Multi-Kulti-Küche in Molfsee

Afrika, Asien und Europa vereint in der Küche der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in Molfsee.

  • Beyza und Gifty am kochen

  • Maksim bereitet die Buskuitrolle mit Milchcreme vor


Für das Kundenmagazin „Hierleben“ von famila und Markant haben die drei jungen Mitarbeiter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein  ihr Bestes gegeben – und das ausnahmsweise mal nicht am Schreibtisch oder draußen im Stiftungsland, sondern an Herd und Backofen, Rührschüssel, Topf und Mixer.

Die 28-jährige Gifty Attiah ist aus Ghana hier zu uns in den Norden gekommen, um den forschungsorientierten Studiengang „Enviromental Management“ in Kiel zu belegen. Bei der Stiftung hat sie als Werkstudentin gearbeitet. Beim Kochevent war  sie für die Vorspeise zuständig: „Yele Kakro“ – Yamswurzelbällchen. „In meiner Heimat essen wir viel Gemüse, allerdings auch viel Fleisch. Und Knoblauch!“ Um heute den Geschmack aller zu treffen hat sie die Zehen von vier auf zwei reduziert.

Beyza Tetik, die 23- jährige Türkin macht bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.  Und wenn sie nicht gerade in der Geschäftsstelle ist, finden wir sie im Schrebergarten ihrer Eltern: „Wir pflanzen dort alles mögliche selbst an: Kartoffeln, Tomaten, Rucola, Tobinambur...“ erzählt sie. Kochen ist für sie also schon lange eine große Leidenschaft. Deshalb hat sie sich um den Hauptgang gekümmert: „Pilav li Izmir Köfte“ oder auf deutsch: Frikadellen mit türkischem Reis. „Meine Mama kann super kochen. Ich schaue mir viel bei ihr ab“, schwärmt Beyza.

Der Dritte im Bunde – Maksim Martynuk – ist eher ein Meister am Grill. Dieses Mal hat der 20-jährige Kasachstane sich mal im Kuchenbacken versucht: „Rulet is sgushenkj“ oder einfacher: „Buskuitrolle mit Milchcreme“. Vorbereitet auf das Koch-Date hat ihn seine Mama. „Wir beide haben das Ganze gestern schon einmal probiert. Ich hoffe es gelingt mir“, gesteht der ehemalige Auszubildende der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der jetzt seit gut einem Jahr als  Assistenz für Finanzen und Personal arbeitet.

Aufgewachsen ist Maksim hier in Deutschland. Aber er sei Kasachstane. Seine Oma war Russlanddeutsche und die Familie bekam 2002 die Möglichkeit, als Spätaussiedler nach Deutschland zu gehen. „Meine Heimat vergesse ich nicht“, sagt Maksim. Immer wieder fährt er hin und besucht Verwandte. Die sind jetzt alle sehr stolz auf seine neu unter Beweis gestellten Backkünste...

Gemeinsam stellen die drei nach einigen Stunden Schweißarbeit am Herd fest, dass ihr internationales Gericht – bestehend aus afrikanischer Vorspeise, türkischem Hauptgericht und russischer Leckerei zum Abschluss - verdammt lecker geworden ist. Vielleicht gibt es ja demnächst schon eine Wiederholung...