4.500 junge Knoblauchkröten im Hasenkrug ausgesetzt

4.500 junge Knoblauchkröten erobern das Stiftungsland Hasenkrug bei Segeberg – ein wichtiger Schritt für den Erhalt der stark gefährdeten Amphibien-Art.

Sie sind nur wenige Wochen alt, aber trotzdem schon zwei bis dreieinhalb Zentimeter groß, sie können sich blitzschnell in den Boden eingraben und sondern bei Gefahr ein Sekret ab, das nach Knoblauch duftet und ihnen ihren Namen gibt: die Knoblauchkröten. Sie gehören zu den europaweit stark gefährdeten Amphibien-Arten und gelten in Schleswig-Holstein als stark gefährdet. Das Land hat also eine besondere Erhaltungs-Verantwortung. Damit sie nicht für immer verschwinden, haben die Amphibien-Retter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein rund um Projektleitern Jane Lassen ein großes Wiederansiedlungsprojekt gestartet.

Bevor die kleinen Kröten mit den besten Buddeleigenschaften in die freie Wildbahn entlassen wurde, hat das Stiftungsteam ihnen im Stiftungsland Hasenkrug bei Segeberg schon vor sieben Jahren – im Jahr 2018 – einen Wohlfühlort ganz nach ihrem Geschmack geschaffen. Die Knoblauchkröten lieben offene, waldarme Lebensräume mit lockeren, sandigen Böden, in die sie sich tagsüber eingraben können. Im vergangenen Jahr haben die Expert*innen dann den Laich der Knoblauchkröte im Stiftungsland Nordoe bei Itzehoe entnommen und in einer Aufzuchtstation über die kritischen ersten Wochen gebracht. Und jetzt war es endlich soweit: rund 1.500 Jungkröten (Vierbeiner) und 3000 Kaulquappen haben im Hasenkrug jetzt ihr neues Zuhause. Die Kaulquappen sind bei dieser Amphibien-Art besonders zu erwähnen. Denn anders, als bei den meisten anderen Fröschen, Kröten und Unken sind sie mit bis zu 19 Zentimetern riesig und ähneln eher Fischen als Kaulquappen.

In Schleswig-Holstein steht die Knoblauchkröte auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet. Der Grund: eine immer intensiver werdende Landwirtschaft und der verstärkte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln lassen ihre Lebensräume schwinden.