Wiederholte Sachbeschädigung am Weidezaun im Naturschutzgebiet Nordoe

Die Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sind bestürzt!


Unbekannte haben die Drähte des Weidezaunes im Stiftungsland Nordoe südlich von Itzehoe zum wiederholten Mal zerschnitten. Weil dabei auch die Stromzufuhr durchtrennt wurde, waren weite Bereiche der Zauntrasse rund um die Weideflächen ohne Strom.

Abgesehen vom materiellen Schaden sind die Tierhalter Dirk Andresen, Weidelandschaften e.V. und Marc Christians, Burenziegenhof, beunruhigt, weil Ziegen, Rinder und Pferde so ungehindert die Weidelandschaften verlassen und auf angrenzende Straßen und Bahntrassen laufen können. Zum Hintergrund: Vor kurzem wurden die von den Gemeinden als Wanderwege betreuten Hauptwege ausgeschildert und gekennzeichnet, um die Besucher  auf die zulässigen Wanderrouten hinzuweisen. Damit ist im Gebiet nun umgesetzt, was von Seiten der Gemeinden, die für die Besucherlenkung verantwortlich zeichnen, vor vielen Jahren beschlossen wurde.

In den Weideflächen kam es zudem immer wieder zu Störungen durch die Besucher – die Sorge gilt insbesondere bodenbrütenden Vögeln, wie Flussregenpfeifer und Heidelerche, gefährdeten Amphibienarten und der Verunreinigung durch Hundekot. Aufgrund der massiven Störungen ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein von ihrem sonst praktizierten Prinzip abgerückt und schränkt den Besucherverkehr künftig ein. Die Wanderwege durch die Weideflächen wurden daher im Anschluss an die Beschilderung der Hauptwege verschlossen.

Antje Zimmermann von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Dägelings Bürgermeister Claus Wilke und Kremperheides Bürgermeister Sven Baumann sind sich einig: „Mutwillige Sachbeschädigungen gehen gar nicht. Wer mit der neuen Wegeführung nicht einverstanden ist, sollte das im Gespräch erörtern. Anzeige gegen Unbekannt hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bei der Polizei bereits gestellt.