Amphibieninitiative Nordfriesland

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ist in feuchten Dünentälern erneut für die Kreuzkröten auf Amrum unterwegs


Die Bestände der Amphibien im Kreis Nordfriesland, auch auf den Inseln, sinken besorgniserregend. Diesem Trend stemmen sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Kreis Nordfriesland seit 2017 mit einer groß angelegten Amphibieninitiative entgegen. In dieser Woche stehen erneut die feuchten, aber mittlerweile zugewachsenen Dünentäler beim Campingplatz von Wittdün auf Amrum im Mittelpunkt der Naturschützer. „Wir wollen hier den Fortbestand der europaweit geschützten Kreuzkröten sichern und gleichzeitig den Lebensraum „feuchte Dünentäler“ erhalten“, sagt Michael Ott, Maßnahmenmanager der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Mit einem Bagger werden für die einst häufig auf Amrum vorkommenden Kreuzkröten in den feuchten Dünentälern bei Wittdün und Norddorf neue Lebensräume hergerichtet. Dabei werden die zugewachsenen und verlandeten Senken „ausgeschält“, um neue Dünentümpeln zu schaffen. Das Gelände ist im Eigentum der Gemeinde Wittdün, die die Maßnahmen gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Amrum maßgeblich unterstützt.

Das Terrain zwischen Leuchtturm und Campingplatz bietet prinzipiell optimale Lebensbedingungen für die wärmliebenden Kreuzkröten. Zu kämpfen haben die Froschlurche damit, dass Dünentäler zuwachsen und damit besonnte Wasserpfützen und Sonnenterassen fehlen. Sie sind für das Laichgeschäft und spätere Kinderstube unerlässlich.

Finanziert wird die Amphibieninitiative der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein aus Ersatzgeldern des Kreises Nordfriesland. Das Schutzkonzept der Initiative umfasst insgesamt 28 Teilgebiete zwischen Sylt und Husum.