Woche vom 24.08-30.08.2026
Das erste Seminar steht an!! Bepackt mit unseren sieben Sachen ging es los, mit dem Zug in Richtung Plön. Wer jetzt denkt: „Plön? Was soll das denn bitte sein?“ ist nicht alleine. Ja, das habe ich mir nämlich auch gedacht.
Plön ist ein kleines Städtchen und liegt genau zwischen zwei Seen. Dem großen Plöner See und dem kleinen Plöner See. Der große Plöner See ist dabei der größte Binnensee Schleswig-Holsteins. Das ist somit, so wie ich das verstanden habe, auch das einzige wofür Plön so richtig bekannt ist.
Von dem Städtchen selber haben wir allerdings gar nicht so viel mitbekommen. Denn am Bahnhof angekommen ging es für uns direkt weiter mit dem Bus in Richtung der Unterkunft für die Woche. Auf dem Weg hin sind uns schon einige schwer bepackte Personen aufgefallen und es ging ans rätseln wer denn auch vielleicht wegen eines FÖJ-Einführungsseminars den Weg nach Plön gefunden hat.
Angekommen, treffen wir auf viele neue Gesichter. Und nach einer offiziellen Begrüßung durch die Teamer und Ehemaligen geht es auch schon zum ersten Mal in die einzelnen Seminargruppen. Louis, Conny und Ich sind alle in der gelben Seminargruppe gelandet und so lernen wir ganz schnell Thies und Lydia, unsere Teamer, sowie Bob, das Maskottchen der gelben Gruppe kennen. Der Nachmittag, gefüllt mit den Standard- Kennenlernspielen, einigen Energizern und auch Orga-Kram, verging wie im Flug.
Am ersten Abend ging es direkt spannend weiter. Nach dem Abendessen war eine Fledermaus-Exkursion durch den anliegenden Wald geplant. Mit Fledermausdetektoren ausgestattet hatten wir die Möglichkeit die Echoortung einiger Fledermausarten zu hören und auch zu bestimmen. Nach einer sehr erfolgreichen Tour haben wir den Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen. Conny hatte ihre Gitarre dabei und in der Gruppe wurden mehrere, mehr oder weniger typische Lagerfeuerlieder angestimmt.
Dienstags war tagsüber wieder Seminargruppenzeit angesagt. Wir als Gruppe lernten uns besser kennen und es ging darum was für Möglichkeiten wir in diesem Jahr haben. Welche Themen wollen wir auf den Seminaren vertiefen? Möchten wir uns als Sprechi engagieren? Und noch vieles mehr. Ein wenig Tradition wurde auch an uns weitergegeben. Wir lernten den ersten der FÖJ-Tänze kennen und es wurde auch in der großen Runde das Tanzbein geschwungen. In den Pausen lernten wir unsere Mit-FÖJties im einzelnen besser kennen und verbrachten die Nachmittage im Sonnenschein entweder in oder am See. Das beste habe ich nämlich noch gar nicht erzählt. Die Unterkunft ist mit einer eigenen kleinen Badestelle ausgestattet! Und diese Möglichkeit haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ob früh morgens vor dem Frühstück, mittags in der warmen Sonne oder nochmal nachts zum Abschluss, nutzten wir eigentlich jede freie Minute um ins wirklich unfassbar klare Wasser zu hüpfen.
In Erinnerung bleibt auf jeden Fall auch der sehr serpentinige Abgang in Richtung See, der mit Lidletten und Crocs ohne Sportmodus immer ein Abenteuer war.
Am Mittwoch hatten wir die Wahl zwischen vielen verschiedenen interessanten Workshops. Vormittags lernten Conny und ich mehr über unsere Demokratie im Workshop, „Demokratie leben“. Wir haben uns damit auseinander gesetzt was Demokratie für uns bedeutet und wo man unserer Freiheit vielleicht Grenzen setzen sollte und wo nicht. Währenddessen nahm Louis an einem Szenario-Workshop teil.
Aber lest doch selbst:
„Ich war am Vormittag beim Szenario-Workshop „Zukunft des Naturschutzes in SH“ vom Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume (dem BNUR). Dort sind wir erst theoretisch die verschiedenen Möglichkeiten für Naturschutzräume durchgegangen: den Naturschutzgebieten, Nationalparks, Fauna-Flora-Habitat-Gebieten oder andere. Anschließend haben wir die unterschiedlichsten Einflussfaktoren erarbeitet. Von Politik über Naturschutzverbänden bis hin zu der Tourismusbranche. Mit den wichtigsten Faktoren haben wir in zwei Gruppen einmal ein Best-Case und ein Worst-Case-Szenario für 2035 erstellt. Das ging dann von Akzeptanz, Bio-Produkten und autofreien Städten zum Abbau von erneuerbaren Energien, der Unterdrückung von Naturschutzverbänden und einer AfD-Regierung mit Demonstrationsverboten und anderen demokratiefeindlichen Entscheidungen.
Mir hat der Workshop sehr gefallen und es war neben der Ausarbeitung auch Werbung dafür am Workshop über die Zukunft des Naturschutzes in SH teilzunehmen, der die Ergebnisse am Naturschutztag präsentiert.“
- Louis
Nachmittags ging es um Klimagerechtigkeit. Wir unterhielten uns darüber wie unterschiedlich Menschen betroffen sind und welche Rolle Geld, Bevölkerungsdichte und CO²-Ausstoß dabei spielen. Außerdem lernten wir eine FSJlerin aus Sambia kennen die uns mit viel Wissen und Erfahrung begeistern konnte.
Donnerstags ging es wieder zurück in die Seminargruppe. Es wurden Briefchen geschrieben: An sich selbst in einem Jahr und auch an die Mitglieder der gelben Gruppe. Draußen in der Sonne, verbrachten wir neben einigen letzten Orga-Punkten so ganz entspannt den Tag. Denn abends war nochmal richtig Programm geplant. Der sogenannte „Bunte Abend“. Eine Möglichkeit den letzten Abend nochmal in großer Runde, bei guter Gesellschaft, spannendem Entertainment und leckerem Essen zu verbringen. In der Vorbereitung wurde gebastelt, geprobt, Dekoration gesammelt und natürlich lecker gekocht. Und so haben wir den letzten Abend bei wirklich vorzüglichem Essen, einigen musikalischen Darbietungen und einem quizzigen Pub-Quiz genossen.
Freitags stand neben einem letzten gemeinsamen Frühstück und Aufräumen noch die Sprechi-Wahl an. Und wir dürfen nun verkünden das Fine zusammen mit zwei tollen Mit-Sprechis nun die gelbe Gruppe vertreten darf. So wird die Tradition dass ein*e FÖJtie der Stiftung im Sprecherwesen engagiert ist auch weitergeführt :)
Da war die Woche nun auch schon wieder vorbei und wir FÖJties quetschten uns in die Busse Richtung Plöner Bahnhof.
Eine wirklich sehr ereignisreiche und lustige Woche liegt hinter uns. Mit Erinnerungen die so schnell auf jeden Fall nicht vergessen werden.
Danke an die tolle Organisation! Danke für die spannenden Workshops und das wirklich sehr leckere Essen. Wir ziehen wirklich den Hut vor dem sehr mausigen Küchenteam.
Mit einem sehr guten Gefühl ging es zurück nach Kiel. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Seminare und darauf die ganzen lieben Leute widerzusehen.
Bis ganz bald!
Eure FÖJties der Stiftung
- Fine







