Ökokonto Schenkenberg wird blütenbunt

Stiftung Grönauer Heide und Ausgleichsagentur sorgen für neuen Lebensraum für Insekten und Haselmaus

  • Baustart mit Gerrit Werhahn (Maßnahmenmanager Ausgleichsagentur) und Henrike Hoffmann (Fächenmanagerin Stiftung Naturschutz), Reinhard Degener (Stiftung Grönauer Heide), Bernd Paschen (Bürgermeister Gemeinde Groß Schenkenberg)

  • Winter im Stiftungsland

  • Hier wird es im Sommer blütenbunt.


Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein rückt mit einem Bagger in das Ökokonto Groß Schenkenberg, Kreis Herzogtum Lauenburg ein. Ziel der Naturschützer: Das Insektensterben soll aufgehalten und neue Lebensräume für die seltene Haselmaus angelegt werden.

In dem 1,8 Hektar großen Gebiet, Eigentümerin ist die Stiftung Grönauer Heide – sie wird von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein treuhänderisch verwaltet –, soll aus ehemals intensiv genutztem Wirtschaftsgrünland wieder eine artenreiche, blütenbunte Wiese werden – ein Lebensraum, der in Schleswig-Holstein selten geworden ist.

Dafür ergreifen die Vielfaltschützer verschiedene Maßnahmen: Sie verschließen die Seitengräben, damit ein naturnaher Wasserhaushalt wieder hergestellt wird. Statt monotonem Einheitsgrün soll die Weide im nächsten Sommer mit aller Pracht blühen. Damit Wiesen-Margeriten, Berg-Sandglöckchen und andere Schönheiten ihre Hälse in die Sonne recken, kommt spezielles Saatgut mit 30 unterschiedlichen Gräsern und Kräutern zum Einsatz. Ihr Blütenreichtum wird damit zum Eldorado für zahlreiche Insekten. Speziell die Honigbiene fehlt es nach der Rapsblüte an Blühpflanzen, an denen sie Nektar saugen können. Hier wird im nächsten Sommer kein Magel anstehen.

Außerdem setzten die Vielfaltschützer 70 Meter Knick neu auf, den sich die Haselmaus – Tier des Jahres 2017 – erobern wird. Zum Schluss wird die Fläche eingezäunt und künftig als Sommerweide extensiv genutzt.