Es geht voran im Grotmoor! Seit einem Jahr vernässt die Stiftung Naturschutz weitere 96 Hektar des zu trockenen Moors für den Klimaschutz und als Lebensraum für seltene, moortypische Tiere und Pflanzen. Die Renaturierung des Grotmoors ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung und der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, daher wollten sich auch die beiden zuständigen Minister*innen ein Bild dieser engen Zusammenarbeit machen.
Am Montag, 23. Februar kamen Forstministerin Cornelia Schmachtenberg und Umweltminister Tobias Goldschmidt ins Grotmoor (Kreis Segeberg) und wurden dort von unserem Vorstand Ute Ojowski und Dr. Juliane Rumpf sowie dem Direktor der Landesforsten Dr. Chris Freise begrüßt. Projektleiter Janis Ahrens aus dem Moor-Team der Stiftung erläuterte die aktuellen Baumaßnahmen, die dafür sorgen, dass das Wasser zukünftig im Moor bleibt.
Vor Ort zeigten sich die Minister*innen beeindruckt von den Einsparungen der Treibhausgase, die beim Grotmoor fast 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr betragen. Zudem hoben sie die besonders wertvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hervor. Während die Landesforsten ihre Flächen sowie ihre ortsspezifische Expertise einbringen, übernimmt das Moor-Team unserer Stiftung die die Umsetzung des Projekts. Die Kooperation im Grotmoor zeigt eindrucksvoll, wie effektiv es ist, Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten: wirksamen Klimaschutz.
Neben dem wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet das Projekt im Grotmoor auch einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der moortypischen Arten, wie Moorfrosch, Kreuzotter und Sonnentau. Im Grotmoor sind im Winter 2022/23 bereits 73 Hektar vernässt worden, finanziert über das Landesprogramm Biologischer Klimaschutz. Aktuell arbeitet unser Moor-Team an weiteren 96 Hektar. Dieser zweite Bauabschnitt wird im Gegensatz zu dem Ersten über die sogenannten MoorFutures®, das sind freiwillige CO2-Zertifikate, finanziert.
MoorFutures® können frei erworben werden. So haben sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen die Möglichkeit, einen freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Einnahmen decken nicht nur die Umsetzung der Vernässung, sondern auch die Nachsorge und das Monitoring über die nächsten 50 Jahre. Weitere Informationen über die MoorFutures® unter: MoorFutures Schleswig-Holstein
Zur Pressemitteilung der Ministerien: schleswig-holstein.de - Medieninformationen - Besuch im Klimamoor: Forstministerin Cornelia Schmachtenberg und Umweltminister Tobias Goldschmidt besuchen gemeinsam das Renaturierungsprojekt Grotmoor




