Moorbrand-Gefahr so hoch wie selten zuvor

Ausflügler in die Stiftungsland-Moore sollen sich unbedingt an die Regeln halten

  • Die helle nicht so sehr verbrannte Schneise in der Bildmitte zeigt den Verlauf eines Entwässerungsgrabens. Foto: Björn Rickert

  • Das Foto zeigt die Auswirkungen des Moorbrandes vor neun Jahren im Dosenmoor bei Neumünster. Foto: Björn Rickert


Dieses sommerlich-warme Sonnen-Wetter ist ein Segen für uns Menschen, aber eine echte Gefahr für die Natur. Derzeit gilt im ganzen Land Schleswig-Holstein Waldbrandstufe 3! Und nicht nur die Wälder, auch die Moore, vorzugsweise, die mit noch trockengelegten Torf- Arealen und Birkenwäldern mit Pfeifengras-Beständen sind hochgefährdet. "Da reicht eine achtlos weg geworfene Kippe für einen mehrtägigen Großbrand", warnt Björn Rickert, freiberuflicher Biologe und Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

In noch nicht wiedervernässten Teilen der Moore könne es aufgrund der seit Wochen anhaltenden Trockenheit leicht anfangen zu brennen. Die große Gefahr beim Moorbrand, anders als beim Waldbrand sei, so Rickert, dass es zunächst oberflächlich brenne und sich die Flammen dann aber in den Torfboden reinfressen, unterirdisch durch den Boden wandern und an einer ganz anderen Stelle wieder aufflammen. Das sei für die Feuerwehr eine echte Herausforderung. Die Löscharbeiten eine kräftezehrende Angelegenheit.

Deshalb möchten wir Euch bitten, wenn ihr in diesen Tagen einen Ausflug in die Stiftungs-Moore macht, egal ob das Kaltenhofer Moor vor den Toren Kiels, das Dosenmoor bei Neumünster, das Große Moor bei Dätgen oder das Wilde Moor bei Schwabstedt oder ein anderes, seid vorsichtig und behutsam. Werft bitte keine brennenden Zigaretten ins Moor. Auch eine Glasscherbe kann durch Sonneneinstrahlung zum Brandverursacher werden...
Und: die Folgen eines Moorbrandes sind fatal für Pflanzen und Tiere und für das KLIMA!

Warum? Durch den verbrennenden Torf würde das über Jahre, ach, Jahrtausende darin gebundenes, klimaschädliches Kohlenstoffdioxid in großer Menge freigesetzt. Eine echte Katastrophe! Also lasst uns gemeinsam achtsam sein und auf unsere Moore aufpassen! DANKE EUCH.

Das Foto zeigt die Auswirkungen des Moorbrandes vor neun Jahren im Dosenmoor bei Neumünster. Die helle nicht so sehr verbrannte Schneise in der Bildmitte zeigt den Verlauf eines Entwässerungsgrabens.

Foto: Björn Rickert