Waldpflanzer im Stiftungsland unterwegs

Schüler-Pflanzaktion: Flatterulmen und Wildäpfel kamen gemeinsam mit dem Stiftungsvorstand in die Bilsbekniederung


Sandra Redmann und Dr. Walter Hemmerling, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein haben zusammen mit Schüler*innen des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in Uetersen im Stiftungsland Bilsbekniederung bei Ellerhoop, Kreis Pinneberg, 25 Wildäpfel (Baum des Jahres 2013) und 100 Flatterulmen (Baum des Jahres 2019). An drei verschiedenen Standorten bekommen diese Raritäten unter den heimischen Bäumen einen neuen Lebensraum, der ihnen in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft immer mehr abhanden kommt.

Auf Initiative des ehemaligen Lehrers Gerd Janssen haben die Schüler*innen des Ludwig-Meyn-Gymnasiums in den vergangenen Jahren bereits 30 Hektar neuen Auwald an der Krückau zwischen Kaltenkirchen und Barmstedt gepflanzt.

Die bis zu 35 Meter hohe Flatterulme zählt zu den selten gewordenen Baumarten Deutschlands. Sie wächst gern an Flüssen und in Auwäldern und verlor einen Großteil ihres Lebensraumes durch begradigte Flussläufe und trockengelegte Feuchtgebiete. In den vergangenen Jahren ist die wenig bekannte Baumart verstärkt in den Fokus gerückt, da sie deutlich widerstandsfähiger gegenüber dem Ulmensterben ist.

Der seltene Wildapfel wächst überwiegend an Waldrändern und in Hecken, da er durch seine geringe Höhe im Wald nicht konkurrenzfähig ist. Interessant ist, dass der Wildapfel Malus sylvestris nicht der Vorgänger unseres Kulturapfels ist. Der genetische Ursprung unserer Speiseäpfel ist nach heutigem Wissensstand eine Kreuzung von Asiatischem Wildapfel und Kaukasusapfel.