Besondere Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort

Hinterlandanbindung der A20-Grünbrücke Strukdorf aufgewertet – Eichenpflanzung schließt Baumaßnahmen ab

  • v.l. Martin Reuter, Baumschule Stoldt, Wilfried Henck, Landwirt, Michael Ott, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und Götz Leonhardt, Landwirt und Bürgermeister von Strukdorf Foto: Irene Burow, Lübecker Nachrichten

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Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat in den vergangenen Wochen auf den Flächen von drei Landwirten in der Gemeinde Strukdorf, Kreis Segeberg, mit einem Maßnahmen-Mix den Naturschutzwert der Flächen deutlich erhöht. Um die Strukturvielfalt auf dem 150 Hektar großen Flächenkomplex zu fördern, haben die Naturschützer unter anderem Knicks angelegt, Kleingewässer für Amphibien saniert und neu angelegt sowie den natürlichen Wasserhaushalt durch Entrohrung und Grabenumgestaltung befördert. Das Besondere dabei: Die Kooperation der Stiftung Naturschutz mit drei örtlichen Landwirten – der Strukdorf Bürgermeister, Götz Leonhardt, sowie Wilfried Henck und Hans-Peter Kruse aus Strukdorf –, die ihre Flächen für die Aufwertung des Korridors zur Grünbrücke zur Verfügung gestellt haben.

Mit Abschluss des Projektes wurden jetzt am Rand eines Kleingewässers vier kleine Eichen gepflanzt. Diese werden langfristig auch dem Vogelschutz zu gute kommen, wenn auch erst in einige Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten. Als kommender Eichenhain werden die Bäume unter anderem für Goldammern neuen Lebensraum in der Agrarlandschaft bieten.

Mit dem Maßnahmenpaket wollen die privaten Flächeneigentümer dazu beitragen, ihre Flächen ökologisch aufzuwerten. Da sie damit auch die Anbindung der Lebensräume im Hinterland an die Grünbrücke über die A 20 bei Strukdorf für wandernde Arten verbessern, trägt das Projekt zu großräumigen Vernetzung der Landschaft bei. Mit den Maßnahmen wird in erster Linie der Amphibienschutz gefördert, insbesondere der europaweit geschützte Laubfrosch. Profiteur von der Neuanlage und Aufwertung der Knicks ist die Haselmaus, die auf diese Linienstrukturen angewiesen ist.

Das Projekt wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit dem Bundesprogramm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) unterstützt.