Blumensamen wie Oregano, die wir vorher geerntet hatten, verteilen und in der Erde unterwühlen, damit die Pflanzen später keimen und sich ausbreiten können. Danach fuhren auf die andere Seite der Koppel und machten  unsere Mittagspause. Außerdem brachten wir noch einen Holzpfahl mit einem Schild an der Stelle an, wo ein kleiner Damm als Schutz vor Überflutungen gebaut wurde. Eigentlich wollten wir heute auch noch zum Königsmoor und zum Hartshoper Moor fahren, um dort unseren Weg zu den Pegeln freizuschneiden, die mittlerweile zugewachsen sind. Da aber die Zeit zu knapp wurde, haben wir die Aktion auf Freitag verschoben.
Heute am letzten Tag der Woche, habe ich mich gleich ein bisschen wärmer angezogen, denn gestern war es doch ganz schön "kühlerig" zwischendurch. Heute Morgen packten wir die Sachen, da wir die letzten Pegel im Hartshoper Moor noch messen mussten, da wir ja beim letzten Mal die Strümpfe erneuert haben. Es waren nur zwei Stück. Am Moor war es dann so richtig neblig und kalt, dort angekommen maßen wir und haben dann die Wege zu drei Pegeln Wege freigeschnitten, damit wir nächstes Mal besser durchkommen. Als wir damit fertig fahren wir zurück zur Stiftung. Dort räumten wir alles wieder zurück und machten unsere Mittagspause. Am Nachmittag schrieb ich den Blog zu Ende und wir machten dann noch Kleinkram.  

 Schönes Wochenende wünscht

Clara

37. Kalenderwoche (7.-13. September 2020)

Servus und Moin zusammen,

diese Woche waren wir wieder viel unterwegs. Am Montag sind wir schon um 7:30 Uhr in den Tag gestartet, sodass wir bereits gegen 9.00 Uhr im Königsmoor anfangen konnten unsere Pegel zu messen. Unterstützt wurden wir dabei wieder von Jutta. Mit ihrer Hilfe und der des GPS-Geräts kamen wir zügig voran, bis mir aufgefallen ist, dass ich ein Loch im Gummistiefel habe und mir dadurch ständig Wasser in den Schuh lief. Auf Juttas Tipp hin sind wir daher noch schnell zu einem Laden in der Nähe gefahren, um mir neue zu besorgen. Genau in den 10 Minuten, in denen wir Schuhe shoppen waren, kam der einzige Regenschauer des Tag runter, sodass wir die restliche Zeit trocken geblieben sind (außer mein linker Fuß am Anfang natürlich) und einen schönen Tag im Moor verbrachten. Im Anschluss vom Königsmoor sind wir noch in das fünf Minuten entfernte Hartshoper Moor gefahren. Dort haben wir zwei Röhren, die verstopft waren aus dem Boden gezogen, sauber gemacht und mit einem Damenstrumpf ummantelt wieder in die Erde gesteckt.

Am Dienstag sah es zunächst so aus, als ob der Tag ein gewöhnlicher Bürotag wird, letztendlich war er aber doch sehr aufregend. Am Vormittag habe ich eine Einweisung in das E-Auto bekommen, da Clara und ich am Mittwoch damit ins Glasmoor fahren sollten. Danach haben wir etwas Büroarbeit erledigt bis Michael kam und uns von einem Projekt erzählt hat, welches wir beiden selber umsetzen sollen. Dabei geht es um zwei Wildtierkameras, die in einem Gebiet aufgehängt werden, welches gerade neu eingezäunt wurde. Damit das Wild dennoch weiter über die Fläche kommt wurden im Zaun Lücken mit Querbalken gelassen, sodass die Tiere an den Stellen leicht hinüberspringen können. Genau auf diese Lücken werden unsere beiden Kameras gerichtet sein. Im Laufe des nächsten halben Jahres werden wir also immer wieder die Bilder auswerten, die die Kamera aufgenommen hat und eventuell sogar eine kleine Präsentation für unsere Kollegen erstellen. Am Nachmittag sind wir dann gleich zu dieser Fläche gefahren und haben schon die erste Kamera aufgestellt. Dort durfte ich dann auch noch den großen Ranger der Stiftung fahren, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Als krönender Abschluss des Tages, hat uns Michael dann auch noch auf ein Eis eingeladen.

Am Mittwoch sind wir dann mit Christian zusammen ins Glasmoor gefahren um Schmalblättriges Kreuzkraut zu entfernen. Das Wetter spielte, bis auf in der letzten Stunde gut mit und wir kamen ordentlich voran. Die Rückfahrt wurde dann nochmal spannender da wir ja mit dem E-Auto unterwegs waren. Als wir losfuhren hatte dieses noch eine Reichweite von 73 Kilometern und unser Heimweg war laut Navi 72 Kilometer lang. Durch langsames Fahren, haben wir die Strecke geschafft ohne nochmal für eine Ladung halten zu müssen und hatten, als wir an der Stiftung ankamen „sogar“ noch einen Reichweite von 13 Kilometern.

Gestern waren wir dann in Stodthagen, um auch dort noch die Pegel zu messen. Dort mussten ebenfalls noch einige Strümpfe bei den Rohren gewechselt werden, weshalb Miriam auch dabei war und uns geholfen hat. Mittagspause haben wir wieder am Meer gemacht und anschließend hatten wir noch eine Zeltplatzkontrolle vor uns.

Heute, am Freitag, haben wir eine Hauseinweisung von Margrit bekommen und hatten danach noch die Aufgabe den Vorgarten des Neubaus ein bisschen herzurichten und das Unkraut zu entfernen. Im Anschluss haben wir noch das Schmalblättrige Kreuzkraut vom Mittwoch und kaputte Teile der Brutflöße von letzter Woche zum Müll gebracht.

