Kern der zweigleisigen Strategie sind konsequente, ökologisch maßgeschneiderte Akutmaßnahmen gegen die Ausbreitung von JKK und die Abwehr von Gefahren für Imker. Umsichtig wird im Kompetenzzentrum aber auch auf den langfristigen Wissensgewinn gesetzt und zum Themenkomplex JKK geforscht. Gleichzeitig werden vorliegende Erkenntnisse aus anderen Bundes- und EU-Ländern gebündelt und ausgewertet. Hier leistet die Stiftung Naturschutz bundesweit Pionierarbeit und wird mit ihren Kooperationspartnern zwei Praxisleitfäden „Imkern trotz JKK“ und „JKK naturverträglich zurückdrängen“ veröffentlichen.
Schon seit langem arbeitet die Stiftung Naturschutz an einer umweltverträglichen Eindämmung des JKK. „Dieses Kraut soll uns nicht über den Kopf wachsen“, bestätigt auch der geschäftsführende Vorstand Dr. Walter Hemmerling das Bestreben.

Honig-Untersuchung und Expertenteam

Standardisierte Honig-Untersuchungen haben 2015 den Verdacht erstmalig belegt, dass unter  bestimmten Bedingungen Sommer-Honigsorten  erhöhte Pyrrolizininalkaloide (PA)-Werte aufweisen können.  Das JKK hatte in diesen Fällen Honigbienen als Nektarspender gedient. Auch wenn mit dem Sommerhonig nur ein Drittel der Jahreshonigproduktion und lediglich einige, wenige Honigproben betroffen sind, arbeitet die Stiftung seit Bekanntwerden dieser neuen Fakten mit Hochdruck daran, die neuen Herausforderungen zu meistern. Es gilt die Gefahren durch JKK auszubremsen. Mit dem Diplom-Chemiker und Umweltmanager Dr. Aiko Huckauf hat die Stiftung einen ausgewiesenen Fachmann verpflichtet. Huckauf, der die Stiftung bereits zuvor im Umgang mit JKK beraten hat, ist Leiter des Kompetenzzentrums zum JKK bei der Stiftung. Dazu gehören ein mehrköpfiges Wissenschaftlerteam um den Landschaftsökologen Prof. Dr. Tim Diekötter von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker und der Landesnaturschutzbeauftragte Dr. Holger Gerth, der selbst Imker ist.

Imker-Telefon

In Einzelfällen wurden im Sommer 2014 erstmals auch im heimischen Bienenhonig erhöhte PA-Werte festgestellt, die in Verbindung mit dem Jakobs-Kreuzkraut gebracht werden.

Ziel des Biologen Huckauf ist es, zu einvernehmlichen Lösungen zwischen Imkern und Landwirten im Stiftungsland zu kommen, um eine Belastung des Honigs mit Pyrrolizidin-Alkaloiden (PA) – dem Gift des JKK – zu vermeiden.
Als Richtschnur bei der Beratung dient die Handlungsanweisung des Landes zum Umgang mit Jakobs-Kreuzkraut „Meiden, Dulden, Bekämpfen“, die von einer rund 10-köpfigen Arbeitsgruppe aus Landwirtschaftskammer, Straßenbauverwaltung, Umweltbehörden bis hin zum Imkerverband entwickelt wurde.

Neben der beratenden Tätigkeit ist Aiko Huckauf landes- und bundesweit ein gefragter Referent in Sachen Jakobskreuzkraut.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Download-Bereich.

Ansprechpartner

Aiko Huckauf
Tel. : 0431 210 90 799
E-Mail: aiko.huckauf@stiftungsland.de

News

Der Sommer in Schleswig-Holstein hat in diesem Jahr kaum stattgefunden: Es war viel zu kalt und viel zu nass. Entsprechend schlecht fällt die...

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In der vergangenen Woche haben einige Medien in Schleswig-Holstein und auch in anderen Bundesländern, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, über eine...

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Informationen über das
Jakobskreuzkraut

Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea, auch Jakobs-Greiskraut genannt, kurz „JKK“) ist eine heimische Wildpflanze und stammt, wie Löwenzahn und Margeriten, aus der Familie der Korbblütler. Wir haben hier für Sie alle wichtigen Informationen über das Jakobskreuzkraut zusammengestellt.

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Wir erforschen die
Methoden der Zukunft

Das Forschungsvorhaben „Methoden der Zukunft“ erprobt verschiedene Managementverfahren, wie Mäh-Varianten oder Neuansaaten von Jakobs-Kreuzkraut-Konkurrenten, die zur Zurückdrängung von Jakobs-Kreuzkraut (JKK) führen sollen. 


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Analyse der PA
wissenschaftlich fundiert


Transparent, lückenlos und ehrlich – das sind nur drei Schlagworte, die die Arbeit des „JKK-Kompetenzzentrum“ der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auszeichnen.


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Sommerhonig
Untersuchung und Ergebnisse


Das Projekt „Blüten für Bienen“ untersucht die heimischen Sommerhonige auf Jakobs-Kreuzkraut-Giftstoffe, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide.


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Tierwohl
und Jakobskreuzkraut


In dem Forschungsprojekt „Jakobs-Kreuzkraut & Tiergesundheit“ ging es um den Nachweis der Jakobs-Kreuzkraut-Giftstoffe in Blut, Leber-, Fett-, und Muskelgewebe von Robust-Rindern.


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Was sind eigentlich
Pyrrolizidin-Alkaloide?


Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze, die allerdings sogenannte Pyrrolizidin-Alkaloide, kurz PA, enthält. Diese Giftstoffe finden sich nicht nur im Jakobs-Kreuzkraut.

Foto: Gohnarch; CC BY-SA 3.0


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Trachtkalender für
Schleswig-Holstein


Welche Blüte bietet wie viel Nektar, Pollen und Honigtau? Gemeinsam mit dem Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e. V. gibt das Imkertelefon der Stiftung Naturschutz erstmalig den „Regionalen Trachtkalender“ für Schleswig-Holstein heraus.

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JKK: kostenlose Mahdgutentsorgung


Stiftungspächter können ihr JKK-Mahdgut auch in diesem Jahr wieder kostenfrei entsorgen.

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Informationen
zum Dowonloaden


Sie haben weitere Fragen oder möchten die Informationen zum Jakobksreuzkraut gerne in Ruhe nachlesen? Wir haben alle wichtigen Informationen zum Downloaden für Sie bereitgestellt.


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