Er mag sie runzlig, riesig und uralt. Der Mittelspecht steht auf Baumgreise. Er gehört zu den Leisetretern. Er rennt Baum auf, Baum ab, stochert und pickt hastig nach Beute. Dabei macht er nicht mit lautem Klopfen auf sich aufmerksam.

Das mag der Mittelspecht

Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Insekten, wie Ameisen, Blattläuse, Käfer. Und die gibt es nicht nur unter der Baumrinde. Die gibt es direkt auf der rauen Borke im Kronenbereich alter „Baumriesen“, vorzugsweise auf alten Eichen, aber auch auf Buchen, Eschen und brüchigen Erlen.

Das macht ihm zu schaffen

Doch Altwerden ist nicht angesagt auf den Forstflächen. Kein Wunder, dass dem Mittelspecht mit dem Abholzen alter Einzelbäume und dem Verlust alter Wälder die Puste ausgeht. Ihm fehlt dieser Lebensraum.

Das Abholzen uralter Einzelbäume und der Verlust von Naturwäldern wurden so bedrohlich, dass der Mittelspecht sogar aus Schleswig-Holstein verschwand. Mittlerweile kehrt der Waldbewohner zum Glück zurück und breitet sich von Süden her wieder aus. Er ist allerdings noch nicht überall wieder angekommen, denn hierfür braucht er die richtigen Voraussetzungen. Mit dem Engagement der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein soll das anders werden.

So helfen Sie dem Mittelspecht

Um den Mittelspecht bei seiner Rückkehr unter die Flügel zu greifen, hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein die Spendenkampagne „Bitte blecht für den Specht!“ ins Leben gerufen. Mit Ihrer Spende bewahren wir alte Wälder vor der Motorsäge und sorgen für die Baumgreise von morgen, wenn wir Land erwerben und darauf den Urwald für künftige Spechtgenerationen pflanzen. Auch seine Lieblingsbäume, alte Eichen, schützen und pflegen wir, wenn benachbarte Bäume sie in der Länge überholen, halten wir die Konkurrenz in Schach. Und wir vernässen Waldsenken, sodass Erlenbruch mit viel Totholz und Insekten entsteht. Dort ist der Tisch reich gedeckt für den Mittelspecht.

Sofort helfen: Mit 43 Euro können wir eine greise Eiche ein Jahr lang pflegen und erhalten.

Vorsorgen: Für 80 Euro
schaffen wir 10 Quadratmeter vernässte Waldsenke, reich an Nahrung für den Specht.

An morgen denken: 315 Euro kostet es, 100 Quadratmeter Land zu kaufen und neuen Eichenwald zu pflanzen.

Ansprechpartnerin

Nancy Bittkau
Tel.: 0431 210 90  203
E-Mail: nancy.bittkau@stiftungsland.de

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