Bis bald Leonie

35. & 36. Kalenderwoche 2020 (24. August - 06. September 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

eure Clara

Servus und Moin zusammen,

am Montag startete für uns schon unsere dritte Arbeitswoche, welche zugleich die erste war, in der Clara und ich ohne Telje zurechtkommen mussten. Am Montag haben wir in der Früh erst einmal eine Ladung Müll weggebracht und haben danach etwas Zeit am Computer verbracht. Anschließend haben wir die Stiftungsautos kontrolliert, ob diese vollständig ausgerüstet sind d.h. ob beispielsweise Absperrband, eine Säge, Arbeitshandschuhe usw. vorhanden sind.

Am Dienstag sind wir um 8 Uhr in den Tag gestartet und haben begonnen Kartons zusammen zubauen, welche für eine Aktion genutzt werden, bei der Stifte gesammelt und anschließend recycelt werden. Am Dienstagnachmittag sind wir dann noch spontan mit Christian in die Barker Heide gefahren, um Grenzpfähle zu verteilen. Da einige Bauern ihre Felder über ihre Grenzen ins Stiftungsgebiet gezogen haben, haben wir mit Hilfe eines GPS Gerätes Holzpfähle, die wir neonfarben angesprüht haben, zur Markierung in den Boden gesetzt.

Da aufgrund von Corona unser Einführungsseminar von Koppelsberg, wie es ursprünglich stattfinden sollte, abgesagt wurde, wurde jetzt ein neues Konzept entwickelt. Wir haben zwei Onlineseminartage und nächste Woche in Kleingruppen drei Präsenztage in Koppelsberg, bei denen wir andere FÖJ´ler*innen aus unserer Umgebung auch persönlich kennenlernen können. Am Mittwoch hatten wir dann unseren ersten Onlineseminartag und waren daher nicht in der Stiftung. Am Vormittag startete ein Zoommeeting mit allen Freiwilligen des Jahrgangs 2020/21 und den Betreuern von Koppelsberg. Dabei wurden uns viele organisatorische Dinge erklärt und wir bekamen von den ehemaligen einen Rückblick, worauf wir uns in diesem Jahr freuen können. Um 14:30 Uhr ging es dann weiter in den Kleingruppen, in denen wir uns nächste Woche auch persönlich kennenlernen werden. Dabei spielten wir Kennlernspiele, unterhielten uns darüber was wir von nächster Woche erwarten, aber auch ob wir Befürchtungen im Bezug auf Corona haben. Obwohl ich den Onlineseminartagen im voraus eher kritisch gegenüberstand, war ich am Ende des Tages positiv überrascht, wie gut alles lief und freue mich jetzt schon auf nächste Woche.

Gestern waren wir dann ein letztes Mal für diesen Monat im Moor und zwar im Hartshoper Moor. Begleitet wurden wir von Jutta und Merle und bis zum Mittag waren wir dann auch schon damit durch, alle sieben Pegel zu messen. Da das Hartshoper Moor direkt neben dem Königsmoor liegt, in welchem wir zwar schon in unserer ersten Woche waren, man dort aber nur sehr schwer durch das Gestrüpp kommt,  haben wir noch eine kleine Freischneideaktion gestartet. Im Anschluss haben wir noch versucht einen abgemähten Pegel wieder zu finden, was aber leider vergeblich war.

Heute, am Freitag hatte ich meine erste Fahrstunde in einem Automatik-Auto. Da der Fuhrpark überwiegend aus Automatik-Fahrzeugen besteht, bekommen alle FÖJlerinnen mit einem Führerschein noch eine Fahrstunde, in der noch mal ohne  Schaltung und Kupplung das Fahren geübt wird. Bis ich nicht mehr versuche zu schalten wird es wohl noch eine Weile dauern, aber das wird schon.

Gegen 12 Uhr sind wir aufgebrochen, um nach Hohwacht an den Sehlendorfer Binnensee zu fahren. Dort hatten wir die Aufgabe, aus bereits schon von einem Bagger gesiebtem Sand, übrig gebliebene Wurzeln und Müll herauszusuchen. Das wurde gemacht, da auf diesem Gebiet eine Pflanze, die dort nicht heimisch ist sich sehr schnell verbreitet und andere Arten verdrängt.

Bis nächste Woche

Leonie

33. Kalenderwoche (10.-20. August 2020)

Hallo, liebe Leser/innen,

schön, dass ihr wieder da seid - hoffentlich seid ihr alle gesund?
Für die 35- KW gibt es diesmal nur einen kurzen Bericht, weil wir nur zwei Tage " gearbeitet" haben. Den Rest der Woche waren wir zu unserem Einführungsseminar auf dem Koppelsberg in Plön.

Die Woche fing tatsächlich mit schlechtem Wetter an - irgendwie ganz ungewohnt, aber natürlich mehr als gut für die Pflanzen und die Natur.
Montag verbrachten wir einen ganz ruhigen Tag in der Stiftung.
Alle waren irgendwie noch müde von der letzten Woche und vom Wochenende.
Am Vormittag haben wir unsere "E-Mails gecheckt" und dann gemeinsam mit Karen die Garage aufgeräumt. Loses Material wurde in Kisten verstaut, damit sie sauber bleiben und sich auch keine Mäuse einnisten können. Wir gehen ja in Richtung Herbst und da suchen sich Mäuse auch gerne ein warmes Quartier. Da die Kisten nicht ausreichten, haben wir in einem Baumarkt in der Nähe noch mehr besorgt.
Außerdem auch zwei Mausefallen, die Karen dann in der Garage aufgestellt hat.
Am Dienstag ging es früh los ins Dosenmoor, denn es gab an dem Tag eine Sommerakedemie. Fast die halbe Stiftung war da. Leif, ein Mitarbeiter der Stiftung und ein weiterer Führer gaben uns verschiedene Informationen über das Moor und gemeinsam verbrachten wir den halben Tag dort. Diese Sommerakademien finden statt, damit alle Mitarbeiter auch die Arbeit der einzelnen Kollegen kennenlernen bzw. mal wieder auf den "neuesten Stand" gebracht werden. Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück in die Stiftung. Dort haben wir Kartons gebastelt und mit Bildern beklebt.
Sie werden zum Sammeln von Stiften genutzt.
Kurz vor Feierabend habe ich noch eine kleine Waldmaus begraben, die in die aufgestellte Falle in der Garage gegangen war.
Damit ging dieser Tag auch schon zu Ende und wir machten Feierabend.
Den Rest der Woche hatten wir unser erstes Seminar auf dem Koppelsberg.
Leider konnten nicht alle FöJler gemeinsam daran teilnehmen wie sonst, da auch hier die Corona-Auflagen eingehalten werden mußten.

Sehr schade, aber leider nicht anders möglich.

Zumindest haben wir uns digital alle schon mal gesehen- und vielleicht klappt es irgendwann ja doch noch mit einem Treffen an dem alle gemeinsam "analog" teilnehmen können. Jetzt waren wir in Gruppen aufgeteilt. In Leonies und meiner Gruppe waren wir 20 FöJler. Die 2,5 Tage sind ganz schnell vergangen. Wir haben Spiele gespielt, Lagerfeuer gemacht, gesungen, sind durch die Nacht gewandert und haben Gruppensprecher gewählt. Außerdem haben wir uns in kleineren Gruppen zu verschiedenen Projektgruppen zusammengetan, Die Projekte werden dann bei den nächsten Seminaren nach und nach vorgestellt. Ich werde mich mit zwei anderen FöJlerinnen mit dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigen.

Mir hat es gut gefallen. Wir haben viel Spaß gehabt, wurden toll verpflegt und haben in der kurzen Zeit viel erlebt.

Zum Abschluss hatten wir am Montag, den 31.8.20 noch einen digitalen Seminartag, so dass die Woche in der Stiftung nur 4 Tage hatte.

Am Dienstag, 01.09. (kalendarischer Herbstanfang!!) begann ein neuer Tag in der Stiftung. Am Vormittag zählten wir  Flyer von den verschiedenen Naturschutzgebieten, die oben im ersten Obergeschoss in der Stiftung lagen. Nach unserer Mittagspause brachten wir sie alle in die Garage und sortierten die Flyer in die verschieden Kisten ein. Es war ein ruhiger Tag.

Wir waren gespannt, was uns der nächste Tag bringen wird, denn morgen geht es Richtung Dänemark. Wir kommen ganz schön herum in Schleswig-Holstein!!

Der Tag begann wieder mit einer langen Fahrt für Leonie. Da ich leider noch keinen Führerschein habe, muss sie fahren. Ganz schön anstrengend oft auch für sie, aber ich hoffe mal, dass ich ein guter "Copilot" bin!!
Eigentlich wollten wir mit  Annalena gemeinsam zu dem Haasberger See fuhren, aber sie düste an uns vorbei und so waren wir alleine unterwegs. Aber - Navi sei Dank! - kamen wir auch an. Wir fuhren mit dem Ranger-Geländewagen über die große Kuhkoppel, auf der auch Kühe weideten zu den Ringteichen. In Wathosen holte Annalena die alten Brutflöße, die für die Trauerseeschwalben gemacht sind, heraus. Dann zogen auch wir unsere Wathosen an und mussten durch den schlammigen Teil hindurch waten, um zu dem „kleinen Teich“, der in dem Ringteich vorhanden, ist zu gelangen. Dort sägte Annalena die Styropor-Brutflöße auseinander, da sie alle miteinander verbunden waren. Ich zog sie an den kleinen Landstreifen und ließ sie dann übers Wasser zu Leonie gleiten, damit sie sie an Land ziehen konnte und wir nicht ständig durch den Schlamm waten mussten. Hinterher als alle draußen waren, ließen wir die Brutflöße erstmal trocknen und machten Mittagspause auf der Kuhkoppel. Danach ging es weiter. Indem Annalena und ich die langen Bretter, die die Abstände zu den Brutflöße hatten, durchsägten und sie dabei zu zwei Haufen sortierten. Die Bretter, die wir inzwischen abgesägt hatten, nagelte Leonie an einem Wildkameraversteck an, das für das Beobachten der Trauerseeschwalben gedacht ist. Als wir damit fertig waren, war der halbe Tag schon fast vorbei. Die Zeit vergeht so schnell, wenn man zu tun hat! 
Die Rinder fanden unsere Arbeit übrigens auch sehr spannend. Immer wieder kamen sie zu uns, um uns zuzusehen. Wegscheuchen half nichts. Auch das Auto war sehr interessant und wir mussten unsere Sachen im Inneren verstauen, damit sie nichts kaputt machen konnten. Als wir mit allem fertig waren, luden wir alles auf den Ranger und fuhren noch zu einem weiteren kleinen Ringteich, der allerdings vollkommen ausgetrocknet war. Dort zersägten wir die restlichen Brutflöße und luden den Rest auf. Leonie und ich saßen hinten auf dem Ranger, was sehr lustig war. Nach getaner Arbeit fuhren wir zurück in die "Heimat". In der Stiftung angekommen, wurde das mitgebrachte Material sortiert, aufgeräumt, die Wathosen gesäubert- und Feierabend gemacht.
Am Donnerstag ging es in meine Wohnrichtung. So konnte mich Leonie auf dem Weg abholen- und ich konnte etwas länger im Bett bleiben!  Es ging diesmal in Richtung Fehmarn. Wir trafen uns mit Wiebke und anderen Mitarbeitern in Johannistal und haben dort den Vormittag auf einer Kuhkoppel Saat von Wilder Möhre, Hauhechel und Flockenblume gesammelt. Außerdem gab es ein großes Frühstück, zu dem einer der Mitarbeiter uns alle eingeladen hat. Auch dieser Tag ging schnell vorbei. Auf dem Rückweg setzte Leonie mich zuhause ab, so dass ich an diesem Tag keine 1,5 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmittel verbringen musste! Das war echter Luxus!
Am Freitag fuhren wir um acht Uhr los, da es wieder an der Zeit war, die Pegel der Moore zu messen- das erste Mal alleine! Es ging zuerst ins Moor bei Dätgen. Dort liefen wir erst etwas verwirrt herum und fanden zwei Pegel nicht, dafür alle andere. n aber problemlos, bis auf einen Lattenpegel. Danach ging es weiter "Wildes SH Zeltplatz" in Langwedel.
Wir kontrollierten den Platz und machten dort auch Mittagspause. Weiter ging es zum "Wildes SH Zeltplatz" im Eidertal. Auch dort sahen wir nach dem Rechten.
Dann fuhren wir zur Stiftung zurück.
Dort trugen wir die Pegeldaten ein und ich schrieb diesen Blog.

