Amhibieninitiative gastiert in Nordfriesland

Konzertierte Aktion: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Schleswig-Holsteinische Landesforsten und Partner wollen Aussterben der Knoblauchkröte verhindern


Die Bestände der Amphibien im Kreis Nordfriesland sinken besorgniserregend. Ursachen sind der dramatische Lebensraumverlust und die Verinselung der verbliebenen Populationen. Darunter leiden vor allem Knoblauchkröten. Diesem Trend stemmen sich die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein zusammen mit dem Naturschutzverein Südtondern in Leckfeld-Nord, Kreis Nordriesland, entgegen.

Um das Aussterben der europaweit geschützten Knoblauchkröte zu verhindern, sollen auf einem 326 Hektar großen Flächenkomplex im Rahmen der Amphibieninitiative Nordfriesland in den nächsten Wochen insgesamt acht neue Laichgewässer angelegt und ein bereits bestehendes Kleingewässer so saniert werden, dass sie für die Fortpflanzung der Knoblauchkröte und andere Amphibien wieder geeignet sind.

Finanziert wird die „Amphibieninitiative“ aus Ersatzgeldern des Kreises Nordfriesland. Das Schutzkonzept umfasst insgesamt 28 Teilgebiete zwischen Sylt und Husum. Das Projekt wird von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein geleitet und fachlich von Amphibienexperten der Firma Amphi Consult Vorort begleitet. Für die Bereitstellung der Flächen holt sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wechselnde Partner ins Boot. Besonders wichtig ist ihr das Engagement privater Flächeneigentümer, die ihr Land zur Verfügung stellen.