Vielfaltschützer erobern Nachhaltigkeits-Messe

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein waren schon zum zweiten Mal bei der Nachhaltigkeits-Messe, dem „Heldenmarkt“ in Hamburg dabei.

  • Leif Rättig gibt Einblicke in die spannende Welt der Moore

  • Unser Infostand auf dem Heldenmarkt


Am Anfang waren ein paar recycelbare Turnschuhe und ein Mann mit Visionen für eine bessere Welt. Heute, zehn Jahre später finden wir auf dem „Heldenmarkt“, der Nachhaltigkeits-Messe in Hamburg über 130 Aussteller von Bio-Pionieren bis hin zu Start-Ups. Auch wir von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und unsere 100 %ige Tochter, die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, waren zum zweiten Mal mit am Start.

Alle Aussteller eint eine Mission: mit nachhaltigen Produkten oder Dienstleistungen eine echte Alternative zum konventionellen Überangebot bieten. Oder auch: der unermüdliche Einsatz für die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Gründer Lovis Willenberg hatte die Idee zu dieser boomenden Messe vor über zehn Jahre. Er taufte sie: „Heldenmarkt. Die Messe für alle, die was merken.“ Denn: als Helden betrachtet der Gründer seine Aussteller: schließlich investieren sie zumeist ihre ganze Kraft – und oft auch ihr gesamtes Vermögen – in eine ökologisch sinnvolle Idee.

Vielfaltschützer und Flächenmanager der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Leif Rättig gab in seinem Vortrag beispielsweise Einblicke in die spannende Welt der Moore und die Arbeit der Stiftung, welche sich immer mehr für diese besonderen Ökosysteme und gigantischen Kohlenstoffspeicher einsetzt. Auch erzählte Rättig von der CO2 Kompensationsmöglichkeit über die Klimaschutzzertifikate der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, den sogenannten MoorFutures®.

Seit gut sechs Jahren, seit Dezember 2014, kann sich jede*r durch den Kauf von freiwilligen Klimaschutzzertifikaten, den sogenannten MoorFutures® an der Wiedervernässung von Mooren, wie beispielsweise des Königsmoores bei Rendsburg, beteiligen. Die Investition bietet dabei vielfältige Kompensationsansätze: Ganz gleich ob der private Energieverbrauch oder ganze Produktionsprozesse eines Unternehmens in der CO2 Bilanz ausgeglichen werden sollen. Zudem wird ein Zeichen für den Umweltschutz und den Erhalt seltener Arten in der Region gesetzt.

Die Projekte der Vielfaltschützer*innen stießen auf großes Interesse und Anerkennung seitens der über 7000 Besucher*innen. Zwischen plasikfreiem Kaugummi, ökologischer Hochzeit, Kompostieranlagen und Bienenwachstüchern trafen sich Menschen, die etwas bewegen möchten.

Jede*r, ob nun Aussteller*in, Besucher*in oder Referent*in nimmt neuen Input mit nach Hause und trägt einen kleinen Teil zum besseren Mit-und Füreinander bei.