Amphibieninitiative Nordfriesland im Einsatz

Bevor es zu spät ist: Stiftung Naturschutz und Landesforsten wollen Aussterben der Knoblauchkröte bei Süderlügum verhindern

  • Einer der neuen Amphibienteiche

  • Knoblauchkröte

Die Bestände der Amphibien im Kreis Nordfriesland sinken besorgniserregend. Ursachen sind der dramatische Lebensraumverlust und die Verinselung der verbliebenen Populationen. Darunter leiden vor allem die Knoblauchkröten. Diesem Trend stemmen sich die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auf den Süderlügumer Binnendünen entgegen, um ein Aussterben der europaweit geschützten Kröte zu verhindern.

Im Rahmen der Amphibieninitiative Nordfriesland sollen in den nächsten Wochen auf Flächen der Landesforsten und eines örtlichen Landwirts insgesamt vier neue Laichgewässer angelegt und neun bereits bestehende Kleingewässer so saniert werden, dass sie für die Fortpflanzung der Knoblauchkröte und andere Amphibien wieder geeignet sind. Zudem wird ein bestehender Graben aufgeweitet und angestaut, um mehr Wasser in der Fläche zu halten. So wird die Vernetzung des Gewässerkomplexes optimiert. Damit sich die Teiche im Frühjahr rasch erwärmen – ein deutlicher Vorteil für die Amphibien bei der Eiablage und der Aufzucht des Nachwuchses – werden schattenspendende Gehölze entnommen.

Finanziert wird die „Amphibieninitiative Nordfriesland“ aus Ersatzgeldern des Kreises Nordfriesland. Das Schutzkonzept umfasst insgesamt 28 Teilgebiete zwischen Sylt und Husum. Das Artenschutzprogramm wird von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein geleitet. Dafür holt sie sich wechselnde Partner, wie jetzt die Landesforsten, ins Boot.