Unser Stiftungsland ist ein wichtiger Rückzugsort für bedrohte Tiere und Pflanzen. Unsere 35.000 Hektar entwickeln wir zu optimalen Lebensräumen für Laubfrosch, Goldenen Scheckenfalter oder Arnika. Genauso wichtig ist es aber, diese Lebensräume miteinander zu vernetzen. Tiere und Pflanzen müssen die Möglichkeit haben, zwischen den Gebieten unterwegs zu sein. Sie haben unterschiedliche Ansprüche an Schlaf-, Fress- und Fortpflanzungsplätze und müssen funktionsfähige Wanderwege durch die Kulturlandschaft vorfinden. Darum kümmert sich die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein seit Jahren mit vielen Projekten.

Verbindungen schaffen

Der Rückgang von Arten geht mit der Zerschneidung und Zerstörung von Lebensräumen einher. Gerade Straßen führen zur Verinselung wichtiger Lebensräume. Ein Straßennetz von rund 10.000 Kilometer - das ist ungefähr die Luftlinie von Kiel bis Kapstadt – durchzieht Schleswig-Holstein. Kein Wunder, dass es Hirsch, Haselmaus, Kreuzkröte und Co. schwer haben, zu ihren Laichplätzen zu kommen, geeignete Partner zu finden oder gar neue Lebensräume zu erobern. Seltene Tiere und Pflanzen kommen zum Teil nur noch isoliert vor, ein genetischer Austausch kann nicht mehr stattfinden. Sind die Gebiete zu klein, sterben die Arten dort aus und können sie auch nicht mehr neu besiedeln.

Grüne Brücken und tierische Wanderwege

Grünbrücken über Autobahnen, Otter- und Wildtunnel sollen Abhilfe schaffen und den, auch genetisch wichtigen, Austausch ermöglichen. Gleichzeitig verhindern sie schwere Wildunfälle. Tiere und Pflanzen können diese wichtigen Querungshilfen nur finden, wenn sie mit ihren Lebensräumen vernetzt sind. Unser Vielfaltschützer Dr. Björn Schulz hat mit seinen Wiedervernetzung-Projekten bundesweit beachtete Maßstäbe gesetzt und übrigens auch ein im Bundesnaturschutzgesetz verankertes Ziel erfüllt Dort heißt es in § 1:„Zur dauerhaften Sicherung der biologischen Vielfalt sind […] lebensfähige Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten zu erhalten und der Austausch zwischen den Populationen sowie Wanderungen und Wiederbesiedelungen zu ermöglichen.“
Ansprechpartner: Björn Schulz

Ansprechpartner

Björn Schulz
Tel: 0431 / 210 90 - 404
E-Mail: bjoern.schulz@stiftungsland.de

News

Sommerhonig wieder deutlich geringer belastet – Stiftung Naturschutz stellt Untersuchungsergebnisse 2017 vor

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Im Garten und auf dem Balkon können Sie Blumen und Sträucher pflanzen, die den Insekten das Überleben sichern.

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Wiedervernetzung von Biotopen


Mit den „Holsteiner Lebensraumkorridoren“ hat die Stiftung Naturschutz ein bundesweit beispielgebendes Wiedervernetzungsprojekt begonnen. Gemeinsam mit vielen Partnern und gefördert vom Bundesamt für Naturschutz wurde ein Knotenpunkt, die sogenannte Grünbrücke über die Bundesautobahn 21 bei Negernbötel im Kreis Segeberg, durch Wanderkorridore mit der umgebenden Landschaft vernetzt…

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DAS GRÜNE METROPOLNETZ


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein kümmert sich gemeinsam mit vielen Partnern aus der Metropolregion Hamburg, darum, dass verbindende „grüne“ Lebensadern verbessert und  geschaffen werden….

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Knicks zu verschenken


Knicks – typisch schleswig-holsteinische Landschaftselemente – sind besondere Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Sie sind Heimat und Rückzugsraum für viele verschiedene Tiere und Pflanzen und verbinden unterschiedliche Biotope miteinander. Der scheue Rothirsch orientiert sich beispielsweise an den linienhaften Knicks, denn sie geben ihm eine lückenlose Deckung bei seinen ausgiebigen Wanderungen.

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Offene Grenzen für Tiere


Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein kümmerte sich von 2010 bis 2013 gemeinsam mit dänischen Partnern darum, dass es europaweit geschützte Tierarten, wie Haselmäusen, der äußerst seltenen Birkenmaus, sowie Fledermäuse zukünftig besser geht…

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Nussjagd - Der Haselmaus auf der Spur


Haselmausexperte, Haselmausjäger und Nussjägermeister bildete die Stiftung Naturschutz im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes aus….

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