Naturschauspiel im Stiftungsland Schäferhaus

Gespinstmotten verwandeln derzeit die Weißdornbüsche im Stiftungsland Schäfer-haus bei Flensburg in eine mystische Landschaft.

  • Raupen der Gespinstmotte

  • Komplett eingewickelter Baum - Netz der Gespinstmotte

  • So sehen zahlreiche Weißdorngebüsche im Stiftungsland ASchäferhaus aus


Über mehrere Hektar sind die Weißdornbüsche von den Raupen der Gespinstmotte eingesponnen und kahlgefressen. Die Tiere hängen teilweise in Trauben von den Bäumen und begeben sich auf Wanderschaft nach neuen Futterbäumen und überziehen dann auch Zaunpfähle mit einer wasserdichten Seidenfolie. Besuchern des Naturschutzgebietes bietet sich ein ebenso gespenstischer wie auch interessanter Anblick, sind die Seidenüberzüge doch ein Naturschauspiel von Verpackungskünstlern aus der Natur, auch ohne Plastik.

Durch den massiven Befall werden die Weißdornbüsche nicht vollständig von den Weideflächen verschwinden. Sie sind gegen solche Fraßattacken gewappnet: mit dem so genannten Johanni-Trieb oder Sommertrieb können sie auch im Sommer neue Blätter bilden. Paul Trumpf, für das Gebiet zuständiger Flächenmanager der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, macht sich keine Sorgen um den Weißdorn: „Wir haben hier derart viele Weißdornbüsche, dass wir froh sind, wenn es ein paar weniger sind. Im vergangenen Jahr, sind wir ihnen sogar maschinell zu Leibe gerückt, weil sie in Teilen des Stiftungslandes überhand genommen haben.“