Natürliches Bachtal kehrt zurück!

Wasser marsch! Im Stiftungsland am Langholzer See darf das Wasser wieder sprudeln und fließen.


Einst entsprang hier das Wasser aus einer Quelle und floss den Hang hinab in den Langholzer See bei Waabs, Kreis Rendsburg-Eckernförde, und von dort aus weiter in die Ostsee. Dann wurde das Tal trockengelegt und bewirtschaftet. Die Folge: Die wilden Orchideen und Laubfrösche verschwanden. Jetzt soll die Quelle reaktiviert werden und der natürliche Wasserhaushalt wiederhergestellt werden – ein naturnahes Bachtal soll hier wieder entstehen. 

Die Vielfaltschützer der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – 100-Prozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – rückten jetzt mit schwerem Gerät an. Bagger kappten und entfernten die unterirdischen Drainage-Rohre, so dass die Quellen am Hang wieder sprudeln können und sich das Wasser seinen Weg ins Tal sucht.

Gleichzeitig wurde auf diese Weise der Moorboden vor Ort wiedernässt. Das ist aktiver Klimaschutz im Stiftungsland. Denn nasser Moorboden kann sich nicht zersetzen. Trockengelegter Moorboden zersetzt sich langsam und setzt dabei den Klimakiller CO2 frei.

 Auf insgesamt 2,4 Hektar werden die Bagger dann für etwa drei Tage im Einsatz sein. Im 20 Hektar großen Stiftungsland rundherum haben die Arbeiten schon vor rund drei Jahren angefangen. Jetzt wird die naturnahe Fläche also noch ein Stückchen größer. Ein kleiner Schritt vor Ort, aber ein großer Fortschritt in Sachen Klimaschutz.