Bedrohter Mittelspecht auf dem Tag der deutschen Einheit in Kiel

Der bedrohte Vogel steht bei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gerade im Mittelpunkt.

  • Sandra Redmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz S-H, Mittelspecht, Umweltminister Jan-Philipp Albrecht

  • Ministerpräsident Daniel Günther am Stand der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

  • Oberbürgermeister der Stadt Kiel Dr. Ulf Kämpfer

  • Staatssekretärin Dr. Dorit Kunth

  • Sandra Redmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz S-H und Jan Lindenau, Bürgermeister der Stadt Lübeck

  • #Spechtretter

  • Das Stiftungsteam freute sich über den Besuch am Spechtretterstand

  • Spechtretterinnen am Stiftungsstand

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Tag der Deutschen Einheit in Kiel


Mit seiner auffälligen Frisur, dem roten Irokesen gehört er eindeutig zu den ‚Punks‘ der Vogelwelt: der Mittelspecht. Sein Name ist Programm: er ist kleiner als der Buntspecht, aber größer als der Kleinspecht. Besonderes Merkmal: sein rot gefiederter Schopf, der anders als beim Buntspecht bis zur Stirn reicht. Doch ist unser Punk, vergleichsweise leise. Er ist nicht der Freund von lautem Getrommel, lediglich bei der Balz ist hier und dort mal ein Quäken zu hören.

Beim Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober zog der schüchterne Geselle aber dennoch viele Interessierte an den Infostand der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auf der Ländermeile. Jede Menge Promis schauten vorbei und wollten ein Selfie mit dem neuen Star der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein:

Allen voran Ministerpräsident Daniel Günther, Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan-Philipp Albrecht, Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Staatssekretärin Dorit Kunth und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau. Auch die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Sandra Redmann wurde zum Spechtretter. Einzig und allein Angela Merkel fehlte…

Uns liegt dieser wunderschöne Zeitgenosse sehr am Herzen, da er auch einen ganz originellen Lebensraum benötigt den wir ihm bieten können. Er liebt es in knorrigen, alten Eichen ganz oben in den Baumkronen sein Werk zu verrichten. Er ist ein hervorragender Zimmermann und bevorzugt leicht morsches Holz in den Höhen, um dort seine Höhle zu errichten. Naturwälder sind sein Lieblingsplatz. Denn: sie werden in der Entwicklung ganz sich selbst überlassen. Damit sind sie ein Garten Eden für die Artenvielfalt, denn in wilden Wäldern herrscht ein ganz eigenes Ökosystem. Naturwaldtypische Strukturen, wie Totholz, Baumhöhlen und uralte, bizarr gewachsene Baumbestände sind für das Überleben seltener Arten schlichtweg unverzichtbar.

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein setzt sich besonders für den Erhalt dieser Wälder ein. Einer unserer ganz besonderen Naturwälder in Schleswig-Holstein ist in Stodthagen, mit dem Kaltenhofer Moor, zu finden. Hier darf Natur sein, wie sie möchte – wild und unberührt. Natürlich ist unser Naturwald, wie auch unsere anderen Stiftungsgebiete für jeden zugänglich um Natur zu erleben.

Ihr wollt auch Specht-Retter werden, dann seid ihr hier genau richtig.