Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Um die Vielfalt von Flora und Fauna ist es weltweit schlecht bestellt. Stellvertretend für den Rückgang der Arten steht auch das Braunkehlchen.

  • Braunkehlchen, Foto: Malte Büttner

  • Braunkehlchen auf Ansitzwarte, Foto: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein


Angesichts der rückläufigen Bestände in der Tier- und Pflanzenwelt spielt in Schleswig-Holstein das Stiftungsland eine besondere Rolle. Egal ob Rotbauchunke, Goldener Scheckenfalter, Marrats Birnenmoos oder Blutroter Kätzchenrüssler, das Who is Who seltener Arten ist abseits der Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in unserer Kulturlandschaft kaum noch zu finden.

Stellvertretend für den Erhalt bedrohter Tiere und Pflanzen steht das Braunkehlchen. Früher ein „Allerweltsvogel“, geht es heute mit den Braunkehlchen im nördlichsten Bundesland rasant bergab. Dem kleinen Sänger mangelt es vor allem an geeigneten Lebensräumen: die intensive Landwirtschaft setzt ihm zu. Abseits des Stiftungslandes sucht das Braunkehlchen meist vergeblich nach Brachflächen mit einem Mix aus Pflanzen, wie Wiesen-Bärenklau, Mädesüß oder Behaarte Weidenröschen, oder extensiv bewirtschafteten Grünland mit ausreichend Ansitzwarten in Form von niedrigen Büschen oder Weidezäunen. Im Stiftungsland werden Braunkhelchen noch oft fündig. Zu den Braunkehlchen-Hotspots im Stiftungsland gehören die Eider-Treene-Sorge-Niederung, das Eidertal südlich Kiels, das Breitenburger Moor und das Stiftungsland Schäferhaus.

Angesichts der starken Bestandsrückgänge beschäftigt sich das MOIN (Michael-Otto-Institut im NABU Bergenhusen) intensiv mit dem Braunkehlchen, um ein landesweites Schutzkonzept zu erarbeiten. Dabei kommt das MOIN zu dem Ergebnis, dass die Stiftungsflächen für den Schutz der verbliebenen Braunkehlchen eine besondere Rolle spielen. Den Endbericht des MOIN „Braunkehlchen auf Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein“ können Sie hier downloaden.

Der internationale Tag der biologischen Vielfalt wird seit 2001 am 22. Mai gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem die Vereinten Nationen das Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell verabschiedet haben. Ziele der Konvention sind die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile.