Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein für Zauneidechse aktiv

Zauneidechsen müssen Lärmschutzwänden in Schleswig weichen – Neuer Lebensraum wird jetzt geschaffen.

  • Zauneidechseln lieben Sonnenbäder.

  • Treffen zum Baustart: Patrick Pohlmann (fN), Jan Hellwig (Ausgleichsagentur), Miriam Kimmel (Stiftung Naturschutz und Sascha (v.l.); Foto: Christina Weiss.

  • Zauneidechsen benötigen offene Bodenstellen zur Eiablage und zum Aufwärmen.

  • Optimales Plätzchen für ein Sonnenbad.


Die Zauneidechse ist europaweit streng geschützt. Mit dem Verschwinden ihrer Lebensräume gingen auch die Bestände in Schleswig-Holstein zurück. Im Rahmen des Neubaus von Lärmschutzwänden an Schienenwegen der Deutschen Bahn in Schleswig  ist ein Zauneidechsenvorkommen bedroht. Sie müssen vor dem Baustart umgesiedelt werden.

Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, schafft jetzt neuen Lebensraum für die Reptilien in einer ehemaligen Kiesgrube in Dannewerk.

Hier werden sogenannte Eidechsenburgen zum Überwintern angelegt: Dafür werden Holzstapel aufgebaut, die als Versteck dienen. An geeigneten Stellen werden zahlreiche neue, gut besonnte sandige offene Bodenflächen für die Eiablage gegraben.

Der neue Lebensraum muss vor der eigentlichen Umsiedlung fertig sein. Die Fangaktion selber ist für das nächstes Jahr geplant. Hierzu wird ein Reptilienzaun aufgestellt.

Mit ihrer Spenden können sie die Rettung der Zauneidechse unterstützen.

Die Ausgleichsagentur – 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – sieht sich als Dienstleisterin an der Schnittstelle zwischen Vorhabenträger*rinnen und Behörden, die Naturschutzauflagen festlegen, wenn Bauherr*innen Eingriffe in den Naturhaushalt vornehmen. Mit Hilfe der Ökokonten der Stiftung Naturschutz können die Vorhabenträger*innen dieser Verpflichtung nachkommen und ein neues Stück intakte Natur schaffen. Von den oben beschriebenen gesetzlich verpflichtenden Ausgleichsmaßnahmen profitieren nicht nur die Natur, sondern auch die Bauherr*innen. Damit wird gleichzeitig der Flächenbedarf minimiert, da der Ausgleich auf dem Flächenbestand der Stiftung Naturschutz stattfindet und keine weiteren Flächen in Anspruch nimmt.

Mehr Informationen unter: www.ausgleichsagentur.de