Moore brauchen Wasser. Ohne trocknen sie aus, zersetzen sich und klimaschädliches Kohlendioxid wird freigesetzt. Die Moorlandschaften in Schleswig-Holstein wurden über die Jahrhunderte immer weiter trocken gelegt. Mit Hilfe von Gräben und Rohren wurde das Wasser abgeleitet, um das Land wirtschaftlich zu nutzen. Daher heißt die Hauptaufgabe unserer Entwicklungshelfer, allen voran unsere Moorexpertin Jutta Walter: Wasser fürs Moor!

Aktiv für den Moorschutz

Die Entwässerungsgräben werden verschlossen, ebenso die Drainagen, die oftmals sehr tief im Boden liegen. Manchmal müssen Wälle oder Dämme aufgeschoben, in selteneren Fällen auch Spuntwände gesetzt werden. Alles, damit das Wasser beispielsweise bei Regenfällen auf den Flächen verbleibt und die Torfmoose wieder wachsen. Mehr als 1200 Hektar in acht Mooren hat die Stiftung seit 2011 renaturiert und ist damit Moorschützer Nummer 1 in Schleswig-Holstein.

Stiftung fördert Moorschutzprojekte

Das Land Schleswig-Holstein hat 2008 ein Programm zum Schutz und zur Regeneration entwicklungsfähiger Hoch- und Niedermoore sowie zum Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt verabschiedet und stellt dafür Mittel bereit. Die Stiftung Naturschutz verwaltet flankierend den Moorschutzfonds für das Land Schleswig-Holstein. In den Moorschutz-Fonds fließen regelmäßig Ausgleichszahlungen des Landes, die Eingreifer bei Bauvorhaben als sogenanntes Ersatzgeld zahlen müssen.

Vereine, Verbände aber auch Gemeinden können hier Anträge zur Finanzierung ihrer Moorschutzprojekte stellen. Mehr als 20 Institutionen haben sich in den vergangenen Jahren aus den Moorschutzfonds der Stiftung Naturschutz fördern lassen und so fast 50 Hektar Moor gerettet.

Moor-Wildnis: einmaliges Naturerlebnis

Als einer der größten Moorschutzaktivisten ist das Stiftungsteam unermüdlich im Einsatz, um den Lebensraum von Torfmoosen und Wollgras, Hochmoor-Mosaikjungfer, Bekassine und vielen weiteren moortypischen Pflanzen, Libellen, Schmetterlingen und Vögeln zu erhalten. Erfolgreiche Moorrenaturierung der Stiftung Naturschutz können sich Naturfreunde beispielsweise im Hartshoper Moor und im Wilden Moor bei Schwabstedt ansehen.

Übrigens: aktiver Moorschutz ist gleichzeitig wichtiger Klimaschutz!

Aktiv zum Klimaschutz beitragen in Schleswig-Holstein!

Mit dem Erwerb von MoorFutures® kann jeder seinen persönlichen CO2-Fußabdruck so klein wie möglich hinterlassen. Egal ob Heizung oder Waschmaschine, der Firmenfuhrpark oder die Veranstaltung: Energie verbrauchen wir alle - und damit produzieren wir CO2. Natürlich steht die Vermeidung der Entstehung des klimaschädlichen CO2 für uns alle an erster Stelle, aber den unvermeidbaren CO2-Ausstoß können Sie jetzt ausgleichen: regional, dauerhalt und nachvollziehbar.

Mit Ihrer Beteiligung an der Finanzierung des MoorFutures®-Projektes Königsmoor bei Rendsburg in Schleswig-Holstein tragen Sie zur Erhaltung einer lebenswerten Welt für zukünftige Generationen bei. Jeder MoorFutures® entspricht dabei der Vermeidung von einer Tonne CO2.

Hier kommen Sie zum Online-Shop.

Das können Sie tun

•    Kaufen Sie der Umwelt zu Liebe nur „torffreie“ Blumen- und Gartenerde. Noch immer werden in Deutschland, aber mit steigender Tendenz auch in den Baltischen Ländern und Russland Moore zerstört, um Torf abzubauen. Achten Sie daher auf „torffreie“ Erden und lassen Sie sich nicht durch Angaben wie „torfreduziert“ oder „torfarm“ in die Irre führen. Übrigens, auch sogenannte Bioerden können große Mengen Torf enthalten!

•    Setzen Sie sich für den Schutz der Moore ein und unterstützen Sie unsere Moorschutzprojekte! Mit 120 Euro können wir 100 m² Moorland kaufen. Mit 40 Euro renaturieren wir 100 m² Moorlebensraum.


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Spenden Sie!
Die Natur wird Ihnen danken

Sie wollen auch Entwicklungshelfer werden und die Schönheit von Schleswig-Holstein bewahren? Dann unterstützen Sie uns – es lohnt sich: Sie ermöglichen nachfolgenden Generationen mit bunten Blumenwiesen, alten Bäumen und faszinierenden Tieren aufzuwachsen.

Jetzt aktiv werden!

News

Mittlerweile ein gewohnter Anblick – zumindest von oben. Ostseewasser darf zum Wintereinstau die Geltinger Birk fluten.

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Klimaschutz verschenken oder die eigene CO2-Bilanz verbessern: MoorFutures® Zertifikate retten das Königsmoor bei Rendsburg.

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Planen, Prüfen, Begehen: Seit vielen Jahren ist Jutta Walter (rechts) im Stiftungsteam für die Moore bei uns im Land aktiv. Auch Interviews für Zeitung, Fernsehen und wie hier Radio gehören zu ihrer Arbeit.

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Bevor die Schönheit in unsere Moore zurückkommt, rücken erst einmal die Bagger an. Mit ihrer Hilfe werden Wälle oder Dämme gebaut, Drainagen verschlossen und Gräben aufgehoben, damit das Wasser auf der Fläche bleibt und sich der trockne Moorboden wie ein Schwamm vollsaugen und wachsen kann.

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Der seltene Sonnentau ist ein Indikator für einen guten Moorstandort. Die nur wenige Zentimeter große Pflanze braucht viel Licht, feuchten und nährstoffarmen Boden. Wo es ihm gut geht, fühlen sich auch viele weitere Pflanzen und Tiere wohl.

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