Auspflanz-Marathon auf norddeutsch

Das Wildblumen-Rettungsprojekt „BlütenMeer 2020“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat zum Ende der Auspflanz-Saison noch einmal Alles gegeben.


Mehr als 2400 Wildpflanzen sind allein in den beiden Auspflanz-Monaten September und Oktober in die Erde gekommen. Das Wetter spielte dabei nicht immer die beste Rolle. Eher im Gegenteil: unter widrigsten Bedingungen haben die Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit vielen helfenden Händen für eine blühende Zukunft gesorgt.

Rund 1600 Exemplare des leuchtend-lila-blühenden Teufelsabbiss – Succisa pratensis – haben jetzt den etwas ungewohnt, moorigen Boden des Himmelmoor bei Quickborn unter ihren Wurzeln. Die Wildpflanze mit dem seltsamen Namen, Teufelsabbiss,  brauche genau diese Bedingungen erklärt Dolnik. Deshalb ist er optimistisch, was die Ausbreitung des Teufelsabbiss im Himmelmoor angeht. Schon bald können sich die Spaziergänger und Wanderer im Himmelmoor über „wunderschön leuchtend violett blühende“ Wiesenteppiche im Himmelmoor freuen. Vor allem Insekten wie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Schwebfliegen würden den Nektar der Wildpflanze im kommenden August lieben. „Wir schaffen hier ein neues Blühfeld für die Insekten.“

Ein gelbes Insekten-Paradies mit vielen wilden Raritäten wird mit etwas Glück schon im nächsten Frühjahr den Kreis Dithmarschen erfreuen. Auch dort waren die Wildblumenretter gemeinsam mit dem „Bündnis für Naturschutz in Dithmarschen e.V.“ und „Bürger in Aktion – für eine lebenswerte Eiderregion“ dort im Einsatz. Und wieder mussten die Vielfaltschützer dem strömenden Dauerregen trotzen. Immerhin am Ende dieses regnerischen Tages hatten es rund 800 Setzlinge der sonnengelb-blühenden Arnika in die Erde geschafft. Sie haben jetzt ein neues Zuhause in der Nähe von Schalkholz  am Rande einer renaturierten Moorheide.