Fischotter live und in schwarz-weiß

Jahrelang galt der Fischräuber als fast ausgestorben, jetzt ist er zurück in Schleswig-Holstein.


Ganz aktuell ist er auf Stiftungsland in eine Fotofalle getappt. Das Säugetier mit den rekordverdächtigen Schwimmkünsten fühlt sich wohl auch im nördlichsten Zipfel von Schleswig-Holstein. Und das gilt nicht länger nur als Vermutung, jetzt gibt es den Beweis.

Das knuffige Kerlchen mit dem dichten Fell ist jetzt gleich mehrfach geknipst worden. Unter der Autobahnbrücke der A7 am Meyner Mühlenstrom hat es „Klick“ gemacht. Der Pächter der benachbarten Stiftungsflächen, Sören Bromberg aus Handewitt hatte schon länger die Vermutung, dass der Fischotter sich auf seinen Flächen besonders wohl fühlt.

„Ich hatte immer wieder mal Trittsiegel, also Spuren, des Fischotters entdeckt, war mir aber bis zuletzt nicht hundert-prozentig sicher“, sagt Bromberg. Jetzt hält er den Beweis in Form eines eindeutigen Fotos in den Händen. Und auch Arne Drews, Otter-Experte im Landesamt für Landwirtschaft, Natur, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek bestätigt den Beweis.

„Ganz in der Nähe liegt auch ein Kartierpunkt für meine regelmäßigen Fischotter-Kontrollen (Säugetier-Kartierung). Dort bin ich schon vor vier Jahren und zuletzt vor gut zwei Jahren fündig geworden“, ergänzt der passionierte Artenschützer.