Zum Schluss nochmal nach Emails gucken und dann ... hoch die Hände, Wochenende!! Montag geht`s ins Königsmoor. Wir sind gespannt, ob wir dort alle Pegel finden!

Bis zum nächsten Mal-

 

eure Clara

 

Hallo zusammen,

Am Montag, den 3.8.20 haben wir in der 11. FÖJ-Generation bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein unsere Arbeit angefangen.

Wir sind Clara Prieß und Leonie Birnkammer.

Ich bin Leonie komme aus Bayern, genauer gesagt aus der Nähe von Augsburg und bin letzte Woche Mittwoch in den hohen Norden gezogen. Ich bin 18 Jahre alt, habe gerade meine Schule abgeschlossen und bin durch eine Freundin auf das ökologische Jahr gestoßen. In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, lese viel und treffe mich mit Freunden.

Ich bin Clara komme aus der Nähe von Kiel und habe auch gerade meine Schule beendet.
Meine Hobbys sind Lesen, Zeichnen, Malen und noch viele andere Dinge.
Ich war schon ziemlich aufgeregt, da dies mein erstes  richtiges Jahr ist, in dem ich arbeiten werde.

Unsere erste Woche hat schon mit super Wetter begonnen. Am Montag wurde uns von Telje, die uns noch zwei Wochen einarbeitet, die gesamte Stiftung gezeigt. Obwohl wir nicht mal alle Mitarbeiter kennen gelernt haben, weil gerade viele im Homeoffice bzw. im Urlaub sind, konnten wir uns dennoch kaum einen Namen merken, da wir überwältigt waren von den vielen neuen Eindrücken. Am Ende unseres ersten Arbeitstages hat uns Karen, unsere Betreuerin, während wir im wunderschönen Stiftungsgarten saßen, noch vieles über die Arbeit der Stiftung erzählt. Abends sind wir beide platt von den vielen neuen Infos und Impressionen ins Bett gefallen und haben uns dennoch  schon auf den nächsten Tag gefreut.

Am Dienstag sind wir nämlich zum aller ersten Mal ins Moor gefahren. Um halb neun ging es für uns los nach Dätgen, wo viele Pegel auf uns warteten. Mit dabei war auch noch Alina, unsere Vorgängerin, die ein letztes Mal ins Moor wollte. Wir hatten super Wetter und das Moor sah richtig schön aus. Auch wenn wir uns manchmal unseren Weg durch Gestrüpp bahnen mussten und auch etwas zerstochen von dem Tag heimkamen, machte er dennoch viel Spaß und wir freuen uns schon auf das nächste Mal wobei  wir auch schon gespannt sind, wie wir uns dort alleine schlagen werden.

Am Mittwoch zeigte Telje uns ein paar Sachen am Computer, damit wir verstehen können wie alles funktioniert.
Nachdem wir alles erklärt bekommen haben,  gingen wir in die Garage, wo alle Materialen für die Informationsstände gelagert werden.
Dort wurde uns gezeigt,  wie man die Theke für einen  Infostand aufbaut und wieder abbaut.  
Damit verbrachten wir unsere Zeit bis Mittag und gönnten uns dann eine Pause. 
Als wir die Mittagspause beendet haben,  gingen wir wieder erneut in die Garage und  sortierten die neuen Flyer, die die Stiftung gerade bekommen hat.
Anschließend haben wir noch alte bzw. leere oder ausgetrocknete Stifte in Kisten gesammelt, da die Stiftung diese für eine Recycling-Firma sammelt und dafür dann eine kleine Spende bekommt.
Unseren Nachmittag haben wir damit abgeschlossen, ein Insektenhotel selbst zu bauen.

Am Donnerstag stand uns ein anstrengender Tag bevor, da dies der heißeste des Monats werden sollte. Wir fuhren morgens früh zum Königsmoor und sollten dort Pegelmessungen durchführen.  

Jeder  Moorabschnitt  hatte ein bis zwei Pegel, die weit von einander entfernt standen und  wir uns deswegen häufig  durch hohes Gestrüpp und durch die pralle Sonne schlagen mussten.
Das ganze Königsmoorgebiet besitzt  24 Pegel. Obwohl wir zwischendurch auch immer wieder ein Stück mit dem Auto fahren konnten war es ganz schön anstrengend. Als wir gegen 16 Uhr endlich alles geschafft hatten, waren wir ziemlich erschöpft und müde. Unseren ersten Tag im Moor werden wir bestimmt nicht vergessen.  

