Gruppe von Menschen in Outdoor-Kleidung steht auf einer Wiese unter bewölktem Himmel

Neues Naturschutzgebiet für Schleswig-Holstein? Stiftungsvorstand Ute Ojowski empfängt Umweltminister Goldschmidt im Stiftungsland Tielenautal

Eine der letzten großen Moorlandschaften des Landes soll dauerhaft geschützt werden

Zwischen Tellingstedt und Pahlen im Kreis Dithmarschen schlängelt sich die Tielenau durch eine der wertvollsten Moor- und Niederungslandschaften Schleswig-Holsteins. Dieses malerische Tal könnte schon bald als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Im Rahmen der Schutzgebietsoffensive des Landes informierte sich Umweltminister Goldschmidt. Ute Ojowski, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein empfing den Minister gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Moorexpertin Cordula Knabe und dem zuständigen Flächenmanager der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Hannes Wolff. Mit auf der Info-Tour durch das 385 Hektar große Gebiet waren auch Vertreter*innen der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge-Niederung des Landesamtes für Umwelt, der Unteren Naturschutzbehörde sowie Bürgermeister*innen, Landwirt*innen, Jäger*innen und Naturschutzverbänden.

Die geplante Ausweisung der „Moore im Tielenautal“ ist Teil der Initiative des Landes Schleswig-Holstein, besonders wertvolle Lebensräume dauerhaft zu sichern und die biologische Vielfalt zu stärken.
Julia Jacobsen von der Integrierten Station und Cordula Knabe, Moorexpertin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, führten die rund 20-köpfige Gruppe auf einem Rundweg bis an die Tielenau und erläuterten dabei die Besonderheiten des Gebietes, seine Geschichte und seine naturschutzfachlichen Ziele.

Ein Schatz aus Mooren und Feuchtwiesen  

Das rund 23 Kilometer lange Tielenautal erstreckt sich zwischen Tellingstedt und Pahlen und verbindet einige der bedeutendsten Hochmoorkomplexe Schleswig-Holsteins – darunter das Käthener Moor, das Österborsteler Moor und das Dörplinger Moor.

Die Landschaft mit ihren Mooren, Feuchtwiesen und Niederungen bietet zahlreichen spezialisierten Tier und Pflanzenarten einen Lebensraum und zählt zugleich zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern des Landes.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Flächen wiedervernässt und naturnah entwickelt. Mit der geplanten Ausweisung als Naturschutzgebiet sollen diese Erfolge langfristig gesichert und die natürliche Entwicklung der Moore dauerhaft ermöglicht werden

Schutz gelingt nur gemeinsam

Im Mittelpunkt des Vor-Orts-Termin stand deshalb auch der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur*innen aus Naturschutz, Landwirtschaft, Jagd, Kommunen und Fachbehörden diskutierten über die geplante Schutzgebietsausweisung und die zukünftige Entwicklung des Tielenautals.

„Naturschutz gelingt am besten im Dialog“, sagt Ute Ojowski Geschäftsführerin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. „Gerade bei so wertvollen Landschaften ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven frühzeitig einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Unser gemeinsames Ziel ist es, diesen einzigartigen Naturraum für kommende Generationen zu bewahren.“