Mehr Platz für Lungenenzian, Arnika und Co.

Internationales Workcamp im Stiftungsland Nordoer Heide: Junge Menschen rücken unerwünschter Vegetation auf den Leib.

  • Die 15-köpfige Gruppe beim Auftakt zum Workcamp.

  • Teilnehmer des Workcamps rücken Brombeere, Weißdorn, Traubenkirsche und Birke zu Leibe.

  • Neugieriges Exmoorpony beäugt die Arbeiten beim Workcamp.


15 junge Frauen und Männer zwischen 16 und 25 Jahren aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, England, Spanien, Russland und Mexico nehmen in der Nordoer Heide bei Breitenburg, Kreis Steinburg, wie im vergangenen Jahr den Kampf gegen Brombeere, Weißdorn, Traubenkirsche und Birke für eine Woche auf. Ihr unkontrollierter Aufwuchs ist den Naturschützern von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ein Dorn im Auge, nimmt er doch lichtliebenden Pflanzen, unter ihnen Lungenenzian und Arnika, den nötigen Platz zum Wachsen.

Das Workcamp liefert einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der besonders wertvollen Offenlandbereiche der Nordoer Heide: Insbesondere die kleineren Gehölze, die nicht maschinell entfernt werden können, erfordern mühevolle Handarbeit. Die Teilnehmer lernen praktische Naturschutzarbeit kennen, ihnen wird aber auch vermittelt, welchen großen Anteil die EU am jetzigen Schutzstatus und Erscheinungsbild der Nordoer Heide hat.

Mit der Maßnahme wird zudem das internationale, vernetzte, tolerante, nachhaltige und naturschutzgerechte Denken und Handeln von engagierten jungen Menschen, die mit der Übernahme der Anreise bereits einen hohen Eigenanteil für ihre Teilnahme geleistet haben, gefördert.