Die kleine Raupe Nimmersatt ist unterwegs im Stiftungsland

Die wärmenden Sonnenstrahlen der letzten Tage haben die Schmetterlings-Raupen aus ihren Gespinsten gelockt...

  • Die Raupen des Goldenen Scheckenfalters


Sonne satt und frühlingshafte Temperaturen, das hat auch die Raupen des Goldenen Scheckenfalters – Euphydryas aurinia, so sein wissenschaftlicher Name – aus ihren Verstecken kriechen lassen. „Sie überwintern gemeinsam ganz tief in der Vegetation in Gespinsten, die zwischen der untersten Blattschicht und dem Boden liegen“, erklärt Vielfaltschützerin und Schmetterlings-Liebhaberin Antje Walter. Ist es längere Zeit warm, kommen sie heraus und sonnen sich Tag für Tag. Nachts verkriechen sie sich wieder in ihre geschützten Gespinste, und können so auch Nachtfröste leicht überstehen. Das machen sie ein paar Tage lang und dann beginnt der Fress-Marathon der kleinen schwarzen Raupen. Weil ihre Haut zwischendurch zu klein wird, müssen sie sich insgesamt fünf Mal „umziehen“, also häuten. Im Stiftungsland Nordoe sind die kleinen Raupen schon ganz hungrig unterwegs, immer auf der Suche nach ihrer Lieblingsspeise, der heimischen Wildpflanze, dem lila-blühenden Teufelsabbiss (Succisa pratensis).

Ganz oben im Norden des Landes, im Stiftungsland Geltinger Birk, hingegen sind die Raupen nur halb so groß und noch ausschließlich mit dem Sonnenbad beschäftigt. „Den Größenunterschied holen sie meist schnell auf“, sagt Walter. Ende April verpuppen sich die voll gefressenen Raupen dann à la Raupe Nimmersatt und schon Mitte Mai können wir mit etwas Glück überall in den fünf erfolgreichen Wiederansiedlungsgebieten im Stiftungsland den Goldenen Scheckenfalter flattern sehen.