Woche vom 31.08.-06.09.2026
Willkommen zurück zum dieswöchigem Blog.
Der Montag war für uns der erste Arbeitstag nach dem Seminar in Plön und es galt erstmal unseren Kalender zu organisieren und zu planen. Für uns ging es am Dienstag dann ins Dosenmoor – das war dann auch Connys erstes Mal im Moor der Stiftung. Die Parkplätze, Wege und Pegel haben wir uns vorab über die Koordinaten und Google Maps zurechtgelegt, sodass wir echt gut durchgekommen sind. Und das Gute am Regen der letzten Wochen? Die Wasserpegel steigen nach der Dürre wieder. Das Dosenmoor ist geprägt von Heide und wir haben dann auch Besuch von einer Heidelibelle bekommen, die auf Fines Gesicht rastete – habe ich so auch noch nicht gesehen.
Zur Norla, der Norddeutschen Landwirtschaftsmesse, konnten wir auch, zwar nur zum Aufbau, aber selbst dann war schon eine Menge los. Ein Riesengelände mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, verschiedenster Technik, Pflanzen und anderen Vertretern. Darunter die Stiftung Naturschutz SH, die dort das Projekt der Klimafarm vorgestellt hat.
Diverser Donnerstag & Farbiger Freitag
Am Donnerstag ging es für uns FöJties zusammen mit Lucie aus dem Servicemanagement auf eine Thymianfläche bei Bad Bramstedt, um dort junge Birkensträucher zu entfernen, da diese einem äußerst seltenen Käfer schaden – der braucht offene Flächen. Auf dem Hinweg kam dann die Frage auf, was es in Bad Bramstedt zu sehen gibt, und da war er… der „Roland“ aus Bad Bramstedt. Nach KI-Recherche bedeutete eine „Roland-Statue“ in einer Stadt, dass dort Marktgerechtigkeit und Handelsfreiheit herrsche. Das war wichtig gewesen für den wohl sehr populären Ochsenhandel an den Ochsenwegen von Jütland (Dänemark) nach bspw. Niedersachsen, in die Niederlande oder Belgien.
Mit der Referenz zum Pub-Quiz im Einführungsseminar und der Schätzfrage, wie viel Harald Glööckler für seine Schönheitsoperationen ausgegeben haben soll und der Frage, wie viel die Ochsen aus Anfang des 17. Jahrhunderts heute inflationsbereinigt wert sind, kommt die KI zum Schluss, dass Harald Glööckler Schönheitsoperationen im Wert von 103 Ochsen machen lassen hat.
Aber diese Erinnerungsstücke wie der Roland oder Infotafeln an den Ochsenhandel sind uns im Laufe der Woche mehrmals an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein begegnet – zum Beispiel in Itzehoe.
Denn hinter Itzehoe lag unser Ziel für den Freitag – die Bunker von Nordoe. Die Bunker werden derzeit zu Fledermausquartieren umgebaut, jedoch sind die Anlagen mit faschistischen und pro-russischen Schmierereien und Parolen übersäht, die wir dann mit viel Spaß und Freude übermalen konnten. Aus dem pro-russischen „Z“-Symbol wurden Fledermäuse, aus Nazi-Codes wurde eine Visualisierung des Echolots, aus einer Hitlerfigur Blumen und Gräser und aus einem Hakenkreuz wurde „Love Wins“. Dieser Außeneinsatz wurde zwar von gießendem Regen begleitet, aber er war dennoch unser Highlight der Woche.
Und dann stellt sich nur noch die Frage, wie oft ein Auto in zehn Minuten abwürgen kann. Eigentlich wollten wir nur Farbe und Pinsel für den Freitag holen, jedoch wurde aus dieser Fahrt ein Abenteuer. Nun wissen wir immerhin welches Fahrzeug wir nicht mehr buchen werden. Conny und ich hoffen, dass es für Fine nicht zu traumatisch war.
Das Jardelunder Moor
Am Sonntag ging es für Conny und Fine dann noch ins Jardelunder Moor auf Klimatour. Aber das sollen sie lieber selbst berichten:
„Am Sonntag durften Fine und ich die Klimatour im Jardelunder Moor nähe Flensburg mitbegleiten. Dafür sind wir mit Musikbox, weil das Auto kein Bluetooth hat, an die Grenze zu Dänemark gefahren. Haben vor Ort die Besucher-Autos eingewiesen und abgehakt, wer da war. Ganz besonders haben wir uns gefreut, dass die Staatssekretärin Katja Günther sich die Zeit genommen hat uns zu begleiten. Los ging´s zu unserer ersten Station, bei der uns ein paar grundlegende Infos über Moore erzählt wurden. Beispielsweise der Unterschied zwischen Hoch- und Niedermooren oder das durch den hohen Säure Gehalt im Moor nur sehr wenige Pflanzen wie das Torfmoos, Wollgras oder Heidekraut sich darin wohlfühlen. Weiter ging es zu unserer nächsten Station, bei der wir mehr über die heimische Tierwelt gelernt haben. Dabei haben wir erfahren, dass es hier viele Rehe aber auch andere Tiere wie Schlangen und diverse Vogelarten gibt. Während wir das gelernt haben, konnten wir Schmetterlinge und Libellen in der Sonne beobachten. Unsere letzte Station führte uns weiter raus an einen See. Dort wurde uns die Wichtige Aufgabe der wieder Vernässung der Moore nähergebracht und wir konnten mini fleischfressende Pflanzen und eine richtig flauschige Raupe, wahrscheinlich ein Brombeerspinner, sehen. Geendet ist unser Ausflug dann wieder am Auto mit Info- und Werbematerial.
Alles in allem ein mega schöner Ausflug. Auch das Moor ist richtig schön und es gibt super viel zu entdecken. Und das Wetter hat auch mega gut mitgespielt.
Falls ihr mal in der Nähe seid, schaut doch mal vorbei.“
- Conny
Das wars dann auch mit dieser spannenden Woche. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal!
Euer Louis













