Brauchen wir mehr Naturschutz?

„Wir brauchen eine naturverträgliche Landwirtschaft“, so Walter Hemmerling, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

  • Rundballen werden mit der Mähraupe dort geerntet, wo der Traktor versinkt.

  • Störche auf einer frisch gemähten Wiese

  • Blütenbunte Wiese dank naturverträglicher Bewirtschaftung


Dies war eine der Kernaussagen Hemmerlings während einer Podiumsdiskussion des Kreis Bauernverbandes Stormarn in „Mäckis Gasthof“ in Rethwischfeld. Landwirte, Naturschützer und Interessierte gingen im Laufe des Abends den Fragen nach, ob Naturschützer und Landwirte in Konkurrenz stehen, ob sie per se Gegner oder eben nicht viel eher ganz natürliche Partner sind. Der Abend stand ganz im Zeichen der Überschrift „Machen wir den richtigen Naturschutz“.

Mit rund 100 Besuchern diskutierten Ulrike Gräber von der BUND-Kreisgruppe Stormarn, Sabine Reichle vom Nabu Reinfeld-Nordstormarn, Dr. Walter Hemmerling von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein  und der Landwirt Marcus Babbe aus Schlamersdorf.

Neben viele Fragen trieb die Anwesenden vor allem die Frage um, warum es immer weniger Insekten und Vögel gäbe. Eine Antwort lieferte Hemmerling: „Das Artensterben ist besorgniserregende. Was wir brauchen, ist eine naturverträgliche Landwirtschaft.“ Die Stiftung Naturschutz arbeite und schon seit fast 40 Jahren eng mit den Landwirten zusammen. Rund die Hälfte des 36.000 Hektar großen Stiftungslandes seien an mittlerweile 1.200 Landwirte verpachtet, die mit Naturschutzauflagen die Flächen bewirtschaften. „Das funktioniert bestens. Davon profitieren die Natur und die Landwirtschaft. Bei uns in Schleswig-Holstein kommt die eine oder andere seltene Art nicht ohne die Pflege durch unsere Pächter aus“, so Hemmerling.

Den Bericht über die Podiumsdiskussion im Stormarner Tageblatt können Sie hier lesen.