Freie Pachtflächen im Stiftungsland

Bewerbungen für freie Pachtflächen können noch bis 11. Januar eingereicht werden.


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein macht das Verfahren zum Abschluss von Pachtverträgen transparenter. Landwirte können sich jetzt direkt hier die entsprechenden Kriterien für deren Abschluss ansehen und herunterladen. Wer Interesse hat, Flächen zu pachten, kann sich für eine oder mehrere Regionen als Pachtinteressent auf der Internetseite registrieren lassen. Die Interessensbekundung gilt jeweils für fünf Jahre.

Eine begrenzte Auswahl frei werdender Pachtflächen werden hier bekanntgeben, auf die sich interessierte Landwirte schriftlich bewerben können. Die übrigen Pachtverträge werden über die Pachtinteressentenliste geschlossen. Die Auswahl der Bewerber erfolgt anhand klar definierter Kriterien, die sich je nach Pachtgegenstand unterscheiden können. So wird ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren beim Abschluss der Pachtverträge sichergestellt.

Die Pachtverträge sind unbefristet und jährlich kündbar. Sie verlängern sich automatisch, sofern nicht vom Kündigungsrecht Gebrauch gemacht wird. Grundsätzlich werden alle Pachtverträge mit Auflagen – unter anderem keine Düngung, keine Pestizide, Reglementierung der Tierdichte und der Schnittzeitpunkte – versehen. So sollen die naturschutzfachlichen Ziele erreicht werden.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist bei der Pflege des Stiftungslandes auf Landwirte angewiesen. Denn: Viele bedrohte Lebensräume sind durch die jahrhundertelange land-wirtschaftliche Nutzung entstanden. Der Erhalt dieser historisch gewachsenen Kulturlandschaft durch traditionelle landwirtschaftliche Nutzung ist sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Naturschutz ein wichtiges Ziel. Deshalb arbeitet die Stiftung mit rund 1.200 Landwirten in allen Regionen Schleswig-Holsteins zusammen, um die Wiesen und Weiden im Stiftungsland durch traditionelle extensive Grünlandnutzung entsprechend der guten naturschutzfachlichen Praxis zu erhalten und naturschutzfachlich weiter zu entwickeln.

Dabei ist die Art der Bewirtschaftung variabel. Es gibt unter anderem Mahdflächen, Flächen mit Sommerbeweidung oder Mahd mit Nachweide sowie ganzjährig oder nur über Winter beweidete Flächen mit und ohne Pflegeschnitt. In einigen Gebieten können die Naturschutzziele nur durch den Einsatz von Extensivrassen, wie Galloways, Schottische Hochlandrinder, oder weniger üblichen Tieren, wie Ziegen, gewährleistet werden. In vielen Fällen werden aber auch  die üblichen Milchviehrassen oder die für die  Weidemasthaltung geeigneten Rassen, unter ihnen Limousin und Shorthorn, zur Flächenpflege eingesetzt.