Am letzten Tag der Woche, war es erneut sehr heiß, jedoch hatten wir heute eine passende Aufgabe zu den hohen Temperaturen. Wir fuhren zu einem Kröten-Aufzuchtstation und säuberten dort die Wannen mit Hilfe eines Hochdruckreinigers. Zudem entfernten wir Unkraut, welches dort wild wuchs. Für die Mittagspause, sind wir zu einem See gefahren und haben uns zur Belohnung dort abgekühlt.

Nach unserer ersten Arbeitswoche gingen wir erschöpft und erhitzt in das Wochenende.

Bis bald

Clara und Leonie

 

31. Kalenderwoche 2020 (27. Juli - 2. August)

Moinsen Zusammen,

Am Montag ist unsere allerletzte Woche in unserem FÖJ angebrochen. Diese letzten Monate sind wahnsinnig schnell umgegangen und ich frage mich echt, wo die Zeit geblieben ist.

Ich schreibe diesen Blog an unserem allerallerletzten Tag im FöJ, zwischen den Vorbereitungen für unsere Abschiedsfeier, die trotz Corona im Garten stattfinden darf. In den letzten Wochen habe ich das Jahr ein ums andere Mal Revue passieren lassen. Zum ersten Mal für den Abschlussbericht, dann nochmal um einen Einarbeitungsplan für die Nachfolgerinnen zu erstellen, dann erneut um Bilder für meinen Eintrag in unser FÖJ-Buch zu finden und jetzt letztlich schon wieder für diesen Blog. Ich komme immer zu dem selben Ergebnis: Dieses Jahr war ein gutes Jahr, dass mich auf vielen verschiedenen Ebenen weitergebracht hat. Und: Die Stiftung ist eine absolut einzigartige Einsatzstelle. Sie bietet einem*r tausende Möglichkeiten, eine wunderbar lockere und familiäre Arbeitsatmosphäre und vor allem viel Spaß.

Bevor ich aber zu nostalgisch werde, erzähle ich euch noch schnell, was diese Woche so los war.
Meine Woche begann in Flintbek etwa 30 Fahrradminuten von der Stiftung entfernt auf einer archäologischen Grabung. Meine beste Freundin und Mitbewohnerin (Flori) macht nämlich ihr FSJ in der Denkmalpflege beim archäologischen Landesamt in Schleswig Holstein. Eine ihrer Aufgaben ist dort die Unterstützung auf waschechten Ausgrabungen, und ich durfte auch mal dabei sein. Das war mal wieder etwas ganz anderes und unglaublich spannend. Nach ein paar Stunden realisierte ich erst so richtig, dass ich an einem Ort stand, an dem vor etwa 1600 Jahren Menschen gelebt und ihre Häuser gebaut hatten. Diese konnte man erkennen an dunklen Verfärbungen der Erde, an denen sich die Pfosten ihrer Wohnungen in Holzkohle verwandelt hatten.
Irgendwann durften wir nach Scherben suchen und wir wurden tatsächlich fündig! Ein besonderes Highlight war, dass wir eine sehr große Scherbe fanden, die wir vorsichtig freilegten. Fast ein ganzer Topf. Letztlich zerbrach sie doch, was in diesem Fall ein glücklicher Zufall war, denn an der Bruchstelle entdeckte ich einen Kirschkern. Erst dachte ich mir, ich seh nicht recht, Was hat ein Kirschkern in einer uralten Tonscherbe verloren? Dann aber sagte ich doch Flori Bescheid, die plötzlich ganz aufgeregt wurde. Kirschkerne sind organisches Material, an dem mensch (mithilfe der Analyse des Zerfalls von C14-Atomen) ihr Alter relativ genau bestimmen kann. Klingt kompliziert? Ist es auch und ich weiß auch nicht genau wie das geht. Fest steht, dass diese Scherbe ein guter Fund war.

Am Dienstag fuhr ich ein letztes Mal nach Kasseeedorf und half dort Michael dabei den Zaun wieder abzubauen, den wir vor ein oder zwei Monaten aufgebaut hatten. Wir hatten dort intensiven Kuh-Kontakt und noch intensiveren Regen-Kontakt, aber eher wenig Menschen-Kontakt, von daher lief alles ganz Coronakonform ab.

Mittwoch waren Alina und ich wieder im Büro und arbeiteten an den letzten Aufgaben, die noch zu erledigen waren. Viel gibt es da nicht zu erzählen. Erst Donnerstag wurde es wieder spannender: wir fuhren gemeinsam mit Grit und Jana ins Kaltenhofer Moor. Dort zeigten wir den beiden mal die frisch markierten Wanderwege. Normalerweise sehen wir FÖJler*innen nur die Strecken, die wir zu den Pegeln laufen. Dabei gibt es gerade in Stodthagen so viel mehr zu sehen. Der Moor Weg (mit gelber Farbe markiert) führt an einem offenen Moorsee vorbei, an dem mensch prima sitzen und picknicken kann. Außerdem eignen sich die Gräser dort hervorragend zum Gräser-Quietschen.
Im Anschluss fuhren wir gemeinsam nach Schmoel und machten am Strand Pause. Zum Schwimmen war es aber leider noch zu kalt.
Jana zeigte Alina und mir ihre ehemalige Standard-Verpflegung nach dem Königsmoor: Laugenbrötchen mit Kinderriegel. Klingt pervers, ist aber erstaunlich lecker.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Zeltplatz Hessenstein vorbei an dem mir Grit, zur Vorbereitung auf die bevorstehende Einarbeitung der Nächsten, ein paar Energizer beibrachte. Zum Beispiel „Scream and Run“. Dabei müssen alle so lange rennen wie sie schreien können. Logisch. Am Ende klangen wir wie abgewürgte Motoren, waren völlig aus der Puste und hochrot angelaufen. Aber es ist merkwürdig befreiend, wie eine Wahnsinnige durch die Gegend zu rennen und sich dabei die Seele aus dem Leib zu brüllen.

