Verehrte Leserschaft,
zunächst möchte ich mich bei Ihnen demütigst dafür entschuldigen, dass unser edler Blog derzeit so unregelmäßig hochgeladen wird. Wir geloben allerdings Besserung und hoffen, durch dieses frühe Hochladen des hiesigen Blogs in Kürze einen angemessenen Zeitabstand schaffen zu können.
Auch die vergangene Woche barg ihre Abenteuer für uns heldenhafte FÖJtis, doch war sie sogleich auch erquickend abwechslungsreich.
Am Montag stand zunächst der Bürotag an. Mein werter Partner und Gehilfe Lorenz nutzte die Zeit in der Stiftung, um den vergangenen Blog für Sie, verehrte Leserschaft, zu Papier zu bringen, während ich das Vergnügen hatte, mit Michael Ott einen kleinen Ausflug in eines der Stiftungsgebiete zu machen. Es handelte sich um eine Fläche nah am Wasser, in welchem viereckige Holzgestelle vermessen werden mussten. Wir sahen dort einige Vögel, die sich auf den toten Bäumen im Wasser niedergelassen hatten.
Der Dienstag hielt hingegen ganz neue Abenteuer bereit: eine weitere Schlacht gegen die Kartoffelrose stand an. Wir hatten es mit einem ernsten Gegner zu tun, denn die stachelige Rüstung der blühenden, grünen Schönheit zu durchbrechen war nicht leicht, doch wir gaben den Kampf nicht auf! Mit der selbstlosen Hingabe Jan-Michels, der mit einer geradezu magischen Waffe, der Hacke, in die Schlacht zog, konnten wir den Sieg erringen und dem bösen Treiben der Kartoffelrosen ein Ende bereiten. Am Ende war Mausi, der Ford Ranger, voll beladen, doch die Fläche war befreit von dem Ungetüm. In naher Zukunft werden wir aber wohl bald mal wiederkommen, um einer weiteren unerwünschten Pflanze, dem Staudenknöterich, an die Wurzel zu rücken.
Neben der Kartoffelrose widmeten wir unsere geneigte Aufmerksamkeit aber auch dem Social Media-Team der Stiftung, denn es musste noch ein Video, das wir zuvor aufgenommen hatten, bearbeitet und hochgeladen werden.
Der Mittwoch ward gekommen! Ein sehr bewegendes Ereignis lag uns bevor: wir sollten weitere tapfere FÖJtis kennenlernen, die zeitgleich mit uns in der Nähe der Stiftung bei anderen Einsatzstellen angefangen hatten. Insgesamt 8 von uns fanden sich zu einem köstlichen Plausch zusammen. Vertreten war Jessi, die FÖJlerin der Waldkita in Kiel, Amelia für den Heimatbund und außerdem noch Tjelle, Johanna und Maimuna, die beim BNUR mithelfen. Es war uns ein Vergnügen, eure Bekanntschaft gemacht zu haben!
Nach diesem Kennenlerntreffen nahm uns unser vornehmer Betreuer Jannis mit auf einen kleinen Ausflug ins Stiftungsland, bei dem er uns besonnen über Pflanzen, Weidekonzepte und Ideen der Stiftung aufklärte. Lorenz und ich besichtigten außerdem noch einen Baumarkt, um dort Kisten zu kaufen und bauten mit der Hilfe von Kiara Pavillons auf.
Es war ein ruhiger Tag gewesen, der uns genügend Zeit gab, uns auf die Herausforderungen des kommenden Donnerstags vorzubereiten – denn an diesem Tag blieb kein Finger gerade! Wir begleiteten die erfahrenen und kühnen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Kerstin, Maria und Jan-Michel in das Ahrenviölder Westermoor. Die Heide, die dort zögerlich in 2 Kuhlen wuchs, war bedroht durch die aufkommenden Birkensprösslinge. Ohne eine Sekunde zu zögern machten wir uns daran, die Birken auszureißen um die Heide zu beschützen und so unseren ritterlichen Tugenden nachzukommen. Es war eine Menge Arbeit und die Finger schmerzten nach getaner Arbeit, doch die Heidepflänzchen waren zunächst sicher.
Am Freitag erholten wir uns von den vergangenen Heldentaten der letzten Tage. Ich säuberte am Vormittag die Liegestuhlpolster, die zuvor im Keller ein dunkles Dasein geführt hatten, während Lorenz damit beschäftigt war, dem Programm deutlich zu machen, dass er den eigens verfassten, delikaten Blog gerne hochladen würde. Am Nachmittag führte uns die bezaubernde Marites in die Kontrolle der Trekkingplätze ein, die die Stiftung betreute. Wir besuchten zwei der insgesamt 8 Übernachtungsplätze und dokumentierten deren Zustand.
Aber damit endet unsere abenteuerliche Woche nicht! Denn am Samstag fand im Eidertal auf einer Wiese eine Handmahd statt, die von Freiwilligen des NABU in Zusammenarbeit mit der Stiftung umgesetzt wurde. Wir hatten uns ebenfalls bereit erklärt zu helfen und es war ein wirklich erquickendes Ereignis! Es kamen mehrere Sensen und 2 Freischneider zum Einsatz, um die Wiese zu kürzen. Das gemähte Gras wurde anschließend zusammengeschoben und auf einem großen Haufen gesammelt. Es war ein sehr angenehmes Gemeinschaftserlebnis und hat uns wirklich gut gefallen.
Das ist alles, was ich für diese Woche zu berichten habe. In der Hoffnung, dass unser Blog bei der geneigten Leserschaft Gefallen findet, verabschiede ich mich höflichst von Ihnen und wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
Auf bald!
-Anna
Das Haiku der Woche
Bei Heide und Rose,
zwischen Stacheln und Birke,
der Kampfmut erglüht.














