Stiftungsland Nordoe: Unmut über Wegekonzept

Bundes-, Landes-, und Kreistagsabgeordnete diskutieren mit Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Naturschutzbehörde Wegekonzept.

  • Munter diskutiert im Stiftungsland: Landtagstagsabgeordneter Heiner Rickers (6. v.l.), Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich 4. v.r.) und Stiftungsmitarbeiterin Antje Zimmermann (r.)

  • Wertvoll für den Naturschutz: Kernbereich der Binnendünen von Nordoe

  • Teil der vierbeinigen Landschaftspfleger: Exmoorponies


Seit geraumer Zeit gärt es in der Region rund ums Stiftungsland Nordoe. Stein des Anstoßes: das Wegekonzept auf dem ehemaligen Bundeswehr-Übungsplatz. Das Konzept hatten die Gemeinden Breitenburg, Dägeling und Kremperheide 2011 in Auftrag gegeben und mit Betroffenen Vor Ort, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sowie der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Steinburg abgestimmt. Als das Konzept jetzt umgesetzt wurde und einige Wege im Gebiet nicht mehr wie seit Jahren gewohnt genutzt werden konnten, sorgte dies bei Spaziergängern für Verstimmungen.

Jetzt stand das Thema im Mittelpunkt eines Ortstermins: Der Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich (CDU) und der Landtagsabgeordnete Heiner Rickers (CDU) informierten sich gemeinsam mit Kreistagsabgeordneten, den Bürgermeistern aus der Region, dem örtlichen Naturschutzverein und weiteren Interessierten bei der Stiftung Naturschutz und der UNB über den Stand der Dinge.

Ulf Schünemann, Leiter der UNB, und Thorsten Deinert, Leiter des Flächenmanagements der Stiftung Naturschutz, begründeten die neue Wegeführung inklusiver einiger Sperrungen mit dem herausragenden naturschutzfachlichen Wert des Gebietes. Sie betonten, dass die drei anliegenden Gemeinden bei allen Planungsschritten im Vorfeld eng eingebunden waren und das Wegekonzept mittragen.  Sie betonten aber auch Verständnis für die Besorgnis zahlreicher Besucher der Binnendünen. Klar war: Die Auszäunung der Weideflächen sowie das Verbot, das Gelände abseits der Wege zu betreten, bleiben bestehen. Einig waren sich alle Beteiligten, dass es jetzt darum gehen müsse, um mehr Akzeptanz für die neue Wegeführung und das Anleingebot für Hunde zu werben.

Dennoch sagte die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu, das Erleben der sensiblen Dünenbereiche sei weiterhin regelmäßig bei Exkursionen durch die Stiftung oder dem neu gegründeten Naturschutzverein Nordoer Heide e.V. möglich.

In Verwaltung hat die Stiftung Naturschutz den ehemaligen Standortübungsplatz 2015 von der Bundesrepublik Deutschland genommen.  Bereits 2009 hatte sie Teile des Gebietes bereits von der Bundesrepublik gepachtet, um eine Beweidung zu etablieren. Um Naherholung und Naturschutzziele in Einklang zu bringen, gründete sich frühzeitig ein Arbeitskreis aus allen Beteiligten, in dem der Beschluss zur Einrichtung einer Besucherlenkung gefasst wurde.  2016 wurde auf Grundlage des Wegekonzeptes das heute gültige Wanderwegenetz beschlossen. Im Sommer 2018 ging es in die Umsetzung: Wege wurden gesperrt, insbesondere die Wege durch die Weideflächen und den Kernbereich des Dünenlandes.

Mehr Informationen zum Stiftungsland Nordoe gibt es hier.