Damit sind wir also auch bei heute (Freitag) angekommen. Unsere Abschiedsfeier ist sehr schön gewesen. Wir haben ein Buffet mit Pizza und Kuchen aufgebaut und uns gegen 12 im Garten versammelt. Walter hat eine Rede gehalten und wir haben unser Zeugnis und Geschenke erhalten. Danach haben wir gegessen und geklönt, inmitten des, von Wilder Möhre dominierten Stiftungsgartens.
Für mich ist es noch nicht der allerletzte Tag. Ich arbeite noch bis zum 14. August die Neuen ein, aber ich mag mir nicht vorstellen, wie Alina sich heute fühlt. Jetzt gerade will ich nicht, dass das Jahr endet. Ich freue mich aufs Studium, aber ich will nicht keine FÖJlerin mehr sein. Die Stiftung ist so ein schöner Arbeitsplatz, den ich einfach nicht verlassen möchte.
Aber es hilft ja nichts, ich muss mich jetzt zumindest vom Blog verabschieden. Dieses hier ist der letzte Eintrag von mir. Der nächste wird schon von Clara und Leonie stammen.

Also machts gut und lebt wohl.
Tschau Kakao
Eure Telje

30. Kalenderwoche 2020 (20. - 26. Juli)

Hallo zusammen,

und schön, dass ihr da seid, um meinen allerletzten Blog zu lesen. Ja, ihr habt richtig gelesen, das ist schon der allerletzte! Es ist Freitagnachmittag vor unserer Abschlusswoche und mich überkommt doch schon eine gewisse Nostalgie.

Aber zunächst zu meinen Aktivitäten dieser Woche! Da ich am Donnerstag in der letzten Woche auf einem Stand des Naturgenussfestivals bei John’s Burgers einiges an Überstunden gemacht hatte, durfte ich mir den Montag entspannt freinehmen. Den Rest der Woche war ich alleine in der Stiftung, da Telje ihre restlichen Urlaubstage in Berlin genoss. Der Dienstag begann also zunächst mit vielen organisatorischen Sachen. Dafür ging es am Mittwoch mit unserer Vorgängerin Grit auf Exkursion und Pegelmessungen ins Hartshoper Moor. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, da wir dort aufgrund von Corona zuletzt Anfang März gemessen hatten und die Pegel nicht nur zugewachsen waren, sondern teils auch ihre Markierungen fehlten. Das war eine wahnsinnig witzige Tour, sooo schön, dass Du nochmal dabei warst <3

Am Donnerstag habe ich unter anderem endlich die schon vor ein paar Wochen ausgerissenen Säcke Schmalblättriges Kreuzkraut auf dem Abfallwirtschaftshof entsorgen können. Hier ein kleiner Tipp an unsere Nachfolger*innen: zieht bei solchen Gelegenheiten (und generell immer bei praktischen Arbeiten in der Stiftung) am besten Handschuhe und nicht eure Lieblingsklamotten an… meine Wenigkeit hatte nach dieser Aktion nämlich eine kleine, unnötige Panik, weil ich mir mit dem giftigen Kraut die Handfläche ein wenig aufgerissen hatte und hat außerdem noch ihre Lieblingsjeans mit uraltem, verrotteten Pflanzensaft versaut. 1000 Dank an unsere Betreuerin Karen für den tollen Shampoo-Trick ;)

Den Rest der Woche hieß es dann für mich vor allem:  Stickern, stickern, stickern, da einige Flyer und Magazine mit Stiftungsaufklebern bestückt werden musste und ich habe außerdem die letzten Tagegeld- und Materialerstattungsanträge gestellt. Büroarbeit halt.

Da Telje den nächsten Blog übernehmen wird, möchte ich mich an dieser Stelle bereits von euch verabschieden. Ein riesengroßes Dankeschön an die Stiftung und all die lieben Kolleg*innen. Danke für eure Hilfsbereitschaft und euren großen Wissensschatz, den ihr ohne zu zögern mit uns geteilt habt. Danke für die unglaublich wichtige Arbeit, die ihr macht, ich verlasse die Stiftung voller Bewunderung und Dankbarkeit, diesen besonderen Einblick bekommen zu haben. Auch wenn ich mit meinem Archäologie - und Kunstgeschichte-Studium in eine völlig andere Richtung gehen werde, wird die Freude am Umweltschutz, die ihr definitiv bei mir gefördert habt, immer ein großer Teil meines Alltags sein und ich freue mich, euch bald mal wieder besuchen zu können. Ein großes Dankeschön natürlich auch an euch, liebe Leser*innen, schön, dass ihr unsere Reise mitverfolgt habt.

Schlussendlich fällt mir noch ein wunderschönes Bild ein, welches uns der Vorsitzende des FöJ- Bundesverbandes Dirk Henning auf der 1. Bundesdelegierten-konferenz erklärt hat: unser Symbol der Pusteblume. Ich finde es wunderschön, zu glauben, dass jeder von uns, stark und manchmal auch widerspenstig wie der Löwenzahn, selbst in den unwirklichsten Lagen wurzeln und wachsen  kann. Und später wie die Pusteblume ihre Samen, seine eigenen Ideen und Träume in die Welt setzt und sprießen lässt. Mögen sie zunächst noch so unbedeutend und fragil erscheinen, es kann mit ein bisschen Vertrauen, Rückenwind und Hingabe Großes daraus entstehen und das macht mir Hoffnung.

