Mit 34.000 Hektar ist die Stiftung Naturschutz mittlerweile einer der größten Landeigentümer in Schleswig Holstein.  In 290 Stiftungsgebieten arbeiten wir daran,  die Vielfalt der Pflanzen und Tiere zu bewahren und ihre Lebensräume wieder herzustellen. Dadurch bildet das Stiftungsland mittlerweile das Rückgrat der Biologischen Vielfalt in Schleswig Holstein.

Auf vielen Flächen können wir den Schutz der Arten und Lebensräume nur mit anderen Nutzern gemeinsam organisieren, mit Landwirten, Förstern oder Jägern. Deshalb sind 50 % des Stiftungslandes zur extensiven Nutzung verpachtet. In Zahlen: für mehr als 17.000 ha Grünland arbeiten wir mit rund 1500 Partnern zusammen.

Allgemeine Information

Grundsätzlich dienen die Bedingungen der Pachtverträge dazu, die Ziele des Naturschutzes umzusetzen und ein Flächenmanagement vorzugeben, das zu der gewünschten Entwicklung der Flächen führt.

Der Pächter gibt im Vorwege sein Einverständnis dafür, wenn auf den Flächen arten- oder biotopschützende Maßnahmen  durchgeführt werden sollen. Ggf. kann sich dadurch die Pachtfläche verringern.

Bei der Nutzung des Grünlandes bleibt die Narbe ohne Eingriffe wie Umbruch oder Nachsaat erhalten, um die Vergrößerung der Artenvielfalt durch natürlichen Samenanflug zu ermöglichen. Auch Pflegemaßnahmen sind nur stark eingeschränkt möglich und orientieren sich an den Entwicklungszielen.

Um das Nährstoffniveau der Flächen zu senken wird auf den Flächen jegliche Düngung eingestellt. Auch Pflanzenschutzmittel werden nicht eingesetzt.

Da die Flächen vollständig dem Naturschutz gewidmet sind, schließt sich die Lagerung von Geräten, Material oder die Errichtung von Bauwerken aus.

Die Flächen dürfen nicht unbewirtschaftet liegen gelassen werden.

Auf Weideflächen sollen sich die Tiere allein von dem Aufwuchs auf der Fläche ernähren und auch weniger schmackhafte Pflanzen verbeißen. Deshalb dürfen sie nicht zugefüttert werden.

Spezielle Auflagen bei Mahdnutzung

Wiesen dürfen überwiegend, mit Ausnahme spezieller Brutgebiete, ab dem 21.6. gemäht und abgefahren werden. Je nach Witterungsbedingungen kann der Mahdtermin in Absprache mit der Stiftung verändert werden, dabei ist der Verlauf des Brutgeschäftes und das Aussamen wertgebender Pflanzenarten ausschlaggebend. Die Fläche muss Wild schonend und von innen nach außen gemäht werden. Wahlweise ist ein zweiter Schnitt oder eine Nachweide als Standweide erlaubt, dabei muss  der Abtrieb im Spätherbst so rechtzeitig erfolgen, dass durch Vertritt keine Schäden an der Grasnarbe auftreten.

Spezielle Auflagen bei Sommerweidenutzung

Die Flächen werden zusammenhängend und durchgehend als Standweide beweidet, eine Unterteilung ist nicht zulässig. Dies hat den Zweck, Flora und Fauna durchgehend gleichbleibende Bedingungen zu schaffen und einen zeitweiligen hohen Fraßdruck und Vertritt zu vermeiden. Beginn und Ende der Beweidung in der Sommerperiode von Mai bis Oktober orientieren sich an der Trittfestigkeit und am Futterangebot. Während der Brutzeit (bis zum 21.06. eines Jahres, teilweise länger je nach Vogelart) beträgt der Viehbesatz 1,5 bis 2 Rinder pro Hektar, später kann die Besatzdichte erhöht werden, damit die Flächen vollständig abgeweidet werden. Es dürfen keine  Schäden an der Grasnarbe durch Vertritt entstehen. Die Höhe der Tierzahl kann nach Absprache mit der Stiftung verändert werden. Auch andere Tierarten – Schafe oder Pferde - sind möglich.

Der Pächter ist verantwortlich für die Unterhaltung von Grenz- und Parzellengräben mit Hinterliegern. Befinden sich Gräben, Grüppen oder Drainagen auf den Stiftungsflächen, erfolgt die Unterhaltung nur nach Absprache mit der Stiftung und soweit es die Bewirtschaftung der Fläche erfordert. Hintergrund ist das Bestreben, den natürlichen Wasserhaushalt der Flächen weitestgehend wieder herzustellen. Die Knicks werden ebenfalls durch den Pächter gepflegt. Auch hierbei muss vorher der Kontakt zur Stiftung aufgenommen werden.

Weitere Regelungen:

  • Mitverpachtung von Zahlungsansprüchen
  • Zäune, Hecktore und Tränken sind Sache des Pächters
  • Unterverpachtung ist nicht gestattet
  • Die Grundlasten trägt die Stiftung, der Pächter ist zuständig für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Sozialversicherung und Haftpflichtversicherung.
  • Die Verkehrssicherungspflicht für Bäume und Knicks an Verkehrswegen liegt beim Pächter.
  • Bei Bedarf kann die Stiftung den Pächter auffordern, problematische Pflanzenarten durch mechanische Methoden zu bekämpfen


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