Neue Speisekammer für den Fischotter

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Otterzentrum Hankensbüttel schaffen neuen Lebensraum an der Brandsau.

  • Auch die Presse war beim Baustart in Hamdorf dabei.

  • Victor Reinhold, Otterzentrum Hankensbütell, und Wolfgang Lenschow, Amphibienexperte der dänischen Firma Amphiconsult und die Presse (v.l.)

  • Otterexperte Victor Reinhold erklärt das Artenschutzprojekt


Der Fischotter soll sich auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein östlich der A 21 bei Hamdorf, Kreis Segeberg, wieder wohl fühlen. Dem geschickten Schwimmer mangelt es an vernetzten Lebensräumen in der durch Straßen und Schienen zerschnittenen Landschaft. Das soll besser werden!

„In den vergangenen Jahren haben wir in einem großen Wiedervernetzungsprojektes rund um die A 21 den Bau der Grünbrücke Kiebitzholm und einen Ottertunnel bei Negernbötel mit zahlreichen Naturschutzmaßnahmen begleitet“, sagt Björn Schulz, Projektmanager der Stiftung Naturschutz. „Fischotter haben wir anhand von Kotspuren im Tunnel und durch Bilder von Fotofallen hier in der Region nachgewiesen.“

Jetzt ist die Stiftung Naturschutz wieder für den Fischotter aktiv! Zusammen mit  Otterzentrum Hankensbüttel aus Niedersachsen wird sein Lebensraum um eine sechs Hektar großen Fläche an der Brandsau erweitert. Die Mittel dafür stellt die Metropolregion Hamburg zur Verfügung.

Damit die Speisekammer für den gefräßigen Otter immer gut gefüllt ist, werden in dem bisher intensiv genutzten Grünland die Drainagen entfernt und damit der natürliche Wasserhaushalt wiederhergestellt. „Flutmulden und neue Kleingewässer sowie die Pflanzung von auentypischen Gehölzen werden das Gelände für Kreuz- und Knoblauchkröten und andere Amphibien attraktiver machen und so das Nahrungsangebot für den Fischotter verbessern“, sind sich Victor Reinhold, Otterzentrum Hankensbüttel, und Wolfgang Lenschow, Amphibienexperte der dänischen Firma Amphiconsult,  sicher. Darüber hinaus wird auf dem sechs Hektar großen Komplex eine neue Weidelandschaft eingerichtet. Sie wird mit der bereits bestehenden, benachbarten „Wilden Weide“ der Stiftung Naturschutz zusammengelegt.