Auf dass wir mit unseren blühenden Träumen und Ideen die Welt ein bisschen schöner, nachhaltiger, grüner und gerechter gestalten können; macht´s gut und passt auf euch auf,

Eure Alina

P.S.: Für all die kleinen Poeten unter uns hier noch ein kleines hübsches Gedicht, das mich zufälligerweise durch das ganze letzte Jahr begleitet hat und viele meiner Erfahrungen wunderschön zusammenfasst:

Because you’re young,

you’re torn between a world of hate

and a world of dreams;

So much to lose,

so much to gain.

So much to fight for,

and so much to change.

~  Edgar Allan Poe

29. Kalenderwoche 2020 (13. - 19. Juli)

Moin moin Zusammen,

Es ist mal wieder Freitag und ich bin sehr müde, deshalb erwartet besser nicht zu viel von diesem Blog. Wir waren gerade im Dosenmoor und ich wurde seit dem Moment, in dem ich aus dem Auto gestiegen bin, von einer Horde Fliegen angeschwärmt und nicht mehr in Ruhe gelassen. Vielleicht waren es Groupies, in dem Fall sollte ich mich wahrscheinlich geschmeichelt fühlen. Oder sie fanden ich stinke so schön (dann wäre ich deutlich weniger geschmeichelt), aber warum auch immer sie MICH zu ihrem alleinigen Fokus auserkoren haben ist mir eigentlich egal, denn sie waren wirklich lästig.
Ansonsten sieht das Dosenmoor gerade schlichtweg wunderschön aus. Die Heide beginnt langsam wieder zu blühen und überall wächst rötlich-glitzernd der Sonnentau. Heute spielt auch das Wetter mit. Bei 23 Grad und Sonne steigt die Arbeitsmoral gleich ins unermessliche an.
Wären da nicht die Fliegen…

Gestern waren wir im Büro und haben an unseren letzten Aufgaben weitergearbeitet. Jetzt, wo sich unser Jahr dem Ende zuneigt, fallen uns nach und nach immer mehr Aufgaben ein, die irgendwann mal liegengeblieben sind. Zum Beispiel möchte Michael, dass wir 3000 Aufkleber auf unsere Flyer kleben. Und Olli will, dass wir gefühlt 3000 Pegelmessdaten in seine Excel-Listen einpflegen. Kurz: Wir haben immer noch sehr gut zu tun.

Mittwoch kämpften wir uns (für Alina ein letztes Mal) durch das Königsmoor. Zu dieser Zeit kämpfen wir wirklich, besonders gegen den Königsmoor-Trifecta: Binsen, Birken und Brennnesseln (manchmal gesellen sich auch noch Bremsen hinzu).
Um unseren Nachfolgerinnen die Arbeit etwas zu erleichtern, fällten wir per Hand die Birken, wo wir nur konnten. Währenddessen fraßen uns aber die Bremsen und Mücken auf und auch im Königsmoor hatte ich schon eine treue Gefolgschaft von einem guten Dutzend Fliegen.
Aber ein paar Pegel stehen auch sehr angenehm zwischen Gargelsträuchern. Da macht es wieder Spaß sie abzulesen, weil es währenddessen zumindest sehr angenehm-würzig riecht.
Ganz am Ende unserer Tour hatten deckten wir dann sogar noch einen grausamen Unfall auf: Einer unser Pegel-Rohre war geköpft worden!  Er lag völlig reglos auf der Wiese, glatt am Boden abgesäbelt (zugegebenermaßen wäre ich vermutlich besorgter wenn er nicht reglos gewesen wäre).
Mit diesem schrecklichen Bild im Kopf und mit den Überresten unseres gefallenen Pegel-Kameradens fuhren wir zurück zur Stiftung.

Dienstag war relativ unspannend (wir kümmerten uns um besagte Sticker und Pegeldaten), aber Montag waren wir in Dätgen. Dass macht diese Woche zu einer Drei-Moor-Woche.
Auch ein Erlebnis, obwohl Drei-Moor-Wochen, im Gegensatz zu Zwei-Moor-Wochen, bedeutend anstrengender und zeitintensiver sind.

Hier beende ich dieses Wirr-Warr an Blog. Ich fahre jetzt nach Hause, dusche und versuche herauszufinden, warum mich Fliegen lieben. Nächste Woche bin ich unterwegs, aber Alina wird sich um einen wunderbaren Blog kümmern, der bestimmt anspruchsvoller sein wird als dieser hier (but you have been warned)

Also dann, bis in zwei Wochen.
Tschüs Gemüs!
Telje

28. Kalenderwoche 2020 (6. - 12. Juli)

Guten Morgen ihr Lieben,

vielleicht liegt ihr gerade auf eurem Bett, eurem Sofa oder sitzt an eurem Schreibtisch und prokrastiniert, was ihr eigentlich gerade zu tun habt. Während ihr also diesen kleinen Eintrag hier von mir lest, sitze ich mit Mund-Nasen-Schutzmaske auf der Rückbank unseres Skoda Yeti („Cappu“) und schaue Telje beim Fahren zu. Wir sind mal wieder auf dem Weg ins Königsmoor und ich bin gespannt, was uns heute erwartet. Fahren wir uns fest? Fällt einer von uns in ein Moorloch? Oder versuchen die Birken und Brennesseln mal wieder, uns den Weg zu versperren? Telje gibt ordentlich Gas und die Landschaft fliegt nur so an uns vorbei. Ich möchte die einstündige Fahrt heute nutzen, um euch zu erzählen, was wir in der letzten Woche so getrieben haben. So wie dies wahrscheinlich ein sehr blütenreicher Blog wird, war die letzte eine sehr blütenreiche Woche.

