Es sind ihre Erinnerungen an die wildbunten Wiesen von einst, an die Froschteiche, die wie zufällig rein getupft waren in die Blütenpracht und auch die Erinnerung an die oben auf den Blütenköpfen thronenden Wildbienen und Schmetterlinge, die Sigrun Hass vor Augen hat, wenn sie an früher denkt. Das Früher der Natur ist jedoch kaum mehr vergleichbar mit dem Heute, das Morgen in ernsthafter Gefahr!

Ihr Mann Reinhard bringt das Verschwinden der der Artenvielfalt hier bei uns in Schleswig-Holstein auf den Punkt: „Meine Frau hat vor ein paar Jahren einen neuen Blühgarten an unserem Ferienhaus in der Nähe von Bad Segeberg angelegt. Die ersten Jahre waren die bunten Blüten voll von Insekten aller Art. Doch nach ein paar Jahren blieben sie aus. Nur vereinzelt verirrte sich mal ein Alleinflieger in unseren Garten.“ Diese Entwicklung konnte und wollte das Rentner-Ehepaar nicht länger hinnehmen.

Etwas schaffen, das für immer bleibt.


„Wir haben unser Leben lang gearbeitet, beide ordentlich verdient, wir haben was wir brauchen. Da wir keine Kinder haben, mussten wir uns irgendwann mal die Frage stellen, was mit unserem Ersparten passieren soll, wenn wir nicht mehr da sind“, erinnert sich Sigrun. „Ich finde den Erhalt der Vielfalt an Insekten und insbesondere Vögeln so wichtig“, ergänzt sie. Kein Wunder also, dass das  Ehepaar aus dem Kreis Segeberg bei den Vielfaltschützer*innen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein landete.

Nach einigen Vorgesprächen, intensivem Austausch und Besichtigungen von Flächen, die mit ihrer Spende aufgewertet werden könnten, haben sie einen sogenannten  „Stifterfonds“ bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gegründet: den „Artenschutzfonds der Familie Hass“. Mit dem Geld, dass das Paar in seinen Fonds einzahlt, kann die Stiftung Maßnahmen umsetzen, die der Artenvielfalt und dem biologischen Klimaschutz zugutekommen, oder auch Flächen erwerben, die dann für immer für den Naturschutz gesichert sind. Im Fall der Familie Hass vorzugsweise im Kreis Segeberg mit dem inhaltlichen Schwerpunkt auf Insekten-, Vogel- und Kleintierschutz.

Experte Florian Bibelriether (rechts) zeigt dem Stifterpaar und Projektleiter Philipp Meinecke die neu angelegten Mikro-Steilwände für Wildbienen.

Denn ein Stifterfonds bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein stellt immer die ganz persönlichen Wünsche der Stifter*innen in den Mittelpunkt: „Auch wenn ich nie beruflich etwas mit Natur zu tun hatte, habe ich es in meiner Freizeit immer sehr genossen, Insekten und Vögel zu beobachten. Das war schon als Kind das Schönste für mich gemeinsam mit meiner Mutter auf Vogel-Beobachtungs-Tour zu gehen. Damals habe ich viel über die verschiedenen Arten gelernt und ich erkenne bis heute aus großer Entfernung den ein oder anderen seltenen gefiederten Gesellen “, schwärmt Sigrun Hass.

 

 

Projektleiter Philipp Meinecke zeigt dem Stifter-Ehepaar und Stiftungsmanager Markus Stratmann, mit welchen Maßnahmen die Fläche naturschutzfachlich aufgewertet wird.

Diese wertvollen Erinnerungen an eine intakte Natur, in der es summt und brummt und zwitschert und quakt, möchte das Ehepaar mit seiner Spende auch für die nachfolgenden Generationen sichern. „Unser Geld ist bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in den besten Händen“, sagt Reinhard mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, als er gemeinsam mit seiner Frau eine „ihrer" mittlerweile vier Flächen im Stiftungsland Barker Heide in der schleswig-holsteinischen Vorgeest zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg besucht. Vielfaltschützer Philipp Meinecke nimmt sie an diesem wunderschönen, eisigen Sonnentag mit auf eine gedankliche Reise, wie die Aufwertung der Fläche, dank der großzügigen Spendensumme, Schritt für Schritt vollzogen werden könnte.

Eine Spende, die sofort für Artenvielfalt verwendet wird.


„Kaum hatten wir das Geld überwiesen ging es auch schon los mit der Verwandlung einer  einheitsgrünen Wiese in eine wildbunte Vielfalts-WG mit bunten Blumen, Insekten, Fröschen, Kröten und seltenen Vögeln wie Neuntöter, Feldlerche und Braunkehlchen“, erinnern sich die Rentner aus dem Kreis Segeberg an ihre erste Spende an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und deren blitzschnelle Umsetzung.

Und kaum war die erste Fläche verwandelt, wurden sie zu Wiederholungstäter*innen – aus Überzeugung! Sigrun Hass: „Wir sind begeistert von den vielen Stiftungsmitarbeiter*innen, die wir bisher kennenlernen durften, denn eins eint sie alle: sie sind jung, engagiert und mit voller Leidenschaft für den Erhalt der Artenvielfalt in Schleswig-Holstein bei der Sache – eine bessere Anlage unseres Geldes können wir uns nicht mehr vorstellen!“


Die ersten Maßnahmen waren schon erfolgreich: innerhalb weniger Winter-Wochen ist dieses Gewässer entstanden. Wasservögel, Wasserpflanzen, Libellen und Amphibien finden hier ihr neues Zuhause.

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