Mehr Lebensraum für den Mittelspecht im Rülauer Wald

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gibt alter Eiche mehr Platz zum Wachsen

  • Mittelspecht, Foto: Antje Schultner

  • 130 Jahre alte Eiche im Rülauer Wald


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein setzt auf naturnahen Wald – dem Urwald von Morgen. Davon profitiert im Stiftungsland vor allem der Mittelspecht. Jetzt wird einer 130 Jahre alten Eiche im Rülauer Wald an der Linau bei Schwarzenbek mehr Platz zum Wachsen gegeben.

Deshalb geht es einer wuchtigen Douglasie an den Kragen, die die Eiche zu ersticken droht. Die Douglasie wächst im Gegensatz zur Eiche rasant und wird deutlich höher. Sie wurde vor 65 Jahren angepflanzt, um Bauholz zu gewinnen. Zudem werden eine kleinere Buche und zwei Lärchen gefällt. Das Holz der Bäume bleibt im Wald liegen und bietet als Totholz Lebensraum für zahlreiche Käfer und Pilze.

„Hätten wir diese Maßnahmen nicht ergriffen, würde die Eiche von den Nachbarbäumen überwachsen, ausgedunkelt und vermutlich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren teilweise absterben“, sagt Bernd Struwe-Juhl, Flächenmanager der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. „Jetzt können wir davon ausgehen, dass sie noch einige 100 Jahre weiter wächst.“