Naturerbe-Rat tagte in Osnabrück

Dr. Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, vertritt künftig die Länderstiftungen im Naturerbe-Rat.

  • Dr. Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, ist neuer Vertreter der Länderstiftungen im Naturerbe-Rat

  • Naturerbe-Rat in Osnabrück


Auf der letzten Sitzung hat der Naturerbe-Rat Dr. Walter Hemmerling als Vertreter der Länderstiftung in ihren Kreis aufgenommen. Er vertritt künftig die Interessen der öffentlich- und privatrechtlichen Stiftungen aller Bundesländer, die aus dem so genannten Nationalen Naturerbe Flächen übertragen bekommen haben.

Seit über zehn Jahren gibt es das Nationale Naturerbe – ehemals bundeseigene Flächen, die für den Naturschutz von gesamtstaatlicher Bedeutung sind. Bislang hat der Bund in drei Tranchen 156.000 Hektar unentgeltlich an Länder, Stiftungen und Verbände übertragen. Weitere 30.000 Hektar sollen noch folgen. Den Flächen gemein ist, dass sie allesamt dauerhaft dem Naturschutz gewidmet sind. Die Träger der Naturerbeflächen und Hauptakteure im Nationalen Naturerbe haben sich im Oktober 2018 im Naturerbe-Rat zusammengeschlossen.

Zu ihren Mitgliedern gehören: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), die DBU Naturerbe GmbH, der Deutsche Naturschutzring (DNR) als Vertreter der Naturschutzorganisationen, die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) als Vertreter der Länder sowie die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Neu dabei ein Vertreter aller Länderstiftungen.

Die Mitwirkenden des Rates setzen zwei Schwerpunkte: Zum einen wollen sie die Kommunikation, den Austausch und die Abstimmung zwischen den einzelnen Akteurinnen und Akteuren im Naturerbe sicherstellen. Zum anderen soll das Nationale Naturerbe als bedeutendes, dauerhaftes und akteurübergreifendes Naturschutzprojekt in der Öffentlichkeit weiter bekannt gemacht werden.

Das Nationale Naturerbe wurde basierend auf einer Initiative von Stiftungen und Verbänden, die im Naturschutz tätig sind, erstmalig 2005 in den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD aufgenommen. Regierungsparteien nachfolgender Koalitionen führten das Nationale Naturerbe fort. Bisher wurden in nunmehr drei Übertragungstranchen rund 156.000 Hektar ehemals bundeseigene Flächen dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Weitere 30.000 Hektar aus dem Bundeseigentum sollen aufgrund der aktuellen Koalitionsvereinbarung in dieser Legislaturperiode dazukommen. Das Nationale Naturerbe ist eine Erfolgsgeschichte im Naturschutz. Es gilt als herausragende Initiative auf Bundesebene und ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern und Naturschutzorganisationen.