Vor vier Jahrzehnten fing es im Delver Koog an. Hier in der großen Eiderschleife südlich von Süderstapel, mitten in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge, liegt das erste Stiftungsland: damals exakt 1,3688 Hektar Moorgrünland. Dank der Arbeit der Vielfaltschützer ist das Naturschutzgebiet stetig gewachsen, auf inzwischen 223 Hektar, und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen wie Rohrdommel, Braun- und Blaukehlchen sowie die Krebsschere haben hier wieder ein zu Hause gefunden.

Landesweit umfasst das Stiftungsland nach 40 Jahren fast 36.000 Hektar, wo viele seltenen Pflanzen und Tiere wieder eine sichere Heimat bei uns in Schleswig-Holstein gefunden haben: Laubfrösche, Uferschnepfen, Goldene Scheckenfalter, dazu Heidenelken, Wiesenschlüsselblumen und Arnikas. Dennoch bleibt weiter viel zu tun!

Es bleibt viel zu tun!

Das Artensterben ist nicht zu leugnen, insbesondere bei den Insekten. Zahlen belegen, dass in den vergangenen 27 Jahren die Masse der Fluginsekten in Deutschland um mehr als 75 Prozent abgenommen hat, die Hälfte der Brutvögel in Deutschland und fast alle in Schleswig-Holstein heimische Amphibien auf der Roten Liste stehen. Diesen alarmierenden Zahlen stemmt sich die Stiftung Naturschutz mit verschiedenen Projekten in ihrem Stiftungsland erfolgreich entgegen. Mit dem „Blütenmeer2020“ werden beispielsweise unsere Wiesen wieder artenreich und bunt: durch das Auspflanzen und Aussäen von seltenen heimischen Wildblumen und Wildkräuter. In anderen Projekten durften sich Heiden wieder entwickeln, Moore wachsen und naturnahe Wälder entfalten.

Viel Gutes gibt es nach vierzig Jahren Stiftungsarbeit auch von den Amphibien zu berichten: Es gibt wieder mehr Rotbauchunken, Wechselkröten und Laubfrösche in Schleswig-Holstein; Arten, die beinahe ausgestorben waren. Möglich gemacht hat das die engagierte Arbeit der Vielfaltschützer, die zunächst in einem engagierten Aufzuchtprogramm rund 25.000 daumennagelgroße Jungunken, die aus 33.000 Eiern des gesammelten Laichs aufgezogen wurden, herangezogen und in den neuen Oasen der Unken ausgewildert. Das war vor zehn Jahren – und die Arbeit ist noch nicht zu Ende! Wo immer es möglich ist, legt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Teiche an, baut Sommerquartiere und schafft amphibienfreundliche Umgebungen. Dazu gehört auch, die oftmals verinselten grünen Oasen wieder miteinander zu verbinden, damit die kleinen Freunde wandern können und sich weiter verbreiten.

Werden auch Sie Vielfaltschützer!

Das Artensterben in unserem Land zu stoppen ist eine große Aufgabe, bei der die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Ihre Unterstützung braucht. Werden auch Sie zum Vielfaltschützer, helfen Sie uns, Schmetterlinge, Frösche und Wildblumen vor dem Aussterben zu bewahren. Jede Spende hilft.


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