Prinzenmoor wird für Kiebitz, Feldlerche, Moorfrosch und Co. attraktiver

Artenreiches und feuchtes Grünland gehören in Schleswig-Holstein zur Mangelware – Tendenz: abnehmend.

  • Der Storch ist auch ganz begeistert von den Maßnahmen.


Dem stemmt sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein jetzt im Prinzenmoor westlich von Hamdorf, Kreis Rendsburg-Eckernförde, entgegen. In den vergangenen zwei Wochen war es auf der zwölf Hektar großen Fläche  unruhig. Ein Bagger war angerückt, um hier den natürliche Wasserhaushalt wiederherzustellen. Damit mehr Wasser im Niedermoor-Boden gehalten werden kann, wurden die Gräben aufgeweitet, regulierbare Staue eingebaut und die Weideübergänge erneuert. Abschließend hat die Stiftung Naturschutz den alten Weidezaun mit einer vogelfreundlichen Litze aufgewertet.

Über mehr Wasser in der Fläche freuen sich die Wiesenvögel. Kiebitz und Bekassine sind bei der Nahrungssuche auf stocherfähige Böden angewiesen, um Larven und Regenwürmer zu erbeuten. In den aufgeweiteten Gräben finden außerdem die europaweit geschützten Moorfrösche Platz für ihr Laichgeschäft

Erfreulicher Nebeneffekt: Weil durch mehr Wasser im Niedermoor, dessen Zersetzungsprozess gestoppt wird, werden hier künftig CO2-Emissionen vermieden. So wird Moorschutz zum Klimaschutz!