Zuerst rücken dort die Landschaftspfleger*innen mit schwerem Gerät an: Der alte Weidezaun wird entfernt, das dichte Röhricht mit einem Stachelwalzenmäher - monströs, aber ultraleicht - gemäht. Anschließend spürt dort ein Bagger die unterirdischen Drainagerohre auf – und kappt sie. „Wir holen hier die Natur zurück“, sagt Maßnahmen-Managerin Berenike Hansen von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.
Ist die Wiese mit Ostsee-Blick von Röhricht und Entwässerungssystemen befreit, entstehen zwei neue Teiche für die europaweit streng geschützten Kreuz- und Wechselkröten. Ein dritter, bestehender Teich wird wiederbelebt. Danach wird eine heimische Wildblumen-Mischung eingesät – ein Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge, Hummeln und Vögeln wie den Neuntöter. „Schon im kommenden Frühjahr wird es hier summen, zwitschern und quaken“, sagt Hansen. „Mit überschaubarem Aufwand schaffen wir einen wertvollen Lebensraum, der vielen selten gewordenen Arten zugutekommt.“
Die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – versteht sich als Dienstleisterin an der Schnittstelle zwischen Vorhabenträger*innen und Behörden. Immer dann, wenn Bauvorhaben Eingriffe in den Naturhaushalt verursachen, sorgt sie dafür, dass an anderer Stelle neue Lebensräume entstehen. Mithilfe von den sogenannten Ökokonten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein werden geeignete Flächen gefunden, Maßnahmen geplant, fachgerecht umgesetzt und dauerhaft gepflegt.
Mehr Informationen unter: www.ausgleichsagentur.de
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