Pflanzaktion für den Gewöhnlichen Teufelsabbiss

Violett-blühende Rarität bekommt ein neues Zuhause in Eckernförde


Sie blüht wunderschön leuchtend violett, hat einen außergewöhnlichen Namen, ist nur leider ziemlich selten geworden: der „Gewöhnliche Teufelsabbiss“ (Succisa pratensis). Für 4.600 gezüchtete Exemplare der  Wildstaude fehlte aber noch ein geeigneter Pflanzstandort. Fündig wurde die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Eckernfördes Goossee-Wiesen. Das „BlütenMeer 2020“ –Projekt der Stiftung Naturschutz hat die Ärmel hochgekrempelt und die Setzlinge der bedrohten Wildpflanze in die Erde gebracht. Die städtischen Wiesen werden als Pachtfläche seit 38 Jahren vom NABU Eckernförde betreut. Für die Pflanzung stellten der NABU einen Teile seiner Flächen zur Verfügung. Mehrere Teilflächen in einer einschürigen Halbmagerrasenfläche und eine Feuchtwiesenfläche am Rand des Goossees.

Mit etwas Glück breitet die violette Schönheit sich dort jetzt von alleine aus und blüht auch schon im nächsten Frühjahr. Dieses Ziel hat das im Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ geförderte Projekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auch mit vielen anderen heimischen Wildpflanzen verfolgt und in den vergangenen fünf Jahren vielerorts umgesetzt. Die bunt-blühenden Wildwiesen sind nicht nur ein Augenschmaus für uns, sondern auch ein Gaumenschmaus für die vielen Wildbienen und Schmetterlingen auf der verzweifelten Suche nach ausreichend Nektar.