LIFE-Aurinia: artenreich und blütenbunt

Fertigkeiten aus längst vergangenen Zeiten: Heide auf der Düne am Rimmelsberg wurde geplaggt

  • Nach getaner Arbeit: Antje Walter (Stiftung naturschutz) und Ulrich Heintze (Naturschutzgebietsbetreuer vom Heimatverein Schleswigsche Geest)

  • Düne am Rimmelsberg

  • Arnika - nur noch selten anzutreffen


Früher war die schleswig-holsteinische Geest von Heidelandschaften geprägt. Das Naturschutzgebiet am Rimmelsberg bei Jörl, Kreis Schleswig-Flensburg, umfasst gerade mal sieben Hektar. Mit einen Heideflächen und Dünen stellt es in der ansonsten intensiv genutzten Agrarlandschaft eine Besonderheit dar. Damit sich die Heide verjüngt, muss sie regelmäßig geplaggt, also abgetragen werden. Früher gang und gäbe, um Streu für die Tiere im Stall zu haben und Felder zu düngen, fehlt heute diese Art der Heidenutzung. Sie ist aber lebenswichtig, damit sich die Heide verjüngen kann und konkurrenzschwache Pflanzen keimen können.

Heute wird das Plaggen nur noch aus Naturschutzgründen und meist von einem Bagger übernommen. Ulrich Heintze hat das Handwerk noch drauf und „plaggte“ sich im wahrsten Sinne des Wortes ab. Die Offenbodenstellen nutzte Antje Walter vom LIFE-Aurinia-Projekt der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, um dort Arnika, Teufelsabbiss und Schwarzwurzeln traditionell mit der Aussaatwanne von Hand auszusäen.