Eschentriebsterben erfasst auch Stiftungsland

Sicherheit auf Wanderwegen im Stiftungsland geht vor - kranke Eschen am Lanker See gefällt

  • Diese Aussichtsplattform kann wieder sicher erreicht werden

  • Förster Martin Schnipkoweit an kranker Esche

  • Für Besucher kurzfristig gesperrter Wanderweg

  • Hallimasch schwächt die kranke Esche zusätzlich

  • Mitarbeiter der Firma Baumstark verstehen ihr Handwerk


Im Stiftungsland Lanker See im Kreis Plön sind jetzt zahlreiche kranke Eschen gefällt worden. Leider sind sie vom sogenannten Eschentriebsterben, einer Pilzerkrankung, befallen. Sie sterben ab, die Äste werden morsch und der Wurzelballen können das Gewicht der Stämme nicht mehr tragen. Da jederzeit die Gefahr besteht, dass sie umstürzen und Spaziergänger auf den Wanderwegen durch den naturnahen Wald verletzen, hat sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zu dieser umfangreichen Maßnahme entschieden.

Die kranken Eschen am Waldweg werden aufgrund der Verkehrssicherungspflicht entnommen. Die Bäume, die im Gelände stehen, werden ebenfalls gefällt, verbleiben aber im Stiftungswald, wo sie als Totholz vielen verschiedenen Insekten, Pilzen, Fledermäusen und Vögeln als wertvoller Lebensraum dienen.

Beim Eschentriebsterben handelt es sich um eine Pilzerkrankung aus dem asiatischen Raum, die sich in den vergangenen zehn Jahren in ganz Deutschland ausgebreitet hat. Die Sporen des Pilzes verbreiten sich über die Luft und sind nicht aufzuhalten. Die Eschen sterben innerhalb von wenigen Jahren ab und sind nicht mehr standfest.