Am Montag sind Telje und ich nochmal direkt alleine ins Naturschutzgebiet Kasseedorf gefahren, das Gebiet, in dem wir vor ein paar Wochen mit einem unserer Lieblingskollegen Michael Ott die Auspflanzung von vielen Primeln begleiten durften. Kaum geparkt, sprach uns bereits eine aufgeregte Dame an, ob das giftige und umstrittene Jakobskreuzkraut im NSG denn keine Gefahr für die Tiere darstellte. „Oh je“, dachten wir uns, „bitte nicht schon wieder…“ und verwiesen auf das JKK-Kompetenzzentrum in der Stiftung, bevor wir erklärten, dass es sich dabei auch um eine Blühpflanze handelt, die von Insekten teils dringend benötigt wird. Zumal es nur passieren kann, dass die Tiere es fressen, wenn es sich getrocknet im Heu befindet, da es dann für sie nicht mehr zu unterscheiden ist. Da die Sorgen der Anrainer und Pferdebesitzer natürlich teilweise nachvollziehbar sind, ist es ein wahnsinnig schwieriges Thema.

Um zu den Primeln zu gelangen, mussten wir dann auch noch unseren eigens aufgebauten Elektrozaun überwinden und das stellte uns doch vor eine kleine Herausforderung. Es surrte einfach nichts und es gab einfach zu viele Schalter. War das Ding nun an? Oder generell schon von Anfang an aus? Oder hatten wir es gerade etwa wieder angeschaltet? Trotz ein wenig Angst kletterten wir also nach einem professionellen Blatt-Test über den Zaun und siehe da: keine Verletzten, keine Toten. Yay! Auf dieser Fläche bestand unsere Aufgabe nun darin, die mittlerweile verblühten Blütenstände abzuschneiden und auf angrenzenden Flächen zu verteilen, damit dort dann neue kleine Pflänzchen wachsen können.

Den Dienstag sind wir an die Nordsee zum Speicherkoog gefahren, um dort Zäune vom sogenannten LIFE LIMOSA Projekt ( https://www.stiftungsland.de/was-wir-tun/entwicklungshelfer/life-limosa-wo-ist-greta/ ) abzubauen. Die hatten in diesem Frühjahr nämlich die brütenden Uferschnepfen vor kleinen Nesträubern wie zum Beispiel dem Igel geschützt. Spannend war dabei zunächst, dass das Gebiet in einer Militärzone liegt und wir dann am Eingang auch unsere Pässe abgeben mussten. Nach einer langen Fahrt über das verlassene Gelände voller Bunker und Schießstände sahen wir endlich zwei Gestalten am Horizont schreiten. Wir müssen zugeben, wir hatten ein klitzekleines bisschen Schiss, in irgendeine Übung hineingeraten zu sein… Aber nein, letztendlich waren es nur die zwei Mitarbeiter von Weidelandschaften e.V., denen wir zur Hand gehen sollten. Zunächst war der Zaunabbau ganz entspannt und ich konnte mir zwischendurch auch in Ruhe die schönen Orchideen auf der Wiese anschauen. Dann mussten wir die großen Zaunrollen zu den Autos schleppen und zack, setzte ein starker Regen ein. Eine Ewigkeit später waren wir fertig, erledigt und nass, da hörte der Regen auf und unser Kollege und Auftraggeber Olli tauchte endlich auf. Klasse Timing, Olli ;P

Dafür bekamen wir dann noch eine tolle Führung über das ans Wattenmeer angrenzende Gebiet und durften uns im nächsten Ort ein Eis gönnen. Nochmal Dankeschön für den kleinen Ausflug!

Mittwoch verbrachten wir den Tag in der Stiftung und begannen endlich, unseren Abschlussbericht zu schreiben, was mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Wenn ich einmal angefangen hab zu schreiben, kann ich nicht mehr aufhören.

Donnerstag waren wir dann eigentlich mit Christian Müller am Glasmoor verabredet. Sind wir also extra früh aufgebrochen und standen schließlich um 10 Uhr beim Punkt, den Christian uns geschickt hatte. Mitten im Stadtpark Norderstedt. Upsi. Die Leute haben schon lustig geguckt. Nach einer Irrfahrt zur JVA Glasmoor fanden wir endlich die Zufahrt zum Gebiet gegenüber vom Stadtpark. Als kleines i-Tüpfelchen stellte sich dann auch noch heraus, dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte und Christian frühestens um 12 da sein könnte. Also machten Telje und ich uns bei strömendem Regen in der sandigen Mondlandschaft alleine an die Arbeit. Diesmal ging es dem Schmalblättrigem Kreuzkraut an den Kragen, einem Verwandten des besagten JKK. Dabei handelt es sich um einen stark invasiven Neophyten, also Einwanderer, aus Südafrika, welcher hier heimische Pflanzen verdrängt. Die Kombination aus Sand und Starkregen war schon widerlich, dafür waren wir am Ende um 4 gefüllte Säcke und eine Begegnung mit kleinen Wildschweinen reicher.

Dafür gab es abends als Belohnung ein wunderschönes Flammkuchenessen mit unserer Betreuerin Karen und unserer Kollegin Ingrid.

Am selben Abend und folgenden Morgen hatte ich leider so starke Magen-Darm-Beschwerden, dass wir Freitag nicht ins Hartshoper Moor konnten, dafür freue ich mich schon auf die nächste moorlastige Woche, von der Euch Telje berichten wird. Wir machen uns jetzt mal auf durchs Königsmoor. Für mich das letzte Mal schon! Na ja, der Countdown läuft, gut 3 Wochen noch, dann neigt sich unser FÖJ dem Ende zu…

Macht´s gut,

Eure Alina