Waldlaubsänger, Mittelspecht, Wasserfledermaus – im Stiftungsland Rülauer Holz fühlen sich wieder eine Vielzahl an heimischen Pflanzen und Tieren zu Hause. Der rund 280 Hektar große Teilbereich des östlichen Sachsenwaldes, der als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen ist, ist seit 2008 Stiftungsland. Seither sind die Entwicklungshelfer der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hier im Einsatz: Das Rülauer Holz wurde weitgehend aus der forstlichen Nutzung genommen und der natürliche Wasserhaushalt wurde wieder hergestellt. Dazu wurden Waldsenken vernässt und Gräben verfüllt. Erste Erfolge sind bereits zu sehen. So ist der Kranich wieder in das Gebiet eingezogen und hat 2016 dort gebrütet. Die wieder geschaffenen feuchten Walddenken sind zudem bei den Moorfröschen sehr beliebt. Durch die Vernässung des Rülauer Holzes ist die Moorfroschpopulation deutlich angestiegen, denn in den feuchten Erlenbruchwäldern mit ihrem niedermoorähnlichen Charakter fühlen sich diese Amphibien besonders wohl.

Naturnaher Wald für Specht, Kleiber und Fledermaus

Stück für Stück haben die Entwicklungshelfer aus dem Nadelforst einen Laubwald mit heimischen Bäumen wie Buchen und Eichen entwickelt, in dem Totholz verbleibt und als wertvoller Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und Insekten dient. 2015 wurden Teile vom Stiftungsland „Rülauer Holz“ für das Naturwaldkonzept des Landes Schleswig-Holstein gemeldet; dieser Bereich ist dauerhaft aus der forstlichen Nutzung genommen.
In dem heimischen Naturwald fühlen sich auch viele Vögel wieder wohl. Viele Spechtarten sind hier zu Hause, ebenso der Waldlaubsänger und vor allem im Frühjahr erfreuen die vielen Kleiber mit ihrem Gesang die Besucher. Gerade in den Buchen und dadurch, dass Totholz im Wald verbleiben darf, gibt es viele natürliche Bruthöhlen, in denen sich Vögel, Fledermäuse und auch Wildbienen zu Hause fühlen. Vor allem im alten Baumbestand im Rülauer Holz finden sie geeignete Höhlen. Hier finden sich wahre „Methusalems“; einige Buchen stehen bereits seit 180 Jahren in diesem größten zusammenhängenden Waldgebiet Schleswig-Holsteins, einige Eichen sogar schon seit 250 Jahre.

Naturliebhaber willkommen!

Durch das Stiftungsland "Rülauer Holz" führen Wanderwege, auf denen Naturliebhaber den Naturwald zu jeder Jahreszeit erleben können. Damit die Wege verkehrssicher sind, werden in diesem Bereich auch weiterhin Pflegeschnitte umgesetzt, bei denen der Bauhof der Gemeinde Schwarzenbek die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein unterstützt.

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Steckbrief:
Das Rülauer Holz

Landkreis: Herzogtum Lauenburg
Nächst größere Stadt: Schwarzenbek
Größe des Stiftungslandes: 280 Hektar
Biotoptyp: Buchenwald mit teilweise alten Eichen und feuchten Erlenbruchwälder
Seltene Arten: Mittelspecht und Schwarzspecht, bis zu 250 Jahre alte Bäume
Maßnahmen: Wiedervernässung der Waldsenken, um den natürlichen Wasserhaushalt wieder herzustellen, Umwandlung der Nadelforsten zu einem heimischen Laubwald, Naturwaldentwicklung ohne Nutzung
Erfolge: Wiedereinzug des Kranichs als Brutvogel, Anstieg der Moorfroschpopulation
Wanderwege: Verschiedene Wanderwege laden Naturliebhaber zum Spazierengehen ein

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