Aufgehübscht in die Paarungs-Zeit

Die Zauneidechsen-Männchen machen sich bereit für die Paarungs-Saison

  • Foto: Wolfang Lenschow

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Sie wollen mit ihrem leuchtend-grünen Look die Weibchen beeindrucken. Im Stiftungsland Johannistal im Kreis Ostholstein stehen die Zeichen an diesem Wochenende auf Paarungszeit. Die Zauneidechsen-Männchen haben die sommerlichen warmen  Temperaturen und die vielen Sonnenstunden der vergangenen Tage genutzt um sich schnieke-leuchtend-grüne Flanken zu zu legen.

Die sollen den Zauneidechsen-Weibchen signalisieren, dass sie jetzt bereit sind für mehr. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Vielfaltschützer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sind dort viele Lieblingsplätze für die flinken Echsen entstanden. So richtig wohl fühlt sich die größte Eidechsen-Art nämlich an trocken-warmen Stellen, die zum einen zum Sonnen, aber zum anderen auch als Versteck dienen. Dazu gehören Heiden, Magerrasen und auch ehemalige Kieskuhlen mit sandigem Boden.

Und nicht nur das! Die Vielfaltschützer sind nicht nur Lebensraum-Retter und Lebensraum-Gestalter, sondern darüber hinaus auch noch ‚Geburtshelfer.‘ Seit gut fünf Jahren haben wir eine eigene Zauneidechsen-Zucht. Dazu wurden dort, wo sich viele Zauneidechsen tummeln, einige Exemplare eingefangen. In der Aufzuchtstation haben sie sich dann gepaart. Die Eier wurden anschließend in einem sogenannten Inkubator, oder einfacher: Brutschrank, unter kontrollierten Bedingungen bebrütet. Nach dem Schlüpfen hieß es für die Vielfaltschützer Janis Ahrens und seine Kollegen  päppeln, päppeln, päppeln. Und zwar rund um die Uhr. Aber der unermüdliche Einsatz an den Echsen-Wiegen hat sich gelohnt. Die Mini-Saurier  haben sich zunächst bei den ersten Modellprojekten im Kreis Segeberg, dann auch im Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe im Kreis Steinburg, auf der Halbinsel Holnis,  der Geltinger Birk – beides Naturschutzgebiete im Kreis Schleswig-Flensburg – in Woltersdorf im Kreis Herzogtum-Lauenburg und jetzt auch im Stiftungsland Johannistal eingelebt und an einigen Stellen auch schon wieder selbständig fortgepflanzt.