Waldumbau in der Lohe wird fortgesetzt

Beim schrittweisen Umbau zum naturnahen Wald im Stiftungsland Lohe wird die nächste Etappe in Angriff genommen.


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein rückt ab Dienstag, 22. Oktober,  mit Sägen auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Wentorfer Lohe zwischen Hamburg und Sachsenwald an. Das Ziel: In verschiedenen Bereichen sollen die Nadelholzbestände durchforstet werden. Durch die Entnahme von Fichten, Lärchen und Douglasien bekommen die bereits vorhandenen Laubbäume mehr Platz und Licht zum Wachsen.

Damit wird langfristig die natürliche Entwicklung zu einem Naturwald mit standortgerechten Gehölzen eingeleitet. Von der zehntägigen Durchforstung profitieren Eberesche, Hasel, Stieleiche, Hainbuche, Bergahorn und Schwarzerle. Sie können künftig unter dem aufgelichtetem Schirm der Nadelbäume besser keimen. Reit- und Wanderwege können aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt werden.

Gleichzeitig beugen die Waldexperten dem vermehrten Auftreten des Borkenkäfers vor, der sich in den plantagenartigen Nadelholzbeständen der Lohe breit gemacht hat. Hier werden absterbende Bäume im Umfeld des Wegenetzes gefällt, um Gefahren für Spaziergänger auszuschließen.

Vor sechs Jahren hat die Stiftung Naturschutz zusammen mit den angrenzenden Gemeinden, interessierten Bürgern und Nutzern der Wentorfer Lohe ein Entwicklungskonzept zur künftigen Nutzung und naturschutzfachlichen Entwicklung des 237 Hektar großen ehemaligen Militärgeländes nach einjähriger Diskussion verabschiedet. Thema war dabei auch die Entwicklung der rund 130 Hektar großen Waldflächen. Einig waren sich Bürger und Experten, dass auf dem Weg zu einem naturnahen Wald in der Lohe die standortfremden Nadelholzbestände zugunsten von Laubmischwäldern verkleinert werden müssen.

Seit November 2011 ist die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Eigentümerin der Lohe. Als Teil des so genannten Nationalen Naturerbes ist Areal von besonderer Bedeutung für den Naturschutz. Die Lohe ist im Ballungsraum Hamburg aber auch ein beliebtes Naherholungsgebiet.