Übersichtlich und feucht muss es sein

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wertet Speicherkoog Nord für Wiesenbrüter weiter auf.


Im Speicherkoog Nord in der Meldorfer Bucht wird das Terrain für die Uferschnepfe – an der Westküste wegen ihres markanten Rufes auch Greta genannt – für die Brut und Aufzucht weiter angepasst. Auch weitere bedrohte Arten wie Kiebitz, Rotschenkel und Kampfläufer werden von den umfangreichen Erdbewegungen profitieren.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Stiftung Naturschutz zusammen mit ihren Partnern vor Ort umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um mehr Regenwasser in der Fläche zu halten. Weil dies so erfolgreich war, werden jetzt die Maßnahmen an anderer Stelle im Koog in der Nähe von Nordermeldorf auf einer Fläche von fast 380 Hektar fortgesetzt. Ziel der diesjährigen Arbeiten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und ihrer Partner, dem Michael-Otto-Instituts im NABU Bergenhusen (MOIN), dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) sowie dem Kreis Dithmarschen im Rahmen des „LIFE-Limosa“-Projektes: Vor allem im Frühjahr sollen weitere Wasserflächen den Koog für Wiesenvögel noch attraktiver machen. Gleichzeitig soll die extensive Bewirtschaftung der Flächen erhalten und verbessert werden.

Dazu werden vorhandene natürliche und künstliche Abflüsse teils durch Erdstaue teils durch neu zu bauende Überfahrten mit regulierbaren und verschließbaren Knierohren geblockt. Weiterhin sollen so genannte Blänken mit periodisch wechselndem Wasserstand ausgebaggert werden.