Moorschutz: Wiedervernässung als Patentrezept

So geht Klima- und Artenschutz: Stiftung Naturschutz schließt Renaturierung des Hartshoper Moores ab

  • Ortstermin: alle Beteiligten sind zufrieden mit der geleisteten Arbeit

  • Die neu angelegten Dämme halten das was sie sollen: Regenwasser

  • Wiedervernässte Moorflächen - so können Torfmoose wieder wachsen

  • Überläufe sorgen für einen regulierten Wasserstand

  • Moorexperte Leif Rättig bei der Wasserstandskontrolle


Im Stiftungsland Hartshoper Moor südlich der Bundesstraße 203 zwischen Hohn und Friedrichsholm, Kreis Rendsburg-Eckernförde, kehrt endlich Ruhe ein. Nach drei Monaten intensiver Bauarbeiten sind jetzt 33 Hektar im Nordosten des Moores erfolgreich wiedervernässt worden. Die Experten erwarten eine schnelle Wiederbesiedelung mit moortypischen Arten. Damit hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in den vergangenen sieben Jahren acht Kilometer Torfdämme aufgeschoben. Erfreulich: Der Wasserstand ist auf 260 Hektar ehemals trockengelegtem Moor durch die Niederschläge wieder gestiegen.

Von der Renaturierung profitieren nicht nur Flora und Fauna. Mit der Moorvernässung leistet die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Klimakillers CO2. Intakte Moore  speichern das Treibhausgas, während trockengelegte Moorkörper es bei der Zersetzung freisetzen.

Gleichzeitig stemmt sich die Landesstiftung damit auch dem bundesweiten Insektensterben entgegen. Denn dort, wo sich im Moorkörper wieder Torfmoose, Wollgras, Glockenheide und Sonnentau ansiedeln, finden auch zahlreiche Libellen, unter ihnen die Hoochmoor-Mosaikjungfer, Schmetterlinge und andere Insekten wieder einen geeigneten Lebensraum. Sie wiederum bieten Moorfröschen und der Vogelwelt einen reich gedeckten Nahrungstisch.